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Kundenrezensionen

4,0 von 5 Sternen
25
4,0 von 5 Sternen
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am 7. Oktober 2010
Eines gleich vorweg: (Existenz-)philosophisch stelle ich dieses Buch auf eine Ebene mit Platon/Sokrates und die Sutras. Es begeistert aber auf vielen Ebenen: Zunächst fallen der lebendige Sprachstil, die treffende Wortwahl ohne Modewörter oder Anglizismen und die stets sinnvolle Satzverknüpfung auf.

Zweitens vollzieht das Buch ähnlich wie ein historischer Roman sehr spannend die geschichtliche Entwicklung der Quantenphysik nach. Der Leser kann daran teilhaben, wie die Protagonisten - Planck, Bohr, Schrödinger, Heisenberg, Einstein und andere - durch (Gedanken-)Experimente ihre Weltsicht entweder verteidigt oder erweitert haben. Besonders interessant fand ich z.B., wie Einstein von Bohr mit seiner eigenen Relativitätstheorie widerlegt wurde!

Drittens ist das Buch eines der besten Lehrbücher, die ich je gelesen habe (nicht umsonst ist Zeilinger einer der berühmtesten lebenden Physikprofessoren). Es werden alle wichtigen Quantenphysikexperimente und deren Auswirkungen auf das physikalische Weltbild einfach und anschaulich erklärt, ohne je eine Formel dazu zu benutzen. Man hat hinterher das Gefühl, die ganze Quantenphysik zu kennen, ohne dass man jedoch irgendeine Formel gelernt hätte (außer E=mc2). Er wiederholt die wichtigen Dinge auch immer wieder, so dass man sich sicher sein kann, es wirklich verstanden zu haben.

Und zuletzt ist dieses Buch in philosophischer Hinsicht einmalig. Anders als so viele andere Bücher über dieses Thema und die Philosophie im Allgemeinen sind die Schlussfolgerungen, die Zeilinger zieht, nicht einfach irgendwelche Meinungen oder Gefühle, sondern streng logisch und folgen (auch für den Leser) zwingend aus den Versuchsergebnissen. Er erklärt aber auch sehr schön, welchen philosophischen Theorien die verschiedenen Quantenphysiker anhängen: die Kopenhagener Interpretation, die Viele-Welten-Therie, die Bohmsche Theorie und Mischformen, die die Quantenphysik auf die Mikroebene eingrenzen wollen. Er begründet messerscharf, welche Theorien welche Schwachstellen haben oder eben keine Schwachstelle. Besonders interessant auch "Occams Rasierklinge": Verwende keine Theorie, ohne die man genauso viel erklären kann wie mit dieser Theorie.

Ich glaube, ich kann hier (es ist ja kein Krimi) seine sehr gut begründete Schlussfolgerung verraten: Wirklichkeit und Information sind dasselbe. Welche der bestehenden Religionen und Philosophien damit übereinstimmen und welche nicht, darüber sagt er zwar nichts. Das ist aber auch nicht notwendig, da dies dem interessierten Leser sowieso klar sein sollte und man sich ja auch seine eigenen Gedanken machen möchte.

Eine kleine Bemerkung noch zum "Schwierigkeitsgrad": Man benötigt keinerlei Vorkenntnisse für dieses Buch (das war auch Zeilingers Ziel), außer natürliche die deutsche Sprache, aber an ein paar Stellen muss man sich schon ein wenig konzentrieren. Schließlich tut die Quantenphysik wie auch schon die Relativitätstheorie (die auch erklärt wird) nichts Geringeres, als unseren "gesunden Menschenverstand" in vielen Punkten eindeutig zu widerlegen. Aber dafür wird man auch reichlich belohnt: Wenn man dieses Buch gelesen hat, braucht man sich vor keiner Diskussion über Quantenphysik mehr fürchten, und das eigene Weltbild wird mit Sicherheit eine grandiose Erweiterung erfahren.
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Ich glaube nicht, dass Robert Musil in seinem Klassiker "Der Mann ohne Eigenschaften" an die Besonderheiten der Quantenphysik gedacht hat, als er thematisierte, dass es neben einem Wirklichkeitssinn auch einen Möglichkeitssinn geben muss, aber er bewegte sich in einer (literarischen) Begriffswelt, die zur Quantenphysik passt. Ohne Beobachtung existieren keine Eigenschaften; durch Beobachtung konkretisiert sich eine Wirklichkeit aus einem Fundus an Möglichkeiten.

