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am 29. April 2014
Einziger Kritikpunkt vorweg: Den Titel finde ich falsch gewählt. Es geht in diesem Buch um die Persönlichkeitsstörung der passiven Aggressivität bei Männern. Es geht nicht um alle Männer. Und auch nicht darum, dass Männer "mauern" im Sinne von schweigsam oder verschlossen sein. Und es geht nicht darum, ein Feindbild zu schaffen mit den armen Frauen als Opfer.

In bezug auf die Persönlickeitsstörung der passiven Aggressivität, die hierzulande auch bei Fachleuten noch kaum behandelt wird, kann dieses Buch Sie davor bewahren, verrückt zu werden. Wenn Sie es mit so einem Typus des toxischen Mannes zu tun haben. Und wer es mit einem passiv-aggressiven Partner (= PA) zu tun hat, wird ihn bereits auf den ersten Seiten erkennen.

Daher wäre dieses Buch gerade für den passiv-aggressiven Mann selbst eine lebensverbessernde Lektüre! Denn er zerstört ja mit seinem passiv-aggressiven Verhalten nicht nur Beziehungen und macht seine Umwelt verrückt. Er agiert auch selbstzerstörerisch. Er wird vielleicht immer wieder von seinen Partnerinnen verlassen (wie auch anhand der hier zu lesenden Rezensionen erkennbar). Oder er bekommt ernsthafte Schwierigkeiten im Job.

Da sich ein PA aber selbst als fehlerfrei und ausschliesslich als Opfer sieht, ist leider eher unwahrscheinlich, dass er dieses Buch lesen wird. Und zwar umso weniger, je mehr Sie als seine (Ex-)Partnerin das liebevoll und dringlich vorschlagen. "Aus Prinzip dagegen" sowie "So wie ich will oder gar nicht" gehört, wie selbst über Jahre hinweg erlebt, offenkundig zu den Lebensmaximen des PA.

Dabei ist der Anfang (sind die Anfänge, bei zahlreichen on/offs) immer so unglaublich süss und romantisch! Die grosse leidenschaftliche romantische Liebe. Er scheint so ruhig, jungenhaft-charmant, arglos, ein wenig hilflos, ganz der nette Kerl von nebenan. Überschüttet Sie mit Liebesbeweisen. Lobt Sie in den Himmel und macht sich selbst klein (was mittelfristig dazu dient, dass Sie aus Mitgefühl möglichst wenig von ihm fordern und möglichst viel für ihn tun).
Scheint voller ehrlicher Liebe für Sie zu sein. Möchte ganz schnell eine sehr feste Beziehung fixieren. Für einige Wochen geht frau auf Wolken. Dass dieses ein Trugbild ist, welches frau später maximal nochmal in Splittern sieht, ist einem natürlich anfangs noch nicht klar.

Bis man dann eines Tages über den eigenen Instinkt stolpert. Der einem sagt: Hier stimmt was nicht. Vielleicht spüren Sie: Druck von ihm, weil er immer noch etwas mehr von Ihnen will, Sie aber parallel festellen, dass er Sich immer weniger bemüht, Rücksicht auf Sie zu nehmen. Ihre Bedürfnisse scheinen jenseits von kurzen beschwichtigenden Kommentaren an ihm vorbeizurauschen. Hinzu kommen gehäuft "Vergesslichkeiten" oder Unterlassungssünden, die einem engagierten Partner nicht unterlaufen würden.

Sie fühlen sich vielleicht bisweilen verletzt durch grundlos Blicke oder verbale Nadeltstiche. Es scheint auch unmöglich, von ihm mal eine klare Aussage zu bekommen. Oder zu erleben, dass er zu seinen Versprechunge steht. Dazu der Eindruck, dass frau sich zunehmend einseitig "konsumiert" fühlt. Sie stellen vielleicht auch fest, dass keine Kompromisse mit ihm möglich sind. Jeder kleine Streit mit ihm führt blitzschnell zum Eklat, weil er einen vor die Alternative stellt "entweder wie ich will oder gar nicht". Subtiles Misstrauen scheint allgegenwärtig, und Sie wissen nicht so recht, warum? Sie laufen wie auf Eiern? Es entsteht keine echte Nähe entsteht, egal wie sehr Sie sich auch bemühen? - All das sind einige der Signale, die im Buch sehr gut geschildert werden. Anfangs übergeht man das vielleicht noch, so in der Verliebtheit.

Beispiele.

1. Seinen grossen Versprechungen folgen keine oder nur minimale Taten. Dieses für ein paar Wochen, oder auch im Wechselspiel mit egoistischen Perioden. Man beginnt sich zu fragen, ob man es mit zwei Personen zu tun hat? Anwort: Nein, man hat es mit einer äusseren Fassade und einem selbstsüchtigen Kern zu tun. Erinnert man ihn irgendwann an seine leeren Versprechnungen, egal wie sanft oder klar, hört man abermals leere Versprechungen oder Ausreden. Oder Vowürfe an Sie - er dreht den Spieß um und lenkt so von sich und seinen Versäumnissen und Egoismen ab.

Parallel wird verbal weiter das Bild der grossen Liebe hochgehalten. Aber Taten folgen von ihm, wenn überhaupt, nur temporär. Das alles erfolgt schleichend und manipulativ. Und wird von ihm geleugnet, wenn man es anspricht. Zunehmend denkt frau, sie sieht Gespenster, besonders, wenn er einen dann wieder als ganz charmantes Opfer ansieht.

Irgendwann wird er dann vielleicht die Grenze des normalen menschlichen Miteinanders bei Ihnen so überschreiten, dass Ihnen übel wird. Spätestens dann: Lesen Sie dieses Buch!

