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am 6. September 2017
Ich habe beide Bücher (Hyperion und Endymion) vor 7 Jahren zum ersten Mal gelesen. In der U-Bahn auf dem Weg zur Arbeit. Hat ca ein Jahr gedauert. Bin manchmal zu spät ausgestiegen. Jetzt habe ich vor einem halben Jahr Endymion zum zweiten Mal angefangen und hab es bald zum zweiten Mal durch. (Immer in der Bahn plus 2 Wochen im Urlaub). Mir fallen Passagen auf, die ich nicht kenne, offenbar hab ich damals drüber weg gelesen. Wie auch immer. Es gibt immer noch Passagen, die ich überfliege, andere widerum sind so spannend, dass ich wieder zu spät aussteige (aus der Bahn). Wie versprochen: Um es kurz zu machen: Wer auf Fantasy/Space Opera steht hat hier das/die Buch/Bücher gefunden. Ich werde beide sicher in ein paar Jahren nochmal lesen. Sind insgesamt ca 2600 Seiten. Passt für einen 6wöchigen Urlaub oder 200mal mit der Bahn zur Arbeit fahren.
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am 9. Januar 2007
Inhalt:
Tod und lebendig sitzt Raul Endymion in Schrödingers Katzenkiste und blickt auf seine Abenteuer mit Aenea zurück. Der Vatikan hat ihn zu dieser Art Strafe verdammt, denn Aenea und Raul sind seit Jahren die ärgste Bedrohung für dessen Herrschaft.
400 Jahre nach dem Fall von Hyperion ist die katholische Kirche keine unbedeutende Sekte mehr wie noch zu Zeiten der Hegemonie, sondern sie beherrscht dank der Auferstehung durch fortentwickelte Kruziformen den größten Teil der ehemaligen Hegemonie. Diese mutierte Theokratie nennt sich Pax und zusammen mit ihr gehen nun wieder mörderische vatikanische Intrigen, stellare Kreuzzüge und eine technikunterstützte Inquisitionen einher.
Diesem unbesiegbaren Gegner stellt der Autor den ziemlich naiven Endymion, das exzentrische Mädchen Aenea, den peniblen Androiden Bettik und ein Raumschiff mit Gedächtnislücken entgegen. Sie sollen gegen den Pax antreten. Und so darf man sich über zwei Bücher hinweg auf eine atemberaubende Verfolgungsjagd und das Wiedersehen mit alten Bekannten gefasst machen. Dabei lernt man den Flussverlauf des Thetys und ein paar neue Welten innerhalb und außerhalb der ehemaligen Hegemonie kennen.
Endymion hat vom Dichter-Fossil Silenus den Auftrag erhalten die alte Erde zurückzubringen und den Pax zu besiegen und nebenbei noch Aenea zu beschützen. Keine Leichtigkeit für einen Mann der alles andere als ein Held ist, schon gar nicht, da er es mit Pater Captain de Soya zu tun hat. Soya soll Aenea nämlich fangen und in den Vatikan bringen. Voller Eifer nimmt der aufrechte Jesuit Tod und Schmerzen auf sich um diesen Auftrag zu erfüllen. Er ist den Flüchtlingen auch immer dicht auf den Fersen, doch er ahnt nichts von den verräterischen Intrigen im Vatikan, nichts von den Machenschaften des wieder erstarkten Techno Core und schon gar nichts von dem wahren Geheimnis, das Aeneas Existenz umgibt, denn Aenea ist weit mehr als nur die Tochter des Keats-Cybrid.

Bewertung:
Wie schon bei Hyperion besticht Simmons auch hier durch seinen schier unerschöpflichen Ideenreichtum. Er erfindet die verrücktesten und unvorstellbarsten Dinge, seien es Planetenökologien, Lebewesen, örtliche Gegebenheiten oder gar gesellschaftliche Entwicklungen und er versteht es durch seine brillante Beschreibkunst all diese Einfälle glaubwürdig und spannend zu schildern.
Allerdings fiel es mir hier manchmal schwer dem "Überblätterungsdrang" zu widerstehen, denn streckenweise war mir die Geschichte zu langatmig. Ein Grund dafür (und das macht die Weitschweifigkeit sofort verzeihlich) ist der, dass Dan Simmons den Endymion-Lesern so ganz nebenbei einen Schnellkurs quer durch die Weltreligionen der Menschheit verpasst. Dabei lässt er seine Figuren oft lange ernsthafte philosophische und religiöse Betrachtungen anstellen, die vom Leser durchaus eine gewisse Intelligenz und Mitdenken verlangen. (Von seinen Ausflügen in die Quantenphysik will ich gar nicht reden.) Eigentlich ist dieses allgemeinbildende, humanistische Beiwerk fast schon simmons-typisches Zubehör bei seinen Romanen, aber natürlich dennoch ein extragroßes Lob wert.
Der Handlungsverlauf des ersten Teils (Die Pforten der Zeit) ist deutlich konzentrierter und spannender als der des zweiten (Die Auferstehung), während das zweite Buch mit seinen philosophischen Exkursen sehr viel anspruchsvoller ist. Faszinierend ist, wie es Simmons schafft mit Abschluss dieser beiden Werke nun endgültig jede auch aus Hyperion noch offene Frage zu klären. Klasse!
Ob man sich als Leser mit den eher schrägen Hauptfiguren identifizieren kann scheint mir für den Genuss dieses Buches völlig unwichtig, denn alle Figuren sind erlesene Charaktere, auch die "Antihelden", die diversen Würdenträger des Pax und die stumpfsinnige Kampftruppe des Core, sind so herzerfrischend geschildert, dass es ein Genuss ist die Umtriebe eines jeden zu verfolgen.
Simmons hat versucht die Spannung bis zum letzten Satz aufrecht zu erhalten, das ist ihm leider nur teilweise geglückt. So wird z.B. das alles erklärende Gespräch (300 Seiten lang) nicht geführt, weil stets etwas dazwischen kommt oder Aenea ein "Später!" als Antwort gibt. Das ist nach dem zigten Mal einfach nicht mehr glaubwürdig. Dies störte mich persönlich am meisten an diesem Roman, denn Dan Simmons kann es wahrhaft besser. Aber selbst wenn ich dafür einen Stern abziehen wollte, würde das letztlich kaum ins Gewicht fallen, denn Endymion ist natürlich ein 100-Sterne-Buch ;-)!

Fazit:
Dass man bei einer Simmons-Lektüre seinen Verstand benutzen muss, ist inzwischen bekannt, dennoch will ich noch einmal ausdrücklich darauf hinweisen:
Endymion ist nichts für unbedarfte oder bequeme Leser. Endymion ist anstrengend und es verlangt außerdem religiöse Toleranz sowie die Bereitschaft sich auf die Überlegungen des Autors einzulassen! Apropos Toleranz, dieses Buch richtet sich NICHT gegen den katholischen Glauben. Wer das denkt, hat die Intentionen des Autors nicht verstanden. Simmons geht hier gegen jede Art von Intoleranz und Kreuzzugsdenken an, und gibt diesen zerstörerischen Tendenzen unserer Gesellschaft die Gestalt einer bekannten aber verheerend veränderten Weltreligion.

Dan Simmons ist mit Endymion eine wunderbare Fortsetzung zu Hyperion gelungen und Kenner des Science Fiction Genres sollten sich diesen Leckerbissen keinesfalls entgehen lassen! Wer weiß, ob vor dem "Großen Fehler von 08" noch einmal so ein universelles und komplexes Meisterwerk produziert wird?
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am 17. Mai 2017
der beste SF Roman der mit jemals verfasst wurde, seine anderen Werke sind naja sagen wir mal zu umfangreich und anderst, aber die beiden Romane, na, Er wird sich einmal ein strenges Lektorat gefallen lassen haben...;)
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am 18. November 2004
Die beiden Endymion-Bände "Die Pforten der Zeit" und "Die Auferstehung" sind keine direkte Fortsetzung der Hyperion-Gesänge, greifen aber die Grundstrukturen und wichtige Elemente auf und vollenden ein SF-Epos das den Rahmen der SF in mehr als einer Weise sprengt.

Eine Zusammenfassung der Handlung wiederzugeben ist aufgrund der Komplexität und des teilweise nötigen Vorwissens aus den Hyperion-Bänden kaum möglich und würde auch zwangsläufig Elemente beinhalten die einem interessierten Leser das Entdecken und Entwirren der Ereignisse verderben würden. Obwohl bereits auf den ersten Seiten deutliche Hinweise auf die Handlungsstränge und die Zukunft der Figuren gegeben werden, entdeckt der Leser Seite für Seite neue Hinweise und Elemente welche die umfangreiche Story, Stück für Stück, wie ein Puzzle zusammenfügen.

Die Geschichte wird von dem zum Tode verurteilten Hauptcharakter Raul Endymion, der auf seine Hinrichtung wartend, sein Leben, seine Abenteuer und seine große Liebe zur "Erlöserin" niederschreibt, in Rückblenden erzählt.
Wer den Stil von Dan Simmons kennt und schätzt, wird schnell in dem verwirrenden Netz der komplexen Erzählung gefangen und erlebt ein Gesamtkunstwerk, das an Komplexität, Anspruch, Einfallsreichtum und Romantik, seinesgleichen sucht.

Die wechselnde Erzählweise und die Sprünge zwischen den Handlungsorten und Personen lassen trotz der zeitweise eher ziellos erscheinenden, aber ein immer konkreter erkennbares Bild formenden Handlung, und dem langsamen und ruhigen Fortschritt der Geschichte, nur ansatzweise Längen zu.
Was der eine in diesem Sinn als Länge empfindet, verdichtet aber im späteren Rückblick, nur die Glaubwürdigkeit der Welt und die atmosphärische Dichte.

Der Grund warum die Endymion - Saga meiner Meinung nach, trotz der in manchen Phasen sehr detailverliebt und langsam voranschreitenden Handlung, die bereits geniale Hyperion Saga noch übertreffen kann, ist die enge Bindung an die Hauptcharaktere.
Durch die gewählte Erzählform aus der Sicht des Hauptcharakters, der im Rückblick seine eigene Geschichte erzählt, wird der Leser intensiv involviert und lernt Raul Endymion immer näher kennen.
Seine naive Art, seine Wertvorstellungen und die Abenteuer in die er unvorbereitet verwickelt wird, binden den Leser an den Hauptcharakter und lassen ihn das Leben von Raul hautnah miterleben.
Hieraus ergibt sich auch die zweite Ebene der Geschichte, die neben einem erstklassigen SF-Abenteuer mindestens gleichwertig, eine ergreifende Liebesgeschichte erzählt.

Wer nach den ersten Seiten, oder später, nach der Hälfte oder einem Dreiviertel des Buches die deutlichen und gewollten Hinweise auf das Ende erkennt, und erwartet das damit die Spannung und der Showdown verdorben werden, der wird, wenn er dann am Ende angelangt ist, eine gewaltige Überraschung erleben.

Wenn Sie sich jetzt fragen wie man das Ende eines Buches erahnen kann und trotzdem nicht von der in sich verschlungenen Handlung loskommt, immer feuchtere Hände bekommt, und dann doch überrascht, schockiert und gleichzeitig begeistert sein kann, dann sollten Sie sofort anfangen zu lesen...
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am 16. Juni 2004
"Endymion" setzt die Science-Fiction-Saga "Die Hyperion-Gesänge"
("Hyperion", "Der Fall von Hyperion") fort, inhaltlich zwar nahtlos,
dramaturgisch und erzählerisch jedoch nicht.

Ein gewisser Raul Endymion lebt eingesperrt in einer eiförmigen Kapsel,
die einen unwirtlichen Planeten umkreist, die bei einer Annäherung
explodiert und zu einem willkürlichen Zeitpunkt ein Gas freisetzen wird,
um den Gefangenen zu töten - Schrödingers Katzenkiste als
Hinrichtungswerkzeug, sozusagen. In der Zeit bis zu seinem unvermeidlich
scheinenden Tod erzählt Endymion seine Geschichte, insbesondere aber
diejenige seines Schützlings und späteren Geliebte Aenea, Diejenige Die
Lehrt.

Nach dem Fall - nicht nur Hyperions, sondern der gesamten Hegemonie - hat
sich die katholische Kirche jenes wundersamen Organismus' namens
"Kruziform" bemächtigt, eines Parasiten, der seinen Wirt niemals freigibt,
ihm aber dafür immerwährende Wiederauferstehung verleiht, vorausgesetzt,
der Träger ist noch Mitglied der Kirche, die als einzige jenen
geheimnisvollen Prozeß kennt, der den Wiederauferstandenen nicht zum
genetischen Krüppel macht. Rasch nahm die Zahl der sogenannten
Wiederauferstehungschristen zu; die Kirche und ihr wirtschaftlicher,
militärischer und logistischer Arm "Pax" dominierten die ehemalige
Netzwelt, bis auf wenige Kolonien der Juden, Muslime, Palästinenster und
einiger anderer religiöser Gruppen.

Sie benutzte das Wiederauferstehungsverfahren, um eine zynische Form
des intergalaktischen Reisens zu betreiben, eine, die alle Reisenden tötet
und in einem schmerzvollen, mehrtägigen Prozeß in sogenannten
Wiederauferstehungskrippen neu, aber quasi "auf dem Stand vor dem Tod"
entstehen läßt. Geburtenkontrolle und das mächtige Druckmittel der
Exkommunizierung bestimmen das Tagesgeschäft der Kirche und ihres über
zweihundert Jahre nach jedem natürlichen Tod neu gewählten Pontifex.

Hinter dem Wunder der Kruziform stecken aber andere Wesensheiten, als etwa
Gott. Daß ewiges, stagnatives Leben nicht die Krone der Schöpfung sein
kann, ist zunächst wenigen bewußt - bis Aenea auf den Plan tritt, das Kind
von Core-Cybrid John Keats, Nachahmung des Dichters der alten Erde, und
Brawne Lamia, einer der Pilgerinnen aus den ersten beiden Büchern. Aenea
trägt einen Virus in sich, der die Macht des Vatikans brechen kann -
vorausgesetzt, sie und ihr Beschützer Raul Endymion finden am Ende einer
wahnwitzigen Odyssee einen Weg, dieses Ziel zu erreichen. In ihrem Gefolge
finden sich viele alte Bekannte aus den ersten Büchern, und natürlich auch
das Shrike, die gruselige und scheinbar unbezwingbare, durch die Zeiten
eilende Chromgestalt.

Es macht keinen Sinn, detaillierter auf den Inhalt und seine unglaublichen
Facetten, wunderbar verwobenen Geschichten, liebevoll gezeichneten
Figuren, kenntnisreichen Hintergründe einzugehen. Dan Simmons hat mit der
Hyperion-Saga ein Werk geschaffen, das ein ganzes Genre in den Schatten
stellt - und offensichtlich Kopiervorlage für viele war, finden sich ganze
Themenbereiche zum Beispiel in Tad Williams "Otherland"-Saga wieder.
Aber es ist weit mehr als das: Es ist ein Appell an die Liebe, an das
Verständnis, an die Achtsamkeit - ein technisch-historisch- ökologischer
SF-Liebesthriller, wunderbar verfaßt, ideenreich ohne Vergleich und mit
einem so herzzerreißenden Ende, daß ich noch beim Gedanken daran gerührt
bin. Toll. Unglaublich.
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am 30. Dezember 2002
Die beiden in diesem Buch zusammengefassten Bände ''Endymion-Pforten der Zeit'' und ''Endymion - Die Auferstehung'' stellen die direkte Fortsetzung zu den beiden Hyperion-Bänden ''Hyperion'' und ''Das Ende von Hyperion'' dar. Der Leser sollte sich hierbei in jedem Fall an die richtige Reihenfolge der Bücher halten und auf gar keinen Fall eines der Bücher auslassen. Ohne die Vorkenntnis der Hyperion-Bände ist es kaum möglich, Endymion zu verstehen. Gleichzeitig sollte sich der Leser aber nicht wundern, wenn er auch nach der letzten Seite von ''Das Ende von Hyperion'' viele Dinge noch immer nicht völlig begriffen hat. Ein Großteil der in Hyperion aufgegriffenen Fragen wird erst im letzten Teil der Saga beantwortet. Lange Rede, kurzer Sinn: Entweder man liest die Saga ganz, oder man lässt lieber die Finger von ihr.
Endymion ist ein Space-Opera, wie man sie nur selten findet: Einerseits wird dem Leser eine großartige Story geboten, die nun wirklich alles bietet, was sich ein Science-Fiction-Leser, der auf Unterhaltung aus ist, wünschen kann, andererseits wirkt das Buch aber auch zu keiner Zeit billig oder vorhersehbar. Wem Star Trek immer ein bisschen zu platt war und wer auf der Suche nach wirklich niveauvoller Science Fiction ist, der wird von Endymion begeistert sein.
Einzig derjenige, der von einem Buch erwartet, dass er schon nach 5 Seiten über Handlung und Charaktere genauestens bescheit weiß, wird Probleme mit Endymion bekommen. Die Geschichte ist sehr komplex, teilweise kompliziert und verwirrend - wer sich aber durch diese Passagen gekämpft hat, wird mit absoluter Sicherheit belohnt werden. Nämlich mit einer der besten Science-Fiction-Geschichten, die es zu lesen gibt.
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am 4. Juli 2009
Ich habe gerade die letzten Seiten dieses wundervollen Buches beendet und stehe noch voll im Bann dieser fantastischen Geschichte. Es hat mich die letzten Wochen während des Pendelns im Zug begleitet. Um nicht zusagen: es hat mich in eine andere Welt entführt. Manchmal habe ich es nur mit Mühe geschafft, noch rechtzeitig aus der Bahn auszusteigen, weil ich mich einfach nicht losreißen konnte. Während der Arbeit habe ich mich schon auf die Heimfahrt gefreut, weil ich wieder eine Stunde mit Raul und Aenea verbringen konnte.
Zur Geschichte möchte ich nichts weiter sagen; die übrigen Bewertungen sprechen ein deutliches Bild. Nur zwei Worte der Warnung:
- an die Leser, die schon im Voraus die letzten Seiten lesen: Wenn Ihr eines der schönsten, berührendsten, aufwühlendsten Enden eines Buches "erleben" wollt, dann lasst es sein. Auf dieses Ende muss man sich auf über 1.300 Seiten durch den Autor vorbereiten lassen. Nur dann kann man die Begeisterung meiner Vorgänger verstehen.
- an die Leser, die die letzten 70 Seiten vor sich haben: Schließt Euch in ein stilles Kämmerlein ein. Lest es nicht in der Öffentlichkeit, wenn Ihr nicht wollt, dass sich die Leute verwundert nach Euch umdrehen. Nehmt eine Packung Taschentücher mit. Lasst die markanten Stellen in aller Stille auf Euch wirken.

Kurz gesagt: Die "Hyperion-Gesänge" und "Endymion" sind die besten Bücher, die ich bisher gelesen habe. Ich kann jedem empfehlen, sich in dieser wunderbaren Geschichte zu verlieren.
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am 30. Januar 2003
Locus Magazine: Raul Endymion durchschreitet im Jahr 247 nach dem Untergang die Pforten der Zeit, um das Mädchen Aenea zu suchen, das in der Zukunft verschwunden ist...

Das ist in kurzem der Plot einer wilden Abenteuergeschichte, wie sie selbst in der Science Fiction selten ist. Folgende Faktoren machen diesen monströsen Roman zu einem echten Leseabenteuer:

1. Der Plot der Geschichte ist ungewöhnlich sorgfältig konstruiert. Es gibt kleine Spannungsbogen, die einen großen Spannungsbogen stützen, über dem wiederum sich in nebeligen Höhen ein noch gewaltigerer Bogen auftürmt, und darüber... Ja, auch darüber gibt es noch einen ungeheuren Bogen, der erst auf den letzten Seiten des Romans wieder auf uns niederstürzt, vollkommen unerwartet, weil wir längst vergessen hatten, daß er einmal in eine unendliche Weite aufgestiegen war, und der gerade darum eine unglaublich tränentreibende katastrophale Geschichte zu einem bittersüßen Ende von trauriger Vergeblichkeit führt.

2. Die vielen sehr abwechslungsreich erdachten Szenarien sind farbig und sehr anschaulich geschildert; ihre besonderen Eigenheiten werden für besonders feinsinnige Verwicklungen der Handlung unauffällig und plausibel genutzt.
Das gleiche gilt für den beschriebenen Stand der Technik und der Zivilisationen.

3. Nahezu alle handelnden Personen sind authentisch und auf irgendeine Weise liebens- oder hassenswert, so ungewöhnlich und ungeheuerlich sie auch scheinen mögen. Dagegen kommen nur wenige Space Operas an.

4. Obwohl der Roman sehr lang ist, ist er nirgendwo langweilig und auch nicht sinnlos ausgeschmückt. Vielmehr ist die Sprache oft sehr knapp und präzise. Unendliche Verfolgungsjagden entsprechen nun einmal den Spielregeln des Genres. Wer das nicht mag, muß dieses Buch auch nicht lesen.

Es ist sinnvoll, die beiden "Hyperion"-Bände (Heyne) vorher zu lesen, weil sonst manche Besonderheiten der Handlung nicht gut verständlich sind. Auch diese Lektüre lohnt Zeit und Geld.

Fazit: ein unglaublich schönes und schreckliches Abenteuer, vergleichbar allenfalls den Werken von Ian M. Banks, Stephen Donaldson oder Tad Williams.
Sehr lesenswert!
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am 11. Dezember 2008
Wie schon bei den Hyperion Gesängen ist in den Rezensionen auf diesen Seiten alles gesagt was man zu dem Roman erzählen kann.

Endymion ohne die Hyperion Gesänge zu lesen wäre fatal. Das extrem komplexe Universum, in dem die Geschichte spielt, ist ohne die gut 1000 Seiten Hyperion für den Leser völlig unverständlich. Gegenstände wie eine Fatline oder ein Farcaster werden nicht erklärt, sondern sind einfach da und die handelnden Figuren nutzen all diese Dinge. Ousters, das Shrike der Pax und all die andern Gruppierungen werden nicht vorgestellt sondern nehmen die gelegten Fäden aus Hyperion einfach wieder auf.

Wer die über 1000 Seiten Vorarbeit jedoch geleistet hat, der darf sofort in die Geschichte eintauchen und wird mit einem Meisterwerk belohnt, das seinesgleichen in der Welt sucht und sich hinter Hyperion nicht zu verstecken braucht.

Beide Geschichten zusammen setzten die Benchmark für alle andern Science Fiction Romane.

Auch wenn es ein überstrapaziertes Argument ist: Hyperion + Endyimon ist für die Science Fiction Welt vermutlich das, was der Herr der Ringe für die Fantasywelt darstellt.
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am 24. Januar 2009
Dieses Buch war das erste von Simmons, welches ich je gelesen habe. Selten - und in den letzten Jahren nie - war ich so tief bewegt, regelrecht erschüttert und zutiefst aufgewühlt wie nach der Lektüre von Endymion/ Rise of Endymion. Lest dieses Buch!
Für Inhaltsangaben und Handlungsverläufe lest die anderen Rezensionen, aber ich kann mich nur einem meiner Vorgänger anschließen, der da meint: wer das liest und nichts fühlt, der ist wahrscheinlich schon tot. (frei zitiert)
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