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am 10. Mai 2011
Lange habe ich nicht mehr so viel gelacht wie bei diesem Buch. GLÜHENDE DUNKELHEIT ist eine köstliche Mischung aus Steampunk, Paranormaler Fantasy und Romantikkomödie.

Miss Alexia Trabotti ist eine geborene Jungfer. Wenn sie ihren Mund halten könnte, würden Verehrer vielleicht über ihre halb italienische Abstammung und über ihre große Nase hinwegsehen. Doch sie ist viel zu starrköpfig, viel zu gebildet und viel zu clever.
Jungfer mag Miss Alexia sein, doch sie weiß, was sich gehört. Darum ist sie rechtens schockiert, als ein Vampir sie unvorgestellt und uneingeladen während eines Balles überfällt. Zum Glück ist Alexia ein Preternatural, ein Mensch ohne Seele, und kann übernatürliche Wesen und Magie durch Berührung neutralisieren. Leider verstirbt der Vampir während der Nachhilfestunden in Etikette - wie unhöflich - und Lord Maccon, der Werwolfalpha und Chefinspektor in Paranormalen Angelegenheiten, eilt zur Stelle. Seit dem Schweinevorfall ist Lord Maccon Miss Alexia nicht sonderlich wohlgesonnen. Aber Jungfer oder nicht, Alexia mischt sich nur zu gern in seine Ermittlungsarbeiten ein.

GLÜHENDE DUNKELHEIT war ein Spontaneinkauf, von dem ich mir nicht viel erwartet hatte. Mit Steampunk bin ich noch nicht recht warm geworden und Romantikkomödien waren noch nie mein Fall. Also fing ich an zu lesen und ehe ich mich versah, hatte ich das Buch durch und Muskelkater vor lauter Grinsen (ich scherze nicht - meine Mundwinkel schmerzten tatsächlich).
Es handelt sich um ein spannendes Abenteuer voll Witz und Frivolitäten. Von Etikette, exzentrischen Hüten, Teekessel und anderen Steampunk Gerätschaften über fliegenden Fäuste in Pferdekutschen, schottische Lords mit beeindruckendem Oberkörper, verrückte Professoren, heiratssüchtige Debütantinnen und deren furchteinflößenden Mütter gibt es alles was das Herz begehrt und die Welt des Übernatürlichen wird perfekt in das viktorianische London eingebaut. Gail Carrigers Schreibstil sorgt zusätzlich für Atmosphäre. Er ist sehr zugänglich und flüssig zu lesen, obwohl er sich an zeitgenössischer Literatur anlehnt (à la Jane Austen). Der Witz und der leicht lesbare Stil steigern zudem das Tempo der Geschichte, sodass man kaum merkt, dass wie schnell die Zeit vergeht.
Alexias und Lord Maccons Liebesgeschichte ist das Zusammentreffen zweier starker Charaktere, die keine Kompromisse eingehen und die sich nur mit Widerwillen zueinander hingezogen fühlen. Es fliegen die Funken (und Fetzen), dass es eine wahre Freude ist! Die eigentliche Handlung wird davon etwas in den Hintergrund gedrängt, was aber nichts daran ändert, dass sie interessant und spannend ist. In den folgenden Bänden soll der Fokus nicht mehr auf der Beziehung, sondern auf anderen Dingen liegen. Gail Carriger hat spannendes Setting mit viel Potential für weitere Geschichten entworfen und ich bin neugierig, was sie daraus machen wird.