Sind Sie krank oder benötigen ihn sonstwie - vergessen Sie es. Mit so einem Mann müsssen Sie Ihre Probleme allein lösen, um seine Bedürfnisse zu erfüllen. Das gleiche gilt für Entschuldigungen von ihm. Wenn sie überhaupt kommen, dann sind sie leer, das heisst, er wird das verletzende Verhalten wiederholen.

2. Seine verwirrenden Verhaltensweisen, etwa Lügen und Wahrheitsverdrehungen. Beschwören der grossen Liebe - aber SIE sollten noch etwas dafür tun. Die Karotte, die er Ihnen vor die Nase hängt, ist das Trugbild der grossen Liebe. Der Weg, den er Ihnen weisen will ist: Seinen Wünschen nachgeben, sich nach ihm richten, aber bitte mit einem Lächeln. Gern werden Ihnen auch zunehmend Dienstleistungen aufgedrückt. Und ehe Sie es Sich versehen, können Sie keine schöne Beziehung geniessen und diese gemeinsam entwickeln, sondern Sie drehen Sich gedanklich nur noch um ihn und sein widersprüchliches Verhalten. Und vergessen Sich dabei selbst. Parallel wird Ihnen über sein Verhalten verkauft(sanft, und mit Opferblick), dass er schon SOVIEL getan hätte (man fragt sich was?) und dass Sie selbst keine (nicht noch mehr) Forderungen an ihn zu stellen haben (welche, er hat doch keine erfüllt?).

3. Ihre Bedürfnisse werden vielleicht zunehmend ignoriert oder weggewischt. Anteilnahme zunehmend geheuchelt und Ihnen später vielleicht sogar vorgeworfen. Und Sie fragen Sich vielleicht manchmal, warum Sie Sich eigentlich häufig einsam mit ihm fühlen - besonders, wenn es Ihnen mal nicht gutgeht.

4. Das Wenige, was er (nur anfangs oder fallweise) überhaupt für Sie tut, bekommen Sie wie Heldentaten von ihm noch die nächsten Jahre zu hören. Allein das schon ist ein Indiz dafür, dass jemand das Geben nicht wie ein freudiges grosszügiges Geschenk sieht, welches er aus Liebe gern gibt,sondern als etwas, was ihm Mühe und was ihn ärgerlich macht. Der passiv-aggressive Mann HAT nichts zu geben. Er ist rein bedürftig. Wie ein Kleindkind. Und wie im Buch gesagt: In Grunde weiss er das auch. Deshalb macht er (leere) Versprechungen.

Was mir geholfen hat, diese Verwirrspielchen zu verstehen, war: Höre auf Deinen Instinkt. Nachfragen bei ihm. Und: Seltsame Situationen und Widersprüche schriftlich für mich allein festzuhalten. Im Laufe der Zeit wurde mir dadurch das immer gleiche Muster seiner Verhaltensweisen klar.

Aufschreiben hilft auch , wenn er versucht, Ihre Wahrnehmung zu erschüttern: "Das habe ich nie so gesagt", "Ich meine, ich hätte aber", "Nein, das hast Du falsch verstanden...." Unter Umständen könnten Sie auch in aggressivem Ton für psychisch krank erklärt werden - wenn Sie seine anderen Manipulationen ins Leere laufen lassen und nicht mehr bereit oder zu erschöpft sind, um seine überzogenen und stetig wachsenden Forderungen weiter zu erfüllen. Oder auch dann, wenn Sie eine klare Aussprache mit ihm möchten und ihn nicht mehr ausweichen lassen. Dieses dient ebenfalls dazu, Ihre Wahrnehmung zu erschüttern und Sie zu verunsichern.

5. Hören Sie genau hin, wenn er Sie mit Vorwürfen oder Unterstellungen überhäuft: Gerade dann, wenn Sie diese überhaupt nicht sachlich nachvollziehen können. Die Rede ist von PROJEKTION von ihm auf Sie. Das ist eine Warnung an Sie von ihm, wenngleich unbeabsichtigt, da unterbewusst. Er unterstellt Ihnen Gefühle, die er selbst hat, oder Dinge, die er in einer ähnlichen Situation selbst tun würde (und tun wird). Auch dieses ist ein in dem Buch geschildertes Merkmal passiv-aggressiver Männer.

6. Konfrontiert man ihn mit seinem Verhalten, wird man nie bekommen: einen konstruktiven Dialog, Verständnis, Einhaltung von Absprachen. Statt dessen: Ignorieren, Ausweichen, Ablenken um jeden Preis. Notfalls auch dadurch, dass er einen Eklat provoziert (Wutanfälle, "Fertigmachen"). Dann taucht er vielleicht nach ein paar Wochen oder Monaten unter einem Vorwand wieder auf, als sei nie etwas gewesen. - Und wenn man sich wieder darauf einlassen sollte, beginnt der ganze Irrsinn seines "PA Kosmos" wieder von vorn.

Nichts spricht dagegen, als Frau vieles aus dem Buch erstmal zu versuchen, um die Beziehung zu retten - das habe ich auch getan. Gebracht hat es: NICHTS. Denn zu einer Beziehung gehören halt Zwei. Wenn einer trotz aller Versuche nicht will oder kann, oder sogar dazu übergeht, Eure Versuche nur als "offene Türen" zu interpretieren, um seine Selbstsucht und PA noch weiter als vorher ungehindert auszuleben, dann kann man nur noch gehen.

Hilfreich dabei, den Absprung zu schaffen, waren bei mir auch folgende Fragen an mich selbst: Wofür? Was hat ein solcher Mann eigentlich zu geben? Und wer will in einer Beziehung leben, in welcher frau permanent eine Art "einseitig gebende Mutterbrust" , eine Art Mutter Teresa sein soll? Sich schlecht behandeln lassen, keinerlei eigene Bedürfnisse anmelden, und parallel endlos lächelnd weiter geben, alles wegstecken und ihm noch regelmässig sagen, wie toll er ist?

