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Kundenrezensionen

3,5 von 5 Sternen
183
3,5 von 5 Sternen
Format: Taschenbuch|Ändern
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am 19. Juni 2011
Karin Slaughter ist ohne Zweifel ein Name der auf großes Kopfkino hoffen lässt, doch diese Hoffnung wurde bei mir leider enttäuscht.
Im Gegensatz zu einigen anderen Rezensenten muss ich der Autorin zugestehen, dass ich es beeindruckend finde, wie man in der Lage ist eine Story zu konstruieren, die den Leser auf gesamter Länge nicht ein einziges Mal überraschen kann. Ein mieses Klischee jagt das nächste.... es wird eine fadenscheinige Story aufgemacht, die durch Zeitsprünge künstlich entfremdet wird um nicht noch öder zu wirken.
Slaughter macht ein großes Fass mit der Neo-Nazi-Szene in den USA auf, bedient sich aber nur im schwarzen Loch der 0/8/15 Bösewichte und gönnt der Geschichte null Tiefgang in dieser Richtung. Man kann beliebig die Nazis durch die Mafia, Lord Voldemord oder Darth Vader und das Imperium ersetzen. Dafür dürfen wir das Gefühlsleben der Protagonisten so hautnah miterleben, dass uns der Östrogen-Spiegel der Verfasserin wahrlich die Zähne aus schlägt, dass ist schmerzhaft- aber auch langweilig.
Slaughters Figuren handeln zumeist völlig irrational und benehmen sich wie Bambi in einem Horrorfilm, was die Identifikation nicht gerade fördert. Um diese schlampigen Albernheiten irgendwie in den Griff zu bekommen bemüht sich Miss Slaughter um gehörig Gewalt, Blut, Hirn und andere Brechmittel- meiner Meinung nach gelingt ihr damit nicht die Rückkehr in die Ernsthaftigkeit, aber vielen Dank für den Versuch.
FAZIT: Ein besten Falls durchschnittlicher Thriller- mit vielen Halbwahrheiten und einer Story die im Rollstuhl fährt. CSI bis zur ersten Werbepause lohnt sich mehr- und ist umsonst
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am 7. November 2016
Tja, die Überschrift wäre eigentlich Kommentar genug für dieses Machwerk.

Vielleicht ist es nicht ganz glücklich, Lese- und Hörbücher gemeinsam zu rezensieren. Aufgrund der unsäglichen Gewohnheit, Bücher grundsätzlich für die Hörbuchbearbeitung zu kürzen, bleibt sicherlich manches auf der Strecke - sprich: Das Hörbuch ist in den allermeisten Fällen schlechter als das "normale" Buch. Das sorgt vermutlich durchaus für so manche ungerechtfertigt schlechte Bewertung für die papierne Ausgabe. Aber das ist nicht zu ändern.

Ich bewerte das Hörbuch und ich bewerte es schlecht. Gerade bei Hörbüchern sollte der Produzent damit rechnen, dass es eben nicht, wie ein normales Buch, in aller Ruhe abends im Bett gelesen wird, sondern im Auto, bei der Hausarbeit, beim Joggen ... Das bedeutet, dass die Eindeutigkeit und Klarheit eines Romans in vorgelesener Form noch wichtiger werden als ohnehin schon. Genau hier fängt's aber bei diesem Roman schon an: Die Zeitsprünge, die nicht wirklich definiert werden, sind vollkommen verwirrend, so dass man immer einige Minuten braucht, um sich zu orientieren, wo, bzw. wann wir uns gerade befinden.

Die Geschichte selbst ist langweilig, klischeehaft und einfach uninteressant. Das haben schon so einige vor mir bemängelt.

Näher eingehen möchte ich deshalb erstens auf die fürchterliche Übersetzung. Kann man von einem Menschen, der dafür Geld erhält, nicht erwarten, dass er ein Buch in ordentliches (d. h., verständliches) Deutsch übersetzt?! Vollkommen genervt war ich den ganzen Roman durch von der Formulierung "meine Detective". Das Wort "Detektiv" ist im Deutschen nunmal männlich, daran ändert es auch nichts, dass "the detective" im Englischen sowohl männlich als auch weiblich sein kann. SO kann ich einfach nicht übersetzen! Dann muss ich eben "die Beamtin" oder "die Polizistin" draus machen - oder meinetwegen den "Detective" eben auch männlich lassen, obwohl es sich um eine Frau handelt. "Die Detective" ist schlicht falsch. Dazu kommen nicht falsche, aber unschöne Übersetzungen wie das ständige "Ich bin okay." Auch das wird im Deutschen nicht gesagt - und wenn es uns geläufig vorkommt, dann nur, weil diese Übersetzung im Fernsehen ebenfalls überhand nimmt. Was ist gegen "Mir geht es gut" einzuwenden? Aber da müsste der Übersetzer ja einen Augenblick nachdenken. "Frauenschläger-Shirt" ist ebenfalls eine sehr hübsche Neuschöpfung. Hier hätte man sich wirklich mehr Mühe geben können!

