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TOP 500 REZENSENTam 7. November 2012
Inhalt:
Bill Bryson begibt sich auf eine Reise durch Europa, das er bereits 20 Jahre zuvor als Student bereist hat. Er startet am Nordkap, dem nördlichsten Punkt des europäischen Festlands, macht Station in Städten wie Paris, Brüssel, Aachen, Amsterdam, Kopenhagen, Stockholm, Rom, Neapel, Florenz, Bern, Vaduz, Wien, Sofia - und beendet seine Europa-Reise schließlich in Istanbul.

Mein Eindruck:
Ich habe bereits sehr viel von Bill Bryson gelesen und schätze seinen schwarzen Humor, der zwar manchmal über das Ziel hinaus schießt, aber oft sehr amüsant ist. Auch 'Streifzüge durch das Abendland' ist bitterböse und dabei oft lehrreich. Im Vergleich zu seinen anderen Büchern empfand ich 'Streifzüge durch das Abendland' allerdings als extrem maulig, negativ, intolerant, überheblich und vorurteilsbehaftet. Manche Städte und Gegenden findet Bill Bryson wohl nicht so übel, aber unterm Strich kommt eigentlich keiner so richtig gut weg. Man fragt sich die ganze Zeit, warum er überhaupt so viel Zeit, Mühe und Geld investiert hat, wenn er soundso fast alles nervig, langweilig, zu teuer, zu überfüllt findet. Der Autor zeigt in 'Streifzüge durch das Abendland' eine meiner Meinung nach wirklich kaum ertragbare Arroganz, hat durchgehend schlechte Laune. Bisweilen sind seine Schilderungen so naiv und so abwertend, dass man nur mit dem Kopf schütteln kann.

Mein Resümee:
Das schlechteste Bryson-Buch, das ich bisher gelesen habe.
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am 15. Juli 2004
Als BB-Fan für mich absolut enttäuschend, da nur über in Europa allseits bekannte Klischees geschrieben und eigentlich keinen Kontakt mit dessen Bewohnern gesucht wird (ausser mit Hotelangestellten).
V.a. Deutsche und Österreicher werden über weite Stellen ob deren Geschichte pauschal beleidigt und diffamiert. Würde ich vergleichbare Sätze in Deutschland über Amerikaner publizieren, würde ich wohl wegen Volksverhetzung belangt.
Aus diesem Grund für mich das letzte Buch von BB.
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am 16. August 2011
Eigentlich bin ich ein Bill Bryson-Fan. Und eigentlich liebe ich seinen trockenen englischen Humor. Aber bei der Lektüre von "Streifzüge durch das Abendland" blieb mir das Lachen nicht nur einmal im Halse stecken. Viel zu oft schlagen seine Witze um und sind nicht nur makaber sondern regelrecht geschmacklos. Um ein Beispiel zu nennen: "Ich glaube nicht, dass ich den Deutschen jemals ihre Vergangenheit verzeihen kann, jedenfalls nicht, solange ich mich fragen muss, ob der freundliche, alte Kellner, der mir meinen Kaffee bringt, seine Jugend damit verbracht hat, Babys auf Bajonette zu spießen oder Juden in die Gaskammern zu schicken."
Seine Reise durch Europa führt Bryson von der nördlichsten Stadt kreuz und quer bis nach Istanbul. Leider nörgelt er sich von einem Land zum nächsten. Liechtenstein findet er einfach nur lächerlich, Bulgarien liege im Sterben, Brüssel sei erschreckend hässlich... Vielleicht hat er ja sogar Recht, aber dass in Aachen in nahezu allen Restaurants "Jungs in Lederhosen auftauchen und eine Polka zum besten geben", kann ich nicht bestätigen. Und so hat man hin und wieder den Eindruck, dass Bryson sich mehr den landestypischen Vorurteilen bedient, als wirklich eigene Erlebnisse und Eindrücke seiner Reise zu schildern.