GLÜHENDE DUNKELHEIT gehört zu der kleinen Auswahl an Büchern, die wieder und wieder lesen könnte. Perfekte Unterhaltung.
66 Kommentare| 47 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
London 1870: Alexia Tarabotti, eine ordentliche junge, englische Lady (abgesehen der der Tatsache, dass sie eine halbe Italienerin ist, keine Seele besitzt und mit 26 eine alte Jungfer) ist äußerst brüskiert als ein halbverhungerten Vampir doch die Unverfrorenheit besitzt sie anzugreifen, und das auch noch, ohne dass er ihr ordentlich vorgestellt worden wäre. Dieser Bruch der Etikette zwingt sie dazu, sich mit ihrem Regenschirm gegen diesen Rüpel zu verteidigen. Ganz aus Versehen pfählt Alexia den Vampir mit ihrer hölzernen Haarnadel und ihrem Regenschirm. Die Ermittler von BUR (Bureau of Unnatural Registry) sind über diesen Zwischenfall alles andere als erfreut, besonders Lord Connall Maccon (seines Zeichens ein Werwolf adeliger (schottischer) Herkunft), der Alexia noch in unangenehmer Erinnerung wegen eines Igelzwischefalls hat, der ihn selber, seine Hose und einen Ingel involvierte.
Bald schon wird klar, dass Londons gehobene übernatürliche Gesellschaft vor einem ersthaften Problem steht. Registrierte Vampire verschwinden, und unregistrierte Vampire ohne Stockzugehörigkeit tauchen auf. Schon bald ist Alexia der Mittelpunkt der Aufmerksamkeit, vor allem auch wegen ihrer Fähigkeit übernatürliche Fähigkeiten durch ihre Berührung zu negieren. Nun muss Alexia handeln, will sie das Rätsel um das Verschwinden der Vampire und Werwölfe lösen bevor ihr guter Ruf für immer ruiniert ist oder schlimmer noch, bevor sie einen ungesunden, schmerzhaften Tod stirbt, das würde ihren Tag wirklich ruinieren.

Gail Carringer hat mit ihrer Alexia Tarabotti Novelle eine wirklich ungewöhnliche und äußert unterhaltsame Mischung geschaffen. Eine selbstbewusste Heldin mit der Scharfzüngigkeit einer Elizabeth Bennet mit dem generellen, steifen, höflichen Manierismus des viktorianischen Zeitalters und Dialogen, wie man sie aus den Jane Austen Romanen kennt. Vampire und Werwölfe leben in London seit der Renaissance als anerkannte Mitglieder der Gesellschaft und haben Wissenschaft und Technik beflügelt. Die Autorin erklärt einige historische Ereignisse stimmig mit dem Eingreifen und dem Einfluss der Vampire und Werwölfe und schafft so eine alternative Steampunk Gesellschaft in der die Nacht den Übernatürlichen gehört.
Natürlich kommt auch die Liebe nicht zu kurz, wie sich das für eine paranormal Romance gehört, aber auch diese wird auf wunderbar höfliche Jane Austen Art beschrieben.

Fazit: Innovative, witzige urban Fantasy, Steampunk paranormal Vampir/Werwolf Romance. Was will man mehr außer einem vernünftigen deutschen Titel. Wie konnte aus Soulles = Seelenlos "Glühende Dunkelheit" werden? Die Titel der weiteren Bände sind in der deutschen Übersetzung leider auch nicht besser.

Die Reihe:
1. Glühende Dunkelheit Soulless
2. Brennende Finsternis Changeless
3. Entflammte Nacht Blameless
4. Heartless (2011)
5. Timeless (2012)
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... so meine Meinung zu dieser Übersetzung, die einfach nur eines ist: schlecht!
(Warum das keinem anderen auffällt?!Weil andere Rezensenten, hier ihre Rezi eingestellt haben, die auch im englischen Original zu finden ist, sie die dt. Ausgabe folglich gar nicht kennen).

Ich hab das Buch im Original gelesen, nachdem ich zufällig beim Stöbern darüber gestolpert bin. Steampunk hörte sich interessant und vielversprechend an, bin ich doch großer Fan der viktorianischen Epoche. Zudem ein interessanter Parallelweltentwurf mit jeder Menge schrägen Details, skurrilen Gestalten und viel Wortwitz. Dass Vampire und Werwölfe mitspielen und es sich um eine Romanze handelt hat mich da nicht weiter gestört. Somit kann ich dieses Buch wärmstens auch allen empfehlen, die dem Vampirhype nichts abgewinnen können.

Aber zurück zum großen und einizgen Kritikpunkt: die Übersetzung- ich habe das Buch abgebrochen. Wenn ich auf S. 19 lese "der Lakai des Duchess"- Duchess ist die Herzogin, dann frage ich mich erstens: warum steht da Duchess und nicht Herzogin?! 2. warum maskulin?! ... der Duchess wäre richtig.
Desweiteren: warum übersetzt man sundowner nicht? Aber "hive" mit Vampirstock?! das ist eigentlich ein Bienenstock- Vampirstock ist m.E. nach schlecht gewählt. Ich könnte fortfahren, erspare es mir und euch aber.
Warum werden hier wahllos englische Begriffe stehen gelassen, die man übersetzen könnte & andere nicht, bzw unzutreffend übersetzt???
Deswegen: wer einigermaßen der englischen Sprache mächtig ist: lese lieber das Original.
Klar, für alle anderen ist es schön, dass die ersten drei Bände um Alexia übersetzt werden und sie so in den Genuss dieser einzigartigen Serie kommen.

ERGO:
Mich hat es bestens unterhalten und ich musste während der Lektüre öfters an den Film "Die Legende v. Sleepy Hollow" denken, wenn Johnny Depp mit allerlei merkwürdigen Gerätschaften herumhantierte. Carriger hat enorm viel Fantasie, die sie hier bestens umsetzt.
Ein kurzweiliges Buch, das ob seiner Originalität bestens unterhält und definitiv Lust auf mehr macht. Deswegen hier- 1* Abzug aufgrund der mangelhaften Übersetzung!
22 Kommentare| 7 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
VINE-PRODUKTTESTERam 25. Januar 2012
Meine Meinung
Eine Mischung aus richtiger Rezension und Kurzrezension. Sie wurde länger als geplant, spricht aber dennoch nicht alle Punkte an.

Das Buch konnte mich voll und ganz für sich gewinnen.
Ich mag diese Mischung aus typischen Fantasy-Elementen, London und ein bisschen Wissenschaft in einer Geschichte, die stellenweise ein klein wenig an einen Krimi erinnert.
Klischees findet man in dieser Geschichte schon, das kann jeder aus dem Klappentext herauslesen. Werwölfe, Vampire - so weit alles normal. Was soll man in diesem Punkt anderes erwarten? Doch in dieser Geschichte steckt noch etwas mehr. Hier gibt es die Seelenlosen - die sogenannten Außernatürlichen. In dieser Version von London im 19. Jahrhundert, sind Werwölfe und Vampire etwas ganz Alltägliches. Sie haben überall ihre Finger im Spiel und jeweils einer von ihnen dient sogar der Königin als Berater. Im Allgemeinen ist bekannt, dass Menschen nur in Übernatürliche verwandelt werden können, wenn sie "zu viel" Seele besitzen.
Von den Seelenlosen hingegen wissen nur sehr wenige etwas - Menschen wie auch Übernatürliche. Ihre Berührung macht die Übernatürlichen für einen Moment - und keine Sekunde länger als die Berührung anhält - fast wieder zu einem normalen Menschen. So verschwinden zum Beispiel Fangzähne urplötzlich. Dies verschafft Alexia einen Vorteil, bringt sie aber ebenso auch in Gefahr - denn Alexia ist eine Außernatürliche.

Am besten hat mir der Schreibstil gefallen. Er ist irgendwie altmodisch, anders, aber doch voller Humor. Ich fand es wirklich mal erfrischend, so etwas zu lesen. Man merkt, dass die Autorin absolut begeistert von ihrer Geschichte ist.

Alexia ist ein wirklicher Sturkopf, ebenso wie Lord Maccon. Die Beiden sind sich recht ähnlich, was wahrscheinlich auch der Grund für ihre "Differezen" ist, die den Leser immer wieder zum schmunzeln bringen. Mich konnten die Beiden auf jeden Fall für sich gewinnen. Manche Leute aber mögen Alexia vielleicht für begriffsstutzig halten, da ihr absolut nicht klar ist, was sich zwischen den Beiden entwickelt. Für mich wirkte das aber absolut glaubhaft und verständlich. Man muss einfach zwei wichtige Faktoren beachten: 1. ist Alexia eine alte Jungfer, welche denkt, dass der Heiratszug schon lange abgefahren ist. Zudem wurde ihr immer eingetrichtert, dass sie absolut unattraktiv und nicht begehrenswert ist. 2. Ist Alexia auch noch eine Seelenlose. Was wiederrum bedeutet, dass sie die Dinge rationaler und nüchterner Betrachtet, als ein normaler Mensch.
Wenn man diese Punkte berücksichtigt, ist ihr Verhalten doch mehr als nachvollziehbar und die Liebesgeschichte zwischen den Beiden zwar teilweise zwischen der ganzen Gewöhnlichkeit doch irgendwie ungewöhnlich, aber doch irgendwie schön.
Ich muss gestehen, dass ich besonders Alexias Unwissenheit in Bezug auf Sex und den männlichen Körper sehr zum schmunzeln fand. Schließlich hatte sie bisher noch nicht die Gelegenheit, diese Dinge in der Realität zu erforschen. Dadurch waren ihre Reaktionen und Gedanken an manchen Stellen wirklich amüsant.

