Fashion Sale Hier klicken Jetzt informieren Neuerscheinungen Cloud Drive Photos Erste Wahl Learn More HI_PROJECT Hier klicken Fire Shop Kindle Sparpaket Summer Sale 16

Kundenrezensionen

4,1 von 5 Sternen
104
4,1 von 5 Sternen
Format: Taschenbuch|Ändern
Preis:8,95 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 4. März 2007
Der Titel "Geständnisse eines Küchenchefs. Was Sie über Restaurants nie wissen wollten." trifft auf dieses Buch nur bedingt zu.

Zugegebenermaßen ist ein guter Teil dieses Buches den Zuständen in (amerikanischen) Küchen gewidmet. Aber auch nur denen, die Anthony Bourdain kennengelernt hat.

Ein mindestens ebenso großer Teil des Buches beschäftigt sich mit der Lebensgeschichte des Autors.

Und gleich vorweg - beide Teile sind sehr lesenswert und vor allem amüsant.

Der Autor scheint gemäß dem Motto "Sex, Drugs and Rock'n Roll" gelebt zu haben. Und durch seine sehr offene und schonungslose Schilderung seiner wilden Zeiten hat das Buch eine sehr erfrischende und amüsante Wirkung auf den Leser.

Gleichzeitig schildert er auf mindestens ebenso unterhaltsame Art viele Erlebnisse aus den Küchen-Stationen seiner beruflichen Laufbahn. Dass dem Leser dabei der Besuch von Restaurants plötzlich nicht mehr so erstrebenswert scheint liegt wohl an den zum Teil nicht uneingeschränkt appetitlichen Anekdoten des Autors.

Alles in allem eine kurzweilige, humorvolle und empfehlenswerte Lektüre für alle, die sich gerne mit dem Thema kulinarischer Genüsse auseinandersetzen und einer Portion schwarzen Humors nicht abgeneigt sind.
0Kommentar| 28 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 2. Juli 2003
"IHR KÖRPER IST KEIN TEMPEL, IHR KÖRPER IST EIN VERGNÜGUNGSPARK".
Bourdain mag zwar kein 3-Sterne-Koch sein und auch nie einer werden, aber fürs Schreiben gebühren ihm mindesten (!) 3 Sterne.
Der gebürtige Amerikaner mit französischen Vorfahren hat eine unnachahmliche, sehr lebendige Art, sein Leben, seine Liebe zum Essen, seine Zeit in den Küchen dieser Welt und seine Erlebnisse mit den Verrückten in den Küchen dieser Welt zu schildern.
Denn es gibt zwei Welten: zum einen die der Gäste in den Restaurants und dann eben noch die andere, die aufregendere: die Welt derjenigen, die in engen, stickigen, brüllend heißen Küchen Schicht um Schicht schuften und dabei recht spezielle Umgangsformen und Überlebenstechniken entwickelt haben.
Bourdains Buch ist ziemlich sexy, weil es schonungslos offen ist. Er beschönigt nichts. Schildert stattdessen höchst witzig die wilden Vögeleien nach Kokaingenuss unter dem Personal ebenso wie seine vielen Versuche, eine ordentliche Küchenmannschaft für ein neues Restaurant zusammenzutrommeln.
Von Bourdains Liebeserklärungen an das Kochen und seine Kollegen (nichts anderes als eine Liebeserklärung ist das Buch) wird man schnell süchtig und es macht auch gar nichts, daß man nach der letzten Seite das eine und andere Lokal wohl in seinem Leben nicht mehr freiwillig betreten mag. Z.B. den Rainbow Room im Rockefeller Center in NYC (gut, daß ich damals dort nur einen Drink nahm...*g*).
Wenn man sich in New York übrigens etwas auskennt, dann macht die Lektüre noch mehr Spaß, weil man unweigerlich einige der Namen und Schauplätze kennt.
Aber auch, wer noch nie in einem Sterne-Lokal aß oder vielleicht auch noch nie in New York war... auch der wird an diesen fröhlichen, immer optimistischen, wenn auch umwerfend respektlosen Schilderungen seine helle Freude haben.
Und zu dem Vergnügen, brillant unterhalten zu werden, kommt folgendes noch hinzu: der Leser/die Leserin lernt verdammt viel über das Herstellen von Menüs, über die Bedingungen unter denen professionell gebrutzelt, geschält, gekocht wird - und die Hochachtung vor den Köchen dieser Welt dürfte wachsen.
Ich möchte dieses Buch wirklich allen Lebenslustigen und Eßfreudigen und neugierigen Nasen empfehlen.
Warnung aber: Bourdains Schilderungen sind wohl nichts für Spießer, dogmatisch-makrobiotische Vegetarier oder Menschen, die ein allzu bürgerlich-braves Weltbild haben.
0Kommentar| 24 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 14. Oktober 2001
Ich bin begeistert! Ein fabelhaftes Lesevergnügen: Ehrlich, kurzweilig und spannend. Ich bin selbst gelernter Hotelfachmann und durfte in einigen der besten Hotels der Welt arbeiten. Zur Beruhigung: Nicht überall werden angefaulte Essensreste vom Vortag weiterverarbeitet und dem Gast mehrmals vorgesetzt! Exzellente Tips zum guten Essen gehen, kochen und genießen. Ein derber "Knigge" für Gourmets. Kaufen.
0Kommentar| 24 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 13. Dezember 2015
in Restaurantküchen ;-)
Das Buch "Geständnisse eines Küchenchefs" von Anthony Bourdin ist ein Buch, das man nicht weglegen möchte. Es ist so spannend, informativ und gut erzählt, daß es eine Lust ist, sich darin zu verlieren. Auch, wenn er sicher hier und da etwas übertreibt, werfen seine Erzählungen doch ein beredtes Licht auf die Situation in Restaurantküchen (auch hochgelobten!) der 70er Jahre bis heute.
Vielleicht sind einige Hygienerichtlinien hinzugekommen, die man früher so nicht kannte - aber wer will das alles kontrollieren?
Sicher wird auch nicht mehr ganz so viel gekifft wie damals, aber gesoffen mit Sicherheit.