Physikprofessor Anton Zeilinger hat mit seinen "Teleportations"-Experimenten die Quantenphysik in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. Mittels verschränkter Photonen übertrug er Quantenzustände von einer Seite der Donau zur anderen. Um halbwegs zu verstehen, was dort experimentell gezeigt wurde, ist es erforderlich, sich mit den Eigenheiten der Quantenphysik zu beschäftigen. Das Buch liefert die notwendigen Grundlagen in allgemein verständlicher Form ohne Formeln.

Die Quantenphysik ist so merkwürdig, dass Albert Einstein, einer der Wegbereiter dieser Theorie, sich Zeit seines Lebens weigerte, diese als letztgültige Beschreibung der realen Welt anzuerkennen. Ihm behagte nicht, dass der Zufall, und zwar kein subjektiver, sondern ein objektiver Zufall, Einzug in die Wissenschaft gehalten hatte. Dennoch hat die Quantentheorie bislang sämtliche Falsifikationsversuche unbeschadet überstanden.

Autor Zeilinger erläutert den Welle-Teilchen-Dualismus, geht kurz auf die historische Entwicklung ein (Elektromagnetismus, Hohlraumstrahlung, Schrödingergleichung, Heisenbergsche Unschärfebeziehung etc.), thematisiert ausführlich das Doppelspaltexperiment und erläutert typische Begriffe aus der Quantenphysik wie Superposition, Verschränkung, Dekohärenz und Komplementarität.

Die Ausführungen zum Doppelspaltexperiment sind recht dominant, führen aber dazu, dass die Eigenarten der Quantenphysik plausibel werden. Dafür kommen die (denkbaren) Anwendungen der Quantenphysik (Quantencomputer, Quantenkommunikation, Quantenkryptographie etc.) etwas zu kurz. Zum Thema Komplementarität und der philosophischen Einordnung empfehle ich ergänzend das Buch "Der Teil und das Ganze" von Heisenberg.

Anton Zeilinger präsentiert sich als sachlicher Aufklärer schwieriger naturwissenschaftlicher Erkenntnisse. Er ist weniger der fesselnde Vermittler wie z.B. Feynman oder Gribbin. Auch habe ich bildhafte Beschreibungen, wie sie für Greene typisch sind, vermisst. Dennoch gilt: Seine allgemeinverständlichen Ausführungen überzeugen und auch ist positiv festzuhalten, dass er sich auf dem Boden der Naturwissenschaften bewegt, zahlreiche Experimente beschreibt und nicht zu (esoterischen) Grenzüberschreitungen neigt, auch wenn das Thema dazu verleiten könnte.
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am 9. März 2014
Anton Zeilinger ist Experimentalphysiker und behandelt die Phänomene in den Versuchen sehr konkret und deshalb verständlich. Die Versuchsergebnisse nimmt er zum Anlass, das Verständnisproblem der Quantenmechanik aus den verschiedensten Blickwinkeln zu "bequatschen". Neu für mich ist der Hinweis auf John Bell und seiner Entdeckung über die "Orientierung" verschränkter Photonenpaare ("Spin", "Polarisierung"). Bell hat aus Versuchsergebnissen herausgefiltert, dass die Annahme, verdeckte "lokale Parameter" zur Erklärung der Verschränkung einzusetzen, nicht zulässig ist. Damit ist ein weiterer Versuch gescheitert, das Verhalten der Quanten für unser eins physikalisch verständlich zu erklären. Der "Schleier", der laut Albert Einstein von der heute gültigen Quantenmechanik noch auf der physikalischen Wirklichkeit des Mikrokosmos liegt, bleibt also weiter ungelüftet.
Anton Zeilinger hofft nun, durch Einführung des Informationskalküls - der Qbits - das Verhalten der Quantensysteme in Zukunft klarer beschreiben zu können.
Ich empfehle auch das zweite Buch von Anton Zeilinger zu lesen: "Einsteins Spuk". In diesem Buch wird die gleiche Thematik noch einmal erheblich konkretisiert. Zwei Studenten Alice und Bob sowie Prof. Quantinger sind die erklärenden Hauptfiguren.
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am 28. Juli 2014
Will man etwas über Quantenphysik erfahren sollte man dieses Buch gelesen haben. Nicht immer einfach zu verstehen aber super geschrieben und nach weiterem Lesen sehr einleuchtend.
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am 3. November 2013
Im deutschen Sprachgebrauch haben die Quanten eher umgangssprachlichen Charakter. So redet man von einem "Quantensprung" wenn man von einem besonders großen Fortschritt spricht.

