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am 15. Oktober 2007
Kyosaki steht in den USA in Kritik. Er liefere "Binsenweisheiten" und sein "Reicher Vater" hätte nie existiert.

Mir ist das ganz egal, aus seinen Büchern habe ich sehr viel Gewinn ziehen können und sie sind eine gute Motivationsquelle.
Was Kyosaki schreibt hat jedenfalls weit mehr Hand und Fuß als was 95% der Schreiberlinge zum Thema Geld ablassen.
Schon alleine für die Erklärung das das Eigenheim kein Asset sein muss verdient der Mann einen kleinen Orden. Sicher eine Binsenweisheit. Aber die wenigsten denken über solche Binsenweisheiten nach!! Und das ist es was entscheidet!

Ich hatte auch zwei Väter. Einen Reichen, und einen Armen, allerdings in einer Person.
Mein Vater war Unternehmer im Dienstleistungsbereich. Bei meiner Geburt ein Konditorgeselle der mit Gelegenheitsjobs auskommen musste, so arm das meine Eltern sich von meiner Babynahrung miternährten weil ihnen nach allen Abzügen gerade mal 90 D-Mark im Monat übrig blieben. - Über einige Jahre erschuf er aus dem Nichts ein Unternehmen mit über 70 Mitarbeitern. Der Lebensstandard stieg, aber das Geld auf den Konten nicht so erheblich wie man erwarten würde. - Ein Unternehmer im "S-Quadrant" nach Kyoksaki. Immer selbst, immer ständig, was sich in kaputten Nerven und Knochen äußerste.
Was ihn vom wirklich großen Erfolg abhielt war seine mangelnde finanzielle Ausbildung und sein Denken das tlw. immernoch laut Kyosaki "poor" war.

"Suche dir einen sicheren Arbeitsplatz, geh zum Staat oder einem Großkonzern, der füttert dich durch." Musste ich auch am Ende meiner Schulzeit anhören. Und ich wusste doch schon damals das es nicht wahr sein konnte. Mein Vater wartete immernoch auf den Lottogewinn - auch wenn er es schon längst geschafft haben hätte können. - Ihm ging es finanziell wirklich nicht schlecht, aber das Geld rinn ihm nur so durch die Finger und verschwand im Nichts. Großes Eigenheim, 2 Eigentumswohnungen, mehrere Autos aber es waren Dinge die statt Geld einzubringen nur Geld kosteten.

Es ist tatsächlich nicht wirklich entscheidend wieviel man verdient, sondern wieviel man davon für sich behält.

Ich kann "Rich Dad poor Dad" nur empfehlen, es ist eins der besten Bücher die ich gelesen habe. Nicht am besten geschrieben, aber es enthält sehr viele "Lernenswerte" Dinge. Auch durch Kyosakis weitere Bücher "Cashflow Quadrant" und "Rich Dads Guide to Investing" habe ich viel gelernt und neue Denkanstöße bekommen über die Dogmen der Finanzbranche und sogenannter "Berater" und den Unsinn den sie uns erzählen. Weg vom Mainstream.
Auch weiterführende Tips zu Büchern anderer Autoren werden gebeten die mir ebenfalls sehr dabei geholfen haben mir über meine Fehler klar zu werden - und darüber was ich bisher falsch und richtig gemacht habe - nicht nur in finanziellen Dingen.

Alleine durch Kyosakis Art zu denken, werde ich jeden Monat "reicher" - auch wenn es noch keine Unsummen sind, ich sehe optimistisch in die Zukunft. Welche Krisen auch kommen mögen.

Das vietnamesische Sprichwort
"Das Geld geht durch Haus des Armen, wie Wind durch eine verfallene Hütte" ist nur zu wahr.

Ein anderer Rezesent schrieb:
"Denn Mr.Kiyosaki vertritt doch allen Ernstes die Ansicht Geld sei Illusion und könne daher aus dem Nichts erschaffen werden!"

Das ist nunmal die Wahrheit, wer weiß was "Giralgeld" ist und immernoch nicht versteht was Kyosaki meint, und warum sein Geld jedes Jahr weniger Wert wird - Der kann nicht durchblicken.
Unser Geldsystem besteht nur aus Illusionen, sonst würde doch niemand bunt bedruckte Papierscheine annehmen für die man nichtmal etwas bekommt wenn man sie bei der Bank vorlegt. - Auf dem Euro sind nichtmal die Gebäude drauf echt.

Kyosaki, arg amerikanisch? Natürlich, Kyosaki ist Amerikaner.
Kein "guter Schreibstil"? Viel Wiederholung? Eindeutig. - Die Wiederholung hat imho sogar ihr Gutes, man prägt sich vieles leichter ein - und das Kyosaki kein "literarisches Schwergewicht" ist, das schadet überhaupt nicht.

5 Sterne und eine persönliche Empfehlung. Wenn doch nur alle "schlecht geschriebenen" Bücher inhaltlich so gut wären.
1313 Kommentare| 243 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Bei diesem Buch handelt es sich um eine ins Deutsche übersetzte Überarbeitung eines Weltbestsellers aus dem Jahre 1997. Sein Autor hat genau das geschafft, was er in diesem Buch seinen Lesern vorschlägt, nämlich mit einer aus einem guten Gehalt angesparten relativ kleinen Summe ein Millionenvermögen zu machen, von dem er ungezwungen und frei leben kann. Das schaffen nur wenige Menschen, weil man dazu eine bestimmte Denkweise braucht, die nirgendwo wirklich vermittelt wird. Und von dieser Denkweise handelt dieser Bestseller.

Natürlich hatte Kiyosaki nur einen Vater. Und der legte eine steile Karriere im Bildungssystem von Hawaii hin. Für ihn ist sein leiblicher Vater jedoch der arme Vater, mit dem er ständig im Streit lag, weil er genau das Gegenteil von dem tat, was das Übliche ist, nämlich sich um eine hervorragende Ausbildung zu kümmern, damit man einen gut bezahlten Job bekommt und aufsteigen kann. Kiyosaki hörte auf den Vater seines Freundes Mike, der seinem Sohn und ihm die Denkweise vieler sehr reicher Menschen nahebrachte. Dies war sein reicher Vater, zu dem er sich mehr hingezogen fühlte.

Nach seiner Ausbildung fuhr Kiyosaki auf Frachtern im pazifischen Raum umher, um den Handel dort kennenzulernen. Eine daraus entstandene gut bezahlte Anstellung mit großen Aufstiegschancen kündigte er, um als Pilot eines Kampfhubschraubers am Vietnamkrieg teilzunehmen. Dort lernte er nach eigenem Bekunden Menschenführung unter gefährlichen Bedingungen. Danach gab er sein Offizierspatent zurück und begann eigene Unternehmen zu gründen. Er lies Produkte in Korea fertigen, die er mit enormen Gewinnen in den USA und weltweit vermarktete. Sein eigentliches Vermögen machte er jedoch als Immobilienhändler. Darauf wird in diesem Buch mehrfach recht ausführlich eingegangen.

Reich zu sein bedeutet für Kiyosaki, sich aus der Lohnabhängigkeit zu befreien und sich ein Vermögen zu erwirtschaften, von dem man leben kann, ohne dass man sich dafür ausbrennt. Um auf diesem Weg voranzukommen, muss man sich erst einmal entsprechend bilden. Solche Informationen werden nicht kostenlos weitergegeben. Vielmehr muss man sie suchen, wenn man weiß, was man will, und auch dafür bezahlen. Beispielsweise besuchte Kiyosaki Seminare, in denen er lernte, wie man Immobilien bei Zwangsversteigerungen vernünftig erwirbt oder wie man das Vorgehen der US-Bundesstaaten im Umgang mit Grundsteuerschuldnern zu einem fast risikolosen Einkommen nutzen kann.

Es geht jedoch in diesem Buch nicht um das Thema "Wie werde ich reich mit Immobilien?", sondern um die hinter Kiyosakis Erfolg stehende Denkweise, die unserer Kultur und unserem Bildungswesen noch stärker widerspricht als das in den USA der Fall ist. Wer sich aus diesem Buch konkrete Hinweise erwartet, wie man schnell und sicher reich wird, muss mit einer Enttäuschung rechnen, denn er wird solche Hinweise nicht vorfinden. Vielmehr wird Kiyosaki nicht müde, immer wieder darauf hinzuweisen, dass man zunächst seine eigene finanzielle Intelligenz schulen, sich ein Startkapital erarbeiten und nebenbei mit dem Weg in die finanzielle Freiheit beginnen muss.

Was man auf diesem Weg letztlich macht, wie man sein eigenes Geschäft neben seiner Angestelltentätigkeit aufbaut, hängt von den eigenen Interessen und Fähigkeiten ab. Insofern ist dies eigentlich nur ein Buch für Menschen, die einen solchen Sprung aus der Lohnabhängigkeit wirklich wagen wollen, eine Ermutigung brauchen und die passende Denkweise kennenlernen möchten.
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am 22. November 2009
Ich möchte hier gar nicht auf inhaltliche Stärken dieses Buches eingehen, da diesbezüglich in den anderen Rezensionen sehr viel zu finden ist. Mir jedenfalls wurde sehr geholfen, da dieser Ratgeber so ziemlich alle Punkte im Themenkomplex Erfolg und Reichtum behandelt. Ich habe sehr viele Schnittmengen im Vergleich zu Bodo Schäfer, Napoleon Hill und Christian Bischoff entdeckt, nur dass sie hier am besten vermittelt werden. Allerdings gibt es ein Problem, welches bisher noch nicht vollständig behandelt wurde: Die Übersetzung. Dieses Buch wurde 2001 unter dem Titel "Reichtum kann man lernen" vom MVG Verlag in die deutsche Sprache übersetzt. Diese Ausgabe habe ich ausgeliehen und begeistert gelesen. In dem Glauben, das vom Goldmann-Verlag 2006 neu aufgelegte Werk "Rich Dad, Poor Dad" wäre inhaltlich identisch (so in anderer Rezension genannt), zog ich es des Preises wegen der alten Auflage vor. Ein Fehler, wie sich herausstellte, denn zwar basieren beide Übersetzungen auf dem gleichen Buch, sind aber inhaltlich verschieden. Meiner Meinung nach ist die Übersetzung vom Goldmann-Verlag deutlich missglückt, man hat sich sehr bemüht, den Wortschatz und Schreibstil so sehr zu vereinfachen, dass ein sehr kindhaft anmutender Text resultierte. Für den Lesefluss und die positive Resonanz, welche bei mir ausgelöst wurde, ist mir "Reichtum kann man lernen" deutlich förderlicher. Daher empfehle ich nach Möglichkeit die alte Auflage, da sie den nach wie vor großartigen Inhalt besser und glaubwürdiger zu vermitteln weiß.
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am 21. November 2011
Kennen Sie das Heft "Der Seher" aus der Comic-Reihe von Asterix und Obelix? Dann werden Sie bei diesem Buch viel Bekanntes hören. Kiyosaki ist ein Meister darin, die Ängste der Leute zu seinem Vorteil zu nutzen, insbesondere die Ängste der Mittelschicht vor dem sozialen Abstieg. Das Buch zeigt nicht, wie man ein Unternehmen aufbaut, einen Geschäftsplan erstellt, Marketing betreibt, seine Finanzen ordnet, Geld anlegt etc... was macht es dann? Es will das Bewusstsein wecken, Geld so zu betrachten, wie die Reichen es tun, weil man mit diesem Bewusstsein reich werde.
Irgendwie wirkt es tatsächlich beflügelnd, und man hat den Eindruck, mit wenig Auwand und nur ein bisschen Mut könne man der in diesem Buch viel bescholtenen "Tretmühle" entgehen und sich zu einem sorgenfreien Leben aufschwingen.

Tatsächlich sind die Ratschläge in dem Buch unter Fachleuten umstritten und werden abwechselnd als "dämlich", "schlecht" und "gefährlich" eingeschätzt.
Die Lebensgeschichte, die den roten Faden des Buches bildet, in dem ein 9-Jähriger von einem Finanzgenie in die Geheimnisse der Finanzwelt eingeführt wurde, sind komplett erlogen. Weder gibt es einen Hinweis auf das angebliche "Imperium" von "Rich Dad" auf Hawai, noch lässt sich erkennen, wie der Autor selbst seine Ratschläge beherzigt hätte. Tatsächlich hat er lieber sichere Anstellungen bevorzugt, ein Kleinst-Unternehmen mit Geldbörsen in den Sand gesetzt und außer seinen Ratgeberbüchern und seinem Spiel über die Welt der Finanzen (bei Amazon schlappe 195€) keine erkennbaren größeren Einnahmequellen.

Wer sich genauer mit Kiyosaki beschäftigen möchte, sollte unbedingt auch die Kritik auf der englischen Wikipedia lesen, unter "kiyosaki fraud" googlen (diesen Rat habe ich aus einer anderen Rezension und habe dort Erstaunliches gefunden) und nach einem Artikel der Wochenzeitung "Die Zeit".

Es gibt ein anderes Buch, in dem ich sehr solide und vor allem erprobte Grundsätze über eine gute berufliche Lebensplanung gelesen habe: "Think Big" von Ben Carson. Der Autor ist schwarz und hat es in Amerika zu einem der berühmtesten Neurochirurgen der Welt gebracht. In dem Buch beschreibt er die Prinzipien, die seine Mutter ihn gelehrt hat. Seine Mutter war eine ungebildete aber unglaublich weise Frau, die als Putzfrau bei den Reichen arbeitete und gezielt danach fragte, wie sie reich geworden sind und das Leben der Reichen beobachtet hat. Die Erkenntnisse dieser Frau waren das Beste, was ich je über Karriereplanung gelesen habe.
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am 25. Januar 2015
Vorab sei angebracht, dass es um amerikanische Steuertricks und juristische Winkelzüge geht, die in dieser Form im deutschsprachigen Raum vielleicht, aber nicht unbedingt ähnliche Ableger haben, was die Anwendbarkeit erschweren dürfte.
Der Autor nimmt sich den eigenen, redlichen, artig Steuern zahlenden und häufig auf Kreditfinanzierung zurückgreifenden Vater als abschreckendes Beispiel und idealisiert stattdessen den mit allen Wassern gewaschenen, erfolgreichen Unternehmervater seines besten Kindheitsfreundes von frühen Jugendtagen an als berufliches Vorbild. Womit wieder einmal aufgezeigt wäre, dass man mit Redlichkeit und Gesetzestreue nur so weit zu kommen scheint, dass sogar ein Heranwachsender schon erkennt, welcher Weg zum eigenen Erfolg der bessere ist. Und zwar der von eigener Firma, Abschreibungen, kühler Spekulation, Berechnung und üppigen Zahlungen an Steuerberater und Anwälte.
Das in weiten Teilen autobiografisch gehaltenen Werk beginnt mit der Schulung der 2 Freunde durch den erfolgreichen Vater, in deren Folge der Autor beginnt, sich Sattelfestigkeit in finanziellen und unternehmerischen Belangen anzueignen, eine gute wirtschaftsbetonte Ausbildung abzuschließen, fleißig zu arbeiten und zu sparen um anschließend den schuldenfreien Weg in die Selbstständigkeit zu gehen. Dies erfolgt nicht über eine produzierende Firma oder ein handfestes Gewerbe, sondern ausschließlich auf Basis von Immobilien- und Wertpapierinvestitionen, was die Wertigkeit des Buches für Personen, die mit dem Gedanken liebäugeln mit eigenem Schweiß und Ideen ein Unternehmen zu gründen, gegen Null tendieren lässt. Nichts desto trotz strotzt es vor guten und sinnvollen Tipps zur richtigen Gestaltung eines finanziellen Lebenszyklus, auch wenn die moralischen und ethischen Grundkenntnisse des Autors zu wünschen übrig lassen, da sein Imperium und der damit einhergehende Wohlstand primär auf finanziellen Nachteil anderer aufgebaut sind. Die Immobilienspekulationen zeichnen ihn als Finanzkrisengewinnler aus, dem geplatzte Börsenblasen ein Fest sein müssen, da seine Investitionen nach dem Schema ablaufen, möglichst billig Immobilien in schweren Zeiten von teils verzweifelten Menschen zu kaufen und den Preis möglichst immer niedrig zu halten, um dann mit maximalem Profit wieder zu verkaufen. Die unversteuerten Gewinne fließen in hochriskante Aktienspekulationen, wobei er sogar die Dreistigkeit besitzt, den Begriff des Insiderhandels und der Weitergabe von vertraulichen Firmendaten als verhältnismäßig legal darzustellen. Er schrammt generell gerne am äußersten Rand der Legalität vorbei und macht keinen Hehl aus seiner Mentalität, dies als sein ihm gutes Recht auszuweisen, auch wenn er einmal empfiehlt, es wäre einfacher, sich an Gesetze zu halten. Was für sich spricht.