Mit einem PA können Sie eine schöne Beziehung nur im Eroberungsstadium leben. Sobald er Sich Ihrer Liebe halbwegs sicher ist, werden die oben beschriebenen Phänomene auftauchen. Alternativ: Solange es Ihnen immer gutgeht und Sie all seine (wachsenden) Bedürfnisse erfüllen und alle Nadelstiche und Ausfälle von ihm lächelnd nachsichtig wegstecken.

Man wird wohl die Beziehung oder das Verhalten eines PA nicht ändern. Das ist analog zu vielen Renzensionen hier auch meine Erfahrung.

Die Krux an der Geschichte ist, dass er Sie immer wieder glauben lässt, es würde sich etwas ändern (allerdings nur dann, wenn er Angst hat, Euch zu verlieren oder in einer Anfangsphase des on/offs). Dann kommen noch grössere Worte als zuvor. Und übergangsweise für ein paar Wochen geht er auf Sie ein. Danach wird alles wieder in den alten Status rutschen. Und je mehr Sie Sich bemühen, desto mehr wird er Sie als übermächtig empfinden und Eure Bemühungen gerade deshalb torpedieren. Denn in seinem "Kosmos", der mit der Realität wenig zu tun hat, sind alle Beziehungen vor allem eines: Machtkämpfe. Und er schätzt sich dabei leider selbst als machtlos ein, wie im Buch sehr treffend geschildert. Das macht ihn ägerlich, feindselig, aggressiv , destruktiv.

Sollten Sie ihm auf die im Buch beschriebene Weise dazu verhelfen wollen, sich mächtiger zu fühlen (wie ich es tat), kann das auch dazu führen, dass er noch mehr unverblümter fordert. Wie ein Kleindkind, dass zum ersten Mal eine Maschinenpistole in der Hand hat und wild um sich schiesst, weil es das nicht kennt und gar nicht damit umgehen kann.

Er kann nicht anders. Es ist unterbewusst, reflexartig und Teil seiner Persönlichkeitsstrutur. Eben drum ist er nicht "böse" - aber, wie auch im Buch gesagt: "Hüten Sie Sich davor, in Mitleid abzugleiten" .

Am Ende des Tages steht frau vor einer einfachen Entscheidung: Aktzeptanz der Beziehung,so wie sie IST - oder sich selbst retten und gehen. Beurteilen sollte frau die Beziehung dabei nach dem, wie sie IST, und nicht nach dem, wie man HOFFT, sie könnte eines Tages sein. Oder nachdem wie er Sie glauben lassen will, wie die Beziehung ist (fantastisch, wenn SIE doch nur dieses oder jenes für ihn tun würden). Sehr gut beschrieben im Buch. Denn es sind Ihre Hoffnungen und Träume, auf welchen der PA immer wieder seine unterbewussten, irren Spielchen aufbaut.

Das einfachste und wirksamste Mittel, um Klarheit zu gerwinnen ist, schaut auf seine Taten.

Die gute Nachricht: Was sagt Euch die Begegnung und das Bleiben mit und bei einem passiv-aggressiven Partner - besonders wenn es häufiger passiert ist - über Euch selbst? Wo habt Ihr selbst Kindheitsreflexe und Schemata? Wo werdet Ihr vielleich so zur unfreiwilligen "Einladung" oder zu guten Ergänzung für einen PA? Auch hierzu gibt das Buch wertvolle Denkanstösse!

Die Zerstörungskraft und auch die Abfärbegefahr eines passiv-aggressiven Partners ist enorm.
Es kann langfristig seelisch zerstören und das Selbstwertgefühl ruinieren.

Es fällt einem bei der Lektüre schon der Begriff des emotionalen Missbrauchs ein. Nur weil dieser Missbrauch auf leisen Sohlen und mit Opferblick daherkommt, ist er deshalb nicht weniger gefährlich - im Gegenteil.

Also am besten Reißaus vor einem PA nehmen.
Das Leben ist einfach soviel schöner ohne so einen Mann!!!
Und sich einen anständigen Mann suchen. Die gibt es :-)!
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am 29. September 2004
Sind Sie in einer Beziehung (wie auch immer geartet - als Partnerin, Freundin, Geliebte, Kollegin) mit einem Mann und fragen sich: warum kann ich diese Beziehung nicht mit Freude genießen, warum leide ich nahezu permanent, warum fühle ich mich wie durch den Fleischwolf gedreht? Dann lesen Sie dieses Buch und Sie werden wahrscheinlich die Antwort darin finden.
Ich hatte viele Jahre eine Beziehung zu einem Mann, die hauptsächlich auf der Basis von Emails beruhte. Gesehen haben wir uns relativ selten. Das eigenartige war, dass ich nie wußte, woran ich bin - dass ich ständig Angst hatte, er würde die Beziehung plötzlich und unvermittelt abbrechen. Dabei waren alle emails außerordentlich herzlich geschrieben und gab er in Gesprächen unserer Beziehung eine extrem hohe Bedeutung. Verwirrend und schmerzhaft war für mich auch, dass er durch großartige Worte und Ankündigungen immer wieder Hoffnungen schürte, Erwartungen, Wünsche und Illusionen produzierte. Aber was dann tatsächlich stattfand, war nur ein enttäuschender Bruchteil dessen. So betonte er auch immer, wieviel er an mich denkt. Aber er vergaß dann Dinge, die man unter diesen Umständen normalerweise nie vergessen würde. Im Grunde genommen versprach er etwas, aber entzog sich gleichzeitig wieder den Erwartungen, die durch diese Versprechungen bei mir entstanden. Insbesondere die bewußten oder unbewußten Unterlassungen waren die heftigsten Verletzungen, die ich bisher erlebt habe. Beschwerden meinerseits wurden entweder ignoriert, durch eine "Opfersituation" begründet, oder als mein eigenes Problem auf mich zurückgelenkt. Erst in der ständigen Wiederholung wurde mir sein Verhaltensschema klar und kam ich zu der Frage: Was will dieser Mann eigentlich von mir? Warum verhält er sich so indifferent und widersprüchlich? Als ich ihn die Frage stellte, bekam ich natürlich keine Antwort, sondern konnte er wieder geschickt ein Ablenkungsmanöver fahren.
Das Buch "Wenn Männer mauern" ist mir noch in der älteren Ausgabe begegnet. Da hatte es noch den (wie ich finde besseren) Titel "Ich weiß nie woran ich mit dir bin" (unter dem neuen Titel hätte ich das Buch nicht in die Hand genommen). Und so habe ich während des Lesens den ganzen Berg von destruktiven Mechanismen erkannt. Und wie Wetzler gut schreibt: Männer mit dieser Struktur verhalten sich wie der Springer auf dem Schachfeld: zwei Schritte vor, dann einen zur Seite. Schon in den ersten Tagen unserer Beziehung bekam ich davon eine quälende Kostprobe.
Wetzlers wichtiger Hinweis ist auch, man sollte in Bezug auf Trennungsgedanken die Beziehung auf der Basis von Tatsachen beurteilen und nicht auf der Basis von Hoffnungen. Und dann erkennt man vielleicht plötzlich, dass man sich nur Hoffungen macht, und dass es anstatt der Tatsachen nur ein Vakuum gibt. Die Lehre für mich aus dieser Zeit ist: Den eindeutigen Anzeiger für die wahrhaftigen Gefühle eines Partners findet man in Taten. Worte sind erstmal nur Worte.
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am 29. Dezember 2011
Wenn man noch nie mit einem passiv aggressiven Mann zu tun hatte, wird man dieses Buch für Science Fiction halten. Aber ich kann nach über 10 Jahren mit solch einem Mann sagen: es stimmt jedes Wort!
Als wäre der Autor bei mir im Kasten gesessen und hätte mitgeschrieben!
Nicht nur unsere Beziehung wird beschrieben, auch seine Kindheit (Beziehung zur Mutter), sein Verhalten gegenüber den eigenen Kindern und sein Verhalten im Berufsleben.
Fazit: das Buch bringt es auf den Punkt, ist sehr gut geschrieben (ich konnte es nicht mehr aus der Hand legen, lag aber wahrscheinlich auch daran, dass es mich so 1:1 betroffen hat)
Die Frage, wie man mit so einem Mann glücklich wird (darum habe ich es eigentlich gekauft) wurde nicht beantwortet. Den Tipp den PA zu einer Therapie zu bringen bewerte ich ebenfalls als Science Fiction. Ein Mensch, der sich selbst als fehlerfrei erlebt, alles verdrängt, verdreht, verleugnet, anderen die Schuld gibt, verspricht aber nichts davon einhält, geht nicht, um die Beziehung zu retten in Therapie. Da soll doch der andere gehen, weil der hat ja das Problem damit. Der PA erlebt sich selbst mit einer tatsächlich "verrückten" Wahrnehmung und macht damit aber seine ganze Umgebung verrückt.
Weiters wird beschrieben, dass diese Menschen nicht lieben können, sondern nur "lieben" mit dem Zweck geliebt zu werden (eine schmerzhafte, aber heilende Erkenntnis). Sind sie sich der Liebe des anderen sicher, ist es mit den eigenen Gefühlen schon wieder vorbei und sie beginnen ihr irres Spiel. Versucht der andere sich zu lösen, wird die Liebe bei Ihnen wieder eingeschaltet wie ein Lichtschalter und sie versuchen alles um den anderen wieder von sich zu überzeugen. Bis der andere wieder in Liebe entflammt...usw. Dieses Spiel wird bis zum Exzess betrieben,findet kein Ende und bringt den Betroffenen an den Rande des Wahnsinns.
Unter anderem hat mir dieses Buch geholfen mich zu lösen und ich kann nur jeder Frau sagen: die Bemühungen sind sinnlos, mit den Jahren wird das Verhalten des PA schlimmer und das Leben ist ohne so einem Mann schöner! Weil es wieder ein Leben ist in der eigenen Realität und nicht in dem selbstgebauten Kosmos des PA.
...das Buch sollte den Untertitel haben: "glücklich wird man mit einem passiv aggressiven Mann nur, wenn man ihn verlässt"...
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am 21. Oktober 2013
... Ihr Partner immer wieder Nähe zulässt und einen Tag oder Moment später jedes Vertrauen, jede Zweisamkeit sabotiert.
... Sie immer öfter an sich selbst zweifeln, ihr Partner sein eigenes Fehlverhalten aber niemals.
... Sie zu mehr als 50 % der Zeit in der Beziehung leiden und nicht verstehen, warum Ihr Partner zwischen großer Liebe und schmerzhafter Gleichgültigkeit pendelt.
... Sie kein Buch wollen, das Männer schlecht macht, sondern Frauen hilft, zu vergeben, indem es ihnen echtes Verständnis für passiv-aggressive Männer vermittelt.
... Sie eventuell einen (Ex-)Partner haben, der teilweise oder ganz vaterlos aufwuchs und von seiner Mutter überfordert wurde (früher Tod des Vaters, Scheidung, etc.)
... Sie das Gefühl haben, negative Eigenschaften des Partners immer mehr zu übernehmen oder verrückt zu werden.
... Sie nicht wissen, woran es liegt, wenn Sie beide streiten (scheinbar scheint es immer an Ihnen zu liegen; der Partner sagt Dinge wie: "Du verstehst IMMER ALLES falsch" etc. er verletzt Sie oder schickt Sie in die Wüste - dann habe er es nicht so gemeint, Sie haben es angeblich nur falsch verstanden)
... Sie sich oft verletzt und rücksichtslos behandelt fühlen und Ihre Gefühle für den Partner keine Rolle spielen
... keine Aussprache mit Ihrem Partner möglich ist, er nie auf Sie zukommt, aber immer wieder behauptet, an Sie zu denken und Sie wirklich sehr zu lieben
... Sie das Gefühl haben, niemanden so sehr zu lieben wie Ihren (Ex-)Partner, gleichzeitig aber die innere Gewissheit spüren, dass diese Liebe Ihren eigenen Untergang bedeuten könnte
... Sie Suizidgedanken aufgrund Ihrer wechselhaften, hoffnungslosen Beziehung haben, da Sie dem Partner scheinbar nichts wert sind, alles nur falsch machen können und sich selber immer weniger wert sind
... Sie sich als absolut verstrickt in seine Probleme empfinden und immer weniger Dinge tun, die Ihnen allein gut tun würden, weil der Partner Sie völlig "konsumiert", aber niemals für Sie da wäre, wie Sie für ihn da sind
... Sie in Therapie bzw. Paartherapie gehen möchten und Ihr Partner dies prinzipiell ablehnt - er sieht trotz allen Schwierigkeiten keinen Grund dafür, gemeinsam festgetretene Beziehungsdynamiken zu verändern, er hat keinen Veränderungswillen bzw. verspricht viel und hält nur gefühlte 1% seiner Versprechen - er hat keine Probleme mit Worten, aber die Taten kommen nie zu Stande
... sich Ihr Partner vor allem vor anderen in den schönsten Farben darstellt und immer alle anderen an allem schuld sind, er sehr negativ gepolt ist, eine negative Weltanschauung hat und offenbar gar nicht glücklich sein möchte
... Sie Männer in der Familie, bei der Arbeit und im Umfeld haben, denen Sie nie etwas recht machen können und aufgrund derer Sie große Selbstzweifel entwickelt haben.