Noch ein Punkt, der mir sehr am Herzen liegt: nein, das ist kein richtiger Steampunk. Mir ist es auch ein Rätsel, wie man darauf kommen kann, nur weil das Cover und die Geschichte vielleicht leicht damit angehaucht sind. Dennoch scheint es vielen Lesern so ergangen zu sein. Die Autorin sagt allerdings selbst, dass nur eine kleine Prise Steampunk mit dabei ist. Also erwartet bitte keinen waschechten Steampunk Roman, ihr würdet enttäuscht werden.

Fazit
Meiner Meinung nach eine wirklich erfrischende und humorvolle Geschichte im alten London.
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Durch die guten Rezensionen motiviert, bestellte ich mir dieses Buch in der englischen Ausgabe für meinen Urlaub und wurde nicht enttäuscht.
Inmitten des ganzen derzeitigen Vampirhypes findet sich hier ein ausgesprochen witziges Buch mit sehr sympathischen, gut und umfassend dargestellten Protagonisten und einer originellen Geschichte.
Alexa ist eine recht bodenständige und sehr kernige Persönlichkeit, die dem Leser schnell ans Herz wächst. Die trockenen Schilderungen und der ebenfalls trockene Humor, der sich durchs Buch zieht, lassen die Lektüre sehr erfrischend und unterhaltsam werden.
Auch wenn auch hier die Liebe mit ins Spiel kommt, lässt sich Alexas Geschichte in keiner Weise mit den ganzen romantischen Vampir-liebt-Mensch-Geschichten vergleichen, von denen es ja im Moment doch sehr viele gibt. Durch die Charaktere der Hauptdarsteller und die Art und Weise wie alles dargestellt wird, ist es einfach ein mitreissendes Buch, das in keinem Moment Gefahr läuft, "schnulzig" zu werden.
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am 8. Januar 2012
Miss Alexia Tarabotti, Halbitalienerin und mit mitte Zwanzig bereits eine alte Jungfer, sieht sich unversehens in dunkle, übernatürliche Geheimnisse des Londoner Untergrunds verstrickt. Jemand scheint hinter ihr her zu sein, doch wer würde eine alte Jungfer entführen? Und warum trifft sie ständig mit dem verhassten Lord Maccon zusammen, der zusehends interessanter zu werden scheint?

Obwohl ich zunächst zweifelte, hatte ich mich nach den vielen positiven Rezensionen und durch das recht ansprechende Cover hinreißen lassen, dieses Buch zu bestellen. Zu Beginn war ich wirklich positiv überrascht. Es geht gleich zur Sache: Miss Tarabotti befindet sich nichtsahnend auf einer langweiligen Feier, als sie in der Bibliothek von einem Vampir angegriffen wird. Dieses Verhalten findet sie äußerst dreist, hätte der Vampir doch zumindest vorher fragen können. So bleibt ihr kein anderer Ausweg, als den Vampir mit Hilfe ihrer Fähigkeit (Alexia ist ein Preternatural und kann die Fähigkeiten von übernatürlichen Wesen durch Berührung neutralisieren) und ihres getreuen "parasols" aus der Welt zuschaffen. Dieser Vorfall, ironisch-witzig und rasant erzählt, führt in die Geschichte ein. Soweit, sogut.

