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  • Magma
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Kundenrezensionen

3,8 von 5 Sternen
76
3,8 von 5 Sternen
Format: Taschenbuch|Ändern
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am 30. Januar 2008
Ich habe mich extrem auf Magma gefreut, muss aber sagen, dass meine hohen Erwartungen nur teilweise erfüllt wurden.
Bei Magma traut sich der Autor storytechnisch an neues unverbrauchtes Material. Steine sind die Gefahr für die Menschheit die unter der Erde wie Bomben ticken.
Das alleine macht beim lesen einfach Lust auf mehr, weil sich wegen der Steine viele neue Fragen auftun.
Man möchte unbedingt wissen, was es mit diesen Steinen auf sich hat und wer oder was sie aus welchem Grund auf die Erde gebracht hat.
Was Anfangs wie eine stinknormale Naturkatastrophe aussieht entwickelt sich im Laufe der Geschichte immer mehr zum globalen Albtraum.

Besonders gut haben mir die verschiedenen Schauplätze gefallen. Thomas Thiemeyer schafft es vorbildlich die vielen Szenarien realitätsnah und plastisch zu beschreiben ohne mit übertriebenen Landschafts- oder Umgebungsbeschreibungen zu langweilen. Dies sorgt für eine mitreißende und fesselnde Atmosphäre.
Der Tauchgang mit dem Uboot wird so spannend und drückend beschrieben, dass man beim lesen geradezu auf den Balkon laufen möchte um nach Luft zu schnappen.

Durch den anfänglich räumlich geteilten Handlungsstrang schafft er einen schnellen Einstieg und verhindert das typische 'durchbeißen' durch die oft langweilige Anfangsphase eines Buches.
Alle relevanten Protagonisten werden zügig und ausreichend tief dargestellt und reagieren stets (bis auf einige Ausnahmen der Hauptperson) nachvollziehbar und menschlich auf die Geschehnisse.
Die Geschichte bleibt durch die schnelle Entwicklung interessant und dank der immer neuen Erkenntnisse und Ereignisse die von den Kugeln ausgehen auch recht spannend.
Einige male ist mir beim lesen die Kinnlade runter geklappt und ich habe mich gefragt, warum man so eine tolle Story nicht mal verfilmen kann.

Leider kann Thiemeyer dieses Niveau nicht bis zum Schluß durchhalten. Ich hatte am Ende das Gefühl, dass ihm die Seiten ausgegangen sind.
So musste noch schnell jemand zum Bösewicht gemacht werden, der eigentlich gar keiner hätte sein brauchen, damit er noch schnell sein grosses Finale abfackeln kann, dass ein bisschen aus dem Hut gezogen wirkt.

Die persönliche Entwicklung der Hauptfigur, die typischerweise am Rande des Handlungsstranges erzählt wird, grast Thiemeyer am Ende des Buches innerhalb einer Zeile ab. In diesem Fall ist es die Einsamkeit als persönliches Leid der Geologin Ella Jordan, das sie durch die Geschichte begleitet und von dem sie am Ende, noch schnell zur vollständigen Befriedigung des Happy End verwöhnten Lesers, endlich befreit wird.

Ich kann dieses Buch nicht nur Genrefans empfehlen, da es abgesehen von ein paar Wehmutstropfen dem Leser eine neue interessante und gut recherchierte Story bietet, die mit vielen plastischen Charakteren, toll beschriebenen Schauplätzen und einem angemessenen Spannungsbogen aufwartet.

Jeder der schon ein Problem mit dem Realismus von Reptilia hatte, sollte aber lieber die Finger von Magma lassen.
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am 16. Mai 2007
Kritik:

Wissenschaftsthriller mit Weltuntergangsszenario haben Konjunktur. In diesem Sinne passt der Roman von Thomas Thiemeyer klar und eindeutig in das Schema der sich gerade en vogue präsentierenden Thematik. Wunderbar trägt er damit dem Bestsellerkalkül Rechnung.

Sicher, die Geschichte weiß zu faszinieren und bietet dem Fan entsprechender Stories mehr als nur passable Unterhaltung. Es gibt eine weltvernichtende Bedrohung, es gibt die gestrauchelte Wissenschaftlerin, die ganz entgegen ihrer bisherigen Vita nun vehement Einsatzbereitschaft zeigt, um die Welt zu retten, es gibt den fiesen Bösewicht, der die Ausführung des diabolischen Plans der Weltvernichtung um jeden Preis sicherstellen will und dabei bereit ist, dafür im wahrsten Sinne des Wortes über Leichen zu gehen.

