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am 29. Juni 2005
Ein wirklich wundervolles Erstlingswerk, das Lust auf die Fortsetzung macht!
Der Hauptprotagonist ist Detective Sergeant Tom Braddock von der gerade erst gegründeten New Yorker Kriminalpolizei. Allein schon an der Vielseitigkeit dieses Charakters, die liebevoll vom Autor entwickelt wird, zeigt sich die Klasse des Buches! So beherrscht er Kung Fu, ist mit einer Puffmutter liiert und bestechlich, ein ehemaliger Soldat der Nordstaaten und Besitzer zweier Katzen namens Grant und Lee. Er ist keineswegs unfehlbar oder ein Superheld, sondern ein Mensch mit Problemen, aber auch durchaus einem Gewissen und klaren Moralvorstellungen.
Die Komplexität dieses Buches ist immens, die Detailgenauigkeit, mit der der Autor das New York des 19. Jahrhunderts beschreibt läßt einen in die Geschichte regelrecht eintauchen. Es gibt viele Erzählstränge, die nach und nach aufgelöst und zusammengeführt werden, aber insgesamt nimmt die Geschichte bereits nach den ersten Seiten ein unglaubliches Tempo auf, und es wird nie langweilig, sondern man muß sich wirklich zwingen, aufzuhören mit dem Lesen. Die knapp 700 Seiten habe ich in kaum 5 Tagen bewältigt, wobei ich die letzten 300 Seiten an einem langen Nachmittag bewältigt habe, weil ich endlich wissen wollte, wie es ausgeht.
Die Story ist recht schnell erzählt, ein Trupp von ehemaligen Konföderierten will die Brooklyn-Bridge, deren Bau gerade zuende geht, möchglichst publikumswirksam sprengen, nach Möglichkeit mit 1000en von Opfern. Dummerweise hat ein Mitglied im Suff zuviel geplaudert und so muß ein ungewünschter Mitwisser sterben. Dies ruft Braddock auf den Plan, der sich zusammenreimen muß, wieso der Mann getötet wurde, was es mit einem kleinen Schlüssel im Magen des Opfers auf sich hat und was das alles mit der Brücke zu tun hat, mit der "irgendwas nicht in Ordnung sein soll". Wer mehr wissen will, sollte das Buch lesen! Es lohnt sich!
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am 4. November 2014
Spannender Krimi vor dem historischen Hintergrund des "alten" New York. Wer die heutige Glitzermetropole vor Augen hat, für den ist es interessant, in die "dreckigen und schmuddeligen" Anfänge einzutauchen. Spannung und Historie lesenswert kombiniert. Leider ist das Buch inzwischen kaum noch zu bekommen.
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VINE-PRODUKTTESTERam 28. Oktober 2004
Da Caleb Carr ja offensichtlich in der "Schreibblockade" festsitzt und die ersehnte Fortsetzung zur "Einkreisung" und dem "Engel der Finsternis" verweigert, sucht der Fan verzweifelt Ersatz. Mit der "Brooklyn-Verschwörung" ist ein Buch erschienen, das diesen auf sehr gutem Niveau bietet. Zeit und Atmosphäre sind ähnlich, der Erzählstil ist überdurchschnittlich, manchmal vielleicht ein wenig blumig (oder liegts an der Übersetzung?). Ausserdem erfährt man sehr viel über den Bau der Brooklyn Bridge und die Verhältnisse, in denen die Arbieter lebteb und mit denen sie zu kämpfen hatten. Wirklich empfehlenswert! Ich bin gespannt auf das nächste Buchvon Hern Crabbe, das in den USA schon erschienen ist.
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Crabbe hat m.E. mit seinem in 2002 im Original erschienenen Erstlingswerk ein gelungenes Debut abgeliefert, das erschreckende Parallelen zur Gegenwart aufweist:

Terroristen (ehemalige Soldaten der Südstaaten-Armee) wollen die sich noch im Bau befindliche Brooklyn-Bridge bei ihrer Eröffnung sprengen. Detective Sergeant Tom Braddock kommt im Zuge von Mordermittlungen langsam hinter den perfiden Plan und versucht, das Unglück zu verhindern...

Der Autor hat die Charaktere wunderbar & überzeugend ausgearbeitet. Die Schilderungen New Yorks im ausgehenden 19. Jahrhundert sind sagenhaft gut gelungen, die verschiedenen Handlungsstränge (Mordermittlungen, Braddocks Beziehung zu einer Puffmutter", letzte Bauarbeiten an der Brooklyn-Bridge, Vereitelung des Anschlags) elegant und gekonnt zusammengeführt.

Die Detailfülle über die Brücke hat mich allerdings etwas abgeschreckt (daher auch "nur" 4*). Das liegt aber daran, dass ich nicht ausreichend technik-interessiert bin ;-) und nicht an Crabbes Erzählkunst;-)!

Fazit: Lohnt sich auf jeden Fall!
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