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Kundenrezensionen

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am 14. November 2010
Ein Mann, der gerade mal seinen Ausweis, eine Kreditkarte und eine zusammenklappbare Zahnbürste bei sich trägt, keine Tasche, keine Wäsche zum Wechseln, keine Fotos, nichts von Bedeutung.

Man muss noch nicht mal weiter erzählen, dass dieser Mann ein Hüne ist und unglaublich stark, ein Waffenexperte und kaum zu besiegen im Kampf Mann gegen Mann. Auch nicht, dass er ganz klare Regeln und Prinzipien hat. Eingefleischte Fans wissen, von wem die Rede ist.

Der Ex-Militärpolizist Jack Reacher und Hauptheld in der Romanreihe von Lee Child, die mit großer Regelmässigkeit die Spitzenplätze auf den Bestseller-Listen erobert und weltweit eine ergebene Schar treuer und begeisterter Leser aufweist.

Wer die Bücher noch nicht kennt, kann eigentlich jedes Buch lesen, ohne das Vorwissen der vorangegangenen Bände zu benötigen, doch wer einmal angefangen hat mit einem der Reacher-Thriller, wird sich ganz schnell die anderen zulegen und dadurch das Vergnügen noch erhöhen, denn in jedem Buch wird ein wenig mehr über den komplexen und hochinteressanten Charakter von Jack Reacher enthüllt.

Natürlich strotzen die Bücher auch noch vor Spannung und Action-Szenen. Dazu gibt es herrlich lakonische Dialoge und Sätze, wie sie nur Jack Reacher von sich geben kann und für die seine Fans ihn lieben.

Das vorliegende Buch ist der 11. Band der Jack Reacher Reihe und trägt in der deutschen Übersetzung den Titel "Trouble" (im Original "Bad Luck and Trouble").

Warum man sich für einen Einwort-Titel entschieden und dafür ein englisches Wort gewählt hat, können vermutlich nur die Verantwortlichen im Verlag beantworten, aber die letzten Bände der Reihe ("Sniper" und "Way Out") wiesen ja ebenfalls dieses Schema auf - ob das jetzt so sinnvoll ist, eine deutsche Übersetzung mit einem englischen Titel zu versehen, sich dazu eine Meinung zu bilden, mag jedem selbst überlassen sein, doch generell tun sich ja deutsche Verlage schwer damit, gute Titel zu finden, wenn es um Übersetzungen geht.

Doch das sollte keinen davon abhalten, dieses Buch zu lesen, denn mit "Trouble" hat der Brite Lee Child einen Thriller verfasst, der den Leser packt und fesselt und auf allerhöchstem Spannungsniveau zu unterhalten weiß.

Jack Reacher trifft auf drei seiner früheren Kameraden aus Armee-Zeiten. Frances Neagley, Karla Dixon und David O'Donnell finden aus einem tragischen Grund wieder zusammen. Calvin Franz, mit dem sie vor vielen Jahren gemeinsam Dienst bei einer Spezialeinheit der Militärpolizei taten, wurde über der kalifornischen Wüste aus einem Hubschrauber geworfen, nachdem er zuvor unbeschreiblichen Qualen ausgesetzt worden war. Das Opfer lässt eine Frau und einen kleinen Sohn zurück. Drei weitere frühere Militärpolizisten aus der Einheit sind ebenfalls verschwunden.

Es ist an Reacher und seinen Kollegen, mehr über ihr Schicksal herauszufinden.

Gleichzeitig geht es aber auch um Rache für das, was man ihrem Freund angetan hat.
"Die das gemacht haben, sind bereits tot. Sie wissen es nur noch nicht. Niemand wirft meine Freunde aus einem Hubschrauber und lebt weiter, um die Geschichte zu erzählen."

Reacher bringt es klar auf den Punkt - man legt sich nicht mit ihm und den anderen Ermittlern seiner ehemaligen Einheit an.

Damit beginnt eine atemlose Hetzjagd, voller Dramatik, und Spannung.

Das Buch überzeugt auf ganzer Linie und es macht Spaß Reacher im Team mit seinen alten Kollegen ermitteln zu sehen.

