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am 28. September 2013
Es hat wieder Spaß gemacht! Danke, Sebastian Fleming. Nach "Kuppel des Himmels" jetzt "Byzanz." Die Fakten gut recherchiert und so verpackt, dass sie einen, Gott sei Dank, nicht ermüden. Ich weiß nicht, was einen beim Lesen mehr ärgert, wenn ein Buch historischer Roman genannt wird, nur weil der Autor glaubt zu wissen, wie es damals war oder wenn das Wissen des Autors, um die wahren Geschehnisse damals, alles andere erschlägt. Der Autor hat die richtige Mischung gefunden. Die Geschichte ist wie ein Film erzählt, die Figuren nehmen einen an der Hand und führen durch die Story. Ich weiß nicht, wie ich's anders erklären soll, es ist wie in einem Sog, du kannst nicht mehr aufhören. Ein echter "Page Turner" oder wie man das nennt. Meine Empfehlung: Das Buch am Wochenende lesen. Sonst hat man, am nächsten Morgen im Büro, kleine Augen, weil man die ganze Nacht mit "Byzanz" verbracht hat.
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am 24. August 2014
Ich weiß nicht, wie ich es anders ausdrücken soll, aber ich bin wirklich enttäuscht von diesem Buch. Byzanz ist von den historischen Themen, die sich einem bieten, wirklich ein sehr spannendes Thema, aber leider hat man daraus zu wenig gemacht.

Die Verarbeitung des Buches ist unbestritten gut. Harcover, das Buch ohne Schutzumschlag gefällt mir persönlich besser, gerade weil der Schriftzug des Titels sehr schön aussieht.

Wenn man mich fragt, dann würde ich dieses Buch eher als Liebesroman mit historischem Hintergrund bezeichnen. Eine Adelige verliebt sich in einen Mann von niederem Stande und ringsum wird eine Geschichte erzählt, die ein paar Intrigen und kaum Twists enthält. Historisch ist der Roman gut recherchiert, aber deswegen würde ich ihn trotzdem nicht als einen wirklichen historischen Roman bezeichnen wollen. Hinzu kommt für mich, eine Sexualisierung, die manchmal übertrieben und völlig fehl am Platze ist. Ich erinnere mich noch an Szenen wie, dass ein Charakter die Nähe von Frauen aufsuchte, die gut mit ihren Händen und Zungen umgehen konnten oder ein anderer Mann roch nach Paarung. Ich bin kein Moralapostel und ich habe nichts gegen Sex in Büchern, aber für mich wirken diese wenig dezenten und teilweise plumpen Anspielungen sehr künstlich, sie passen stilistisch nicht zum Rest des Textes und mir drängt sich fast der Verdacht auf, dass der Autor vielleicht zu diesen Passagen genötigt wurde, weil sich solche Szenen zur Zeit gut verkaufen?

Mein Fazit lautet, wer einen Liebesroman in einem historischen Kontext sucht, kann hier zugreifen. Wer aber eine komplexe und verzweigte Geschichte erwartet, der sollte zu anderen Büchern greifen.
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„Die Kuppel des Himmels“ hatte ich vor einiger Zeit mit großer Begeisterung gelesen. Als ich von „Byzanz“ erfuhr, war sofort mein Interesse geweckt.

Istanbul habe ich vor einigen Jahren besucht und war neugierig, was der Autor über die Stadt im Jahr 1421 zu berichten hat. Er schreibt über Korruption und Intrigen – absolut spannend – wie sich die Stadt praktisch selbst zerstört – von Innen heraus. Türkische Eroberer kommen hinzu, die von Außen Gefahr bringen. Tragisch, dass Loukas Notaras mit den Türken eigentlich Frieden schließen möchte, aber Alexios Angelos, der der Erzfeind Loukas ist, die Alleinherrschaft anstrebt und Krieg herauf beschwört. Dann ist da noch Eirene, die sowohl von Loukas als auch von Alexios geliebt wird, sie steht zwischen den Stühlen sozusagen – kann sie Frieden bringen – und gleichzeitig Istanbul – also Byzanz – retten ???

