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am 31. Juli 2001
Ostrovsky gelingt es in seinem 'gejagten' Buch, den Leser auf sachliche und dennoch packende Art in die Aktivitaeten und die Kommando-Struktur des israelischen Geheimdienstes einzuführen. Das Buch behandelt Ostrovskys Rekrutierung zu Beginn der achtziger Jahre sowie seine frühen Jahre beim Mossad. Der Leser erhaelt detaillierte Beschreibungen über Planung, Durchführung und Hintergrund von verschiedenen Mossad-Aktionen. Eine ausführliche Chronologie der Ereignisse, die seinen Rückzug aus dem Spionagegeschaeft ermöglicht haben, wird viel ausführlicher in der Fortsetzung 'Geheimakte Mossad' dargestellt, in der übrigens auch einige der spektakulaersten Mossad-Aktionen aufgezeigt werden, von denen vermutlich nur Eingeweihte gewusst bzw. geahnt haben, dass der israelische Geheimdienst involviert war. Dennoch ist das vorliegende (erste) Werk Ostrovskys aufschlussreicher, da sich Ostrovsky besser an den Handlungsfaden haelt und nicht in Nebensaechlichkeiten abschweift oder sich (bewusst oder unbewusst) rezitiert. Der Vorteil des ersten Werkes liegt auch ganz klar am 'Premierenstatus': 'Der Mossad' schlug nach der ersten Publikation wie eine Bombe ein, die Enthüllungen lieferten erstmals einer breiten Öffentlichkeit ein realistisches Bild, was sich im Mossad (und in aehnlicher Weise wohl auch in anderen Geheimdiensten) tut. Sie zeigen ebenso die Beschraenktheit der taeglichen Polit-Nachrichten auf, die haeufig nur einen kleinen Ausschnitt des grossen Bildes zeigen.
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am 12. Dezember 2013
Die Rezension ist im Zusammenhang mit meinen anderen beiden zu sehen, die thematisch eng verbunden sind: Einmal James Bamfords "NSA" und dann John Perkins' "Economic Hit Man", das ich im Januar 2013 besprochen habe.
Vorliegendes Taschenbuch habe ich gebraucht gekauft und die Lektüre ist jedem politisch und gesellschaftlich interessierten Zeitgenossen dringend empfohlen. Vom Schreibstil her betrachtet ist es sicherlich kein Meisterwerk, häufig werden recht deutliche und derbe Ausdrücke verwendet, das mag vielleicht die Authenzität steigern, dem empfindlicheren Zeitgenossen dagegen ist es oft starker Tobak, der geboten wird.
Zum Buch: Der höchste Souverän im Staat ist nach der herrschenden Staatsrechtslehre das Volk bzw. der Bürger. Er/Sie hat folglich das Recht, über alle Vorgänge den Staat betreffend informiert zu werden und nach dem Kenntnisstand Entscheidunge zu treffen. So weit die Theorie. Spätestens seit Machiavelli wissen wir aber, dass Theorie und Praxis zwei Dinge sind. In einer Welt des Misstrauens und der wirtschaftlichen und poltisch-kulturellen Konkurrenz zwischen den Ländern gibt es Geheimdienste, und das nicht erst heute, sondern das war schon bei den Babyloniern und Ägyptern üblich. Vertrauen ist gut, Kontrolle (bzw. Spionage) ist besser.
Der Geheimdienst Israels, der Mossad, hat es verstanden, sich einen phänomenalen Ruf aufzubauen. Das wohl auch deshalb, um andere Ländern einzuschüchtern und die eigenen Leute selbstbewusst zu machen. Ob dieser Ruf gerechtfertigt ist oder nicht,mag jeder Leser nach der Lektüre selbst entscheiden; Ich persönlich neige zur zweiten Alternative.
Der Autor durchlief als junger Offizier die Tretmühle der Ausbildung und verlor dabei nie den wachen Verstand eines kritischen Bürgers; anders ausgedrückt, er widerstand den vielfältigen Methoden der Gehirnwäsche. Akribisch lässt er den Leser an der Ausbildung teilhaben und vergisst auch nicht die Spannungen zwischen den Rekruten zu erwähnen. Nebenbei - und das erfährt der Leser erst gegen Ende des Buches - verstand es der Autor, für sein Buch Dokumente aus dem Mossad-Verwaltungsbereich nach außen zu schmuggeln, deren Inhalte und Erkenntnisse er dann zusammen mit seinem Co-Autor, einem kanadischen Journalisten, in sein Buch hat einfließen lassen. Am Ende des Buches finden sich einige Dokumente, ferner - für andere Geheimdienste sehr interessant - ein Organisationsschema des Mossad, ferner die Namen der Verantwortlichen und ein Glossar, in dem die hebräischen Begriffe erläutert werden.
Es ist das Werk eines Aussteigers aus einem menschenverachtenden und höchst kriminellen System. Der Autor lässt an vielen Stellen seine moralisch-ethischen Bedenken über die Methoden und Grundsätze des Mossad durchblicken und er verdient Lob dafür, dass er den Mut besessen hat, gegen massiven Druck das Buch zu veröffentlichen; immerhin hatte er zu diesem Zeitpunkt schon Familie und ein tödlicher Unfall ist schnell herbeigezaubert.
Die ersten Rezensionen hier sind über 10 Jahre alt, sie haben aber nichts an Aktualität eingebüßt, wenn man bedenkt, was im Sommer 2013 hinsichtlich der amerikanischen Dienste alles ans Tageslicht kam. Die Personen, die aus Gewissensgründen aus diesen verbrecherischen Systemen aussteigen und von ihren Heimatländern verfolgt werden, verdienen Lob und Unterstützung.
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TOP 1000 REZENSENTam 10. Februar 2013
Er gilt oft als der erfolgreichste Geheimdienst der Welt, für die Juden ist er der Schutz ihres Volkes, der einen neuen Holocaust verhindern soll. Jetzt hat ein Ex-Mossad Agent ausgepackt und schildert, wie sehr dieser Geheimdienst zum Staat im Staat geworden ist, den niemand kontrolliert und der selbstherrlich entscheidet, was den Juden nützt und wer leben darf und wer sterben muss.