Auch wenn die Widersacher etwas blass wirken im Vergleich zu der Urgewalt Reacher, ist dieser Thriller dennoch keine simple Story nach dem ewig gleichen Schema. Lee Child kann dafür viel zu gut erzählen. Das Seelenleben von Jack Reacher wird auf ungewöhnliche Weise näher beleuchtet und macht dieses Buch dadurch noch einen Tick besser. Denn der Autor vermag es, eine wirklich ungewöhnliche Geschichte so packend zu schreiben, dass man Seite um Seite in immer schnellerem Tempo umblättert und einfach nicht mehr aufhören kann, gemeinsam mit Jack Reacher der Lösung dieses Falls immer näher zu kommen.

Viel zu schnell sind die 448 Seiten durchgelesen und eingefleischten Anhängern von Jack Reacher bleibt nur das Warten auf das nächste Buch. Leser, die zum ersten Mal das Vergnügen hatten dem Ex-Militärpolizisten in einem Buch zu begegnen, können sich aufmachen, die bislang veröffentlichten Bände sich zu besorgen und so viele weitere Stunden spektakulären Lesegenusses erleben.

Aus der Jack Reacher Reihe sind bislang auf Deutsch erschienen:

01. Größenwahn (1997) (Originaltitel: Killing Floor)
02. Ausgeliefert (1998) (Originaltitel: Die Trying)
03. Sein wahres Gesicht (1999) (Originaltitel: Tripwire)
04. Zeit der Rache (2000) (Originaltitel: The Visitor)
05. In letzter Sekunde (2001) (Originaltitel: Echo Burning)
06. Tödliche Absicht (2002) (Originaltitel: Without Fail)
07. Der Janusmann (2003) (Originaltitel: The Persuader)
08. Die Abschussliste (2004)(Originaltitel: The Enemy)
09. Sniper (2005) (Originaltitel: One Shot)
10. Way Out (2006) (Originaltitel: The Hard Way)
11. Trouble (2007) (Originaltitel: Bad Luck & Trouble)

Weitere Bände der Reihe sind bereits auf Englisch erschienen:

12. Nothing to Lose (2008) (noch nicht ins Deutsche übersetzt)
13. Gone Tomorrow (2009) (noch nicht ins Deutsche übersetzt)
14. 61 Hours (2010) (noch nicht ins Deutsche übersetzt)
15. Worth Dying For (2010) (noch nicht ins Deutsche übersetzt)

Fünf Sterne für einen weiteren Meilenstein in der Serie um Jack Reacher. Für alle Fans ist zu hoffen, dass die nächsten Bände schnell ins Deutsche übersetzt werden, ansonsten bleibt nur der Verweis auf die englischen Bücher.

Wer Thriller liebt kommt an Jack Reacher einfach nicht vorbei. Unbedingt empfehlenswert und ein großartiges Lesevergnügen.
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am 31. Dezember 2014
Ich bin eigentlich ein leidenschaftlicher Fan von Action-Thrillern. Und so hoffte ich bei Jack Reacher auch von der ersten Seite an gefesselt zu werden von einer Story mit viel Dynamik und überraschenden Wendungen.

Was ich hier erlebte waren langweilige Dialoge, zäher Fortschritt in der Story und dazu noch ein Schreibstil, der mir persönlich nicht zusagt.

Das ist auch eines der ersten Bücher überhaupt, die ich nicht zu Ende gelesen habe.

