Hier klicken Sale Salew Salem Hier klicken Sonderangebote Book Spring Store 2017 Cloud Drive Photos Alles für die Schule Learn More TDZ HI_PROJECT Hier klicken Mehr dazu Mehr dazu Shop Kindle AmazonMusicUnlimitedEcho longss17

Kundenrezensionen

4,2 von 5 Sternen
80
4,2 von 5 Sternen
Format: Taschenbuch|Ändern
Preis:9,99 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 23. April 2017
Ich hatte schon so einige Reportagen über St.Pauli gesehen. Als ehemaliger DDR-Bürger kannte ich die Krawalle in der Hafenstraße und die Schießereien auf dem Kiez bereits aus den Nachrichten. Also habe ich mir das Buch als Kindl-Version heruntergeladen und es in einem Zug durchgelesen. Im Nachhinein war ich angenehm überrascht über die Offenheit und den Mut des Autors, so detailgetreu über seine Kindheit und Kiez zu berichten. Da wirken die Reportagen im Fernsehen und auf YouTube nur sehr oberflächlich. Selbst die Namen von den Kneipen und Personen in dem Buch sind real und im Internet nachzurecherchieren. Sei es der Frauenmörder Honka oder die ehemaligen Kiezgrößen. Traurig ist, was mit seiner Jugendliebe Claudia und seinem Freund Fritz geschehen ist. Welch ein Glück, das der Drogensumpf, der in den 80-ger Jahren auf St.Pauli Einzug hielt, den Autor nicht erfasst hat.
Fazit: Wer St.Pauli bzw. den Kiez und die Leute dort verstehen will, sollte auf jeden Fall dieses Buch lesen!
0Kommentar| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 13. Oktober 2015
Dieses Buch bietet nicht wirklich größere Einblicke oder neue Erkenntnisse über St. Pauli, es bleibt leider sehr oberflächlich. Man gewinnt den Eindruck, daß dieses Buch lediglich der späten Rechtfertigung für das Verhalten des Autors dienen soll, wobei stets die anderen und das Umfeld Schuld an der Lust zur Aggression und dem Opportunismus waren. Von individueller Selbststeuerung und eigenverantwortlichem Handeln scheint oder will der Autor nichts gehört haben. Der Schreibstil ist ziemlich leidlich. Bei den positiven Bewertungen der anderen Rezensenten beschleicht mich das Gefühl von Gefälligkeitsbewertungen.
0Kommentar| 5 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 28. Februar 2013
Ich habe schon viele Biografien gelesen, aber nur wenige haben mich so sehr gefesselt als die vom Michel. Endlich mal eine Biografie die zeigt was eine Positive Einstellung bewirken kann!!!
0Kommentar| 3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 21. Januar 2013
Ich habe das Buch mit großem Interesse gelesen. Ich bin ca. 5 Jahre jünger als der Autor und zwischen dem Schanzenviertel und St. Pauli aufgewachsen - und kann daher viele Schauplätze, Gestalten und Erlebnisse sehr gut erinnern. Michel Ruges Biographie hat mir vor allem aus drei Blickwinkeln sehr viel Freude gemacht:

1. Es gibt zwar keinen Mangel an "coming of age"-Werken und "Generationsliteratur" von Generation Golf über Generation X und Y und so weiter - doch leider stammen die fast immer aus einem "bildungsbürgerlichen" Background. Hier gibt es die eher seltene Gelegenheit, einen deutschen Autor "von der Straße" aus St. Pauli beim Aufwachsen zu begleiten und dabei viele Einblicke in eine Welt zu erhalten, die die meisten so nur aus dem Fernsehen kennen. Der authentische Ton und die detaillierten Schilderungen erlauben einem in die Welt des St. Pauli in den 80ern einzutauchen und auch besser zu verstehen, wie St. Pauli zu dem wurde was es heute ist.

2. Der Autor streut - auch aufgrund seiner sehr breiten Erfahrung damit - immer wieder Reflektionen und Erlebnisse mit "Gewalt" eine. Diese wirken auf den ersten Blick teilweise sehr geschönt oder verherrlichend, aber zeigen eben sehr offen den Reiz von Gewalt und gleichzeitig die Risiken. Die Diskussion ist in dem Zusammenhang in den Medien immer noch sehr akademisch und unrealistisch und es hilft, wenn Autoren wie Ruge das Thema für eine breitere Masse öffnen. Insbesondere die Rolle von Gewalt in der "Mannwerdung" des Autors - sowie im Männerbild von St. Pauli - gibt dem Buch eine weitere Ebene die mich sehr zum Nachdenken angeregt hat. Von "Krieg der Knöpfe" zu "Bordsteinkönig" ist es bis auf den Kontext nur ein kleiner Weg. Schaut man sich dagegen die Diskussion in den Medien zu Killerspielen, Amokläufen und jugendlichen Intensivtätern an, wird (mir) deutlich, wie groß die Lücke zwischen der öffentlichen Diskussion und der Realität ist. Schlägereien und Gewalt sind ein fester Bestandteil des "Aufwachsens" von Männern - auch wenn dies vielleicht in einigen Stadtteilen nicht mehr so präsent ist, wie in Ruges St. Pauli. Eine offene und realistische Beschäftigung mit dem Thema ist notwendig und Ruge bietet einen authentischen Aufsatzpunkt für eigene Überlegungen zu dem Thema.

3. Ein dritter Aspekt an Bordsteinkönig, der mich erst im Nachgang zum Nachdenken gebracht hat, bezieht sich auf die Art und Weise des Aufwachsens des Autors in den 80igern und dem was ich als Vater heute beobachte. Auch ich bin - ich leicht vorteilhafteren Verhältnissen - de facto "auf der Straße" im Kreis von Freunden aufgewachsen. Eltern haben ab einem sehr frühen Alter, fast keine Rolle in meinem Tagesablauf gespielt. Das "Erwachsenwerden" war vor allem etwas, bei dem man auf sich allein gestellt war. Dies hat mit allen Vor- und Nachteilen zu einer großen Unabhängigkeit geführt - auch wenn ich sicher einige Erlebnisse nicht ein zweites Mal erleben wollen würde. Wenn ich mir dagegen die Realität der Kinder heute anschaue, sind die Unterschiede schon erstaunlich. Kinder sind sehr viel weniger "alleine" unterwegs und verbringen die Zeit eher in der Obhut ihrer Eltern oder geeigneter Aufsicht (Sport, Hort, Musikunterricht) - UND vor allem im Zweifel sehr viel mehr von dem Fernseher. Ich bin sicher kein Anhänger der "früher war alles besser-Fraktion, aber wenn ich mir anschaue, wie Kinder aufwachsen, dann bin ich sehr ähnlich wie Ruge, wie mein Vater oder sogar die Kinder in "Krieg der Knöpfe" aufgewachsen. Ohne Eltern, in Gruppen von Kindern und Jugendlichen und mit einem hohen Grad an Freiheit - aber auch einem hohen Grad von "auf sich alleine gestellt sein" und Gewalt. Im Unterschied dazu wächst mein Sohn (und seine "peers") doch sehr unterschiedlich auf. Ich habe es als sehr spannend empfunden, am Beispiel von Ruges Jugend - über diesen Aspekt nachzudenken.

Insgesamt kann ich die Lektüre nur empfehlen. Ich habe es als sehr angenehm empfunden, dass der Autor nicht zu sehr versucht seine Erlebnisse zu "post-rationalisieren", sondern im Ton und mit der Unbedarftheit des jungen Michel schreibt. Reflexion der Themen bleibt so dem Leser überlassen.

Beste Grüße. Max
0Kommentar| 22 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 3. Januar 2017
Kinderkacke, hat mit den richtigen Kiezgrößen aka Hentschel, Born, Wilfried Schulz nichts zu tun. Paar kleine Jugendsünden im Alter von 12-18 wurden ganz nett geschildert, mehr nicht.
0Kommentar| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 18. Januar 2013
Selten...sehr selten lese ich ein Buch , welches ich absichtlich aus der Hand lege, weil ich seh, dass nur noch 50 Seiten übrig sind.

Eine wundervolle, offen geschriebene Biografie, der es völlig an eigener Beweihräucherung fehlt, wie man es gern mal in anderen Biografien liest, die aus so einer ,ich sag mal "Sparte" stammen.

Schonungslos offen zu sich selber nimmt uns der Autor mit auf eine unglaublich faszinierende Zeitreise.

Damals in den 70igern, wollte ich nicht anderes sein als ein Uskoke , der ein-oder andere Leser erinnert sich vielleicht noch an die rote Zora :) , tja und so nach 40 Seiten des Bordsteinkönigs, will man es sein... ein "Breaker " auf St.Pauli .. Seite an Seite mit Michel Ruge.

Sein Leben um und in St.Pauli ist so fesselnd beschrieben, man riecht förmlich den Duft aus dem alten, ..seinem St.Pauli , den er immer wieder mal beschreibt.
Ich will auch nicht zuviel verraten, nur eins, auch Menschen , die sich weniger für die "Ganovenszene" rund um die Zeit von dem hammerscoolen Karate thommy , der nutella bande oder der GmbH interessieren , ist es ein mehr als empfehlenswertes Buch, aboslut fesselnd " allarrr " :)
Hoch lebe der Bordsteikönig :)
Dennis Gluska
0Kommentar| 17 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 12. April 2013
Ich interessiere mich schon seit geraumer Zeit fuer das Phaenomen Reeperbahn, Zuhaelterei und Prostitution, nicht weil ich selber Teil dieses Phaenomens bin, sondern weil ich das Beduerfnis habe, zu vestehen, warum sich gewisse Menschen, insbesondere Frauen, in diesem Milieu (freiwillig) aufhalten. Am interessantesten finde ich dabei die Zeit der 1980er Jahre (Hentschel, Mucki Pinzner-Morde, usw.), mit dieser Zeit haben sich sogar schon Akademiker einschlaegig befasst, zum Beispiel in Hinsicht auf die Kiez-Sprache.

Das vorliegende Buch hat mir beim Verstehen des Ganzen insofern weitergeholfen, als dass man das Gesamtphaenomen nur begreift, wenn man alle Beteiligten versteht und nicht nur die "Bundeslliga" der
Reeperbahn, d.h. die grossen Zuhaelter und deren Frauen. Den Vergleich mit dem Fussball finde ich dabei gar nicht so schlecht. Man begreift das Phaenomen Fussball auch nicht, indem man sich nur mit reichen Fussballprofis und deren Vereinen befasst, sondern eben auch mit dem Publikum, das den Fussball konsumiert. Aehnlich ist es mit der Prostitution und den in deren Nachbarschaft angesiedelten Gewerben.
Dieses Buch ist also gewissermassen geschrieben von einem "kleine(re)n Mann", der in einer der etwas unteren Ligen auf der Reeperbahn verkehrte und aufwuchs. Mit all den Problemen, Verlockungen, Traeumen und Hoffnungen, die prinzipiell auch die grossen der Szene betrafen, aber mit ganz anderen Schicksalen und Konsequenzen. Die Denkarbeit muss man hier als Leser(in) dieses Buches jedoch selber leisten. Es werden lediglich (teils sehr schwerwiegende) Erlebnisse geschildert, die Interpretation und Einordnung muss jedoch hauptsaechlich im Kopf geschehen und wird einem nicht unbedingt vorgekaut. Deshalb finde ich das Buch auch sehr gut. Es ist aber einfach geschrieben, und wer aus ist auf Geschichten, die auf der Bugwelle vom unsaeglichen 50 Shades of Grey mitschwimmen, der sollte dieses Buch nicht lesen.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 16. März 2014
Der Klappentext hat mehr versprochen. Leider etwas enttäuschend von der Aufmachung.
Ist eher ein Buch mit Kurzgeschichten als eine zusammenhängende Geschichte. Jedes Kapitel erzählt etwas neues.
Hab es nicht zuende gelesen.. war dann doch zu langweilig..
0Kommentar| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 23. Januar 2013
In dem Buch Bordsteinkönig geht es um die Kindheit und Jugend des Autor's bzw. seiner Generation auf dem Hamburger Kiez.
In dem Buch wird alles so authentisch und lebhaft dargestellt, daß man während des Lesens das Gefühl hat, die Geschichten hautnah -manchmal im doppelten Sinne des Wortes- mitzuerleben
Ich habe das Buch in wenigen Stunden buchstäblich verschlungen und war am Ende fast traurig, daß es zu Ende war.