Das "Energiebündel" Bourdin hat jedenfalls trotz seiner Exzesse immer die Übersicht behalten und Grandioses geleistet.

Seine Liebe zum Essen und zur Zubereitung desselben tropft aus jedem geschriebenen Wort.

Ein Lesespass, den man sich nicht entgehen lassen sollte!
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 11. April 2015
Dieses Buch wurde mir von Amazon vorgeschlagen, ich habe nicht danach gesucht. Anthony Bourdain? Kannte ich nicht. Inzwischen weiß ich, dass er einer der bestbezahltesten Fernsehköche der Welt ist. Geständnisse? Was kann das schon sein? Der übliche Schmutz in den Küchen?
Irgendetwas hat mich jedenfalls doch neugierig gemacht und ich begann zu lesen. Anthony Bourdain schildert den Zustand der Küchen in Restaurants, wie er es erlebt hat: Stress, Schweiß, Hitze und Hetzerei, Wunden und Verbrennungen und trotzdem weiter leisten. Intrigen, Drogen, Hierarchien, Trickserei, aber auch Zusammenhalt und Freundschaft und die Liebe zur Essenszubereitung. Er gibt Tipps, wann und was man in Restaurants vermeiden sollte.
Aber am Spannendsten ist seine enthaltene Biografie. Und die angerissenen Biografien seiner Mitarbeiter. Wer sind die Menschen, die dahinter stecken? Er räumt mit Vorurteilen auf.
Anthony Bourdain stammt aus einer guten amerikanischen Familie mit französischen Wurzeln. Bei einer Reise nach Frankreich in seiner Kindheit erlebt er auch die Schlüsselerlebnisse, die zu seiner Faszination für Essen führen: eine Suppe, die tatsächlich kalt gegessen wird auf der Überfahrt, die Eltern, die die schlecht gelaunten Kinder für Stunden zurücklassen um in einem exquisiten Restaurant zu speisen und die erste frisch aus dem Meer geholte und roh verspeiste Auster.
Anthony Bourdain ist sehr intelligent. Er war zielstrebig, menschenfreundlich, engagiert, trotz der Drogenexzesse in seinen jungen Jahren. Er hat viel geschafft und nach Lektüre des Buches stieß ich auf seine TV-Serie "No Reservations" - im Deutschen "Eine Frage des Geschmacks". Darin reist er um die ganze Welt, probiert die jeweils außergewöhnlichen Gerichte der lokalen Küche und zeigt ein bisschen die typische Landeskultur. Dabei ist er immer sympathisch, sehr ironisch, aber herzlich.
Das Buch war somit eine Bereicherung für mich, ich bin mittlerweile ein Anthony Bourdain-Fan!
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 4. März 2015
Ein flott geschriebener Bericht von hinter den Kulissen. Die Machoallüren, Illegalitäten und Geschmacklosigkeiten hätten ein wenig komprimiert werden können. Dafür sind die Kapitel über die erste französische Auster, die Reise nach Japan und das Sternerestaurant um so gelungener.
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 1000 REZENSENTam 3. Oktober 2014
Ja, ich bin selbst aus dem Gastgewerbe. Was Herr Anthony Bourdain hier in seiner Laufbahn als Koch/Küchenchef erlebt hat, ist mir Gott sei Dank erspart geblieben. Dennoch räumt seiner Erzählung mit dem tollen Image auf, der diesem Beruf anhaftet. Nichts mit lächelndem Koch in fein weißer koch Uniform. Die Wahrheit schaut anders aus, ich wurde z.B. in meiner Laufbahn 2x von der Rettung aus der Arbeit abgeholt, wegen Dehydration und Erschöpfungszuständen. Einfach umgefallen. DAS ist die Realität. Verletzungen am laufenden Band, man stinkt, arbeitet Sonn - und Feiertags und sehr lange, hat kaum Freunde - nur Kollegen.

Will man wissen, was da in den großen "tollen" Küchen dieser Welt wirklich abgeht, bekommt man mit diesem Buch einen guten Eindruck. Und dass mehr als 50% der Köche schwere Alkoholiker sind, kann ich bestätigen. Das bringt der Beruf mit sich, wenn man nicht das Glück hat, dass einem Alkohol nicht schmeckt.
Mfg
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 30. August 2015
Leichte Lektüre. Allerdings sollte man etwaige Kenntnisse der Kochbegriffe mitbringen um wirklich alles genau zu verstehen. Sonst fehlt einem ab und zu der Sinn. Ansosnten, so wie das Leben ist geschrieben. Leicht rotzig und mit Rock`n Roll feeling. Halt wie Tony so ist. Allerdings gefällt mir sein leichter Hang zu Waffennärrischm absolut nich! Nun denn, wem seine Serien, z.B. "Eine Frage des Geschmacks gefallen", dem wird das Buch gefallen!
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 13. Oktober 2001
Bourdain schildert seine ureigene Geschichte in der Welt der Gastronomie. Es ist bestürzend zu erfahren wie in Restaurants mit Zutaten umgegangen wird und es ist auch schockierend zu erfahren was so alles getan wird um "liegengebliebenes" wieder aufzubereiten.
Aber eigentlich sollte all das, was in Bourdains Buch beschrieben wird, einem regelmäßigen Restaurant-Esser nicht neu sein.
Wichtig und ausserordentlich ist, dass dieses Buch verleitet über Essen nachzudenken und sich neben Fast-Food mit EßKultur auseinanderzusetzen.
Natürlich kann man sich über den Inhalt wie verrückt streiten, aber ich bin sehr sicher, dass jeder Leser seinen Spaß an diesem Buch haben wird.
Ich bewerte dieses Buch sehr hoch, weil ich viel Spaß hatte es zu lesen. Das Buch ist intelligent, fortlaufend geschrieben und ist genau richtig für ein erfülltes, relaxtes Lese-Wochenende.
0Kommentar| 15 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Es geht bergab. Noch nicht sehr lange. Aber spätestens seit "Born to cook" dürfte es klar sein, dass der Höhepunkt der Welle hinter uns liegt. Kochen ist immer noch in, also in Mode und noch versuchen alle Menschen mit etwas Zeit und Geld das Beste aus ihrer Einbauküche herauszuholen. Aber in Wirklichkeit lassen die Einschaltzahlen der Sender bereits nach, was dann zu Sendeformaten führt wie dem oben genannten.

Vielleicht ist ja genau das der richtige Zeitpunkt, noch einmal auf den Beginn der Welle, vielleicht sogar deren Auslöser, zurückzublicken. Im Jahr 2003 wurde auch in Deutschland ein amerikanisches Erfolgsbuch veröffentlicht, das zum ersten Mal den Blick einer breiteren Gesellschaft auf die geheimnisvolle, exotische und spannende Welt der Profiküche eines Restaurants lenkte. In "Geständnisse eines Küchenchefs" beschreibt ein amerikanischer Koch mit grundsolider, europäisch geprägter Ausbildung seine Biographie in diversen, guten und schlechten Restaurant an Amerikas Ostküste mit Schwerpunkt New York. Und der Witz ist, dass es hier nicht um die Frage geht, wie man kocht. Kein Rezept findet sich hier. Und die wenigen Tipps für die Küche muss man mühsam im Buch suchen. Allenfalls hilft es Neugastronomen, dass die organisatorischen Fähigkeiten, die zum Betrieb einer Restaurantküche erforderlich sind, hier erläutert werden. Wir lernen, dass Restaurants nicht an Rezepten scheitern, sondern an der Betriebswirtschaft und dem Management.

Aber der wahre Reiz des Buches ist doch ein ganz anderer. Hier geht es um die Beschreibung einer faszinierenden, sozialen Grenze. Während im Gastraum der Mittelstand, vielleicht auch gelegentlich die Oberschicht und Prominenz sitzt, stehen nur wenige Meter und eine dünne Tür entfernt Menschen eines völlig anderen Schlages in einer überheizten Hölle mit eigentlich unakzeptablen Arbeitszeiten. Und während Krankenhausärzte im Rahmen ihrer Karriere immerhin noch auf eine Besserung der Arbeitsbedingungen hoffen können, besteht für die Hilfsköche und Köche kaum eine Möglichkeit, sich jemals aus dieser Welt zu verabschieden. Daher begegnen wir hier Menschen mit Drogen und Neurosen, aus einer besonderen Gattung von Unterschicht, die aber durchaus mit einem besonderen Arbeitsethos gesegnet ist, denn sonst würden sie alle den Job nicht durchhalten. Das alles beschreibt Bordain sehr unterhaltsam und oft hinreißend komisch, wobei auch seine eigenen Erfahrungen mit diversen Drogen nicht zu kurz kommen.

Kurz zurück nach Deutschland: Im Herbst 2006 sagte mir eine offene Redakteurin des Perfekten Dinners auf Vox, dass es bei dieser Sendung keinesfalls um das Kochen gehen würde. Es sei eher eine Personalityshow, in der das Leben und die Persönlichkeit der Kandidaten dargestellt werden. Und damit wären wir dann tatsächlich bei einer ungewöhnlichen Parallele zu Bourdain, damit wohl auch dem Geheimnis des Erfolgs der Kochsendungen und dem Ausklingen der Welle. Wen interessiert schon wirklich, wie man ein Souffle korrekt macht? Niemanden. Es geht um die Frage, wie Menschen sind, wie sie mit besonderen Bedingungen zurechtkommen, was sie aus ihrem Leben machen und welche Träume sie haben. Kurz: Es ging niemals ums Kochen. Es ging um Menschen und deren Erlebnisse. Und genau diese beschreibt Bourdain aus eigener Erfahrung, und das tut er in diesem Buch einfach großartig. Kein Wunder, dass er damit eine Welle ausgelöst hat.

Für alle, die das Original lesen wollen, kann ich daher nur dieses Buch empfehlen.
0Kommentar| 10 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden