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Kundenrezensionen

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am 23. Mai 2006
Die Charaktere sind genial.

Die Dialoge sind intelligent.

Die Story-Idee ist umwerfend.

Die Recherche des Autors ist vulminant.

Aber: Mir gefällt's nicht so richtig.

Woran kann es liegen?

Schätzing geht für meinen Geschmack etwas zu sehr ins Detail: Seitenlange Beschreibungen über den KölnBonn-Airport, sich wiederholende Charakterisierungen und Handlungs-Beweggründe. Schätzing versucht durch akribisches Beschreiben einen Realo-Flair zu erzeugen - er schafft das auch! - aber die Spannung leidet darunter, die Handlung wird nur zähflüssig vorangetrieben.

Wie sieht also meine Empfehlung aus?

Wer einen spannenden, fesselnden Thriller sucht, ist bei "Lautlos" schlecht aufgehoben. Da gibts besseres.

Wer allerdings einen detailgetreuen, intelligenten und soliden Roman sucht, der hat ihn hier gefunden.
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am 27. April 2005
Die Geschichte spielt in Köln während des G-8-Gipfels. Hauptperson ist der geniale Physiker Liam O'Connor, der für den Nobelpreis vorgeschlagen ist, erfolgreich populärwissenschaftliche Bücher schreibt und zuviel Alkohol trinkt. An seiner Seite ist die junge Verlagsassistentin Kika Wagner, die im Auftrag des Verlegers Franz Kuhn, aufpassen soll, daß O'Connor bei seinem Besuch in Köln nicht zu viel Unsinn macht und seine Termine einhält. Bei der Ankunft am Flughafen glaubt O'Connor einen alten Studienkollegen und Freund wiederzuerkennen. Dieser Freund hat in deren Studienzeit Sympathien für die IRA gezeigt. Bei Nachforschungen am Flughafen stellt sich heraus, daß dieser ehemalige Studienkollege unter falschem Namen dort arbeitet. O'Connor ist der Meinung, daß ein Anschlag auf einen der Politiker geplant ist. Natürlich glaubt ihm keiner, weil er sich in der Vergangenheit schon des öfteren derbe Scherze erlaubt hat.
Die Geschichte hätte man mühelos auf 100 Seiten abhandeln können. Allerdings geht es in dem Buch nicht nur um die Story. Es sind vielmehr die Person und das politische Geschehen, was das Buch ausmacht. Die Charaktere sind wirklich gelungen. Man glaubt, jede der Personen genau zu kennen und kann problemlos nachvollziehen warum diese so handelt. Bei dem politischen Geschehen geht Schätzing intensiv auf den Kosovo-Konflikt ein. Außerdem spricht er Themen wie Terrorismus, russische Mafia, Probleme in Amerika und das physikalische Phänomen der Lichtbremsung an. Nicht fehlen darf natürlich das Thema Whiskey. Nach der Lektüre dieses Buches ist man ein Experte auf diesem Gebiet.
Wer kein Buch erwartet in dem pausenlos Action angesagt ist und auch mit teilweise längeren Ausführungen und Gedankengängen von Personen keine Probleme hat, wird an diesem Buch sicher seinen Spaß haben. Wer eine leichte Lektüre zum Einschlafen sucht, sollte das Buch besser nicht lesen.
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am 24. Februar 2006
Wer sich mit Schätzing beschäftigt, sollte "Lautlos" unbedingt vor "Der Schwarm" lesen. Tut man es in umgekehrter Reihenfolge, bekommt man den Eindruck, Schätzing habe bei "Lautlos" noch etwas "üben" wollen.
Die Charaktere sind sehr ausführlich dargestellt, was für das Verständnis der Story tatsächlich auch unabdingbar ist. Der typische rote Faden eben. Das "Warum" erfährt man allerdings erst viel zu spät. Es braucht (im Gegensatz zu "Der Schwarm") eine gehörige Anlaufzeit (von etwa 100 bis 150 Seiten) bis man in das Buch hineingefunden hat. Dabei geht die anfänglich so ausführlich beschriebene politische Problematik später viel zu sehr unter.
Hat man sich aber mal eingelesen, lässt einen das Buch nicht mehr los. In der Tat brilliert Schätzings Erzählung durch die realistische Darstellung der Vorgänge. Auch die Denkbarkeit der Möglichkeit, dass alles auch tatsächlich einmal so kommen könnte, jagt einem wahre Schauer über den Rücken. Der typische Schätzing-Stil nach der Manier eines Hollywood-Blockbuster-Drehbuchs weist dem Leser selbst in komplizierten Momenten noch den Weg durch die komplexe und anspruchsvolle Story. Natürlich merkt man auch hier wieder, dass der Autor im Vorfeld des Schreibens gründlichst recherchiert hat. Gerade das macht die Story auch so plausibel und möglich und damit natürlich super spannend.
Sieht man von der Detailverliebtheit und einigen Längen zu Beginn des Buchs einmal ab, ist es - wie man es von Schätzing kennt - einfach perfekt. Ein Buch, das man am Liebsten in einer Nacht vernaschen möchte.
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VINE-PRODUKTTESTERam 30. Juni 2008
Dieses Buch lebt nicht von der Handlung. Die ist genau genommen sogar ziemlich simpel gestrickt, auf den ersten Blick. Ein Anschlag auf den Präsidenten der Vereinigten Staaten. Viele werden sich jetzt vielleicht gelangweilt abwenden, aber zu unrecht. Denn wie der Anschlag von statten gehen soll ist schon ziemlich pfiffig ausgedacht und mir weder in Büchern noch in Filmen schon mal untergekommen. Wie gesagt, es lebt nicht von der Handlung, sondern von dem genialen, dauerbetrunkenen Protagonisten den Schätzing hier gekonnt in Szene setzt, wobei er ihn herrlich unterhaltsam über sämtliche Whisky Sorten die die schottischen Highlands hergeben und über diese noch hinaus, sinnieren lässt. Allerdings baut er für meinen Geschmack immer wieder einen etwas zu ernst gemeinten politischen Hintergrund ein für den man etwas Ausdauer braucht. Dafür belohnen einen die fast schon zum Lachen komischen Dialoge seiner farbenfroh gezeichneten Charaktere.

