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Kundenrezensionen

4,2 von 5 Sternen
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4,2 von 5 Sternen
Format: Taschenbuch|Ändern
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am 22. August 2013
Schonungslos aber immens humorvoll beschreibt Lehrer und Autor Kai Lange seinen und den Alltag seiner Kollegen in gesammelten Geschichten aus der Hauptschule. Teilweise kann man es kaum fassen, so skurril erscheinen die vielen Episoden aus seinem Lehrerleben. Unfassbar sind die beschriebenen Erlebnisse, das kann man sich nicht ausdenken. Einerseits ist es zum Lachen was Lange von den Schülern zu erzählen hat, andererseits ist es aber auch deprimierend und macht nachdenklich wie schwach das Bildungsniveau in den Schulen aber auch die vorbereitende Kindererziehung im Elternhaus sind und mit welchen Problemen Lehrer Tag für Tag zu kämpfen haben. Es wird nach der Lektüre deutlich, was Politik und Schulverwaltung in Theorie planen, ist kaum umsetzbar im Schulalltag einer Hauptschule. Da muss man als Lehrer den Schülern auch mal unkonventionell entgegentreten.

Das comicartige Cover des Buchs ist leider ein wenig irreführend, wird dem Buch nicht gerecht und lässt den ersten Schluss zu, dass es sich lediglich um Klamaukgeschichten handelt. Jedoch geht es in diesem Buch nicht darum zu unterhalten (das tut es aber trotzdem) oder gar Hauptschulkinder bloß zu stellen, sondern vielmehr die heutigen und zukünftigen Probleme im Bildungssystem Deutschlands aufzuzeigen. Kai Lange macht deutlich, dass durch das Aussterben der Hauptschule ein ganz großes Problem auf die Schulen zukommt, die in Zukunft Hauptschüler auffangen müssen. Er macht das klar mit einer prima Mischung aus feinsinnigen Humor und lehrreichen Fakten. Absolut lesenswert!
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am 25. Oktober 2013
Inhalt
Kai Lange ist Hauptschullehrer. Wird er nach seinem Beruf gefragt, erntet er oft betretenes Schweigen, aber für ihn ist sein Job alles andere als undankbar.
Er hat über Jahre die skurrilen Geschichten die er tagtäglich erlebt gesammelt und sie zu Papier gebracht.

Meine Meinung
"Schab nix gemacht!" war ein Zufallsfund, den ich mir sofort gekauft habe. Es sind ja mittlerweile etliche Bücher diverser Lehrer auf dem Markt zu finden, aber dieses hier hat mich irgendwie besonders angesprochen.

Kai Lange berichtet von seinem Alltag als Hauptschullehrer und kann dabei mit Details aufwarten, die einerseits natürlich, wenn man sie genau betrachtet, ganz schön traurig sind, andererseits aber auch zum Brüllen komisch.

Es handelt sich hier nicht um einen Roman sondern um kurze Sequenzen, die insgesamt schon teilweise zusammenhängen, aber auch jede für sich gelesen werden können.
Lange sagt ganz klar, dass er sich nicht über seine Schpler lustig machen möchte, sondern einen gewissen Humor braucht um in der Hauptschul-Situation nicht zu ernst und verbissen zu sein.
Ich muss zugeben, dass ich ganz bestimmt nicht mit dem Autor tauschen möchte, diese Einblicke aber einfach sehr spannend und interessant fand.

Mich hat der Umgangston der Schüler miteinander schon etwas geschockt und umso bewundernswerter finde ich die positive Einstellung der Lehrer zu ihrer Tätigkeit und ihren Schülern. Für mich hat dieses Buch ein ganz neues Bewusstsein geschaffen für die Notwendigkeit und Daseinsberechtigung der Hauptschulen. Ein Bewusstsein das ich vorher gar nicht hatte, vielleicht auch deswegen weil ich damit nie etwas zu tun hatte. Umso wichtiger finde ich dieses Buch, das natürlich nicht nur ernste Gedanken schürt sondern durchaus die Lachmuskeln beansprucht.