Ja, und dann die Sprecherin ... Die toppt alles! Nicht nur, dass sie die ganze CD durch "Mett" braut! (Ich stellte mir das so bildlich vor, das leckere Mett über dem Bunsenbrenner ...) Zudem wird die Stimme der Sprecherin immer, wenn sie "schreit", nicht laut, sondern einfach nur extrem heiser-quäkig. Zum Schluss konnte ich die Stimme nicht mehr ertragen! Vor allem dieses immer gleiche, lang gezogene "Neiiin" weckte Mordgelüste in mir.

Ich habe die CD zu Ende gehört - aber mit Müh und Not. Einen weiteren Roman dieser Autorin werde ich mir nicht antun.
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am 30. Oktober 2013
Ich habe alle Bücher von Karin Slaughter gelesen.
Dies liegt daran, dass ich Serien mit wiederkehrenden Figuren liebe und nachdem die Reihen von Gerritsen und Deaver, meinen Lieblingsautoren, ausgelesen waren, begann ich diese Reihe.
Die Bücher sind spannend haben aber leider nicht so viel Tiefgang, wie ich mir erhoffte, dafür arbeitet Slaughter mit Effekthascherei - eben Grausamkeiten eines Gemetzels würdig, die ihrem Namen zu Ehren gereichen. Wer dennoch nach einer recht unterhaltenden Serie sucht, der ist hier richtig.

Anbei die Titel in Reihenfolge:

Belladonna
Vergiss mein nicht
Dreh dich nicht um
Schattenblume
Gottlos
Zerstört

Wer dann immer noch nicht genug hat, folgt der Reihe um Will Trent (Atlanta-Serie):

Verstummt
Entsetzen

Dies ist ganz sinnvoll, da die Protagonistin Sara Linton aus der Grant-County-Reihe sich in den folgenden Romanen mit Will Trent aus der Atlanta-Reihe trifft. So geht es dann weiter:

Tote Augen
Letzte Worte
Harter Schnitt

Soweit die Zusammenhänge der Reihe bis zum heutigen Datum.
Natürlich wird es künftig noch weitere Bücher geben, aber ich denke für interessierte Leser, die Reihen von Anfang bis zum Ende lesen möchten (auch wenn darunter der ein oder andere Thriller nicht so gelungen ist), ist diese vorläufige Liste ganz hilfreich.

Fazit: Viel Spaß beim schmökern!
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am 23. Dezember 2009
Bin ja echt ein KS- Fan, aber das hier hätts nicht gebraucht. Verworren,unglaubwürdig und das Ende- nee geht gar nicht. Schade um die ganze schöne Serie. Hätte ich sowas nur geahnt, hätte dies Buch nie gelesen.

KS Brief an die Leser hilft da auch überhaupt nicht!!!
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am 14. Juli 2009
Auf die Inhaltsangabe des 6. Teils von Sara und Jeffrey muss wohl nicht noch mal genauer eingegangen werden, in den Vorrezensionen wurden ausführlich berichtet, wovon dieser Teil handelt.

Das Buch ist von Anfang an super spannend geschrieben, ich konnte es kaum aus der Hand legen. Genauso erging es mir allerdings auch mit den anderen Teilen.

Man wird direkt gefesselt und von der spannenden Geschichte gepackt, die sich eigentlich zum größten Teil um Lena Adams (Jeffreys Deputy) dreht. Da man Lena ja in den letzten Teilen schon recht gut kennengelernt hat, leidet und fiebert man richtig mit in der Geschichte um ihre Herkunft.

Gegen Ende des Buches fügen sich dann fast alle Puzzleteile zusammen!

Dieses Buch (auch alle anderen Teile) sind ein absolutes MUSS für Karin Slaughter Fans! 100 % empfehlenswert!!!