Was es jedoch tatsächlich mit diesem "Allerkleinsten" auf sich hat wissen die wenigsten. Denn wenn man in unserer Wirklichkeit tief genug gräbt offenbart sich eine Welt die Gesetzen folgt die das Gegenteil von dem sind was wir täglich wahrnehmen.

Ich möchte eines der im Buch beschriebenen experimentellen Ergebnisse versinnbildlichen:
Man kennt die Becken welche mit bunten Kugeln gefüllt sind in denen Kinder spielen können. Nach unseren Gesetzen der Wahrscheinlichkeit ist es so das je größer dieses Becken ist die Wahrscheinlichkeit größer ist das mehrere Kugeln die gleiche Farbe aufweisen als bei einem Becken in denen nur wenige Kugeln hinein passen.
Nimmt man jedoch die Gesetze der Quantenphysik geschieht das Gegenteil: ein kleines Becken wird mit größerer Wahrscheinlichkeit gleiche Kugeln aufweisen als ein großes. Je größer dieses Becken wird desto kleiner wird die Wahrscheinlichkeit das sich überhaupt einzelne Kugeln in der Farbe gleichen werden. In einem Becken in dem das gesamte Farbspektrum Platz hätte wäre jede Kugel in der Farbgebung einzigartig.

Natürlich wird das oben genannte Beispiel im Buch anders beschrieben. Und sie werden noch andere verblüffende Eigenarten der Quantenphysik kennen lernen.

Den Stern Abzug bekommt das Buch weil meiner Meinung nach die Sätze manchmal etwas überladen wirken. Dadurch liest es sich etwas zäh. Aber für den wissenschaftlich Interessierten welcher das Thema entdecken möchte findet sich genug Anreiz um es bis zum Ende zu lesen.

Gruß MacMarx
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am 25. Juli 2005
Wer bei dem Titel „Einsteins Schleier" erwartet, ein Buch über den berühmten Nobelpreisträger oder seine Relativitätstheorien in die Hand zu nehmen, wird sich getäuscht sehen. Anton Zeilingers neueste Veröffentlichung handelt ausschließlich von der Quantentheorie, jener physikalischen Disziplin, zu deren Entstehung Einstein zwar wichtige Anstöße gab, deren reife Gestalt er aber nie akzeptieren konnte und bis zu seinem Tode bekämpfte.

Zeiliger geht es offenbar darum, den Lesern neben einer gemeinverständlichen Erläuterung der Quantentheorie auch seine eigenen Vorstellungen zur Auflösung ihrer Paradoxien nahe zu bringen. Er stellt sich also, nachdem er die grundlegenden Experimente der Mikrophysik präsentiert hat, auch der entscheidenden Frage: Was bedeutet das alles und was ergibt sich daraus für unser Weltbild? Dabei nimmt er es in Kauf, mit seiner Antwort die Grenzen der Physik zu überschreiten und sich auf philosophisches Gebiet zu begeben.