Aber: Geschmack ist ja immer subjektiv und deshalb muss mir Jack Reacher nicht unbedingt gefallen.
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am 14. Januar 2015
Ehemalige Elite-MP's der U.S. Army, darunter zwei Frauen, finden sich in L.A. zusammen, um den Mord an einem bzw. mehreren früheren Team-Mitgliedern aufzuklären und Rache zu üben. Dabei gehen sie nicht zimperlich vor. Sie kommen auch einem schweren Verbrechen auf die Spur. Das ist von Anfang bis Ende gut zu lesen. Mir hat gefallen, dass der Autor detaillierte Beschreibungen der Handlungsorte und der Action-Szenen liefert, diese Mühe macht sich nicht jeder Schriftsteller in diesem Genre. Er vermittelt auch einen glaubhaften Eindruck der persönlichen und wirtschaftlichen Problematiken von Berufssoldaten, die sich nach langjähriger Dienstzeit im zivilen Leben zurechtfinden müssen.
Da verzeiht man doch gerne, wenn einem nach Abschluss der Lektüre auffällt, dass eine besondere Handlungstiefe, atemberaubender Thrill oder mal eine Prise Humor zum Würzen irgendwie abgegangen ist.
"Trouble" ist der erste Jack-Reacher-Roman, den ich gelesen habe. Ich hatte ihn als Kindle-Sonderangebot gekauft. Ich freu mich darauf, dass ich noch weitere Reacher-Romane von Lee Child lesen kann.
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VINE-PRODUKTTESTERam 9. Dezember 2013
Als Jack Reacher sich mal wieder am Geldautomat ein paar Dollar ziehen will, wird er von einer ungewöhnlichen Einzahlung auf seinem Konto überrascht. Schnell ist ihm klar, daß es sich dabei um einen Notruf aus seiner alten Einheit der MP-Sonderermittler handelt. Durch Frances Neagley, die Reacher nur durch diese Einzahlung erreichen konnte, erfährt er vom Tod ihres ehemaligen Kameraden Calvin Franz bei den Sonderermittlern. Beide sind sich einig, die Sache muß aufgeklärt werden, denn mit den Sonderermittlern legt man sich nicht an!

Wieder ein spannender Thriller aus der Reihe, teilweise muß man schmunzeln über das zuerst nette Klassentreffen der Sonderermittler, das dann aber vom tragischen Tod überschattet wird. Auf jeden Fall wird man nicht enttäuscht und Jack Reacher räumt am Ende wieder mal gnadenlos auf mit den Bösewichten.

Reihenfolge Jack Reacher, nach zeitlicher Abfolge:
1. Die Abschußliste (Nach Erscheinungsjahr Teil 8)
2. Größenwahn
3. Ausgeliefert
4. Sein wahres Gesicht
5. Zeit der Rache
6. In letzter Sekunde
7. Tödliche Absicht
8. Der Janusmann (hier erfährt man auch etwas über Jacks Vergangenheit in der Army)
9. Sniper
10. Way Out
11. Trouble
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am 24. März 2014
Machen wir uns nichts vor: Jack Reacher ist grenzwürdig. Ein ehemaliger Militärpolizist, der außer einer Klappzahnbürste nur die Dinge besitzt, die er am Leibe trägt. Der fast unbesiegbar ist und sich als ausgemachter Anhänger einer freudvollen Selbstjustiz sieht. So etwas ist politisch alles andere als korrekt, aber ... es macht einfach unglaublich viel Spaß!

Hier arbeitet Reacher zum ersten Mal mit anderen Mitgliedern der alten Truppe zusammen, die er bei der Army um sich gescharrt hatte. Einer von Ihnen wurde umgebracht und - wie es im Roman so schön heißt - mit den Ermittlern der Sondereinheit legt man sich besser nicht an. Wie Lee Child den folgenden Rachefeldzug beschreibt, das ist bestes amerikanisches Popcorn-Kino, zwischen zwei Buchdeckel gepresst. Nicht immer logisch, aber wahnsinnig unterhaltsam. Keine hohe Literatur, aber bestens geschriebene Unterhaltung: Für Jack-Reacher-Fans ein absolutes Muss - für mich einer der stärksten Bände der Reihe!
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am 17. Oktober 2011
Zur Reacher-Fangemeinde darf ich mich noch nicht zählen, "Trouble" war erst das zweite Buch, das ich gelesen habe.

Aber dieses hat mir schon besser gefallen als zuvor "Way Out". Zum einen ist die Story - und vor allem das Ende - besser gelungen, zum anderen arbeitet Reacher diesmal ungewohnterweise im Team, was neue Aspekte in seinem Charakter zum Vorschein bringt. Trotzdem bleibt noch Luft nach oben: Lee Child baut kontinuierlich Spannung auf, aber der Schluß kann dann nicht mehr mit großartigen Überraschungen aufwarten. Und daß sich Reacher & Co. trotz brillianter Analysen teilweise völlig verrennen, wirkt irgendwie unglaubwürdig. Aufrecht erhalten muß ich auch meine schon am Vorgänger geäußerte Kritik an den Charakteren: Entweder gut oder böse, und das scheinbar ohne Grund und ohne Abstufungen. Mit dieser Art von Schwarz-Weiß-Malerei beurteilt auch Reacher seine Umgebung - die Bösen sind böse, und sie bekommen auch keine zweite Chance, sondern werden gnadenlos im Schnellverfahren verurteilt und gleich hingerichtet (ich sage nur Hubschrauberpilot).

