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Kundenrezensionen

4,1 von 5 Sternen
18
4,1 von 5 Sternen
Blackout: Thriller
Format: Taschenbuch|Ändern
Preis:8,95 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime


am 22. Dezember 2008
Für jemanden dem es noch nicht passiert ist, ist eine Amnesie (Gedächtnisstörung) etwas skurriles, nicht Vorstellbares. Ein Schrecken ohne Ende und leider auch ohne wirklichen Anfang. Amnesie kann mehrere Ursachen haben, eine Erkrankung des Gehirns oder eine Verletzung des Kopfes, also Schädelhirn-Trauma oder gar ein Tumor der sich im oder am Gehirn ausbreitet. Es gibt verschiedene Arten der Amnesie, durch Schock ausgelöste Traumata werden aller Wahrscheinlichkeit im Laufe der Zeit durch Übungen und verschiedene Erinnerungen wie Fotos, Tagebücher usw. mehr oder minder erfolgreich behandelt.

Für die Erkrankten ist die Amnesie zumeist psychologisch belastend. Wenn z.B. man charakterlich völlig verändert ist, oder man zwar gewisse Eigenschaften zwar nicht verlernt hat, aber man nichts von seiner Vergangenheit weiß, so als hatte es ein "vorher" niemals gegeben. Wenn sich die Frage stellt, wer man war, was einen persönlich ausgemacht hat, wen man geliebt hat oder sogar was ich anderen angetan, so fühlt man sich in diesem Meer voller Vermutungen und Fragen wie in einem Rettungsboot auf unruhiger See. Viele einzelne Momente, Bilder, Gerüche, Töne sind jeder für ein kleines de`ja vu. Man mag zwar körperlich genesen sein, aber seelisch ist man auf die Hilfe anderer angewiesen und die Lücken die es zu schließen gelten, sind schier unerschöpflich.
Doch was passiert wenn man scheinbar einen Mord begeht und sich dann später an nichts mehr erinnern kann?! Hat man die Tat dann vorsätzlich durchgeführt, in Affekt oder war die Amnesie schuld daran, ein Kurzschluss und deswegen Unzurechnungsfähig?!

Gregg Hurwitz, amerikanischer Autor mit seinem neuesten Roman "Blackout" wieder einen spannenden und abwechslungsreichen Roman verfasst.
Inhalt

Drew Danner ist ein Thriller und Krimiautor der schon viele höhen und tiefen in seinem bisher 38 jährigen Leben durchmachen musste. Er ist als Schriftsteller recht erfolgreich und kann gut davon leben, Film- und Buchrechte erlauben es ihm recht angenehm zu leben. Doch eines Tages erleidet Drew aufgrund eines recht großen Tumors in seinem Gehirn einen epileptischen Anfall und wacht nach einer komplizierten Notoperation im städtischen Krankenhaus.
Doch hier erwartet Drew gleich der nächste Schicksalsschlag: Er wird von der Polizei verhaftet da er seine Ex-Freundin Genevieve mit einem Tranchiermesse getötet haben soll. Die Beweise sind erdrückend, denn es waren die Polizeibeamten die ihn ohnmächtig und blutverschmiert, noch mit dem Messer in der Hand neben ihrer Leiche gefunden haben.

Drew kann es nicht glauben: Er ein Mörder?! Hat er wirklich seine Ex-Freundin brutal niedergemetzelt? Alles spricht gegen den ehemaligen Todkranken Schriftsteller, die Indizien sind zu erdrückend und nicht widerlegbar. Ihm wird der Prozess gemacht und aufgrund der Beweise schuldig gesprochen. In der Berufung verfolgen allerdings Drews Anwälte die Strategie der "Unzurechnungsfähigkeit" wegen seines Tumors, und gewinnen. Drew ist frei, aber keineswegs erleichtert, denn noch immer kann er nicht glauben, dass er in einer Kurzschlusshandlung Genevieve ermordet hat, daran kann auch eine "Begnadigung" nichts ändern.
Um nicht den eigenen Glauben an sich selbst zu verlieren, beschließt Drew selbst herauszufinden was in der Nacht passiert ist. Mit Hilfe seiner Kontakte, zur Polizei und anderer Kontakte nutzend die er sich in den Jahren seiner schriftstellerischen Tätigkeit aufgebaut hat, geht er die einzelnen Schritte zurück. In Angst einen nochmaligen "Blackout" zu bekommen und wieder eine brutale Tat zu begehen lastet ein ungeheuerlicher Druck auf ihm.

