Hier klicken Amazon-Fashion Amazon-Fashion Amazon-Fashion Hier klicken Jetzt informieren Neuerscheinungen 2017 Cloud Drive Photos Learn More TDZ Hier klicken Mehr dazu Fire Shop Kindle AmazonMusicUnlimited Autorip WS HW16

Kundenrezensionen

3,3 von 5 Sternen
88
3,3 von 5 Sternen
Format: Taschenbuch|Ändern
Preis:9,99 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 18. Mai 2009
Es war schon ein Willensakt, das Buch zu Ende zu lesen. Durch die erste Hälfte habe ich mich regelrecht gequält. Die Protagonisten überzeugten überhaupt nicht, so dass es wirklich schwer war, sich in die Geschichte hineinzuversetzen. Erst im letzten Drittel des Buchs bekam die Handlung ein wenig Spannung und ließ sich flüssiger lesen. Doch selbst die Entführung Irmelas und deren Haft haben mich nicht wirklich berührt, so dass ich mich widerum nicht identifizieren konnte. Die (fast) einzige Szene, die mich angesprochen hat, war die, in der Ehrentraud im Bann der schwarzen Hexe ist um ihre Schönheit wiederherzustellen.
Außerdem ist mir ein Rätsel, wieso das Thema Hexenverfolgung in diesem Buch das "Oberthema" sein soll. Meines Erachtens dreht sich fast der komplette Plot um den 30jährigen Krieg, das Armeeleben und die wenig interessanten Gedankengänge der Hauptprotagonistin. Für mich stellt sich das Thema "Hexenverfolgung" nur nebensächlich dar (zwar wird von Anfang an immer wieder Irmela als Hexe bezeichnet, doch wirkt das für mich wenig überzeugend). Mehr solcher oben genannten Szenen oder eine detailliertere Beschreibung der Hexenprozesse, des Aberglaubens damals etc., wären dem Buch dienlich gewesen.
Alles in allem bin ich diesmal wirklich enttäuscht und werde so schnell kein Iny Lorenz Buch mehr zur Hand nehmen!
0Kommentar| 17 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 9. Januar 2011
Kurzinhalt:
Irmela von Hochberg ist mit besonderen Fähigkeiten ausgestattet. Als sie während des 30jährigen Krieges vor den Schweden flieht, warnen ihre feinen Sinne sie vor herannahender Gefahr. Denn tatsächlich sind die Schweden VOR der Gruppe Fliehender, nicht dahinter. Nur wenige Menschen glauben Irmelas Ahnungen und bringen sich rechtzeitig in Sicherheit.

Doch auch wenn es Irmela gelingt, vor den äußeren Feinden zu fliehen, bleiben ihr in ihren eigenen Reihen nur wenig Freude. Ihre Fähigkeiten bringen Neid und Missgunt mit sich. Von einigen wird sie auf den Scheiterhaufen gewünscht.

Meine Meinung:
Wer glaubt, dass das Hexenthema das dominierende in diesem Buch ist, der irrt. Tatsächlich habe ich mich am Ende gefragt: Warum heißt das Buch eigentlich "Die Feuerbraut"? Wer im Verlag hat diesen Titel auf's Cover drucken lassen, ja überhaupt den Klappentext geschrieben? Hier werden wieder mal Erwartungen beim Leser geweckt, die letztlich nicht erfüllt werden.

So spannend wie das Buch anfängt, so belanglos wird es, je weiter man liest. Tatsächlich spielen die vermeintlichen Fähigkeiten von Irmela überhaupt keine Rolle mehr und äußern sich höchstens mal in Kopfschmerzen, die aber wohl jeder mal von uns hat.

Umso weniger nachvollziehbar wird der Hass, den einige Menschen ihr gegenüber hegen - vor allem wenn man bedenkt, dass diese "Fähigkeiten" ja am Anfang des Buches dafür gesorgt haben, dass einige Frauen sich vor den Schweden retten konnten. Ist es da nicht letztlich völlig belanglos, warum?