Freue mich auf den nächsten Teil, bin super gespannt, wie es weiter geht!!!
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am 4. Januar 2011
Auch wenn ich schon einige Werke von Karin Slaughter in meinem Stapel ungelesener Bücher habe und von den Amazon-Rezensionen wusste, dass die vorherigen Bände dieser Reihe bekannt sein sollten, habe ich mit diesem Buch angefangen.

Eine Leiche in einem brennendem Auto, eine weitere Leiche mit einem Messer im Rücke und alles steht mit Lena Adams in Verbindung. Jeffrey und seine Frau Sarah setzen sich sofort ins Auto, um Lena zu helfen. Lena befindet sich in ihrem Heimatort in Gewahrsam, reißt jedoch aus, als Jeff ankommt. Nun gilt es die Hintergründe für die Morde, die Lena begangen haben soll, aufzuklären. Meth, Gewalt und Lügen regieren den gesamten Fall.

Der Einstieg in die Geschichte beginnt mit einem Prolog, der Kartin Slaughter Können zeigt. Spannend und Geheimnisvoll wurde ich Zeuge des ersten Mordes. Anschließend kommt ein drastischer Sprung. Statt bei Lena befand ich mich mitten im Gerichtsaal und durfte mir die Verhandlung von Sara durchlesen. Von der vorher aufgebauten Spannung geht es in die komplette Langeweile über. Danach geht die Geschichte zweigleisig weiter. Auf der einen Seite durfte ich an den Ermittlungen von Jeff teilhaben, auf der anderen Seite durfte ich die Geschichte erfahren, wie Lena überhaupt zu diesem brennen Auto kommt. Besonders dieser Teil ist absolut spannend. Für Lena ist dies eine Reise in die Vergangenheit. Ich lernte nicht nur ihre Familie, ihre Familiengeschichte sondern auch die Drogenkarriere ihres Onkels und ihre verkorkste Beziehung zu einem Neo-Nazi kennen. Immer mehr löst sich ein Rätsel nach dem anderen auf. Immer neue Fährten lockten mich als Leser auf eine falsche Spur, sodass das Buch für mich bis zum Schluss wirklich spannend war. Die Mischung aus Aufklärung über die Droge Meth und den amerikanischen Neo-Nazis fand ich sehr gelungen. Allerdings fand ich die Kapitel über Lena wesentlich fesselnder und spannender geschrieben, als die Passagen, wo sich Jeff auf ihre Spuren begibt. Gerade bei diesen Kapiteln bekam ich das Gefühl, dass die Geschichte sehr in die Länge gezogen wurde. Unwichtige Details, irrelevante Spurensuchen, Dialoge und vieles mehr hätten einfach weggelassen werden können. Durch die Spannung in den Lena-Abschnitten fällt dies in meinen Augen besonders auf.

Zum Schluss hin zeigt die Autorin aber wieder, wie gut sie dieses Genre beherrscht. Spannend und überraschend wirkt der Schluss. Wie eine Bombe schlägt dieser Endteil ein. Besonders die letzten Sätze sind zwar zu erahnen, jedoch schockierend, ein Adrenalinschub für jeden Leser. Es ist ein Schluss der in sich das Buch abschließt, aber trotzdem Stoff für ein weiteres Buch dieser Serie sorgt.

Die Sprünge zwischen Lena-Erzählungen und der Suche sind sehr deutlich durch neue Kapitel, aber auch durch Titelüberschriften gekennzeichnet. Ich wusste daher immer an welcher Stelle und zu welcher Zeit ich mich in dieser Geschichte befand.

Als Einsteiger in diese Buchreihe hatte ich nun ständig die Frage, ob ich die Figuren nicht genug kennen würde. Schließlich wurde ich ja gewarnt. Ich kann als Neuling sagen, dass ich ohne Probleme in dieses Buch gekommen bin. Karin Slaughter beschreibt ihre Figuren sehr lebendig, geht auf wichtige Aspekte ein, die wohl aus vorherigen Büchern bekannt sein müssten. Zumindest hatte ich an keiner Stelle das Gefühl schlecht informiert zu sein. Die Figuren, Emotionen, aber auch die Schauplätze wurden dafür einfach zu detailliert und lebendig beschrieben. Besonders in die Protagonistin Lena konnte ich mich gut hineinversetzen. Ihre Situation, die Kindheit und ihre Beziehung sind tragisch und authentisch beschrieben. Als Neuling konnte ich mir nicht mehr wünschen.

