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am 3. Mai 2009
Michael Winterhoff gibt in gewohnt klarer Form Aufschlüsse über das Phänomen "Auffälliges Verhalten bei Kindern und Jugendlichen". Er zeigt auf, welche verschiedenen Ursachenfelder zusammenwirken und dazu führen können, dass Jugendliche sich aufgrund mangelhafter Sozialisation bei Berufs- und Lebensgestaltung sowie dem Bestreben diese Dinge qualitativ und längerfristig für alle Seiten befriedigend zu gestalten sich "selbst im Weg stehen" werden. Hoffentlich kommt seine Botschaft auch bei denen an, die durch ihr Verhalten diese Misere mit herbeiführen, damit sie sich im Sinne der Kinder eines Besseren besinnen!
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am 13. Januar 2010
Böse Zungen behaupten ja, Psychologen und Psychiater haben diesen Beruf nur zur Selbsttherapie gewählt, und je mehr Seiten man von Winterhoffs wildem Sammelsurium liest, um so mehr drängt sich auch hier der Gedanke auf: da will sich einer gaaaanz wichtig machen, das Rad neu erfinden und so etwas wie mediale Aufmerksamkeit einheimsen, indem er Extremfälle aus seiner Praxis auf die gesamte Kindergeneration pauschal anwendet. Er fühlt sich durch die Flut von extrem gestörten Patienten (und deren extrem gestörter Eltern) wohl zum Messias in Sachen Kindererziehung berufen, um die Menschheit vor weiteren Extremfällen zu beschützen. So gesehen müsste jeder Arzt, gleich welches Fachgebiet, tonnenweise Bücher über die medizinischen Extremfälle ihrer Praxis schreiben, tun es aber trotzdem nicht. Warum? Weil nicht jeder mit dieser selbstgefälligen und narzisstischen Art eines Winterhoff anderen Menschen eine Zwangstherapie aufs Auge drücken will.

Für all jene, die erwägen das Buch zu kaufen: lasst es bleiben, ihr legt es nach wenigen Seiten wieder weg. Geht mit euren "gestörten" Kindern für das Geld lieber ein Eis essen oder ins Kino oder in den Zoo oder macht was sonst was schönes in der Zeit, die ihr euch fürs Lesen dieses Buches reserviert hättet.
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am 26. September 2009
wir verbieten unserem Sohn jetzt früher manche Dinge, die wir sonst mit vielen Argumenten versucht haben zu erklären und sein Einverständins und damit eine friedliche /harmonische Stimmung zu erreichen - das Gegentail war der Fall: unser Sohn war öfter lange wütend oder unzufrieden. Jetzt machen wir eher einfach wie wir'S für richtig halten auch wenn es gründlich gegen seinen Willen ist; was unseren Sohn aber offensichtlich eher ruhiger und zufriedener gemacht hat; wenn wir ihm deutlich die Grenzen zeigen, nimmt er davon sichtilich keinen Scahden - sonst käme er wohl kaum singend aus seinem Zimmer, wenn wir trotz seines Protests auf dem Einhalten einer Regel bestehen; er kann mit Frustrationen wesentlich besser umgehen; die ewige Diskutiererei (Partnerschaftlichkeit) hat viele Nerven gekostet, weil es in jeder Situation von vorne losging. jetzt muss man einiges 1x "durchstehen" aber wir werden in der nächsten Situation nicht wieder in eine Dikussion verwickelt, weil er gelernt hat, dass es Dinge gibt, die "einfach so sind" oder die wir so machen, weil wir die ELtern sind PUNKT.
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am 20. Juli 2009
Wir haben einen mittlerweile acht jährigen kleinen "Tyrannen" zu Hause. Uns hat das Buch sehr geholfen, uns noch stärker zu hinterfragen. Was haben wir als "moderne" Eltern mit der Geburt unseres ersten Sohnes nicht alles gelesen, besprochen, uns Konzepte angehört, alles in der Liebe, es besser als unsere Eltern in den "spießigen" 70er Jahren zu machen. Das Ergebnis der gewährten "Freiräume", des "Einbeziehens" in unsere Erwachsenenwelt war in der Tat ein kleiner "Tyrann", aus "guten Verhältnissen". Die Erkenntisse, den Spiegel, den Winterhoff uns da vorhält, absolut hilfrich. Lösungen, also "Auswege" (Untertitel) im Sinne von ausdrücklichen Handlungsbeispielen, wie wir, oder auch Lehrer vor Klassen mit "kleinen Tyrannen" (die uns sehr vetraut scheinen)und somit aus dem nun mitverursachten Dilemma, wieder rauskommen, bietet er indes wenig an. Einzig eben, Umdenken, Kind als Kind sehen, frei nach dem Motto: "Der Weg ist das Ziel" und dafür ist es nie zu spät. Wir sind nun auf dem Weg....
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am 25. Februar 2009
Erziehung - eine Gesellschaftsfrage
Hätte man vor einem Jahr gedacht, dass Erziehungsfragen oder besser, die Erziehungshaltung", eine Gesellschaft derart bewegen kann? Die Listenplätze in den Verkaufscharts und das nach wie vor starke Medieninteresse zeigen, dass Michael Winterhoff ein zentrales Thema angepackt hat. Dezidiert hat er seine Beobachtungen aus seinem Praxisalltag analysiert und erkannt, dass sich ein gefährliches Massenphänomen eingestellt hat, welches die Entwicklung unserer Gesellschaft eklatant gefährdet. Dabei ist er durchaus provokativ vorgegangen. Denn das Ziel war es, die Gesellschaft wach zu rütteln und zur Diskussion zu bewegen. Das ist ihm voll und ganz geglückt. Die Auseinandersetzung ist da. Und daher war es auch richtig, nicht gleich ein Buch vorzulegen, welches eine solche durch einen Katalog möglicher Lösungen gleich im Anfang erstickt hätte. Jetzt kommen, mit dem zweiten Buch, die Auswege und damit kann die Diskussion in die nächste Runde gehen.