Solch ein Reisebericht macht einfach keinen Spaß zu lesen. Nicht selten urteilt der Autor über Großstädte, in denen er sich nur einen Tag aufgehalten hat und so liest man hauptsächlich unzählige Beschwerden über unfreundliche Kellner, viel zu hohe Hotelpreise, schlechtes Essen und nervige Europäer die kein Englisch können. Begegnungen mit interessanten Menschen oder unbekannten Orten in bekannten Städten bleiben dabei leider auf der Strecke. Für mich sind die wenigen lesenswerten Stellen in dem Buch damit verschenkt.
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am 23. Februar 2009
Nachdem ich "Streiflichter aus Amerika" mit Begeisterung verschlungen habe, hat mich dieses Buch sehr enttäuscht.
Zur Schonung des Autoren muss man wohl vorweg sagen, dass er da jünger war und das Buch schon ein paar Jahre auf dem Buckel hat. Es fehlt der weise Humor des Alters. Statt dessen ist der Witz Brysons hier latent pronographisch und von jugendlicher Hybris. So ziemlich gar nichts kommt gut weg und das eben nicht gut, nicht mit jenem für Bryson später so typischen Augenzwinkern, dass das Schrullige mit zärtlichem Humor nimmt.
Schade.
Vielleicht wird das letzte Drittel etwas besser, wo Bryson Italien beschreibt, aber eben nur etwas.
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am 9. Dezember 2009
Leider sind die meisten Negativkritiken zu diesem Buch hier tatsächlich angebracht. Nachdem ich diverse seiner Bücher mit zunehmender Begeisterung gelesen habe, hat mich dieses wieder auf den Teppich geholt.
Ja, auch ein Bill Bryson war einmal jung (ok, jünger) und ist offensichtlich mit den Scheuklappen durch Europa getapert, die dem auf dem Cover abgebildeten Esel zugedacht sein sollten. Arroganz, Halbwissen, Ahnungslosigkeit und zuweilen erschreckende Voreingenommenheit prägen dieses Buch in weiten Teilen. Besonders fatal empfinde ich es, wenn beschrieben wird, wie deutsche Alt-Nazis mit Familie als Touristen in Belgien einfallen, um an den Stätten ihrer früheren Gemetzel über historische Siege zu schwadronieren. Hallo? In den 80er- oder 90er-Jahren?
Nee, muß man nicht gelesen haben - im Gegensatz zu den meisten seiner übrigen Bücher!!
2 Sterne, weil ich ihn doch mag und diverse Passagen auf den Punkt kommen und witzig manche Skurrilitäten beschreiben.
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am 26. August 2007
Als erstes eine Vorwarnung: Bill Brysons Berichte aus den seltsamen europäischen Landen sind keine (ich wiederhole: keine) landeskundlichen Erörterungen. Eher erinnern mich die einzelnen Kapitel an eine regelmäßige Zeitungsrubrik der intelligenten Art, die nun als Buch veröffentlicht wird: Ein Amerikaner, der x-mal gescheiter ist als er sich stellt, schert sich nicht um politische Korrektheit und pointiert die jeweiligen Charakteristika eines Landes bzw. einer Stadt. Ganz bestimmt hält Bryson nicht alle Deutschen für lederbehoste Nazis, nicht alle Österreicher für ausgemachte Antisemiten, und Neapel hält er wohl auch nicht für eine dichtbevölkerte Müllgrube in bezaubernder Lage. Aber, soweit ich das nachvollziehen kann (Ich kenne längst nicht alle bereisten Städte und Länder), trifft er ganz gut den Kern, und als guter Beobachter und Satiriker weiß er offensichtlich, dass ein guter Witz niemals auf knochentrockener Reportage beruht.
Das Schöne an Brysons "Berichten" ist nämlich, dass man sich unterm Lesen wunderbar vorstellen kann, wie's dort (wo auch immer das Dort gerade sein mag) zugeht.