Der Vergleich vom Klappentext mit "poliertem Stahl" ist daher meiner Meinung nach sehr passend: glatt, hart, kalt, gefühllos, aber elegant, schön anzuschauen. Wer also einen schnellen Action-Thriller ohne Schnörkel und Tiefgang sucht, wird hier bestens unterhalten, man sollte nur nicht zuviel Wert auf die Charaktere legen...
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am 1. August 2014
Zum Inhalt will ich hier nicht viel hinzufügen. Der Schreibstil muß einem gefallen und wenn er das Tut dann hat man hier wieder einen ausgezeichneten Roman mit viel Spannung und Überraschungsmoment. Mir gefällt das es nie langweilig wird und sich hin und wieder in eine andere Richtung bewegt gerade wenn man meint man wüßte es. Es ist weniger ein Kriminalroman bei dem es um die Details der korrekten Ermittlung geht denn mehr ein Action ausgerichteter Krimi. Aber so ist Reacher nun mal und so sollte es auch sein. Wie bereits gesagt wenn man Reacher als Figur mag dann ist das hier lohnenswerter Stoff.
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am 12. September 2013
Das erste Buch fiel mir in einem Buchladen auf, weil der Autorenname besonders gross auf dem Buchrücken stand.
Als Krimi-Fan nahm ich es daher mit und war begeistert.
Nachdem ich es ausgelesen hatte, fuhr ich zu der Buchhandlung und kaufte die restlichen 4 Bücher, die da noch rumstanden. Sie waren genauso gut und spannend geschrieben. Also googelte ich nach dem Autoren und stellte fest, dass es noch einige weitere Geschichten über den Romanhelden Jack Reacher gab. Ich bestellte mir also die nächsten 4 Bücher bei Amazon.
Ich glaube die dann noch vorerst ausstehenden 5 Romane (in Deutsch) werde ich mir zu Weihnachten schenken lassen und auf die Übersetzung der aktuellsten 4 englischen Ausgaben warten.
Meine Empfehlung: Ein Muss für jeden Krimi-Fan
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am 14. Februar 2014
Ein Jack-Reacher-Roman fast wie immer. Nur daß der Held dieses Mal mit ehemaligen Kameraden den gewaltsamen Tod von Kameraden aus seiner alten Einheit ermittelt. Das soll nicht abschätzig wirken. Mich hat das Buch wieder gefesselt, auch wenn es etwas wie eine Wiederholung anderer Romane dieser Reihe wirkt. Für mich fehlten die wirklichen Höhen, die auch Neueinsteiger an die Jack-Reacher-Reihe binden könnten, aber für Kenner des Helden durchaus empfehlenswert.
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am 21. August 2012
Mit der Figur des eisenharten Jack Reacher, hat Lee Child einen Charakter geboren, der an Härt und Gewalt seines Gleichen sucht. Jeder Psychologe, würde bei dem geistigen Status, des ehemaligen Elitepolizisten zweifelsfrei die Diagnose Soziopath diagnostizieren, dazu noch erweitert, um ein hohes Maß an ausgeprägter Gewaltbereitschaft. Um es auf den Punkte zu bringen: Jack Reacher ist ein hochgefährlicher Mann, der aufgrund seiner Persönlichkeit und seiner militärischen Ausbildung zu einer tödlichen Waffe werden kann.

Man ist also besser dran, wenn man diesen Einzelgänger nicht zum Feind hat, ansonsten steigt die Wahrscheinlichkeit eines gewaltsamen Todes zu sterben in exorbitante Höhen.

Lee Child involviert seinen (Anti)Helden Jack Reacher in seinen neuesten Roman „Trouble“ diesmal viel persönlicher, als in seinen letzten Auftritten.