Merkwürdige Phänomene, spannende Verfolgungsjagden, eine latente Portion Sci Fi, typische Heroen, eine spannende, abwechslungsreiche Handlungsführung mit wechselnden Schauplätzen. Das passt und ist -da eine plausible Hintergrundgeschichte transportiert wird - Garant für die Bedienung einer massenkompatiblen Erwartungshaltung in Punkto Unterhaltungswert.

Gänzlich überzeugen kann der Inhalt indes nicht. Zu platt sind die verwendeten Klischees, zu vorhersehbar ist die Story, zu eindimensional sind die in der Geschichte wiederzufindenden Charaktere. Egal ob die privat gestrauchelte Überwissenschaftlerin die natürlich mit dem smart aussehenden wohlproportionierten Agenten eine heisse Liebesaffäre eingeht, oder der heroinsüchtige böse Wissenschaftler, der einen perfiden Plan zur Vernichtung der Welt ersinnt: Prota- und Antagonisten wirken in Summe wie aus einem Pool vorgegebener Verhaltensmuster stereotyp zusammengesetzt. Die Charaktere wirken damit unecht, wenig lebendig und nicht wirklich interessant. Das schmälert das Hörerlebnis genauso, wie zum Teil hölzerne Dialoge.

Fazit:

Der Roman bedient typische Erwartungen an brauchbare Unterhaltung. Er liefert eine Story, die schnell verdaulich, oberflächlich spannendend und mit Action garniert ist. Was fehlt ist ein nachhaltiger Eindruck, der auch nach Ende der Story noch nachwirkt und damit das Besondere, das Fazinosum einer wirklich hervorragenden Geschichte ausmacht. Gut!

(c) Oliver Schulte
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am 14. Mai 2008
Mittlerweile sind wir es ja fast schon gewohnt, regelmäßig vor der Klimaerwärmung gewarnt zu werden, doch als wirkliche Gefahr wird das im Allgemeinen noch nicht betrachtet. Dieses Buch könnte daran etwas ändern...

Thomas Thiemeyer behandelt in seinem neusten Thriller "Magma" genau dieses Thema. Allerdings hat die Menschheit hier nur noch wenige Wochen Zeit, um eine komplette Klima-Umformung der Erde und somit ihren eigenen Untergang zu verhindern.

Während in der Eiffel mit einem der größten Radioteleskope der Welt eine Supernova entdeckt wird, bekommt die amerikanische Geophysikerin Ella Jordan von der US-Regierung den Auftrag seltsam regelmäßige Signale im Marianengraben zu untersuchen.
Während sie sich auf eine spannende und faszinierende Tauchfahrt in die Tiefsee macht, wird in einem Schweizer Geheimlabor eine geheimnisvolle steinerne Kugel untersucht, die nicht von unserer Welt zu stammen scheint. Zeitgleich tauchen überall auf der Erde ebensolche Kugeln auf. Niemand weiß, womit man es zu tun hat, doch alles scheint irgendwie zusammen zu hängen...

Ein sehr guter Einstieg, man ist sofort drin im Buch, über 500 spannende Seiten, tolle Protagonisten, unerwartete Wendungen und leicht verständliche Wissenschaftsinfos machen diese Lektüre zu einem unterhaltsamen und fesselnden Werk, das sich zügig und angenehm lesen lässt.
Das Ende hat mich nicht ganz überzeugt, das war doppelt gemoppelt. Einer der Handlungsstränge hätte ausgereicht, um die Geschichte zu einem guten Abschluss zu bringen.

Trotzdem bin ich ziemlich angetan. Die beteiligten Hauptfiguren kommen abwechselnd je Kapitel zu Wort und sind allesamt sehr wirklichkeitsnah dargestellt, auch wenn zum Beispiel bei den Wissenschaftlern gewisse Klischees bedient werden. Die eigentliche Hauptfigur Ella ist ein rastloser Mensch, getrieben von Neugier und der Angst vor einem klaren Blick auf sich selbst. Ein Charakter voller kleiner Details und sehr glaubhaft.

Ein klasse Erzählstil rundet das Ganze ab und macht "Magma" zu einem lesenswerten Thriller, genau passend in die heutige Zeit.
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am 12. Mai 2015
Wie die anderen Werke von Thoma Thiemeyer handelt es sich hier auch um einen SF-Roman, der allerdings nicht zu "abgedreht" ist.
Vor allen Dingen ist es wieder sehr gute Unterhaltung. Die Spannung wird fast durchgehend aufrecht erhalten, so dass ich das Buch kaum zur Seite legen wollte. Allein die Beschreibung des Notaufstiegs des U-Bootes lässt Szenen im Kopfkino entstehen.
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am 17. August 2013
Irgendwo in der Tiefe des Pazifik beginnt ein merkwürdiges Ticken, Wellen, die sich auf der gesamten Erdkugel verbreiten. Wissenschaftler aus den USA und Japan machen sich in einem U-Boot auf die Reise in den Mariannengraben, um zu klären, was diese Wellen ausgelöst haben könnte. Die Wissenschaftler sind sich einig: es steht die Vernichtung der Erde bevor.....
Dieser Roman soll wohl ein Abenteuerroman sein mit Endzeitstimmung. Zu Beginn war ich neugierig. Ich hatte auf einen wissenschaftlichen Roman gehofft, der das Wissen der Leser bereichert.
Leider wurde ich enttäuscht. Die Handlung ist seltsam oberflächlich. Nirgends geht der Autor in die Tiefe, sowohl bei den zwischenmenschlichen Beziehungen, als auch bei den wissenschaftlichen Beschreibungen. Die Dialoge sind flach und manche Stränge der Handlung ebenfalls.
Die Hauptfigur in diesem Roman ist die Professorin Dr. Ella Jordan, zu der ich leider keine Beziehung aufbauen konnte. Auch die anderen Figuren sind entweder gut oder schlecht, ein Dazwischen gibt es nicht.
Gefallen hat mir, dass die Handlung uns auf eine interessante Reise rund um unseren Globus mit nimmt.
Insgesamt wirkt die Story zu konstruiert und unglaubwürdig.
Fazit: man kann, muss das Buch aber nicht lesen.
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am 10. Mai 2007
Zum dritten Mal hat sich der Stuttgarter Autor ins Genre des klassischen Abenteuerromans begeben, und fesselt erneut mit jeder Menge Spannung. Hinzu kommt die toll gestaltete Aufmachung des Buchs, das förmlich zum Eintauchen in Thiemeyers Abenteuerwelt einlädt.

Sein neuer Roman handelt von geheimnisvollen Signalen, die von mysteriösen Steingebilden auf dem gesamten Globus ausgehen, und Schlimmes erahnen lassen: Steht etwa das Ende der Welt bevor? Die unerschrockene Geologin Ella Jordan macht sich mit ihrem Team auf, um das Rätsel zu lösen - und macht eine schreckliche Entdeckung ...

Spielten die beiden Vorgänger "Medusa" und "Reptilia" noch auf dem afrikanischen Kontinent, so wird in "Magma" die ganze Welt zum Handlungsschauplatz für dieses actiongeladene und gut recherchierte Spektakel, das für Hollywood-reife Unterhaltung sorgt.

Fazit:
Auch mit "Magma" trifft Thomas Thiemeyer den Geschmack seines Publikums. Ein weiteres abenteuerliches Lesevergnügen.
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am 21. Mai 2008
Um es klar zu sagen: 'Magma' ist guter Durchschnitt, ließt sich flüssig, unterhält gut - aber es ist nicht besonders brilliant. Wenn hier viele Rezensenten 5 Sterne vergeben, dann wünscht man sich, daß es noch 6 und 7 Sterne für die richtig guten Bücher gäbe.
Nachdem die Vorzüge schon breit dargestellt wurden, sollten doch auch ein paar Schwächen erwähnt werden: Neben ein paar technischen Details, z.B. daß die meisten Kugel nach 250 Mio. Jahren tief in der Erde stecken würden und nur mit Bergbau-Methoden erreichbar wären, oder daß man das Innere eines Tauchboots in mehreren 1000 Meter Tiefe nicht per Funk erreichen kann, stört vor allem, daß die 'Bösen', die aus Gründen der Dramaturgie gebraucht werden, sehr blaß wirken und keine klare Motivation haben.
Am schwersten wiegt aber, daß Thiemeyer seine eigene Geschichte nicht zu Ende denkt: wenn Außerirdische, die sich vor einer Supernova retten wollten, schon vor Millionen Jahren ihre Kugeln vorausgeschickt hätten, dann hätten sie nicht nur unsere Erde im Visier gehabt. Venus und Mars sind für ein Terraforming wahrscheinlich ähnlich geeignet und auch hier würden parallel zu den Vorgängen auf der Erde Veränderungen einsetzen. Außerdem würden sich die Aliens selbst rechtzeitig vor der Explosion in großen Archen-Raumschiffen auf den Weg machen, d.h. es wäre nur eine Frage der Zeit, bis sie in unserem Sonnensystem auftauchen und sich z.B. auf der Venus niederlassen würden. Das Erkennen dieser Umstände und die Reaktion der Menschheit darauf wären eine sehr spannende Geschichte, aber das ist wohl die falsche 'Gewichtsklasse'.
Fazit: besser noch einmal den Film 'Contact' ansehen, aus dem Thiemeyer selbst gerne zitiert.
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am 17. Februar 2007
Wow, schon die beiden ersten Bücher von Thiemeyer waren verdammt gut und hochspannend geschrieben.

Er besitzt die Gabe, mystische Phänomene auf unserer Erde zu erschaffen, von deren Existenz ich nach dem Lesen dieses Buches beinahe vollkommen überzeugt bin.

Schwierig ist nur, in den Tiefseegraben hinabzutauchen, um dort nachschauen zu können, ob dieses Objekt dort unten noch immer liegt, und was damit weiter passiert - denn die Geschichte ist so plastisch und spannend geschrieben, daß man dem Autor all diese weltweit auftauchenden Katastrophen wirklich "abkauft".

Was das Buch in meinen Augen aber hervorhebt aus vielleicht einer größeren Menge an Büchern, die möglicherweise mit ähnlichen Settings daherkommen:

Es ist eben nicht der Macho mit der MG, der schießend die Welt rettet, sonder wieder einmal liegt der Schlüssel zur Lösung tatsächlich in uns, bzw in der Hauptperson verborgen - was sie weder ahnt, noch glauben kann, als sie dahingehende Hinweise bekommt.

Und doch findet sie schließlich den Schlüssel, und daß sie dabei tatsächlich die Welt rettet, empfindet sie jedoch eher als beinahe belanglos im Vergleich zu dem Erlebnis, welches ihr danach noch bevorsteht, und das nur sie allein wirklich empfinden kann ...

Ein wirlich sehr angenehmes Lesevergnügen!
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am 27. Juni 2013
Ein guter Anfang.... nachdem dieses Buch so viele gute Rezensionen bekommen hatte, hab ich es mir gekauft. Ich war begeistert - die erste Hälfte war gut recherchiert, gut geschrieben, die Charaktere hatten Ecken und Kanten und die Story ging flott voran. Dann allerdings ging dem Autor wohl die Lust verloren, weiterzuschreiben. Die Charaktere drifteten immer mehr ins schwarz/weiß-Schema ab und manche wurden sogar fast lächerlich in ihrem Verhalten. Dann kamen haarsträubende Begebenheiten wie zum Beispiel der Auftragskiller, der die Titelheldin ausgerechnet auf einem Radioteleskop erschießen will. Wer um alles in der Welt macht als Berufskiller so einen Blödsinn??? Die zweite Hälfte also war so lustlos, überschnell, flach, inspirationslos, unglaubwürdig erzählt, dass ich mit jeder gelesenen Seite bezweifelte, immer noch das gleiche Buch wie am Anfang zu lesen. Z.B. als der Untergang von San Francisco und der Golden Gate Bridge geschildert wird - alles innerhalb von 1 Seite und völlig unmitreißend! So als würde der Autor über seine Schuhgröße schreiben. Der Schluß - ohne zuviel verraten zu wollen - war so schmalztriefend und jenseits von jeder Realität und Glaubwürdigkeit, dass ich am Schluß richtig wütend auf das Buch geworden bin. Ich werde es an meine örtliche Bücherei verschenken - guten Gewissens kann ich niemanden Bekannten dieses Buch zumuten.... einfach eine Zumutung.... schade schade schade um so ein super Thema - einfach ab der 2. Hälfte schlampig ausgearbeitet....
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am 16. Februar 2010
Um etwas Positives vorweg zu sagen: Das Buch ist nicht völlig ohne Spannung und als (sehr seichte) Urlaubslektüre zum Abschalten empfehlenswert. Aber...
Der Roman ist mit einer Schlampigkeit geschrieben, die einfach ärgerlich ist und weder auf den Autor noch auf den Lektor, der das Buch gelesen haben sollte, ein gutes Licht wirft. Das beginnt mit schlichten Anfängerfehlern, etwa wenn eine (Neben-) Person mit Namen Doug Adams einige Seiten später als Bob Adams bezeichnet wird. Oder wenn eine projizierte Weltkarte mit hundert roten Punkten bereits fünf Seiten später nur noch 30 dieser Punkte enthält, wobei es sich nicht lediglich um ein läppisches Detail handelt.
Auch fallen immer wieder erzähltechnische Ungereimtheiten oder Unstimmigkeiten bei der Charakterisierung der Personen auf, etwa wenn die renommierte, hoch respektable und beinahe 60 jährige Leiterin eines wissenschaftlichen Eliteinstitutes angesichts des wissenschaftlichen Durchbruchs ein schlichtes "Scheiße" von sich gibt. Oder wenn, unmittelbar nachdem zwei Wissenschaftlerinnen bei ihrer ersten Begegnung einem traumatisierenden Mordanschlag entkommen sind, bei dem zu allem Unglück noch ein befreundeter Wissenschaftler ermordet wurde, eine der beiden die andere charakterisiert als eine Frau mit natürlicher Offenheit und sprühendem Humor! Oder wenn ein führendes Wissenschaftsgenie nach der entscheidenden, die Erde möglicherweise rettenden Entdeckung sich für kaum etwas anderes interessiert, als der blonden Kollegin an die Wäsche zu gehen, oder, oder, oder...
Unverständlich auch die Einschätzung des dpa auf der Buchrückseite, dass der Autor naturwissenschaftliche Kenntnis offenbare. Da werden mit einem RADIOTELESKOP unbekannte Teilchen empfangen, die sich später als die "neue" Teilchensorte Neutrinos erweisen (postuliert 1930, entdeckt 1956) und die auf den Wellenkämmen von Gravitationswellen mit Überlichtgeschwindigkeit zur Erde geritten kommen. Das ist - mit Verlaub - unglaublicher Schwachsinn. Auch die Behauptung, dass die Raumkrümmung durch Masse in der allgemeinen Relativitätstheorie Gravitonen überflüssig mache, entlarvt ein tiefes Unverständnis des Autors für physikalische Sachverhalte. Nebenbei bemerkt hat die Störung des Beobachteten durch den Beobachter nichts mit der Heisenbergsche Unschärferelation zu tun. Und, und, und....
Wenn die wissenschaftlichen Details auch nicht für jeden von Interesse sein mögen, wird es doch wieder für einen größeren Kreis lustig, wenn sich Thiemeyer in technische Details verliert, von denen er noch weniger Ahnung hat als von Wissenschaft. Da wird eine DIGITALE Skype Verbindung überlagert von einem "statischen Rauschen", dass die Wissenschaftlerin durch Drehen am "Frequenzregler" zu beseitigen versucht. Oder eine Fernsehsendung über Internet wird mit Hilfe des Sendersuchlaufs gefunden. Auch von Computern hat der Autor keinen Schimmer: Dass sowohl die Schweizer Elitewissenschaftler als auch das japanische Institut für Tiefseeforschung eine Auge auf ein Computerprogram mit einer "High-End-Farbgrafik" werfen, das eine Geologin mit ihrem verflossenen Informatiker-Ehemann vor Jahren programmiert hat, da die genannten Koryphäen selbst nur Schwarz-Weiß-Grafiken programmieren können, lässt jeden Hobbyprogrammierer vor Lachen auf dem Boden rollen (ROTFL).
Die Liste der Unzulänglichkeiten ließe sich fortsetzen, hinzu kommt ein Schreibstil, der streckenweise vor unfreiwilliger Komik nur so strotzt. Ein ganz, ganz weiter Weg bis zu Schätzing. Da es wie gesagt streckenweise ganz spannend ist, gibt es gerade noch so 2 Sterne. Motto: Hirn aus und durch...
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