Eine Fortführung, keine Ergänzung
Winterhoff greift in seinem zweiten Buch die Einwände und Fragen seiner Leser und Kritiker auf. Er geht nun intensiver auf die von ihm verwandten Begrifflichkeiten ein. Vielleicht um auch ein wenig Schärfe aus der Diskussion zu nehmen, keinesfalls aber, um seine Positionen zu verändern. Ausführlich beschreibt er noch einmal seine Ausgangsthesen, vertieft diese und erläutert aus dem Blickwinkel der Kinderpsychiatrie heraus, was eine gesunde Persönlichkeitsentwicklung eines Kindes eigentlich bedeutet.

Dazu schildert er immer wieder, wie auch im ersten Buch, Beispiele aus seinem Praxisalltag als Kinderpsychiater. Feinfühlig analysiert und beschreibt er, die oft in ihrem Verlauf so verdeckten aber in ihren Konsequenzen eklatant auffälligen vielfältigen Beziehungsstörungen zwischen Kindern und Eltern. Immer wieder geht es um einen perfiden Rollentausch zwischen beiden, der die gewollte Machtstruktur auf den Kopf stellt.

Keine Lösungen alla 1. - 2. - 3.
Die Auswege, die Winterhoff aus diesen Störungsbildern entwickelt, sind vielseitig und weit ab davon, als universalistische Ratgeber gelten zu können. In jedem Einzelfall geht es um das individuelle Erkennen, das Lösen und das Entkommen aus dem interaktionalen Teufelskreis der bisherigen Kommunikation.

Fazit
Mit seinem zweiten Buch hat Michael Winterhoff den Ball nach vorn gespielt und es ist zu hoffen, dass sowohl seine Anhänger, wie auch seine Kritiker in die neue Spielphase" eintreten. Tyrannen müssen nicht sein" rundet die Erkenntnisse und die daraus geschlossenen Thesen des Autors schlüssig ab. Es ist in seinem Auftreten ruhiger, sachlicher. Und dies mag die richtige Strategie von Autor und Verlag gewesen sein, die längst ausstehende Diskussion erst zu initiieren und nun voranzubringen. Ein überaus empfehlenswertes Buch!

Tarek Bamberger, sozialarbeitsnetz.de
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am 30. Oktober 2009
Ich freue mich über die Ausführungen von Dr. Winterhoff. Zwar ist manches redundant in seinem Buch, aber ich denke es ist absichtlich von ihm so gemacht worden, weil er seine Botschaft verbreiten will und davon überzeugt ist und das finde ich redlich und klug.

Er scheint tatsächlich zu hoffen, daß die kinder- und jugendpsychiatrische Sicht auf die Entwicklung unserer Kinder gehört werden sollte, das sie nicht Gehör findet ist meine bittere Erfahrung. Außerdem hat er einen wichtigen Gedanken, den des Gemeinwesens in seinem Buch nicht unerwähnt gelassen. Gerade bei der Phobie in unserem Land vor solch unerhört vernunftiger Vokabel ist er meiner Ansicht nach unwahrscheinlich, dass es zu dem notwendigen Wandel in den Institutionen Schule und Kindergarten kommt.

Leider kann ich deshalb den Optimismus von Dr. Winterhoff nicht teilen. Ich denke für unsere Jugend und damit für das deutsche Volk (wenn es denn ein solches noch gibt) ist zum grössten Teil der Zug schon abgefahren. Die ganzen Versuche Deutschland in Zukunft lebensfähig zu halten, werden von der Politik, die nur noch auf Sicht agiert, den Mainstream-Medien die an der Verdummung des Landes den größten Anteil haben und der dominierenden (west)deutschen Ideologie, daß Kinder am besten bei der Mutter aufgehoben sind, weiter verschlimmert.