Auch die Thematik wurde von der Autorin gut recherchiert. Es ist interessant zu lesen, wie Meth als Droge wirkt, was sie mit den Konsumenten anrichtet und wie der Konsum abläuft. Abschreckend und gut beschrieben von der Autorin. Auch der Aspekt der Neo-Nazi in den USA wird interessant eingebaut. Spätestens nach dem bekanntem Film 'American History X' ist die Nazi-Szene in den USA weltweit bekannt. Wie sie sich zusammensetzt, welche Bedeutung die Tattoos haben und die Entstehung wird detailliert beschrieben. Lernen kann man bei dieser Umsetzung eine Menge.

Empfehlen kann ich das Buch jedem, der Bücher der Autorin gerne liest. Egal, ob andere Werke schon bekannt sind oder nicht, dieses Buch ist sehr gut zu lesen. Man kann auf die Fortsetzung gespannt sein.
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am 9. Dezember 2013
Der Name ist Programm!
Das Englische Wort "slaughter" übersetzt sich am besten mit:
- die Metzelei
- die Schlacht
- das Schlachten
- die Schlachtung

Und genau darum geht es bei Fr. Slaughter. Genüsslich wird ausgebreitet, wie Leute gequält, umgebracht, und den endlosesten Qualen ausgesetzt werden.

Nicht zu vergessen, die genauso genüsslich ausgebreiteten, detaillierten Vergewaltigungsbeschreibungen, die (fast allen) Protagonistinnen oder anderen Figuren weiblichen Geschlechts widerfahren sind. So weiss man genau, wo was reingesteckt wurde. Wichtig für die Story? Egal, Hauptsache man bekommt mit, was für ein schauderhaft gefährliches Pflaster dieses Leben doch ist. Irgendwo in den USA zumindest. Hallo, geht's noch?

Sobald ich darüber nachdenke, kommt mir echt das Schaudern. Wie abgestumpft soll ich eigentlich sein, um diese Aneinanderreihung von Grausamkeiten und Widerwärtigkeiten unterhaltsam zu finden? Sorry, ich liebe Krimis, und erwarte auch, dass dabei meistens 1 oder mehrere Personen sterben und ein paar richtig böse Personen vorkommen, aber ich brauche nicht diese Dichte an Totquälereien, um einen Krimi interessant zu finden.

Die Handlung selbst ist zeitlich wirr in verschiedenen Kapiteln mit Vor-/Präsenz-/Rückblenden dargestellt. Die ganze Zeit über frage ich mich: Warum reagieren die Leute so, wie sie es gerade tun? Warum verhält sich z.B. eine Polizistin wie Lena so völlig abstrus und stampft mal als Rambo, mal als Opfer durch die unterschiedlichen Szenen? Warum geht ein Polizist wie Tolliver mit Ehefrau auf Verbrechertour? Wie kann es sein, dass eine ganze Kleinstadt von ein paar Verbrechern terrorisiert wird? Abstrus, rätselhaft steigert sich die Story zu seinem blutigen Ende. Muss nicht sein.