Was die Ratschläge zu guter Ausbildung, Sparsamkeit, Interesse und eigenmotivierter Weiterbildung in finanziellen und wirtschaftlichen Belangen angeht ist dem Autor ein guter Wurf gelungen. Der schale Nachgeschmack bleibt durch die tendenzielle Abgehobenheit, wenn nicht schon Herablassung des Autor gegenüber all den hart arbeitenden Menschen, die nie die Möglichkeit höherer intellektueller Weihen vor Augen habend dürften und für ihn jetzt gerade gut genug sind, mit Krediten und Hypotheken belastet für seine Mieteinnahmen zu roboten bis sie sich irgendwann vielleicht schuldenfrei in die Mindestpension retten können, um dann die Früchte ihrer jahrzehntelangen Schufterei in Form von Altersarmut, schlechter Gesundheitsversorgung und Verwahrlosung ernten zu können. Dass das auf diese Weise erwirtschaftete Vermögen auch noch den Hochofen der riskanten Börsenspekulationen weiter befeuert, da diese am profitabelsten sind, anstatt in zumindest halbwegs seriöse Unternehmungen oder Firmen zu investieren, setzt dem ganzen die Krone auf.
Der Autor hat es in seinen Augen bestimmt richtig gemacht und sich lästiger humanistischer Ideale schon früh genug entledigt und ja, man wünscht seinen eigenen Kindern, und wenn man ehrlich ist, auch sich selbst möglichst viel eigene Prosperität bis hin zum, unter diesen Umständen zu eventueller Schlaflosigkeit, treibenden Reichtum. Nur ob man ehrlich arm bis mittelständig guten Gewissens besser leben kann als reich und skrupellos? Als Gewohnheitstier würde man sich wohl an beides gewöhnen können.
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am 23. September 2007
Eigentlich müsste der Titel des Buchs "Rich Dad, Very Rich Dad" lauten, denn sein "Poor Dad" war keineswegs arm, sondern lediglich ein gut verdienender Regierungsangestellter, dem es trotzdem zu Lebzeiten nicht glückte finanzielle Unabhängigkeit zu erlangen. Kiyosakis Ansatz anhand zweier unterschiedlicher Perspektiven herauszuarbeiten, wie allein die Ansichten und Einstellungen in Bezug auf Geld zu wirtschaflichen Erfolg bzw. Misserfolg führen, empfand ich insgesamt als gelungen. Positiv fiel mir dabei auf, dass er ganz klar den Unterschied zwischen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten darlegte und dem Leser dringend ans Herz legt stets Vermögenswerte zu kaufen. Seine Strategie: Nur Vermögenswerte generieren Cashflow bzw. zusätzliche Einnahmen, die letztendlich zur finanziellen Freiheit führen. Die Zusammenhänge zwischen Einnahmen, Ausgaben, Vermögenswerten, Verbindlichkeiten und Zahlungsströmen werden sehr schön mit kleinen Diagrammen veranschaulicht. Zum Schutz der Vermögenswerte und zur Verringerung der Steuerzahlungen rät er das Vermögen in eine Gesellschaft einzubringen, die man selbst kontrolliert. Seine Ausführungen zur Geschichte der Steuern in Amerika gefiel mir in diesem Zusammenhang sehr gut. Kontinuierliche Erweiterung der finanziellen Kenntnisse durch Weiterbildung hält er für unerlässlich.

