Hier klicken Sale Salew Salem Hier klicken Sonderangebote Book Spring Store 2017 Cloud Drive Photos UHD TVs Learn More TDZ HI_PROJECT Hier klicken Mehr dazu Mehr dazu Shop Kindle PrimeMusic longss17

Kundenrezensionen

4,0 von 5 Sternen
41
4,0 von 5 Sternen
Format: Taschenbuch|Ändern
Preis:8,95 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 30. Mai 2013
Der Autor kann gut schreiben: die Landschaft, die Häuser, die Figuren der Polizisten, der Ermordeten (zumindest des Mädchens) und der Menschen in deren Umfeld sind lebendig dargestellt. Sie haben Charakter, interessant und ziemlich glaubwürdig - bis auf zwei Ausnahmen: die Hauptfigur und der Mörder! Wobei der Mörder sogar vollkommen im Dunkeln bleibt. Ermüdend ist die Trauerarbeit des Polizisten Joentaa dargestellt, schlimmer noch: nicht glaubhaft, sogr abstoßend. Wagner will dem Geheimnis des Todes näherkommen!? Was heißt das? Ewig werden sich ähnelnde Mikro-Psychostudien eingestreut, aber sie helfen dem Verständnis des Lesers und der Handlung nicht. Hilft es z.B., immer mal wieder festzustellen, dass die Ermordeten im Schlafe getötet wurden, "so wie" die Frau des Joentaa im Schlaf gestorben ist? Humbug! Und für den Mörder gilt: Motive, so sie versuchsweise dargestellt werden, sind geheimnisvoll, geradezu mystisch (Kindheit - Allmachtsphantasien - (Selbst-)Zerstörung?), damit beliebig und ohne jede realistische Stringenz. Er erfriert vor der Tür des Polizisten. Der Autor will, dass es mich auch friert!? Psychiatrisches muss man zur Kenntnis nehmen - und??
44 Kommentare| 10 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 13. Juli 2006
Jan Costin Wagner, 1972 in Langen/Hessen geboren, wurde durch seinen Roman: "Nachtfahrt" bekannt. Hierfür erhielt er im Jahre 2002 den Marlowe-Preis für den besten Krimi. Doch es war der vorliegende Roman, Eismond, der seinen literarischen "Durchbruch" bewirkte. Der Tod seiner Frau Sanna stürzt den Protagonisten Kimmo Joenta in tiefe Verzweiflung. Es scheint nun nichts Lebenswertes und Wichtiges für Kimmo auf dieser Welt zu geben. Kimmo zieht sich in seine Welt der Trauer zurück.

Da werden in Turku zwei junge Frauen und ein schwedischer Student im Schlaf erstickt. Wer war der Täter? War es Joentaa selber, der - durch den Tod seiner Frau - verrückt geworden ist? Der Leser weiß es bald besser. Er kennt - daraus resultiert die große Spannung - den Täter früher als Kimmo. Doch nicht die Suche nach dem täter ist das Wichtigste an diesem Roman - er ist eben kein "Rätselkrimi", sondern das Thema Leben, Tod und Sterben. Das Buch stellt die existentielle Frage, die sich jeder einzelne Mensch stellt: Was ist der Sinn des Lebens und des Todes.

