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Kundenrezensionen

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am 20. September 2015
Ich habe es wieder getan. Ich glaube ich bin ein TrueCrime "Serienleser"! Und ich kann nichts dagegen tun. Es kommt einfach so über mich und Stimmen in meinem Kopf befehlen mir, schnellstmöglich das nächste Buch von Stephan Harbort zu kaufen. Gibt es für Leute wie mich eigentlich schon eine Selbsthilfegruppe? ;)

"Aus reiner Mordlust" ist mein viertes Buch von Stephan Harbort. Alle befassen sich mit dem Phänomen Serienmord. Doch dieses Buch ist anders als die Bücher, die ich vorher gelesen habe. Es ist episodisch aufgebaut, verschiedene Verbrechen werden chronologisch geschildert. Gleich zu Beginn werden an einem besonders grausamen Fall die verschiedenen Phasen, die ein (Serien-)Täter durchläuft, erklärt. Begriffe wie Prägungs-, Diskussions-, ..., und Reflexionsphase bis hin zu Maximalphantasie, Thrill-Kill, Overkill, Opferdisposition und Gruppendynamik werden nicht nur "praxisnah" erklärt, sondern auch be- und durchleuchtet.

Es gibt verschiedene Typen von Serienmördern. Während einige aus Gier, Hass, Perversion oder anderen psychologischen Abgründen töten, gibt es eine Gruppe, auf die in diesem Buch ein besonderes Augenmerk gelegt wird: der Lust-, bzw. Trill-Killer. Der tötet nur, weil er wissen will, wie es ist, ein Menschenleben zu vernichten. Seinen Thrill aus der Tötung des Opfers gewinnt. Anhand vielen Beispielen sieht man, dass man diesen Typ Serienmörder nicht zusammen mit den anderen in einen Sack stecken darf/kann.

Hier in dem Buch wird auch zu gewaltverherrlichenden Video-/Ballerspielen und Filmen wie "Halloween", "Saw" usw. Stellung bezogen. Inwieweit lassen sich potentielle Täter von solchen Medien beeinflussen? Die, bzw. eine Antwort darauf und viel mehr findet ihr in "Aus reiner Mordlust".

Zum Schluss kommt ein interessanter Anhang. Nämlich eine super aufbereitete Tabelle mit Merkmalshäufigkeiten bei Tötungsdelinquenten (=Straftäter, Anm. d. Verf.), Opfern und Taten. Und es scheint tatsächlich so etwas wie typische Merkmale zu geben, die Täter in der Mehrzahl der Fälle (>65%) typisieren. Das ist meiner Meinung nach insofern interessant, da hier ein Ansatz in der Entstehung ist, womit solche Gräueltaten möglicherweise bereits im Vorfeld verhindert werden könnten. Viele Täter brüsten sich bereits im Vorfeld mit ihren (noch nicht vollendeten) Taten, nur werden sie nicht ernst genommen. Und genau da liegt der Hase im Pfeffer ...

Interessant aufbereitet, durchaus fordernd (für den Leser) und mit weiteren Quellenangaben (interessant für Leute wie mich!) zu benutzter, bzw. empfohlener Literatur, ist dieses Buch durchweg zu empfehlen für all diejenigen, die hart im Nehmen sind und sich mit wahren Verbrechen befassen und auseinandersetzen wollen.
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VINE-PRODUKTTESTERam 13. Oktober 2013
In diesem Buch geht es um Mörder, die kein Motiv (wie z.B. Gier, Neid, Eifersucht) haben, sondern denen es lediglich Freude bereitet, anderen das Leben zu nehmen.

Die Fälle im Überblick:

1. Böse aus Freude
2. Maximalphantasie
3. Das Schweigen der Lämmer
4. Halloween unchained
5. Online geködert, offline getötet
6. "Kann ich dein Herz haben?"
7. Zwei Welten
8. Blutige Ausrufezeichen

Ich bin ein großer Harbort-Fan und dieses war mein 8. Buch vom ihm. War ich noch total begeistert von seinem letzten Buch Killerinstinkt: Serienmördern auf der Spur, so hat mir bei diesem etwas gefehlt. Der Schreibstil ist wie gewohnt hervorragend, die Detailarbeit gelungen und dennoch habe ich nach dem Lesen das Gefühl, dass dieses Mal nicht so viel Herzblut in der Arbeit steckt. Ich kann es nicht genau benennen.

Daher ziehe ich einen Stern ab.

Am Rande: am 07. November 2013 kommt ein Dokumentarfilm ("Blick in den Abgrund") in die Kinos, in dem Stephan Harbort neben 5 weiteren Profilern bei seiner Arbeit begleitet wird. Ich freue mich bereits sehr darauf.
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am 24. Oktober 2013
Der neue Harbort ist da! Profiler und Serienmörder-Experte Stephan Harbort hat sich erneut mit der dunklen Seite menschlichen Seins auseinandergesetzt. Nach diversen Publikationen über Serienmörder und auch deren Opfer, über mordende Frauen und Frauen von Serienmördern, wendet Harbort sich in "Aus reiner Mordlust" einer weiteren Killer-Spezies zu, den sogenannten "Lustmördern". Womit keinesfalls gemeint ist, dass hier Täter zu Werke gehen, deren abartige sexuelle Orientierung sie zu Mördern macht. Nein, Lust- oder auch "Thrill"-Killer morden aus zwei Gründen: aus Neugier darauf, wie es wohl sein mag, einen Menschen zu töten oder weil das Morden als besonderer Kick oder emotional stimulierend empfunden wird. Motive wie sexuelle Unterwerfung, Rache, Hass, Eifersucht oder Raub stehen bei diesen Tätern nicht im Vordergrund, es geht einzig und allein darum, das Leben eines Menschen auszulöschen, weil man sich davon die Befriedigung der eigenen Neugier (wie ist das? Kann ich das überhaupt? Wie fühlt es sich an?) oder eine emotionale Aufwertung des eigenen, kümmerlichen Selbstwertgefühls verspricht. Somit werden diese Morde ohne erkennbares Motiv noch grausamer und sinnloser, als es das Töten eines Menschen ohnehin schon ist.

Harbort, Deutschlands führender Profiler und Sachverständige, wenn es um das Thema Serienmord oder die Erstellung von Täterprofilen geht, widmet sich schon seit über 12 Jahren der Erforschung dessen, was in den Gehirnen von Mördern vorgeht. Hierbei hat er bereits viele unterschiedliche Facetten herausgearbeitet und in Büchern veröffentlicht. Über die sogenannten Thrill-Killer ist allerdings noch recht wenig bekannt, vor allem, weil sich ihre Motive dem Erklärbaren entziehen. Einem normalen Menschen fällt es ohnehin schon schwer zu verstehen, warum jemand einen anderen Menschen umbringt, er kann sich dies aber noch halbwegs erklären, wenn es ein Motiv gibt. Mord aus Eifersucht, aus Hass, um sich materiell zu bereichern oder weil jemand geistig schwer krank ist (schizophren z. B.). Diese Motive machen die Taten nicht weniger grausam oder menschenverachtend, sie liefern aber zumindest eine rudimentäre Erklärung für das Handeln des Täters. Bei Thrill-Killern gibt keinerlei nachvollziehbare Erklärung für ihr Tun. Warum will jemand wissen, wie es sich anfühlt, jemanden zu töten? Warum will man jemanden durch die eigene Hand sterben sehen? Welchen Kick kann es einem verschaffen, jemandem das Leben zu nehmen, einfach so? Hier stößt selbst der Verständnisvollste an seine Grenzen und kann sich nur noch schockiert abwenden.

Harbort versucht hier, dem Leser diese besonders schlimme Art von Mördern wissenschaftlich und psychologisch näher zu bringen. Allerdings gelingt ihm das nicht ganz so gut wie in seinen anderen Büchern. Ob das nun an der Unerklärbarkeit der Sache an sich liegt, oder ob Harbort hier einfach nicht zu gewohnter Form aufläuft, sei dahingestellt. Fakt ist, dass sich dem durchaus interessierten Leser die Welt dieser Mörder-Spezies nur schwer erschließt, obwohl Harbort sich redlich bemüht, diese zu entschlüsseln. Man kommt trotz acht geschilderter Fallbeispiele irgendwie nicht so richtig rein ins Thema. Da die Motive dieser Täter sich auf lediglich zwei begrenzen, wirken die geschilderten Fälle alle recht ähnlich und bleiben trotz aller Bemühungen irgendwie unwirklich, unerklärlich, abartig und unverständlich.

Gut gelungen und aufschlussreich hingegen ist Harborts Synopse am Buchende, in der er die zusammengetragenen Erkenntnisse über Thrill-Killer in Deutschland und deren Opfer auflistet. Man erfährt, dass Thrill-Killer in der Regel 14 bis 20 Jahre alt sind, wenn sie ihre erste Tat verüben. Ihre Opfer sind meist in demselben Alter und kommen aus ihrem weiteren Bekanntenkreis (Freunde haben Thrill-Killer in der Regel nicht, da sie zu sozialer Interaktion kaum fähig sind). Die Mörder sind zu knapp 90% Deutsche, bestenfalls durchschnittlich intelligent, arbeitslos und kommen aus problematischen Familienverhältnissen. Sie zeichnen sich aus durch manipulatives Verhalten, Selbstbezogenheit, Kritikunfähigkeit, Gemütsarmut, geringe Frustrationstoleranz und Antriebsschwäche. Sie töten überwiegend allein und vorrangig durch Erstechen. Bei über 50% der Täter kommt es zum sogenannten "Overkill", heißt, der Mörder schlägt oder sticht noch lange auf sein Opfer ein, obwohl dieses längst tot ist. Dutzendfache Messerstiche oder brutalst zusammengeschlagene Opfer weisen in der Regel auf so einen Overkill hin.

So grausam und unverständlich diese Mörder-Spezies auch sein mag, wirklich rechtfertigen kann sie die 247 Seiten, die Harbort auf sie verwandt hat, nicht. Täter und Taten ähneln sich in den acht vorgestellten Fällen ziemlich, so dass man letztendlich nur Variationen ein und desselben Täters und seiner Taten bekommt. Harbort gelingt es trotz aller, wie immer souveräner, Bemühungen nicht, diese Taten erklär- und nachvollziehbar zu machen. Wahrscheinlich sind sie es einfach nicht oder der menschliche Verstand weigert sich, ein solches Maß an Sinnlosigkeit zu akzeptieren. Harborts Buch ist gut geschrieben, trotz wissenschaftlicher und psychologischer Ausführungen gut verständlich und bietet einige interessante, aber auch sehr abartige Einblicke in das Seelenleben von Thrill-Killern. Ein ganzes Buch über diese "Spezies" hätte es aber nicht sein müssen, dazu sind diese "besonderen" Mörder auch noch viel zu wenig erforscht. Harbort bringt zwar ein wenig Licht ins Dunkel, liefert alles in allem hier ausnahmsweise aber einmal eine verzichtbare Lektüre ab. Ergo durchschnittliche drei von fünf Thrills, die nicht darin bestehen sollten, einem Menschen das Leben zu nehmen.
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Es gibt Morde und es gibt Morde. Keiner gleicht dem anderen. Raubmorde, Morde im Affekt, Mord aus Eifersucht, aus Liebe, aus Hass und noch viele weitere könnte man aufzählen.
All diese Morde haben gemeinsam, dass sie ein Motiv haben, einen Grund, warum jemand ermordet wurde.

In diesem Buch vom Experten für Serienmorde Stephan Harbort geht es um Morde, die um ihrer selbst willen verübt werden.
Man kann es als Normalbürger nicht nachvollziehen, dass jemand Menschen umbringt, um zu sehen, ob es geht und wie man sich dabei fühlt. Einfach nur ums Töten selbst geht es, den Kick erleben, jemanden umgebracht zu haben.

Anhand von 8 Fallbeispielen lässt der Autor den Leser an furchtbaren Morden teilhaben. Aus einer Gruppe von Jugendlichen, die gemeinsam zusammen abhängen, wird einer ermordet. Die Täter haben sich den Schwulen ausgesucht, weil man auf ihn am ehesten verzichten konnte.
Als Leser ist man dabei, wenn man Ausschnitte aus den Vernehmungsprotokollen liest. Die Täter in dem Fall sind völlig emotionslos und fühlen kein Unrecht. Ja, sie hätten eine Tat begangen, aber dass es Unrecht ist, können sie nicht nachvollziehen. Sie wollten nur den Kick verspüren, vor anderen prahlen, was für tolle Männer sie doch sind.

Ein anderer überfällt eine Frau, schlägt sie ins Gesicht, um sie gefügig zu machen, vergewaltigt sie und ertränkt sie anschließend. Selbst die Leiche der Frau wird noch geschändet. Auch hier keine Reue, kein Mitleid dem Opfer gegenüber, grenzenlose Gewalt und letztendlich ein Mord.

Ein angeführtes Beispiel ist so schlimm und grausam wie das nächste. Unfassbar liest man die Morde und kann fast nicht glauben, was man liest. Was geht in einem Menschen vor sich, der zu so etwas fähig ist? Was ist an ihm anders als an einem normalen Menschen, der diesen Drang zum Morden nicht verspürt.

Der Autor versucht auch, die Hintergründe, das Umfeld der Täter zu beleuchten. Wie wurde dieser Mensch zu einem Täter?
Das Elternhaus, das soziale Umfeld, Schule, Beruf und viele andere Dinge spielen eine entscheidene Rolle, auch kann es krankhaft bedingt sein.
Es wird aber auch klargestellt, dass andere Menschen, die eine ebenso schwere Kindheit oder ein schweres Leben hatten, nicht zum Täter werden. Was also sind die Gründe für solche schweren Vergehen.
In den Fallbeispielen wird das alles mit aufgezählt und hinterfragt, was aber die letzte Schwelle überwinden lässt, kann wohl niemand sagen. Sicher spielen auch da einige Faktoren eine Rolle, die Psyche ebenso wie die Entwicklung des Menschen.

In seinem Nachwort beschreibt der Autor, dass es tatsächlich Anzeichen gibt, die typisch sind für mordlüsterne Täter und er zählt viele davon auf.
Im Anhang findet man Tabellen von Auswertungen über Täter zu vorliegenden Fällen. Dort sind beispielsweise prozentual aufgelistet, wie die schulischen Leistungen waren, der Familienstand der Täter, Beruf, Intelligenz und Nationalität sind ebenso berücksichtigt wie Drogen- und Alkoholkonsum.

Man hält ein Buch in den Händen, in dem von grausamen Morden die Rede ist, deren Aufklärung und Hintergründe.
Der Autor vermag es, den Leser zu fesseln, selbst wenn man sprach- und fassungslos die einzelnen Fälle liest.
Für Leser, die gern mal in die tiefen Abgründe gucken wollen, möchte ich dieses Buch zum Lesen empfehlen.
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am 21. September 2014
Inhalt von Aus reiner Mordlust:
Im zuletzt erschienen Buch von Stephan Harbort, geht es ausschließlich um Thrill-Killer, das heißt Mörder, die ohne jegliches Motiv oder Grund einen Menschen einfach um des Tötens willen niedermetzeln, meist auf recht grausame Art und Weise.

Meinung zu Aus reiner Mordlust:
Dies ist mein zweites Buch von Stephan Harbort, das erste war "Begegnung mit dem Serienmörder", und wieder konnte er mich überzeugen und fesseln. Er wählt als Erzählstil eine sehr lebensnahe Beschreibung der jeweiligen Taten und lässt dazwischen Ausschnitte aus Geständnissen oder Gedankengängen des Täters mit einfliessen, was zu sehr lebendigen Bildern führt - angesichts der unmenschlichen Verbrechen ist das nicht immer angenehm.

Im weiteren Verlauf wird die Ermittlungsarbeit etwas beschrieben um zu erklären wie der oder die Täter überführt werden konnten. Anschließend erstellt Harbort ein kurzes Täterprofil und psychologische Hintergründe, die zu einer solchen Persönlichkeitsstörung führen könnten. Die Fälle selbst waren durchgehen spannend und abwechslungsreich gewählt und ab und zu wegen ihrer Brutalität nicht leicht zu verkraften. Harbort beschreibt die Tathergänge erstaunlich bildhaft und fließend, immer verständlich, ohne ins Fachkauderwelsch abzurutschen und wenn doch einmal wird es hervorragend erklärt. Allerdings wird manchmal doch ein wenig zu viel ausgeschmückt und aufgebauscht, ein prägnanter Stil hätte die Längen, die trotz der spannenden Thematik aufkommen, vielleicht verhindern können.

Im Nachwort gibt Herr Harbort noch einen Überblick über das Täterprofil vieler Thrill-Killer - das mögliche Alter, die hohe Wahrscheinlichkeit einer zerrütteten Kindheit, bestimmte Verhaltensauffälligkeiten.