Allerdings ließ mich der weitere Verlauf der Handlung völlig kalt. Den meisten Raum nehmen hier die Pseudo-Streitereien zwischen Lord Maccon und Miss Tarabotti ein. Der Leser merkt recht schnell (anscheinend sogar schneller als die Charaktere selbst), in welche Richtung diese Streitereien gehen sollen. Von Subtilität ala Jane Austen ist hier rein gar nichts zu spüren. Diese zu offensichtliche Liebesgeschichte wird dann gelegentlich von ein paar wenigen und dazu noch sehr vorhersehbaren Geschehnissen untermalt.
Spannung wollte bei mir rein gar nicht aufkommen. Ich mag eigentlich recht gerne Liebesgeschichten in Büchern, aber wenn sie, wie hier beinahe den gesamten Raum des Buches einnehmen, dann sollten sie doch auch genug Stoff bieten, um die Seiten zu füllen. Diese Liebesgeschichte ist aber leider weder subtil, noch spannend, sondern nur langweilig. Was mich daran am meisten gestört hat, waren die ständigen Anzüglichkeiten der Protagonisten. Obwohl sie sich angeblich hassen, können sie doch ihre Finger nicht von einander lassen. Sogar in ernster Lebensgefahr können die beiden Hauptfiguren nur daran denken "wie wohl sein Penis aussieht" etc... Sehr unglaubwürdig!!! Wenigstens ist Carriger fast nicht aus dem Schema des 19. Jahrhunderts herausgefallen, und hat es nicht bis zum Letzten getrieben. Fast!

Zudem gab es mir neben der Liebesgeschichte zu wenig sonstige Handlung. Diese übrige Handlung ist grob auf "Miss Tarabotti wird angegriffen oder entführt und dann schließlich gerettet" zu reduzieren. Langweilig! Schade fand ich außerdem, dass die Welt, die hier von der Autorin erschaffen wird, so unzureichend erklärt wird. Ok, es gibt Preternaturals, die sogenannten Seelenlosen, und eben Supernaturals, wie Vampire, Geister und Werwölfe. Sie alle leben gemeinschaftlich im British Empire und stehen Queen Victoria mit Rat und Tat zur Seite. Gut, aber wie kam das? Und warum hat Alexia keine Seele? Das muss doch Auswirkungen haben? Und, und, und??? Ich fand einiges recht schlecht bis gar nicht erklärt. Und aus manchen Ansätzen hätte man wirklich etwas Spannendes machen können.

Außerdem haben mich Carrigers Charaktere gestört. Miss Tarabotti gefiel mir hier mit Abstand am besten. Sie ist zwar auch recht klischeehaft gestaltet, aber dennoch eine Heldin mit Format. Alle weiteren Charaktere fand ich gezwungen schillernd (z.B. der eindeutig homoerotisch angehauchte Lord Akeldama). So, als wollte sich die Autorin hier gezielt vom Mainstream abheben. Leider hat sie dadurch aber manche Charaktere zu Karrikaturen gemacht. Zudem sind ihre Figuren manchmal unglaubwürdig. Ein Beispiel: Miss Tarabotti ist einerseits als kluge, aufgeklärte Heldin angelegt, als aber Lord Maccon von Heirat spricht, verwandelt sie sich kurzzeitig in ein begriffsstutziges Dummchen, und das obwohl sie zuvor eindeutig körperlich mit ihm Zugange war. Hat mich nicht überzeugt.

Das ganze Werk kommt mir etwas unausgegoren vor. Einerseits hat die Autorin versucht ernsthafte Charaktere mit ernstahfter, ausgefeilter Sprache zu erschaffen, liegt aber mit dem Rest des Buches eindeutig eher im Parodistischen. Sicher, es ist mir bewusst, dass das Buch nicht nur ernstgenommen werden will, schon allein das Genre (steam-punk) lässt dies nicht uneingeschränkt zu, aber dafür hat mir, so scheint es, die Autorin ihr Buch selbst viel zu ernst genommen. Vielleicht hätte sie sich vor dem Schreiben für eine der beiden Seiten entscheiden sollen.

Zudem ist mir die Zielgruppe nicht ganz klar geworden. Die Handlung, das Cover und das Genre lassen eher auf ein jüngeres Publikum schließen, allerdings strotzt das Buch nur so vor erotisch angehauchten Szenen. Ich habe nichts gegen etwas Gefummel oder auch mal einen nackten Mann, deshalb würde ich dieses Buch keinem Teenager verbieten, was mich aber wirklich sehr gestört hat, war die letzte Szene des Buches. Diese ist nicht nur unnötig sondern dazu noch eindeutig unrealistisch wiedergegeben. Ich finde das zumindest bedenklich!

Ein paar gute Haare will ich aber dann doch noch an Carriger und Ihrer Miss Tarabotti lassen. Was mir gefallen hat, war die Sprache. Hier hat sich die Autorin wirklich Mühe gegeben. Ihre Schreibe ist geschliffen und passt zum Genre, deshalb lässt sich das Buch so lockerleicht lesen, dass die 300 Seiten wirklich so dahinfliegen!

