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Kundenrezensionen

3,7 von 5 Sternen
87
3,7 von 5 Sternen
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am 23. November 2004
Wie in "Being John Malkovich" springt der Leser hinter die Augen des jungen Arztes Röschlaub, und mit ihm in die Welt des Jahres 1780.
Entfernungen sind plötzlich endlos, weil einen nur die holpernde Postkutsche mit Schrittgeschwindigkeit hinbringt. Nach dem zweistündigen Ritt von Nürnberg freut man sich, dass das heruntergekommene Schwabach dem erschöpften Reisenden ein Gasthaus bietet. Mit Röschlaub betritt man eine Buchhandlung in Königsberg, wo wie überall Bücher aus Fässern heraus verkauft werden. Hier sind Bücher spottbillig, im Vergleich zum heimischen Nürnberg, da will man gleich selbst ein paar mitnehmen. Nach dem mysteriösen, hinterwäldlerischen Franken ist Leipzig grell und aufdringlich, Königsberg kalt und unnahbar. Genau wie der Arzt fühlt man sich zu der geheimnisvollen schwarzhaarigen Patientin magisch hingezogen, und entdeckt so ein neues Rätsel.
Gleichzeitig schafft es Fleischhauer, jenes Heilige Römische Reich Deutscher Nation vor 200 Jahren wie die Beschreibung eines grossen Reiches in einem Fantasy-Roman klingen zu lassen. Der Kaiser in der fernen Hauptstadt schickt mysteriöse Agenten in prächtigen, vierspännigen Kutschen. Ein Graf experimentiert auf seiner Burg mit geheimnisvollen Geräten, um Sternenstaub einzufangen. In einem verlassenen Herrschaftssitz sucht man nach magischen Beweisen und wird dabei von Soldaten in Phantasieuniformen überrascht.
Allein dieses prächtige, plastische Eintauchen in das Buch ist ein Leseerlebnis. Gleichzeitig aber beginnt man unmerklich und ohne jede Anstrengung, Interesse an der philosophischen Kerndiskussion zu finden. Ganz kunstvoll ist sie mit der Geschichte verwoben. Und daneben noch Spannung, Mystik und Unheimliches zuhauf.
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am 30. September 2005
Seit Umberto Ecos "Der Name der Rose" Anfang der 80er jahre erschien, boomt das Genre des historischen Krimis. Viele sind entweder nicht spannend oder aber historisch mangelhaft. Es gibt auch ein paar gute und dazu zählt sicher Fleischhauers Roman. Aber eigentlich entzieht sich das Buch solcher Zuordnung. Es ist sicher ein spannender Krimi in historischem Gewand, vorallem aber ein klug konstruierter und leicht zu lesender Roman über die Zeit der Aufklärung, politische Intrigen, Geheimbünde und Alltagsgeschichte am Vorabend der Französichen Revolution. Vorallem aber ist der Roman eine Hinführung zum aufklärerischen Denken und der Gedankenwelt des Philosophen Immanuel Kant. Dennoch ist der Roman nie belehrend, sondern man liest ihn in einem Ruck und wird von der Geschichte gefesselt. Empfehlenswert!
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am 21. Oktober 2004
Ein Buch erzählt von einem Buch: "Das Buch in dem die Welt verschwand" erzählt davon, wie das Buch "Kritik der reinen Vernunft" von Immanuel Kant sich gegen alle Widerstände verbreiten konnte. Es erzählt auch die Geschichte eines jungen Arztes, der auf der Spur einer unbekannten Krankheit zwischen rivalisierende Geheimbünde und politische Intrigen gerät. Es erzählt auch von einer unruhigen Zeit des Umbruchs, als aufklärerische Ideen die alte Weltordnung erschütterten. Und es erzählt schließlich von einer großen Liebe, die niemals eine Chance hatte.
Was Wolfram Fleischhauer hier auf rund 450 Seiten schafft, ist eine pralles Panoptikum des ausgehenden 18. Jahrhunderts - so fremd, bizarr und doch faszinierendes wie ein alchimistisches Laboratorium. Die Auflösung der Geschichte mag manchen banal erscheinen. Bei genauerem Nachdenken enthüllt sich aber ihre ganze Raffinesse.
Der Gedanke, der die Welt veränderte, war kein großer "Knaller". Er hat sich vielmehr langsam in die Köpfe der Menschen geschlichen und ihr Denken von Grund auf verändert - ganz allmählich, aber unaufhaltsam. Im Grunde geht es um eine völlig neue Sicht auf die Welt, die hier erstmals von Kant formuliert wurde: das selbstbestimmte Individuum, das sich seine Welt nach eigenen Vorstellungen erschafft. Dieser Gedanke ist die Grundlage jeder modernen, freien, aufgeklärten Gesellschaft. In dieser Welt herrscht die Rationaliät und Vernunft. Für Mystik, Spritualiät und Gott ist kein Platz mehr. Die alte Welt ist verschwunden, eine völlig neue entsteht. Sie ist einerseits reicher (freier und fortschrittlicher), andererseits aber auch ärmer (kälter und einsamer) als die untergegangene Epoche. Wie Fleischhauer diesen Aspekt aufarbeitet ist bemerkenswert.