So hat es der Leser mit einem uneinheitlichen Buch zu tun. Zunächst wird er in einem lesbaren, wenn auch manchmal etwas umständlichen Stil mit der Geschichte der Quantentheorie vertraut gemacht. Er erfährt einiges über ihre Begründer Planck, Bohr, Heisenberg und Schrödinger, sowie über die Experimente, die der Theorie zugrunde liegen (Doppelspaltexperiment, Polarisationsversuch von Aspect usw.). Es folgen Ausführungen über künftige Möglichkeiten zur technischen Anwendung der Theorie. Abschließend geht es dann um die Interpretationsprobleme und um Zeilingers eigenen Deutungsversuch - gewissermaßen seine „Quantenphilosophie".

Der erste Teil ist informativ und auch für Laien ohne physikalische Vorkenntnisse verständlich. Die Ausführungen des zweiten Teils über Quantenkryptographie und Teleportation wirken dagegen reichlich zäh und erwecken den Anschein, als habe der Autor, in der Furcht, man könne ihn für einen weltfremden Elfenbeinturmbewohner halten, alle Hebel in Bewegung gesetzt, um sich durch Ausbreitung der praktischen Nutzeffekte seiner Forschung vor den Lesern zu rechtfertigen. Das Ergebnis ist eher ernüchternd. Nicht nur wird deutlich, daß die vorgestellten Versuche von einer technischen Umsetzung noch weit entfernt sind, sondern vor allem, daß sie unter falschem Namen figurieren. Von wirklicher Teleportation oder „Beamen" kann gar nicht die Rede sein. Es handelt sich lediglich darum, ein Elementarteilchen unter Ausnutzung quantenmechanischer Effekte in den gleichen Zustand zu versetzen, in dem sich ein anderes Teilchen befindet. Zum Verständnis der Quantentheorie trägt die Beschreibung dieser Experimente nichts bei.

Als Höhepunkt des Buches ist offenbar der dritte Teil gedacht. Der bis hierher in Spannung gehaltene Leser hofft nun endlich auf eine Auflösung der Rätsel der Quantentheorie. Im Zentrum der Aufmerksamkeit stehen dabei vier zentrale, von Zeilinger herausgehobene Themen: Der objektive Zufall, die Komplementarität, die Verschränkung und die Superposition.

Am gelungensten erscheint Zeilingers Behandlung der Superposition, jenem quantentheoretischen Konzept, das auch dem berühmten Gedankenexperiment von Schrödingers Katze zugrunde liegt. Mit überzeugenden Argumenten plädiert Zeilinger dafür, daß es sich bei der Superposition nur um ein mathematisches Konstrukt handele, das man nicht anschaulich deuten und auf die Realität übertragen dürfe.

Weniger klar ist dagegen Zeilingers Darstellung der Komplemetarität und der „Kopenhagener Interpretation" (Niels Bohr) der Quantentheorie. Seine Ausführungen sind viel zu knapp, um den komplexen erkenntnistheoretischen und metaphysischen Gedankengängen Bohrs gerecht zu werden. Außerdem stellt Zeilinger immer wieder Behauptungen auf, ohne sie zu begründen. Ein Beispiel: „Ohne Auswahl des Experiments macht es aber nicht einmal in Gedanken Sinn, einem Teilchen irgendwelche wohldefinierten Eigenschaften zuzuweisen." (S. 167) Die meisten Leser werden dies anders sehen. Warum sie sich Zeilingers Auffassung anschließen sollten, erfahren sie leider nicht.

Vollends unverständlich wird schließlich Zeilingers eigene, auf Bohrs Überlegungen aufbauende Deutung der Mikrowelt, die in der Behauptung gipfelt: „Wirklichkeit und Information sind dasselbe." Auch mit dieser Aussage wird der Leser ohne ausreichende Begründung konfrontiert, so daß er in Zeilingers Argumentation nur noch einen geistigen Salto Mortale erblicken kann.

