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Kundenrezensionen

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Dieses Buchzitat ist sehr treffend, denn mit Musik verbindet man so viele Erlebnisse aus der Vergangenheit.

Zoe ist Musiktherapeutin und glücklich verheiratet mit Max. Die beiden wünschen sich seit Jahren Kinder, aber inzwischen besteht ihr Leben nur noch aus Hormontherapien, Samenspenden, künstlichen Befruchtungen usw. Das ganze Leben richtet sich nur noch nach Zoes Zyklus; ein unbeschwertes Privatleben findet quasi gar nicht mehr statt.

Nachdem Zoe mehrere Fehlgeburten erlitten hat, ist sie nun wieder schwanger. Doch diesmal kommt es noch dicker; sie erleidet eine Totgeburt.

Jodi Picoult versteht es, wie immer, dem Leser die Gefühle der beiden so nah zu bringen, dass man sofort mit ihnen leidet.

Mir sind in den ersten Kapiteln nur die Tränen geflossen, so ergreifend wird der Kummer über den unerfüllten Kinderwunsch beschrieben.

Zoe hofft weiter auf die Möglichkeit, noch ein Baby zu bekommen, doch Max kann nicht mehr. Aus seiner Sicht besteht die Ehe nur noch auf dem Papier; es gibt keine Zweisamkeit mehr und ihre Interessen liegen inzwischen zu weit auseinander.

Während Zoe mit allen Mitteln versuchte, schwanger zu werden und für nichts anderes mehr einen Blick hatte, ist bei Max die Erkenntnis gewachsen, dass die Ehe an dem Kinderwunsch gescheitert ist.

Er verläßt Zoe und reicht die Scheidung ein.

Jodi Picoult erzählt aus drei Perspektiven ; das empfand ich erst etwas gewöhnungsbedürftig, obwohl ich es schon von ihr kenne, aber dann gefiel es mir.

Denn so werden oft gleiche Begebenheiten aus verschiedenen Sichtweisen berichtet und so sieht man manche Dinge auch selbst wieder kritischer.

Mitten im tiefen Tal ihrer Tränen, um ihr tot geborenes Baby und den Verlust ihrer Ehe, lernt Zoe Vanessa kennen.

Nach anfänglicher Freundschaft entwickelt sich daraus eine Liebesbeziehung.

Im prüden Amerika haben die beiden mit allerlei Anfeindungen zu kämpfen, doch sie sind bereit, zu ihrer Liebe zu stehen.

So wie Vanessa Zoe geholfen hat, als sie ganz unten war, wird Max von einer streng religiösen Glaubensgemeinschaft aufgefangen.

Als Zoe, die sich immer noch ein Kind wünscht, die eingefrorenen Embryonen beansprucht, ziehen die beiden vor Gericht.

Denn die Gemeinde toleriert natürlich keine lesbische Liebesbeziehung.

Sowie sich Zoe und Max zwischendurch fragen, so fragt sich der Leser auch. Wie konnte es soweit kommen ? Schließlich haben die beiden sich einmal geliebt, wieso bekriegen sie sich hier vor Gericht ?

Picoult beschreibt den Prozess auch aus drei Perspektiven; jeder vertritt seinen Standpunkt und sie schafft es perfekt, dass man als Leser mit jedem der drei Protagonisten etwas mitleidet.

Es sind ja verschiedene Themen, die im Buch behandelt werden; der unerfüllte Kinderwunsch, die Belastungen für die Ehe durch die vielen Behandlungen; die Homosexualität, die strenge religiöse Gemeinde und der Kampf um die eingefrorenen Embryonen.

Das Buch ist voller Emotionen und die Gefühle jedes Einzelnen sind so genau beschrieben, dass man annehmen könnte, Jodi Picoult hätte alles selbst erlebt.

Ich habe noch länger darüber nachgedacht, nachdem ich das Buch gelesen hatte.
Sie hat mal wieder einen genialen Roman mit hochsensiblen Themen geschrieben, der mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt hat.
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am 2. September 2012
Zoe und Max Baxter versuchen seit Jahren vergeblich ein Kind zu bekommen – leider vergeblich. Ihr verzweifelter Weg dorthin ist mit Fehlgeburten und einer Totgeburt gepflastert und letztendlich muss Zoe sogar wegen einer Krebserkrankung die Gebärmutter entnommen werden.
Max ist mit dieser Situation total überfordert und läßt sich scheiden. Er beginnt zu trinken und findet schließlich neuen Halt in einer extremen Glaubensgemeinschaft.
Zoe stürzt sich als Musiktherapeutin in ihre Arbeit, um über ihren Schmerz hinweg zu kommen. Dabei kommen sich Zoe und Vanessa langsam näher und besiegeln wenig später ihre lesbische Partnerschaft mit einer Hochzeit.
Wird sich der unerfüllte Kinderwunsch von Zoe doch noch erfüllen können?