Doch eines Tages kommen doch die ersten Zweifel an seine eigene Person. In einer unruhigen Nacht in denen er schlecht geträumt hat und er erschöpft aufwacht, findet er seine Terrassentür weit geöffnet vor, und eine Schnittwunde ziert seinen Fuß?! Langsam wird die Situation unheimlicher und als zuletzt ein Filetmesser aus seinem Messerblock verschwindet und bei einem weiteren brutalen Mord bei der grausam verstümmelten Leichen gefunden wird, glaubt er langsam verrückt zu werden und er bekommt Angst vor sich selbst. Wird er bei einem "Blackout" obwohl der Tumor operabel entfernt wurde, zu einem bestialischen, unberechenbaren Mörder?
Wieder gerät Drew verständlicherweise ins Visier der Polizeibeamten und einige Beamte würden ihn gerne festnehmen und wegsperren, doch Drew hat trotz allem noch einige Freunde die zu ihm stehen, an ihn glauben aber nach einem weiteren Mord wird für Drew die Lage immer unausweichlicher……

Kritiker
Gregg Hurwitz versteht es auch in "Blackout" den Spannungsbogen systematisch und abwechslungsreich aufzubauen. Realistisch und nachvollziehbar baut sich die Handlung Stück für Stück auf, immer in der Ich-Perspektive von Dew.
Dadurch verfolgt der Leser die Verzweiflung und seine Suche nach der Wahrheit wie schlimm diese auch sein mag durch die Augen des Hauptprotagonisten.

So wird es dem Leser selbst möglich sein, Schlüsse zu ziehen, kombinieren zu können, aber auch immer wieder durch Indizien und verschiedene Fährten auf dem Holzweg verführt zu werden. Puzzleteil für Puzzleteil wird das Bild ein konkretes, ein Gesamtbild das doch immer wieder aufs Neue erweitert werden kann.
Spannend sind nicht nur die einzelnen Handlungen und Ermittlungen von Drew, auch die Nebenfiguren spielen ihren Part vortrefflich mit einer charakterlichen Tiefe hinter der sie sich nicht zu verstecken brauchen. Drew wird durch diese unterstützt, verraten, geliebt, enttäuscht, alle Facetten des Lebens findet man wieder. Auch die Liebe darf nicht fehlen, doch wie die Story selbst ist diese "offen" . Gleich und Gleich gesellt sich gerne, was auch stimmen mag. Auch Hurwitz bedient sich diesen klassischen Elementen, doch wirft er einen Blick dahinter der tiefer geht. Spiegelt sich die Persönlichkeit körperlich auf den Menschen wieder?

Interessant und inhaltlich überraschend wechselt Drew von Pro ins Kontra, von der Verzweiflung wieder in die Hoffnung katapultiert und wieder zurück. Dabei läuft die Handlung immer streng logisch ab, obwohl man sich manches mal doch fragt, ob Drew gerade in dieser Szene nicht doch ein "Blackout" hat, nicht weil dumm handelt, sondern sich absolut naiv verhält.
Die ganze Handlung ist auch umwebt von dem Sarkasmus und seiner zynischen Art von Humor unserer zweifelhaften Helden. "Sein oder Nichtsein" steht damit immer wieder im Mittelpunkt und das fragt sich nicht nur Drew selbst.

Von Selbstzweifeln geplagt fühlt man mit Drew mit, seine Person ist und bleibt der Dreh- und Angelpunkt in der ganzen Story. Er wächst mit seinen Ermittlungen, an Reife, an Persönlichkeit und stellt schnell fest das die Realität schmerzlicher ist als er es in seinen Romanen je hätte schildern können. So schreibt er ganz nebenbei einen neuen Roman mit sich als Hauptfigur, so richtig aus dem Leben gegriffen.
"Blackout" ist kein spektakulärer, einmaliger Thriller mit neuen Ideen. Dennoch bietet es dem Leser unterhaltsame, spannende Stunden deren es trotz ernster Grundstimmung nicht an tiefe fehlt. Wie würden wir in so einer Situation reagieren? Würden wir innerlich zerbrechen oder würden wir Stärke beweisen, auch wenn uns die "Wahrheit" trotzdem zerstören könnte? Gibt es das "Böse" in uns, dass wir nicht kontrollieren können, weswegen auch immer, z.B. Erkrankungen des Gehirns die unsere Persönlichkeit quasi umkrempeln könnte?!

Fazit
"Blackout" ist in jedem Fall empfehlbar. Gregg Hurwitz hat einen Thriller geschrieben der wahrscheinlich nahe an der Realität geschrieben wurde. Psychologisch geschickt verpackt er eine mörderisch gute Story auf knapp 430 Seiten und schafft es lückenlos spannend zu schreiben.

Manchmal ist der Humor etwas fehl am Platze, und nimmt der Geschichte ein wenig die Ernsthaftigkeit. Drews Selbstironie überstrapaziert den Leser zwar, aber aufgrund der Spannung fällt das kaum ins Gewicht.
Am Ende werden einige Leser sagen; Ich habe es doch gewusst, bzw. vermutet, aber erst gegen Ende, denn die Brotkrumen an Hinweisen sind arg verstreut, aber brillant positioniert. Wer nun am Ende Täter oder Opfer ist, kann dahingestellt werden, jeder ist irgendwo betroffen und wird konsequent mit dem konfrontiert für das er selbst verantwortlich ist.

Autor
Der amerikanische Autor Gregg Hurrwitz wuchs in der Nähe von San Franscisco auf und studierte später Englische Literatur und Psychologie in Harvard und Oxford/England. Das waren ideale Grundlagen für seine spätere Karriere als Thrillerautor, um Motive und Seelenwelt seiner Helden zu gestalten.
"Blackout" ist sein neuster Roman. Vielleicht schwingen sogar autobiographische Züge oder zumindest eigene Erfahrungen mit, da sein Held ebenfalls Krimiautor ist.