Mir fehlen aber besonders die Darstellungen über das sogenannte Prekariat. Denn hier ist ebenfalls , nach meinen Beobachtungen aus der Klinik, keine Anleitung der Kleinsten gegeben die wichtigsten lebenspraktischen Fähigkeiten zum Leben in der Gesellschaft zu erlernen. Ich sehe täglich Kinder aus diesen von der Gesellschaft vergessenen Gesellschaftsschicht. Ich kann den genannten Beziehungsfallen des Dr. Winterhoff noch die grausamen Bindungsstörungen hinzufügen, die ich regelmäßig diagnostizieren und behandeln muß. Sie entstehen, wenn überhaupt keine Struktur im täglichen Leben und in der Erziehung vorhanden ist. Wenn der betrunkene Vater einmal schlägt und dann wieder nicht. Wenn die niemals stillende, weil rauchende Mutter ständig wechselnde Männer nach Hause bringt und nicht unterbinden kann, daß ihre Tochter mißbraucht wird. Wenn der Säugling in seiner schmutzigen Windel schreit und weint und eine Schnapsflasche zum Spielen bekommt. Wenn Kinder hungern oder dursten, weinen oder sich freuen, aber keiner da ist, der ihre Gefühle wahrnimmt, spiegelt, sie tröstet oder in den Arm nimmt.

Wenn wir also auf einen Notstand hinauslaufen, dann in einer noch ganz anderen Dimension als Dr. Winterhoff befürchtet. Die Mittelschicht kann ihre Kinder nicht mehr angemessen erziehen, da sie ständig glaubt die Selbstständigkeit zu fördern, sei der Stein der Weisen. Das Prekariat (oder wie Marx es genannt hat das Lumpenproletariat) kann und will überhaupt nicht mehr fördern.

Das ist wahrlich etwas überspitzt und möglicherweise auch nicht statistisch vollständig zu belegen, aber es ist meine klinische Wahrnehmung. Die ständig steigenden Zahlen der notwendig gewordenen Heimeinweisungen ist beredtes Zeugnis dieser Tendenz. Ich mache übrigens nicht dieser Schicht einen Vorwurf, sondern dem deutschen Staat, der sich weiterhin weigern wird die notwendigen Gelder in die Kommunen zu pumpen um eine adäquate Betreuung für Kleinkinder (ab dem 1 Lebensjahr), Schülern und auch Studenten zu gewährleisten.

Und hier schließt sich der Kreis und die Rezension des Buches. Auch dies wurde als ein Ausweg von Dr. Winterhoff genannt. Aber er wird sicher nicht begangen werden. In unserem Land finden nämlich nur die privatwirtschaftlichen, nie die volkswirtschaftlichen Kosten Berücksichtigung.

MfG
Dr. A. Schmidt
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am 9. April 2009
Ich unterrichte seit über 20 Jahren an Lernbehinderten-Klassen. In den letzten Jahren sind meine Anordnungen nicht mehr angekommen. Alles wurde verhandelt, diskutiert und abgewertet. Durch das Buch "Tyrannen müssen nicht sein" sind mir die Augen geöffnet worden für die Problematik der jungen Generation. Sie sind nicht "entwickelt" um mit Frustrationen, Verweisen, Warten müssen, Zurückstehen umzugehen. Ihre Eltern haben das Bedürfnis, von ihnen geliebt zu werden. Deshalb sind sie nicht Erzieher sondern Partner ihrer Kinder. Dies ist ein Missbrauch und eine Überforderung! Dies in ganz kurzen Worten der Inhalt des Buches, welches sehr kurzweilig, mit Beispielen untermalt geschrieben ist. Empfehlenswert!
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am 5. Januar 2011
Freue mich sehr, dieses Buch zu Weihnachten bekommen zu haben. Es deckt einige verquere Einstellungen auf, die das Kind nicht fördern sondern eher überfordern, da es eben kein "Partner" im erwachsenen Sinne ist, sondern ein Kind.
Man kann durch das Buch auch Rückschlüsse ziehen, woher das unreife Verhalten einiger Erwachsener herrührt, wo also die Eltern von erwachsenen Menschen schon schlecht mit ihren Kindern umgingen und diese nicht als Kinder sondern als Ersatz, um sonstige Bedürfnisse zu befriedigen, missbraucht haben.
Hoffe, dass das Buch vielen Menschen hilft, den Teufelskreis der nicht-kindgerechten Behandlung, die über Generationen weitergegeben wird, zu durchbrechen.
Zurück zur Einfachkeit!
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am 6. Mai 2009
ENDLICH findet man mal ein Sachbuch, das die Problematik der heutigen Jugend erklärt und reflektiert. Das Buch (und auch der Nachfolger - den ich persönlich noch besser finde und der die wichtigsten Dinge aus diesem, dem 1. Buch, wiederholt!!) sollte eine Pflichtlektüre für Eltern, Erzieher und Lehrer sein.
Nur zu empfehlen! Allerdings von einem sehr gebildeten Menschen geschrieben - dem ein oder anderen wird es vielleicht leichter fallen, das Hörbuch zu hören...
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am 16. Oktober 2009
Endlich mal ein Buch, das die Wahrheit über Probleme in unserer Gesellschaft aufdeckt und Hilfen an die Hand gibt.
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