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am 26. November 2014
Worum geht’s?

Immer mehr Jugendliche bringen sich selber um. Eine Selbstmord-Epidemie geht um und nur “Das Programm” kann dem Einhalt gebieten. Besorgte Eltern sehen dies als Hilfe, die Jugendlichen als ihr Ende – denn ihnen werden Erinnerungen gestohlen. Die Erinnerungen, die sie haben krank werden lassen. Doch die Jugendlichen kehren völlig verändert zurück, sie fühlen sich leer.
Sloane würde es daher nie wagen öffentlich ihre Gefühle zu zeigen. Nur bei ihrem Freund James kann sie alle Gefühle herauslassen. Doch plötzlich wird James auch krank und kommt ins “Programm”. Für Sloane bricht eine Welt zusammen, denn James kann sich nicht mehr an sie erinnern und sie sich bald auch nicht mehr an ihn…

Meine Meinung

Ein hartes Thema, das mich teilweise ganz schön mitgenommen hat.

Die Idee einer Selbstmord-Epidemie hat schon etwas sehr erschreckendes und auch gruseliges an sich. So unrealistisch finde ich den Gedanken der Autorin nicht, auch wenn ich mehr in Richtung Überforderung, statt Viren oder Bakterien gehen würde.
Jugendliche im Alter von 13 bis 18 Jahren sind betroffen und können ins “Programm” geschickt werden. In diesem Alter entdeckt und erfindet sich der Mensch immer wieder neu. Gerade in unserer heutigen Zeit, die geprägt ist von (Cyber-)Mobbing, Schnelllebigkeit und Leistungsdruck, kann ich mir gut vorstellen, dass die geistige Gesundheit besonders im Teenageralter leiden kann.

Die Autorin spricht mit ihrem Buch auf jeden Fall ein Thema an, das mich berührt hat. Beim Lesen habe ich das ein oder andere Mal einen dicken Kloß im Hals runterschlucken müssen und ein bisschen Pipi in den Augen hatte ich ebenfalls. Für mich ein atmosphärisch dichtes Buch, das einen zum Nachdenken bringt.

Suzanne Youngs Schreibstil und die Ausarbeitung der Charaktere haben mir gut gefallen. Ich konnte mich sehr gut in die einzelnen Personen hineinfühlen und auch mit ihnen mitfühlen. Trotz des eher schwierigen Themas hat es die Autorin geschafft mich am Ball zu halten. Mir wurde es in keinem Moment zu viel, zu lang oder zu schnulzig. Vielleicht aber auch, weil ich gerade in einer etwas schnulzigen Stimmung bin.

James und Sloane sind für mich authentische Charaktere. Keiner versucht den Helden zu spielen, sie zeigen Gefühle und sind nicht zu übertrieben gezeichnet. Ich habe mich mit den beiden wohlgefühlt.

Bei “Du. Wirst. Vergessen.” steht ganz eindeutig die Liebe im Vordergrund und gar nicht das Warum. Der Leser erfährt nichts über die Hintergründe der Epidemie, es geht hauptsächlich darum, was die Jugendlichen fühlen und erleben. Und um “das Programm”, das von den Eltern geliebt und von den Teenagern gefürchtet wird.
Bis kurz vor Ende des Buches dachte ich noch, ich würde einen Einzelband lesen, doch da täuschte ich mich gewaltig. Es wird definitiv noch eine Fortsetzung geben, die allerdings erst Februar 2015 erscheinen wird. Ich könnte mir gut vorstellen, dass in Band zwei etwas mehr auf die Hintergründe der Epidemie und des “Programms” eingegangen werden.
Normalerweise stört es mich kaum etwas über die Hintergründe zu wissen, hier war es mir eigentlich egal. Ich wollte einfach nur wissen was aus Sloane und James wird. Ich glaube, ich werde auf meine alten Tage hin doch noch romantisch.

Fazit

Insgesamt ein lesenswertes Buch, bei dem man jedoch mit etwas feuchten Augen rechnen muss. Suzanne Young konnte mich mit ihrem Schreibstil und der Authentizität begeistern, so dass ich es ihr noch nicht einmal übelnehme, dass ich nun eine weitere angefangene Reihe habe, die ich noch nicht beenden kann.
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am 23. August 2013
Buchgestaltung

Wenn ich mich für eines der Cover entscheiden müsste, würde ich meinen Punkt der deutschen Aufmachung geben. Ich finde diese hat etwas ziemlich Energisches und Ausdrucksstarkes an sich. Das Mädchengesicht spiegelt gut Sloanes Wut wieder und der Titel gefällt mir ebenfalls sehr viel besser. Bei dem englischen wüsste ich nicht wirklich, wer denn da neben Sloane steht. Realm oder doch James?! The Program ist auch nicht gerade einfallsreich, wenn es um „Das Programm“ geht xD

Meinung

Du.Wirst.Vergessen. - Ist ein Roman, der mich etwas zwiegespalten zurücklässt. Wie meine Meinung zum Buch, lässt sich auch die Geschichte für mich praktisch in zwei Teile spalten. Der Anfang des Buches hat mir unheimlich gut gefallen! Dies ist nicht das erste Buch der Autorin, das ich gelesen habe und ich finde ihren Schreibstil ganz wunderbar einfühlsam! Das ist meiner Meinung nach auch eine der größten Stärken des Romans: Die Gefühle der Charaktere sind greifbar und nachvollziehbar.

Sloane war ein Charakter mit dem ich schnell und gerne klargekommen bin. Ich mochte sie sehr. Ihre Art und Weise in der etwas verquerten Welt klarzukommen hat sie mir sympathisch gemacht. Sofort habe ich sie als eine Figur empfunden, die viele Ecken und Kanten hat, auch, wenn sie zu Beginn ein klein wenig naiv gehandelt hat. Ich fand die vielen Beschreibungen von ihrer Beziehung zu James echt toll! Das hat beiden viel Tiefgang verliehen, was besonders gut war, da James im Roman doch überraschenderweise eine eher kleine Rolle spielt und nicht oft aktiv an der Geschichte teil hat. Jedes Mal, wenn ich in die gemeinsame Vergangenheit der beiden geworfen wurde, überkam mich etwas sehr Wehmütiges, weil die Autorin sehr realistisch schildert, wie sehr die beiden sich lieben. Dieses Gefühl wurde auch nie dazu benutzt Kitsch oder Klischees in die Handlung zu schreiben, was ich als sehr erfrischend empfunden habe.

Ich muss sagen, das bis circa Seite 100 nicht wirklich viel passiert. Man wird in Handlung und Geschehen eingeführt, aber trotzdem hatte der Roman eine sehr fesselnde Atmosphäre, die mich in seinen Bann gezogen hat. Das lag an dem sehr melancholischen und bedrückendem Thema, das der Idee zugrunde liegt: Eine Selbstmord-Epidemie! Das ganze Konzept im Buch ist sehr interessant gestaltet. Leider gibt es eine ganze Weile kaum Informationen zum „Programm“ und auch im späteren Verlauf der Geschichte wird mehr Wert auf andere Dinge gelegt, als ein paar grundlegende Dinge zu erklären. Das war so einer der Punkte, die mich zwar nicht unbedingt gestört haben beim Lesen, aber die mir doch im Gesamtbild gefehlt haben. Es werden viele Theorien und Ereignisse angerissen, aber nie genau erklärt, warum denn nun die Selbstmord-Epidemie vorherrscht oder wie exakt es dazu kam.

Dabei darf man sich das Buch keinesfalls als futuristisches Jugendbuch vorstellen oder gar Fantasy. Ich finde der Roman fällt mehr in die Kategorie „Thriller“ da hier viel Spannung in Form von inneren Konflikten und Rätseln auftaucht. Im Prinzip gleicht das Setting unserer Welt, bis auf die genannte Krankheit und das „Programm“ welches sich um gefährdete Jugendliche kümmert. Die erste packende Wende bekommt der Plot, als Sloans Freund James eingeliefert wird und kurz darauf auch sie selbst. Kaum in der Anstalt gibt es viele Dinge, die dem Leser nicht verborgen bleiben und die er im Gegensatz zu Sloane sofort begreift. Dennoch geschehen dort enorme Grausamkeiten, die besonders durch Sloanes Hilflosigkeit aufs Gemüt drücken und zum mitfiebern anregen!

Man steht vor unzähligen Fragen und muss mitansehen, wie Sloane durch die Mangel genommen, belästigt und unter Drogen gesetzt wird. Das wirklich Schlimme war einfach, das alles hier einem Teufelskreis gleicht, aus dem es kein Entkommen gab und das machte die Verzweiflung der Charaktere sehr authentisch. Die Handlung nimmt viel an Fahrt auf, als ein neuer Charakter auf die Bildfläche tritt: Realm. Er ist nicht so schnell zu durchschauen und sorgt für viele, gute Wendepunkte im Buch. Was ich super fand war, die Entwicklung die Sloane dank ihm durchmacht. Durch die Freundschaft zu ihm wird sie wieder stärker und endlich aktiver.

Im Programm werden den Jugendlichen nämlich sämtliche Erinnerungen genommen, die an Personen erinnern, die sie verloren haben. Das macht diese aber mehr und mehr zu emotionslosen Robotern und Sloane möchte auf keinen Fall ihre Liebe zu James vergessen. Doch leider gibt es dafür kaum Hoffnung...die Autorin hat hier sehr einfühlsam geschildert, welche Macht Gefühle haben können.

Im zweiten Teil des Buches geht es viel um das Leben im Programm und das fand ich ehrlich gesagt weniger fesselnd als die Parts davor. Nach einer Weile pendelt sich eine gewisse Routine ein: Therapie, Tabletten, Aufenthaltsraum und das wurde mir schnell zu eintönig. Gegen Ende bekommt der Roman aber wieder neuen Schwung, weil ein paar Wendungen folgen, die Sloane schocken und aus ihrem komartigen Zustand reißen. Auch die Nebenfiguren rückten ein klein wenig mehr in den Vordergrund und das Buch endet sehr zufriedenstellend. Ich bin auch eigentlich der Meinung, das ein Folgeband nicht unbedingt notwendig ist ;) Trotzdem bin ich sehr gespannt womit und vor allem mit wem es weitergeht :)

Fazit

Das Buch hat mir wirklich gut gefallen, aber es gab auch eine Durchhänger in der Geschichte, die besonders im zweiten Teil etwas zu zäh wurden. Die Atmosphäre, die Charaktere und auch die Idee konnten mich dafür voll und ganz überzeugen. Mehr Info-Dumping und ein bisschen Action hätte der Geschichte dennoch gut getan.
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am 15. September 2013
Kurzbeschreibung:
Ergreifend, spannend, romantisch – ein Roman, der einen nicht mehr loslässt
Nur das »Programm« kann der grassierenden Selbstmord-Epidemie unter Jugendlichen noch Einhalt gebieten. Für besorgte Eltern bedeutet es Hoffnung, für die Jugendlichen das Ende. Denn jeder, der zurückkehrt, ist ohne Erinnerung – und ohne Emotionen. Niemals würde Sloane es wagen, öffentlich Gefühle zu zeigen. Nur bei ihrem Freund James kann sie sie selbst sein. Seine Liebe ist ihre einzige Stütze in einer gefühlskalten Welt. Aber dann bricht James plötzlich zusammen! Als das »Programm« ihn holt, weiß Sloane, dass nichts mehr so sein wird, wie es war. Sie muss um James‘ Liebe kämpfen – und um ihrer beider Erinnerungen …
(Quelle: Blanvalet)

Meine Meinung:
Die 17-jährige Sloane lebt in einer Welt ganz anders als wir sie kennen.
Bereits ihre beste Freundin hat sie an „Das Programm“ verloren und muss auch weiterhin zuschauen, wie Mitschüler eingesammelt und abgeführt werden. „Das Programm“ nimmt ihnen alle Erinnerungen. Es sorgt dafür, dass die Jugendlichen wieder glücklich werden, in einer Welt wo die Selbstmordrate bei Jugendlichen besonders hoch ist.
Sloane ist gezwungen mit einem Lächeln herumzulaufen, da sie sonst auch als depressiv angesehen werden könnte und eingesammelt werden würde.
Dann aber nimmt sich einer ihrer Freunde plötzlich das Leben und ihr Freund James kommt damit überhaupt nicht klar. Er wird auch in „Das Programm“ gesteckt.
Sloane muss sich etwas einfallen lassen um James zu retten und wird so auch zu einer Patientin. Allerdings mit schwerwiegenden Folgen für ihr Gedächtnis …

Der dystopische Roman „Du. Wirst. Vergessen“ stammt aus der Feder der Autorin Suzanne Young.

Die Charaktere, die sich die Autorin ausgedacht hat, sind alle sehr unterschiedlich und authentisch.
Sloane ist eine eher ruhige Person. Sie ist sehr auf ihren Freund James fixiert. Zuerst denkt man als Leser, dass dies ein Problem ihrerseits sein könnte, doch es wird recht schnell klar, er ist ihr Halt und gibt ihr Sicherheit. Sloane musste bereits sehr viel einstecken, hat viel erlebt in ihrem bisherigen Leben. Im Handlungsverlauf wird aus der ruhigen Sloane eine starke junge Frau mit einem eigenen Willen. Sie stellt sich den Herausforderungen und Hindernissen und versucht dies so gut es geht zu meistern.
James ist ein ziemlich komischer Typ. Ich habe mich mehrfach gefragt was Sloane an ihm findet. Er denkt nicht nach bevor er handelt, ist launisch und dadurch mitunter auch recht anstrengend. James möchte Sloane gerne beschützen, doch dies gelingt ihm nicht wirklich. Nach dem „Programm“ wirkt James realistischer, denn er zeigt mehr und mehr, dass er auch ängstlich sein kann.
Realm ist eine Person die bereits im „Programm“ drin ist. Dort lernen sich er und Sloane kennen. Man merkt aber als Leser das er da eigentlich gar nicht hingehört. Realm ist schwer einschätzbar und man bleibt eigentlich bis zum Schluss eher im Unklaren was er eigentlich möchte. Seine mehr als freundschaftlichen Gefühle für Sloane bringen ihn öfter in schwierige Situationen.

Die Nebenfiguren bleiben eine ganze Zeit lang eher nebensächlich. Erst zu Ende hin wird manch einer von ihnen ein wenig mehr in den Mittelpunkt gerückt.

Der Schreibstil der Autorin ist leicht lesbar und eher jugendlich gehalten.
Der Einstieg in die Handlung fällt hier recht leicht. Es braucht nicht lange und man ist in Suzanne Youngs Zukunftsvision gefangen.
Obwohl man als Leser auf den ersten Seiten eher ruhig ins Geschehen eingeführt wird, so ist man als Leser dennoch gefesselt und kann nicht aufhören zu lesen. Im Mittelteil allerdings gibt es dann ein paar kleiner Längen, die man vielleicht hätte vermeiden können. Vielleicht wollte die Autorin mehr als möglich war. Der zweite Buchteil dann ist sehr spannend und mitreißend gestaltet. Er befasst sich hauptsächlich mit dem „Programm“.
Zum Ende hin kommt nochmals neuer Schwung ins Geschehen. Es gibt Wendungen, die man so nicht erwartet hat.

Das Ende selber hat mich mehr als befriedigt zurückgelassen. Es wirkt abgeschlossen und eine Fortsetzung ist meines Erachtens nicht nötig.

Fazit:
„Du. Wirst. Vergessen“ von Suzanne Young ist eine unheimliche Zukunftsvision.
Die tolle Idee, die authentischen Charaktere und eine fesselnde Handlung konnten mich trotz kleiner Längen zwischendurch überzeugen.
Absolut lesenswert!
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am 3. September 2013
Das Cover:
Ich finde das Cover nicht wirklich schön. Ein Gesicht, das wie gezeichnet aussieht und emotionslos, vielleicht ein wenig wütend ausschaut. Okay, bei der Story kann ich diesen Gesichtsausdruck verstehen, aber wirklich ansprechend ist das Cover nicht. Ich hätte mir das Buch nicht gekauft, wenn ich nur das Cover gesehen hätte. In der Mitte ist das Gesicht der jungen Frau ganz zu sehen, links und rechts der jeweilige Teil der Gesichtshälfte.

Die Geschichte:
Seit in den USA so viele Jugendliche unter 18 Jahren Selbstmord begannen haben, und somit eine Epidemie ausgelöst haben, hat das Land in verschiedenen Orten ein Präventionsprojekt gestartet, das sich das ‘Programm’ nennt. Jugendliche, die suizidgefährdet sind, werden gemeldet und in das ‘Programm’ gebracht. Dort sollen die Jugendlichen von der Krankheit geheilt werden, doch erinnern sie sich nach der Behandlung nicht mehr an den schmerzlichen Teil der Vergangenheit. Sloane ist 17 und hat durch Selbstmord ihren Bruder verloren, weshalb sie sowieso als labil gilt. Gefühle zeigen ist tabu, denn das würde zeigen, wie labil sie ist. Nur bei James, ihrem Freund, kann sie sie selbst sein und ihre Gefühle ausleben. Doch nach einem grauenvollen Vorfall ist James nicht mehr er selbst und schon bald holt ihn das ‘Programm’. Sloane weiß, dass sie etwas tun muss, um James zu retten. Und so wird auch Sloane eine Patientin des ‘Programms’, jedoch mit fatalen Folgen für ihr Gedächtnis …

Meine Meinung:
Gleich am Anfang muss ich sagen: Die Idee ist der Hammer! Eine Zeit, in der Jugendliche so depressiv sind, dass sie den Freitod wählen und sich umbringen. Das verbreitet sich wie eine Epidemie, da die Familienmitglieder und/oder Freunde von der Trauer so überwältigt sind, dass sie nicht mehr leben wollen und auch Suizid begehen. Es ist quasi ein Teufelskreis. Alle unter 18, die so depressiv sind, werden in das ‘Programm’ geschickt, um da wieder ‘geheilt’ zu werden. Bei Sloane ist der Bruder gestorben und das hat die Familie runtergezogen. Als dann ein unvorhergesehener Tod eintritt, wirft das James und Sloane auch total aus der Bahn. Und das, obwohl die beiden wirklich unglaublich süß zusammen sind. Doch das verändert sich aufgrund des Vorfalls schnell. Natürlich wird es besonders spannend, als James erste depressive Anzeichen zeigt und ins ‘Programm’ gebracht wird. Da muss Sloane natürlich hinterher, um James zu retten und um herauszufinden, was wirklich mit den Jugendlichen angestellt wird. Und es war ziemlich schockierend, wie das ‘Programm’ das anstellt. Der Vorgang geht so heimlich voran, dass Sloane es kaum merkt. Doch trotz allem wird Sloane mir im Laufe der Geschichte sympathischer. Besonders angetan hat es mir Realm, auch wenn ich mit seinem Geheimnis nicht gerechnet habe. Er ist einfach nett zu Sloane und er scheint sie wirklich mehr als gern zu haben, denn man merkt seine Zuneigung. Dazu muss ich sagen, dass das Buch gut geschrieben und flüssig zu lesen ist. Leider ziehen sich manche Stellen extrem doll und ich musste mich manchmal sehr am Riemen reißen, um weiterzulesen. Aber trotzdem ist die Geschichte gut ausgedacht und geschrieben. Am Ende muss ich noch sagen, dass ich den deutschen Titel im Vergleich zum Originaltitel zuerst nicht so toll fand, aber im Laufe der Geschichte wird er immer bedeutender und im Nachhinein muss ich gestehen, dass ich den Titel gut gewählt finde. Nur das Cover, das bleibt ein Fehlgriff. Das Ende von ‘Du. Wirst. Vergessen.’ lässt Raum für eine Fortsetzung und diese wird im Original ‘The Treatment’ heißen und 2014 auf Englisch erscheinen.

Meine Bewertung:
Mit dem Programm für suizidgefährdete Jugendliche hat Suzanne Young meiner Meinung nach einen klasse Plot auf die Beine gestellt. Daraus gemacht hat sie eine gute und interessante Geschichte, die an manchen Stellen jedoch leicht langweilig wird. ‘Du. Wirst. Vergessen.’ bekommt von mir vier Sterne.
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am 21. Oktober 2013
Rezension zu dem Buch
„Du. Wirst. Vergessen“ von Susanne Young

Buchdetails
Erscheinungsdatum Erstausgabe : 19.08.2013
Aktuelle Ausgabe : 19.08.2013
Verlag : Blanvalet
ISBN: 9783442269211
Flexibler Einband: 450 Seiten
Sprache: Deutsch

Die Autorin:

Suzanne Young ist eine amerikanische Schriftstellerin. Nach ihrem Abschluss in Creative Writing gab sie als Lehrerin mehrere Jahre lang Sprachunterricht. Suzanne lebt momentan in Tempe, Arizona, wo sie Ideen für neue Romane auf Restaurantservietten kritzelt, während sie Burritos isst.

Zum Inhalt:

Eine Epidemie ist ausgebrochen. Jugendliche beginnen Selbstmord. Um die Epidemie ein zu dämmen, wurde das „Programm“ erfunden. Doch alle die zurück kommen, haben große Gedächtnislücken und sind nicht mehr sie selbst. Wer Gefühle wie z.B. traurig sein zeigt, gilt als Gefährdet und wird weg geschickt.
Sloane zeigt niemals Gefühle. Nur bei Ihrem Freund James kann sie „richtig Mensch“ sein. Doch dann nimmt Mann Sloane Ihren ein zigsten Halt den Sie noch hat: James.

Meine Meinung:

Cover: Das Cover ist sehr schön gestaltet. Besonders der Schriftzug Du.Wirst. Vergessen gefällt mir gut. Sloans Gesicht ist drei Mal abgebildet. Der Gesamteindruck ist sehr ansprechend.

Das Buch hat mir gut gefallen. Der Schreibstil ist sehr flüssig und lässt sich gut lesen. Innerhalb kürzester Zeit, hat man einen guten Einblick in die Welt die, die Autorin geschaffen hat.

Der Spannungsaufbau ging mir etwas zu langsam. Erst zum Mittelteil beginnt es richtig spannend zu werden. Am Anfang blickt mir die Autorin etwas zu oft in die Vergangenheit. Hier hätte ich mir etwas mehr Gegenwart und ein schnelleres Tempo gewünscht. Zum Ende hin ist das Buch richtig gut.

Die Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet. Besonders die Hauptcharaktere wie Sloane, James, Realm sind gut beschrieben. Aber auch Nebencharaktere wie Schwester Kell wirken sehr authentisch.

Besonders gut hat mir gefallen, dass es ein Ende ist mit dem ich nicht gerechnet hätte. Ich möchte hier jetzt nicht mehr verraten, aber es ist interessant und lohnt sich.

Mein Fazit:

Ein absolut gutes Buch. Leider anfangs etwas schleppend. Deswegen ziehe ich einen Stern ab. Aber ansonsten, habe ich nichts aus zu setzen. Ich hoffe es gibt einen zweiten Band!

Ich vergebe 4 von 5 Sternen!

Weitere Infos und eine Leseprobe findet Ihr hier:

[...]
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am 14. Januar 2014
Erster Satz

"Die Luft in dem Raum schmeckt steril."
aus "Du. wirst. vergessen" von Suzanne Young, blanvalet Verlag, S.9

Meinung

Zum Inhalt werde ich dieses Mal nichts sagen, denn ich finde, dass der Klappentext dafür absolut ausreichend ist. Wenn ich jetzt noch mehr verraten würde, wäre einiges an Spannung vertan.

Suzanne Young hat einen relativ einfachen, leicht verständlichen und flüssigen Schreibstil. Man kommt gut voran, bleibt an keinen ausschweifenden Beschreibungen hängen und die Spannung nimmt Seite pro Seite immer mehr zu.

Die Protagonisten wirken anfangs ziemlich farblos und kalt, obwohl die Liebesbeziehung zwischen James und Sloane ziemlich weit im Vordergrund steht. Allerdings hat diese immer einen bitteren Beigeschmack aufgrund der äußeren Umstände und dem sozialen Druck des "Programms". Der Autorin ist es sehr gut gelungen diese Beziehung innerhalb der verkorksten Gesellschaft darzustellen.

Im weiteren Verlauf der Geschichte ändert sich der erste Eindruck auf die Protas jedoch zunehmend und die Charaktere werden um einiges klarer und glaubwürdiger. Sloane und James sind mir sogar richtig sympathisch geworden und mir sehr ans Herz gewachsen.

Die Geschichte an sich ist überaus spannend und die Aspekte des "Programms" sind wirklich erschreckend realistisch dargestellt. Die ganze Zeit über hatte ich allerdings immer eine Frage im Kopf:
"Warum steigt die Selbstmordrate stetig? Aus welchem Grund?"

Darauf habe ich leider keine Antwort bekommen. Ich hoffe allerdings, dass das im zweiten Band noch aufgeklärt wird. Es gibt nämlich schon einige Anspielungen auf weitere Hintergründe und Unstimmigkeiten der Theorien innerhalb dieser dystopischen Gesellschaft werden erwähnt.

Dieser Auftakt zu einer Reihe über ein Programm, das eine Selbstmord-Epidemie eingrenzen soll, ist wirklich gelungen. Ab dem zweiten Drittel zieht einen die Story richtig in den Bann und das Buch ist nur sehr schwer aus der Hand zu legen. Ich habe auf jeden Fall Heißhunger auf den nächsten Band.

Fazit

4,5/5 Eulen
Der erste Band der Reihe "The Program" hat mir nach kleinen anfänglichen Schwierigkeiten dann doch noch sehr gut gefallen. Die Geschichte ist erschreckend realistisch dargestellt und regt zum Nachdenken an. Außerdem ist sie ab dem zweiten Drittel so spannend, dass sich das Buch nur schwer aus der Hand legen lässt. Eine klare Empfehlung an alle Dystopien-Fans!
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am 16. September 2013
°°° Meine Meinung °°°

Wie bereits erwähnt, ist der Kurzinhalt schon voller Spannung und macht deutlich, dass es sich hier um ein Jugendbuch handelt, das den Dystopien zugeordnet wird. Auch ist sofort klar, dass es sich nicht nur um pure Action handelt, sondern die Liebe eine wichtige Rolle spielt. Diese Mischung mag ich persönlich sehr gern, denn die beste Dystopie taugt nichts ohne einen emotionalen und eventuell romantischen Anteil.

Das Cover des Buches ist im Zusammenhang mit der Geschichte gut gewählt. Das geteilte Gesicht der jungen Frau deutet an, dass die Protagonistin um ihre Persönlichkeit zu kämpfen haben wird. Ihr Kopf wurde quasi geteilt und dennoch steht er als Ganzes im Mittelpunkt. Wenn man die Geschichte gelesen hat, wird die Motivwahl noch einleuchtender.

Du.Wirst.Vergessen. wird aus der Perspektive der 17jährigen Protagonistin Sloane erzählt. Sie muss mit dem Verlust ihres Bruders, der sich das Leben genommen hat, umgehen und darf zeitgleich keinerlei negative Gefühle wie Trauer, Einsamkeit oder Aggression zeigen. Denn sollte sie sich dazu hinreißen lassen, begibt sie sich unmittelbar in Gefahr. Ihre stets wachsamen und alarmierten Eltern können sofort "Das Programm" auf den Plan rufen und Sloane zur "Genesung" abholen lassen.
Sloane zeigt sich stets sehr kontrolliert und darauf bedacht, ihre Gefühle nicht zur Schau zur stellen; lediglich der Leser hat Einblick in ihr Herz und ihre Gedanken. Auch drücken sich ihre wahren Empfindungen in ihrer Beziehung zu James aus, der stets an ihrer Seite ist und ebenfalls alles Notwendige tut, um dem "Programm" zu entgehen. Ihre Liebe zueinander scheint im gesamten Buch das einzig Positive zu sein. Drumherum ist die Stimmung eher bedrückend, fast beängstigend und ich habe mich immer wieder fragen müssen, ob ich als sehr emotionaler Mensch jederzeit in der Lage wäre meine Emotionen derart zu kontrollieren.

Das Buch ist in drei Teile aufgeteilt, welche Sloane vor dem Programm, währenddessen und nach der Therapie darstellen. Ist sie anfangs stark, fokussiert und die Vorsicht in Person, wird sie während ihres Aufenthalts im "Programm" fast schon gebrochen und kann nur mit Mühe an dem festhalten, was ihr bisheriges Leben ausgemacht hat. Auch James musste das "Programm" durchlaufen und muss darum kämpfen, an sein vorheriges Leben anknüpfen zu können.
Als ich feststellte, welche Phasen Sloane durchlaufen wird, dachte ich, dass es doch gar nicht funktionieren kann, eine von ihren Erinnerungen befreite Sloane die Geschichte weitererzählen zu lassen. Ich habe mich getäuscht! Gerade, dass sie aus ihrer Sicht wiedergegeben wird, sorgt für Spannung und man fragt sich, wie die Autorin es schaffen wird, eine "runde" und schlüssige Handlung entstehen zu lassen. Und soviel sei verraten: Sie schafft es!

Nachdem Sloane das "Programm" augenscheinlich erfolgreich absolviert hat, geht die Handlung mit dem dritten Teil in die Vollen. Sie muss um ihre Erinnerungen, die Liebe und nicht zuletzt ihr Leben kämpfen. Die zentralen Fragen, die sich der Leser stellt, sind: Werden es Sloane und James schaffen ihre Erinnerungen zurück zu gewinnen und können sie ihre Liebe retten? Haben sie eine Chance gegen das "Programm" anzukommen?

Während des Lesens habe ich mich immer intensiver mit dem Gedanken befasst, wie es wäre, ohne Erinnerung an das Bisherige zu leben. Wer ist man, wenn alles, was einen ausmacht ausgelöscht wird? Man verliert seine Identität und muss herausfinden, wer man war und wer man sein will. Zeigt man Gefühle, ist man verloren. Andere entscheiden, welche Erinnerungen wertvoll sind und welche unwiederbringlich verloren gehen sollen. Dieser Aspekt ist Furcht einflößend und macht die Stimmung im gesamten Buch aus.

Die einzige Kritik, die ich an dieser Dystopie habe, ist die für mich stellenweise nicht nachvollziehbare Naivität von Sloane im zweiten Teil des Buches. Zwar ist sie in den Fängen den "Programms" und hat so gut wie keine Möglichkeit sich zu wehren, manche Handlungen und Entscheidungen erscheinen aber wie ein Bruch im Charakter, der nicht recht passen mag. Auch ihre Freundschaft zu Michael Realm, der ebenfalls eine Therapie über sich ergehen lassen muss, wirkt teilweise nicht authentisch und wirft mehr Fragen auf, als sie Antworten gibt. Jedoch soll fairerweise angemerkt werden, dass es sich bei diesem Buch um den ersten Band einer Reihe handelt und die Folgebände noch Luft nach oben lassen.
Den zweiten Teil im Buch fand ich persönlich zu sehr in die Länge gezogen. Hier hätte man, ohne die Handlung zu beeinträchtigen, ein wenig kürzen können. Alles in allem fügen sich aber alle drei Teile zu einem harmonischen Ganzen zusammen.

°°° Fazit & Bewertung °°°

Du.Wirst.Vergessen von Suzanne Young hat mich gepackt, erschreckt und große Augen bekommen lassen. Das Buch bringt alles mit, was eine Dystopie ausmacht und stellt die Liebesgeschichte zwischen Sloane und James in den Vordergrund. Müsste ich das Buch bzw. die Handlung in einem Satz zusammenfassen, würde es so heißen: Der Kampf von Herz und Kopf. Ich bin auf die Fortsetzung gespannt und vergebe 4 von 5 Lesezeichen bzw. Sterne.

DIESE REZENSION FINDET IHR AUCH AUF MEINEM BLOG "BUCHSÜCHTIGE": buchsuechtige.blogspot.de
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am 2. September 2013
Inhalt des Buches:

Sloane lebt in einer Welt, in der die Selbstmord Epidemie der Jugendlichen ansteigt. Nur das Programm kann der Epedemie noch Einhalt gebieten. Für die Jugendlichen bedeutet das Programm das Ende, denn jeder der zurückkehrt ist ohne jegliche Erinnerung und ohne Emotion. Für die besorgten Eltern bedeutet das Programm aber Hoffnung. Sloane würde es niemals wagen, in der Öffentlichkeit Emotionen zu zeigen, sondern nur bei ihrem Freund James, denn bei ihm kann sie sie selbst sein. Seine Liebe stärkt sie in der gefühlskalten Welt. Doch plötzlich bricht James zusammen und wird ins Programm geholt. Sloane weiß, das nichts mehr so sein wird, wie es einmal war. Sie muss um die Liebe von James kämpfen und um ihrer beider Erinnerungen...

Charaktere:

Die Charaktere waren mir von Anfang an sehr sympathisch und ich konnte mich gut in sie hineinversetzten. Die einzelnen Charakte waren alle auf ihre eigene Art und Weise etwas besonderes und es hat mir großen Spaß die Geschichte mit Ihnen zu erleben. Ich habe mit den beiden Hauptcharakteren Sloane und James echt mitgelitten und es hat mich sehr gefesselt, wie die beiden auf ihre eigenen Art und Weise um ihre Liebe kämpfen.

Aufmachung des Buches:

Die Aufmachung des Buches hat mir sehr gut gefallen. Das Cover finde ich sehr schön, mit seinem etwas leuchtenden Cover und ich finde, das es perfekt zum Buch passt.

Schreibstil des Buches:

Das Buch ist flüssig und spannend geschrieben, sodass man das Buch locker und leicht durchlesen kann. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, weil es so spannend war und ich immer weiterlesen wollte, um zu erfahren wie es weitergeht. Die einzelnen Dialoge haben mich auch nicht losgelassen. Der Autorin ist es echt gelungen, ein Buch so zu schreiben, das die Geschichte einen von Anfang an packt und bis zum Schluss nicht mehr lossetzt.

Meine Meinung:

Mir hat das Buch richtig gefallen. Es hat mir echt sehr schöne Lesestunden beschert. Es bleiben zwar noch viele Fragen unbeantwortet, aber das macht einen wieder freudig auf den nächsten Teil, auf den man leider noch eine ganz Weile warten muss.

Fazit:

Mit diesem Buch hat die Autorin einen sehr tollen Auftakt zur einer klasse Dystopie Geschichte geschrieben, der einen von Anfang an total fesselt und einen nicht mehr loslässt. Ich freue mich schon jetzt auf den zweiten Teil. Ich vergebe dem Buch 5 Sterne, auch wenn es weitaus mehr verdient hätte. Ich kann das Buch jedem wärmstens empfehlen, der gerne Dystopien liest.

Das Buch gehört ab jetzt zu einem meiner Lieblingsbüchern.
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am 2. September 2013
Zitate:

Er hat dich geliebt" sage ich und schmiege mich an ihn. "Egal, was er später getan hat, du warst das Beste, was ihm je passiert ist." (Seite: 76)

Realm zieht mich näher an sich heran, und ich weiche nicht zurück. Ich bin so einsam, alles in mir ist zerbrochen, und ich glaube nicht, dass ich jemals wieder neu zusammen gesetzt werden kann. (Seite 227)

Ich frage mich unwillkürlich, woher ich wissen soll, ob ich verliebt bin, wenn ich doch überhaupt keine Ahnung habe, wie sich Liebe anfühlt. (Seite 279)

Ich denke, dass es ganz schön verrückt ist, so was zu jemandem zu sagen, der im "Programm" ist: Vergiss das nicht. Ebendeshalb sind wir doch hier. Durchs vergessen werden wir geheilt. (Seite 280)

Was ich sehe, ist ein Mensch, der gebrochen ist und stark. Loyal und gestählt. Jemand der mir bedingungslos zur Seite stehen will, genau wie ich ihm. (Seite 422)

Inhalt:

Eine Selbstmord-Epidemie die unter Jugendlichen ausgebrochen ist, zwang die Regierung zum Handeln, das "Programm" wurde erschaffen. In das "Programm" werden all die Jugendlichen gesteckt, die Anzeichen von Depressionen zeigen, oder sich sonst in irgendeiner Weise seltsam und zu gefühlsbetont verhalten. Wer aus der Klinik zurückkehrt, ist nicht mehr der/die Selbe. Alle für schlecht empfundenen Erinnerungen wurden Stück für Stück entfernt, so bleiben Menschen zurück, die sich an einen Teil ihres Lebens, an bisher wichtige Personen, nicht mehr erinnern können.

Deshalb vermeidet es Sloane akribisch auch nur die kleinste Gefühlsregung in der Öffentlichkeit zu zeigen. Nur bei James, ihrem Freund kann sie ihre Gefühle ausleben und ganz sie selbst sein. Sloanes Bruder Brady hat sich vor einiger Zeit das Leben genommen und auch ihre beste Freundin, kann sich "dank" des Programms nicht mehr an sie erinnern. Als das Paar ein weiterer Schicksalsschlag ereilt, als ihr gemeinsamer bester Freund Miller ebenfalls Selbstmord begeht, kommt auch James nicht mehr länger gegen die Seuche an, und wird kurzerhand ebenfalls in das Programm verfrachtet. Sloanes Welt bricht entzwei, doch sie schwört sich, für ihre Erinnerungen und für James und ihre Liebe zu kämpfen!

Meinung:

Als bekennender Dystopie-Fan ist "Du.Wirst.Vergessen." schon recht früh auf meiner Wunschliste gelandet, da sich der Klappentext absolut interessant und ganz nach meinem Geschmack angehört hat. Um so mehr Dystopien man liest, um so mehr Parallelen findet man natürlich zu anderen Büchern aus diesem Genre, und um so leichter lassen sich Vergleiche ziehen. Da ich diese allerdings so gar nicht mag, bin ich der Meinung, man sollte jedes Buch als Individuum betrachten. Denn ansonsten könnte ich "Du.Wirst.Vergessen." nun auch mit zwei ähnlichen Dystopien vergleichen, die ich erst vor kurzem gelesen habe. Daher gehe ich immer völlig unvoreingenommen an ein neues Buch heran und gebe ihm die Chance, die es auch verdient hat. Denn trotz der typischen Merkmale, die sich in allen Dystopien wieder finden, hat eine Jede ihre ganz persönlichen Highlights und Besonderheiten, die sie definiert. Wichtig ist für mich vor allem, wie ein Autor seine Geschichte präsentiert, wie er sie mit eigenen Ideen füllt und dass er bzw. sie es vermag, mich zu packen und in den Bann des Buches zu ziehen. Und genau dies, ist Suzanne Young absolut vortrefflich gelungen.

Der Einstieg in "Du.Wirst.Vergessen" fiel mir sehr leicht, und schon nach wenigen Seiten war ich in der düsteren und hoffnungslosen Welt rund um Hauptprotagonistin Sloane gefangen. Sofort breitete sich eine gewisse Beklemmung in mir aus, denn ich konnte mehr als deutlich nachfühlen, wie sehr Sloane sich davor fürchtet, ins "Programm" gesteckt zu werden und somit ihre Erinnerungen für immer zu verlieren, für mich persönlich ein absoluter Alptraum! Die junge Frau versucht alles, um möglichst nicht aufzufallen, sie verhält sich vorbildlich, beinahe schon künstlich und unecht, versteckt ihre Gefühle tief in ihrem Inneren hinter einer dicken Schutzmauer. Nur bei ihrem besten Freund Miller und bei James ihrem Freund, den sie über alles liebt, wagt es Sloane Gefühle zu zeigen und ihre Mauer fallen zu lassen. Als Leser spürt man ihre innere Zerrissenheit und die Traurigkeit die sie umgibt sehr stark, denn ihr fällt es alles andere als leicht, sich den Großteil des Tages zu verstellen und schon beinahe wie eine Maschine zu agieren.

In all der Hoffnungslosigkeit durchbricht die mehr als starke Liebe zwischen Sloane und James die Düsternis, wie ein wärmender Sonnenstrahl einen wolkenverhangenen Himmel. Diese Liebe ist nicht nur ein kleiner Teil des Ganzen, sonder vielmehr der Mittelpunk, um den sich alles andere rankt, sie ist kein zartes Pflänzchen, sondern ein dicker tief verwurzelter Baum. Diese starken Gefühle sind es auch, die Sloane immer wieder antreiben, die sie dazu "zwingen", weiter zu machen, nach Antworten zu suchen und nicht aufzugeben.

Die Autorin lässt uns im Verlauf der Geschichte immer wieder mit kleinen Rückblicken an der Beziehung teilhaben, sodass man beide Protagonisten einfach gern haben muss. Sie zeigt uns schonungslos aber dennoch einfühlsam, was James und Sloane in ihrem jungen Alter, vor allem durch den Verlust von Brady, durchleben und ertragen mussten. Gefühle spielen in dieser eigentlich doch so gefühlsarmen Welt eine große Rolle, sie wirken echt und authentisch, kein bisschen aufgesetzt oder gar kitschig! Auch die restlichen Charaktere sind sehr individuell und fügen sich mit ihrer interessanten Art wunderbar in die Gesamtgeschichte ein und bereichern diese.

Der Mittelteil zieht sich ein kleines bisschen, dabei lernt mal als Leser das "Programm" mit allem was es beinhaltet allerdings sehr gut kennen, was wiederum von Vorteil ist. Und genau in den Augenblicken, in denen man denkt, jetzt plätschert alles so ein wenig dahin, überrascht Suzanne Young einen mit unerwarteten Wendungen und kleinen Schockmomenten. Das Ende und vor allem der Epilog lassen mich eine Fortsetzung gerade zu herbeisehnen, denn nun MUSS ich definitiv wissen, wie es weiter geht. Ich bin mir sehr sicher, dass Suzanne Young noch so einiges in petto hat, und mich mit dem Folgeband begeistern wird.

Fazit:

Mit "Du.Wirst.Vergessen." hat Suzanne Young einen hervorragenden Dystopieauftakt geschaffen, welcher mich vor allem durch die starken Gefühle, eine authentische, echte Liebe und ein beängstigendes, düsteres und beinahe hoffnungsloses Szenario begeistern konnte. Die komplette Geschichte ist unglaublich gut durchdacht, beklemmend und lässt die Angst vor dem Verlust der eigenen Erinnerungen stetig anwachsen.

Für alle Dystopie-Begeisterten ein absolutes Must-Read!
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am 9. Oktober 2013
Erster Satz:
Die Luft in dem Raum schmeckt steril.

Meine Meinung:
Die Geschichte sticht durch jede Menge Emotionen hervor!

Inhaltlich…
…geht es hauptsächlich um Sloane und James.
In der Welt ist nichts mehr, wie es mal war. Jugendliche stecken sich mit einem Virus an, werden depressiv und bringen sich letztendlich um. Das sogenannte Programm versucht diese kranken Jugendliche zu heilen indem sie ihr Gedächtnis Stück für Stück auslöschen. Das Problem an der ganzen Sache ist, dass die jungen Leute überhaupt nicht mehr offen ihre Gefühle zeigen können, geschweige denn sie einfach öffentlich rauszulassen. Sie haben alle Angst im Programm zu landen. So auch Sloane und James. Sie haben einige Verluste verkraften müssen und versuchen sich gegenseitig zu retten. Doch auch sie landen „im Programm“. Als sie „geheilt“ sind, lernen sie sich neu kennen und spüren diese besondere Anziehungskraft…Können sie sich und ihre Gefühle wiederfinden?

Erzählt…
…wird die Story aus Sicht von Sloane. Die Autorin hat eine sehr liebevolle Art ihre Charaktere zu beschreiben und agieren zu lassen. Die verschiedenen Informationen über das Programm und auch das gesamte Setting wirken so real. Der Wechsel zwischen Spannung und den Ruhepausen ist geradezu perfekt. Ich habe mich überhaupt nicht gelangweilt und mich beim Lesen super wohl gefühlt. Ich bin sehr begeistert von ihrer Art zu schreiben.

Äußerlich…
…ist das Buch auch in Ordnung. Es ist jetzt nicht überragend wundervoll. Ich finde aber, dass es ganz gut zum Thema passt und bin auch zufrieden damit.

Charakterlich…
…haben mich Sloane und James komplett für sich eingenommen. Sloane und James sind das Traumpaar schlechthin. Sie sind so wunderbar gefühlvoll, charmant und witzig. Ich habe so gelitten, als James ins Programm geholt wurde und sie mit dem Verlust von ihm klarkommen musste. Klar, dass sie das auch irgendwann einholt.
James ist vom Typ her ein klarer Beschützer. Ein richtiger Frauentyp mit der richtigen Portion Witz und Ironie. Leider muss auch er viel durchmachen. Was ich aber so richtig genial finde–>Tatsächlich spüren ihre Herzen einander, nachdem sie sich „nach dem Programm“ wiedertreffen. Wenn nicht bei Ihnen, bei wem sonst…Hoffnung muss es doch immer geben. Wozu sollte es sich sonst bei so einem Setting zu Leben lohnen?

Fazit:
Eine wunderbare neue Idee in der Welt der Dystopien. Wobei es zum größten Teil gar nicht wie eine Dystopie erscheint. Sie wirkt so real, dass man sich in dieser Welt verliert. Eine Geschichte in der bis zum Ende um die Liebe gekämpft wird. Sie ist voller Spannung und Emotionen. Ihr könnt euch problemlos an das Buch heranwagen. ;) Ihr werdet belohnt! ;)

Ich vergebe 4 Bücher!
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