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Kundenrezensionen

4,8 von 5 Sternen
8
4,8 von 5 Sternen


am 16. Oktober 2007
4 Wochen hab ich diesen Heinrich nun begleitet. Ich hätte schneller lesen können, aber ich hab etwas "dosiert". Die letzten 50 Seiten heb ich mir für morgen auf. Oder nur 25 ? Er wird alt, hilfe ! Es heißt Abschied nehmen. Ich bin traurig, denn er ist mir an's Herz gewachsen wie eine lebendige Person. Was Besseres kann ich über ein Buch nicht sagen.

Ich empfinde Hochachtung für die Autorin. Auf diesen 1.300 Seiten ist NICHTS in die Länge gezogen, im Gegenteil. Die Informationsdichte ihrer 15-jährigen Recherchearbeit (die nicht in Zweifel gezogen werden kann) wird so unprätentiös und un-selbstverliebt dargeboten, und komplizierte und komplexe geschichtliche Zusammenhänge und Sachverhalte werden so elegant und verständlich und wie nebenher erzählt, als würde sie niemals daran zweifeln, daß ihre Leser ihr folgen . Das ist wirklich meisterlich und gekonnt. Denn man muß ihr einfach folgen und vertrauen. Und das war meine erste Begegnung mit dieser geschichtlichen Epoche, hatte vorher von Tuten und Blasen keine Ahnung. So weit, so gut das Drumherum.

Aber drei Hauptsachen, warum mir das LESEN so Spaß gemacht hat:
1. Diese psychologisch absolut stimmige Darstellung eines Menschen und seiner Entwicklung, unter diesen extremen Bedingungen ! Bei den meisten Büchern fährt meine Hand manchmal unwillkürlich zum Kopf und kratzt mich, aber naja, klar les ich weiter, ist ja spannend, was erwartet man schon. Hier nie. Dieser Heinrich ist so ambivalent wie menschlich. Ich hatte nie das Gefühl, daß irgendetwas geschönt wird. Es findet ein tiefes Hineinversetzen in eine Person statt. Klar fiktiv, aber gut !
2. Ganz tolle Sprache. Zeitgemäß "wirkend" (ich hab ja keine Ahnung). Anspruchsvoll + einfach zugleich. Liest sich wie von selbst. Hervorragend übersetzt von Rainer Schmidt (denke ich, obwohl ich das Original nicht kenne).
3. Tolle Dramaturgie. Sehr sehr spannend. Genau die "richtigen" Momente werden herausgehoben und wie durch ein Brennglas beleuchtet, dann wieder genau die "richtigen" Monate übersprungen, zumindest bei mir hat's so funktioniert.

Super Leseerlebnis, absolut empfehlenswert für jede/n, auch ohne Geschichtskenntnisse.