Es gibt noch viele andere Gründe dieses Buch zu kaufen.

Wer meint, ich sei männerfeindlich oder verallgemeinernd, der lese die ersten 50 Seiten dieses Buches, in denen erklärt wird, warum dieses Buch von Männern handelt und nicht von Frauen. Der Autor gibt hierfür 3 Gründe an. Falls meine Beispiele nicht einleuchtend genug waren: Ich beziehe mich auf DIESES BUCH und die Thematik der passiv-aggressiven Männer, nicht auf alle Männer.

Hier geht es um Männer, die nicht vertrauen können, egal wie sehr sie dies wollen. Sie KÖNNEN es nicht. Sie KÖNNEN daher auch keine Nähe zulassen. Falls diese Männer Nähe zulassen, machen sie gleich danach wieder alles zunichte. Gefolgt von einem ewigen Hin und Her. Dieses Hin und Her werfen sie dann der Partnerin und den anderen Menschen in ihrem Leben vor - niemals fangen Sie an, bei sich nach Fehlern zu suchen und ihr eigenes Verhalten in Frage zu stellen oder womöglich ändern zu wollen. Nie. Für sie ist einfach alles hoffnugslos und die anderen sind schuld. Von diesen Männern ist hier die Rede, von niemandem sonst.

Zum Glück sind nicht alle Männer so. Wenn ich das glauben würde, hätte ich mir dieses Buch erst gar nicht gekauft. Im Gegenteil, ich habe es mir gekauft, um zu lernen, was ICH für den passiv-aggressiven Mann in meinem Leben tun kann und was ICH dazu beitragen kann, dass unsere Beziehung besser wird.

Die Erkenntnis ist: gar nichts.

Denn alle möglichen "Lösungsstrategien" habe ich bereits angewandt. Das kann man mir glauben oder nicht. Kurz: Wenn man in einer Beziehung alles allein machen muss, um hier und da Zweisamkeit genießen zu können, die aber ständig doch wieder sabotiert wird, dann ist es keine Beziehung, sondern ein ewiger Kampf.

Möchte ich ewig kämpfen oder möchte ich einen Partner, der ebenso beziehungsfähig ist wie ich und keine Angst vor Nähe hat und sie daher immer wieder sabotieren MUSS? Möchte ich mich völlig aufgeben oder möchte ich mir etwas wert sein?

Solange keine Selbsterkenntnis und kein Wille zur Veränderung GEMEINSAMER Dynamiken vorhanden ist, ist die GEMEINSAME Sache mit dem passiv-aggressiven Mann hoffnungslos. Das macht aber nicht das Leben hoffnungslos, sondern zeigt sehr eindringlich, dass frau sich selber etwas wert sein muss. Da ich viele Frauen kenne, die in genau der gleichen Situation wie ich feststecken, kann ich dieses Buch nur ALLEN Frauen herzlich empfehlen.

Mir hat es das Leben gerettet und ich genieße täglich mehr Selbstachtung.
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am 17. Dezember 2009
Das Buch beschreibt in weiten Teilen 1:1 das Verhalten des Mannes, mit dem ich seit 10 Jahren versuche, eine "Beziehung" zu führen.

Es tut gut, (nochmals) nachzulesen, dass diese Verschleierungs-, Abblock-, Nicht-auseinander-setzen - Taktiken auch von anderen Menschen wahrgenommen werden - grade wenn "mauernde Männer" versuchen, die Wahrnehmung der Partnerin zu untergraben (was? das habe ich nie gesagt). Irgendwann beginnt man ja wirklich, an sich selber zu zweifeln.