Tatsächlich sitzt Irmela seitdem mal auf der einen, mal auf der anderen Burg herum (schließlich ist sie eine Comtess und muss während des 30jährigen Krieges offenbar keine größeren Entbehrungen leiden), stickt, näht, unterhält sich - und das war's auch schon.

Die wirklichen "Abenteuer" erleben andere. Da überlegt eine, wie sie ihre Narben im Gesicht behandeln lassen kann und eine andere, wie sie ihrem Mann ein uneheliches Kind utnerschieben kann.

Offenbar musste Iny Lorentz die Seiten füllen. Wirkliche Spannung kommt nie auf. Ja, es lässt sich nichtmal ein Bezug zu den Hauptpersonen aufbauen. Am symphatischsten war mir noch die Zofe von Irmela. Alle anderen bleiben farblos und blass.

Selbst Fabian, in den Irmela verliebt ist, mag man als Leser nicht wirklich in sein Herz schließen, findet er sich doch mal bei der einen, mal bei der anderen im Bett. Das mag zwar der damaligen Zeit ensprechen, lässt aber auch fragen, was Irmela in ihm sieht.

So bleibt das ganze Buch eher schwammig und belanglos. Ein "Feuer" brannte weder bei mir noch zwischen den Seiten.

Fazit:
Habe selten so wenig Bezug zu einer Hauptfigur ausgebaut.
0Kommentar| 15 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 29. Oktober 2009
Nun ist es endlich mal an der Zeit, auch meine Meinung zu dem Buch zu schreiben. Eines gleich vorab-es ist mein letztes Buch welches ich von Iny Lorenz gelesen habe. Angefüttert mit der Wanderhure-die wirklich klasse war, verlieren sich die beiden Schreiber in nur noch platten Geschichten,vor sich hindümpelnden Geschehnissen, aber mehr als platten Dialogen-so macht lesen keine Freude mehr.Da wird man sicher von jedem "Groschenheft" mehr befriedigt. Es stimmt mich auch traurig als eigentlicher Fan mal irgenwann solche Worte gebrauchen zu müssen, aber inzwischen gibt es so viele bessere Schreiberinnen und Schreiber, das man sich diese Bücher hier von Iny Lorenz nicht mehr antun muß.Wer wirklich gute lesen möchte kann ja gerne mal bei Ulrike Schweikert,Astrid Fritz oder Sabine Weigand vorbeischauen,wobei letztere so authentisch schreibt, das ich jedesmal gewillt bin, die Originalschauplätze mal irgendwann aufzusuchen. Das ist Literatur die mir am Herzen liegt ! Masse ist halt nicht Klasse...
0Kommentar| 13 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 27. März 2010
Die Geschichte beginnt thematisch hoffnungsvoll. Eine junge Komtess, nicht schön, aber mit scheinbar übersinnlichen Fähigkeiten ausgestattet, rettet Teile ihres Flüchtlingszuges vor angreifenden Schweden während des 30 jährigen Krieges und wird dafür von einer neidvollen Verwandten der Hexerei bezichtigt. Im ersten Kapitel wird die Roman-Hauptfigur spannungsvoll in Szene gesetzt und der Leser verspricht sich viel.

Achtung, ich nehme etwas von der Handlung vorweg:

