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am 15. August 2006
Die Geschichte Ungarns ist nicht nur einzigartig, sie ist vor allem außergewöhnlich. Paul Lendvai, selbst Ungar, der seit 1957 in Österreich lebt, versucht diese 1100 jährige Historie in diesem Buch auf knapp 550 Seiten (Ohne Anhänge) zu erzählen.

Die Erzählung beginnt im 9. Jahrhundert, noch vor der Landnahme, als die Magyaren noch als Nomaden umherzogen, und in Europa auf verschiedensten Raub- und Beutezügen Angst und Schrecken verbreiteten.

Von diesen Jahren ausgehend, beschreibt der Autor die Geschichte. Dabei geht er chronologisch, aber auch thematisch vor. Die 35 Kapitel sind jeweils einem bestimmten Thema oder einer bestimmten Persönlichkeit gewidmet, so dass sie sich zeitlich teilweise überschneiden, insgesamt aber in der Chronologie immer weiter fortschreiten.

Beim gut verständlichen und fesselnden Erzählstil Lendvais ist es vor allem erstaunlich, wie detailiert er die Geschichte wiedergibt. Dabei verliert er sich allerdings nie in überflüssigen Kleinigkeiten. Besonderen Wert legt Lendvai neben den großen historischen Ereignissen, wie dem Mongoleneinfall, dem Türkensturm, dem Habsburger Reich, der Doppelmonarchie oder dem Ungarnaufstand, vor allem auf die Dinge, die Ungarn zu einem besonderen Land machen. Dabei ist natürlich die Sprache zu nennen, die keiner anderen Sprache im europäischen Reich ähnelt, aber auch die Mischung von verschiedenen Nationalitäten in der Bevölkerung (Magyaren, Deutsche, Österreicher, Rumänen, Polen...) und vor allem die Rolle des ungarischen Judentums. Lediglich die Zeit des Kádár-Regimes von 1957-1989 und die folgenden zehn Jahre bis 1999 werden etwas knapp abgehandelt. Wichtige Daten zu diesen Jahren (Wie auch zu allen anderen der Geschichte) können allerdings in den "Eckdaten der ungarischen Geschichte" (Insgesamt 15 Seiten) im Anhang nachgelesen werden.

Im letzten Kapitel des Buches, in dem die Geschichte bereits abgehandelt ist, werden weitere wichtige Ungarn aus Bereichen wie Forschung und Wissenschaft, Musik, Film, Kunst und Literatur vorgestellt. Dabei tauchen einige Namen auf (wie die Gründer der Filmfirmen Paramount und Fox, der Gründer des Pulitzer-Preises, József Pulitzer, oder Schauspieler Toni Curtis), von denen man wahrscheinlich nicht wusste, dass sie Ungarn sind.

Die 1100 Jahre der ungarischen Geschichte werden von Paul Lendvai ausführlich, interessant und sehr lesenswert beschrieben. Neben der Geschichte kommen auch alle Facetten des Ungarntums nicht zu kurz. Bislang gab es kein Buch, dass das Ungarntum so genau und lebhaft darstellen konnte.
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am 26. August 2009
sehr deailreich beschreibt lendvai die wirkung ungarns auf die europäische geschichte.
der augenmerk wird besonders auf die zeit nach der vertreibung der osmanen gelegtwas schade ist, da die früheste geschichte dieses volkes nicht minder interessant ist.
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am 5. August 2010
extrem gut recherchiert und sehr spannend geschrieben. Man konnte es kaum aus der Hand legen.
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am 18. Juni 2011
lese mich durch die Geschichte unserer Nachbarländer durch und habe zwei Anläufe bei diesem Buch gemacht. Dann habe ich es aufgegeben. Da ist mir zuviel Mythos und Zitate von anderen Schriftstellern drin, und es wurde mir schnell langatmig und damit langweilig. Da überlebe ich keine 600 Seiten. Und da ich keine Geschichte Ungarns studieren will habe ich mir von György Dalos das Buch "Ungarn in der Nußschale" geholt. Welch ein Kontrast und flotter Stil zu diesem Werk. Für Jemanden, der sich nur eine Übersicht verschaffen will empfehle ich die "Nußschale".
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