Als Hamburgerin war es für mich eine wundervolle Reise in die eigene Vergangenheit und die einzigartige Welt der 80 'er in Hamburg. Für Nichthamburger ist es eine einmalige Gelegenheit den Kiez und seine Welt der 70 und 80 er Jahre so kennenzulernen, wie es tatsächlich war und den es so schon lange leider nicht mehr gibt.
Der Autor bedient sich der Sprache, der Realität und dem Witz der damaligen Zeit und dadurch ist es ein sehr authentisches, spannendes und lustiges Buch geworden.
Manchmal sehr schlüpfrig und rotzig geschrieben, eben dem Kiez und der Zeit in der es spielt angemessen, aber nie ordinär ...Fremdschämen ausgeschlossen...... Mitfühlen von der ersten Seite garantiert.

Ich war dann auch zur ersten Lesung des Autors in Hamburg...natürlich auf dem Kiez im "Silbersack"......der Andrang war unglaublich....viele mussten wieder gehen, da der "Silbersack" schon kurz vor Beginn der Lesung komplett überfüllt war. Die Lesung war toll, die Stimmung der Gäste greifbar fröhlich und beschwingt. Der Autor trägt sein Buch- mit soviel Charme, Wärme, Witz und Freiheit vor, dass die Geschichten fast greif- bzw. sichtbar werden. Ein absolutes MUSS!!!!!
0Kommentar| 4 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 17. Mai 2013
Als jemand, 1969 der in die Welt St. Paulis hineingeboren wurde, beschreibt Ruge seine Kindheit und Jugend in den 1970ern und 1980ern - Prostitution, Machtkämpfe unter Heranwachsenden, die Gewalt der Jugendgangs und die gelegentlichen Ausflüge eines Jungen vom Kiez in die räumlich ja gar nicht mal so weit entfernte Welt der Alster-Schickeria. Das Ergebnis ist zunächst einmal einer jener flott geschriebenen Romane, die spannend zu lesen sind, weil das, was passiert elementar, sexy und wild ist und man einfach wissen will, wie es weitergeht. Darüberhinaus ist der "Bordsteinkönig" aber ein wichtiges historisches Dokument über jene Zeit in einer norddeutschen Großstadt, die man heute, 30 Jahre später, nur noch erahnen kann. Sei man nun regelmäßiger Kiezgänger oder Bewohner St. Paulis.

Dabei ist es für den Käufer wichtig, keinem Irrtum aufzusitzen: Ruge war in seiner Jugend kein Nachwuchsintellektueller aus der Provinz wie Rokko Schamoni oder Heinz Strunck, sein Buch ist somit auch keine ironisch-distanzierte Komödie über den Kampf heißhungriger "Dorfpunks" um das coole Leben in der großen Stadt. Mit diesen postmodernen Bildungsromanen ist Ruges Buch also nicht zu vergleichen, genau so wenig wie etwa mit Hanif Kureishis "Buddha of Suburbia" oder anderen urbanen Hipster-Biographien. Angehörige des Bildungsbürgertums erhalten beim Lesen von Ruges Roman also nicht eine weitere Möglichkeit, einen heiteren Blick auf ihr eigenes Leben zu werfen, sondern vielmehr die, eben mal eine andere Welt kennenzulernen. Es ist fast so, als hätte der (seinerseits ja allerdings fiktive) Uwe aus "Nordsee ist Mordsee" das Schreiben gelernt und uns nun seine Autobiographie beschert. Damit ist Ruges "Bordsteinkönig" der legitime paulianische Gegenpart zu den bekannteren Milieu-Biographien, wie etwa Sanyika Shakurs "Monster" oder Stanley Tookie Williams "Redemption" aus L.A. oder José Vicente Ortuños "Mein Gefährte ist das Messer" aus Albacete.

Wir können uns glücklich schätzen, dass wir Leute haben, die diese Seite St.Paulis, Hamburgs, Deutschlands authentisch beschreiben können. Und wenn es dann auch noch verflucht spannend ist - umso besser.
0Kommentar| 4 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden