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Kundenrezensionen

4,2 von 5 Sternen
31
4,2 von 5 Sternen
Der Herr der Tränen (Die Saga von Rostigan und Tarzi, Band 1)
Format: Taschenbuch|Ändern
Preis:9,99 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime


am 23. April 2015
Ich möchte gar nicht groß auf den Inhalt eingehen, sondern eher das beschreiben, was ich gut und was ich schlecht fand. Den einen oder anderen Spoiler kann ich vielleicht dann doch nicht vermeiden, daher sei vorab davor gewarnt.

Gefallen hat mir das Magiesystem, das auf den Fäden beruht, die die Welt quasi zusammenhalten. Die Magier werden konsequenterweise nicht als solche, sondern als "Fadenwirker" bezeichnet. Das ist innovativ und führt zu so mancher interessanter Beschreibung. Auch sind die speziellen Kräfte der Wächter interessant, die alle sehr unterschiedlich sind.
Bei den Charakteren ist mein Eindruck zwiegespalten: Yalenna und Braston, zwei von den durch und durch Guten, blieben mir merkwürdig fremd. Ihnen fehlt die charakterliche Tiefe, weswegen mir ihre Schicksale auch relativ egal waren. Rostigan und Salarkis sind noch am besten gezeichnet, da ihnen eine gewisse Ambivalenz innewohnt, die sie interessant macht. Tarzi, Rostigans Gefährtin, ist blass, eindimensional und in meinen Augen nicht der Rede wert. Forger und Lopollo sind vielleicht noch erwähnenswert, da sie die Geschichte in der einen oder anderen Richtung vorantreiben und auch für Überraschungen sorgen. Womit ich dann auch schon bei der Geschichte selbst wäre: insgesamt ist sie ganz gut aufgebaut und gegen Ende auch leidlich spannend. Wirklich mitgerissen hat sie mich aber nicht. Die Kampfszenen und Beschreibungen von Feindkreaturen fand ich sogar teilweise ein bißchen unfreiwillig komisch. Die Seidenrachen zum Beispiel: lebende Drachenskelette, die von Seidentüchern zusammengehalten werden? Ich weiß nicht, was es ist, aber ich konnte mich mit diesem Gedanken irgendwie nicht anfreunden. Genauso wie die sogenannten Entflochtenen - was sollen die darstellen? Sind das Menschen, die keinen eigenen Willen mehr haben? Sind sie einfach nur auf "böse" umgepolt? Oder sind sie gar eine Art Zombies? So wirklich erklärt wurde das irgendwie nicht. Vielleicht wurde es aber auch erklärt und ich hab's vergessen, was aber kein gutes Zeichen für den Roman wäre, wenn einem so etwas nicht im Gedächtnis bleibt.

Abschließend kann ich sagen, dass man "Der Herr der Tränen" durchaus lesen kann. Man kann es aber auch genauso gut lassen. Abgesehen von dem Magiesystem und ein paar gut angelegten Charakteren gibt es eigentlich nichts, was man besonders positiv hervor heben müsste. Es gibt einen zweiten Teil, "Wächter der Lüge". Den habe ich nicht gelesen, weil ich nach dem ersten Band jetzt nicht unbedingt wissen muss, wie es weiter geht. Ich habe nicht das Gefühl, dass ich etwas großartiges verpasse.
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Worum geht's?

"Gefährlich fängt er an zu munkeln,
der düstre Kerl im Waldesdunkeln."
Zitat S.38

Zum Buch:
Der große Krieger Rostigan durchwandert Aorn, müde von unzähligen Schlachten und ungewolltem Ruhm. Mit ihm reist seine Geliebte, die Bardin Tarzi, die darauf hofft, bald Zeugin seiner nächsten Heldentaten zu werden, um daraus ein neues Lied zu komponieren. Auch wenn Rostigan der Welt den Rücken gekehrt hat, könnte sie bekommen, was sie sich wünscht...
Als ihr Weg sie zu der einst prächtigen Stadt Silberstein führt, müssen sie feststellen, dass es die Stadt nicht mehr gibt, Kein Stein steht mehr auf dem anderen. Sie setzen ihren Weg fort und erkennen die schreckliche Wahrheit. Die Wächter sind aus ihren alten Gräbern hervorgekommen, und das finstere Erbe des Herrn der Tränen wird stärker. Rostigan erkennt, dass ein alter Krieger nicht auf Frieden hoffen darf.

