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Kundenrezensionen

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am 6. August 2010
Das Positive zuerst: Der Autor bietet dem Leser die Möglichkeit, über einige essentielle Fragen der persönlichen Lebenskultur zu reflektieren. Dabei geht es um Achtsamkeit, Entschlußkraft, Selbsterkenntnis... Wunderbar, und grundsätzlich sicher hilfreich, denn das Nachdenken über diese Themen birgt ein großes Potential für inneres Wachstum und Reifung. Was noch? Das Buch ist gut produziert und schön gestaltet.

Aber: Das große Defizit dieses Buches besteht darin, daß der Autor weder ein wirklicher Kenner der Shaolin-Kampfkunst noch des Buddhismus ist. Das behauptet er zwar auch nicht, aber das macht die Sache nicht besser, denn es haben sich Fehler in den Text geschlichen, die das ganze Projekt gefährden.

Da sind zum einen Fehler, die das Historische betreffen. Moestl behauptet beispielsweise, die Shaolin-Mönche hätten die an Tierbewegungen orientierten Kampfstile entwickelt, um die wilden, angriffslustigen Tiere, die in der Umgebung Shaolins lebten, abzuwehren, indem man sie quasi mit ihren eigenen Waffen (sprich Kampftechniken) schlägt. Tut mir leid, das ist absoluter Mumpitz. (Die Tierbewegungen in traditionellen Tänzen, Heil- und Kampfbewegungen haben in China wie überall schamanistische Ursprünge.)

Nun liest man ein solches Buch nicht wegen seiner historischen Genauigkeit, doch auch, was die Realität der Kampfkunst anbelangt, sind die Aussagen des Autors unseriös, z.B. wenn er an anderer Stelle versucht, die in einer vermeintlichen Schwäche liegende Stärke zu verdeutlichen, indem er behauptet, ein Zehnjähriger, der die Shaolin-Kampfkunst erlernt hat, könne fünf erwachsene Männer in die Flucht schlagen.

Das Bedauerliche an solcher Argumentation ist nicht ihre offensichtliche Naivität und Fehlerhaftigkeit, sondern, daß sie etwas verdunkelt, was durch das Buch eigentlich erhellt werden sollte. Und hier liegt, meiner Ansicht nach, das eigentliche Versagen des Autors.

Buddhistische Mönche entwickeln ihre geistige Stärke, ihren Mut, ihr Mitgefühl, ihre Achtsamkeit nicht, indem sie Glückskekssprüchen der Marke "Lerne, Eile mit Langsamkeit zu besiegen" folgen. Was der Autor scheinbar völlig übersehen hat, ist die Kultur spiritueller Übung, die zur erwünschten Klarheit und inneren Stärke führt.

So wird beispielsweise der Einfluß und die Methodik der (Chan/Zen-) Meditation ebenso wenig erwähnt, wie die Tatsache, daß buddhistische Mönche einen großen Teil ihrer Seelenruhe gerade aus einem auf besondere Weise geschulten ethischen Bewußtsein beziehen. Wie diese Schulung erfolgt, davon erfahren wir bei Moestl nichts.

Es wäre spannend gewesen, etwas über den Umgang mit Tod, Krankheit und Angst zu erfahren, statt dessen erzählt uns der Autor etwas darüber, wie wir angeblich lernen, beim Abschluß eines Handyvertrags nicht übers Ohr gehauen zu werden.

Das Buch verpasst nicht nur die Chance, die wirklichen Hintergründe für die Souveränität eines buddhistischen Mönchs zu beleuchten, sondern gibt darüber hinaus fragwürdige Empfehlungen, beispielsweise wie man einem Konkurrenten den Job wegschnappt und sich ganz allgemein gesprochen inmitten der Ellbogengesellschaft nicht die Butter vom Brot nehmen läßt.