Seine Verblüffung ist so groß, daß er eine Zeitlang braucht, um zu erkennen, daß der Autor ihm die Erklärung des objektiven Zufalls und der Verschränkung - jener zwei anderen Grundthemen der Quantentheorie - schuldig geblieben ist. Beide Phänomene werden im Buch lediglich beschrieben.

Ohne Zweifel ist Zeilinger ein verdienstvoller Experimentalphysiker. Wenn er als Autor dieses Buches dennoch eine unglückliche Figur macht, so liegt dies offenbar daran, daß er sich zuviel zugemutet hat. Wer die Quantentheorie deuten möchte, muß dreierlei leisten: Er hat zuerst die unausgesprochenen Voraussetzungen unseres natürlichen Weltverständnisses zu rekonstruieren, dann in einem zweiten Schritt zu zeigen, warum diese von der Quantentheorie widerlegt werden, und drittens metaphysische und erkenntnistheoretische Prinzipien zu benennen, die mit ihr vereinbar sein könnten.

Die erste wie die dritte Aufgabe sind philosophischer Natur und stellen Physiker vor besondere Herausforderungen. Es dürfte kein Zufall sein, daß die interessantesten Deutungsversuche der Quantentheorie von Physikern mit philosophischen Kenntnissen und Neigungen, wie Bohr, Heisenberg, von Weizsäcker und d'Espagnat stammen. Wer Zeilingers Buch gelesen hat, kann keinen Zweifel daran haben, daß sein Autor nicht in diese Kategorie gehört. Über die philosophischen Aspekte der Quantentheorie hat er statt systematischer Überlegungen nur Behauptungen oder unklare Andeutungen zu bieten.

Man muß bedauern, daß Zeilinger seine Darstellung nicht ganz auf die experimentelle Seite der Quantentheorie beschränkt hat. Sein Buch wäre in diesem Falle bescheidener und kürzer, aber auch besser ausgefallen.
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am 1. April 2012
Eigentlich ist das Leben viel zu kurz um es mit weniger guten Büchern zu vergeuden.

Einsteins Schleier ist wohl marktstrategisch ein guter Titel (Einsteins name sells still today ;) ), jedoch muss man beim vorliegenden Buch wohl von "Zeilingers Schleier" sprechen, denn so wirklich erhellt sich die Sache um die Quantenmechanik dem Leser nun doch nicht so recht.

Die ersten 30 Seiten des Buches lesen sich flott und interessant. Dann folgt ein inhaltlicher Einbruch über langatmige und langweilige Beschreibungen von Spalt- und ähnlichen Experimenten.

Auf Seite 207 ist dann ausgegähnt und man erhält die "erstaunliche" Einsicht, dass es in der Quantenmechanik Grunderscheinungen wie Zufall, Superposition und Verschränkung gibt.

Diese und viele andere Ausführungen finden sich in wesentlich besserer Form bei begnadeteren Autoren (etwas Michio Kaku).

So bleibt trotz der Anstrengungen des Autors leider nur Valentins Fazit: "Eigentlich ist schon Alles gesagt, nur noch nicht von Allen".
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am 19. Mai 2015
Zeilingers Abhandlung gehört mit zum besten. Sehr verständlich geschrieben (solange das überhaupt geht.)
Es ist nach wie vor erstaunlich, wie wenige Menschen sich mit Quantenphysik beschäftigen, obwohl es viele
unserer Gewohnheiten und "Sichtweisen" in Frage stellt oder sogar eindrucksvoll revidiert.
Gutes Buch!
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am 10. Februar 2013
Es wurden viel zu viel Worte gemacht, wo weniger mehr gewesen wäre. Zum Beispiel die weitschweifige Erklärung vom Doppel-Doppelspaltexperiment fand ich schrecklich. Das Buch auf ein Viertel der Seitenzahl wäre wohl besser gewesen.
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am 15. März 2013
Einführung in die Quantenphysik ohne Formeln zu benutzen.
Ein wichtiger Baustein hin zum ganzheitlichen Denken.
Die philosophische Seite dieser Wissenschaft könnte unsere Gesellschaft vorwärts bringen.
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