Charaktere und Darstellung:

Eine ausgefeilte und perfekt durchdachte Charakterbesetzung macht dieses High Fantasy Epos zu einem kleinen Meisterwerk. Von der sanftmütigsten Seele bis zum abgrundtief verdorbenen Herzen bekommt der Leser die volle Palette dargeboten. Aber nicht nur die Vielschichtigkeit überzeugt, sondern auch die detailreich ausgearbeiteten Charakterzüge und ihr Ursprung, denn jeder der Hauptprotagonisten hat seine ganz eigene und auch gemeinsame Vergangenheit. Dadurch wirken alle Beteiligten auf ihre Art sympatisch und nachvollziehbar, egal ob gut oder erschreckend bösartig. Vor Allem der widerwillige Held Rostigan hat es geschafft mich, von der erste Seite an, einzunehmen.

"Ja, sie hatten eine wunderbare Zeit, Karrak und Forger, Despirrow und Salarkis. Heere zogen durchs Land, Flüsse färbten sich blutrot, und Karraks Krähen wurden fett, soviele Augen fraßen sie."
Zitat S. 156

Schreibstil/Aufbau/Idee:

Pluspunkte gibt es gibt es für den gelungenen Schreibstil von Herrn Bowring. Kurz und dennoch ausführlich genug beschreibt er die gegenwärtigen, wie auch vergangenen Geschehnisse in diesem Buch. Dabei lässt er gleich zu Beginn viele Fragen, Geheimnisse und Rätsel einfließen, die den Leser ständig fesseln. Auch spannende Elemente und überraschende Wendungen von Anfang bis Ende zeigen, dass dieser Schriftsteller sein Handwerk versteht.
Der Einstieg fiel nicht schwer, weil mit Rostigan und Tarzi ein erfrischendes Duo geschaffen wurde, welches den Lesenden gleich in diese Welt hineinzieht. Geschichtliche Hintergründe und Beschreibungen wurden u.a. durch die Geschichten/Lieder der Bardin perfekt in die Handlung eingebaut. Dazu passend bekommt man im Verlauf einen Einblick in die Sichtweise und Beweggründe der wichtigsten Charaktere, weil immer wieder zwischen jeden Einzelnen gewechselt wird. Kapitel für Kapitel wurde ich so immer tiefer in die komplexen Handlungsstränge hinein gezogen und es kamen keine Verständnisprobleme auf.
Allerdings hätte der Autor gerne noch etwas tiefer auf die Bedeutung/Entstehung der "Großen Magie" eingehen dürfen, denn darauf basiert diese Geschichte.
Die Grundidee ist wirklich genial, wenn auch nichts Neues. Eine fantastische Welt mit einfallsreichen und ausführlich ausgearbeiteten Wesen, einer dunklen Epoche, Schlachten und einem Helden, der gar keiner sein will, haben meine Fantasie konstant auf Hochtouren arbeiten und Bilder formen lassen.
Das dicke Ende kommt am Schluss und hat mich traurig gestimmt, weil ich nun auf den zweiten Teil warten muss.

Fazit:

"Der Herr der Tränen" von Sam Bowring überzeugt vor Allem mit tiefgründigen, einfallsreichen und vielschichtigen Charakteren und einer komplexen, ideenreichen Ausarbeitung. Der Autor bringt die Handlung, ohne Längen, auf den Punkt und beweist damit sein schriftstellerisches Talent. Mich hat diese Geschichte spätestens nach dem ersten Viertel vollkommen in eine andere fantastische, sowie grausame Welt hineinziehen können.
Meine Erwartungen hat dieses Buch weit übertroffen, denn damit hatte ich nicht gerechnet. Nun heißt es sehnsüchtig warten, denn der zweite Teil dieser Dilogie "Wächter der Lüge" erscheint erst am 17. Juni 2014. Von mir gibt es eine klare Empfehlung für dieses Lesevergnügen.