Außerdem ist der Humor dieses Buches sehr erwähnenswert. Auch wenn er mein Spaßzentrum nicht immer getroffen hat und mir die eine oder andere ironische Bemerkung zu platt war, dennoch ist dieser Humor ein sehr amüsanter, feiner und unterhaltsamer!
Liebe Fans dieser Serie, bitte nehmt meine Rezension nicht persönlich. Sie ist rein subjektiv, so wie jede andere Rezension auch und gibt einzig meine ganz persönliche Meinung wieder!

Fazit: Dieses Buch kann ich, obwohl es witzig und gut geschrieben ist, nur eingeschränkt empfehlen. Schade! Aus dem Roman hätte man wirklich etwas machen können.
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am 29. März 2013
Man möchte meinen, es sei schockierend lesen zu müssen, wie leichtfertig, ja bedenkenlos übereilt, so manche Dame von Format dazu neigt, sich ebenso schnell von ihrer Schicklichkeit, wie auch ihrer Korsage befreien zu lassen.
Doch Obacht!, so einfach ist es dann eben nicht. Bis sich die Gelegenheit zu solcherlei Freizügigkeiten ergibt, will noch einiges an Malheur und Verwirrung überwunden und durchstanden sein. Nicht genug damit, daß normale Bürger und Übernatürliche Wesen des stolzen britischen Imperiums, zu Königin Viktorias Zeiten, ihr jeweiliges Dasein nicht nur nebeneinander, sondern, wenn schon nicht in trauter Eintracht, so doch größtenteils wenigstens respektvoll, gar miteinander verbringen, nein, es gibt sogar noch eine dritte Gruppe von Wesen. Letztere sind, ganz besonders in Gestalt von Lady Alexia, das Salz in der Suppe.
Die Geschichte selbst verschont mit übermäßig verschlungenen Wendungen. Man sollte eher festhalten, daß sie recht zielstrebig voranschreitet und eher wenig Raum für Spekulationen läßt. Aber das soll kein Makel sein, denn das ganze drumherum ist doch recht bunt und schrill ausgestattet, so daß sich genügend Gelegenheiten bieten, um in dieser schrullig-lebendigen Welt gedanklich spazieren zu gehen.
Ebenso wissen die wichtigsten Figuren mit einigen Sonderlichkeiten aufzuwarten, auf das die Zeit nicht lang mit ihnen wird und, wenigstens ich für meinen Teil, man sich auf die nächsten Folgen des Fortsetzungsromanes freuen darf.
Wer sich gerne mit der Sprache an sich vergnügt, kommt hier ebenfalls auf seine Kosten. Der Stil pflegt eine gewisse charmante Altmodischkeit, welche sich perfekt zur erzählten Zeit verhält.
Alles in allem, ein als durchaus gelungen zu bezeichnender Auftakt, zu einer neuen, nun ja, Steampunk-Fantasy-Werwolf-Vampir-Reihe.
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am 14. Juni 2011
Zuallerst fällt einem bei diesem Buch der Schreibstil auf: "Ivy Hisselpenny war das unglückliche Opfer jener Umstande, dass sie nur beinahe hübsch und nur beinahe wohlhabend war und dazu neigte, äußerst alberne Hüte zu tragen"
Miss Tarabotti: "Wie wunderbar von dir, so kurzfristig Zeit für einen Spaziergang zu finden! Was für ein grässliches Hütchen! Ich hoffe, du hast nicht allzu viel dafür bezahlt."
Miss Hisselpenny: "Alexia! Wie überaus abscheulich von dir, meinen Hut zu kritisieren. Warum sollte ich denn heute Vormittag keine Zeit für einen Spaziergang haben?" (S. 42 f.)