Stellenweise habe ich meinem Mann laut vorgelesen und wir haben beide herzlich gelacht, was ich an dieser Stelle äusserst positiv erwähnen möchte, denn ich lese eher selten Passagen vor, weil sie mich so sehr amüsieren.

Insgesamt hat mich dieses Buch positiv überrascht, köstlich amüsiert und unterhalten.
Hinter "Schab nix gemacht" steckt viel mehr als erwartet und auch weit mehr als humorvolle Lehrergeschichten. Hinter diesem Buch steht eine Lebenseinstellung und diese ist bewundernswert!
Von mir gibt es 5 von 5 Sternen.
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am 19. Mai 2017
Au mann, so bedenklich, dass es irgendwie schon wieder lustig ist. Man darf halt nicht genauer darüber nachdenken, wies wäre, wenn das eigene Kind so wär.
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am 4. Februar 2016
Das Buch passt und stellt die Mentalität und Geistesgrößer mancher Hauptschüler dar. So ist nun mal unsere Zukunft aus dieser Richtung
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TOP 50 REZENSENTam 2. November 2015
Um ehrlich zu sein, habe ich mir von diesem Buch eigentlich nur lustige Unterhaltung mit skurrilen und grotesken Szenen aus dem Schulalltag eines Lehrers erwartet, doch dieses Buch bietet weitaus mehr. Zwar kommen witzige und aberwitzige Anekdoten aus dem Alltag des Autors als Hauptschullehrer in NRW wahrlich nicht zu kurz, aber dennoch sind diese Geschichte zum einen zu keiner Zeit herablassende Häme oder beißender Spott und zum anderen schildert Kai Lange auch immer wieder sehr einfühlsam und anrührend die Schicksale von einzelnen Schülern und Schülerinnen und spricht Missstände im Schulalltag und im Bildungssystem in aller Offenheit an.

Der Autor hat eine sehr offene, ehrliche und authentische Art zu schreiben, er nennt die Dinge beim Namen und auch sein Humor ist noch voll intakt und noch nicht von der political correctness völlig gelähmt. Alleine dieser Schreibstil macht schon einen Teil des Reizes dieses Buch aus. Ebenso aber auch seine Engagement für seine Schüler, sein ungebrochener Idealismus und seine Liebe zum Lehrerberuf. Dass der Autor sich all das angesichts der geschilderten Zustände erhalten konnte, ist bewundernswert und erstaunlich und spricht für seine positive Lebenseinstellung.

So lustig und amüsant wie viele Kapitel auch sein mögen, ist es doch erschreckend und frustrierend zu lesen, wie bildungsfern so viele Jugendliche durch ihre sozialen Umstände aufwachsen (müssen) und wie selbst grundlegende Dinge wie Sprachbeherrschung, Neugierde, Begeisterungsfähigkeit etc. nur noch rudimentär oder gar nicht mehr vorhanden sind. Auf jeden Fall gelingt es dem Autor durch sein Buch, dem Leser ein authentisch und ehrlich anmutendes Bild vom Alltag eines Hauptschullehrers in deutschen Großstädten zu vermitteln.

Dieses Buch ist somit ein absolut gelungene Kombination aus kritischer Unterhaltung beziehungsweise unterhaltender Kritik. Das Ganze mit Humor zu nehmen ist für die Lehrer wohl einfach eine Art Überlebensstrategie und manche der geschilderten Ereignisse und Aussagen sind einfach auch zum Brüllen komisch – trotz der traurigen sozialen Hintergründe. Ein Buch, das mir somit weitaus mehr gegeben hat, als erwartet.
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am 5. Mai 2014
Das Buch habe ich als Geschenk für einen Schüler gekauft. Inhalt ist mir nicht bekannt, soll aber sehr gut geschrieben und lustig sein.
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am 30. Oktober 2013
Viel mehr Tiefgang als erwartet!

Schab „Schab nix gemacht“ geschenkt bekommen und war, ehrlich gesagt, ziemlich skeptisch. Wieder ein Lehrerbuch! Das Cover deutet auf eine Aneinanderreihung von lustigen Episoden aus dem Lehreralltag hin.
Die gibt es hier natürlich durchaus. Und sie alleine sind schon wirklich absolut lesenswert! Lustige, teilweise schockierende Geschichten, die mir den Mund offen stehen ließen. Das kann doch nicht wahr sein, dachte ich ein ums andere Mal. Die Erlebnisse, die Kai Lange beschreibt, sind also meistens unglaublich komisch.

Was „Schab nix gemacht“ aber zu einer sehr positiven Überraschung für mich werden ließ: Es steckt viel mehr Tiefgang in diesem Buch als ich zunächst angenommen hatte. Immer wieder gibt es nachdenkliche Passagen, in denen Kai Lange die Schulpolitik kritisiert oder einfühlsam über die Entwicklung von bestimmten Schülern seiner Lehrerkarriere berichtet. So z.B. über die Asylbewerberkinder, die aus Kriegsgebieten ohne Deutschkenntnisse in seine Klasse kamen und am Ende einen Realschulabschluss schafften. Diese Erfolgsgeschichten bewegen, wie viele andere Passagen auch.
Die gesammelten Geschichten berichten nicht von einer einzigen Klasse oder einem einzigen Schuljahr und bieten dadurch einen ziemlich guten Einblick in den „Mikrokosmos“ Hauptschule.

Nie hatte ich das Gefühl, dass hier ein frustrierter Lehrer auf seine Schüler „draufhauen“ will. Man merkt immer wieder, welchen Respekt er (fast) all seinen Schülern entgegenbringt, trotz oder auch wegen der verrückten, tragikomischen Erlebnisse mit ihnen. Eher sieht er sie als Opfer „medialer Verseuchung“ und bezeichnet die Playstation augenzwinkernd als „Geißel der Menschheit“.

Lassen Sie sich also vom eher unpassenden Cover und Titel nicht in die Irre führen!
Kai Lange schafft den Spagat zwischen irrwitzigen Anekdoten und rührenden zwischenmenschlichen Geschichten. Klasse! 5 Sterne!
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am 24. April 2017
Das Lachen bleibt einem zunehmend im Hals stecken. Davon abgesehen, dass es eine recht langweilige Aneinanderreihung von Geschichten mit manchmal nur 2 oder 3 Zeilen ist, schlägt man die Hände über dem Kopf zusammen, wenn man bedenkt dass das alles wahr sein soll. Ein derart miserables Niveau und eine so eklatante Disziplinlosigkeit herrschte zu meiner Zeit noch nicht einmal an den damals offiziell Sonderschulen, umgangssprachlich Hilfsschulen genannten, im Schülerjargon als *Brettl- oder Bauklötzchengymnasium* betitelten Förderschulen. Dazu fällt einem nur noch Heinrich Heine ein: Denk ich an Deutschland in der Nacht, dann bin ich um den Schlaf gebracht
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am 17. April 2017
Wie ist der Autor auf den Familiennamen Schab gekommen, da es unser Familienname ist? Über eine Nachricht freuen wir uns sehr. Lg Grüße Familie Schab
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am 17. November 2013
"Schraste aus, schwör!" Der Schulalltag gestaltet sich nicht einfach mit Akin. Egal was er angestellt hat, niemals ist er sich auch nur im Geringsten einer Schuld bewusst. Seine Interessengebiete sind sehr überschaubar und beschränken sich in aller Regel auf Waffen und Katastrophen aller Art, Handys und "ein wenig auf Mädchen". Selbst wenn er vor Zeugen eine Glasflasche gegen die Wand wirft, fühlt er sich weder verantwortlich noch schuldig. Statt dessen beteuert er seine Unschuld: "Das warschnisch! Schab nix gemacht!" Viel wird er in seinem Leben nicht erreichen können - doch immerhin gab er diesem Buch einen Titel.

Also, man weiß bei "Schab nix gemacht" oft nicht so genau, woran man ist, ob man lachen oder weinen sollte. Der ganz "normale" Schulbetrieb in der Hauptschule scheint sich schlimmer zu gestalten, als sich viele Menschen (der Rezensent inbegriffen) dies bisher vorgestellt haben. Kein Tag scheint ohne massive Probleme auszukommen, was zum einen maßloses Entsetzen und zum anderen grenzenlose Bewunderung für die Lehrer hervorbringt.

Der Lehrkörper braucht schon eine ganze Reihe Patentrezepte und jede Menge gesunden Menschenverstand, um sich der täglichen Zerreißprobe stellen zu können. Die sog. "Instant-Streitschlichtung" konnte mich insofern begeistern, da hier der Problemschwerpunkt unmittelbar an der Wurzel gepackt wird. Streitereien stehen mehrmals auf der Tagesordnung, und es ist völlig unmöglich herauszubekommen, wer nun jeweils die Schuld an der aktuellen Auseinandersetzung trägt. Da selbstverständlich jeder unschuldig ist, empfiehlt Kai Lange statt langwierigen Diskussionen den direkten Weg. Es gilt lediglich kurz zu ermitteln, wer zuerst "Hurensohn" gesagt hat!

Oft scheint einem auch gar nichts anderes übrig zu bleiben, als das ganze Drama mit Humor zu nehmen. Nur so kann die Verzweiflung, die sich nicht selten einstellt, überwunden werden. Im Lehrerzimmer sorgt so das eine oder andere Highlight für Stimmung, und ohne diese wäre das graue Tagwerk fast nicht zu ertragen. So manches Ereignis bringt jedoch den abgebrühtesten Pädagogen an den Rand der Verzweiflung und veranlasst ihn zum "Schrei nach Schmerzensgeld".

Ein Beispiel für eher "harmlosere" Anekdoten ist die Frage eines Siebtklässlers, der nach Unklarheiten in einem Text befragt wird: "Was ist Porzellan?" Ein Klassenkamerad kommt ihm zu Hilfe: "Das ist so ähnlich wie Holz ... äh ... nur aus Plastik."
Sehr schön gestaltet sich in einer achten Klasse auch die Suche nach der Herkunft des Wortes "gefährdet". Eine spontane Antwort lautet: "Pferde."
Ebenso sensationell ist Benedikts Antwort auf die Frage von Jayden: "Was heißt Pommes auf Englisch?" Der Achtklässler antwortet: "Fritten".

Mitunter ergeben sich völlig unerwartet derart haarsträubende Fehler, Formulierungen, Übersetzungen, Ein- oder Ansichten, weshalb es schon einmal vorkommen kann, dass der kampferprobte Autor einmal einen ganzen Vormittag lang seine Kinnlade vergeblich zu finden versucht!

So ganz nebenbei setzt uns der Autor in Kenntnis, dass Poesiealben offenbar gänzlich verschwunden sind und neben seiner (Kurz-)Geschichten-Sammlung bietet er auch längere Texte an, beispielsweise den haarsträubenden Bericht einer Fahrt nach Kroatien. Persönliche Bestandsaufnahmen gehören ebenfalls dazu sowie etwas Kritik am System.

Auch handfeste Auseinandersetzungen gehören zum Alltag und können oft nur um Haaresbreite vermieden werden. Es gehört schon jede Menge Geduld und Fingerspitzengefühl dazu, eine drohende Eskalation zu vermeiden. Sich mit dem Lehrerberuf ohne Wenn und Aber zu identifizieren gehört ebenfalls dazu, auch wenn es für den erstaunt-entsetzten Außenstehenden nach dieser Lektüre nicht mehr so leicht nachzuvollziehen ist.

Kai Lange schreibt seine Schulgeschichten aus Leidenschaft. Denn was ihn antreibt, ist nicht nur seine Berufung, sondern auch eine Liebe zu den Kindern. Er lacht über sie, aber er lacht sie nicht aus. "Schab nix gemacht" gewährt ganz erstaunliche Einsichten von einem, der nichts anderes als Lehrer sein will. Für Kai Lange ist es, auch wenn es nur manchmal jene bestimmten Momente sind, der schönste Beruf der Welt.
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