P.S. Wie jemand vor mir schon schrieb: Ich wünschte, Margaret George würde ewig leben und noch viele, viele "Portraits" erstellen. Egal von wem:-) Das war mein erstes Buch von ihr, alle anderen werde ich selbstverständlich auch lesen.
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am 31. Juli 2002
Woran denkt die Mehrheit heutzutage wenn sie den Namen Heinrich VIII hört? Zweifellos an einen wollüstigen und grausamen Herrscher der sich nicht davor scheute mit dem Oberhaupt der katholischen Kirche zu brechen als dieser ihm die Annullierung der Ehe verweigerte und sich einer Ehefrau nach der anderen, sogar mit Gewalt entledigte.
Doch wie viel Wahrheit steckt in diesen Behauptungen und wie viel ist reine Verleumdung?
Könnten wir uns einen Heinrich vorstellen, der von musikalischem und dichterischem Talent nur so übersprudelte? Einen Heinrich der auf theologischem, literarischem, historischem, astronomischen und militärischem Gebiet bewandert war? Der, Künstler aus ganz Europa an den englischen Hof lockte, das Theater förderte und das gemeine Volk an höfischen Festlichkeiten direkt teilnehmen ließ?
Margaret George konnte es, und nach ganzen 15 Jahren Recherchearbeit, ließ sie in ihrem Roman den „wahren" Heinrich entstehen, ließ ihn, in Form eines Tagebuches, für sich selbst sprechen, seine Taten und Gedankengänge erklären.
Einen zusätzlichen Reiz, ergeben dabei die in einigen Abständen dazwischen geschobenen Kommentare des Hofnarren Will Sommers, der - seinen Senf dazugebend - die subjektiven Beschreibungen des Königs mit eigenen kritischen Beobachtungen würzt!
Das Gesamtbild, welches sich daraus ergibt, ist geradezu atemberaubend: auf der einen Seite werden die emotionalen Höhenflüge Heinrichs durch Wills eigene Auffassungen relativiert, auf der anderen Seite erfährt der Leser einen Heinrich der bisher kaum so wahrgenommen worden ist. Einen König der sich seine jugendliche Naivität bis ins Alter bewahrt hat, der sich von der Mehrzahl seiner Frauen manipulieren und verraten ließ, der die wahre Liebe seines Lebens verkannte und durch Krankheit geplagt vom sportlichen und stolzen Jüngling zu einem kaum mobilen und stark übergewichtigen Krüppel mutierte.
Dies ist die tragische Geschichte eines Mannes der als Zweitgeborener nur durch einen (un)glücklichen Wink des Schicksals auf dem Thron landete, der voller Leidenschaft für das Wohl des Volkes kämpfte und dessen anfängliche Siege mit fortschreitendem Alter immer häufiger von Niederlagen auf amtlichen wie auch persönlichen Gebiet abgelöst worden sind.
Die Geschichte eines bemerkenswerten Mannes, den - trotz aller Mühen - die Bürden seines Schicksals niederwarfen.
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am 23. Januar 2001
Als ich dieses Buch bestellte, war ich erst sehr skeptisch. 1330 Seiten über das "machtbesessene Scheusal", die "mordlüsterne Bestie", den "Ehefrauen-Köpfer"... - denn das ist es ja wohl, was einem als erstes einfällt, wenn man den Namen dieses Köngs hört. Auf Seite 1330 angekommen war aus der Bestie der Mensch Heinrich Tudor geworden, geprägt durch die chaotischen Zustände seines Zeitalters. So muß eine Biographie geschrieben werden. Margaret George füllt diese Seiten mit Spannung, Ich konnte das Buch kaum mal einen Tag aus der Hand legen. Die Figuren sind so lebendig gestaltet, daß man sich wünschte, das Buch würde auch die Portraits aller Beteiligten enthalten, obwohl das in einer Romanbiographie nicht üblich ist - nur um sie für den Leser noch greifbarer zu machen. Auf die "flandrische Mähre" Anna von Kleve würde ich jedenfalls sehr gerne mal ein Auge riskieren.
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am 10. Februar 2000
Dieses Buch ist überaus faszinierend und mitreißend geschrieben. Die Dicke des Buches mag zunächst abschreckend wirken, doch hat man erst angefangen zu lesen, ist man schnell der Meinung, dass dieses Buch eigentlich viel zu dünn ist. Mrs.George schafft es meisterhaft, ihre Leser in die Zeit und das Leben am Hofe Heinrich VIII. zu entführen und man ist sehr traurig, wenn man diese faszinierende Welt wieder verlassen muss, weil das Leben Heinrichs und das Buch zuende sind.Hätte ich mehr Bewertungssterne zur Verfügung, würde ich mehr geben!
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am 16. Juli 2002
Woran denkt die Mehrheit heutzutage wenn sie den Namen Heinrich VIII hört? Zweifellos an einen wollüstigen und grausamen Herrscher der sich nicht nur kaum davor scheute mit dem Oberhaupt der katholischen Kirche zu brechen als dieser ihm die Annullierung der Ehe verweigerte. Nein, vielmehr ging er sogar soweit zwei seiner Ehefrauen (von denen er im Laufe seines Lebens ganze sechs besaß!) exekutieren zu lassen: die eine wegen Hexerei, die andere wegen angeblicher „Liaisons" mit einigen Hofadeligen. Er schien sein Leben mit allen Sinnen und in vollen Zügen genießen zu wollen, wobei sein Körperumfang mit steigendem Genuss schier ungeahnte Ausmaße annahm.
Doch wie viel Wahrheit steckt in diesen Behauptungen und wie viel ist reine Verleumdung?
Könnten wir uns einen Heinrich vorstellen, der von musikalischem und dichterischem Talent nur so übersprudelte? Einen Heinrich der auf theologischem, literarischem, historischem, astronomischen und militärischem Gebiet bewandert war? Der, Künstler aus ganz Europa an den englischen Hof lockte, das Theater förderte und das gemeine Volk an höfischen Festlichkeiten direkt teilnehmen ließ?
Margaret George konnte es, und nach ganzen 15 Jahren Recherchearbeit, ließ sie in ihrem Roman den „wahren" Heinrich entstehen, ließ ihn, in Form eines Tagebuches, für sich selbst sprechen, seine Taten und Gedankengänge erklären.
Einen zusätzlichen Reiz, ergeben dabei die in einigen Abständen dazwischen geschobenen Kommentare des Hofnarren Will Sommers, der - seinen Senf dazugebend - die subjektiven Beschreibungen des Königs mit eigenen kritischen Beobachtungen würzt!