Und wenn Bryson sich z.B. über den ausgesprochen realitätsnahen Wortschatz in Reiseführer-Anhängen mit angeblich nützlicher Wendungen ergeht, dann hat man Grund zum Keckern: Unter den betreffenden Autoren hat sich nämlich erfahrungsgemäß noch nicht herumgesprochen, dass in den allermeisten Reiseführer-würdigen Ländern Supermärkte und Selbstbedienung bekannt sind und dass man üblicherweise in jedes Landes Badewanne sein Wasser selber einlässt.
In den besten Kapiteln sprüht Bryson vor tendenziell gutmütiger Bosheit und Selbstironie, und so manche übelwollende Rezension dieses Buches könnte darauf beruhen, dass ihr Verfasser die Selbstpräsentation des Autors als bierseligen, monoglotten Proll für bare Münze nimmt.

Hinreißend sind vor allem die Passagen, in denen Bryson die Pose des naiven, aber neugierigen und aufgeschlossenen Ami einnimmt und mit großen Augen feststellt, dass die Europäer gleichzeitig so verschieden und zugleich dermaßen gleich sein können. Mit dieser kindlichen Naivität nimmt er sich auch oft selber auf die Schippe; seine Schlussfolgerungen aus überwältigend positiven Eindrücken sind zwar manchmal ein wenig an den Haaren herbeigezogen, weil sie allzu oft nach dem selben Muster gestrickt sind, aber es ist eben doch amüsant zu lesen, dass Bryson die hässlichen Kopenhagener allesamt irgendwo nach Arizona verbannt vermutet. (Auch diese Beobachtung spricht übrigens dafür, dass die "Streifzüge durch das Abendland" ursprünglich als regelmäßige Zeitungsrubrik erschienen sind -- in einer wöchentlichen Sparte leiern solche journalistischen Tricks nicht so schnell aus.)
Jedenfalls lernt man hier unter anderem, wie man Schweizer Verkäuferinnen in den Wahnsinn treibt, wie man in einem Liechtensteiner Hotel zur persona non grata wird, oder worauf man gefasst sein muss, wenn man in einer Florentiner Polizeistelle einen Diebstahl anzeigen will. Auch wenn hier und anderswo mancher Leser ob solch ostentativen Chauvinismus aufschreien will -- gerade hier präsentiert sich Bryson meist in guter Form, mit liebenswürdigen Gemeinheiten.

Freilich hat Bryson beim Schreiben nicht immer seine besten Tage gehabt -- für einen guten Witz reicht es nicht, einen längst bekannten Kalauer zum x-ten Mal aus der Versenkung zu zerren. Ein wenig mehr Hinterfotzigkeit wäre gelegentlich schonmal angebracht. Und manche Scherze gehen auch vollrohr in die Hose, wie z.B. das neckisch sein sollende Anekdötchen über einen mehr als zwei Jahre lang entführten italienischen Jugendlichen. Schwarzen Humor hat Bryson nunmal nicht im Repertoire, und entsprechend peinlich und ärgerlich sind diese und einige andere Passagen auch zu lesen.

Aber die wirklichen Ärgernisse in diesem "Europa für Anfänger und Fortgeschrittene" hat nicht Bryson zu verantworten, sondern die Übersetzerin (Ich weise dennoch darauf hin, dass die "Bezahlung" der meisten Übersetzer hierzulande ein Skandal ist und nichts Besseres erwarten lassen kann) und der offensichtlich somnambule Lektor. Kleinere Schnitzer meine ich hier nicht; Bryson ist schließlich kein stilistischer Zampano.
Ich meine aber Fehler, die auf mangelnde Allgemeinbildung von Übersetzer und Lektor hinweisen: Michelangelos "Pietà" im Vatikan ist definitiv kein "Gemälde"; mit "milchiger Kaffee" ist vermutlich Milchkaffee gemeint; und "scheinbar" und "anscheinend" unbeirrt zu verwechseln, wird nicht dadurch besser, dass man's dauernd tut: Wenn z.B. Menschen scheinbar glücklich sind, sind sie's nämlich nicht, aber wenn sie's anscheinend sind, sind sie's wahrscheinlich. Aus dem Kontext geht stets hervor, dass Frau Holzförster da gut ein Dutzend Mal sorglos danebenlangt.
Jedenfalls stolpere ich über Klopper der härteren Gangart zu oft, als dass ich's als Flüchtigkeitsfehler übergehen könnte.

Aber auch wenn mein Gemecker den gegenteiligen Eindruck wecken sollte: Die "Streifzüge durch das Abendland" sind witzig zu lesen, und man kichert oft genug einfach los, weil's schlicht und ergreifend komisch und geistreich zugleich ist. Meistens jedenfalls.
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am 3. August 2015
Als Bryson-Fan, quasi ein Bryson-Jünger, müsste ich eigentlich "blind" dem Auto fünf Sterne geben. Ich liebe seine Bücher, hauptsächlich seine Reiseliteratur, ich mag seinen Witz, seine Ironie, seinen Schreibstil.
Auch dies kommt alles in diesem Buch nicht zu kurz. Wer kurzweilige Reiseliteratur für den Urlaub mag, wird hier bestens bedient. Beachten sollte man allerdings, dass Bryson dieses Buch bereits 1991 schrieb und es nicht klar ist, ob der Service in den Hotels oder die Sauberkeit in den Innenstädten noch heute genauso ist. Auffallend in diesem Buch ist jedoch, dass Bryson in 80% der Ziele, die er ansteuert, etwas auszusetzen hat, sozusagen kräftig drauf los meckert. Übertrieben seine Darstellung Österreichs, an deren Einwohnern er (auch heute noch) kein gutes Haar lässt. Auch die deutschen und Deutschland (Insbesondere die Stadt Köln) kommen nur unwesentlich besser weg. Ein klein wenig deutsch-feindlich ist Bryson in der Tat (oder ist es nur Satire?).... dennoch vier Sterne, ein Punkt Abzug, weil man quasi in jedem Kapitel immer mit demselben Ablauf des Meckerns konfrontiert wird....
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am 17. Juli 2008
Ich habe vor kurzem "Streiflicher aus Amerika" gelesen und war gleich vollkommen fasziniert von Bill Bryson. Wie er sich und sein Land auf die Schippe nimmt - köstlich!
Genauso ging er bei diesem Buch vor. Er reiste wochen- (wenn nicht sogar monate-)lang durch Europa und schreibt seine eigenen Reiseerfahrungen nieder.
Dies hat mich aber eher gelangweilt. In jeder Stadt ging er kilometerweit spazieren, schaute sich Museen an und verschiedenste Straßenzüge.
Und das in jeder Stadt und irgendwie war es immer das Gleiche. Amüsant waren seine Rückblicke, als er das letzte Mal eine Europatour gemacht hat und wenn er mit Menschen in Kontakt kam.
Allerdings reiste er allein und hatte nur hin und wieder jemanden, mit dem er sich unterhalten konnte, wofür ich ihn schon fast bemitleidete. Die meisten Städte, in denen er war, gefielen ihm nicht. Das "echte" Europa fand er nur in Bulgarien... ansonsten war die Stadt entweder total verwahrlost oder zu "touristisch". Abends trank er einsam in den Kneipen Europas ein paar Bier und das wars dann.
Seine Kommentare über den deutschsprachigen Raum fielen sehr, sehr subjektiv aus. Es waren halt seine Eindrücke. Er geht z. B. durch Aachen und findet, wie überaus reich die Deutschen doch sind, nur weil der Straßenzug zufällig rechte edle Geschäfte beheimatet hatte. Aber bei den Restaurants ist er sehr vorsichtig, weil er entweder eine Schweinshaxe bekommt oder Jungs mit Lederhose Musik machen. Ich hoffe, das ist nicht sein Ernst sonder war eher ironisch gemeint, denn ich wüsste nicht, was man in einem normalen deutschen Restaurant nicht essen kann und die Lederhosen sind ja doch auf den Alpenraum begrenzt. Das Aufwärmen von Nazigeschichten aus dem 2. Weltkrieg fand ich auch größtenteils unpassend. Da ging der Engländer mit ihm durch (auch wenn er US-Amerikaner ist).

Fazit: Bill Byrson hätte sich die Reise sparen können und einfach ein humorvollen Buch über Europa auf seinem Schreibtisch in England schreiben können. Und: Ich würde nie alleine durch Europa reisen!
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am 26. Juni 2005
Bryson ist also wieder einmal unterwegs.
Über die vorhergegangene Reise (dieser Katz muß ein übler Typ sein, wie kann man das so lange aushalten, wenn man selber geistig einigermaßen auf der Höhe ist?!) gibt es zum Glück kein Buch, denn das wäre vmtl. noch schlimmer geworden als dieses...
Bill Bryson, besserwisserischer und vorurteilsbehafteter Amerikaner mit Wohnsitz in London, zieht vor allem über Deutsche und Schweizer fürchterlich her, kramt mal wieder die gemeinhin bekannte deutsche Vergangenheit heraus und haut feste drauf, zeigt sich aber selber rassistisch (z.B. gegen "Zigeuner" in Rom)und chauvenistisch von der übelsten Sorte. Lustig oder amüsant, gar humorvoll, finde ich dieses Werk nicht. Es ist eine Aneinanderreihung von Vorurteilen, Chauvenismus und Dummheit.
Nachdem der gute Bryson wohl täglich dem Alkohol heftig zuspricht (und auch fleißig gekifft hat), kann wohl auch nichts Besseres herauskommen. Nur schade um die 8,50€!!!
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am 1. September 2004
Leider macht dieses Buch überhaupt keinen Spaß. Für eine Reise unüberlegt, weil spontan in einer Bahnhofsbuchhandlung gekauft, sah es auf den ersten Blick ganz witzig aus. Je länger man darin liest, desdo mehr ärgert man sich über die vollkommene Ignoranz und Arroganz von jemandem, der sich selbst als das Maß aller Dinge anzusehen scheint. Die Länder Europas und die alten Bauwerke sind schön, ach, wenn nur die jeweiligen Menschen nicht darin wären! Nicht wenig stolz darauf, keine andere Sprache als seine eigene sprechen zu können, ist er so auch weitgehend vor der Kontaktaufnahme mit Einheimischen geschützt, wenn er sich abends unweigerlich lesenderweise bei diversen Glas Bier in einer Geschichte des Zweiten Weltkriegs vergräbt, und zwar egal in welchem Land er sich gerade aufhält. Sonst könnten ja am Ende seine fest in seiner Vorstellungswelt einzementierten Vorurteile über das jeweilige Land nicht mehr stimmen! Peinlich und dümmlich die permanenten spätpubertären Anspielungen, gepaart mit nicht nur unterschwellig vorhandenen Aggressionen gegenüber jederman, der nicht genau so reagiert, wie er es gerne hätte. Natürlich sind wir Deutschen und die Österreicher die Schlimmsten von allen; den Franzosen nimmt er übel, dass sie ihm nicht permanent auf Knien für die Befreiung 1944 danken usw. usw. (wüsste er mehr über andere Länder, wäre ihm vielleicht klar, dass viele Franzosen der Ansicht sind, dass man ihrem Land auch ihre Sprache sprechen können sollte). Die wenigen wirklich witzigen Beobachtungen gehen völlig unter in diesem Wust von aneinandergereihten Unsäglichkeiten. Jedenfalls ist das Buch ärgerlich, der Wiedererkennungswert, der ja normalerweise die Hälfte des Humors ausmacht, äußerst gering. Ich habe die Länder, die ich von Brysons Rundumschlag kenne, völlig anders erlebt, war allerdings auch nicht auf der Suche nach Fehlern und Missgeschicken, die ich "humoristisch" verwursten wollte.
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