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Kundenrezensionen

4,3 von 5 Sternen
19
Darwin: Das Abenteuer des Lebens
Format: Taschenbuch|Ändern
Preis:12,00 €+ 2,95 € Versandkosten


am 29. Dezember 2010
Als Biochemiker habe ich das Buch mit großem Interesse gelesen. Mit "Darwin- Das Abenteuer des Lebens" ist Jürgen Neffe ein herausragendes Werk gelungen. Es liest sich überaus kurzweilig und liefert dem Leser dennoch einen hohen biologischen und wissenschaftshistorischen Informationsgehalt.
Neffes Stil, Originalzitate Darwins aus dessen Tagebüchern in seinen eigenen Reisebericht einzubauen, erlaubt es dem Leser die Reiseetappen - damals und jetzt - zu besuchen und anschaulich zu verstehen, wie Bevölkerungswachstum zu Eingriffen in die Natur mit damit verbundenem Artensterben führen kann.
Besonderen Wert legt der Autor darauf, Darwins gedanklichen Prozess, der schließlich zur Schlussfolgerung führt, Arten seien veränderbar und natürlicher Selektion unterworfen, für den Leser zu erarbeiten.
Neffes großer - und vielleicht einziger - Kritikpunkt an Darwins Schaffen ist, dass dieser den Stellenwert "kultureller Evolution" für die Entwicklung des modernen Menschen nicht verstanden hat. Für Darwin sind kulturelle Unterschiede zwischen Völkern genetisch fixiert. Eine populäre Auffassung der damaligen Zeit.
Das Buch ist ein Plädoyer für Evolution und gleichzeitig ein Reisebericht, der dem Leser vor Augen führt wie wunderbar und gleichzeitig zerbrechlich unser Planet ist.
Tipp: mit GoogleEarth die Route verfolgen! ...und anschließend sofort ins Reisebüro ;-)
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am 10. April 2016
Jürgen Neffes "Roadmovie der Wissenschaft" fiel mir eher zufällig in die Hände, was sich als absoluter Glücksfall herausstellte: Fachlich fundiert, zugleich literarisch ansprechend, unterhaltsam und inspirierend, schaffte es der Autor, mich wirklich "mitzunehmen" auf seine und Darwins Reise zum größten Abenteuer - dem des Lebens. Grandios!
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am 12. April 2011
Jürgen Neffe folgte Darwins Fußspuren und besuchte die gleichen Orte, die einst Darwin auf seiner Weltumsegelung besuchte. Hierbei vergleicht er seine Beobachtungen mit denen Darwins und führt den Leser näher an Darwins Gedankengänge und Evolutionstheorie. Es werden Vergleiche von damals und heute gezogen, die viele Sachverhalte verdeutlichen und legt zusätzlich Veränderungen offen, die seitdem stattgefunden haben. Hierbei geht Neffe nicht zu sehr ins Detail, sodass trotzdem alles wichtige erzählt, der Leser jedoch nicht verwirrt oder überfordert wird.

Ein sehr gelungenes Sachbuch, dass dem Laien die Wissenschaft ein Stückchen näher bringt. Der schmale Grad, Wissenschaft für jedermann zugänglich zu machen, ist hier eindeutig nicht überschritten worden und macht Jürgen Neffes "Darwin" zu einem lehrreichen Leseerlebnis.
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am 26. April 2010
Wenn ich gewusst hätte, dass Sachbuch lesen so viel Spaß machen kann, hätte ich schon viel früher damit angefangen. Jürgen Neffe schreibt mit seinem Darwin Buch nicht einfach eine Biographie, die sich am Leben des berühmten Forschers langhangelt, sondern gleichzeitig ein Reisebuch, eine Reportage, ein Wissenschaftsbuch und und und.

Neffe fährt dabei selbst den Weg der "Beagle" (Darwins Schiff) nach und entdeckt heute Darwins Entdeckungen neu. Dabei schwankt er immer wieder zwischen Geschichte und eigenem Reisebericht, gibt Einblick in die neueste Forschung und erzählt im allgemeinen vom Sinn und Unsinn des Lebens. Die schönste Entdeckung die Neffe macht ist wohl die, das der Tod, so bitter er uns auch vorkommen mag, erst der Ausgangspunkt und die Bedingung für das Leben auf der Erde ist.

Neffe schreibt allerdings nicht in kniefallendem Ton über den Großen Darwin wie man denken könnte. Er kritisiert auch die heute rückschrittlichen Meinungen Darwins über Frauen oder die britische Gesellschaft. Schön ist aber auch ,bei aller Distanz die Neffe wahrt, dass er seiner Begeisterung freien Lauf lässt wenn ihn etwas beeindruckt auf seiner langen Reise. Die Reisestationen von Südamerika über Galapagos bis nach Australien und darüber hinaus lassen ja auch viel Platz zum schwärmen.

Jürgen Neffe hat ein beeindruckendes, mitreißendes und nicht zuletzt sehr interessantes Buch über Charles Darwin aber auch über das Leben als Wissenschaftler und das Leben an sich geschrieben. Für mich persönlich war es der Anstoss mich mehr mit Sachbüchern zu beschäftigen. Bleibt nur die Ahnung, dass nich alle so großartig sein können wie dieses sehr gute Buch.
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am 22. August 2011
Mit diesem Buch hat Jürgen Neffe wirklich ein kleines Meisterwerk geschaffen.
Es liest sich absolut kurzweilig, steckt aber voller Informationen.
Informationen welche einem zwar zum Teil bereits aus dem Biologieunterricht bekannt erscheinen, in diesem Buch aber um wichtige, neue Aspekte bereichert werden.
Verpackt wird das Ganze in persönlichen Begegnungen und Abenteuern, gespickt mit Zitaten aus Charles Darwins Reisetagebüchern.

Neffe vergleicht seine Reise im hier und jetzt mit den damaligen Erlebnissen Darwins. Zwar bin ich am Anfang des Buches mit diesen "Zeitsprüngen" nicht ganz klar gekommen (wann spricht Neffe über sich, wann über Darwins Erlebnisse) doch fuchst man sich schnell in die Materie ein und hat von da an nur noch reines Lesevergnügen.

Ich fand es sehr schade, als die letzte Seite gelesen war. Doch genau das macht ein gutes Buch aus.
In diesem Sinne, Daumen hoch!
Absolut empfehlenswert!
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am 21. September 2014
Ziemlich dickes Buch.
War ja auch eine lange Fahrt, hab' ich mir so gedacht. Da wird also bei Weitem nicht nur ein Verlauf dieser Fahrt wiedergegeben – dazu wäre ja auch Darwins Buch viel naheliegender – sondern gerade auch die Gedankengänge, die Darwin gehabt hat/gehabt haben könnte, um diese umwerfende Theorie zu formulieren.

Tatsächlich leistet Jürgen Neffe durchaus etwas, dass dieser Erwartungshaltung gerecht wird; allerdings nach meinem Empfinden keineswegs umfassend und nicht sonderlich konsequent.
Im Laufe des Lesens schweift er immer wieder ab zu gegenwärtigen Sichtweisen auf die Evolutionstheorie. Das wäre gar nicht weiter schlimm und vielleicht sogar begrüßenswert, würde dadurch tatsächlich ein logischer Faden aufgespannt oder daraus erkenntlich wie (auf welche Art und Weise) eine Theorie weiterentwickelt wird.
Das gelingt ihm nicht!

Vielmehr hat man im Laufe des Lesens den starken Eindruck – und der bereits erwähnte Epilog unterstreicht diesen ganz gehörig - dass es Neffe eigentlich nur am Rande um Darwin geht! Es erscheint so, dass er diese Fahrt, dieses Buch als Aufhänger für SEINE Sichtweise auf die Evolution darzustellen nutzen möchte, weswegen er auch gehörig mit anderen gegenwärtigen Wissenschaftlern und Wissenschaften ins Gericht geht (wie ich finde auch durchaus haarsträubend).
Dieses wäre vielleicht noch zu verkraften, wenn er der zum Teil harschen Kritik ernstzunehmende Argumente folgen lassen würde, aber ich konnte mich des Eindrucks nicht erwehren, dass er zumindest stellenweise einfach nur anfängt mit „Dreck“ zu werfen.

Das hat mich verwundert und mittendrin habe ich mich mehr als einmal gefragt, wozu ich dieses Buch lese. Um Darwin geht's an diesen Stellen überhaupt nicht!
An einer Stelle – bin gerade zu faul diese exakt nachzuschlagen – fängt er gar an, Darwin kritisierend zurechtzuweisen, dies aber vor dem Hintergrund gegenwärtiger Erkenntnisse beziehungsweise Denkweisen und eben gerade keiner, die Darwin zugänglich gewesen wäre: „.... nein, Mr. Darwin ….!“.

Gegenüber kreationistischen Ansätzen sind seine Argument schwach und könnten von diesen locker mit einem Handstreich weggewischt oder einfach uminterpretiert werden.
Warum spreche ich hier von Kreationisten? Weil Neffe sie selbst erwähnt. Die vollkommen unterschiedliche Denkweise von Biologen und Kreationisten kann er leider nicht darstellen; deren Pseudo-Argumente kann er nicht als solche entlarven. Stattdessen nutzt er genau diese Stellen um Richard Dawkins eins auszuwischen, dessen Bücher zumindest den Vorteil haben, wirklich humorvoll geschrieben zu sein und Darwins Sichtweise, was natürliche Selektion angeht viel umfangreicher und m. E. viel zutreffender darstellt als Neffe dies in diesem Buch tut.

Weitere Darwinsche Evolutionsmechanismen außer der Selektion, der er zumindest für den Menschen KEINERLEI Bedeutung beimisst (im übrigen Tierreich, wenn überhaupt eine schwache), z. B. die Variation bleiben unbeleuchtet und kommen für Leute, die sich mit dem Thema schon häufiger beschäftigt haben, schwammig daher, für Neulinge höchstwahrscheinlich unverständlich und zudem bedeutungslos.

Zum Verstehen der Evolutionstheorie taugt dieses Buch daher nicht! Es kann höchstens an zwei, drei Stellen das Bild etwas ergänzen.

Was zunehmend nervt sind Sätze, die durch Darwins Zitate durchsetzt werden. Ein Stilmittel, das sich spätestens dann komplett abgenutzt hat, als es nur noch um Neffes Gedankengänge geht, nicht mehr um Darwins!

Das einzige „Argument“, das er der Soziobiologie entgegenhält, ist, dass er Kultur unabhängige Gleichheiten zwischen Menschen – einer der Hauptansätze der Soziobiologie – einfach als konvergente KULTURELLE Evolution abtut und der biologischen in diesem Zusammenhang nicht DEN GERINGSTEN Einfluss zugesteht.
Das, wohl gemerkt, OHNE Begründung(!), was gleichzeitig seiner Hauptkritik an der Soziobiologie entspricht (nämlich unbegründet zu sein). Die Soziobiologie verbindet er an mehreren Stellen mit dem Sozialdarwinismus; Soziobiologie ist nach Neffe also Sozialdarwinismus im modernen Gewandte. Es wird der Soziobiologie demnach unbegründet KEINE ernstzunehmende Grundlage zugestanden. (Um nicht missverstanden zu werden: Das wäre ja ein durchaus interessanten Thema, würde Neffe hier ernsthaft argumentieren, es bleibt aber beim Gleichsetzen mit Sozialdarwinismus und das war's.)

In der Schule würde wahrscheinlich stellenweise „Thema verfehlt“ an diversen Absätzen und Kapiteln stehen. Kommentar: Hat sich bemüht.

Punkten kann Neffe bei der Darstellung der Zusammenhänge in Bezug auf den Einfluss von Charles Lyell, den „Erfinder“ des Gradualismus sowie dem Kapitel über Patagonien.

Fazit: Das Buch ist (leider) kein Muss für jemanden, der sich mit Darwin und der Evolutionstheorie beschäftigen will. Gleichzeitig heißt das nicht, dass etwa alles Nonsens wäre. Lesen kann man's schon. Jedoch würde ich jemandem, der sich ernsthaft mit der Evolutionstheorie und Darwin beschäftigen möchte, die Lektüre weiterer Bücher empfehlen. Ausreichend ist dieses Buch in dieser Beziehung leider nicht, schweift zu häufig ab und dient eher als Transportmittel Neffes Gedanken als denjenigen von Darwin.
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am 5. November 2010
- gute Idee
- nicht nur Reisebeschreibung sondern auch und gerade:
- Evolutionstheorie im Detail, daher
- keine einfache Lektüre, aber:
- SEHR aufwändig recherchiert (soweit ich das beurteilen kann)
- teilweise jedoch etwas sprunghaft
- interessante Anregungen
- gegen Ende des Buches wird es fast zu wissenschaftlich
- eine Reise mit Darwins Mitteln (also Segeln statt Fliegen) hätte ich noch besser gefunden; der Autor reist mit einem zeiemlich großen ökologischen Fußabdruck...
- insgesamt aber sehr lesenswert
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am 30. Januar 2010
höchste empfehlung für neffe - für mich persönlich "sachbuch des jahres"! eine fülle von informationen, neuester stand der wissenschaft, perfekt recherchiert, sehr persönlich und menschlich gahalten.
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am 9. September 2010
Jürgen Neffe ist ein grandioses Buch gelungen.
Die Mischung der Reiseeindrücke Darwins mit seinen eignen, 175 Jahre später ist rundum gelungen.
Gerade auch die vielen Schlenker zwischen Geschichte, Philosophie, Wissenschaft und Alltags-Beispielen
machen das Buch interessant, lesbar und höchst empfehlenswert.
Kurzum: Es beeindruckt mit einem beeindruckenden Detailreichtum und gleichzeitig verliert er nie die generalistische, interdisziplinäre Perspektive.

Das Buch weist indes zwei echte Schwächen auf, die erwähnt werden sollten.

1. Lange und sehr amüsant beschäftigt er sich mit den Persönlichkeiten der Querköpfe, ohne die,
Zitat: "die meisten Triumphe der Wissenschaft nie hervorgebracht worden" wären.
Leider kommt eine systematische Beschäftigung mit Persönlichkeits-Typen erheblich zu kurz.
Auch die Beschreibung des Anti-Alpha-Typus, der "die Macht über sein eigenes Leben der Macht über andere vorzieht" steht ohne die notwendigen, logischen Konsequenzen im Raum...

Die Technokraten, die er zurecht kritisiert, unterscheiden sich indes DRASTISCH von den Humanistischen Charakteren.
Richard David Precht hat u.a. hierzu geschrieben:
"Wenn man die Geschichte der abendländischen Philosophie im Überblick betrachtet, fällt auf, dass sich die meisten Scharmützel innerhalb weniger recht übersichtlicher Freund-Feind-Linien abspielen:
*die Fehde zwischen Materialisten und Idealisten*.
In der Realität treten diese Sichtweisen in allen erdenklichen Kombinationen und in immer neuen Gewändern auf. Aber sie wiederholen sich"

Kurzum: Alles, worauf heute moderne Personal- & Organisations-Entwicklung weltweit beruht, ist bei Neffe praktisch ausgeblendet.

2. Zurecht greift Neffe im Laufe des Buches immer wieder die Klima- und die Demographie-Frage auf,
die einer dringenden globalen Lösung bedürfen. Doch die unauflösbaren evolutionären Konflikte zwischen Egoismus und Kooperation leben seit den Platon'schen "Kostgeld-Diskussionen" heute immer noch in unveränderter Form in unkonstruktiven Steuergerechtigkeits-Diskussionen weiter.
Die Menschheit ist in dieser Frage indes noch nicht einen Millimeter vorangekommen. Dabei besteht keine erkenntnis-theoretische Lücke, die hierzu noch weitere theoretische Erkenntnisse jenseits vom Niveau des Kinderbuchs: 'Die Maus Frederick' liefern müsste.

Ironischerweise gibt es mittlerweile handfeste naturwissenschaftliche Beweise, z.B. in Form der Neuro-Biologie und auch -Physiologie, die das Entscheidungs-Verhalten bzw. Nicht-Verhalten des Menschen im Alltag spiel-'theoretisch' statistisch(!) vorhersagbar(!) erklären helfen.
Ein B(K)lick z.B. bei edge.org hätte hier Aufklärung gebracht.

Deshalb ist es nur logisch, dass er 'Die Soziobiologie' und deren Vertreter vollkommen missinterpretiert,
ärgerlicherweise im Epilog -seitenweise identisch- gleich nochmals.
Deshalb statt 5 plus 1 Bonuspunkt nur 4 Punkte.

Mehr im BLOG und im XING-Forum Evolutionsmanagement.

EF
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