Wir alle kennen die Pleiten und Pannen von CIA und BND, wissen, wie die Stasi zur Krake geworden ist. Victor Ostrovsky schildert, dass auch der Mossad längst ein Eigenleben führt, sich seine eigenen Gesetze gibt und vor nichts zurückschreckt. Weil es den Holocaust gegeben hat und weil jeder Jude davon und der Furcht geprägt ist, dass er sich wiederholen könne, findet der Mossad überall auf der Welt freiwillige Helfer - doch die wenigsten sind sich darüber klar, wie dieser Dienst wirklich funktioniert und welche Ziele er verfolgt. Leider auch keine besseren als andere Geheimdienste.

Ostrovskys Buch liest sich spannend und überzeugend, man spürt, dass hier ein Insider spricht. Natürlich dürfte das eine oder andere subjektiv geprägt sein, der Autor hat den Mossad enttäuscht verlassen und ist deshalb wohl kaum in allen Belangen objektiv.

Dennoch ist seine Schilderung eine glaubwürdige Darstellung und vermutlich trifft auch manches, das über den Mossad geschrieben wird, auch auf viele andere Geheimdienste zu. Wer einmal einen realistischen Blick hinter die Kulissen werfen will, wird hier fündig. Auch wenn das Buch mittlerweile zwanzig Jahre alt ist.

Hans Peter Roentgen
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TOP 50 REZENSENTam 13. September 2014
Dieses Buch ist im Großen und Ganzen mal eine ganz interessante Lektüre und ein kleiner Blick hinter die KUlissen, auch wenn man gerade aufgrund des Themas nicht alles als gesichert ansehen darf. Das Buch lebt natürlich auch ein wenig vom Reiz, den allein das Wort "Mossad" schon ausstrahlt.