Bewertung:
Inhalt: 4/5
Charakterdarstellung: 5/5
Schreibstil: 5/5
Aufbau: 5/5

Gesamturteil:
5 von 5

©Katies fantastische Bücherwelt
11 Kommentar| 29 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 16. Juli 2014
ein neuer Fantasy Autor zum Genießen und ein Buch was man nicht weglegen kann.

Mit seinem Erstwerk ist Sam Bowring meiner Meinung nach ein großer Wurf gelungen. Er verzichtete konsequent auf Trolle,Zwerge und Elfen und alle deren Abwandlungen. Auch die Magie hat er schön zu etwas anderem umgeformt.

Die Hauptcharaktere sind allesamt sympatisch und entwickeln sich glaubhaft im Laufe des Buches, der Schreibstil ist sehr gut und hält den Leser bei der Stange und spannend ist es auch.

Der Auto nimmt auch bei manchen Szene kein Blatt vor dem Mund und schildert manches sehr brutal und ausführlich (z.B. Folterungen), aber immer stets glaubhaft und passend zum jeweiligen Charakter.
Aber er fügt auch stets Witze und lustige Stellen in sein Werk ein, teilweise da wo es wirklich überraschend ist und auch Ironie findet man in dem Buch.

Kurzum sehr sehr gelungener Einstand, ich habe mir direkt nach dem Ende des ersten Buches, das zweite auf meinen Kindle geladen.

Kurzer Einblick worum es geht:

Rostigan und Tarzi sind Zeuge wie die Stadt Silberstein auf einmal verschwindet und dabei der Himmel sich kurz verdunkelt.

Dort wo Silberstein sein sollte herrscht gähnende Leere und nur ein Geisterhafter Reim hängt in der Luft.

Rostigan hat eine Vorahnung was dieses bedeutet: Die Diebin, eine Wächterin, die ursprünglich mitgeholfen hat den Herrn der Tränen zu besiegen ist zurück.

Die Wächter sind eine Gruppe von Fadenwirkern (Magier) die den verrückten Fadenwirker Regret (Herr der Tränen) besiegt haben. Doch nach dessen Tod gingen seine Fähigkeiten auf die Wächter über, leider auch bei manchen seine negativen boshaften.

Die Diebin wurde durch diese Eigenschaften (Fadenbündel) böse und entstellt und hat die Fähigkeit bekommen, durch Reime alles beliebige verschwinden zu lassen.

Rostigan macht sich sofort auf die Jagd nach der Diebin,

Nach und Nach stellt sich heraus , dass alle Wächter wieder da sind, nachdem diese Ursprünglich gestorben waren. (vor 300 Jahren) und Rostigan stellt sich zum Kampf gegen seine ehemaligen Weggefährten und den entstellten Wesen, die der Herr der Tränen in seinem Herrschaftsgebiet bis heute hinterlassen hat.
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am 5. Februar 2016
"Der Herr der Tränen" ist ein interessanter und kurzweiliger Roman, der vor allem durch seine Interpretation der Magie und seine diversen Erzählperspektiven brilliert.

"Magie" bedeutet in dieser Welt nicht, Feuer, Wasser, Erde o.ä. zu wirken, sondern die Welt an sich an die eigenen Bedürfnisse anzupassen. Jede Materie, jedes Leben in Aorn besteht aus Fäden, Fäden, die diese Materie zusammenhalten und mit der Umwelt in Verbindung setzen. Und diese Magie kann selten, aber effektiv, von einzelnen Personen manipuliert werden, sei es durch Segnungen oder "Anweisungen", durch das Anhalten der Zeit oder das Stehlen ganzer Orte. Dieses Magiesystem ist sehr packend und ich fand es absolut interessant und sympathisch, zumal Magie in dieser Welt per se nichts gutes ist, die Anwendung wirkt sich schädlich auf die Welt aus. Insgesamt fand ich auch die Fadentheorie sehr gut, ein bisschen hat mich das Ganze an "Yoshi's Woolly World" erinnert. Auch interessant ist, wie sich der Schaden an der Welt manifestiert, durch bspw. das Verschmelzen von Gegenständen oder atypische Bewegungsmuster - also ein großes Lob an dieses interessante Magiesystem.

Die Welt "Aorn" ist jedoch leider zu belanglos und absolut austauschbar gestaltet worden. Es ist eindeutig anzumerken, dass die Welt nur Mittel zum Zweck ist, die Geschichte könnte auch in jeder anderen fantastischen Welt spielen. Sie beherbergt typischerweise mehrere Königreiche, Gebirge, Wüsten, Küsten - jedoch ist sie viel zu oberflächlich gestaltet - das ist schade, da durchaus Potential für diese Welt bestanden hätte. Ebenso scheint die Welt - bis auf die Vorkommnisse rund um den Herrn der Tränen - keine bedeutende Historie erlebt zu haben.

Ein weiterer großer Pluspunkt sind die sehr gut ausgearbeiteten Protagonisten. Im Verlauf des Romans begleitet der Leser mehrere Protagonisten, sowohl "gute" als auch "schlechte", auf ihrem Weg. Mir waren alle Charaktere sympathisch, ihre Beweggründe wurden gut dargelegt, und besonders gefallen hat mir auch, dass nahezu kein Charakter rein gut oder schlecht war - sie alle sind ambivalent. Teilweise sind die Schilderungen der Erlebnisse der Charaktere jedoch sehr brutal - allerdings hat mich auch hier erneut der Ideenreichtum des Autors fasziniert.

Resümierend möchte ich also sagen, dass es sich beim "Herr der Tränen" um einen unkonventionellen Betrachtungswinkel der Fantasy handelt, der durch sein großartiges Magiesystem und die interessanten Charaktere punkten kann. Leider ist die Welt nur sehr oberflächlich ausgearbeitet, ich würde den Roman daher nicht zwingend zur High Fantasy zuordnen. Insgesamt ist er jedoch das Lesen durchaus wert und ich freue mich schon auf den zweiten und finalen Teil dieser Reihe!
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am 23. November 2015
Rostigan ist ein alter Krieger und der ewigen Kämpfe und Abenteuer müde. Sehr zum Unwesen seiner Begleiterin, der Bardin Tarzi, die nur zu gerne neue Lieder über seine Heldentaten dichten würde. Als ihr Weg sie zufällig in die Nähe der Stadt Silberstein führt, machen sie eine schier unglaubliche Entdeckung: Die Stadt ist spurlos vom Erdboden verschwunden. Rostigan ist schnell klar, wer dahintersteckt - die Wächter, mächtige Magier, sind zurückgekehrt. Einst vereint im Kampf gegen einen gemeinsamen Feind, sind dessen Kräfte nach seinem Tod auf seine Gegner übergegangen und machten nicht jedoch von ihnen zu einem besseren Menschen. Rostigan gelingt es, die Wächterin zu töten, die für das Verschwinden Silbersteins verantwortlich ist - wobei deren Kräfte auf ihn übergehen. Denn Rostigan ist nicht der Mann, für den er sich ausgibt. Einst war er auch einer der Wächter, der dem Bösen anheimgefallen ist. Man nannte ihn Karrak, den Herrn der Lügen und der Krähen. Doch diesem Leben hat er schon seit Jahren abgeschworen. Doch nun sieht es so aus, als müsse er seine lange nicht genutzten Kräfte wieder benutzen - dieses Mal auf der Seite des Guten, um seine einstigen Verbündeten davon abzuhalten, wieder Angst und Schrecken zu verbreiten...

Ich war nach den ersten hundert Seiten etwas skeptisch, was dieses Buch anging, mittlerweile hat es mich aber doch gefangen. Die Geschichte ist gut erzählt und spannend aufgebaut - man erfährt geschickt verstreut einiges über die Hintergrundgeschichte der einzelnen Wächter. Gestört hatte mich, dass man recht schnell anfängt zu vermuten, dass Rostigan ebenfalls einmal ein Wächter war - aber es zeigt sich, dass dies keinesfalls der Kern der Handlung ist. Eine Sache hat mich aber dennoch irritiert und ich vermute, dass ich hier das große Logikproblem der Handlung gefunden habe: Bei den Ereignissen nach der Wiederkehr der Wächter wird immer dargestellt, dass seine Kräfte nach dem Tod auf andere Wächter, die sich in der Nähe befunden haben, übergehen. Ich verstehe nur nicht, warum das nicht auch vorher geschehen ist, als die guten Wächter ihre bösen Antagonisten getöten haben. (Für Erklärungen wäre ich dankbar.) Ansonsten handelt es sich meiner Meinung nach aber um einen guten Fantasyroman, der Spaß macht zu lesen.
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am 2. Juni 2016
Die Handlung: Rostigan ist ein Schwertkämpfer, der mit der Bardin Tarzi durch die Länder reist. Während Tarzi immer auf der Suche nach neuen, fesselnden Geschichten ist, ist Rostigan des Kämpfens eigentlich müde. Durch ihre Reisen werden die beiden schließlich Zeugen, wie eine totgelaubte Diebin, die ganze Städte verschwinden lassen kann, wieder in Erscheinung tritt und damit nimmt die Story ihren Lauf. Denn auch andere Totgeglaubte erstehen plötzlich wieder auf ... Mehr möchte ich nicht verraten, um Spoiler zu vermeiden.

