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Kundenrezensionen

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am 5. Juni 2015
Es hat sehr lange gedauert, bis ich dieses Buch endlich gut fand. Ich hatte es Ende der 90er-Jahre ' mehr oder weniger zufällig ' im Bahnhofsbuchhandel erstanden. Mich interessierte das Thema Zen. Joko Beck kannte ich nicht.

Schon nach den ersten Seiten verspürte ich den Drang, das Buch wegzulegen. Das, was Joko Beck schrieb, gefiel mir nicht. Ich wollte Zuckerbrot, zumindest ein kleines Stück. Ich erwartete ein Buch im typischen Stil der Lebenshilfeliteratur: Machen Sie dieses oder jenes, verhalten Sie sich so oder so ... und Sie werden besser, erfolgreicher, glücklicher. Aber das hatte sie nicht zu bieten. Trotzdem las ich weiter, denn ihr klarer und nüchterner Stil übte eine gewisse Faszination auf mich auf.

Gute zehn Jahre später nahm ich dieses Buch mit in den Urlaub und las es ein zweites Mal. Schon besser. Auch, wenn mir vieles noch nicht gefiel. Und dieses Jahr habe ich es zum dritten Mal gelesen und nahezu aufgesogen, was Joko Beck zu sagen hat.

Worum geht es konkret? Im Prinzip fordert uns Joko Beck dazu auf uns hinzusetzen und wahrzunehmen, was da ist. Das Auto, das gerade vorbei fährt, die Schmerzen im rechten Knie, die Anspannung im Körper, die Gedanken, die sich aufdrängen, die Angst, die irgendwie immer da ist. Keine wundersame Versenkung, die uns schnell in eine andere, besser Welt führt. Keine Anleitung zum Glück, nicht einmal eine Auszeit vom Alltag. Und dann spricht sie immer wieder von Hindernissen, Schwierigkeiten, Schmerz und Angst. Und das wollen wir nicht hören. Wir sollten glücklich sein, wir sollten das beste aus jedem Moment machen und überhaupt: wir sollten den Augenblick genießen, positiv Denken ... So oder ähnlich denken viele Menschen. Doch wie oft machen wir das wirklich? Wie oft machen wir das beste aus jedem Moment? Selten, sehr selten, nie?

Wir alle tragen diese unangenehmen Gefühle, diese Angst, diese Unsicherheit mit uns herum. Und wir tun alles, um ihr zu entkommen. Wir arbeiten viel, treiben exzessiv Sport, trinken Alkohol, nehmen Medikamente, grübeln und warten immer auf den einen Augenblick: die nächste Beförderung, die nächste Beziehung, den Lottogewinn. Weil wir dann ' und nur dann ' endlich glücklich sein werden. Ganz sicher. Doch dieser Moment kommt nicht. Und wenn er kommt, dann merken wir, dass doch noch etwas fehlt. Oder wir hängen der vermeintlich besseren Vergangenheit nach, den guten alten Tagen. Oder den bösen Dingen, die man uns angetan hat. Was wir auch tun, eine Sache entgeht uns dabei ganz gewiss: die Gegenwart.

Praktizieren wir Zen in der Weise, wie sie Joko Beck vorstellt, dann laufen wir vor diesen Gefühlen nicht mehr weg. Wir nehmen sie wahr, wir halten sie aus, wir hören auf, uns zu wehren. Das ist wahlweise unangenehm, schmerzhaft, langweilig oder auch mal sehr beglückend. Aber es ist keine Zauberei, kein Mysterium. Doch was haben wir davon? Mit jedem Moment, in dem wir uns bewusst dem stellen, was gerade ist, tragen wir diese Gefühle Schicht für Schicht ab. Und langsam beginnen wir zu ahnen, was sich unter diesen vielen Schichten verbirgt: Lebensfreude. Lebensfreude, die unabhängig davon existiert, was gerade in unserem Leben passiert. Im Prinzip ist es eine ungelenkte Form der Konfrontationstherapie, bei der wir uns unseren Emotionen stellen und ihnen so Schritt für Schritt die Macht über uns nehmen. Wir entkommen der Egomanie, dem Zwang, dem ewigen Lauf im Hamsterrad. Innere Stärke erwacht, wächst und gedeiht.

Freude und Leid sind Tatsachen des Lebens. Sie sind weder gut noch schlecht. Nur durch unsere Bewertung entsteht das Drama, dem wir ständig versuchen, zu entkommen.

Joko Beck bietet keinen Weg zur Erlösung, zur Erleuchtung, zum Glück. Sie bietet Zen im Alltag.
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am 4. November 2000
Die Autorin stellt in sehr klarer, leicht verständlicher Form das Wesen der geistigen Haltung im Sinne des Zen anhand verschiedener, jedem aus dem Alltagsleben bekannter Beispiele dar. Sie demonstriert hierbei eindrücklich, wo die wesentlichen Unterschiede zwischen unseren normalen, spontanen Reaktionen und Verhaltensweisen im Vergleich zu einer Lebensführung mit Zen liegen. Man merkt der Autorin an, daß sie mitten im Leben steht und sie erhebt keinerlei absolute "Glaubensansprüche", sondern überzeugt durch ihre anschauliche Darstellungsweise und ihren Versuch der realistischen Übertragung des "Zenweges" auf unsere westliche Lebensweise und die Gegebenheiten unserer Gesellschaft. Ein sehr empfehlenswertes Buch zur Annäherung an die Kultur und den Geist des Zen, jedoch ohne konkrete Anleitungen zum Übungsweg.
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am 23. April 2013
Dies ist eine Sammlung von Dharma-Vorträgen, die Charlotte Yoko Beck im Zen-Zenter in San Diego gehalten hat, wo sie als Zen-Lehrerin tätig war bis zu ihrem Tod 2012. Wie auch schon der Titel andeutet, lehrt und praktiziert Beck eine angenehm unaufgeregte Form des Zen, die zwar die Praxis und die Grundregeln beibehält, die man vielleicht auch aus mehr traditionell orientierten Zenformen oder -zusammenhängen kennt. Dabei vermittelt sie - meinem Verständnis nach - tiefgreifende Einsichten, wobei sie von Alltagssituationen ausgeht und immer wieder die Verwicklungen des Egos und dessen Vorliebe, sich selbst dramatisch zu inszenieren und dadurch mehr Einsicht (= weniger Kummer und Leid) wirkungsvoll zu verhindern.
Mich hat z.B. beeindruckt, wie sie die Notwendigkeit der konstanten jahrelangen Praxis erläutert: Charlotte Yoko Beck ist ausgebildete Musikerin und erklärt an einer Stelle, den Unterschied zwischen einem virtuosen Spiel und dem eines Anfängers, wobei die Virtuosität nicht vom Himmel gefallen, sondern Ergebnis jahrelangen Übens ist - sogar bei ganz kleinen Melodien. Was sich aber dann ganz leicht und wie selbstverständlich anhört, bedarf nichtsdestoweniger trotz langjähriger Übung. Mit der Praxis des Zen sei es ähnlich. Beck bedauert an einer Stelle, das erste Resultate in der Zenpraxis sich etwa erst nach einem halben Jahr hartnäckigen Übens einstellten, was viele entmutige, die dafür den langen Atem nicht mitbrächten. Ich fand - unter vielem anderen - gut, dass diese einfachen Dinge mal so klar angeprochen wurden.
Das Buch bringt also genaus das, was der Titel besagt: Sozusagen alltägliches Zen - geeignet sich in den Alltag von WestlerInnen zu intergrieren.
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am 15. Januar 2001
Man kann vielleicht Zen beschreiben, wenn man weiss, was Zen ist. Ein guter Lehrer sollte dennoch nicht nur das "Wissen", sondern auch die Fähigkeit haben, das Wissen zu vermitteln. Voraussetzung dafür ist ein tiefes Durchschauensvermögen der Psyche des Schülers. Joko Beck kennt die Neurosen und Verkrampfungen der westlichen und vor allem der amerikanischen Welt; gerade deswegen kann sie besser als andere den Weg zur Befreiung schildern, vielleicht besser als die, die Zen zwar sehr gut können, dennoch die Verwirrungen der Westlern nicht richtig nachempfinden. Sie schreibt einfach, direkt und extrem praktischorientiert. Einzige Kritik: das Wort "hart" in bezug auf das Üben stört das Bild der Gelassenheit und lädt nicht zum Üben ein, man denkt sofort an "sympathische" Resonanzen zwischen japanischer Samurai-strenge und masochistischem puritanischem Workaholismus. Eine spannende Lektüre für Leute, die mit beiden Füssen stehen möchten ohne den Lebensgenuß zu verpassen!
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am 22. August 2006
Wenn man dieses Buch auf englisch lesen kann ('Everday Zen', HarperCollins Verlag), dann sollte man das unbedingt tun, und sich die katastrophale deutsche Übersetzung ersparen.

Der englische Originaltext gibt eine einfache, nachvollziehbare, gut lesbare und vor allem sehr unterhaltsame Einführung in Zen, ohne dabei irgendwie esoterisch zu wirken.
In der deutschen Übersetzung geht der sinnvolle und unterhaltsame Duktus des Textes leider komplett verloren. Wichtige Begriffe werden eindeutig falsch übersetzt, Bilder und Formulierungen sind unpräzise wiedergegeben.
Der gesamte Text erscheint in dieser deutschen Übersetzung schwer verständlich, holprig, langweilig, schief und insgesamt total nervig.

Wer sich also für Zen interessiert, könnte hier bestimmt interessante Anregungen finden. Aber eben leider nicht in dieser Übersetzung, sondern nur im englischen Original.
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am 6. Februar 2013
Dieses Buch kann ich uneingeschränkt empfehlen! Joko Beck sagt, worauf es ankommt. Sie vertritt keine Ideologie, im Gegenteil. Ihre Worte weisen immer wieder auf die Lebenspraxis, das, worauf es eigentlich ankommt. Sein eigenes Leben wahrnehmen, sich mit sich selbst konfrontieren, Fluchtversuche aufgeben. Es kommt ihr nicht darauf an, das Leben weniger schmerzvoll zu machen, alles "Negative" zu beseitigen und auf einer Wolke zu schweben. Hier geht es um das tatsächliche Leben, wie es ist. Und trotz aller Hochs und Tiefs, wenn man diese als gegeben wahrnimmt und annimmt, stellt sich vielleicht einst von selbst ein innerer Frieden ein. Man beginnt allmählich, mit all den eigenen Katastrophen zu leben.
Dieses ist ein Buch, in dem es nicht darum geht, unliebsame Dinge und persönliche Zustände weghaben zu wollen, wie das ja oft bei Büchern oder irgendwelchen Therapien so ist, sondern diese einfach nur bewusst wahrzunehmen. Und auch die Veränderungen wahrzunehmen, die von selbst mit einem passieren. Sich mit dem Leben, wie es ist, auszusöhnen.
Eins der wichtigsten Bücher, die ich gelesen habe.
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am 15. Dezember 2004
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Ein passables Buch
Jemand, der zum ersten Mal in seinem Leben mit Zen Kontakt aufnimmt, kann nicht darauf hoffen, Bekanntem zu begegnen. Falls dieser erste Kontakt in Form eines Buches zustande kommt, sollte man von der Lektüre nicht erwarten, durch bestechende Logik und glasklare Argumentation vom Weg des Zen überzeugt zu werden.
Denn ein Buch über Zen-Buddhismus kann nicht „leicht verständlich" sein, wenn es wirklich von Zen erzählen will. Und so ist auch das, was die Zen-Lehrerin Charlotte Joko Beck sagt nicht immer einleuchtend. Würde es auf Anhieb einleuchten, könnte man sagen „Na klar!" und das Buch zur Seite legen.
„Zen im Alltag" ist ein Arbeitsbuch in zweifacher Hinsicht. Einerseits fordert es auf, die Dinge aus einer für viele Menschen neuen Perspektive zu betrachten. So wird beispielsweise beschrieben, warum es aus der Sicht eines Zen-Schülers wichtig ist, alle Hoffnungen fallen zu lassen. Andererseits können die beschriebenen Lebensprinzipien nur erfasst werden, wenn man sie in die Tat umsetzt, quasi ausprobiert.
Der Schreibstil ist recht einfach, für mich jedoch nicht immer klar, was an der sonderbaren Verwendung von einigen eigentlich bekannten Begriffen in ungewöhnlichen Bedeutungszusammenhängen liegen mag.
Fazit: Der Kauf dieses Buches ist für Zen-Interessierte bestimmt kein Fehlgriff.
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am 17. November 2010
Ein wunderbares Buch, weil Beck die Situationen über die sie spricht einfach kennt. Sie wird fast nie theoretisch in einem philosophischen Sinn. Sie spricht aus der Erfahrung, bereichert um die Lehren des Zen. Eine wirklich weise Frau. Ich habe Vieles über den Buddhismus gelesen, aber sie ist die einzige, der ich mich wirklich "nahe" gefühlt habe.
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am 27. Mai 2016
Bei vielen Zen-Büchern habe ich den Eindruck, man müsse in ein japanisches Kloster gehen, um ernsthaft auf dem Zen-Weg vorwärts zu kommen. Was unweigerlich die Frage nach sich zieht, wie man den Zen-Weg gehen kann, wenn die Kloster-Option nicht die erste Wahl ist. Genau hier setzt Joko Beck an. Zen ist immer und überall, wenn wir das wollen. Es setzt eben nicht ein Leben als Mönch mit streng getaktetem, ritualisiertem Tagesablauf voraus. Die Geschichten, Beispiele und Anregungen sind aus dem Leben für das Leben. Und genau deshalb bin ich dem Thema ZEN hier viel näher gekommen als in vielen anderen Büchern. Jetzt gilt es - und das die Kernbotschaft von Joko - den Weg zu gehen. Das nämlich ist des Pudels Kern. Lesen allein ist bestenfalls ein Anfang, auch bei diesem Thema/Buch. Danach heißt es aufstehen, gehen, handeln ...
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am 9. März 2012
Charlotte Joko Beck betont in "Zen im Alltag" durchgängig die Notwendigkeit des Übens. Das Leben sei geprägt durch Suche - nach dem richtigen Job, einem passenden Partner oder nach Erleuchtung. "Und was ist der Grund all des Suchens? Unbehagen, Kummer, das Gefühl von Schwäche und Elend", schreibt die Zen-Lehrerin auf S. 128. Der Übungsweg sei jedoch keine Suche. Üben, das heisse bei dem und in dem zu sein, was die die Suche motiviert. Und dieses Üben - sei es in der Meditation oder im Alltag -, das ist nach Einschätzung von Joko Beck nicht leicht - und es dauere ein Leben lang.

"Zen im Alltag" basiert auf Vorträgen, die die im letzten Jahr verstorbene US-Amerikanerin ihren Schülern gegenüber gehalten hat. Die Sprache ist klar, treffend. Dies ist in meinen Augen ein modernes Zen-Buch, welches den Kern der Sache nicht verfälscht. Wer sich etwa an einem Huang-po stellenweise die Zähne ausbeißt, der kann es ja mal mit Joko probieren.
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