Dies war mein erster Roman von Jodi Picoult und er hat mich von Anfang an gefesselt. Es wurde sehr gut und viel recherchiert, so dass man die einzelnen Situationen sehr gut nachvollziehen kann. Man erlebt allerlei Gefühlschaos von Weinen, Lachen, Träumen und wird sehr zum Nachdenken angeregt.
Es werden sehr viele aktuelle Themen mit aufgegriffen und aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt. Ein sehr emotionaler fesselnder aber auch anspruchsvoller Roman, den man nicht mehr aus der Hand legen mag.
Von mir gibt es 5 Sterne dafür.
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TOP 1000 REZENSENTam 29. Dezember 2013
Ich würde mich als Fan von Jodi Picoult bezeichnen, der immer schon gespannt auf ihr neuestes Werk wartet. Dieses Buch jedoch habe ich mir lange nicht gekauft, obwohl bereits seit einiger Zeit erschienen, irgendwie hat mir das Thema überhaupt nicht zugesagt. Jetzt habe ich es zu guter Letzt doch gelesen und bin etwas enttäuscht. Beim Durchlesen der Rezensionen hier jedoch habe ich gemerkt, dass es dem ein oder anderen Picoult-Fan ähnlich ging.

Vorab angemerkt: drei Sterne gibt es, weil Picoult einfach gut erzählen kann und ich trotz allem das Buch zu Ende gelesen habe und zwar sehr schnell. Was also hat mich gestört ?

Bei anderen Büchern von Picoult wurden die Charaktere so dargestellt, dass man selbst für sich rausfinden musste, wer ist einem sympathisch, wer nicht, auf wessen Seite stehe ich, wessen Argumente kann ich nachvollziehen ? Im vorliegenden Buch jedoch fand ich die Darstellung der beiden Seiten so schwarzweiß gemalt, als ob Picoult mir suggerieren wollte, auf wessen Seite ich zu stehen habe. Egal wie man zu der evangelikalen Kirche steht, sie wurde so eindeutig negativ überzeichnet im Buch, wer konnte da noch jemanden sympathisch finden ? Der Pastor der Gemeinde und der Anwalt , der Max vertritt, Picoult lässt kein gutes Haar an ihnen. Auf der anderen Seite sind Zoe und Vanessa und deren Liebe ist ja so toll, und wird ewig halten und wenn sie sich streiten, versöhnen sie sich gleich wieder und jede heterosexuelle Ehe kann ja nur schlechter dagegen abschneiden..... Auf der einen Seite also alles weiß und auf der anderen alles schwarz. Hier werden mir Meinungen vorgegeben und das gefiel mir überhaupt nicht. Mir zum Beispiel war Zoe äußerst unsympathisch, auch weil sie überhaupt nicht um ihre Ehe gekämpft hat. Und dann auf einmal känpft sie für Vanessa, für diese Beziehung ? Hatte sie Max überhaupt geliebt ? Max ist auf jeden Fall viel authentischer und symphatischer.

Nein, Jodie, ich hoffe das nächste Buch wird wieder besser.
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am 26. August 2012
Ich habe den Roman "Ein Lied für meine Tochter" von Jodi Picoult im Rahmen einer Leserunde lesen dürfen. Jodi Picoult greift in ihrem Roman nicht nur ein oder zwei heikle Themen auf, sondern setzt sich mit sehr vielen, kleinen und großen Reizthemen auseinander. Die drei Protagonisten Zoe, Max und Vanessa verkörpern dabei je eines der größeren Themen, Nebencharaktere wie Lucy oder Liddy dienen der Darstellung kleinerer Thematiken.

Zoe ist eine nicht mehr ganz junge Frau, deren sehnlichster Wunsch nach einem eigenen Kind weder auf natürlichem noch auf medizinisch unterstütztem Weg erfüllt werden kann. An ihrer Sehnsucht zerbricht nicht nur sie selbst, sondern auch ihr Leben mit ihrem Mann Max und ihrem sozialen Umfeld. Nach mehreren Fehlversuchen und dem Schicksalsschlag einer Totgeburt verkriecht sich Zoe vorerst ganz, bevor sie sich mit Hilfe ihrer Arbeit wieder den Weg zurück ins Leben bahnt. Darin findet sie Halt und Unterstützung in ihrer Freundschaft zu Vanessa. Aus der Freundschaft wird schnell mehr. Vanessa bietet Zoe die Schulter zum Anlehnen und ist für sie da, auch als es Zoe erneut schlechter geht.

Max kämpft in dieser Zeit ebenfalls gegen seinen Absturz. Sein Bruder Reid und dessen Frau Liddy gewähren im Unterkunft und helfen ihm, sich vom Alkohol zu lösen und bringen Max zu Pastor Clive. Dieser ist Oberhaupt der Eternal Church of Glory, in deren Glauben Max Kraft und Mut schöpft. Er wird ebenfalls Mitglied dieser extremen Glaubensgemeinschaft.

Bereits hier geraten die Konflikte beider Parteien gegeneinander, denn die Eternal Church duldet keine Homosexualität. Als Zoe Max dann um die drei eingefrorenen Embryonen bittet, so dass Vanessa diese austragen kann, eskaliert das ganze in einem typisch amerikanischen Gerichtsstreit. Schmutzige Wäsche und (un)schöne (Un)Wahrheiten werden hervorgeholt. Doch es kommt noch sehr viel mehr ans Licht...

Jodi Picoult hat es durch ihren Schreibstil geschafft, dass man keinen der drei Protagonisten von vornherein ablehnt. Die Darstellung der Szenen aus Sicht der jeweiligen Hauptcharaktere hilft, sich in deren Lage zu versetzen und besser zu verinnerlichen, was in ihnen vorgeht. Sie verwendet unterschiedliche stilistische Mittel, um diesen Eindruck noch weiter zu verstärken.

Auch wagt Frau Picoult eine weitere Neuerung: der Roman wird mit eigens dafür komponierter Musik umrahmt. Eine Methode, die nicht für jeden Leser geeignet ist, dennoch hilft diese Musik, sich die Gefühle besser vorzustellen, die Zoe als Hauptcharakter durchlebt.

Im Gesamten ein sehr gelungener Roman, der die Autorin auf meine Favoritenliste bringt. Ihre unverblümte Art, sich mit interessanten gesellschaftlichen Themen zu beschäftigen, ihre fundierte Recherche zu den medizinischen Belangen des Romans, sowie ihre Leidenschaft zum Happy End sind eine perfekte, lesenswerte Mischung!
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TOP 1000 REZENSENTam 18. August 2012
Nachdem ich die sehr ergreifende Romanverfilmung "Beim Leben meiner Schwester" von Jodi Picoult gesehen habe war für mich sofort klar dass ich unbedingt mal einen Roman dieser Autorin lesen möchte. Da sie dafür bekannt ist, in ihren Büchern umstrittene Themen zu behandeln und faszinierende und fehlerhafte Charaktere zu zeichnen, habe ich mich sehr auf das Buch "Ein Lied für meine Tochter" gefreut. Doch jetzt, nachdem ich es beendet habe muss ich zugeben, dass ich mich mit dem Lesen sehr schwer getan habe.

Kurz zum Inhalt:
In "Ein Lied für meine Tochter" geht es um ein sehr ernstes Thema, dem unerfüllten Wunsch nach einem Kind. Ein Thema, dass eine große emotionale Belastung für das Paar darstellt und an dem nicht selten eine Beziehung zerbricht. So geschieht es auch bei Zoe und Max Baxter.
Da sie auf natürlichem Wege keine Kinder bekommen können, habe sie sich für die aufwändige In-Vitro-Fertilisation, die künstliche Befruchtung, entschieden. Als Zoe, nach einigen Versuchen, in der 28. Schwangerschaftswoche eine Fehlgeburt erleidet, will sie es auf einen erneuten Versuch ankommen lassen. Doch Max hat sich mit der Kinderlosigkeit längst abgefunden, verlangt die Scheidung und verfällt in seiner Trauer dem Alkohol. Während Zoe ihre Traurigkeit mit der Musik bewältigt und sich in eine Frau verliebt, hat Max einen Autounfall und begegnet in seiner Bewusstlosigkeit Jesus Christus. Als gläubiger Christ ist ihm, und seiner evangelikalen Gemeinde, die Liebesbeziehung seiner Ex-Frau ein Dorn im Auge. Die Situation eskaliert als Zoe Max darum bittet ihr die noch übriggebliebenen eingefrorenen Embryonen zu überlassen. Mit dieser Bitte beginnt ein erbitterter und rücksichtsloser Kampf.

Die Grundidee dieser Geschichte finde ich großartig. Doch beim Lesen hatte ich ständig das Gefühl dass sich Jodi Picoult zu sehr mit den Rechten homosexueller Paare und dem Christentum auseinandersetzt. Wobei sie die Christen als engstirnige Fanatiker stereotypisiert und sie dadurch in einem äußerst schlechten Licht darstellt. Die gesamte Geschichte empfand ich einfach zu politisch und das hat mich teilweise wirklich gelangweilt.
Auch mit dem fast antiklimaktischen Ende konnte ich mich nicht richtig anfreunden. Es war zwar sehr schön zu lesen, doch es ist zu vollkommen, zu leicht, zu unwahrscheinlich und einige sehr wichtige Sachen bleiben leider ungeklärt.

Gut finde ich hingegen Jodi Picoults Art zu schreiben. Sie erzählt ihre Geschichte sehr intelligent und emotional. Man hat beim Lesen das Gefühl sie hätte das Leiden der Protagonisten am eigenen Leib erfahren.
Sehr gelungen ist auch der Perspektivenwechsel zwischen den drei Hauptcharakteren, wodurch der Leser einen besonderen Einblick in die sehr unterschiedlichen Sichtweisen bekommt und kann somit ihr Verhalten besser nachvollziehen. Die Umgebung allerdings fand ich weniger gut gezeichnet, diese wirkte auf mich sehr eindimensional.

***Fazit***
Vielleicht waren meine Ansprüche an diesen Roman zu hoch, denn insgesamt gesehen bin ich von "Ein Lied für meine Tochter" enttäuscht. Auch wenn mir die Idee der Geschichte gefällt, finde ich das Jodi Picoult diese nicht gut umgesetzt hat. Von ihrem Talent bin ich weiterhin überzeugt, doch dieses Buch war mir zu politisch, zu engstirnig, zu vorhersehbar.
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am 23. August 2012
Zoe Baxter und ihr Mann Max versuchen seit Jahren ein Kind zu bekommen und haben schon alles probiert. Als Zoe dann endlich schwanger wird sind die beiden glücklich. Doch auch diesmal verlieren Sie das ungeborene Kind. Für Zoe ist ganz klar es weiter zu versuchen egal wie viel sie dafür aufgeben muss. Doch leider kommt Max damit nicht mehr klar und die Ehe zerbricht. Während sich Max erst im Alkohol verliert um dann zum Glauben zu finden, lernt Zoe die Psychologin Vanessa kennen. Mit ihr gemeinsam lernt Sie mit dem Verlust umzugehen. Die beiden verlieben sich und sie träumen schon bald von einem gemeinsamen Kind. Doch Max kommt damit nicht klar, dass sich zwei Frauen lieben und bestärkt durch seinen Glauben geht er dagegen vor.

Das Buch
Ein Lied für meine Tochter (17. August 2012 ) - Originaltitel Sing you home
An jedem neuen Kapitel ist ein Liedtitel aufgeführt und der Leser wird aufgefordert dort rein zu hören um die jeweilige Stimmung des Kapitels noch zu untermalen.

Wertung
Ein Lied für meine Tochter ist das erste Buch was ich von der Autorin Jodi Picoult gelesen habe und ich bin restlos begeistert. Ich habe schon sehr viel Gutes von der Autorin gehört, sodass ich hohe Erwartungen an das Buch hatte. Ich wurde nicht enttäuscht.

Das Buch hat einige Höhen und Tiefen und schon nach den ersten Worten ist man mitten im Geschehen. Spannend und gefühlvoll zugleich versteht es Jodi Picoult die Schwierigkeiten zu erzählen und vergisst dabei nicht, dass der Leser nicht nur den Eindruck einer einzigen Person erfahren möchte. Abwechselnd wird aus der Sicht von Zoe, Vanessa und Max erzählt. So fällt es sehr leicht die unterschiedlichen Standpunkte zu verstehen. Keiner wird zum Bösen abgestempelt, es bleiben alles normale Menschen mit unerfüllten Wünschen. Die einzelnen Abschnitte von den drei Personen sind durch verschiedene Schriftarten kenntlich gemacht und über jedem Abschnitt steht dann der Name über den gerade erzählt wird.

Etwas verwirrend sind die anfänglichen Rückblenden. Die werden nicht hervorgehoben und man kommt ein bisschen durcheinander ob es nun die Gegenwart oder die Vergangenheit ist. Sobald aber alles wichtige erzählt wurde hören die Rückblenden auf, die auch sehr wichtig für die Geschichte sind.

Die Momenten in denen Zoe mit Musik Kindern oder Erwachsenen hilft, werden sehr rührend und emotional beschrieben. Besonders berührend fand ich es, wo Zoe einer Familie mit Ihren Liedern hilft den Verlust eines verstorbenen Kindes etwas zu lindern.

Die Protagonisten sind sehr glaubwürdig und keiner von ihnen hat eine weiße Weste während ein anderer als der Böse" dargestellt wird. Man kann sowohl Zoes, als auch Max oder Vanessas Sichtweise der Dinge verstehen und fühlt mit ihnen mit. Auch Liddy und Lucy werde gut eingeführt und es ist sehr interessant wie sich die Charaktere doch verändern und nicht fest auf einer Meinung bestehen. Die Anwältin von Zoe besticht einfach mit ihrem Humor und schafft es ebenso wie die Hauptcharaktere sich ins Herz des Lesers zu schleichen.

Ist es tatsächlich möglich, dass jemand von einer Sekunde auf die andere extrem Religiös wird. Mir kam das etwas unrealistisch vor. Wenn man zum ganz plötzlich zum Glauben findet ist das meiner Meinung nach noch realistisch, aber wenn jemand von einer Sekunde auf die andere seine Ansichten total ändert und sich mit Feuereifer in die Religiösität stürzt, dann wirkt das auf mich nicht sehr wahrscheinlich. Aber mag sein, dass ich mich da täusche.

Das Ende ist sehr unerwartet und so voller Emotionen, dass es nicht möglich ist gleich wieder ein anderes Buch zu lesen. Das Geschehene muss erstmal verarbeitet werden. Es lohnt sich wirklich.
Während alles seinen Abschluss findet und die meisten Fragen geklärt werden habe ich doch noch ein wenig mehr über Lucy erwartet.

Fazit
Eine sehr emotionale spannende Geschichte um den noch unerfüllten Kinderwunsch und den Kampf vor einem Gericht. Packend erzählt und voller unerwarteter Wendungen. Ich kann das Buch nur weiterempfehlen, ihr werdet es nicht bereuen.
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am 27. September 2015
Achtung, es ist kaum möglich über ein Buch zu schreiben ohne zu spoilern.

Ich hab schon viele Bücher von Frau Picoult gelesen, aber als in den ersten Seiten der Tod des Kindes bzw. die Leiden der Mutter beschrieben wurde, kamen mir selbst die Tränen. So kann nur Frau Picoult über ein Thema schreiben. Man ist mitten drin, als ob man bei der Frau am Bett sitzt.

Wenn ich überhaupt etwas an dem Buch kritisieren kann, dann nur, dass zu viele Probleme angesprochen werden: Ehedrama, Alkoholismus, Seitensprung....ect.
Irgendwann wird es halt ein wenig unglaubwürdig.
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Zoe ist mit Max verheiratet und ihr größter Wunsch ist ein gemeinsames Kind. Doch sowohl Zoe als auch Max sind unfruchtbar und müssen somit auf die künstliche Befruchtung setzen. Dies wird Max bald zu viel und er verlangt die Scheidung. Zoe fällt in ein tiefes Loch und wird von dort durch Vanessa gerettet. Bald entdecken die beiden ihre Liebe zueinander und der Wunsch nach einem Kind wird wieder stärker. Wenn da nicht Max wäre...

"Ein Lied für meine Tochter" hat mich von Beginn an in seinen Bann gezogen und bis zum Schluss nicht mehr losgelassen. Jodi Picoult fässt, wie schon aus anderen Büchern von ihr gewohnt, ein heißes Eisen an und zeigt aus verschiedenen Perspektiven die unterschiedlichen Standpunkte ihrer Figuren.

Die Geschichte wird abwechselnd von Zoe, Max und Vanessa erzählt. Die drei zeigen aus der Ich-Perspektive, wie ihr Leben verläuft, welche Gedanken sie haben und wie stark der Kinderwunsch das Leben beherrschen kann. Zudem zeigt sich bei Max ein religiöser Eifer, der bald mit den Wünschen von seiner Ex-Frau Zoe kollidiert. Es hat mich stellenweise schon sehr erschrocken, wie engstirnig Gläubige sein können. Aber, und das darf man nicht außer Acht lassen, auch, wie intolerant Nicht-Gläubige sein können.

Jodi Picoult erzählt diese Geschichte sehr emotional, aber nicht zu kitschig oder schmalzig. Sie trifft genau die richtigen Töne, wird mal lauter, mal leiser und zeigt mit ihrem Buch, dass wir selbst im 21. Jahrhundert noch lang nicht so offen und tolerant sind, wie wir glauben.

Fazit: ein ergreifendes Buch, das mich sehr berührt hat. Eine klare Leseempfehlung.
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am 7. Juni 2016
Ich habe schon viele Romane von der Autorin gelesen. Alle sind sehr überzeugend in der jeweiligen Thematik. Auch dieses Buch über den Streit um befruchtete Eizellen zwischen der Hauptperson und ihrem Ex-Ehemann. Auch die lesbische Beziehung und wie borniert die Gesellschaft darauf reagiert ist sehr einfühlsam geschildert.
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am 12. März 2014
Ich war von der ersten Minute an in der Geschichte gefangen. Die Sprecher sind super und haben mich wirklich mitgerissen. Die wunderbare Musik, die mich auf den CDs begleitet hat tat dann ihr übriges dazu, mich wirklich gefangen zu nehmen.

Jodi Picoult schafft es mit ihrem wunderbaren Schreibstil mir die Figuren sehr nahe zu bringen. Zoe war mir von Anfang an sympathisch und natürlich habe ich mit ihr gelitten. Welche Frau würde das wohl nicht. Aber auch für Max hatte ich meine Sympathien. Ich hatte mehr als nur ein Mal das Gefühl, dass er von seiner Gemeinde, vor allem von seinem Bruder und dem Pastor, extrem bevormundet wird. Das, wo Max da reingeraten ist erschien mehr wie eine Sekte, als wie eine Glaubensgemeinschaft. Trotzdem war ich aber auch wütend auf ihn. Wie kann er Zoe so etwas antun? Trotzdem schafft es Jodi Picoult immer wieder beide Parteien, egal, auf welche Seite man sich nun schlägt, nicht schwarz oder weiß, sondern grau darzustellen. Jeder der beiden hat seine guten und seine schlechten Seiten. Jeder hat seine Meinung und seine Erfahrungen und glaubt, das Richtige zu tun.

Das Thema Homosexualität kommt über die Frage, wer die besseren Eltern für die eingefrorenen Embryonen sind natürlich stark zur Sprache. Einerseits schüttelt man über so viel Absurdität, wie die religiöse Gemeinschaft sie hier an den Tag legt immer wieder den Kopf, andererseits ist es erschreckend, dass es tatsächlich heute noch Menschen gibt (und das sicher nicht wenige) die auf diese Art und Weise denken. Wie absurd, zu behaupten, dass Vanessa und Zoe keine guten Eltern sein könnten, weil sie keine Familie auf die traditionelle Art und Weise sind.

Am Anfang hatte ich allerdings manchmal etwas Probleme damit, wie hier mit dem Thema Homosexualität unter zwei Frauen umgegangen wird. Ich hatte manchmal den Eindruck, die Autorin wolle mir weismachen, dass die Liebe zwischen zwei Frauen besser ist, als die Liebe zwischen Mann und Frau, da Frauen quasi gleich ticken. Sie stellte es so hin, als ob bei einer Mann-Frau Beziehung der Mann das "sagen" hat und die Frau eher kuschen muss. Das ist natürlich Quatsch, aber vielleicht auch dem geschuldet, dass die Autorin Amerikanerin ist. Manchmal sind die Amis halt doch anders als wir.

Am Ende des Buches habe ich dann tatsächlich noch ein paar Tränen vergießen müssen. Ob aus Trauer oder aus Freude verrate ich hier mal nicht, schließlich soll es auch für andere Leser bzw. Hörer noch spannend bleiben. Und, spannend ist dieses Buch absolut. Ich habe mitgefiebert, gelitten, war wütend und habe trotzdem jede Minute dieser spannenden Geschichte genossen.

Von mir gibt es 5 Sterne und eine Hörempfehlung.
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