Was so alles passiert … ich werde es euch nicht verraten, eines steht fest, die Handlung ist extrem dicht und man kann das Buch nicht zur Seite legen.

Gewaltige Sprache, die zum Genre passt und in die Zeit, hat mich beeindruckt und an das Buch gefesselt. Charaktere, die ausgereift beschrieben und detailliert in ihrer Entwicklung während der Handlung dargestellt werden, haben mich ebenfalls für Buch und ein Stück weit mehr auch wieder für den Autor eingenommen.

Leseprobe:
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„Ja“, seufzte der Dicke bewegt, „ich kann eben nicht überall sein. Auch wenn sich das viele wünschen.“ Loukas verkniff sich ein spöttisches Lächeln, nickte zustimmend und erkundigte sich danach, wenn er gerade auf der Straße Platz gemacht habe.
„Dem Sultan!“, brüllte der Offizier, und dabei traten ihm aus Unverständnis des Kaufmanns die Augen aus den Höhlen. …

Ich empfand das Lesen des Buches als sehr bildhaft und detailliert, detailliert aber nur an Stellen, an denen ich es mir wegen des nötigen Verständnisses auch gewünscht habe. Die Handlung ist ausschweifend – so, wie es nötig ist, dennoch ist sie nicht langatmig, an keiner Stelle – so dass das gesamte Buch von Beginn bis Ende fesselnd geschrieben mit einer dichten Handlung versehen und bildhaft dargestellten Charakteren für mich volle Punktzahl erhält.

Es geht nicht nur um den historischen Hintergrund, der natürlich eine große Rolle spielt, sondern auch um eine Liebe in dieser schweren Zeit in dieser orientalischen Stadt, die aber keinesfalls kitschig wirkt, sondern sich im Gegenteil wundervoll in die Handlung einpasst.

Historie ist perfekt mit Fiktion verbunden und kommt für den Leser glaubhaft authentisch rüber. Man fühlt sich in die Zeit, in die Stadt hineinversetzt. Es geht um den Kaiserthron – um Macht …. Wie das so in der Geschichte der Welt immer wieder der Fall ist – die Idee und Umsetzung dieses Themas sind perfekt gelungen. Geschichte wird erlebbar und lebendig. Ich vergebe volle Punktzahl und absolute Leseempfehlung !!!
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am 22. Dezember 2014
Die prachtvolle Kulisse des alten Byzanz bröckelt. Intrigen, Korruption und die Ränkespiele der Mächtigen haben die Stadt an den Rand des Abgrundes gebracht. Doch die schöne Eirene, eine Nichte des Kaisers, spürt von alldem nichts. Sie entbrennt in leidenschaftlicher Liebe zu Loukas Notaras, Sohn eines einflussreichen Handelsherrn. Wegen ihrer hohen Abstammung ist sie jedoch dem Fürsten Alexios Angelos versprochen. Eirene folgt den Ruf ihres Herzens und heiratet Loukas, während Alexios in zahlreichen Schlachten und zwischen den Schenkeln der Königin von Ungarn Vergessen sucht. Das Schicksal hat die beiden Kontrahenten jedoch unweigerlich aneinander geschweißt, denn es ist ihnen bestimmt, die Geschicke des untergehenden Byzanz zu lenken. Aber nicht Loukas' brillantes kaufmännische Kalkül und auch nicht Alexios' strategische Planung können die einst so glanzvolle Stadt vor den Untergang retten, als das überlegene Heer der Osmanen 1453 vor den Toren Konstantinopels steht. "Byzanz" ist ein opulentes Historien-Epos. Glanzvoll und farbenfroh zeichnet der Autor das Bild einer mächtigen Stadt am Abgrund und stattet seine Figuren mit liebevollen menschlichen Stärken und Schwächen aus. Der über 700 Seiten dicke Wälzer ist ein wahrer Page-Turner und auch als E-Book zu haben.
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am 26. Juni 2015
Ein sehr facettenreicher Roman. Er enthält, wie jeder gute historische Roman, fiktive Elemente, welche in eine geschichtliche Situation eingebettet sind. Er beschreibt die Schicksale zweier durch Hass miteinander verbundenen Protagonisten: Den Kaufmann Loukas Notaras und den Fürsten Alexios Angelos. Beide haben hohe Ziele in ihrem Leben und kommen auch sehr weit. Letztlich scheitern aber beide, nicht jedoch ohne zuvor eigene Fehler eingesehen zu haben. Politik, Handelsinteressen, Glaubens- und Kulturkonflikte der Zeit und der handelnden Personen werden in leichter Sprache sehr schön geschildert. Die sozialen Missstände in der Stadt werden ebenfalls nicht ausgespart.

Darüber hinaus hat der Autor auch weitere Elemente eingebaut: die Figuren philosophieren sehr gerne. Einige tun dies auf hohem Niveau, andere haben eher schlichtere Einsichten, die trotzdem Allgemeingültigkeit und Wahrheit in sich tragen.
Der Autor scheint auch einige Skandälchen eingeplant zu haben: etwa indem an einer Stelle auf die Regensburger Rede Papst Benedikt XVI angespielt wird, welcher ja seinerzeit Kaiser Manuel II zitiert hatte. Nun ist besagter Kaiser eine Figur dieses Romans, aber seine Äußerung aus dem Briefwechsel mit einem Perser passt nicht wirklich in den Kontext der Handlung. Auch eine gewisse Sexualisierung des Buches ist zu konstatieren. Diese kommt manchmal recht derb daher, an anderen Stellen glaubt man als Leser plötzlich, eine Liebesschmonzette in der Hand zu halten. Derartiges sollte man dem Autor nachsehen, es stört auch das Lesevergnügen nicht nachhaltig.

Die Handlung des Romans setzt im Jahr 1421 ein. Also in einer Zeit, in der das oströmische Reich- das Reich der Rhomäer- praktisch nur noch aus der Stadt Konstantinopel besteht. Diese Tatsache wird zunächst kaschiert, indem das Alter der Stadt, der herrschenden Klasse, deren Macht und Einfluss geschildert werden. Zwar wird auch beschrieben, dass es türkisch besetzte Gebiete gibt, das wahre Ausmaß erschließt sich jedoch zunächst nicht. Erst im Verlauf der Handlung wird dies immer deutlicher herausgearbeitet. Was zunächst wie ein handwerklicher Fehler aussieht, ist in Wahrheit ein sehr gutes Mittel, um den lange dauernden Untergang des oströmischen Reiches auf wenige Jahrzehnte zu verdichten und zu verdeutlichen. Außerdem kann so das Selbstverständnis der Bewohner Konstantinopels und deren Verdrängung der Realität durch Heraufbeschwörung der großen Vergangenheit besser sichtbar gemacht werden.

Da der Roman auch Elemente einer Familiensaga enthält, überspannt er mehrere Jahrzehnte. Dem Autor gelingt es dabei sehr gut zu vermitteln, wie die Charaktere sich im Laufe ihres Lebens verändern und dass Menschen eben nicht statisch sind. Genau so wenig sind sie einfach nur gut oder böse. Auch dies gelingt dem Autor gut zu vermitteln.
Es wäre allerdings besser gewesen, das Buch mit der Schlacht von Varna 1444 zu beenden, eventuell mit einem Epilog in Bezug auf den Fall Konstantinopels. Diesen auf den letzten 25 Seiten noch irgendwie reinzupacken- zumal die Handlung seit 1444 nicht weitergeführt worden ist, ist keine so glückliche Idee des Autors gewesen. Aber das ist sicherlich Geschmacksache- und das gute Recht eines jeden Autoren, selbst zu bestimmen, wann das Buch zu Ende ist.