Negativ fielen mir mehrmals seine Plattitüden in Kombination mit einem militärischen Impetus auf. Schablonenhafte und wenig glaubwürdige Beispiele vom amerikanischen Immobilienmarkt gepaart mit einem schlichten Erzählstil erinnern besonders auf den Seiten 162-164 und 173 eher an eine US amerikanischen Märchenstunde als an reale Geschäftsabschlüsse. Allerdings lässt der aktuelle Zustand vieler US Hypothekenfinanzierer darauf schließen, dass es bei vielen "Privatinvestoren" derart naiv zugegangen sein mag. In diesem Fall ist "Rich Dad, Poor Dad" das Begleitbuch zur US Hypothekenkrise. Naive und finanzschwache Privatinvestoren suchen das schnelle Geld in kreditfinanzierten Immobiliengeschäften im Irrglauben, dass die Preise für Häuser ins Unermessliche steigen. Die Dotcom-Economy der Jahre 1996-2001 lässt grüssen.

Mein abschließendes Fazit: Im Grunde handelt es sich um einen neuen Aufguss aus den Inhalten der Bücher "Denke nach und werde reich", "Der Weg zur finanziellen Freiheit" und "Der Reichste Mann von Babylon". Die Art und Weise wie Kiyosaki diese Inhalte in seiner Geschichte verpackt, lässt sie weniger stringent und strukturiert erscheinen. Mit diesem Buch kann man zwar nicht viel falsch machen, allerdings würde ich die Lektüre der zuvor genannten Bücher bevorzugen.
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am 26. Juni 2010
Ich habe auf einer Party die Empfehlung für dieses Buch erhalten und danach umgehend gelesen, da mich das Thema grundsätzlich interessiert. Auch den Kern gebracht hat es jedoch nur wenig Neues zu bieten als der Leitsatz "Halte Deine (Fix)-kosten im Griff, meide Schulden und investiere Dein gespartes Geld mit einer unternehmerischem Attitude - oder werde am Besten gleich erfolgreicher Unternehmer". Die Tipps stammen aus dem Vor-New-Economy- und Vor-Real-Estate-Crash in den USA und sind nur bedingt in die hiesige Anlagepraxis übertragbar: Zum einen werden Immobilientransaktionen in Deutschland stark mit Gebühren und Abgaben belastet, zum anderen gibt es Deutschland keine mit den USA vergleichbare risikoorientierte Gründerkultur. Darüber hinaus gelten andere Steuergesetze. Wer Geld übrig hat ist m.E. bei verschiedenen Publikationen besser aufgehoben wie z.B. Davin F. Swensen (Unconventional Success). Tatsache ist jedoch, dass sich viele Menschen für eine selbstgenutze Immobilie hoch verschulden, bis zu ihrem Rentenbeginn ihre Hypotheken tilgen und dadurch keinerlei freies Kapital für andere Anlageformen haben. Sie gehen damit erhebliche Klumpenrisiken ein, ohne sich dessen bewusst zu sein. Für diesen Personenkreis ist das Buch ein guter "Wake-Up-Call", der zum Nachdenken anregt.
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am 25. Januar 2015
Vorab sei angebracht, dass es um amerikanische Steuertricks und juristische Winkelzüge geht, die in dieser Form im deutschsprachigen Raum vielleicht, aber nicht unbedingt ähnliche Ableger haben, was die Anwendbarkeit erschweren dürfte.
Der Autor nimmt sich den eigenen, redlichen, artig Steuern zahlenden und häufig auf Kreditfinanzierung zurückgreifenden Vater als abschreckendes Beispiel und idealisiert stattdessen den mit allen Wassern gewaschenen, erfolgreichen Unternehmervater seines besten Kindheitsfreundes von frühen Jugendtagen an als berufliches Vorbild. Womit wieder einmal aufgezeigt wäre, dass man mit Redlichkeit und Gesetzestreue nur so weit zu kommen scheint, dass sogar ein Heranwachsender schon erkennt, welcher Weg zum eigenen Erfolg der bessere ist. Und zwar der von eigener Firma, Abschreibungen, kühler Spekulation, Berechnung und üppigen Zahlungen an Steuerberater und Anwälte.
Das in weiten Teilen autobiografisch gehaltenen Werk beginnt mit der Schulung der 2 Freunde durch den erfolgreichen Vater, in deren Folge der Autor beginnt, sich Sattelfestigkeit in finanziellen und unternehmerischen Belangen anzueignen, eine gute wirtschaftsbetonte Ausbildung abzuschließen, fleißig zu arbeiten und zu sparen um anschließend den schuldenfreien Weg in die Selbstständigkeit zu gehen. Dies erfolgt nicht über eine produzierende Firma oder ein handfestes Gewerbe, sondern ausschließlich auf Basis von Immobilien- und Wertpapierinvestitionen, was die Wertigkeit des Buches für Personen, die mit dem Gedanken liebäugeln mit eigenem Schweiß und Ideen ein Unternehmen zu gründen, gegen Null tendieren lässt. Nichts desto trotz strotzt es vor guten und sinnvollen Tipps zur richtigen Gestaltung eines finanziellen Lebenszyklus, auch wenn die moralischen und ethischen Grundkenntnisse des Autors zu wünschen übrig lassen, da