Das Verständnis dafür, WARUM ein Mann mit Feindseligkeit, Erniedrigungen, Verdrehungen reagiert auf die Frau, die er dem Anschein nach eigentlich liebt, wird durch dieses Buch durchaus gegeben.

Die Vorschläge allerdings, wie eine Partnerin mit so einem Mann "glücklich" werden kann, halte ich für ziemlich unrealistisch, mit Verlaub: schon fast für naiv. Das erfordert m.E. Märtyrerinnen- bzw. Mutter-Theresa - Qualitäten..... LEIDER!

Ich kann mich den Rezensentinnen nur anschließen, die bereits schrieben: sollte ihnen so ein mauernder Mann (gefühlsmäßig) nahekommen: nehmen Sie schleunigst Reißaus!!! Das ist das einzig Wahre, um sich vor den enormen zerstörerischen Kräften solcher Menschen in Sicherheit zu bringen.

Bzw.: sollten sie so mutig/hoffnungsvoll/optimistisch sein, dass Sie meinen, er würde sich mit ihrer Hilfe ändern: behalten sie IHRE EIGENEN Bedürfnisse gut im Auge und sorgen sie gut FÜR SICH - ER wird es nämlich nicht tun bzw. können.......
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am 24. Februar 2007
Absolut hilfreiches Buch.

Als erstes möchte ich mal drauf hinweisen, dass der Titel des Buches etwas irritierend ist. Es geht hier nicht um Männer und ihre Verhaltensweisen im allgemeinen, sondern nur um Männer mit einer passiv-aggressiven Persönlichkeitsstörung! Alle, die mit dem Buch nichts anfangen konnten, haben meiner Meinung nach genau diesen Fakt nicht verstanden. Es gibt natürlich auch Frauen mit einer solchen Persönlichkeitsstörung, aber der Autor hat legitimerweise die Betrachtung auf die Männern beschränkt und schaut auf sie aus der Sicht der Partnerin, der Schwester, der Freundin, der Tochter, der Kollegin oder der Vorgesetzten (Frauen dürften wohl auch die Hauptkäufer solcher Bücher sein!). Scott Wetzler beschreibt dabei ausführlich was passive Aggression ist, wie sie sich äußert, was die möglichen Ursachen dafür sind, er macht verschiedene Vorschläge für den Umgang mit solchen Personen und er beschreibt drei verschiedene Frauentypen, die auf solche Art Mann besonders "hereinfallen" und wieso. Er behandelt hauptsächlich die Probleme in der Partnerschaft, aber auch im Berufsleben.

Ich habe mich gerade von genau solch einem passiv-aggressiven Mann getrennt, weil ich seine "komplizierte Art" (seine Lügen, Beleidigungen, Verletzungen, seinen Rückzug, sein Schweigen usw.) nicht mehr ertragen habe! Mir hat das Buch total geholfen, viele Vorkommnisse und Verhaltensweisen zu verstehen und es hat auch mir (so wie eine andere Rezensentin bereits schrieb) den Gang zum Therapeuten erspart. Ich hab es aber erst nach der Trennung komplett durchgelesen (hatte es mir vorher schon gekauft). Typisch am passiv-aggressiven Mann ist es u.a. Tatsachen abzustreiten, zu verdrehen und letztendlich den Spieß umzudrehen und der Partnerin die Schuld zuzuschieben, so dass die Frau anfängt an sich selber zu zweifeln (War es nicht vielleicht doch meine Schuld das dieses oder jenes so vorgefallen ist?). Deshalb ist es wohl für die meisten Leserinnen die größte Erleichterung, in dem Buch die Struktur und Systematik der passiven Aggression aufgezeigt zu bekommen und damit die Selbstzweifel in Bezug auf diverse Situationen ablegen zu können und endlich Klarheit statt der vorhandenen Verwirrung zu bekommen. Dabei sind die zahlreichen Beispiele von Scott Wetzler aus seiner Praxis als Psychologe hilfreich, die sich durch das gesamte Buch ziehen. Sehr oft denkt man "Genau so war das!" oder "Genau so ist er." Ich finde, das Buch ließt sich sehr gut (auch wenn das ein oder andere wiederholt wird) und ist für Laien total verständlich geschrieben. Ich habe schon lange nicht mehr so schnell hintereinander weg ein Buch durchgelesen!

Meiner Meinung nach gibt es kaum Bücher über dieses Thema! Also unbedingt kaufen und unbedingt lesen, aber nur wenn man vom passiv-aggressiven Mann "betroffen" ist!
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am 6. August 2009
Trotz der reißerischen und daher zunächst abschreckenden Aufmachung habe ich mir im vergangenen Jahr dieses Buch gekauft, und zwar aufgrund der Rezensionen hier bei amazon.

Der Autor beschreibt nicht nur den "mauernden" Mann in all seinen Facetten (viele Aha- Effekte beim Lesen ließen mich das Verhaltensmuster des neuen Mannes an meiner Seite als solches bestätigt wissen), sondern auch, welche Frauentypen dafür prädestiniert sind, (z. T. sogar zeitlebens immer wieder) auf einen solchen zu treffen.

"Beim nächsten Mann wird alles anders"?- Mitnichten, solange die Leserin nicht erkennt, inwiefern und auf welche Weise sie das passiv- aggressive Verhalten ihes Partners unbewusst fördert.

Scott Wetzlar erwähnt hier und da ansatzweise die Kindheitserfahrungen des mauernden Mannes als ursächlich für dessen Beziehungsverhalten. Deren Existenz allein führt meiner Meinung nach noch lange nicht zu einer Lösung der Probleme beim Zusammenleben mit ihm, solange dieser seine unerledigten Aufgaben von Beziehung zu Beziehung mit sich schleppt.

An Tipps zum Umgang mit dem passiv- aggressiven Partner spart der Autor nicht. Bei der Lektüre des Buches beschlich mich immer wieder der Verdacht, dass der Partnerin jedoch einseitig sehr viel Verständnis und Einfühlungsvermögen abverlangt wird, während der "mauernde Mann" in der Zwangsjacke seiner Kindheitserlebnisse gefangen bleibt.

Mehrfach fragte ich mich beim Lesen, ob ich Partnerin oder Therapeutin sein möchte, und diese Frage sollte sich jede Leserin stellen, denn es geht auch einfacher und entspannter als mit einem "Mau(er)rer".

Wenn er Sie allerdings liebt und merkt, dass er seine Spielchen mit ihnen nicht spielen kann, wird er ggf. sogar seine Mauern einreißen. Das setzt neben Vertrauen und Offenheit (Neuland für ihn) voraus, dass er wirklich dazu bereit ist, die Beziehung mit ihnen aktiv mitzugestalten, einen Richtungswechsel zu vollziehen und dranzubleiben, anstatt sich immer wieder zurück zu ziehen, wenn es "eng" (im Sinne von nah) wird. Kurzum, die Bereitschaft zur Mitverantwortung ist gefragt, und diese ist nicht gerade die Paradedisziplin des mauernden Mannes.

Das Buch gibt insgesamt einen recht guten Einblick in und Überblick über die destruktiven Verhaltensweisen passiv- aggressiver Zeitgenossen, die uns übrigens nicht nur in Liebesbeziehungen begegnen, sondern überall, auch an uns selbst. Pathologisch wird das Ganze dann, wenn jemand dieses Muster immer und überall lebt.

Beurteilen Sie, wie der Autor rät, die Beziehung nach dem, was sie ihnen jetzt und hier gibt, nicht nach dem, was sein könnte, denn das Leben ist zu kurz, um sich ewig Hoffnungen zu machen!

Therapeutin (Helferin) oder Partnerin?

Diese Frage, liebe Leserin, müssen Sie sich selbst beantworten. Das kann ihnen niemand abnehmen, am allerwenigsten der passiv- aggressive Mann (aufgrund seiner Passivität). ;-)

Ergänzung (04.01.2010)

Meine Erfahrung mit einem mauernden Mann hat mich zu einem der glücklichsten Menschen auf dieser Erde gemacht, denn da sich der Gute nicht bewegte, musste ich mich umso mehr bewegen, um ihn und letztendlich mich selbst in meinen eigenen (mir zuvor unbewussten) Mauern zu erkennen.

Das Buch kann einen ersten Hinweis dafür liefern, warum frau an einen Mau(er)er geraten ist. Was wollen die Mauern uns in diesem bestimmten Lebensabschnitt mitteilen?

Es ist an der Zeit, sich zu bewegen und die eigenen einst schützenden Mauern zu verlassen, um sich neu zu orientieren auf Neuland, dem großen, weiten Terrain der Freiheit. Im anderen erkennen wir uns selbst. Der mauernde Mann ist der Spiegel der mauerden Frau.

Beide sitzen hinter ihren alten Verletzungen reglos gefangen. Nur, wer den Mut aufbringt, sich selbst im mauernden Mann zu erkennen, wird frei. Wer immer wieder an diesen Männertyps gerät, hat sich, liebe Geschlechtsgenossinnen, selbst noch keinen Zentimeter aus den eigenen verdeckten Wunden der Kindheit heraus bewegt.