"Stilistisch ausgefeilt und mit leiser Wortgewalt schreibt Jan Costin Wagner ein beklemmendes Psychogramm von zwei vom Tod berührten Menschen...Das Buch ist weit mehr ein philosophisches Werk, als...nur ein Kriminalroman." - diesem Urteil eines Rezensenten (vgl. [...]) ist meines Erachtens nichts hinzuzufügen. Psychologisch ist das Buch eine Meisterleistung - wenn auch die Verknüpfung des Todesfalles von Kimmos Frau und den Morden etwas konstruiert wirken mag. Dennoch ein lesenswertes Buch, welches den Vergleich mit dem Erstling: "Nachtfahrt" nicht zu scheuen braucht. Meines Erachtens gehört "Eismond" zu den besten deutschen psychologischen Kriminalromanen. Unbedingt lesenswert.
0Kommentar| 27 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 29. Mai 2004
Eismond spielt in Finnland. Das Buch hat mich von der ersten Zeile an gefesselt. Die Sprache ist anmutig, die Charaktere werden eindringlich geschildert. Jan Costin Wagner dringt in die Gedankenwelt der Charaktere ein und vermittelt wortgewandt eine Tiefe, die mich als Leser sehr berührt hat. Ein Buch jenseits des Gut-Böse-Klischees!
Kimmo Joentaa, Kriminalpolizist hat gerade seine Frau verloren, die viel zu früh durch eine Krankheit dem Leben entrissen wurde. Der sensible, junge Mann kann und will den Tod von Sanna nicht annehmen. Die rätselhaften Todesfälle - nacheinander werden drei Menschen von einem Unbekannten mit einem Kissen erstickt - lassen Kimmo nicht zur Ruhe kommen und die Trauer der Angehörigen widerspiegelt ihm seinen eigenen schmerzlichen Verlust. Immer tiefer versucht Kimmo in die Seele des rätselhaften Mörders einzudringen, seine Gedanken vorauszusehen. Durch seine ausgeprägte Intuition kommt der junge Polizist, dem Täter immer näher...
Ein brillianter Kriminalroman!
0Kommentar| 14 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 13. Juni 2007
Insgesamt hebt sich dieser Roman deutlich poisitiv von der herkömmlichen Krimikost ab. Vor allem von dem, was einem im Moment an skandinavischen Spannungsromanen präsentiert wird. Wagner meint es ernst mit einer bestimmten Form von nordischer Melancholie, er liefert wunderbare Landschaftsbilder - und sehr eindringliche von verstörten Seelenlandschaften gleich dazu. Die folgende Kritik siedelt also auf sehr hohem Niveau.

Manchmal leidet die Spannung etwas unter der ständigen Auseinandersetzung der Hauptfigur mit dem Tod. Und auf Dauer kann es keine erfolgversprechende Motivation für einen Kriminalisten sein, bestimmte Schwingungen zu empfangen. Besonders gegen Ende des Romans macht sich die Zweischneidigkeit dieses Ansatzes bemerkbar. Es ist wirklich nicht nachvollziehbar, warum nun auch der Täter eine entsprechende Schwingung zum Ermittler aufzubauen scheint. Und diese deutsche Perspektivfigur, die am Ende plötzlich auftaucht und schier funktionslos bleibt, irritiert zusätzlich. (Auch wenn man sich denken mag, dass sich in ihr das alter ego des Autors verbirgt.)

ABER: Das Buch ist sprachlich ohne Mängel, sehr überzeugend, und es läßt sich insgesamt weit besser und angenehmer lesen, als vieles andere.
0Kommentar| 12 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 23. Januar 2010
Kimmo Joentaa kann und will es nicht begreifen: Seine junge, schöne Frau Sanna ist tot. Der Schmerz sitzt tief. Dennoch versucht der Kriminalbeamte in der Polizeidirektion im finnischen Turku seine Arbeit fortzusetzen, als sei nichts geschehen. Dazu gehören die Ermittlungen in dem Fall der toten Frau, die schlafend in ihrem Bett erstickt wurde.

Joentaa sieht die Tote - und glaubt Sanna, die er ohnehin für unsterblich hält, zu sehen - eingeschlafen und nicht mehr aufgewacht. Die Erfahrung, die er durch den Tod des geliebten Menschen gemacht hat, überträgt er auf sein Leben. "Der Gedanke an den Moment ihres Todes hatte ihn häufig beschäftigt, hatte ihn heimgesucht gegen seinen Willen..." Diese "Heimsuchung" bleibt. Sie bestimmt letztlich auch seine Ermittlung im Falle des Todes der Frau und zwei weiterer Opfer. Alle wurden sie erstickt von einem Täter, der so gut wie keine Spuren hinterlassen hat, der scheinbar durch Wände gehen kann.

Jan Costin Wagner, Jahrgang 1972, der in Hessen geboren wurde und in Finnland seine zweite Heimat hat, ist schon einmal als Krimiautor literarisch auffällig geworden. Für "Nachtfahrt" hat er 2001 den Marlowe-Preis für den besten Kriminalroman des Jahres erhalten. Auch "Eismond" zeichnet sich durch seine Außergewöhnlichkeit aus. Der Roman ist so ganz anders als wir von diesem Genre gemeinhin gewöhnt sind. Es ist nicht die Spannung, die uns aus der üblichen Jagd nach dem Täter ergreift, es sind - nicht nur - die kriminalistischen Verwicklungen, die faszinieren. Es ist eine merkwürdige aufregende Sicht der Dinge, die sich aus den gemeinsamen Empfindungen zwischen dem Täter Lehmus - er wird natürlich gefasst - und dem Ermittler Joentaa zeigen. Beider Thema ist der Tod. Und wenn es vom Täter heißt: "Er war unsterblich. Er war der Tod.", so gilt das auch für Joentaa, für den Sanna leben wird - immer!

Lehmus tötet, weil er den Tod seiner Eltern rückgängig machen will. Und Joentraa wünscht sich, dass Lehmus weiter töten möge, um so auch für ihn den Tod von Sanna gegenwärtig zu halten. Beide verbindet die Angst für der großen Leere und der Versuch, den Tod zu verstehen. Eine Gemeinsamkeit, die Joentaa auch mit den Hinterbliebenen der Opfer teilt. So tauschen sie - jeder auf seine Art - Vergangenheit gegen Gegenwart. Gleichzeitig ist der Tod auch eine besondere Form der Liebe - sei er erlitten, sei er willentlich herbeigeführt.

Jan Costin Wagner erzählt mit seltener Coolness - vielleicht inspiriert von der Kälte und der Einsamkeit Finnlands - sozusagen unter dem Eismond. Es ist eine introvertierte Sprache, der sich der Autor bedient. Er versteht es, das feine Geflecht seelischer Verknüpfungen dazustellen, den Fall nicht nur mit den Mitteln der Psychologie zu lösen, sondern auch aufregende Psychogramme von Täter, Opfern und Ermittlern zu schreiben, deren einziges Thema das Rätsel des Todes ist.
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 22. Juni 2012
Sanna ist tot, gestorben an Krebs. Sie war Kimmos Ehefrau und eben dieser Kimmo tut sich verständlicherweise sehr schwer mit der Verarbeitung dieses Traumas. Gelegen kommen ihm dabei die Morde an zwei Frauen und einem Mann, alle mit einem Kissen erstickt. Kimmo spürt eine gewisse Seelenverwandtschaft mit dem Täter, glaubt seinen Schmerz und seine Einsamkeit nachvollziehen zu können.

Jan Costin Wagner zeichnet ein deprimierendes Bild um Tod, Trauer, Einsamkeit und verzweifeltes Alleinsein. Darin und in die Suche nach einer Möglichkeit den Tod ungeschehen zu machen vereint er Täter und Ermittler, die eigentliche Krimistory tritt in den Hintergrund. Das führt auch dazu das Wagner den Täter sehr früh bekannt macht, ansonsten hätte er nicht ständig die Perspektiven zwischen Kimmo Joentaa und dem sanften Mörder wirksam wechseln können. Allerdings wirkt die pseudopsychologische, metaphernreiche und in sehr kurze Sätze gepackte Sprache und Beschreibung der Gefühlswelten auf die Zeit ermüdend. Besser kommen, als Gegenpart sozusagen, die schrulligen Polizistenkollegen wie der cholerische Ketola beim Leser an.