Das alles hat mit Chan/Zen- oder Shaolin-Training des Geistes allerdings nichts zu tun, sondern führt an einigen Stellen des Buches im Gegenteil in die verkehrte Richtung, ein schwaches, weil falsches Bild der eigenen Natur noch zu stärken. Man könnte glauben, der Autor wendet die eigenen (oft leider reichlich trivialen) Ratschläge der Manipulation direkt auf den Leser an, indem er unter dem berühmten Label SHAOLIN etwas verkaufen will, das in Wahrheit nur an der Oberfläche des Themas kratzt.
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am 21. März 2009
Seit meiner Kindheit bin ich von den Shaolin fasziniert und versuche mein Wissen über sie zu vertiefen (nicht nur im Kino). Daher wage ich ein Urteil" über das Buch.

Das Positive vorab:
Es finden sich in dem Buch eine Menge nützlicher Prinzipien für eine geschickte Lebensführung und Erfolg im Leben.
Das Buch ist gut aufgemacht und strukturiert.
Einige schöne (lehrreiche) Geschichten aus China und etwas Übungsmaterial werden geboten. Auch wertvolle Zitate sind dabei (Lao Tse usw.)
Alles sehr nett und brauchbar. Daher immerhin die drei Sterne.

Nur leider ... ich hatte mir mehr erhofft. Den Inhalt kann man in vielen allgemeinen Lebenshilfebüchern finden oder auch in der Buddha-Literatur. Da ist nicht viel Neues zu entdecken.

Beispiel:
Antworte auf Eile mit Langsamkeit" ... Irgendwo schon mal gehört, nicht wahr (Eile mit Weile")? Und so geht es weiter.

Mag sein, dass die Mönche nach den beschriebenen Prinzipien leben. Aber die Shaolin sind mehr.
Das eigentliche Wesen der Shaolin wird nicht richtig beschrieben.
Das, woraus sie ihre außergewöhnliche Kraft ziehen.
Sie sind zu Dingen fähig, die nicht jeder Mensch schafft. Und das geht nicht alleine mit diesen Prinzipien im Buch. Gekratzt wird nur an der Oberfläche.

Natürlich kann der Autor jetzt sagen, Ich habe nur die Prinzipien (nicht die Geheimnisse) angekündigt". Doch um nicht kämpfen zu müssen, braucht man z. B. auch Selbstbewusstsein durch geistige und körperliche Stärke. Hierzu ist hartes diszipliniertes kontinuierliches Training erforderlich. Und zwar in sportlicher und in geistiger (u. a. Zen-Meditation) Hinsicht. Auch das sind Prinzipien, und zwar entscheidende.
Und nach meiner Meinung ist das noch lange nicht alles, was fehlt ...

Und was mich persönlich stört: Die Shaolin haben einen gewaltigen Ruf, geradezu mystisch, und dies zu Recht (aufgrund ihrer Geschichte und dessen was sich im Laufe der Zeit entwickelt hat). Wenn sie dann auf diese wenigen Prinzipien reduziert werden, besteht die Gefahr, dass etwas Großes beschädigt wird.
Der Autor hätte wenigstens darauf hinweisen sollen, dass nur ein Teil der Prinzipien - die (seiner Meinung nach) für den westlichen Weltbürger verwertbaren - beschrieben werden.
Wenn man mit etwas Großem umgeht, ist man verpflichtet sorgsam (das hat er getan), aber auch umfassend (das fehlt) zu schreiben, sonst entsteht ein falsches Bild.

Das Buch ist geeignet für jemanden, der sich erstmals mit Lebensweisheiten oder Buddhismus beschäftigen möchte (das geht allerdings dann auch billiger).
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am 2. April 2008
Es ist sehr faszinierend, am eigenen Leib zu erleben, daß man ein Buch in die Finger bekommt und beim ersten Aufschlagen und Lesen von wahllos ausgewählten Zeilen in der Mitte dieses Buches zu sich sagt: Dieses Buch muß ich kaufen.

