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am 8. März 2017
Mit dem Roman „Dea Mortis – Der Tempel der dunklen Göttin“ macht Andreas Gößling eine sehr eigenwillige Metamorphose durch, rankte sich doch eines seiner letzten Bücher noch um Feen und Elfen („Das große Buch der Feen und Elfen“; Knaur Verlag, 2004). Betrachtet sich der Leser den genannten Titel um die Wesen aus der Anderswelt jedoch genauer, erspürt er doch die nahe Verwandtschaft dieser phantastischen Wesen mit dem, was der Autor in „Dea Mortis“ beschreibt: das Unerklärliche, das Geheimnisvolle, das, was uns hinter einer Grenze erwartet, das, was unter einer verbergenden Schicht lauert ...

Rick Nadar hat einen neuen Job, er ist Sicherheitsangestellter. Sein Glück scheint komplettiert zu sein, denn vor wenigen Monaten erst hat er Rachel kennengelernt. Sie ist schwanger, und beide freuen sich auf die anstehende Geburt. Doch Rachel hat sich verändert. Rick, der sich nie vorstellen konnte, seiner Heimat New Provence den Rücken zu kehren, gibt ihrem Verlagen nach Veränderung nach. Er liebt sie abgöttisch. Gemeinsam machen sie sich auf die Reise.

Die erste Station lässt sie im Hotel „Hunter’s Castle“ übernachten. Dort wird Rick mit noch mehr seltsamen Vorgängen konfrontiert, in die wieder seine Ehefrau involviert ist. Sie machen einen kleinen Ausflug, doch bewegt sich Rachel zielsicher durch die Pfade, als ob sie alles bereits einmal gesehen habe. Auch dieser Ort hält sie nicht lange, sie will weiter: „Bringst du uns runter ins Tal, Ricky? Da ist es bestimmt viel wärmer.“ Rick ergibt sich in sein Schicksal. Die nächste Station ist das „Python Resort“ in Idleton, von dem Rick wenigstens durch das beeindruckende Äußere eingenommen wird. Im Innern drüngen sich Rick erneut eigenartige Eindrücke auf; eine Gruppe hochschwangerer Frauen verleitet ihn dazu, sie als Modells für Umstandsmode anzusehen. Doch selbst er kann die Augen nicht davor verschließen, wie seltsam sie sich gebärden: „... ihr Lächeln war erloschen, wie Schlafwandlerinnen starrten sie ins Leere.“

Doch das ist erst der Beginn höchst mysteriöser Vergänge. Der Hotelchef wird bestialisch ermordet, in der Stadt selbst wird er Zeuge eines grässlichen Verbrechens, bei dem dem Opfer Hand und Fuß mit einer Axt abgetrennt werden. Er kann Hendrik Rienar in seine Wohnung schleppen, doch seinen Tod kann er nicht verhindern. Bevor Rienar seinen letzten Atemzug tag, berichtete er Rick noch von den Veränderungen in der Stadt, die mit einer Baustelle im Zentrum in Verbindungen stehen sollen. Ein gelber Film, eine nasse Hitze sickere aus der Erde und die schwangeren Frauen verschwinden. „Grabt nicht in die Tiefe, lasst das dort unten ruhen!“ rief Rick ein anderer Mann noch hinterher. Langsam dämmert Rick, wo die Gefahr hervorkriecht.

Spätestens an dieser Stelle wird dem Leser der Klappentext wieder ins Gedächtnis rücken: „Ein dunkler Roman, inspiririert von H. P. Lovecraft, Clive Barker und den Werken von H. R. Giger.“ Die Nähe zu Giger wird natürlich durch die Vielzahl an Illustrationen frappant, die das Buch von Beginn an begleiten. Ganzseitige Grafiken, die dem Text noch eine Nuance mehr an Düsternis verleihen und dem Leser durch das bloße Anschauen zusetzen. Den Rest erledigt Gößling selbst, eng angelehnt an den lovecraftchen Mythos von den dunklen Wesenheiten nahe beim Erdzentrum. Die Geschehnisse an der Erdoberfläche sind schon grauenhaft genug, aber das, was Rick letztlich beim Einstieg in die Baustelle erwartet, übersteigt seine Vorstellungskraft. Hier verwischt sich auch für den Leser die Unterscheidung zwischen realer Welt und dem Fiktionalen, nicht zuletzt auch angedeutet durch Gößlings Spiel mit Namen und verstorbenen Personen: aus Sigmund Freud wird Sig Freudenthal, aus C. G. Jung wird Gus Youngblood, Psychoanalytiker, die das Innere des Menschen beleuchteten, die psychischen Vorgänge und die Veränderungen. Und da natürlich ganz besonders die krankhaften Diskrepanzen, die Frage nach Ich, Es und Über-Ich.

Wer Andreas Gößling auf diesem Weg folgen mag (der nicht immer leicht zu bewältigen ist, weil horrorimmanent viel von abscheulichen Morden die Rede ist und den Schrecken, die bei Menschen wie Rick Verstörung und Angst hinterlassen), erlebt eine in nüchterner Sprache mit wenigen Bildern angereicherte Erzählung. Sie erinnert zwar durchaus an Lovecraft, entwickelt aber doch ihre eigenen Konturen und ist mitnichten einer der vielen Autoren, die eindeutig in der Nachfolge Lovecrafts stehen. „Dea Mortis“ ist ein unangenehmes Stück Horrorliteratur – im positiven Sinne.
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Rick Nadar arbeitet als Wachmann, sein erster fester Job, bisher bevorzugte er es seine Freiheit zu haben, aber Rachel hat alles geändert. Rachel die katzenhafte, Rachel die Wunderschöne. Zum ersten Mal ist Rick verliebt und Rachel ist schwanger.
Natürlich kann er ihr den Wunsch nicht abschlagen mit ihr wegzufahren, als sie ihn darum bittet. Es beginnt eine Odyssee durch die Berge von einem merkwürdigen Hotel ins nächste immer geleitet von Rachels seltsamen Wünschen und Anwandlungen bis sie eine Stadt namens Idleton erreichen und Rachel spurlos verschwindet. Entgegen aller Warnungen wagt sich Rick in die von gelbem Schleim überzogene Stadt in der die "Brut der Bestie" mit Schrecken herrscht und Männer ihre Hände und Füße einer alten Göttin opfern.

Dieses Buch besticht durch seine Optik. Gedruckt auf schwerem Hochglanzpapier und versehen mit vielen ein und zweiseitigen Bildern von Giger (dem Schöpfer von Alien), ist es ein sinnlicher Genuss dieses Buch durchzublättern und die Bilder zu betrachten.
Dieses Buch ist wunderbar, solange man nicht versucht es zu lesen. Die Geschichte ist ein Albtraum. Die Handlung albtraumartig, schon bald verliert man den Überblick was Traum und Realität ist, was sich Rick einbildet und was nicht. Die Geschichte ist eine wortgewaltige Wiedergabe der Bilder von Giger, man könnte fast glauben dass zuerst die Bilder da waren und danach die Geschichte um die Bilder geschrieben wurde. Aber was passiert wirklich? Nicht viel, leider. Der Held irrt erst durch die Berge, dann durch Idleton. Er irrt umher und irrt sich und verwirrt den Leser, der zudem von der Leselampe, deren Licht sich auf dem Hochglanzpapier spiegelt verwirrt wird. Hochglanzpapier ist für Bildbände und zu Wiedergabe der Giger Gemälde wirklich wunderbar, zum lesen eher ein Albtraum, besonders wenn weiße Schrift auf schwarzem Hintergrund gedruckt wird.