Eismond ist ein melancholisch, fast depressiv stimmendes Psychogramm auf Basis eines Krimis, nicht sonderlich spannend dafür aber um so eindringlicher, eine Studie um Liebe und Tod. Man kann mit Kimmo mitfühlen, sogar für den Täter empfindet man keine Abscheu sondern eher noch Verständnis. Absolut lesenswert, aus Krimisicht aber eher Durchschnitt.
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 10. November 2007
In dem ganzen Roman geht es an sich nur darum, dass die Hauptperson (ein Kriminaler) seine Frau verloren hat. Sie ist an Krebs gestorben. Den Fall nutzt er als eine Art Eigentherapie.
Der ganze Roman muss während einer dauernden Depression geschrieben worden sein. Alle Beteiligten sind zutiefst verstört ... Frau verloren, Sohn ist den Drogen verfallen und der Deutsche im Roman steht auch so ein bisschen neben sich.
Komischer Roman.
Geht so ... wie hab' ich gelesen in einer Rezension: Hat mir nicht den Schlaf geraubt - genau.
0Kommentar| 7 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 3. November 2005
Eine Rezension über etwas, dass einem nicht gefällt zu schreiben ist einfach, doch was macht man, wenn man keine Worte findet für etwas, dass einen wirklich berührt? Die Geschichte um Polizeiinspektor Kimmo Joentaa beginnt am Sterbebett seiner Frau Sanna. Die Trauer, die Verarbeitung des Todes und die Einsamkeit die Joentaa empfindet ziehen sich als schwarzer Faden durch das Buch - und genau das ist es, was dieses Buch zu einem einmaligen Krimi macht. All die nordischen Thriller, die lethargisch und melancholisch geschrieben sind werden von diesem Meisterwerk übertrumpft. Ein Kommissar der gleichzeitig den Tod seiner Frau verarbeitet und dadurch Morde und Opfer, Täter und die trauernden Verwandten ganz anders wahr nimmt und versteht. Doch der Mörder bleibt unsichtbar. Zumindest für die Polizei. Der Leser wird aufgeklärt - auch hier versteckt sich eine überzeugende Geschichte. Joentaa, der Mörder, die anderen Polizisten, Joentaas Mutter oder letztlich auch die Mordopfer sind Figuren, so wie sie in einem guten Buch beschrieben sein müssen. Runde Charaktere mit Macken, Ecken, Kanten, Liebenswürdigkeiten und allen anderen Eigenschaften aus denen sich eine Persönlichkeit zusammensetzt. Auch eine Ausnahme. Liebevoll hat der Autor selbst "unwichtigen" Nebenfiguren Leben eingehaucht. Jan Costin Wagner ist mit "Eismond" wirklich ein herausragendes Buch gelungen. Er erzählt eine von Melancholie und tiefen Gefühlen überdeckte Krimi-Story, doch der allgegenwärtige Tod und die Trauer stehen ebenbürtig neben der Klärung der Morde. Auch wenn es zwischendurch Taten und Gedanken der Hauptfigur gibt, die nicht ganz schlüssig scheinen; denkt man darüber nach, wie man selbst in Joentaas Lage handeln würde, kann man viele Dinge nachempfinden. Ein tieftrauriges Buch, brilliant erzählt, spannend und viel mehr als einfach nur ein sehr guter Krimi.
0Kommentar| 6 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 7. April 2007
Als die Frau des finnische Polizisten Kimmo Joentaa jung verstirbt, bricht für ihn seine Welt zusammen. Zufällig beginnt genau zu diesem Zeitpunkt in seiner Stadt eine Mordserie, bei der die Opfer scheinbar wahllos im Schlaf erstickt werden. Die Suche nach dem Mörder kann den Polizisten zumindest vorübergehend von seiner unbewältigten Trauer und von der Vorstellung, ein Leben ohne seine geliebte Frau führen zu müssen, ablenken.

"Eismond" ist ein sehr ungewöhnlicher Krimi, der Täter steht bereits von Beginn an fest. Die Spannung zieht das Buch eher daraus, dass versucht wird, die Beweggründe für die sinnlosen Morde nachzuvollziehen. Zum Ende hin empfindet man fast schon eine Art Mitleid mit dem Mörder.

Es handelt sich hier um eine sehr ruhige und traurige Geschichte über Angst, Trauer und Verlust. Wer also eher auf klassische Krimis steht, könnte hiervon vielleicht enttäuscht sein. Ebenso all diejenigen, die nur oberflächliche Unterhaltung suchen. Wer sich jedoch von der depressiven Grundstimmung nicht abschrecken lässt, der darf sich auf ein beeindruckendes Buch freuen, das man so schnell nicht vergisst.
0Kommentar| 6 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 10. April 2008
Das Buch wurde mir als Krimi verkauft, aber es handelt sich doch eher um einen Roman.

Bereits auf den ersten Seiten wird man in den Bann der Figur des Polizeinspektors gezogen.
So tiefgehend und einfühlsam erzählt geht es wirklich tief unter die Haut.
Das Schiksal des Inspektors steht im Vordergrund, die Krimihandlung im Hintergrund.
Das unterscheidet diesen Kriminalroman von anderen gewöhnlichen Krimis.
Man muss sich auf die Geschichte einlassen so wird man automatisch mitgerissen.

Wer nur einen spannendnen Krimi erwartet liegt falsch.
Vielmehr ist dieses Buch. Hier werden Schiksale dargestellt in einer einmaligen Sprache. Liebe, Tod und die Gedanken die einen zwischen diesen beiden Welten bewegen.

Meine Empfehlung: absolut lesenswert!
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

Haben sich auch diese Artikel angesehen

8,99 €
9,99 €
8,99 €

Brauchen Sie weitere HilfeHier klicken