Für mich persönlich der wohl gelungenste Schätzing. Denn im Gegensatz zu seinem, von der Allgemeinheit in den Himmel gehobenen Roman "Der Schwarm", verfügt dieses Buch über den lebenswichtigen Fingerzeig des Augenzwinkerns. Der macht einem von Anfang an klar, das man es hier mit einem Hauptprotagonisten zutun hat, der sobald er mal nüchtern ist, sehr wohl in die Fussstapfen eines jungen Sean Connerys in der Rolle des James Bond hätte treten können. Somit verzeiht man ihm auch den mittlerweile für Schätzing schon "normal gewordenen Wahnsinn" am Ende der Geschichte. Also ohne spektakuläre Actionfeuerwerke scheint es dieser Autor nicht mehr zu schaffen einen Roman zu beenden. Wie dem auch sei, mir ist diese prächtig gelungene Hauptfigur so richtig ans Herz gewachsen während des Lesens und ich habe meinen Spass mit diesem etwas zu lang geratenen Buch gehabt. Es gibt die von mir für Schätzing typischen 3 Sterne da ich immer noch glaube das dieser, durch den veranstalteten Medienrummel völlig überschätzte Autor noch viel zu lernen hat, was den Schluss eines Buches angeht.
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am 7. Januar 2008
Schätzing ist kein in-den-Tag-hinein-Schreiber. Was er verfasst hat Hand und Fuß. So wird auch in diesem Buch mehr als deutlich, dass er sich mit der Materie (Kosovo-Konflikt, Laserwaffe, Whisk(e)y) mehr als intensiv beschäftigt hatte, ehe er zur Feder griff.
Leider hat er auch in diesem Buch wieder nicht an sich halten können und sein neu erworbenes Wissen auf vielen, vielen, zähen Seiten zwischen die eigentliche Handlung gestopft. Wer also einen (teilweise recht philosophischen) Monolog über die Politik und Kriegswirren des ausgehenden 20. Jahrhundert erwartet wird nicht enttäuscht werden.
Auch die Darstellung der Hauptpersonen und deren Dialoge erweist sich manchmal etwas aufgesetzt.
Erst zum Ende hin nimmt der Roman Fahrt auf.
Schade. Die interessante Attentat-Story selbst hätte mehr Sterne verdient.
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...dauert es - nach meiner Erfahrung - eine ganze Weile, bis man sich "eingelesen hat" und einen Bezug zu den Protagonisten findet.

Danach gewinnen Schätzings Bücher aber an Spannung und der (faszinierte) Leser mag sie kaum noch aus der Hand legen...

Obwohl sich die Handlung dieses Buches in Köln abspielt, handelt es sich beim Titel "Lautlos" meines Erachtens mehr um einen Polit- als einen Regional-Thriller. Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen, obwohl mein erster Eindruck war: 200 Seiten weniger, hätten ihm gutgetan!