Zerstört war damit mein drittes und LETZTES Buch von Slaughter.
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am 15. April 2010
Polizist Jeffrey Tolliver hat es nicht leicht. Seine Frau Sara, mit der er bereits zum 2. Mal verheiratet ist, steht bei einem Kunstfehlerprozess vor Gericht und wird nur schwer mit der nervlichen Belastung fertig. Da bekommt er auch noch einen Anruf, dass seine langjährige Kollegin Lena Adams verhaftet wurde und jetzt im Krankenhaus liegt. Sie wurde neben einem ausgebrannten Auto mit einer Leiche darin gefunden. Vor Ort weigert sich Lena irgendetwas zu sagen und bricht dann aus dem Krankenhaus aus. Das bringt Jeffrey Schwierigkeiten mit dem örtlichen Sheriff.
Doch das sollen nicht die einzigen Probleme bleiben. Es wird auf sie geschossen, eine Leiche fliegt durch ihr Hotelzimmerfenster und die Spur führt immer wieder in eine Richtung...
Die Geschichte ist in mehrere zeitliche Ebenen unterteilt, was aber nicht zu irgendwelcher Verwirrung führt, da es schon von Anfang ganz gut ersichtlich ist.
Die Story ist recht flüssig erzählt, dümpelt aber eine Weile vor sich hin, wird aber vor allem zu Ende hin echt spannend.
Zugegeben die Story hat mich am Anfang eigentlich nicht interessiert und die Storyline mit den Neonazis ist auch nicht so der Brüller, aber das Ganze ist relativ spannend gemacht und bietet viele falsche Fährten und Storytwists. Manchmal ist die Spannung auch ein bisschen bemüht und manche Schilderung sind auch bemüht blutig (vor allem gegen Ende hin), aber immer noch im Rahmen ' z.B. im Vergleich mit Cody McFadyen.
Die Charaktere sind zwar nicht besonders tiefgründig, aber auch nicht so platt und eindimensional wie in vielen anderen Krimis, z.B. Cody McFadyen, Kathy Reichs oder auch Agatha Christie. Auffällig ist meinem Empfinden nach aber, dass die Figuren allesamt sehr weiblich geschrieben sind und auch bei den männlichen Figuren offensichtlich wird, dass sie von einer AutorIN geschaffen worden sind. Manche Empfindungen der Hauptfiguren werden unnötig breitgewalzt und immer wieder durchgekaut, das nervt schon ein bisschen.
Die Dialoge sprühen nicht gerade vor Wortwitz und Intelligenz, aber das kann teilweise auch der oben erwähnten, fürchterlichen Übersetzung geschuldet sein.
Allgemein finde ich das Buch ganz gut geschrieben und auch recht spannend gemacht. Die Grundstory ist zwar ein bisschen klischeehaft und vor allem das Ende fand ich ziemlich vorhersehbar ' spätestens seit Jeffreys Gefängnisbesuch hab ich das geahnt - und stellenweise ist das Geschilderte auch einfach nur übertrieben, aber ich fand das Buch unterhaltsam und das ist schließlich das Wichtigste.
Dann muss ich noch mal die schlechte Übersetzung hervorheben und den Übersetzer, Klaus Berr, mal besonders negativ erwähnen. Schon bei einigen Kathy Reichs-Romanen hat er mich mit seiner fürchterlichen Übersetzung gequält, aber dieses Buch schlägt dem Fass echt dem Boden aus und lässt mich wirklich überlegen, ob ich die andern Bücher von Karin Slaughter überhaupt lesen will, denn diese hat er auch "übersetzt".
Als jemand, der Englisch studiert hat und die Sprache generell ganz gut versteht, tut es mir im Herzen weh, wenn ich absolute Fehlübersetzungen sehe, wie "Rolemodel", das mit dem nicht passenden "Rollenmodell" übersetzt wurde, dabei heißt es eigentlich "Vorbild". Das ist ein eklatanter Unterschied.
Bei dem Wort "Frauenschlägershirt" musste ich wirklich einen Augenblick überlegen, was zur Hölle uns der Übersetzer damit sagen will, bis mir in den Sinn kam, dass er wohl ein "wifebeater shirt" meint, das man aber am ehesten mit "Muskelshirt" oder auch einfach "Unterhemd" übersetzen würde. Es mit "Frauenschlägershirt" einfach 1 zu 1 ins Deutsche zu übertragen ist genauso falsch wie dumm und regt mich einfach nur auf. Das hat der "Übersetzer" übrigens auch an vielen anderen Stellen getan und so zum Beispiel das grandios falsche "Sie probierte die Tür" erschaffen, was wohl ursprünglich "she tried the door" - "sie probierte, die Tür zu öffnen" hieß.
Auch schön sind so dämliche eingedeutsche Übersetzungen wie "kristallines Meth", das in Deutschland übrigens auch einfach "Crystal Meth" heißt. Oder einfach konsequent "meine/ihre Detective" zu sagen. Herzallerliebst sind auch Wortschöpfungen wie "Sweatheart", da musste ich echt ein bisschen lachen.