Nehmt den mauernden Mann an als Heraus- Forderung an, denn damit nehmt Ihr Euch selbst an.
Therapiert Euch selbst an oder mit ihm- an den Mauern entscheidet sich, ob es eine Zukunft geben kann oder ob die Vergangenheit weiterhin die Oberhand hat.
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am 27. Dezember 2005
Zuerst dachte ich, das Buch wäre eine klassische Fehlinvestition. Aber je weiter ich gelesen habe, desto mehr Dinge wurden geschildert, die 100 % auf meinen Freund zutreffen (vor allem wirklich gemeine Sprüche, als Witze getarnt u.a.). Ich habe das Buch an einem Abend gelesen, ich konnte einfach nicht mehr aufhören. Ich war erstaunt, dass es darüber ein Buch gibt (also habe ich genügend Leidensgenossinnen)und dass dieses Phänomen auch noch einen Namen hat (bisher dachte ich immer nur, er hat irgendwie nicht alle Latten am Zaun oder ob ich was falsch gemacht habe.)
Das Buch hat meinen Freund echt entlarvt, es zeigt auf, was hinter dem Verhalten steckt. Das macht es für einen selbst erst mal leichter. Ebenfalls erklärt Scott Wetzler, dass es nicht an einem selbst liegt, sondern, dass es sich hierbei um ein festgefahrenes Verhaltensmuster handelt. Wie es zu einem solchen Verhalten kommt, habe ich nicht so ganz verstanden, liegt wohl auch daran, dass ich es so schnell gelesen habe. Mittlerweile habe ich das Buch meinem Freund ausgeliehen...zuerst hat er sich natürlich darüber lustig gemacht (war klar, passt zu dem was ich im Buch gelesen habe *smile*), je mehr er gelesen hat, desto ruhiger wurde er. Vielleicht gibt es ihm wenigstens einen Denkanstoss, ändern kann man so ein festgefahrenes Verhalten wohl kaum mit dem Lesen eines Buches.
Ob man mit so einem Mann glücklich werden kann, wie auf dem Klappentext beschrieben, wage ich jedoch zu bezweifeln. Die Hauptaussage von S. Wetzler ist: Man (bzw. frau) kann sich damit abfinden (Verletzungen an sich abgleiten lassen, nichts vom Mann erwarten...welche Frau, die eine ernsthafte Beziehung möchte, kann das schon??) oder sich trennen. Seine Tipps, das krankhafte Verhalten eines solchen Mannes einzudämmen, sind für mich nicht praktikabel. Grenzen setzen, sein Selbstvertrauen zu stärken, sein Vertrauen zu gewinnen...ich persönlich möchte eigentlich eine Partnerin für einen Mann sein, nicht seine Therapeutin. Soll ich mich von ihm mit fiesen Sprüchen demütigen lassen und ihm dann noch sagen, wie toll er sei, um sein Selbstbewusstsein zu stärken???
Mir jedenfalls hat das Buch schonungslos die Augen geöffnet. Leider wurde auch beschrieben, wie schwer es ist einen solchen Mann loszulassen...
Aber immerhin ist für mich die Zeit des Grübelns, der Verwirrung und der Selbstzweifel vorbei. Hätte ich das Buch schon früher gelesen, wären mir etliche schlaflose Nächte erspart geblieben.
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am 23. November 2004
Die Erkenntnisse von Scott Wetzler wären für jeden Psychologen wichtig! So wie auch das Buch von Harriet Braiker über giftige Beziehungen, ihre Symptome und Auswirkungen. Beide Bücher ergänzen sich aus meiner Sicht hervorragend und sind gut verständlich. Frau Braiker allerdings hat die passiv-aggressiven Verhaltensmuster thematisch fast nicht aufgegriffen.
Ich habe keinen einzigen ausgebildeten deutschen Psychologen gefunden, der über das Thema von Scott Wetzlar und Harriet Braiker geschrieben hat. Wie viele Frauen leiden unter den Auswirkungen dieser verwirrenden und nicht leicht zuordenbaren passiv-aggressiven Verhaltensweisen, zweifeln an sich, werden depressiv oder haben gar einen Suizidversuch hinter sich. Und kaum ein Arzt oder Psychologe kommt darauf, was sich hinter dieser seelischen Verzweiflung der betroffenen Frauen verbirgt.
Scott Wetzlar zeigt dankenswerterweise auf, welche Frauenpersönlichkeiten besonders in die Fallen tappen und wie sie ihren Ausweg finden können. Dass dieses Buch ein Mann schrieb, verdient besondere Anerkennung!! Der Untertitel "Wie Sie ihren passiv-aggressiven Mann besser verstehen und glücklich mit ihm werden", den halte ich allerdings für zu glücksverheißend.
In vielen Fällen werden Frauen sich nur durch Trennung schützen können. Ich denke, Männer mit passiv-aggressiver Prägung werden sein Buch kaum lesen, weil ihnen die Veränderung gar nicht nötig erscheint. Aber vielleicht wird das Buch so bekannt, dass die betreffenden Männer sich doch noch für ihr eigenes Glück hinterfragen und verändern.
Ich hatte in meinem Leben in zwei Fällen Partnerbeziehungen mit passiv-aggressive Männern und bin derart geprägten Männern auch in der Arbeitswelt begegnet. Daher kenne ich die Verwirrung, die sie auslösen können, die Selbstzweifel, welche Kraft sie einem sie "absaugen". Direkte Aggression ist zuordenbar, die passiv-aggressiven Verhaltensmuster sind subtil. Mir ist es nach langem Suchen endlich gelungen, sehr grundlegende Erkenntnisse über schadigende Verhaltensmuster und ihre Wechselwirkungen in Beziehungen zu gewinnen. Ich kann sie schneller erkennen und weiß, was ich zu tun und für mich zu entscheiden habe.
Für diese Klarheit bin ich unendlich dankbar.
Das Buch von Scott Wetzlar ist so interessant und aufklärend, dass ich es wärmstens empfehlen kann.
Freundliche Grüße
Bärbel Stewin
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am 19. November 2007
Ich kam per Zufall zu diesem Buch - habe einfach nur bei Amazon gestöbert!
Es ist einfach der Hammer. Dieses Buch trifft zu 90 % die Beziehungsprobleme, die ich mit meinem Freund habe. Ich hatte fast das Gefühl, der Autor hat das Buch über ihn geschrieben. Eine absolut zutreffende Beschreibung seiner Verwirrspielchen, Rückzugtaktiken, grundlosen Wutausbrüche, Manipulationen usw. Beim Lesen überfällt einen eine Mischung aus plötzlicher Erkenntnis, Trauer, Wut, Hilflosigkeit und Hoffnung.
Mir hat das Buch geholfen zu erkennen, dass ich nicht selbst das Problem bin, sondern mein Freund eines hat. Ich weiß nun, dass sein Verhalten nur ein Schutz vor Verlassenwerden und Schmerz ist, dass es aus tiefen Verletzungen in der Vergangenheit resultiert.
Inzwischen bin ich dank diesem Buch wieder stärker geworden, lasse keine Zweifel an mir mehr zu und lass mich auch nicht verwirren. Ich habe Verständnis für seine unangemessenen Reaktionen entwickelt, lasse aber auch meinen eigenen Ärger zu. Ich versuche die beschriebenen Tipps umzusetzen: keine Opferrolle annehmen wegen der Gefahr der Verhaltensbestätigung, vernünftig und sanft zu kritisieren - dabei niemals den ganzen Mann sondern nur ein Verhalten, Vertrauen geben, Entscheidungsmöglichkeiten zeigen, um keine Abhängigkeitsgefühle aufkommen zu lassen usw...
Es wird superschwierig und anstrengend werden, aber ich habe noch Hoffnung für uns. Ich kann mir gut vorstellen, dass wie beschrieben, das passiv-aggressive Verhalten nachlässt, wenn der Mann endlich Vertrauen fast.
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