Fazit: ein sehr gutes Buch zur Endphase Konstantinopels. Es enthält alle Zutaten, die eine Geschichte lesenswert machen.
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am 19. August 2015
Gute Mischung aus Historie und Roman, so dass man teilweise das Buch nicht weglegen möchte. Charaktere und Situationen sind sehr anschaulich beschrieben, so dass man sich gut in diese, deren Entscheidungen und in die nachfolgenden Ereignisse hineinversetzen kann. Zeitweise sind jedoch die ewig langen, über mehrere Seiten gehenden philosophischen und religiösen Dispute etwas nervend, welche in starken Kontrast zu dem aprupten Ende des Romans stehen, welches dem Untergang der Stadt und dem Schicksal der Protagonisten nur wenige Seiten widmet.
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am 15. Februar 2015
Leider nur Mittelmaß. Auch wenn Stoff und Handlung noch so spannend sind.
Stilistisch ist das Buch teilweise eine Zumutung: Es kommen immer wieder extrem schwülstige Sätze vor, die ich als Ärgernis empfinde, besonders bei Naturschilderungen.
Interessant sind besonders die theologischen und philosophischen Gespräche, besonders gut hat mir gefallen, dass gegen Ende Nikolaus von Kues vorkommt.
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am 24. Juni 2013
Das ist nun schon das zweite Buch des Autors (nach: "Die Kuppel des Himmels"), welches ich begierig in mich hineinschlinge. Historie interessant gemacht aber auch entspannend an Hand zweier Hauptpersonen nachzuvollziehen, die Geschichte - hier den Orient - und Mythen mitzuerleben, sich durch enge Gassen, den Wirrwarr des Alltags zu begeben und die stürmischen weiten Meere zu durchqueren, ist doch das Schönste, was es nach einem anstrengendem Tag gibt.

Vielen Dank für die schönen und wissenswerten aber auch entspannenden Stunden.
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am 12. Mai 2016
Das Thema dieses Buches wäre sicher interessant, wenngleich das einstmals stolze Byzantinische Reich zu dem Zeitpunkt, an dem die Handlung einsetzt, bereits im Untergang begriffen, praktisch nur mehr auf die Stadt Konstantinopel beschränkt und von der zunehmenden Ausdehnung der türkischen Herrschaft bedroht ist.
Als Hauptfiguren treten zwei Männer auf, die das Schicksal ihrer Heimatstadt auf unterschiedliche Weise beeinflussen: Loukas Notaras, der sich in erster Linie als Kaufmann sieht, sich aber dennoch immer wieder in politische Ränkespiele hineinziehen lässt, und Fürst Alexios Angelos, der davon träumt, dem schwachen Geschlecht der Palaiologen als neuer Kaiser nachzufolgen.
Die in der Inhaltsangabe groß angekündigte Eirene ist dagegen nur zu Beginn wirklich wichtig, danach tritt sie bestenfalls als Nebenfigur in Erscheinung.

Obwohl die Geschichte streckenweise durchaus ansprechend ist, konnte mich der Roman nicht wirklich fesseln. Zwischendurch kommt zwar immer wieder etwas Spannung auf, die entsprechenden Kapitel sind dann aber zu schnell wieder abgehakt und die Handlung tritt über weite Strecken mehr oder weniger auf der Stelle.
Die Protagonisten entwickeln sich, trotzdem sich das Ganze über mehrere Jahrzehnte hinzieht, kaum weiter und es gibt keine wirklichen Höhepunkte oder Überraschungen.

Außerdem wird das Potential, das in den interessanten Schauplätzen läge, nicht ausgeschöpft. Es kommen eine Reihe exotischer Orte vor, nähere Beschreibungen der damaligen Lebensweisen, von Landschaften etc fehlen aber, sodass eine Szene, die in einem Sultanspalast spielt, beispielsweise genauso gut in einer englischen Burg angesiedelt sein könnte.

Alles in allem also leider ein enttäuschender Roman, der die vom Titel geweckten Erwartungen nicht erfüllen kann.
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am 30. November 2013
Byzanz. In diesem einen Wort steckt so viel Geschichte, Mystik, Fantasie und Exotik. Aber dahinter versteckt sich auch so viel Korruption, Armut, Elend und schließlich Niedergang. Byzanz war einst die glänzende Perle der Welt, nach außen. Doch innerlich war diese Kaiserstadt stets zerfressen von Intrigen, machthungrigen Politikern und profitgierigen Händlern. Und so taucht der Leser ein, in eine Welt voller Reichtum und Dekadenz, voller Arroganz und Hochmut und voller Dummheit und blindem Ehrgeiz.