Fazit: Verworrene, versponnene Albtraumartige Geschichte ohne großartige Handlung, dafür jedoch auf Hochglanzpapier und mit vielen Giger Bildern. Ein optischer Genuss jedoch kein Intellektueller. Durchblättern, Bilder ansehen aber nicht unbedingt lesen.
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TOP 500 REZENSENTam 10. Mai 2010
Rick Nadar arbeitet als Wachmann, sein erster fester Job, bisher bevorzugte er es seine Freiheit zu haben, aber Rachel hat alles geändert. Rachel die katzenhafte, Rachel die Wunderschöne. Zum ersten Mal ist Rick verliebt und Rachel ist schwanger.
Natürlich kann er ihr den Wunsch nicht abschlagen mit ihr wegzufahren, als sie ihn darum bittet. Es beginnt eine Odyssee durch die Berge von einem merkwürdigen Hotel ins nächste immer geleitet von Rachels seltsamen Wünschen und Anwandlungen bis sie eine Stadt namens Idleton erreichen und Rachel spurlos verschwindet. Entgegen aller Warnungen wagt sich Rick in die von gelbem Schleim überzogene Stadt in der die "Brut der Bestie" mit Schrecken herrscht und Männer ihre Hände und Füße einer alten Göttin opfern.

Dieses Buch besticht durch seine Optik. Gedruckt auf schwerem Hochglanzpapier und versehen mit vielen ein und zweiseitigen Bildern von Giger (dem Schöpfer von Alien), ist es ein sinnlicher Genuss dieses Buch durchzublättern und die Bilder zu betrachten.
Dieses Buch ist wunderbar, solange man nicht versucht es zu lesen. Die Geschichte ist ein Albtraum. Die Handlung albtraumartig, schon bald verliert man den Überblick was Traum und Realität ist, was sich Rick einbildet und was nicht. Die Geschichte ist eine wortgewaltige Wiedergabe der Bilder von Giger, man könnte fast glauben dass zuerst die Bilder da waren und danach die Geschichte um die Bilder geschrieben wurde. Aber was passiert wirklich? Nicht viel, leider. Der Held irrt erst durch die Berge, dann durch Idleton. Er irrt umher und irrt sich und verwirrt den Leser, der zudem von der Leselampe, deren Licht sich auf dem Hochglanzpapier spiegelt verwirrt wird. Hochglanzpapier ist für Bildbände und zu Wiedergabe der Giger Gemälde wirklich wunderbar, zum lesen eher ein Albtraum, besonders wenn weiße Schrift auf schwarzem Hintergrund gedruckt wird.

Fazit: Verworrene, versponnene Albtraumartige Geschichte ohne großartige Handlung, dafür jedoch auf Hochglanzpapier und mit vielen Giger Bildern. Ein optischer Genuss jedoch kein Intellektueller. Durchblättern, Bilder ansehen aber nicht unbedingt lesen.
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am 13. Januar 2006
Der Autor des Werkes war mir bislang unbekannt. Von der sehr schicken Aufmachung des Buches und dem Klappentext "Ein dunkler Roman, inspiriert von H.P. Lovecraft, Clive Barker und den Werken von H.R.Giger." liess ich mich wiederum zum Kauf des Buches inspirieren.

Nun, geklaut hat A. Gößling was die Story betrifft auf jeden Fall kräftig bei Lovecrafts Chtuhlu-Saga. Wo Clive Barker abgeblieben ist, weiß ich nicht wirklich, vielleicht sind damit die Kettensägen/Schweißbrenner-gerüsteten, auf männliche Hände und Füße erpichten Jugendbanden gemeint.

Gut, zur Geschichte: ein etwas einfältiger "Held" landet nach einer seltsamen Irrfahrt mit seiner schwangeren, sehr mysteriösen Freundin in der Nähe des Städtchens Idleton. Soweit, so spannend. Leider wird es nun abstrus.

Auf der Suche nach seiner verschwundenen Freundin landet Antiheld Rick in dem nächtlichen Idleton. Stinkende Jauche verseucht die Stadt, seltsame, durchweg sehr sexy Frauen haben merkwürdige Bedürfnisse, Jugendliche befinden sich auf der Jagd nach männlichen Gliedmaßen. Schließlich findet er sich im Stadtpark wieder und bekommt dort den augenscheinlichen Beweis, was mit dieser Stadt nicht stimmt:

Bei Bauarbeiten zu einer U-Bahnlinie wurde eine seit Millionen Jahren ruhende, außerirdische Präsenz geweckt. Für die sind Menschen so etwas wie Zuchtvieh, und ihre Methoden sind nicht wählerisch, aber perfide...

Mehr von der Story will ich nicht verraten, ist sie doch ohnehin sehr dünn. Gößling versuchte hier, auf eine wohl beschränkte Seitenzahl, soviel Lovecraft usw hineinzustopfen, das dem Leser genau wie dem, scheinbar unter Drogen stehenden, total dämlichen Rick, bald der Schädel brummt. Nach dem durchaus gelungenen Auftakt wirds nur noch bescheuert. Erst gegen Ende, im Tempel der dunklen Göttin, wirds wieder spannend, aber da ist die Geschichte auch RuckZuck zu Ende. Schade!

Nur wer wirklich absurde, gewollt undurchsichtige Geschichten mag, wird hier seine Freude haben.

Einen Pluspunkt gibts von mir noch für die wirklich edle Gestaltung des Buches und die tollen Bilder von Giger.

Love it or leave it...
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am 27. Oktober 2008
Das Buch an sich ist toll gestaltet, die Bilder von Giger natürlich einmalig!
Die Story hingegen ist eher gewöhnungsbedürftig. Ohne das Drumherum und die Aufmachung, hätte ich das Buch wahrscheinlich wieder aus der Hand gelegt.
Viel Schnickschnack und Aufwand für eine eher nichtssagende Geschichte, die zwar extrem und außergewöhnlich, jedoch nur für spezielle Geschmäcker geeignet ist und lediglich durch die Illustrationen Spannung und ein wenig Leben eingehaucht bekommt und zum Weiterblättern einlädt.
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am 7. Februar 2006
Rick Nadar folgt seiner schwangeren Freundin Rachel auf eine Reise. Unterwegs ereignen sich merkwürdige Dinge. In der zweiten Nacht verschwindet Rachel aus einem Hotel, oberhalb der Stadt Idleton. Trotz der Warnungen des Hotelbesitzers vor der „Brut der Bestie“ begibt Rick sich in die Stadt, die stickig und von gelbem Schleim überzogen ist und deren Technik nicht mehr funktioniert. Die Straßen zwischen den Hochhäusern sind leer, außer dass Jugendgangs unterwegs sind, die Männer überfallen und ihnen Hände und Füße rauben. Rick kann ihnen entkommen und befindet sich doch gnadenlos auf dem Weg „nach unten“ in die unterirdische Welt von Idleton, wo das Böse geweckt wurde und nach Opfern verlangt.
„Dea Mortis“ ist bis zuletzt extrem spannend. Aber Gößling wäre nicht Gößling, wenn er hier nur eine geradlinige Horrorgeschichte erzählt hätte. Er erzählt ausschließlich aus der Sicht von Rick, assoziativ. Und tatsächlich ereignen sich die Dinge mehr nach einer Traumlogik als nach den Regeln der so genannten Wirklichkeit. Rick wird durch diese klaustrophobische Idleton-Welt getrieben, von der er nichts versteht, aber auch seine inneren Geschehnisse sind ihm verschlossen. So steigen assoziativ und gegen seinen Willen Kindheitserinnerungen in ihm auf. Alles hängt, wie mehrmals erwähnt, mit allem zusammen: Nicht zufällig erinnert Rick sich an einen Film über Pilze, die oberirdisch einzeln auftreten, unterirdisch aber über riesige Flächen miteinander verflochten sind.
In Idleton begegnet Rick Menschen, die ihm selber oder Menschen aus seiner Vergangenheit ähnlich sehen. Einmal glaubt er auf seinen Doppelgänger zu treffen, dann wieder entpuppt sich jemand als sein „Spiegel“-Ich in dieser „Märchenstadt“, und es taucht sogar ein Film auf, der die Geschichte von Rick Nadar erzählt. Rick wird wütend, und weiß nicht warum. Er ist nicht nur der unerklärlichen Außenwelt, sondern genauso seiner Innenwelt hilflos ausgeliefert. Kann der Leser einem solchen Protagonisten trauen?
So wenig wie dem Autor Gößling. Der hat die Handlung nach Amerika verlegt, Mitte 20. Jahrhundert. Rick kommt aus New Providence und endet in Idleton. Das klingt plausibel, aber Vorsicht bei den Namen: „idle“ = müßig / „idol“ – Götze / „I-doll“ – Ich-Marionette. Was ist mit anderen Namen? Offensichtlich beziehen sich Sig Freudenthal und Gus Youngblood auf die Psychologen Sigmund Freud und C.G. Jung. Deren Widersacher ist der „Mythologe“ Dr. Loveham, der für Lovecraft stehen könnte. Auf der Ebene der erzählten Personen spiegelt sich also die Frage wider, ob wir hier Ricks Wahnvorstellungen oder das Auftauchen einer uralten bösen Wesenheit aus dem Kosmos erzählt bekommen. Und wer ist überhaupt Rick Nadar? Rick schlüpft in die Hose des ermordeten (Hend)Rik, begegnet später Dick Radar, erkennt sich in „Joey“, den er sich als Junge doch wohl nur eingebildet hat. Sind alle Figuren Facetten von Ricks Ich?
In den Romanen von Andreas Gößling kann man Geschichten auf mehreren Ebenen lesen. Ricks Untergang in Idleton ist eine unglaublich spannende Story, aber ebenso lässt sich diese Geschichte als ein übler Traum lesen oder als dramatischer Zusammenbruch einer Psyche. „Dea Mortis“ ist beides: atemberaubende Spannung und zugleich intelligenter Lesegenuss, umso mehr, wenn man den Roman aufmerksam liest. Sehr zu empfehlen.
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am 4. November 2007
Über den Inhalt braucht man wirklich nicht mehr zu sagen,als in den negativen Kritiken der anderen Rezensoren.Jeder John Sinclair Roman bietet mehr als dieser Schrott.-1 Stern dafür.Drei Sterne wären für die Giger Bilder eigentlich drin gewesen,aber leider ist das Buch nicht in DIN A4 und man muß diese überflüssigen Textseiten überblättern.Macht also nur einen Stern.
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am 14. Juli 2006
Das war es also. Dea Mortis. ein recht kleiner Roman, nichtmal 300 Seiten, gestreckt mit sehr schönen, passenden Bildern.

Der Titel, die Aufmachung, die Erwähnten Referenzen auf Giger, Lovecraft und Barker liessen mich zu diesem Buch greifen, aber, ach, wie heisst es so schön? Don't judge a book by its cover.

Wenn die Geschichte des Buches auch nur einen Bruchteil der Aufmachung gleichkommen würde, wäre es zumindest ein durchschnittliches Buch. Leider ist dem nicht so.

In einer Geschichte, wo dem Protagonisten die Freundin abhanden kommt, folgen wir diesem auf einer Irrfahrt in einer Verfluchte Stadt und durch diese.

Ausserdem folgen wir ihm durch seine ebenso verwirrenden Erinnerungen.

Leider bleibt die ganze Geschichte die ganze Zeit über eine Irrfahrt. Zwar sind die Schauplätze schön beschrieben, aber das ist auch alles, was ich dem Buch zugute halten kann. Alles, was unser PRotagonist erlebt wirkt irgendwie Sinnbefreit und Ziellos. Es werden zu viele Fragen aufgeworfen und zu wenige Antworten geboten. Spannung kommt auch nur selten auf.

Wenn er sich schon Lovecraft orientiert, hätte er besser die Geschichten als Vorbild nehmen sollen, die mit subtilem Horror und Schrecken arbeiten, dann funktioniert es am besten. Wenn er schon Barker als Vorbild nimmt, dann hätte es phantastischer und sinnvoller zusammengesetzt sein sollen.

Dann gibt es noch eine Sache, die mich an dem Buch stört. Sinnloserweise ist unser Held "Kleidungsbenachteiligt". Ab der hälfte läuft er eigentlich nur noch in Boxershorts herum, wenn er überhaupt etwas anhat, ohne dass diese Tatsache für die Handlung besonders wichtig wäre. Die hübschen, aber seltsamen Mädchen, denen er überall in der seltsamen Stadt begegnet helfen hier auch nicht weiter. Sie geben dem Buch zwar eine weitere seltsame und pseudoerotische Note, aber auch in dieser Hinsicht baut sich keine Spannung auf, da die entsprechenden Sequenzen plump eingeführt werden und spätestens nach den ersten zwei Malen austauschbar wirken - und wieder keinen nachhaltigen Sinn für die Geschichte selber bilden.

Alles in allem würde ich das Buch als einen wirren Fiebertraum klassifizieren. Vieles erscheint Sinnlos, beliebig und austauschbar und wer auf einen Interessanten Abschluss hofft, wird ebenfalls enttäuscht. Positiv bleiben nur die Aufmachung, die Bilder und die Ortbeschreibungen zurück, aber das reicht für ein Buch einfach nicht aus.
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am 9. Dezember 2005
Ein Buch von beeindruckender düsterer Schönheit, prachtvoll aufgemacht, ohne Versprechen zu geben, die es nicht übererfüllt. Erzählton und Bilder wirken so perfekt zusammen, dass die Stimmen lange nachklingen, die Visionen sich nicht wegblinzeln lassen und der Leser einer höchst ungemütlichen Nacht entgegen sieht.
Dies ist kein aus Gruselversatzstücken zusammengeklebter Horrorroman nach gewohntem Schema. Hier besticht eine frappierende Glaubwürdigkeit, ein beklemmendes Erkennen. Wer Rick auf seiner Reise (wohin ist die Frage?) zu folgen wagt, sollte gewappnet sein, dem Grauen, das in ihm selbst lauert, zu begegnen: Unerwartet, ungekannt, unausweichlich. Ein Buch, das „Thanatophobiker“ meiden sollten – und vermutlich deshalb nicht mehr aus der Hand legen können.
Andreas Gößling trifft man hier auf ungewohntem Terrain – in dem er sich mit sprachlicher Brillanz, Kenntnis des literarischen Feldes und sprühendem Einfallsreichtum sofort einen ganz eigenen Platz erobert. Auf das weitere Spektrum dieses Autors lohnt es, gespannt zu sein.
Zwei Künstler, die sich offenbar gesucht und gefunden haben – das Buch ist mit seinen 22 Euro ausgesprochen günstig, weshalb ich empfehle, gleich zwei zu kaufen und eines jemandem zu schenken, dem man eine schlaflose Nacht von Herzen gönnt.
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am 3. April 2006
Nach 34 Jahren des Lesens ist das so ziemlich das schlechteste Buch, das ich je gelesen habe. Ich mag Lovecraft, Giger und Barker, und dieses Machwerk sollte sich nicht mit deren Namen zieren dürfen. Nicht für eine Sekunde erreicht irgendein Charakter darin irgendeine Tiefe. Der Hauptcharakter ist ein verwirrter Schwachkopf, dem lauter schreckliche Dinge passieren, auf die er kaum reagiert; ebensowenig wie irgendwer auf die Tatsache reagiert, dass er zwei Drittel des Buches nur mit einer Unterhose bekleidet herumrennt. Sämtliche Nebencharaktere sind ausschließlich Stichwortgeber, wobei sich diese Stichworte in der Regel auf kryptisches Gefasel beschränken, nirgendwo ist eine Spur von Logik oder Glaubwürdigkeit zu entdecken. Alles ist schlangenfarben, echsenfarben, aus Schlangenleder, aus Echsenleder, irgendwas mit 'schlangen-' oder 'echsen-' steht buchstäblich auf jeder Seite. Von Lovecraftschem Einfluss ist wenig zu spüren (dessen Charaktere wissen wenigstens, in welche Bredouille sie sich geritten haben), von Barker höchstens leichte Splatter-Anklänge, die Giger-Bilder wurden wirklich mit Gewalt in die Story reingehämmert...
Ja, wie in einer anderen Rezension erwähnt, das Buch liest sich in seiner Unlogik wie ein Traum. Leider gibt es aber keinen Hinweis darauf, dass alles nur ein Traum ist. Und deshalb versagt das Buch auf ganzer Linie.
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