Man kann an der förmlichen Sprache bereits erkennen, das Buch spielt nicht in der heutigen Zeit. Es geht um London, ich denke im 18. Jahrhundert, in einer Zeit in der Vampire, Werwölfe und Geister offiziell unter den Menschen leben. Abgesegnet ist das ganze von der Queen Victoria und das Bureau of Unnatural Registry (BUR) ist für alle Übernatürlichen zuständig. Jeder Mensch kann zu einem Übernatürlichen/Unsterblichen werden, allerdings überleben nicht alle die Verwandlung. Ein Indiz soll die "Menge" der Seele im Menschen sein. Miss Tarabotti (Alexia) ist das Gegenstück zum Übernaturlichen: Sie ist eine Außernatürliche = Seelenlos. Allein durch Berührung kann sie jeden Übernatürlichen neutralisieren. Aufgrund dieser Fähigkeit ist sie dazu in der Lage, einen sie angreifenden Vampir in Notwehr zu töten. Bald stellt sich heraus, dieser Vampir wurde nicht von den Vampirhäusern geschaffen, er wusste nichts über Regeln, war verwahrlost und eine Bedrohung für jeden natürlichen Menschen. Lord Maccon der Chefermittler der BUR geht dieser Sache nach, unfreiwillig unterstützt von Miss Tarabotti. Ihre Ermittlungen werden zu einer heißen Spur, begleitet von ständigen Machtkämpfen und einer beginnenden Romanze.

Ich finde die Idee der Autorin sehr kreativ und originell. Eingegliederte Übernatürliche in einer Welt des Fortschritt und gesellschaftlichen Klassen. Alexia ist sehr haarsträubig und zynisch. In Lord Maccon hat sie natürlich ihren perfekten Gegenpart. Es ist von Anfang an klar worauf ihre Streitereien herauslaufen werden, aber immerhin sehr amüsant zu lesen. Ich fand den Plot leider nicht sehr spannend. Zu Beginn häufen sich einige Gespräche und Diskussionen in denen hauptsächlich nur Vermutungen aufgestellt werden. Zur Mitte nimmt die Geschichte etwas mehr Fahrt auf, wird aber eher durch die Charaktere und Dialoge als durch das eigentliche Geschehen getragen.

Dieses Buch ist vor allem eines: Unterhaltsam. Es ist etwas schönes für Zwischendurch, liest sich gut und flüssig, bleibt aber auch nicht mehr als ein paar amüsante Stunden in Erinnerung. Die Geschichte ist als mehrteilig angelegt, ich bin gespannt ob sich die Autorin in den Folegbänden noch steigert.
Insgesamt für die Idee, die Charaktere und den Charme 4 Sterne.
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am 13. Mai 2011
Das Buch war für mich eine kleine, positive Überraschung. Die neue Serie von Gail Carriger dreht sich um Alexia Tarabotti, eine alte Jungfer, die allen und jedem um sie herum dauernd auf die Füße tritt. Alexia ist keine gewöhnliche Frau. Sie ist eine sogenannte "Preternatural". Wann auch immer sie jemand Übernatürlichen (z.B. Werwölfe, Vampire, etc.) berührt, wird diese Person ihrer übernatürlichen Kräfte und Fähigkeiten beraubt - so lange, wie Alexias Berührung andauert. Und das bedeutet, dass Alexia in Gefahr ist. Als Seelenlose ist sie eine Bedrohung für übernatürliche Wesen. Und dann ist da noch Lord Maccon, der Alpha des örtlichen Werwolfrudels und Chefermittler der Queen für übernatürliche Angelegenheiten. Hatte ich schon erwähnt, dass Alexia Tarabotti es nicht lassen kann, ihre Nase in Angelegenheit zu stecken, die sie eigentlich nichts angehen?

Alexia Tarabotti ist eine ungewöhnliche und herausragende "Heldin". Sie ist weder besonders hübsch, noch besonders jung. Dafür hat sie eine spitze Zunge und eine gute Erziehung; auch, wenn diese oft genug verschüttet zu sein scheint. Lord Maccon ist ihr perfekter Gegenpart. Und wie heißt es so schön: "Gegensätze ziehen sich an." Der Leser fragt sich irgendwann, ob Alexia am Ende des Buches immer noch eine alte Jungfer sein wird.

Es schadet nicht wirklich, dass die Geschichte im viktorianischen London spielt. Man spürt in jeder Zeile, wie viel Spaß es Gail Carriger gemacht hat, sich hier auszutoben. Ihr Faible für diese Epoche ist deutlich und genau so soll es bei guten Büchern sein. Wenn die Autorin es schafft, ihren Spaß an der Geschichte zu transportierten, dann ist das schon einmal mehr als die halbe Miete.

Zum Humor kann ich nur sagen, dass man ihn entweder mag oder nicht. Ich mag ihn und habe mich köstlich amüsiert. Humor ist allerdings schlicht Geschmackssache und ich könnte mir vorstellen, dass es Leser gibt, die sich eher genervt fühlen. Deshalb kann ich nur empfehlen, in das Buch probeweise reinzulesen. Wer den Humor nicht mag, wird die ganze Geschichte nicht mögen. So einfach ist das.

"Glühende Dunkelheit" ist ein tolles Buch. Wer Fantasy Literatur mag und auf der Suche nach seichter Unterhaltung im besten Sinn ist, kann mit diesem Buch nichts falsch machen.
Danke Gail Carriger für eine ungewöhnliche Heldin - und für die schon geschriebenen Fortsetzungen.

Noch ein kurzer Kommentar zum Schluss: Wer kann, sollte die englische Originalversion lesen. Bei der Übersetzung geht (leider) einiges am Humor verloren. Der ist nun einmal typisch englisch.
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Kurzbeschreibung

Nachdem Miss Alexia Tarabotti in Notwehr einen Vampir getötet hat, steht sie nun dem Alpha-Werwolf Lord Maccon gegenüber – dem Chefermittler der Queen für übernatürliche Angelegenheiten. Als dieser sich weigert, sie in die Ermittlungen einzubeziehen, beschließt Alexia, selbst nachzuforschen, was hinter dem Angriff auf sie steckt. Und plötzlich befindet sie sich nicht nur tief in einer Intrige gegen das Britische Empire – sie sieht auch ihr Herz durch den attraktiven Lord Maccon bedroht …

Meine Meinung

Nachdem sie unschicklicherweise von einem Vampire, während einer Abendveranstaltung, angegriffen wurde, verstrickt sich Alexia immer mehr in die Angelegenheiten der übernatürlichen Bevölkerung Englands. Es gilt herauszufinden wieso Werwölfe und Vampire verschwinden und durch Neue ersetzt werden. Alexie steht zeitweise selber unter Verdacht, doch mithilfe des attraktiven Lord Maccon gelingt es ihr auf die Spur des wahren Täters zu kommen.

Ich bin wirklich enttäuscht, denn nicht nur habe ich von der Kurzbeschreibung her etwas ganz anderes erwartet, noch hat mir das was ich letztendlich präsentiert bekommen habe, gefallen. Nur einige wenige Dinge haben mir tatsächlich gefallen, welche da wären : der Schreibstil. Er war sehr anspruchsvoll und passt sich der viktorianischen Zeit, in welcher das Buch spielt, perfekt an.
Und dann wäre da noch die Beziehung von Alexia und Lord Maccon. Die Beiden liefern sich in einer Tour sehr amüsante Wortgefechte. Sie sind beide starke Charaktere, die nicht so leicht nachgeben und sich von niemandem etwas sagen lassen wollen. Jede Szene mit ihnen war toll und der Verlauf ihrer Beziehung ebenfalls. Ich musste mir oft ein Schmunzeln verkneifen, doch leider reicht das nicht um den Rest des Buch, der einfach nur unglaublich langweilig war, auszugleichen.

Die Nebenfiguren sind ein Auswuchs an Albernheit und Dummheit, was noch einmal mehr deutlich machen soll, dass Alexia sehr klug für dieses Zeitalter ist - zu klug. Doch auch wenn dieser tiefere Sinn dahintersteckt, war es doch sehr ermüdend Alexias Schwerstern immer nur über Kleider, Männder und unwichtige DInge sprechen zu hören.
Die Auflösung fand ich irgendwie lächerlich. Zumindest aus heutiger Sicht, denn in der Vergangenheit war der Grund tatsächlich ein wichtiges Thema und eigentlich sollte man das Gail Carriger auch zugute halten, dass sie sich sehr gut mit ihrem Thema beschäftigt hat, dich irgendwie fand ich die ganze Geschichte etwas unglaubwürdig.
Was mich ebenfalls interessiert, ist die Frage wie man vom Originaltitel ,,Soulless'' zu ,,Glühende Dunkelheit'' kommt.

Nach diesem eher enttäuschenden Leseerlebnis werde ich die Reihe mit großer Wahrscheinlichkeit nicht weiterverfolgen.

2/5 Punkten
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