Inhalt

Jack Reacher ist ruhe- und rastlos. Persönliches Eigentum oder Statussymbole sind ihm fremd und bedeuten ihm wenig. Weder hat er einen festen Wohnsitz, noch eine Familie an der sich bindet. Auf sich alleine gestellt, dabei aber auch nicht unglücklich lässt er sich durch die Städte treiben, ohne wirklich ein Ziel vor Augen zu haben.

Er lebt von seinen „Ersparnissen“ die aber langsam zu neige gehen, und er weiß, dass er bald irgendeinen Job annehmen muss, jedenfalls ist dies allzu ersichtlich wenn er sich seinen aktuellen Kontostand betrachtet. Doch als er eines Tages in Portland – Oregon, auf seinen Kontoauszug blickt, staunt er nicht schlecht, denn sein Kontostand ist durch die Gutschrift einer Bareinzahlung um 1030 $ höher. Nach kurzer Überlegung, ist ihm schnell klar, dass es sich hier nicht um einen Irrtum oder einen Fehler der Bank handeln kann. Die Zahl – 1030 ist eine persönliche und dadurch direkte Botschaft, die ihn nun erreicht hat. Der ehemalige Offizier einer militärischen Sondereinheit wird mit diesem Notrufecode konfrontiert und diesen hat er seit Jahren nicht mehr vernommen.

Als Reacher seine Exkollegin Frances Neagley kontaktiert und aufsucht, offenbart sich ihm eine verstörende und beängstigende Erklärung. Einer seiner Kollegen und ebenfalls Mitglied der Sondereinheit die Reacher geleitet ist tot. Calvin Franz wurde gefoltert, seine Beine mit brutalen Schlägen gebrochen und wenig später wurde er über der Wüste Nevadas, aus einem Helikopter in den sicheren Tod gestürzt.

Eiskalte Wut überkommt Jack Reacher. Niemand wirft einen seiner besten Freunde und Kollegen aus ca. Fuß Höhe kaltblütig aus einem Helikopter. Für Reacher sind die Mörder wandelnde Tote, sie wissen es nur noch nicht. Zusammen mit Frances Neagley ruft er die überlebenden Mitglieder seiner alten Einheit zusammen, doch auch hier, erfahren sie wenig später, sind nicht mehr alle am Leben. Es gibt vermisste die sich trotz aller Anstrengungen nicht mehr auffinden lassen.

Für Jack Reacher und die überlebenden Mitglieder seiner alten Einheit wird es nun persönlich, und getrieben von Wut rüsten sie sich zu einem vernichtenden Rachefeldzug. Egal wer es auch sein mag – Reacher wird zum Todesengel...

Kritik

Wer schon einige Romane der Jack Reacher Reihe aus der Feder des Autors Lee Child gelesen hat, weiß dass der Sonderermittler nicht zimperlich ist mit seinem Mitteln und Methoden um ggf. Gerechtigkeit walten zu lassen.

Doch in „Trouble“ ist der Titel alleine eine Merkmal und ein ernstgemeintes Thema und ein fingerpoint für die Handlung des Romans. Für Jack Reacher wird es nun persönlich und da versteht der recht zynische und humorlose Mann keinen Spaß.

Aber Jack Reacher so kalt, grausam und brutal er auch immer sein mag, hier werden ihm durch die Einberufung des ehemaligen Teams, auch sein eigener Charakter und seine sehr individuelle Entwicklung wie ein Spiegel vor Augen geführt. Seine ehemaligen Kollegen haben Fuß fassen können, draußen in der „normalen“ Zivilisation, sie haben sich durch Hochbezahlte Jobs in der Gesellschaft akklimatisiert. Viele sind verheiratet, haben Kinder und dadurch auch einen festen Wohnsitz. Solche Bindungen kann Reacher nur schwerlich nachvollziehen, doch zeigt es sich, dass hinter einer rauen Schale, auch ein weicher Kern existieren kann. In einigen Dialogen wird es ein wenig offensichtlich das Jack Reacher neidisch auf seine Kollegen ist, die ihre Nische offensichtlich gefunden haben, natürlich mit allen angenehmen und auch unangenehmen Annehmlichkeiten des täglichen Lebens.