Das Gesamtbild, welches sich daraus ergibt, ist geradezu atemberaubend: auf der einen Seite werden die emotionalen Höhenflüge Heinrichs durch Wills eigene Auffassungen relativiert, auf der anderen Seite erfährt der Leser einen Heinrich der bisher kaum so wahrgenommen worden ist. Einen König der sich seine jugendliche Naivität bis ins Alter bewahrt hat, der sich von der Mehrzahl seiner Frauen manipulieren und verraten ließ, der die wahre Liebe seines Lebens verkannte und durch Krankheit geplagt vom sportlichen und stolzen Jüngling zu einem kaum mobilen und stark übergewichtigen Krüppel mutierte.
Dies ist die tragische Geschichte eines Mannes der als Zweitgeborener nur durch einen (un)glücklichen Wink des Schicksals auf dem Thron landete, der voller Leidenschaft für das Wohl des Volkes kämpfte und dessen anfängliche Siege mit fortschreitendem Alter immer häufiger von Niederlagen auf amtlichen wie auch persönlichen Gebiet abgelöst worden sind.
Die Geschichte eines bemerkenswerten Mannes, den - trotz aller Mühen - die Bürden seines Schicksals niederwarfen.
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am 22. Juli 2000
Hier wird uns gezeigt, daß gute Bücher, egal wieviele Seiten sie haben mögen, immer schnell gelesen sind. Die Zeit verfliegt beim Lesen. Soviel Lesevergnügen habe ich zu Beginn gar nicht zu erwarten gewagt.
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am 23. Januar 2000
Farbenprächtig und informativ, spannend und interessant geschrieben wie alle Bücher von dieser Autorin. Auch wenn die Dicke des Buches viele abschreckt, es ist nur zu empfehlen. Maria Stuart ist in der gleichen Weise einzustufen.
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am 13. Dezember 2001
Das Buch ist eine wirklich spannend geschriebene Romanbiografie. Allerdings sind die Frauen Heinrichs, vielleicht mit Ausnahme Katharinas v. Aragon, sehr eindimensional dargestellt. So ist Katharina, die frömmelnde Katholikin, Anne, die besonders schlecht wegkommt, die verführerische Hexe und Anna von Kleve die hässliche "Mähre".
Viele Historiker sind sich einig, dass Anne Boleyn den König weder verhext, es sei denn durch die Möglichkeit eines Thronerben, noch betrogen hat. Doch genug gemeckert. Es ist ja nur ein Roman und kein Tasachenbericht und für einen solchen sehr gut.
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