Der Autor schildert seine Rekrutierung und Ausbildung und man erhält hier tatsächlich einen ganz spannenden Einblick, wie so was ablaufen kann. jedoch hinterlässt das ständige Betonen der eigenen herausragenden Leistungen einen faden Beigeschmack beim Leser.
Interessanter fand ich persönlich die Schilderung von Aktionen und Operationen an denen der Mossad beteiligt war auch wenn diese Infos sicherlich mit Vorsicht zu genießen sind. Es entsteht ein Bild eines Geheimdienstes, der professionell, eiskalt und skrupellos seine gestellten Aufgaben erfüllt: Genau das Image eben, das der Mossad ohnhin schon lange hat.

Insgesamt ein interessants Buch mit teilweise spannenden Einblicken, aber das sicherlich aufgrund des Themas mit Vorsicht zu genießen ist. Dennoch waren es einige sehr unterhaltsame Lesestunden.
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TOP 500 REZENSENTam 4. Oktober 2004
Das Buch handelt vom Mossard (dem israelischen Geheimdienst) und seinen Machenschaften rund um den Globus. Victor Ostrovsky - ehemaliger Mossard-Agentenführer (Katsa) berichtet in diesem Buch von seiner Zeit beim Militär, der Rekrutierung für den Geheimdienst durch den Mossard, ausführlichst in vielen Details von der Ausbildung beim Mossard und was Ihm dort alles beigebracht wurde (Bsp. Abschütteln von Verfolgern, einheitliches Mossard Schreibsystem (NAKA), Sicherheit (-sabteilung) (APAM), allgemeine Militärkunde, technisches Wissen, Tarnung, Abhören, ... etc.) bis hin zu seiner ziemlich plötzlichen Dienstquitierung.
Man erhält ab dem 2ten/3tel des Buches einen sehr guten Eindruck (anhand vom spannenden "Kurzerzählungen") davon, wie der Mossard denkt, operiert und in seinen Operationen vorgeht. In dem Buch werden dem Leser in mind. 8 solcher "Kurzerzählungen" viele Insiderinformationen über stattgefundene Operationen vor allem in umliegenden Ländern Israels offenbart. Detailierte Pläne über den (geheimen) Aufbau des Mossards (im Anhang) ergänzen das Buch.
Das Buch ist spannend geschrieben und zeigt dem Leser allerdings auch die Kaltblütigkeit, Kaltschnäuzigkeit und Grausamkeit auf, mit der der Mossard agiert (vor allem gegen der Erzfeind PLO). Dem Leser werden viele politische Verflechtungen und Ereignisse (z.B. die Iran-Contra Affäre, Attentate auf PLO-Führer, die geheime Evakuierung von 18000 Falaschen aus Äthiopien, die Angriffe Israels auf Iraks Atomreaktoren (1981), die Arbeit des Mossards in dem USA, ...) von einer völlig anderen Seite aufgezeigt. Man liest danach anders Zeitung und gewinnt tiefe Einblicke in die Politik und Philosophie Israels.
Das Buch eignet sich hervorragend als Urlaubslektüre und kann trotz seiner knapp 400 Seiten in wenigen Stunden verschlungen werden. Unbedingt kaufen für den an "politischen Hintergründen" interessierten Leser. 5 Sterne
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am 22. September 2011
Dieses umfangreiche fast in Romanform geschriebene Buch unterhält den Leser wir ein guter Roman und klärt ihn gleichzeitig über den israelischen Geheimdienst Mossad auf. Der Autor beschreibt seine Geschichte von seiner Anwerbung bist zum Rausschmiss und plaudert anschließend aus dem Nähkästchen.

In einem harten Auswahlverfahren sucht sich der Mossad unter tausenden verdienten Soldaten die besten und geschicktesten Schwindler aus, welche außerdem noch jüdisch und sehr loyal zu Israel sein müssen. 15 von ihnen schickt man in eine dreijährige Ausbildung mit folgenden Themeninhalten: Militärtechnik, Waffenkunde, beschatten und beschattet werden, Sicherheitstraining, Abhörtechniken, Nachrichten verschlüsseln und versenden, Mordaufträge und das geschickte Anwerben von Spionen.

Wenn die Agenten nach drei Jahren fertig sind, betätigen sie sich als Waffenhändler, wobei der Geheimdienst gelegentlich auch beide Seiten beliefert. Sonst dient er zur Informationsbeschaffung und zur Sicherung des israelischen Staates. Letzteres bedeutet einen Krieg gegen den Totfeind PLO, dem die Hälfte der Bemühungen gewittmet werden.

Wenn man die geheimdienstlich produzierten Leichen genauso selbstverständlich nimmt, wie in einem Western, dann sind die Episoden ganz lustig erzählt. Die im Buch erwähnten Technologien beziehen sich auf die 70-er Jahre, es werden keine wirkliche Geheimnisse verraten.

Dem Autor hat man am Ende seiner Karriere Unrecht getan. Als er die schwulen Annäherungsversuche eines Kollegen zurückgewies, wurde er bald Opfer einer Intrige, die seine Entlassung aus dem Dienst bedeutete. Er reagierte darauf recht pfiffig und plünderte nicht nur den Mossad-Computer, sondern stattete sich und seine Familie mit falschen Pässen aus der Mossad-Druckerei aus und setzte sich damit ins Ausland ab.

Ich fand das Buch ganz nett zu lesen. Jedoch kommt meine Frage, ob und wie der Geheimdienst Mossad die Politik anderer Staaten beeinflusst, hier zu kurz. Am Rande wird erwähnt, dass der Mossad in den USA den Einfluss der PLO zurückdrängen möchte. Das ist alles. Ich glaube übrigens nicht, dass das Buch dem Mossad geschadet hat sondern im Gegenteil, vielleicht reißen sich jetzt noch mehr Israelis darum, im Mossad zu arbeiten.
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TOP 100 REZENSENTam 25. November 2015
Der Mossad, ist der Geheimdienst von Israel, mit seinem weltweiten Netzwerk. Der Autor hat eine Zeitlang für diesen Geheimdienst gearbeitet und er erzählt nun dem Leser sehr spannend wie der Mossad arbeitet, sich organisiert und auf welche Unterstützung er zurückgreift. Dabei schildert der Autor verschiedene Aktionen aus seiner Dienstzeit.
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am 12. April 2001
Das Buch "Der Mossad" des ehemaligen Agenten Victor Ostrovsky stellt einen interessanten Einblick in den Geheimdienst, der immer noch mit einer Art Nimbus der Unbesiegbarkeit umgeben ist, dar. Beschrieben wird das ausgeklügelte System, mit dem neue Mitglieder des israelischen Geheimdienstes angeworben werden und die verschiedenen Kommandostrukturen innerhalb der einzelnen Mossad Büros. Dies geschieht mit einem Geschick und eine Raffinesse, bei der der Leser nur staunen kann. Anhand verschiedener Aufgaben, die dem angehenden Agenten Ostrovsky aufgetragen wurden erläutert der Aussteiger Schulung und Prüfung der Auszubildenden Spione. Immer wieder wird der Leser durch die komplexen Vorgehensweisen des Geheimdienstes überrascht. Doch letztlich, und das ist die Intention des Buches, ist "Der Mossad" eine Kritik an den Verhältnissen innerhalb des Geheimdienstes: Längst sei man abgerückt von dem Gebot, nur dann zu töten, wenn Lebensgefahr für einen israelitischen Bürger bestünde und längst habe die Korruption und Grausamkeit Einzug in den Mossad gehalten. Unter diesem Aspekt lernt der Leser eine ganz neue Seite des äußerlich scheinbar perfekt durchorganisierten Geheimdienstes kennen. Abgerundet wird das Buch durch zahlreiche "Husarenstücke" des Mossad, wie zum Beispiel die Verhinderung eines Attentats auf die damalige israelische Premierministerin Golda Meir durch palästinensische Attentäter. Fazit: Ein gelungenes Buch über die Schattenseiten eines Geheimdienstes und dessen, teilweise verbrecherische, nationale und internationale Vorgehensweisen, Verflechtungen und Praktiken. Am Ende steht jedoch die Frage inwiefern dieser Bericht auch noch heute im 21. Jahrhundert aktuell ist, da das Erscheinen des Buches schon eine ganze Weile zurückliegt...
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am 14. November 2002
Hier erfährt der Leser alles über die Laufbahn eines Agenten sowie viel über die Tätigkeit des angeblich besten Geheimdienstes der Welt.
Victor Ostrovsky, selbst ein Ex-Spion des Mossad, berichtet zunächst, wie man Agent wird, vom Rekruting bis zum Training. (z.B.: Wie schüttele ich Verfolger ab?)
Danach erklärt er anhand von tatsächichen Einsätzen, mit welcher Präzision die Agenten vorgehen, worauf sie achten müssen und was alles schief gehen kann.
Während "Verschlußsache BND" vom FAZ-Redakteur Udo Ulfkotte sehr viel vom politischen Hintergrund der Geheimdienste berichtet, geht Ostrovsky mehr auf die Aktionen vor Ort ein. Aber auch er erklärt politische Einflüsse. Außerdem ist "Mossad" um einiges spannender, was u.a. daran liegt, daß es keine Wiederholungen gibt, wie es im BND-Buch leider allzu häufig der Fall ist.
Fazit: so spannend wie ein Krimi ... aber real!
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Das Buch beschreibt den Mossad Anfang der 80er Jahre. Wer sich grundlegende Neuigkeiten über die Ausbildungsmethoden oder die Technik des Mossad erhofft, wird enttäuscht werden. Vieles ist längst überholt und erinnert an die ersten Bond Filme.

Durch die Erzählweise soll der Eindruck entstehen, dass alles aus dem Buch auch tatsächlich passiert ist. Wer allerdings mit Vorwissen an dieses Thema herangeht, weiß, dass das nicht immer der Fall sein kann. Die Frage ob der Autor es nicht besser weiß, oder - wem auch immer - Zugeständnisse machen musste, um das Buch drucken zu können, bleibt leider unbeantwortet.

Speziell das erste Drittel (die Ausbildungszeit) erinnert an die Abrechnung eines verbitterten Mitarbeiters mit seinem ungeliebten Ex-Arbeitgeber. "Ich war so toll - die waren so böse." In fast allen Disziplinen war Victor O. der Beste. (Das behauptet er zumindest.) Mag sein, dass er das tatsächlich war - das ständige Betonen macht es aber aus meiner Sicht nicht wahrscheinlich.

Der hintere Teil des Buchs beschäftigt sich mit Fallbeispielen, die die Skrupellosigkeit des Mossad zeigen. Auch wenn Victor versucht, die Unterschiede des Mossad im Vergleich zu den anderen Geheimdiensten hervorzuarbeiten, (In diesem Teil des Buchs ist der Mossad viel schlauer, viel besser, viel skrupelloser als alle anderen) könnte seine einseitige Einschätzung auch darauf beruhen, dass ihm ein objektiver Einblick in die Arbeit der anderen Geheimdienste fehlte.

Ein großes Manko ist die schlechte Übersetzung/Lektorat. Artikel sind falsch gesetzt, Tippfehler finden sich reichlich und - vermutlich wegen der Übersetzung - sind einzelne Absätze völlig sinnfrei. z.B: Seite 204 der 5. Auflage: wie kann man vom 3. Stock "hinauf" ins Erdgeschoss gehen?

Fazit: Das Buch ist kurzweilig geschrieben und bietet einige neue, durchaus interessante Erklärungen für bekannte Anschläge/Überfälle. Ob Viktor tatsächlich über die Grundausbildung hinausgekommen ist, möchte ich aber bezweifeln.
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