Jack Reacher ist außerordentlich wütend, und nur noch getrieben von Rachegedanken ist ihm jedes Mittel recht um die Mörder seiner Freunde zu liquidieren. „Trouble“ ist um einiges härter, als man es ohnehin schon aus den anderen Titeln her kennt. Das Rache süß sein kann, interessiert Reacher nicht, für ihn ist Rache ein Gericht das entweder scharf gewürzt oder aber auch eiskalt serviert wird, ohne sich den Luxus einer Vor- und Nachspeise zu gönnen. Seine Konzentration und Willenskraft scheint übermenschlich zu sein, und wie ein treues Uhrwerk gleich, tickt Reacher und sein Team wie eine Zeitbombe.

Auch in „Trouble“ hält sich Reacher nicht lang mit Worten auf. In Sekundenbruchteilen spielt er sich als Ankläger, Richter und Henker auf, so das der eine oder andere Leser durchaus mit Schrecken feststellt, dass Reacher hier zwar der „good Guy“ ist, aber manchmal durch seinen Ausflug in seinem „Bad Boy“ Auftreten nicht gerade durch Sympathie punktet. Auf seinem Rachefeldzug hinterlässt er schon mal „verbranntes Land“, aber so richtig tangiert es ihm nicht, es ist ihm total egal.

Seine anderen Kollegen dagegen zeigen schon mal Verletzlichkeit und Sensibilität, auch wenn sie wie ihr alter und neuer Chef nur auf Rache aus sind. In „Trouble“ wird offensichtlich welche Führungsfigur Jack Reacher in seinem alten Beruf war, und mit welcher Person ihn mehr als berufliche Interessen verband. Aber das sind auch schon die wesentlichen charakteristischen Merkmale Reachers. Sicherlich mehr wie in den anderen Romanen, aber auch ganz sicherlich ist „Trouble“ einer der härtesten Thriller aus der Reihe.

Seine drei anderen Kollegen überzeugen durch ganz unterschiedliche aber auch ausgeprägte Eigenschaften, doch sind sie nichts anderes als willkommene Werkzeuge und lassen sich gerne von Jack Reacher an die Hand nehmen.
Die Handlung ist erstklassig spannend, manchmal allerdings gibt es kleinere Klippen die der Autor aber geschickt umschifft, wenn er den Leser die Dialoge zwischen den Charakteren vor Augen hält und so mit einiges aus der Vergangenheit präsentiert.

Explosiv und auch in hier im Verhältnis zu den anderen Romanen wie „Sniper“ und „Way out“ anders, konzentriert sich Lee Child nicht nur auf ein abschließendes Showdown. Als Schwachpunkt anzusehen sind diesmal die Gegner Reachers, die bei ihm Nachhilfestunden und Brutalität und Kaltblütigkeit buchen könnten. Etwas blass und hilflos wirken diese manchmal und mit der Situation sichtlich überfordert. Ein „Bösewicht“ der in der gleichen Liga wie Reacher selbst spielt, ist bestimmt schwierig zu konzipieren, doch es wäre auch interessant zu sehen, wie sich Reacher gegen einen gleichwertigen Gegner verhält!?

Fazit

„Trouble“ lebt von und mit seiner Figur des Jack Reachers. Mit dieser Figur schafft der Autor Lee Child einen Charakter der wohl in der literarischen Thrillerwelt seinesgleichen suchen muss.

Spannend und abwechslungsreich überzeugt „Trouble“, ohne ins klischeehafte abzudriften. Lee Child Stil eine Handlung plakativ als Leser zu erleben und mitzufiebern, wirkt überzeugend. Doch wohin soll die Reise von Jack Reacher wohl noch gehen? Wann und vor allem wer könnte der Gegner sein, der den Militärpolizisten wirklich herausfordert? In „Trouble“ konnte der Leser schon erleben, wie psychopathisch Reacher sein kann, und hier zeigen sich erschreckende Züge im Charakter. Aber vielleicht ist das genau der Kernaussage des Autors!?

„Trouble“ bietet Spannung und Action auf höchstem Niveau. Brutal – Eiskalt – Unmenschlich – aber ein Garant für Gänsehaut. Hart, Härter – Reacher...eine Steigerung die Programm zu sein scheint.

Prädikat: Lesen Sie „Trouble“ und lernen sie weitere dunkle Eigenschaft von Jack Reacher kennen. Kristallklar zu empfehlen.

Michael Sterzik
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