Erzählt wird die Geschichte der Händlerfamilie Notaras, in der Hauptsache festgemacht an der Figur des Händlers Loukas Notaras, den der Leser als jungen Mann kennen lernt und den er auf seinem Weg hin in die Reihen der Großen und Mächtigen der Kaiserstadt begleitet. Daneben findet der Leser einen zweiten Handlungsstrang, der sich dem großen Wiedersacher des Loukas Notaras widmet, dem Adligen und Raubolden Alexios Angelos. Ihren ersten Kampf fechten die beiden um eine Frau aus, die Nichte des Kaisers Eirene. Aber keienr der beiden würde einen solchen Kampf einfach mit einem Schwert oder eine mSäbel angehen. Während Loukas, das Händler, eher der Mann der Diplomatie und notfalls auch der gezielten Intrige ist, ist Alexios eher ein Gegner, der gedungene Mörder beuftragt, seine Ziele erreichbar zu machen. Eirene legt sich schließlich auf Loukas fest und so steigt die Händlerfamlie Notaras auf in die engeren Kreise des Hofes, mitten hinein in eine Zeit an deren Ende der Untergang der einstigen Metropole und ihre völlige Einnahme durch die Osmanen steht.

Und so lernt der Leser auf seiner mehrere Jahrzehnte währenden Reise an der Seite der beiden Hauptfiguren nicht nur eine Menge Länder und Menschen kennen, er erkennt vor allem eines: Byzanz hätte, mit etwas weniger Dekadenz und etwas mehr politischem Geschick, noch einige hundert Jahre als christliches Reiche bestehen bleiben können.

Sebastian Fleming schafft es im vorliegenden Buch sowohl Byzanz als auch die anderen Orte, an die er seine Leser entführt, jeweils auf neue lebendig werden zu lassen. Die Art wie er beschreibt und wie er die Handlung geschehen lässt, nehmen den Leser schnell gefangen, sodass auch die Dicke des Buches nicht störend wirkt sondern eher die Möglichkeit bietet, die Figuren denen man gern durchs Leben folgt noch etwas länger Geselschaft zu leisten. Dabei bietet sich manche Gelegenheit in der man den Figuren zu einer anderen Handlungsweise raten möchte, ab einem gewissen Zeitpunkt das Ende nahezu unausweichlich auf die Protagonisten zukommen sieht. So bietet das Buch keine nur wenige Überraschungen und kaum unvorhersehbare Wendungen, besticht aber durch historische Genauigkeit und einen wunderbarenkurzweiligen Erzählstil. Es ist kein Buch, dass dem Leser den Atem raubt, ihn in Spannung fesselt und nicht mehr loslässt, bis die Auflösung bekannt ist. Viel mehr ist es Lektüre für Genießer, für Leser die in hstorische Romane eintauchen, eine andere Epoche erleben möchten. Genau dieses Erlebnis, dieses Gefühl dabei zu sein, dass schafft Fleming dem Leser zu vermitteln.

Dabei haben seine Charaktere jenen Tiefgang, den nur Figuren erreichen können die bis ins kleinste Detail durchgeplant oder recherchiert worden sind. Wo eine Entscheidung erwartet wird entscheiden sie sich zwar nicht immer vorhersehbar, aber im nachhinein immer nachvollziehbar und charakterkonform sodass sich ein stimmiges und pasendes Gesamtgebilde ergibt.

Byzanz ist letztlich historisches Sachbuch und Roman in einem, wobei manch historisches Detail vielleicht der künstlerischen Freiheit gewichen sein mag, aber unter dem Strich gibt dieses Buch ein treffendes und einmalig gut beschriebenes Bild der Stadt Byzanz und ihrer letzten Jahrzehnte als christliche Kaisermetropole.

Fazit:

Ein Buch, dass man gelesen haben sollte, wenn man sich für Geschichte und Kultur interessiert.
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