Warum? Dazu gibt es mehrere Gründe:

1. Das Buch selbst: Jedes Detail an diesem Buch, vom Schutzumschlag über das Lesezeichen bis hin zu Layout, Farbgebung und untermalender Kunst auf den Seiten dieses Buches sind ein reiner Genuß.

2. Der Inhalt: 12 Prinzipien, um sein Leben entscheidend besser zu gestalten. Vielleicht finde ich speziell Gefallen an Prinzipien (vgl. z. B. die 4 "Fish!"-Prinzipien), weil ich mir sie leicht merken kann. Vielleicht liegt es aber auch daran, das anhand klar formulierter Prinzipien Unterschiede einfach deutlicher als sonst gemacht werden können. Allein das Aha-Erlebnis bei dem Kapitel, wo es um den Unterschied zwischen "Etwas wollen" und "Entschlossen sein, etwas zu tun" geht, hat mich schier überwältigt.

3. Die Methode: Es wird vorgeschlagen, das Buch als Arbeitsbuch zu verwenden - sprich, man soll sich ein zweites, persönliches Buch anlegen, in dem man seine Gedanken und Antworten auf die gestellten Fragen notiert. Genau wie ich und Sie vielleicht denken mögen, daß "man" so etwas ja sowieso nicht macht, genau so, aber umgekehrt war es bei mir. Und genau diese Reflektion hat mir wirklich weitergeholfen, die Prinzipien in meiner Welt zum Leben zu erwecken.

Schlußendlich: Kaufen Sie dieses Buch, wenn Sie etwas an sich verändern wollen!
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am 15. Dezember 2009
Auf dem Buchrücken steht "im völligen Einklang mit sich selbst Entscheidungen treffen", dies ist eine der Resultate, wenn die 12 im Buch vorgestellten Lebensprinzipien befolgt werden und es ist genau dies, was mir teilweise Mühe bereitete. Dann und wann benutzt Moestl diese Prinzipien um auf andere manipulativ zu wirken. Manipulation ist aber genau das, was ich durch Achtsamkeit verhindern will. Ich will keinen Vorteil für mich, wenn ich dadurch jemand anderes wissentlich einen Nachteil bereite. Moestl zeigt anschaulich, wie im täglichen Leben, meist im Handel, Konsum und an der Arbeit, Menschen versuchen, uns etwas anzudrehen, was wir nicht brauchen, uns "klein" zu halten oder uns benutzen. Und Moestl zeigt nun auf, wie wir dies umgehen. Unter anderem indem wir diesen Leuten zuvorkommen und sie mit ihren gleichen perfiden Tricks schlagen. Im physischen Kampf, bei dem es um Leben und Tod gehen kann, sind diese Tricks für mich akzeptabel. Im täglichen Umgang mit Menschen möcht ich mich hingegen nicht auf dieses Niveau runterlassen. Ich will mit anderen Leuten wegen Geld, Macht, Produkte, Projekten und anderen Gözen nicht im Wettbewerb stehen. Moestl, um vielleicht seine Leserschaft zu vergrössern, richtet sich aber mit seinem Buch, wenn auch nur gering, an die Ellenbogengesellschaft. Da verwundert, dass er im Anhang den "Edlen Achtfachen Pfad" aufführt, und trotzdem immer wieder auf Erkenntnisse von Sun Tsu: Sunzi - Die Kunst des Krieges zurückgreift. Sunzis Buch verkauft sich mit dem Hinweis "Sei es der Weg zum Sieg bei geschäftlichen Konflikten, Schlachten im Aufsichtsrat oder aber der tägliche Kampf ums Überleben, in den wir verwickelt sind - sie alle sind Formen des Krieges und folgen denselben Regeln, Sunzis Regeln." Im Grossen und Ganzen ist das Buch ok, welches besinnlich wirkt.
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am 28. August 2009
Zuerst einmal: Es ist ein schönes Gefühl, dieses Buch in den Händen zu halten. Nur schon die Typografie und die visuelle Umsetzung machen Freude. Und zum Inhalt: Die 12 Prinzipien, auf denen das Buch aufgebaut ist, enden jeweils mit einem persönlichen Frage-Katalog - so gesehen ist es eine Mischung aus fernöstlich-philosophischen Gedanken und hilfreichem Arbeitsbuch.