Nachdem ich aber im "Kölner Stadtanzeiger" vom 14.3. d.J. einen Kommentar (von M.Oe)., über den Schriftsteller Schätzing und dessen gründliche Arbeitsweise sowie und die Vermutung des Journalisten gelesen habe (Zitat): "...Schätzings Romane...seien auch deshalb so ultradick, weil der Kölner Autor bestrebt sei, seinen Recherche-Fleiß vorzuzeigen" denke ich, dass man diese Gründlichkeit positiv sehen und anerkennen sollte.
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am 16. Dezember 2006
Keiner ahnt, dass Terroristen den nahenden G8-Gipfel in Köln benutzen wollen, um einen der schlimmsten Anschläge überhaupt zu verüben: Ziel soll unter anderem der Präsident der USA sein, Bill Clinton. Zwar werden Hotels, Flughafen und die Stadt von Polizei und FBI ständig überwacht, doch wer kann schon wissen, dass die Gruppe mit einer neuen Waffe aufwartet, mit der man selbst noch aus kilometerweiter Entfernung jemanden umbringen kann.

Zur gleichen Zeit kommt der irische Physiker Liam O'Connor in Köln an, weil er zur Präsentation seines neuen Buches eingeladen wurde. Verlagsmitarbeiterin Kika Wagner soll den Doktor während seines Aufenthaltes in Deutschland betreuen - keineswegs eine leichte Aufgabe, wie sich sehr bald herausstellen soll, den der Ire scheint sich nicht sonderlich um seinen Ruf zu scheren und erscheint des Öfteren auch gerne mal betrunken zu einer Vorlesung. Zu alledem schaut er noch sehr gut aus und Kika kann nicht leugnen, dass sie Gefühle für den smarten Wissenschaftler empfindet und nach einer durchzechten Nacht in den Pubs von Köln kommen sich die beiden ein bedeutendes Stück näher...

Liam O'Connor glaubt zuerst, seinen Augen nicht zu trauen, als er in der Menschenmenge am Kölner Flughafen ein vertrautes Gesicht zu sehen glaubt, einen Jugendfreund, der in terroristische Aktionen der IRA verwickelt war und danach untertauchen musste. Was sucht dieser hier in Köln? Noch dazu, wenn G8-Gipfel ist? Dunkle Vorahnungen steigen in Liam hoch. Anfangs will ihm keiner glauben, doch dann passiert etwas Furchtbares...

"Der Schwarm" und "Tod und Teufel" waren schon zwei gänzlich unterschiedliche Romane, auch "Lautlos" ist wieder völlig anders. Mit diesem dicken Werk liefert uns Frank Schätzing einen hochwertigen, qualitativen Thriller, der zwar stellenweise ein wenig an amerikanische Follet-Romane erinnert, durch seine außergewöhnlichen Charaktere und den Schauplatz in Köln sowie den raffiniert angelegten Perspektivenwechsel frischen Wind in das Genre bringt. Die Idee der Hightech-Waffe scheint zwar am Anfang ein wenig weit hergeholt, im heutigen Zeitalter könnte man so etwas aber durchaus für möglich halten. Spannung bis zum Schluss, gewürzt mit sehr viel politischem (realen) Hintergrund - für Schätzingfans und solche, die es werden wollen ein unbedingtes Muss!
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am 10. Dezember 2006
Nehmen wir es gleich vorweg: Die m. E. wirklich berechtigte Kritik betrifft die Länge(n) dieses Buches - auf 250 Seiten reduziert wäre es vortrefflich. Weniger ist tatsächlich manchmal mehr - die 700 Seiten empfand ich zwischendurch immer wieder als Zumutung.

Doch hat Schätzing mit "Lautlos" wieder einmal bewiesen, auf welch hohem Niveau er in der Lage ist, umfangreichste Recherchearbeiten (ähnlich wie in "Der Schwarm") in einem spannenden (Kriminal-) Roman einfließen zu lassen. Seine Sachkenntnisse - in diesem Falle über den sog. "Kosovo-Konflikt" und dessen Hintergründe, die IRA sowie die Lasertechnologie - sind immer wieder verblüffend. Man merkt da deutlich seinen profunden Hintergrund als Wissenschaftsjournalist. Seine tiefe Skepsis gegenüber den hegemonialen Weltmachtansprüchen der USA tritt auch in diesem Werk wieder deutlich zutage.

Die Fakten garniert Schätzing in diesem Buch mit einer klassischen Love-Story und würzt das Ganze gekonnt mit einer Abhandlung über die verschiedenen Whisk(e)y-Sorten (nachdem er uns in "Mordshunger" bereits lukullische Lehrstunden erteilte).

Wer all das mag, ist bestens und umfangreich bedient.

Mein Fazit: Eine gigantische Fleißarbeit, allerdings auch für den Leser!
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am 29. Mai 2006
Lautlos ist nicht mit DER SCHWARM vergleichbar; soviel vorweg. LAUTLOS ist ein Thriller mit politisch-historischen Hintergrund und vom Anfang bis zum Ende spannend.

DIE STORY:

Juni 1999. In Köln steht, nachdem der Krieg im Kosovo beendet ist, der G-8-Wirtschaftsgipfel - der "Friedensgipfel" - an. Hochkarätige Besucher haben sich angekündigt; darunter Bill Clinton, Tony Blair und Boris Jelzin. Köln - insbesondere das Hyatt-Hotel und der Flughafen Köln-Bonn - gleicht einem Hochsicherheitstrakt. Dennoch planen dunkle politische Kräfte - das sog. TROJANISCHE PFERD - einen Anschlag auf einen ranghohen Politiker. Das Attentat soll auf dem Flughafen ausgeübt werden; schier unmöglich. Der Plan ist allerdings derart ausgeklügelt, technisch raffiniert und verblüffend, dass - auch angesichts des hohen Sicherheitsstandards - niemand auf die Idee kommt, derartiges könnte tatsächlich passieren. Letztendlich kann doch noch mit Hilfe des genialen Physikers und trinkfesten Lebenskünstlers Dr. LIAM O'CONNOR der Anschlag in letzter Sekunde verhindert werden und es kommt zum Showdown bei dem sich überraschend herausstellt, welche politischen Kräfte hinter der geplanten Tat stehen.

FAZIT:

Ein hochspannender und sehr unterhaltsamer Roman, der sich angesichts der Handlung und der dichten Atmosphäre sowie aufgrund der interessanten und detailreich gezeichneten Charaktere (besser: Typen) geradezu als Filmstoff aufdrängt. Schätzing schreibt scheinbar mit leichter nur so sprudelnder (und diesmal auch humorvoller) Feder. Das ist - abgesehen einmal von der Story - auch der ins Auge springende Unterschied zu DER SCHWARM. Der Erzählstil wirkt wesentlich lockerer, wodurch die Geschichte auch richtig schwungvoll rüberkommt. Sehr gut sind Schätzing seine den Roman tragenden Typen gelungen, die facettenreich und teilweise auch kauzig daherkommen. Qualitativ steht LAUTLOS den Romanen internationaler Autoren, wie z.B. Ken Follett oder Frederick Forsyth in nichts nach. Und wer sagt eigentlich, dass es damals im Juni 1999 nicht doch tatschlich so gewesen ist und die Öffentlichkeit nur nichts davon mitbekommen hat?

... dann mal viel Spaß beim Nachlesen!
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am 12. Juni 2007
Auf dem Buchrücken wird einem erzählt, was Grisham kann, könne Schätzing schon lange. Ich habe mir schon vor dem Lesen gedacht, dass das Buch diesem Vergleich nicht standhalten wird. Es kam aber noch schlimmer: Mit diesem hölzernen, streckenweise unglaublich langweiligen und in den Dialogen fast schon peinlichen Machwerk ist Schätzing in meiner privaten Thriller-Rangliste auf einem der hintersten Plätze gelandet, auch wenn man auf einigen Seiten durchaus erzählerisches Talent und interessante Ideen findet.

Warum? Letztendlich wirkt keiner der Charaktere authentisch, sie handeln nach Stereotypen und reden in Phrasen. Die Gespräche sind deshalb auch vorhersehbar und überraschungsresistent. Die Hingabe Schätzings an seinen männlichen Protagonisten, einen markant-schönen, blitzgescheiten und Whiskey wie Wasser trinkenden Iren, ist derart überzogen und klischeebeladen, dass man sich fremdschämt wie für jemanden, der den ganzen Tag einen schlechten Witz erzählt und nicht merkt, das keiner lacht.

Ein Spannungsaufbau findet aufgrund von schleppenden Übergängen und altklugen, aufgewärmten Analysen der Globalisierung und Weltpolitik nicht statt. Der Ton dieser politischen Passagen ist aufklärerisch, letztendlich werden Themen aber nur umrissen und das einzige, was offenbar wird, ist Schätzings ausgeprägtes Halbwissen. Einzig gegen Ende hin wird das Tempo ein wenig erhöht, aber so richtig will es einen nicht interessieren, wie es ausgeht.

Aufgrund des 2004 erschienenen Bestsellers "Der Schwarm", den ich noch nicht gelesen habe, wurde dieses bereits 2000 erschienene und kaum beachtete Buch vom Goldmann-Verlag letztes Jahr nochmal auf den Markt gedrückt, um ein bisschen Geld zu machen. Leider verhalten sich Bücher nicht wie Whiskeys, sie werden nicht besser, wenn man sie ein bisschen stehenlässt.
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