Auch nervig ist der dialektale Einschlag, der sich gern mal in "er war am Steuer gesessen" oder "sie hatte sich einen Schiefer eingezogen" äußert. Ich wusste nicht, was ein Schiefer ist, konnte es mir zwar denken, aber eine korrekte hochdeutsche Übersetzung sieht anders aus.
Nennt mich kleinlich, aber mir kann eine schlechte Übersetzung die ganze Freude an einem Buch verderben. Übersetzer ist sicherlich kein leichter Job, aber wenn man merkt, dass man etwas nicht weiß oder gewisse Ausdrücke einfach nicht kennt, dann sollte man sich Hilfe holen und nicht einfach mit der Holzhammermethode übersetzen. Klaus Berr, wenn du das liest: schreib dich nicht ab, lern übersetzen! So, ich habe fertig.
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am 15. Februar 2011
Nach Karin Slaughters "Verstummt" war ich erfreut, wieder ein e-book von dieser Autorin lesen zu können. Mir hat sowohl der Stil als auch die Story gut gefallen, Spannung ohne Ende und eine schlüssige Auflösung. Und dann das! "Zerstört"!!! Was bei diesem Thriller zerstört wurde, war die Lust am Lesen. (Muss mir als Heilung einen Beckett reinziehen)
Eine an den Haaren herbeigezogene Story, hilflos agierende Polizistin, Opfer, von denen ich bis nach Beendigung des Buches nicht weiß, warum man sie eigentlich umgebracht hat, eine Vereinigung namens "Bruderschaft des weißen Mannes", dessen Aufgaben, Ziele usw. ebenfalls am Schluss unklar bleiben, Korruption ist ebenso im Spiel, wie Drogenmafia, Hooligans und Neonazis. Und das ist noch nicht alles. Da taucht noch ein dümmlicher Ex-Gelibter der Superpolizistin auf, der wegen Gewalttätigkeit gesiebte Luft atmet und verdächtigt wird, vom Gefängnis aus die Fäden zu ziehen, was sich aber als Irrtum herausstellt. Was diese Figur mit der Story am Hut hat - keine Ahnung. Ein pensionierter Polizist schießt auf den Superbullen Jeffrey - warum - keine Ahnung. Ein paar Tote tauchen auf, einer fliegt sogar von außen durch ein Fenster in das Zimmer eines Hotels. (Beachtenswert: Immerhin handelt es sich um einen 90-Kilo Mann). In dieser Machart zieht sich ein verworrener Plot fast 400 Seiten lang dahin. Ich habe dennoch bis zum Schluss durchgehalten. Nach dieser ärgerlichen Aneinanderreihung unlogischer Szenen fiel meine Kinnlade kurz vor dem Ende noch einmal kräftig nach unten. Die Hauptfigur Lena traut sich nicht auf ihren Peiniger zu schießen, aus Angst durch das Mündungsfeuer den ganze Laden in die Luft zu jagen. Diese Szene spielt sich jedoch ab, während auf dem Gasherd vier Flammen brennen und Meth in Keramikschüsseln verbrannnt wird, welches angeblich entzündliche Gase verbreiten soll. Genial durchdacht, oder?
Abgesehen von den unnötigen Zeitsprüngen, die die ganze Geschichte noch verwirrender machen, in die Länge ziehen und absolut nicht nachzuvollziehbar sind, missfällt der Schreibstil und das katastrophale Lektorat. Über die Übersetzung wage ich nicht zu urteilen, aber weniger als einen Stern kann man nicht vergeben. Bei Null Sternen erinnert Amazon daran, den Titel zu bewerten - es hätte ja sein können, dass man dies vergessen hat:-) Also - ein Stern, nur weil es nicht anders geht!
Erst hoch gelobt, dann tief gefallen! Schade, total misslungen!!
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am 26. Dezember 2009
Wie so oft verstricken sich Sara Lintons und Jeffreys persönliche Schicksale mit dem von ihnen zu klärenden Fall.
Detective Lena Adams kehrt in ihre Heimatstadt zurück, um nach ihrem drogensüchtigen Onkel Hank zu sehen und wird in einen Strudel aus Kriminalität und Gewalt hineingezogen, bis sie schließlich selbst zur Verdächtigen wird. Jeffrey uns Sara eilen ihr zur Hilfe und lernen die beschauliche Kleinstadt Reese von ihrer dunkelsten Seite kennen: Korruption, Drogen, Rassissmus und Mord.

Um nicht zu viel zu verraten: Das Leben aller Protagonisten wird durch diesen Roman völlig auf den Kopf gestellt und alle kommenden Romane dieser Reihe von Karin Slaughter werden anders sein, als die bisher bekannten. Das Ende des Buches kommt unerwartet und ist meiner Meinung nach nicht nötig gewesen. Abzuwarten ist, ob die Autórin sich mit dieser Entscheidung einen Gefallen getan hat...

Ansonten: Sehr spannend und lesenswert!
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