Das Buch konnte mich anfangs leider gar nicht fesseln. Durch das erste Drittel des Buches habe ich mich daher eher durchgekämpft und ich war schon kurz davor, es nicht zu Ende zu lesen. Dann gab es eine interessante Wendung und das Buch nahm an Spannung zu. Obwohl die Spannung dann auch bis zum Ende gehalten wird, bin ich nicht sicher, ob ich mir den zweiten Band bestellen soll. Auch wenn die Story durchaus interessante Facetten hat, konnte mich dieser Fantasyroman nicht völlig überzeugen. Geduldigere Leser, die auch gerne längere Kampfszenen lesen, finden mit diesem Roman aber sicherlich eine passende Fantasystory.
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am 19. August 2014
Zuerst war ich bei der ersten Beschreibung des Inhaltes doch leicht skeptisch.
Jedoch entwickelt sich die Geschichte in überraschend unkonventionellen Bahnen, wie man sie selten in der High Fantasy findet.
Ich will nicht spoilern, nur so viel: Der Held ist nicht ganz der Held, der er vorgibt zu sein.
Zu kritisieren wäre vielleicht die etwas langweilige Handlung mit dem typischen Oberbösewicht und den klassischen Helden, jedoch macht die weitere Story mit all ihren Intrigen etc. ... dies mehr als wett.
Ein gelungenes Werk, wenn auch mit einigen Schwächen, die leider in Klischees und erzählerischen/logischen Schwächen zu Buche schlagen.
Der neue Tolkien ist Sam Bowring wohl kaum, allerdings auch kein allzu unbegabter Autor.
Eher ein sehr viel versprechender Newcomer der High Fantasy.
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am 15. Dezember 2013
...endlich mal wieder ein "Fantasy" Roman der auf alte Tugenden setzt. Aktuellere Fantasy verlässt sich derzeit ja eher auf sehr detailliert ausgearbeitete Charaktere und tausende von Seiten - und dabei bleibt oft in all den Realismusbestrebungen die Spannung auf der Strecke.
Nicht so beim Herrn der Tränen: Empfand das Buch als sehr erholsam nach einigen dickeren Fantasy-Schinken mit viel zu vielen überflüssigen Seiten. Sam Bowrings Werk startet auf den ersten Seiten etwas holprig, macht aber schon sehr bald schlichtweg Freude beim Lesen - und das nicht erste ab Seite 3xx.
Der Herr der Tränen liest sich flüssig, wenn er auch sprachlich jetzt nicht unbedingt hervorsticht; insgesamt ist der Schreibstil doch recht schlicht gehalten - macht aber nichts, denn der Roman hat andere Werte die weitaus mehr ins Gewicht fallen. Allen voran die etwas an so manches Märchen (im positiven Sinne) erinnernden Charaktere und deren Fähigkeiten.
Diese erinnern dabei eher an ihre Vorbilder alter Schule und somit findet sich ein relativ klarer Gut- Böse-Kontrast - was ich persönlich auch mal wieder als sehr angenehm empfand - dennoch liefert der Autor zu allen seinen Charakteren glaubhafte Geschichten und Wesenszüge, die Ihnen Tiefe verleihen ohne den Lesefluss und die Spannung zu beeinträchtigen.
Zu guter letzt macht es einfach Spass manch eine Charakterenwicklung mitzuerleben - wie z.B. bei Forger, der seine Stärke u. Größe dadurch erlang, dass er anderen Wesen Schmerz zufügt - wovon (seiner Größe) nach etwa 300 Jahren unfreiwilliger Abstinenz aber mit nur wenigen cm nicht mehr allzuviel übriggeblieben ist und selbst eine kleine Spinne unter gigantischen Grashalmen zum nennenswerten Gegner wird.
Auch die anderen Charaktere haben ähnliche Eigenschaften (da werden mittels Reimen ganze Bäume und Gebäude, ja ganze Städte von der Welt getilgt; die Zeit steht still und nur die "Wächter" sind fähig sich zu bewegen, Segen aller Art werden verteilt, und Krähen werden zu Verbündeten)
Das Potenzial das solche Charaktere durch ihre Fähigkeiten bieten ist natürlich enorm und so fiebert man als Leser natürlich dann besonders mit wenn wieder zwei oder mehr Wächter aufeinanderprallen und sie ihre Fähigkeiten möglichst geschickt einsetzen müssen.
Dass dieser verschwenderische Einsatz von Macht natürlich nicht ohne Auswirkungen auf die Umwelt bleibt und möglichst vermieden werden sollte, zeigt schon das bedrohlich wirkende Cover.
Kurzum: Ein Roman, der mit seiner Ansammlung oft märchenhaft anmutender Charaktere und deren recht eindeutigen Gesinnungen nicht ganz in das Bild moderner Fantasy passt, aber (mir persönlich) seit längerem mal wieder ein richtiges Lesevergnügen bereitet hat, bitte mehr davon !
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am 21. April 2014
Zum Inhalt:
Einst waren sie mächtige Fadenwirker, die die Fäden der Großen Magie entwirren und lenken konnten. Dann schlossen sie sich als die Wächter gegen einen wahnsinnigen Feind zusammen, der die Welt ins Chaos stürzen wollte. Sie bezwangen den Herrn der Tränen, aber sie zahlten einen hohen Preis dafür. Teile der verwirrten Magie gingen auf sie über und veränderten sie für immer. Um die Große Magie wieder ins Gleichgewicht zu bringen, beschlossen 2 von ihnen, alle Wächter zu und anschließend auch sich selbst zu töten.
300 Jahre später ziehen der berühmte Krieger Rostigan Schädelspalter und die Bardin Tarzi durchs Land. Rostigan will nur Frieden finden und Tarzi möchte mit ihm ein großes Abenteuer erleben, über das sie ein Lied dichten kann. Es sieht so aus, als wäre Tarzi ihrem Ziel näher als der alte Krieger, denn beängstigende Dinge ereignen sich…

Meine Meinung:
Ja, das ist mal wieder eine Fantasy-Geschichte, die mir richtig gut gefällt. Sie hat nur einen Fehler: wer auch immer auf den „genialen“ Gedanken gekommen ist, sie auf 2 Bücher aufzuteilen , der muss sich Geldmacherei unterstellen lassen. Nicht einmal 900 Seiten hätten auch sehr gut in einen Band gepasst, der dann vielleicht sogar eine der selten gewordenen abgeschlossenen Geschichten enthalten hätte. Aber das ist nun nicht zu ändern und ändert zum Glück aber nichts an der Qualität der Story.