sein Imperium und der damit einhergehende Wohlstand primär auf finanziellen Nachteil anderer aufgebaut sind. Die Immobilienspekulationen zeichnen ihn als Finanzkrisengewinnler aus, dem geplatzte Börsenblasen ein Fest sein müssen, da seine Investitionen nach dem Schema ablaufen, möglichst billig Immobilien in schweren Zeiten von teils verzweifelten Menschen zu kaufen und den Preis möglichst immer niedrig zu halten, um dann mit maximalem Profit wieder zu verkaufen. Die unversteuerten Gewinne fließen in hochriskante Aktienspekulationen, wobei er sogar die Dreistigkeit besitzt, den Begriff des Insiderhandels und der Weitergabe von vertraulichen Firmendaten als verhältnismäßig legal darzustellen. Er schrammt generell gerne am äußersten Rand der Legalität vorbei und macht keinen Hehl aus seiner Mentalität, dies als sein ihm gutes Recht auszuweisen, auch wenn er einmal empfiehlt, es wäre einfacher, sich an Gesetze zu halten. Was für sich spricht.
Was die Ratschläge zu guter Ausbildung, Sparsamkeit, Interesse und eigenmotivierter Weiterbildung in finanziellen und wirtschaftlichen Belangen angeht ist dem Autor ein guter Wurf gelungen. Der schale Nachgeschmack bleibt durch die tendenzielle Abgehobenheit, wenn nicht schon Herablassung des Autor gegenüber all den hart arbeitenden Menschen, die nie die Möglichkeit höherer intellektueller Weihen vor Augen habend dürften und für ihn jetzt gerade gut genug sind, mit Krediten und Hypotheken belastet für seine Mieteinnahmen zu roboten bis sie sich irgendwann vielleicht schuldenfrei in die Mindestpension retten können, um dann die Früchte ihrer jahrzehntelangen Schufterei in Form von Altersarmut, schlechter Gesundheitsversorgung und Verwahrlosung ernten zu können. Dass das auf diese Weise erwirtschaftete Vermögen auch noch den Hochofen der riskanten Börsenspekulationen weiter befeuert, da diese am profitabelsten sind, anstatt in zumindest halbwegs seriöse Unternehmungen oder Firmen zu investieren, setzt dem ganzen die Krone auf.
Der Autor hat es in seinen Augen bestimmt richtig gemacht und sich lästiger humanistischer Ideale schon früh genug entledigt und ja, man wünscht seinen eigenen Kindern, und wenn man ehrlich ist, auch sich selbst möglichst viel eigene Prosperität bis hin zum, unter diesen Umständen zu eventueller Schlaflosigkeit, treibenden Reichtum. Nur ob man ehrlich arm bis mittelständig guten Gewissens besser leben kann als reich und skrupellos? Als Gewohnheitstier würde man sich wohl an beides gewöhnen können.
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am 17. Juni 2016
Ich beschäftige mich bereits seit geraumer Zeit mit Geldanlagemöglichkeiten. Dieses Buch ist ehrlich gesagt völlig überflüssig für jeden der schon jetzt weiß, dass man sein Geld gerade in jungen Jahren besser investieren sollte anstatt es in Konsumgüter zu stecken. Wer also vorhat sich von seinem ersten verdienten Geld so bald wie möglich seinen Traumwagen zu kaufen, sollte dieses Buch wirklich lesen ;) Genauso die Leute, die glauben, dass ein Eigenheim einen Vermögenswert darstellt, der ohne Risiken ist oder die nicht wissen welche kosten sich daraus ergeben und dass ein Eigenheim nunmal keine Rendite abwirft. Für alle anderen bietet dieses Buch keinerlei Erkenntnisse.
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am 30. November 2008
Ich hatte wirklich viel Spass mit dem Buch 'Rich Dad Poor Dad' ' Was die Reichen ihren Kindern über Geld beibringen.
Es war für mich eine neue Art Geld zu betrachten. Dieses Buch erzählt von Robert Kiyosaki schildert die Geschichte von Roberts echtem Vater und dem Vater seines besten Freundes. Sein wirklicher Vater, 'armer Vater', arbeitete für sein Geld, während sein 'reicher Vater' das Geld für sich arbeiten ließ.

Kiyosaki erklärt, dass selbst jemand mit viel Geld auf der Bank arm sein kann, denn obwohl sie finanziellen Wohlstand auf der Bank haben, sind sie dennoch im Geiste arm, da sie jetzt Angst haben, all ihr Geld zu verlieren.

Ich liebe es, dass Kiyosaki sagt 'Es geht nicht darum, was du verdienst, es geht darum, was du behälst'. Wenn du 100.000 $ verdienst und 125.000 $ ausgibst, dann bist du arm. 'Rich Dad Poor Dad' lehrt dich, wie eine reiche Person zu handeln, zu denken und zu sein, anstatt wie eine arme Person.

Ein weiteres veränderndes Buch, dass mir viel Vergnügen bereitet hat, ist 'Being Here: Modern Day Tales of Enlightment' von Ariel & Shya Kane. Es ist ein Buch voller inspirierender Kurzgeschichten und bisher leider nur in Englisch erhältlich.
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