Michael Sterzik
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am 20. Mai 2011
Den Thriller "Black out", geschrieben von Gregg Hurwitz, habe ich dreimal begonnen. Zweimal scheiterte ich auf den Seiten 30 und 35 und war in Gefahr, das Buch endgültig mit maximal einem Stern unter den Flops abzulegen.
Beim dritten Leseversuch -so schnell geb ich nicht auf- beschloss ich, die ganzen Ungereimtheiten und für mich völlig unrealistischen Begebenheiten mal beiseite zu lassen und eisern weiterzulesen, irgendwas muss doch an diesem Buch dran sein...
Und jetzt bin ich froh darüber, obwohl ich noch niemals ein ähnliches Buch gelesen habe: Am Anfang ein Flop, steigert sich zu 5 Sternen, um im mittleren Teil rapide auf 3 Stern zu fallen, erholt sich dann langsam wieder auf 4 Sterne, um dann auf dem Zieleinlauf sich selbst zu überholen!!! Also doch 5 Sterne.
Ich musste schon sehr lachen, als ich andere Beurteilungen gesehen habe: Spannbreite wirklich von Null auf Hundert.
Zum Inhalt:
Andrew Danner ist Bestseller-Autor, gefeierter Thrillerautor in Amerika. Das Buch beginnt mit seiner Heimkehr nach Hause nach einem längeren Klinikaufenthalt nach einer Gehirnoperation bei dem man ihm ein Gangliom im Schläfenlappen entfernte. Direkt nach Genesung, bzw. noch in der Rekonvaleszenz wird er vor Gericht gestellt: Er soll seine Ex-Freundin ermordet haben. Es folgen lange und unerfreuliche Gerichtstage, während derer sich Richter, Staatsanwaltschaft und Anwälte eigentlich nicht um die Schuldfrage streiten, sondern lediglich um die Frage: War Danner mit Hirntumor zurechnungsfähig oder nicht!
Hat er die Tat bei vollem Bewusstsein getan oder war er nicht in der Lage, sein Handeln zu kontrollieren?
Er wird frei gesprochen, also im Sinne "schuldig, aber nicht verantwortlich, da nicht zurechnungsfähig".
Mit diesem Freispruch kann Danner sich nicht abfinden. Letzendlich wurde er ja damit als Mörder abgestempelt, seine noch frische neue Liason zerbricht, er ist einsam, seine Verleger nehmen Abstand, er ist hoch verschuldet.
Was ihn am meisten bedrückt: Er kann sich nicht erinnern. Und nicht nur das: Die nächsten Tage geschehen seltsame Dinge: Hat er die Balkontür aufgelassen? Wo ist sein Küchenmesser? Warum sind im Haus blutige Fußspuren?
Wird er verrückt? Ist er tatsächlich ein Mörder? Hat er Aussetzer? Black outs? Kann er sich noch selbst trauen oder ist er eine Gefahr für alle anderen Menschen?
Auch geplagt von schweren Gewissensbissen beginnt er selbst zu ermitteln.
Wenige Tage später geschieht ein zweiter Mord, der dem Mord an seiner Ex-Freundin verblüffend ähnelt, natürlich gilt er wieder als Hauptverdächtiger und wird wieder festgenommen.
Mehr möchte ich nicht verraten.
Meine Meinung: Ich habe wieder einmal viel gegoogelt: Mir war absolut unklar und unvorstellbar, dass ein Mensch nach Gehirmtumor und Op wenige Tage danach voll leistungsfähig, denkfähig und gesund erscheint. Das nächste, was mich störte: Wie kann es sein, dass Danner bis kurz vor der Tat mit Tumor "kerngesund" war, sich nur genau an die wenigen Stunden nicht erinnern kann, die er zu seiner Ex Freundin gefahren ist und was sich da alles ereignete, um direkt nach der Not-Op wieder vollständiges Gedächtnis zu haben, zumindest lassen die Ermittlungen, die er unternimmt nichts ahnen von irgendwelchen Störungen und Black outs mit Ausnahme der nächtlichen Vorkommnisse.
Für mich alles nicht schlüssig und an den Haaren heibeigezogen.
Mein Googeln ergab aber, dass es durchaus Gangliome im Schläfenlappen gibt, die Kopfschmerzen, aber ansonsten kaum Beieinträchtigung des "normalen" Lebens verursachen. Viele operierte Patienten haben Tage oder Wochen nach der Operation Sehstörungen, das muss aber nicht sein.
Nun gut, hier entscheidet sich, kauft man dem Autor die Geschichte ab, oder legt man es als "völligen Blödsinn" weg.
Wenn man es nicht weglegt, wird man mit einer unglaublich spannenden, humorvollen und teils auch literarisch wertvollen Geschichte wirklich "ausser Atem" gehalten.
Ein bischen störte mich noch dieses typische amerikanische Strickmuster: Armer, verkannter Held, lernt im gröbsten Unglück Liebe des Lebens kennen, kommt auf den richtigen Täter, entpuppt sich als Superman und Happy End.
Wer sich hiervon nicht abschrecken lässt, der ist sicher sehr gut unterhalten.
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am 2. Januar 2009
Wo versteckt man sich, wenn man vor sich selbst Angst bekommt? Wie kann man sich eines Verbrechens schuldig fühlen, wenn man sich nicht erinnern kann, es begangen zu haben, obwohl die Beweislast erdrückend ist? Der mittelmäßig erfolgreiche Schriftsteller Andrew Danner hat einen Gehirntumor. Eines Morgens erwacht er nach einem epileptischen Anfall und einer Notoperation auf der Intensivstation. Die Polizei bewacht sein Bett und teilt ihm mit, dass er seine Ex-Freundin ermordet haben soll. Aber Drew Danner kann sich an nichts erinnern. Mit der dritten Hypothek bezahlt er seine Anwälte, die ihm einen Freispruch verschaffen, obwohl sich die Jury darüber einig ist, dass er den Mord begangen hat.

In Freiheit hat Drew nur noch einen Gedanken: Er möchte wissen, ob er den Mord tatsächlich begangen hat. Aber weitere rätselhafte Dinge geschehen, die ihn zweifeln lassen: So wacht er eines Nachts mit einer blutenden Schnittwunde am Fuß auf, die Terrassentür steht sperrangelweit offen. Ein andermal verschwindet das Filetiermesser spurlos aus der Küche. Drew wird sich selbst immer unheimlicher Verwandelt er sich tatsächlich im Schlaf zu einem unberechenbaren Killer? Aus Angst überwacht er sich selbst mit einer Digitalkamera. Dieser Umstand hilft ihm, als er am nächsten Morgen von den beiden übereifrigen Detectives des LAPD festgenommen wird. Eine neue Leiche wurde entdeckt, die nach gleichem Muster getötet wurde - und wieder wurden DNA-Spuren des Schriftstellers entdeckt. Seine Freunde, eine skurrile Mischung aller Klassen, vom gehassten Ex-Baseballstar über den schwulen Verleger bis hin zum obercoolen Cop, unterstützen ihn tatkräftig bei der Suche nach der Wahrheit.

Gregg Hurwitz, Autor der Erfolgsthriller Die Scharfrichter und Die Sekte, wuchs in der Nähe von San Francisco auf und studierte Englische Literatur und Psychologie an den renommierten Universitäten Harvard und Oxford/Großbritannien. Der Autor lebt in Los Angeles und seine Thriller erscheinen weltweit in vierzehn Sprachen. In Blackout beschreibt Hurwitz den Horror einer Amnesie lückenlos spannend und mit faszinierenden Wendungen. Zwar sind vereinzelt Brotkrumen gestreut, die Verdachtsmomente auf die unterschiedlichen Personen lenken, aber viele Leser werden bis zuletzt grübeln und von Täter und Motiv überrascht sein.

Fazit: Blackout ist ein Thriller mit viel Ironie im klassischen Stil der Noir-Kriminalromane. Das Horrorszenario, selbst nicht zu wissen, was man tat, wird beklemmend dargestellt. Dieses Buch ist spannend bis zum Schluss, fesselt und lässt nicht wieder los.
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am 3. Februar 2010
Der Gedanke, als Mörder zu leben, ohne zu wissen, ob man einer ist ... die Grundidee finde ich klasse, und ich bin der Geschichte mit Spannung gefolgt. Zwar fand ich die Handlung an manchen Stellen etwas einfach, vor allem die private Geschichte um die Freunde der Hauptfigur, aber insgesamt habe ich mich sehr gut unterhalten. Ich kann das Buch empfehlen.
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am 14. August 2012
Dieses war mein 1. Buch von Gregg Hurwitz, aber bestimmt nicht mein letztes.
Ein sehr ungewöhnlicher Thriller, erzählt in einem herrlich sarkastischen Ton, der mir gut gefallen hat. Aber ich musste mich fast 100 Seiten dran gewöhnen. Auch war der Anfang etwas verwirrend, da ja auch der Ich-Erzähler sein Leben erstmal wieder sortieren musste.Nach einem Gehirntumor und einem 4-monatigem Gefängnisaufenthalt.

Ich wurde aber für meine Hartnäckigkeit mit einer sehr ungewöhnlichen Geschichte und einem nicht vorhersehbaren Ende belohnt.
Wirklich schade, daß das Buch ein paar Längen zuviel hat, in denen der Spannungsfaden dann komplett durchgerissen ist.
Wenn ich das nächste Mal was von diesem Autoren lese dann ist das hoffentlich nicht o.
Aber alleine für diese ironische Erzählweise ist es mir noch einen Versuch wert.
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am 12. Juni 2011
Die Idee der Geschichte fand ich nicht schlecht: Schriftsteller wacht nach einem Black out im Krankenhaus auf und wird angeklagt seine Freundin umgebracht zu haben, leider kann er sich an nichts erinnern. Nach seinem Freispruch versucht er diese Nacht zu rekonstruieren.
Ab hier wurde es dann ziemlich wirr, seine Mitstreiter wirken weder sympathisch noch sind sie charakterlich gut gezeichnet. Für mich hat der Autor viel zu wenig aus der Geschichte gemacht, es war weder spannend noch mitreißend. Ich war später nur noch an der Auflösung interessiert und diese war noch weniger gelungen als der Rest des Buches. Ich hatte mir, vor allem nach den positigen Kritiken, mehr versprochen. Für die Idee gibt es zwei Stern, aber mehr ist nicht drin.
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am 16. Dezember 2008
Das Buch hat mich total gefesselt ich habe es in jeder freien Minute gelesen.
Am meisten mochte ich daran, dass man nie so ganz weiß wer in der Sache verwickelt ist. Denn jeder Verdacht wird immer wieder vom Autor geschickt verworfen. Sei es durch plötzliche Wendungen, neue Charaktere oder sonstigen Strukturänderungen. Bis zuletzt ist nicht klar wer welche Rolle spielt. Einfach super geschrieben aus der Ich-Sicht wird das ganze noch realer, ich konnte mir gut vorstellen in dieser Situation zu sein und konnte teilweise den Atem der Verfolger regelrecht im Nacken spüren.
Ein packender Thriller mit allem was dazu gehört.
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am 13. September 2010
Andrew Danner, ein erfolgreicher Schriftsteller aus L.A., erwacht in einem Krankenhausbett. Schläuche sind an ihm befestigt und ein komischer Geschmack im Mund geben ihm nicht gerade ein gutes Gefühl. Das wird durch die Detectives der LAPD bestätigt, die ihn neben seiner toten Exfreundin mit dem Messer in der Hand gefunden haben. Da fällt es doch schwer, an seine Unschuld zu glauben. Ihm selbst übrigens auch. Aber aber ein Gehirntumor ist ganz hilfreich, der seinen Kopf rettet, da diesem Tumor die ganze Verantwortung über sein Handeln zugeschrieben wird und er die folgende Gerichtverhandlung als freier Mann verläßt.So mit O.J. Simpson in einer Reihe zu stehen, will er aber gerade auch nicht. Also mobilisiert er seine Freunde und Berater zu seinen Büchern. Das er Krimiautor ist und so über ein reiches Repartoire aus Kriminologen, Laborangestellten usw. verfügt, kommt ihm ganz gelegen. Auf dem Weg zum wahren Täter muss er erstmal seine Selbstzweifel beseitigen und stellt dann einige Untersuchungen an, die auch unvorhergesehene Wendungen nehmen. Letztlich stellt er natürlich den wahren Mörder. Dessen Identität und Beweggründe sind überraschend und gut herausgearbeitet.

Ich will nicht zu viel preisgeben. Nach einem etwas gewöhnlichen Anfang und dem nicht so neuen Gedächtnisschwund nimmt der Thriller Fahrt auf, die den Leser dann auch fesselt.
Das Buch ist unterhaltsam, versteht es auch das Publikum zu fesseln. Aber nicht durchgängig und einige alte Stilmittel mindern den Genuss. Insgesamt noch drei Sterne.
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am 12. August 2012
Inhalt:
Andrew Danner genannt Drew, ein Krimi-Autor wacht nach einer Not-OP im Krankenhaus auf und wird von der Polizei des Mordes an seiner Ex-Freundin Geneviève verdächtigt. Nach vier Monaten kommt Drew nach hause, er ist von der Jury für "schuldig" befunden worden, aber aufgrund seines Tumor zum Zeitpunkt der Tat als unzurechnungsfähig.
Was Drew am meisten verunsichert, er kann sich nicht erinnern, was in dieser Nacht geschah.
Und nicht nur das, es geschehen auch seltsame Dinge:
Wer die Balkontür aufgelassen? Wo ist sein Küchenmesser? Warum sind im Haus blutige Fußspuren? Woher hat er den Schnitt am Fuß?
Wird er verrückt? Ist er tatsächlich ein Mörder? Hat er Aussetzer? Black outs? Kann er sich noch selbst trauen oder ist er eine Gefahr für alle anderen Menschen?

Es wird eine zweite Leiche gefunden, die gewisse Ähnlichkeit mit dem Mord an Geneviève aufweist. Drew wird ein zweites Mal verhaftet, kann aber ein Alibi zur Tatzeit aufbringen.
Nun begibt sich Drew auf Tätersuche und er will Antwort auf die Frage: Was passierte in der fraglichen Nacht?

Fazit:
Das Buch hat mich von der ersten Seite bis zur letzten unglaublich gefesselt. Gregg Hurwitz hat durch seinen brillanten Schreibstil am Anfang eine gute Spannung aufgebaut, sie stetig gehalten und zum Schluss sogar nochmal gesteigert.
Er beschreibt sowohl seinen Protagonisten wie auch alle Nebendarsteller bis ins kleinste Detail. Er haucht jedem einzelnen eine Seele ein. Dies wird nicht mein letzten Buch von ihm sein.
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am 12. November 2015
Das Cover:
Über den gelben Lettern "Blackout" sieht der Betrachter blutige Fußspuren und einen zur Hälfte erkennbaren Blutfleck. Im Buch gibt es eine ähnliche Szene, die meines Erachtens hier auf dem Cover etwas überspitzt dargestellt ist. Des Weiteren erschließt sich mir der Grund der Darstellung von fünfeckigen Pflastersteinen, die man im Hintergrund angedeutet sieht, nicht ganz.

Die Story:
Niemand möchte in einem Krankenhaus aufwachen und damit konfrontiert werden, das Leben seines Expartners auf dem Gewissen zu haben. Schon gar nicht, wenn man sich partout nicht daran erinnern kann, diesen umgebracht zu haben. Aber wieso hat man dann das Blut des Opfers unter den Fingernägeln und alle Beweise deuten auf die eigene Schuld hin?
Dennoch wird Andrew Danner freigesprochen, weil seine 100%ige Zurechnungsfähigkeit durch einen Tumor in seinem Gehirn nicht nachgewiesen werden kann. Bald darauf gibt es die nächste Leiche und Drew ist Verdächtiger Nummer 1.
Zusammen mit Andrew begibt man sich auf die Reise, um Beweise für die Unschuld zu finden. Man geht mit ihm auf Ermittlungstour und sammelt Stück für Stück die Puzzleteile zusammen.

Die Charaktere:
Andrew Danner ist Krimiautor und durchlebt quasi einen eigenen Kriminalroman, mit ihm in der Hauptrolle.
Der Leser begleitet Drew auf Schritt und Tritt. Er wacht mit ihm im Krankenhaus auf, muss sich der schrecklichen Nachricht bewusst werden, die der Polizist an seinem Bett für ihn hat, sich dem Gericht stellen und dann auf eigene Faust gegen den Täter ermitteln, der offenbar noch auf freiem Fuß ist und alles so aussehen lässt, als wäre Andrew der Täter. Drews Connections als Schriftsteller helfen ihm bei seinen privaten Ermittlungen und er wird zum Ärgernis der beiden ermittelnden Polizisten, denen er immerzu in die Quere kommt.
Gregg Hurwitz stellt Andrew Danner als selbstironischen Menschen dar. Ich persönlich mag diesen Wesenszug und konnte mich daher schnell mit Danner anfreunden. Er ist zwar etwas exzentrisch und damit für manchen Protagonisten nervtötend, aber trotzdem hat er eine natürliche und authentische Art.

Der Schreibstil:
Herr Hurwitz hat einen flüssigen und mitreißenden Schreibstil, der eine Art Sogwirkung entwickelt. Genauso wie der Hauptprotagonist fühlt man sich hilflos und gefangen in der Ungewissheit. Man rudert gegen den Strom und hangelt sich von Hinweis zu Hinweis wie ein Verdurstender, der in der Wüste die nächste Wasserquelle sucht.
Um seine Erlebnisse zu verarbeiten, schreibt Andrew alles auf, was ihm widerfährt und was er im Rahmen seiner Ermittlungen entdeckt - ganz in seiner Schriftsteller-Manier. Der Autor Hurwitz baut hier ein interessantes Element ein, denn er lässt uns an den Niederschriften von Danner teilhaben, die in Schreibmaschinenschrift vom restlichen Inhalt abgegrenzt sind. Andrews Texte fassen noch einmal alles zusammen und der Leser kann Revue passieren lassen. Zudem sind an Drews Texten stellenweise handschriftliche Notizen seines Lektors und Freundes angebracht, die das Ganze auflockern. Eine witzige Idee, wie ich finde.

Das Ende:
Dem Leser ist bewusst, dass der Name des Täters am Ende schwarz auf weiß stehen wird. Dass Drew für den 2. Mord nicht verantwortlich ist, erfährt man sehr schnell, denn er hat ein wasserdichtes Alibi. Dennoch ist sich der Leser, und auch Drew selbst, nicht sicher, wer den Mord an seiner Exfreundin begangen hat. Vielleicht ist doch er der Täter? Bis zum Schluss wird man nicht in Sicherheit gewogen, sondern muss mit dem Protagonisten bangen.
Doch plötzlich wendet sich das Blatt und Danner hat einen Verdacht. Er überholt den Leser und weiß mit einem Mal mehr als dieser. Bis hierhin hat man immer genauso viel Kenntnis gehabt wie Andrew - doch den Gefallen tut einem der Autor dieses Mal nicht. Drews Gedankengänge liefern Stück für Stück die Zusammenhänge, sodass man als Leser "aufrücken" kann, bis man den alles entscheidenden und überraschenden Aha-Effekt hat.
Der Leser tappt bis zum Schluss im Dunkeln und wird mit einer nicht erwarteten Wendung konfrontiert, die zwar nicht ganz nach meinem Geschmack, aber trotzdem logisch und schlüssig ist.

Fazit:
Herr Hurwitz produziert mit den Geschehnissen um Andrew Danner eine Sogwirkung, die es dem Leser nicht leicht macht als außenstehender Betrachter zu agieren. Er wird hinein katapultiert und setzt die Puzzleteile zusammen, die dann schlussendlich zu einem logischen Ende führen.
4 1/2 von 5 Isis

litis-fabelhafte-welt-der-buecher.blogspot.de
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