Was Sam Bowring geschaffen hat, sind faszinierende Charaktere mit interessanten Eigenschaften. Jeder der Wächter ist nach dem Sieg über den Herrn der Tränen nicht mehr er selbst und verfügt über Eigenschaften, die ihn einzigartig machen. Wir erfahren rückblickend, was vor langer Zeit geschah und wie sich die einstigen Gefährten verändert, verfeindet und gegenseitig gejagt haben. Nun kehren sie zurück und die 300 Jahre haben ihre Spuren hinterlassen. Und während die Große Magie noch längst nicht „geheilt“ ist, finden sich alte und neue Bündnisse. Schön ist, dass Bowring seine Charaktere nicht auf Gut oder Böse festgelegt hat und ihnen Raum für Veränderung und Entwicklung lässt.

Die 400 Seiten lasen sich fast in einem Rutsch weg. Spannend erzählt, nehmen einen die Geschehnisse wirklich gefangen, um dann aber leider mitten in der Geschichte abzubrechen. Nun bleibt mir nichts anderes übrig, als mir Teil 2 gleich bei Erscheinen zu holen. Dieser fiese Cliffhanger sorgt für einen Stern Abzug (eigentlich nur einen halben, aber die gibt's ja hier leider nicht) und somit gibt es 4 und eine Leseempfehlung an Freunde von Magie und fiesen Charakteren. Aber wartet vielleicht, bis auch der 2. Band erhältlich ist, um dann die Story am Stück verschlingen zu können.

Fazit:
Unterhaltsame spannende Fantasy mit Helden, die viele Ecken und Kanten haben – das macht Spaß!
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am 10. Juni 2014
Inhaltsangabe (Quelle Blanvalet Verlag)
Rostigan ist des Kämpfens müde. Den Ruhm, den er in zahlreichen Schlachten erworben hat, hat er nie gewollt. Dennoch weicht die Bardin Tarzi, die ein Lied über seine nächste Heldentat verfassen möchte, nicht von seiner Seite. Da erreichen sie das einst so prächtige Silberstein, doch die große Stadt mit den weißen Türmen wurde vollständig vernichtet. Rostigan erkennt, dass Tarzis Wunsch erfüllt werden wird. Er wird sich einer neuen Gefahr stellen müssen, der größten überhaupt vorstellbaren. Die Wächter sind zurückgekehrt!

Meine Einschätzung:
Nun habe ich auch den "Herr der Tränen" gelesen und zunächst muss ich sagen, dass ich es gut fand, dass der Verlag eine kleine Anmerkung auf die Rückseite druckte, dass "Herr der Tränen" Bd. 1 eines Zweiteilers ist.

Ansonsten war das Buch ganz okay.
In einigen Belangen erinnerte mich die Handlung ein wenig an "Das Zeitalter der Fünf" von Trudi Canavan, fragt aber jetzt bitte nicht nach, es war einfach so *lach*.

Der Schreibstil war recht angenehm zu lesen, aber nicht so fesselnd wie ich hoffte, denn zu leicht ließ ich mich ablenkne und ich merkte, dass ich stellenweise Absätze einfach nur überflog.

Die Idee hinter der Handlung mutete spannend und interessant an, aber sor richtig hinter den Sinn des Buches bin ich noch nicht gestiegen. Die Handlung plätschert fröhlich vor sich hin ohne nennenswerte Höhepunkte - finde ich zumindest, auch wenn mich der Autor einem wirklich SEHR überrascht hat, doch das war es auch schon.

Bei den Charakteren war mir außer Rostigan keiner wirklich sympathisch. Besonders Tarzi mochte ich gar nicht. In meinen Augen hofft sie zu sehr auf Ansehen und Ruhm und will sich profilieren.
Auch die anderen Wächter rissen mich nicht wirklich vom Hocker. Sie blieben irgendwie blass und farblos.

Alles in allem ein schwacher Fantasyroman, der mich nicht wirklich mitreißen und überzeugen konnte.

Mein Fazit:
3 Sterne - schwache Lektüre, ob ich Bd. 2 lesen were: keine Ahnung.
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