Danach verläuft sich dieser Handlungsstrang erstmal im Sande. Die scheinbar übersinnlichen Fähigkeiten waren in Wirklichkeit wohl doch nur ein sehr feines Gehör und die blasse Heldin, falls sie denn als solche bezeichnet werden kann, treibt sich an mehreren Landsitzen mit einer Reihe von ebenso farblosen Nebenfiguren herum, vertreibt sich die Zeit mit Stickerei und harmlosem Gerede über den Krieg und die auf ihre Person bezogene Hexenverfolgung tritt zunächst völlig in den Hintergrund.
Irmela von Hochberg als Hauptperson bleibt dem Leser so fern, dass er sich nicht mit ihr identifzieren oder mit ihr mitfühlen kann, und sie besticht weder durch tiefsinnige Gedankengänge, Worte, liebevolle Handlungen oder Charakterstärke. Ihr heimliches Sehnen nach Fabian leuchtet dem Leser nicht ein, und man kann auch nicht erkennen, dass sich aus ihrer Beziehung jemals etwas mehr als eine rein "geschäftliche" Vermählung ergeben kann. Im Gegenteil, man wünscht es sich noch nicht einmal für Irmela, denn man fragt sich ernsthaft, was Fabian an ihr, die immer wieder als so unscheinbar und klein und mager beschrieben wird, finden sollte und zudem sein eigener Charakter als eher zweifelhaft und wankelmütig herüber kommt. Von den restlichen Personen kann man sich noch weniger ein deutliches Bild machen und es ist bedauerlich, wenn die Autoren nur ansatzweise Einblick in die Gedankenwelt sämtlicher Handelnden geben, besser wäre der Geschichte gedient gewesen, sie hätten sich dafür einiger, weniger ihrer Figuren detaillierter zugewandt. Zudem gebe ich einer der anderen Rezensoren hier Recht, dass ein Großteil der eingeführten Personen zunächst als unsympathisch oder sogar boshaft dargestellt wird und im Verlaufe der Geschichte plötzlich und ohne erkennbare Gründe einen positiven Charakterwandel durchlaufen (siehe Dionysia von Kerling und Hasson von Heimsburg).

Der nächste Kritikpunkt ist die uneinheitliche Sprache im Buch, die zwischen verschachtelten, gestelzten, langwierigen Sätzen, die wohl den Ton der Zeit widerspiegeln sollen und einer Derbheit schwankt, die zuweilen recht merkwürdig heraus sticht, (z.B. : "Fabian, der geile Bock!") Außerdem setzen die Autoren immer wieder sehr künstlich wirkende Metaphern ein, um eine Stimmung herauf zu beschwören, was aber meist an sehr unpassenden Stellen passiert und das gewünschte Ziel trotzdem verfehlt. (z.B. "die Tränen auf Lexenthals Wange sahen durch die schräg durch das Fenster einfallenden Sonnenstrahlen aus wie kleine, silberne Perlen...", so ungefähr kitschig der Wortlaut, der mich wundern ließ, wen es an dieser Stelle interessiert, wie die Tränen auf seiner Haut aussahen und ob es nicht wichtiger gewesen wäre, zu wissen, was er in diesem Moment der Erkenntnis in seinem Inneren fühlt? - nicht, das es einen wirklich kümmert ...)
Überhaupt lassen die Protagonisten immer wieder unvermittelt ihren "Tränen freien Lauf", was einem als Leser (oder Zuhörer) meist nicht einleuchten will, da einem die Gefühlswelt der handelnden Personen so gleichgültig bleibt und einem die "Dramatik" der jeweiligen Situationen auch nie nahe kommt.

Insgesamt versuchen sich die Autoren leider an zu vielen Handlungssträngen gleichzeitig, ein bisschen Liebesgeschichte, ein bisschen Kriegsgeschichte, ein bisschen Hexenverfolgung, behandeln aber jede dieser Geschichten so oberflächlich und kurz, dass einem keine der Geschichten wirklich nahe geht. Die Spannungsbögen der einzelnen Unterhandlungen erheben sich kaum, bevor sie schon wieder beendet werden. Weder Stephanie von Halau und Fabians Gefangenschaft, noch die kurze von Irmela kann einen wirklich berühren und selbst das Schicksal von Ehrentraud ist einem letztlich recht gleichgültig, da diese zuvor so hinterhältig und boshaft beschrieben wurde und man ihr einen richtigen Charakterwandel bis zu ihrem Ende nicht abnimmt. Der Hexenprozess um Johanna und Helene beginnt ohne große Einleitung, wird dann vorübergehend im Detail behandelt, das kurzfristig sogar die Angst der Verurteilten beschreibt und ihr Betteln um Gnade, und endet dann jäh mit dem Anzünden des ersten Reisig und ist ebenso schnell vergessen. Selbst Irmela denkt nicht mehr lange über die Sache nach (warum also sollte es der Leser?)
Ganz besonders unvermittelt und an den Haaren herbei gezogen scheint das "Friede-Freude-Eierkuchen" -Ende der Geschichte, wenn innerhalb kürzester Zeit plötzlich alle glücklich verheiratet und schwanger sind und der Krieg beendet ist.

Ich habe das Buch bis zum Ende gelesen, einzig allein in der Hoffnung, dass aus der Andeutung von Irmelas übersinnlichen Fähigkeiten doch etwas gemacht würde, oder sie sich in anderer Hinsicht noch irgendwie zu einer interessanten Heldin erwachsen würde, aber leider vergeblich. Als Historienroman kann dieses Buch noch nicht einmal von sich behaupten, dem Leser würden durch seine Lektüre besondere Kenntnisse um die Zustände der damaligen Zeit näher gebracht. Insgesamt sehr enttäuschend! Ich kann den Lesern nur empfehlen, sich zum Beispiel die Romane der Serie "Feuer und Stein" von Diana Gabaldon vorzunehmen, wenn sie wirklich etwas über eine vergangene Zeit lernen wollen und dazu noch an einer fesselnden Liebesgeschichte teilhaben möchten.
0Kommentar| 19 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 8. Januar 2008
War ich auch von Die Wanderhure" und Das Vermächtnis der Wanderhure" begeistert, so hat dieses Buch mich enttäuscht. Ich habe viele historische Romane gelesen; früher wurden solche Bücher meistens von Männern geschrieben, erst in Die Nebel von Avalon" von Marion Zimmer-Bradley wurde erstmals eine historische Geschichte/Sage aus Sicht einer Frau erzählt. Danach folgten viele gute historische Romane von diversen Schriftstellerinnen.
Aber in keiner dieser von Frauen verfassten Romanen und auch nicht in den von Männern geschriebenen historischen Romanen kamen so viele böse und boshafte Frauen vor wie in Die Feuerbraut" . So viele schlechte Frauen gab es gewiss nicht und es ist ein Hohn, dass tatsächlich von Hexen gesprochen wird, obwohl jeder weiß, dass es keine Hexen gab (vielleicht ein paar verblendete arme Frauen, die sonst nicht wussten, wie sie überleben sollen) und tausende unschuldiger Frauen in den Flammen starben aufgrund einer von der katholische Kirche verbreiteten Lüge. Hier hätte etwas distanzierter vorgegangen werden müssen. Auch die Schilderung, dass nur die protestantische Seite (mit den verbündeten Schweden) Greueltaten beging, ist historisch nicht richtig. Da auch auf der katholischen Seite angeworbene Söldner kämpften, schonten die niemanden egal ob Katholik oder Protestant. Auch in dem historischen Anhang ist die Aussage, dass Tilly die Zerstörung und Vernichtung fast der gesamten Bevölkerung von Magdeburg nicht hätte verhindern können, schlichtweg falsch. Tilly gab ausdrücklich den Befehl zur Plünderung- das ist von seriösen Wissenschaftlern längst bewiesen.
11 Kommentar| 20 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 26. Oktober 2009
Ich habe ja schon einiges von Iny Lorentz gelesen, und die Wanderhuren-Serie (der Tochter-Band fehlt mir allerdings bislang). Aber dieses Buch ist von diesen das mit Abstand schlechteste. Bitte evtl. nicht weiterlesen, da Spoiler!

Zu den Formulierungen kann ich noch nicht mal was sagen, weil ich meiste Zeit über die langatmigen Texte drübergeflogen bin. Was ich aber am meisten daneben fand, wurde bislang in den Rezensionen nicht genannt: Daß mit Ehrentraud, Lexenthal, Heimsburg und mit Abstrichen auch Dionysia erst abgrundtief böse erscheinen und Irmela mehr oder weniger den Tod wünschen (zum Teil unter tiefsten Höllenqualen), dann aber durch teilweise in Nebensätzen abgehudelte Ereignisse binnen kürzester Zeit zu ihren Beschützern erwachsen, das ist starker Tobak. In der Bibel - die viel umfangreicher ist - gab es auch nur einen Saulus, der zum Paulus wurde. Ich komme mir da gelinde gesagt veräppelt vor, genauer möchte ich es nicht ausdrücken.

Ansonsten lobe ich mir fast noch Barbara Cartland, denn in den zwei oder drei Romanen, die ich von ihr als Spät-Teenie gelesen habe, hat sie nie gleichzeitig drei Paare ins Happy End gequetscht. Das war des Guten dann doch etwas zuviel, es mußte jeder unverheiratete Herr eine unverheiratete Dame finden und abbekommen.

Nein, so einen Kitsch muß ich mir nicht nochmal antun. Das Genre "Historischer Roman" hat da Besseres zu bieten.
0Kommentar| 9 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 28. April 2009
Normalerweise habe ich die Bücher von Iny Lorentz verschlungen, aber mit "Feuerbraut" habe ich mir wirklich schwer getan. Die Hauptfigur ist farblos und -in meinen Augen- eher unsympathisch. Alle 10 Seiten wird betont, was für eine kleine "graue Maus" sie ist, das sie nie eine Schönheit wird usw. Ihr ganzes handeln passt einfach nicht zu einer jungen Dame aus gutem Hause, die eigentlich die Dienerschaft fest im Griff haben sollte anstatt sich von ihr herumkomandieren zu lassen.

Aber mehr noch als der Hauptcharakter, hat mich der ein oder andere Patzer und schreibfehler gestört. Besonders im Gedächtnis geblieben ist mir das Stichwort: "... sprang auf wie von der Natter gestochen."

Oder ein Brief der von Irmela verfasst wird und die Freunde warnen soll, der aber mit keiner Silbe im weiteren Verlauf erwähnt wird..

Alles in allem finde ich es wirklich schade. Vielleicht sollte sich das Autorenpaar mal eine kreative Pause gönnen, um neue Ideen zu sammeln und um sich auch technisch wieder mehr Mühe geben zu können.
0Kommentar| 6 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 20. Dezember 2010
Eine furchtbar hölzerne Sprache! Eine trockene Zusammenfassung der Geschehnisse während des 30jährigen Krieges, selbst die Personen, die ein extremes Verhalten zeigen, erscheinen charakterlos. Alles ist steif wie die beschriebenen Kragen dieser Zeit. Emotionslos liest man gelangweilt weiter. Manche Dialoge und Intrigespielchen der Damen sind wirklich allzu dämlich. Selbst die unscheinbare Irmela möchte man am Liebsten die ganze Zeit wachrütteln. Die lächerlichen Liebesbekundungen zwischen den einzelnen Personen sind unfassbar unwichtig. Diese Leute bleiben wirklich nur fiktive Gestalten, die man von außen miesmuffig betrachtet.
0Kommentar| 6 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 13. Dezember 2007
Ich fand den Roman weder gut noch schlecht, sondern eher auf eine merkwürdige Weise lauwarm, und irgendwie hatte ich den Eindruck, die Autoren hätten sich in Zeitnot befunden. Das beginnt bei historischen Schnitzern (Man hatte damals keine Kleiderschränke, sondern Kisten), die sich bei ein bisschen genauerer Recherche durchaus hätten vermeiden lassen und geht weiter zu sprachlichen Ausrutschern, die manchmal unfreiwillige Komik ausgelöst haben. Im 17. Jahrhundert "schoss man garantiert niemanden auf den Mond", oder?
Positiv zu bemerken, ist, dass sie sich dieses Mal m. ihren Personen offenbar mehr Mühe gegeben haben: wenigstens keine Ultraschöne, keine Heilerin oder Hebamme (danke, danke!), dafür ein Haufen ziemlicher verworfener Charaktere, die man allerdings auch viel genauer und liebevoller hätte beschreiben können.
Wieder das oben schon gemutmaßte Zeitproblem?
Wenn man einen Blick auf die stramme Publikationsliste dieses schreibenden Ehepaares wirft (wenn ich richtig gezählt habe mindestens 6 Romane in 2 Jahren), könnte sich dieser Verdacht beinahe zur Gewissheit verdichten.
Kleiner Tipp von mir: einatmen - ausatmen ...
22 Kommentare| 17 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 18. Oktober 2011
Iny Lorentz: Die Feuerbraut, Augsburg: Verlagsgruppe Weltbild GmbH, 2008, 759 S.

Der historische Roman "Die Feuerbraut" des Münchner Autorenehepaars, welches unter dem Namen Iny Lorentz publiziert, thematisiert eine Zeit voller Schrecken während des Dreißigjährigen Kriegs. Genauer gesagt, werden die Erlebnisse der Hauptfigur Irmela von Hochberg mit Beginn des Schwedischen Kriegs (1630-1635) dargestellt. Während der Flucht vor den Schweden fallen sie und ihre Mitreisenden denselben in die Hände. Nur durch Irmelas gutes Gehör gelingt es ihr, ein paar der Reisegefährten vor den Schweden zu warnen. So kommt es dazu, dass die Mitreisenden, die den Schweden zum Opfer gefallen sind aber dennoch überlebt haben, ihr unterstellen, sie sei eine Hexe. Da Irmela die Alleinerbin eines großen Vermögens ist, entspinnt sich ein Netz voller Intrigen, welches selbst von Kirchenmitgliedern unterstützt wird.

Wie schon in den letzten Werken ist aber auch hier zu bemerken, dass die entstehenden Paarkonstellationen meist schon von Beginn der Geschichte absehbar sind. Die Umwege zu diesen Paarbildungen sind in dem Werk "Die Feuerbraut" aber dennoch unvorhersehbar und somit bleibt die Geschichte von Anfang an voller Spannung.

Die Hauptfigur Komtesse Irmela von Hochberg ist, im Unterschied zu den Charakteren in den bisherigen Romanen von Iny Lorentz, ein unsicheres, schüchternes, nicht gerade hübsches junges Mädchen, welches im Laufe der Geschehnisse zunehmend selbstsicherer wird und versucht ihre Angelegenheiten selbst in die Hand zu nehmen.
Neu in diesem Werk ist somit die Darstellung der Protagonisten. Oft wurde bei den vorherigen Werken Iny Lorentz' bemängelt, dass sie immer wieder perfekte Charaktere beschreibt, welche eher realitätsfern erscheinen. Nicht so in diesem Werk. Sie deckt hier nicht nur mit der Hauptfigur, sondern auch mit den anderen Protagonisten Schwächen, Fehler und Abgründe der menschlichen Seele auf und beschreibt sie gnadenlos. Außerdem macht Iny Lorentz nicht Halt davor, Gewalt, Folterung, Verstümmelung, magische Hexenrituale und Kindesmord detailliert darzustellen. Schwache Nerven sind hier fehl am Platz. Aber dies hat Iny Lorentz schließlich schon in der Vergewaltigungsszene in ihrem Werk "Die Wanderhure" unter Beweis gestellt. Auch die finsteren Machenschaften des Adels werden offen dargestellt.

Wer schon Gefallen an den bisherigen Lorentz-Romanen hatte, sollte dieses Werk unbedingt lesen. Es behält den Stil des Autorenehepaar bei, hat sich aber frühergehende Kritik zu Herzen genommen und schafft somit ein eindrucksvolles Bild jener Zeit.
0Kommentar| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

Haben sich auch diese Artikel angesehen


Brauchen Sie weitere HilfeHier klicken