Im Grunde geht es aber auch hier um die ewig gleichen Tugenden des fernöstlichen Gedankengutes: Achtsamkeit, Klarheit, Konsequenz, Gelassenheit, Geduld, Geschmeidigkeit, Yin- und Yang-Prinzipien, Weisheit.... . Bernhard Moestl versteht es aber sehr geschickt, diese Themen in eine für uns westliche Leser sehr bekömmliche Sprache und Erklärungsweise zu übertragen und damit sehr zeitgemäss zu machen. Ich denke, diese Mischung aus weisem und bewährtem Gedankengut, moderner Umsetzung und alltagstauglichen Tipps machen "Shaolin" für viele Menschen zur spannenden und nützlichen Lektüre.

Es ist ein perfekter Einstieg in die fernöstliche Gedankenwelt, die auch hier bei uns im Westen zweifellos zu einem entspannteren Leben verhelfen kann.

Peter Steiner, Autor von "Das Zen des glücklichen Arbeitens", "Weisheit für Minimalisten" u.a.
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am 6. August 2008
Ich habe seit kurzem mich mit Thema "Shaolin" auseinandergesetzt. Dabei bin ich auf dieses Buch gestoßen. Es ist sehr gut zu lesen, es erzählt einiges über die Denkweise und Prinzipien der Shaolin. Dabei gibt der Autor oft Weisheiten und Sprüche aus dem alten China wieder. Aufmachungen ist sehr gut und der Preis ist akzeptabel...was mich etwas stört ist, dass man das Buch nicht in einem Stück lesen kann, weil im jeden Kapitel und am Ende jedes Kapitels Aufgaben kommen, für die man sich etwas Zeit nehmen muss. Das zerstört teilweise die Lust am Lesen (wenn man in der Bahn sitzt) und sind teilweise schwer zu beantworten. Aber man lernt einiges auch über sich selbst. Alles in Allem kann ich das Buch empfehlen, man muss sich nur etwas Zeit nehmen.
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Wer auch nur einmal eine Vorführung von Shaolin-Mönchen gesehen hat, der wird ihre unglaublichen körperlichen und mentalen Fähigkeiten bewundern. Einige halten sie nur für gute Artisten, weil sie sich nicht vorstellen können, dass die Kampfkünste dieser Mönche auch aus einer inneren Stärke herrühren, die sie gleichzeitig mit ihrer harten Kampfausbildung durch meditative Verinnerlichung von Weisheitslehren des Buddhismus und Taoismus erringen. Zwischen diesen Lehren und den Shaolin-Kampftechniken besteht ein untrennbarer Zusammenhang: KungFu ist praktisch angewandter Taoismus.

Der Autor dieses Buches besuchte einst das Shaolin-Kloster. Folglich wird ihm nicht entgangen sein, dass die jungen Mönche die Shaolin-Techniken nicht aus Büchern lernen, noch großartig erklärt bekommen. Sie werden ihnen einfach immer wieder vorgeführt. Durch das stundenlange Üben von Einzeltechniken erlernt der Schüler nach und nach auf einer rein körperlichen Ebene die taoistischen Grundprinzipien. Zusammen mit seinen meditativen Übungen verändert sich dadurch dann auch seine innere Haltung.

Folglich würde die Vorstellung, man könne diese Prinzipien durch das Lesen eines Buches praktisch über Nacht beherrschen, wahrscheinlich zu größerer Belustigung unter den Mönchen führen. Doch wir Europäer geben uns gerne der Illusion hin, wir müssten irgendetwas nur begreifen oder gar nur lesen, um es dann auch zu können. In dieser dem wahren Lernprozess der Shaolin-Mönche diametral entgegengesetzten und merkwürdig arroganten Tradition steht auch dieses durchaus lesenswerte Buch.

Der Autor betont, dass man mit der Kraft des Denkens, zu Ruhe, Klarheit und innerer Stärke finden kann. Auch diese Formulierung auf dem Buchdeckel ist ein aus unserer Kultur entstandenes Missverständnis, denn es ist im Gegenteil gerade die Fähigkeit, seine Gedanken unter Kontrolle zu haben, sie also auch einfach ausschalten und Leere herstellen zu können, die zu den genannten Resultaten führt.

Dennoch bietet dieses Buch natürlich einen gewissen Erkenntniszuwachs. Erklärt werden in ihm 13 angebliche Shaolin-Prinzipien, die in der Tat Bestandteile asiatischer Weisheitslehren darstellen. Die ersten beiden Prinzipien (Leben in der Gegenwart und Achtsamkeit) gehören zu den Grundpfeilern der buddhistischen Lehre. Alleine sie würden, wenn man sie wirklich praktisch leben würde, zu einer völligen Veränderung in der persönlichen Weltsicht eines jeden Menschen führen. Doch zwischen der intellektuellen Einsicht und der praktischen Verinnerlichung liegt fast immer ein weiter Weg. Und das verschweigt der Autor leider.

Aber immerhin kann dieses Buch ein Anstoß sein, um über so manche Vorstellung im eigenen Leben nachzudenken und Veränderungen herbeizuführen. Mir hat in diesem Zusammenhang das Kapitel über das Prinzip der Entschlossenheit sehr gut gefallen, in dem der Autor mit einer der vielen Illusionen, die wir gerne mit uns herumschleppen, aufräumt.

Die einzelnen Prinzipien lauten: Leben in der Gegenwart, Achtsamkeit, Entschlossenheit, Nicht-besitzen-Wollen, Gelassenheit, Langsamkeit, Nachahmung, Nutzen von Gelegenheiten, Nachgeben, Überlegenheit, Sich-lösen-Können, Sich-selbst-Erkennen und Gemeinsamkeit.

Viele dieser Prinzipien stehen unserer Kultur völlig entgegen. Das macht es nicht einfacher, sie praktisch zu erlernen. Und natürlich ist vieles, was der Autor schreibt, auch etwas albern. Ich werde nicht gelassen, weil ich es möchte. Gelassenheit kommt aus einer inneren Stärke, die man nicht erzwingen kann. Sie entsteht aber von selbst, wenn man seine Mitte findet. Zum Beispiel dadurch, dass man sich mit einer asiatischen Kampfkunst praktisch beschäftigt oder/und meditiert, es also den Mönchen wenigstens ansatzweise praktisch nachmacht und so dem Prinzip der Nachahmung folgt.

Fazit.
Wenn man etwas von den Shaolin-Mönchen lernen möchte, dann sollte man es praktisch tun. Dieses Buch bietet dazu lediglich einen Anreiz, denn es zählt die Resultate auf, die bei einer solchen Beschäftigung früher oder später auftreten, wenn man sie denn ernsthaft betreibt. Die Vorstellung hingegen, man könne aus diesem Buch, die Fähigkeiten erlernen, die Shaolin-Mönche durch ein hartes körperliches und mentales Training erworben haben, ist ziemlich albern.
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am 28. Januar 2012
Das Beste an diesem Buch, dessen Titel ja einiges erwarten lässt: "Mit der Kraft des Denkens zu Ruhe, Klarheit und innerer Stärke" ist das Inhaltsverzeichnis. Hier geht es um die Prinzipien der Achtsamkeit, Entschlossenheit, Gelassenheit, des "Sich-selbst-Erkennens, oder "Sich-lösen-Könnens". Der Autor bleibt plausible Erklärungen und Lösungen nicht nur schuldig, er verliert sich in trivialen, unsinnigen und unfairen Ratschlägen und Binsenweisheiten.
Es finden sich Beispiele wie etwa: wie unterjuble ich dem Chef einen unangenehmen Akt zur Unterschrift, wie manipuliere ich einen Blutspendeausweis zu einem Presseausweis, wie erreiche ich, dass eher in das Haus meines Nachbarn eingebrochen wird, statt in meines.
So gesehen, müsste der Titel des Buches heißen: Ratschläge zum Tarnen und Täuschen - ja eigentlich zu kleinen oder größeren Betrügereien.....
Es ist nicht vorstellbar, dass das die Lebensweisheiten der Shaolin Mönche sind.
Enttäuschend und absolut schwach!
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am 27. Juli 2008
Mit den 12 Prinzipien der Shaolin's kommt man wieder auf den richtigen Weg zurück.

1. Lebe im Hier und Jetzt, ohne den Moment zu bewerten.
2. Nur durch Achtsamkeit kommt die Einsicht in andere und in dich selbst.
3. Tue Dinge ganz oder lasse sei sein.
4. Begierde macht dich berechenbar, verletzbar und erpressbar.
5. Lass dich nie zu einer Handlung hinreissen.
6. Besiege Eile mit Langsamkeit.
7. Nur durch Nachahmung kannst du andere besser einschätzen.
8. Schaffe Gelegenheit und warte auf sie, um sie für dich, aber gegen deine Feinde zu verwenden.
9. Wenn du nachgibst, lässt du die Energie des Gegners ins Leere laufen.
10. Wahre Überlegenheit ist die Kunst, kampflos zu siegen.
11. Löse dich von deiner übernommenen Meinung und prüfe deine eigenen stets aufs Neue.
12. Alles, was du bist und was du wirst, liegt nur in dir selbst.

Der Landschaftsfotograf Bernhard Moestl versteht es die Prinzipien eindrücklich zu skizzieren und gibt praxisnahe Anleitungen für die Umsetzung in der westlichen Kultur.
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am 10. Januar 2011
Ich habe etliche Rezensionen mit Erstaunen gelesen...die Frage der Wissenschaftlichkeit des Buches ist für mich in der Lebenshilfe/Ratgeber-Literatur sekundär.
Die Frage, ob jeder Gedanke dem buddhistischen Prinzip entspricht, ebenfalls.
Sich mit Fragen des HIER-und-Jetzt-Lebens auseinander zu setzen, tut immer gut. Ebenso mit der Achtsamkeit.
Für mich persönlich fiel der berühmte Groschen bereits im 3.Kapitel, wo der Autor den Unterschied zwischen Wollen und Entschlossen-Sein super heraus arbeitet.
Wenn ich zu etwas entschlossen bin, dann ist es so selbstverständlich, dass ich es gar nicht mehr extra erwähnen oder anführen muss.
Wer würde erwähnen, dass er morgen aufsteht und sich die Zähne putzt. Ein paasionierter Läufer erwähnt auch nicht (mehr), dass er jedes Wochenende die Laufschuhe anzieht.
Wenn ich etwas will, dann hat das nicht dieselbe Kraft wie "Entschlossen-Sein" (und damit lass ich mich von meinem Ziel auch viel deutlicher abbringen).
Für mich war das die entscheidende Erkenntnis, um ein jahrelanges Kapitel meines Lebens jetzt endlich so in Angriff zu nehmen, dass es auch zu einem erfolgreichen Abschluss führen wird.
Und allein dafür war es das Buch wert (und das investierte Geld mehr als wert!).
Das Prinzip der Gelassenheit, der Langsamkeit, der Nachahmung, der Gelegenheit, des Nachgebens wird darin ebenso behandelt, wie die Überlegenheit, kampflos zu siegen, das Prinzip des Sich-selbst-Erkennens und dass Führungsstärke nicht bedeutet, Macht über andere zu haben sondern gemeinsam ein Ziel zu erreichen.

Und so bin ich davon überzeugt, dass viele Menschen in dem Buch einen Anstoss finden, auf den sie schon lange gewartet haben. Für mich persönlich ein großer Gewinn.
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