Auch dieser Harbort war sehr spannend und interessant, flüssig und angenehm geschrieben und ließ mich bei so manchem heftigen Massaker doch schlucken. Allerdings hat es sich stellenweise doch recht gezogen, wenn etwas mehr gekürzt worden wäre, hätte es mich vielleicht noch mehr gefesselt.
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am 6. Dezember 2014
Ich habe alle Harborts gelesen und werde es auch weiter tun. Für eine nette Abendlektüre gut geeignet, kamen mir die Hintergründe über dieses doch sehr spannende und bislang wenig beachtete Phänomen der Mordlust zu kurz. Die Fallbeispiele sind spannend beschrieben, aber das war's dann auch schon.
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am 6. Dezember 2013
es gibt immer wieder momente, wo ich überlege warum mir solche bücher so gut gefallen. es wird nicht beschönigt, einfach klar und deutlich ermittelt. passt gut zur sendung die anwälte der toten. RTL Nitro
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am 17. November 2013
Zum Buch:

In “Aus reiner Mordlust” befasst sich Kriminalhauptkommissar und führender Serienmordexperte Stephan Harbort mit den sogenannten “Thrill-Killern”. Dies sind Mörder, die ohne jegliches Motiv morden. In diesem Buch stellt Harbort 8 dieser unbegreifbaren Fälle vor.

Zum Inhalt (laut Buchrückseite):

Töten um des Tötens willen

Es gibt Menschen, die den Drang dazu verspüren zu töten – ohne Motiv, ohne Auftrag. Doch was geht wirklich in den Köpfen dieser Thrill-Killer vor? Stephan Harbort ist Experte für Serienmorde und befasst sich nun als Erster grundlegend mit dem Phänomen der Mordlust. Er schildert die Taten, die Ermittlungen und gibt Einblick in die psychologischen Hintergründe dieser Fälle.

Der erste Satz: Das kennen wir: Ein Mann erwürgt seine Frau, weil sie ihm untreu geworden ist oder ihn verlassen will.

Meine Meinung:

Für mich war dies das erste Buch von Stephan Harbort, das ich gelesen habe. Ich werde aber mit Sicherheit noch alles lesen, was von diesem Autor bisher schon erschienen ist und auch was in Zukunft noch erscheinen wird. Stephan Harbort hat ein unglaubliches Talent, die Fälle zu schildern. Und damit beziehe ich mich ausschließlich auf den herausragenden Schreibstil des Autors und nicht auf die Fälle selbst. Jeder Fall wird wieder anders erzählt, jeder Fall hat einen eigenen Aufbau. Es finden sich auch immer Auszüge aus Interviews mit den Tätern etc.

Was die Fälle betrifft, bin ich einfach sprachlos. Beim Lesen dieses Buches sieht sich der Leser den tiefsten Abgründen der menschlichen Seele gegenüber. Ich war zutiefst erschüttert und schockiert. Ich finde es immer wieder erschreckend, zu welch grausamen Taten Menschen fähig sind – vor allem, weil diese Täter ihr Opfer ohne jegliches Motiv töten. Besonders das Phänomen des “Overkill” (Übertöten) hat mich fassungslos zurückgelassen. Hier hat mich insbesondere der erste Fall unheimlich mitgenommen, da die Täter erschreckend jung sind und ihr Opfer mit einer unheimlichen Brutalität töten. Ich kann auch gar nicht mehr dazu sagen, bei so viel sinnloser Gewalt und kranker Neugierde fehlen mir einfach die Worte.

Dies sind die Kapitel im Überblick:

1. Böse aus Freude
2. Maximalphantasie
3. Das Schweigen der Lämmer
4. Halloween unchained
5. Online geködert, offline getötet
6. “Kann ich dein Herz haben?”
7. Zwei Welten
8. Blutige Ausrufezeichen

Im Anhang hat Stephan Harbort eine Synopse zusammengestellt, in der er die Merkmale der Thrill-Killer in Deutschland von 1970-2012 zusammengetragen hat.

Mein Blog: readforthethrill.wordpress
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am 28. Mai 2015
habe schon einiges an solcher Literatur gelesen. Herr Harbort gehört mit zu den Besten! Gut geschrieben und es geht (was ich bei manch anderen "Psychologen" vermisse) in die Tiefe
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am 31. August 2014
Habe dieses Buch einem Freund geschenkt der bereits 'das Hannibal Syndrom' hat. Er war sehr zufrieden mit dem Buch, hätte es aber nicht selbst gekauft, als Geschenk kam es aber super an.
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