Was jetzt vielleicht etwas sperrig und allzu akademisch klingt, wird bei Fleischhauer zur puren Leselust. Die Geschichte ist so mitreißend erzählt, dass sie den Leser vom der ersten bis zur letzten Seite gefangen nimmt. Ein Buch zum Schmökern und Genießen, über das man aber auch noch lange nachdenken kann.
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am 17. September 2003
Fleischhauer ist nicht unbedingt ein leichtverdaulicher Autor. Seine Bücher zeichnen sich allerdings durchweg damit aus, dass sie den Leser beschäftigen. Eben nicht schnell lesen und gleich wieder vergessen. Das gilt vor allem für seinen neusten Roman:" Das Buch in dem die Welt verschwand" Ich hatte nicht unbedingt das Gefühl, es mit einem wirklich guten Buch zu tun zu haben, beim Lesen fühlte ich mich oft unbehaglich, distanziert und fremd. Aber genau dieses Gefühl lässt einen nach der Lektüre auch nicht wieder los. Imanuel Kants "Kritik der reinen Vernunft" spielt eine große Rolle im Buch und die Zeit in der die gr0ße Wende zwischen "Glauben" und "Wissen" fiel. Oder vielleicht doch "meinen zu wissen?" Das Buch ist sehr philosophisch und hinterlässt einen oft ratlosen Leser. Aber es stößt auch etwas an, es klingt nach...es lässt nachdenken. Also eigentlich bewirkt es doch das Beste was lesen so bewirken kann. Dennoch kann ich mich zu mehr als vier Sternen einfach nicht aufraffen. Eine ganz und gar merkwürdige Geschichte eben. Im wahrsten Sinne des Wortes
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am 26. August 2003
Endlich wieder eine Geschichte meines liebsten deutschen Erzählers Wolfram Fleischhauer, der unsägliche Geheimnisse unvergleichbar spannend und berührend in die richtigen Worte fasst und mir ganz elegant nebenbei etwas lehrt, sei es über Geheimnisse der Malerei (Purpurlinie), des Gestern und Heute in Paris (...Regenhände), des argentinischen Tangos (Drei Minuten mit...) und nun der Philosophie. Hier entführte mich Fleischhauer zudem in meine eigene Heimat Franken vor 220 Jahren. Gemeinsam mit Nicolai Röschlaub ging ich fieberhaft auf die Suche und entdeckte eine Welt, mit der ich mich seit der Schulzeit nicht mehr beschäftigt habe: die der Aufklärung und des Sturm und Drang. Über jede andere Zeit gibt es eine Menge Romane, über diese Zeit geistigen, politischen und technischen Umbruchs, deren Zerrissenheit sich in vielen Geheimbünden spiegelte, wusste ich bislang wenig und sie scheint mir durchaus aktuell. Auch die Liebe spielt wie immer eine Rolle. Gaetane und Bruno, Guiletta und Damian aus seinen letzten Erzählungen bleiben mir als Paare näher, dafür lässt mich Nicolais und Magdalenas Suche nicht los. Mehr verrate ich nicht, lesen Sie selbst! Ich warte gespannt auf seine nächste Geschichte, sein nächstes Geheimnis...
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am 13. Oktober 2003
Nach der "Purpurlinie" habe ich mich schon sehr auf den neuen Roman von W. Fleischhauer gefreut. Selten lese ich Bücher mit so viel Genuss wie die von ihm. "Das Buch, in dem die Welt verschwand" hat meine Erwartungen nicht enttäuscht. Die Geschichte ist wieder eine wunderbare Kombination aus gut recherchierter Historie, Kriminalhandlung und geheimnisvollen Ereignissen, die einen das Buch nicht aus der Hand legen lassen. Die Geschichte ist ungewöhnlich, ein wenig phantastisch, trotzdem überzeugend und regt einen zum Nachdenken an. Allen, die vom Lesen mehr als nur reine Unterhaltung erwarten, empfehle ich dieses Buch wärmstens! Und ich warte schon wieder ungeduldig auf das nächste Buch von Fleischhauer, in dem wenigstens meine Welt für die Zeit des Lesens verschwindet.
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am 31. Januar 2006
Philosophie liegt mir nicht besonders. Ich kann mit dieser "Hirnakrobatik" nicht viel anfangen. Aber erst spät taucht dieses Thema in Fleischhauers Buch auf. Und dann regt es doch zum Nachdenken an, wie die Menschen noch vor ein paar Hundert Jahren dachten, wie anders sie die Welt sahen, wodurch sie sich bedroht fühlten. Wie fremd uns diese Sicht auf die Welt doch geworden ist.
Bis dahin aber ist das Buch spannend, sehr spannend. Ich wurde gleich zu Beginn hineingerissen in die mysteriösen Geschehnisse auf der Burg.
Es beginnt wie ein Krimi, scheint zu einer Liebesgeschichte zu werden, führt uns an eine uns fremdgewordenen Denkweise heran und offenbart ein ungewohntes Tatmotiv. Von allem etwas und doch so ganz anders, interessant und lehrreich und gut verwoben zu einem schönen Lesevergnügen.
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am 16. Juli 2004
Dies war das erste Buch das ich vom Autor Wolfram Fleischhauer gelesen habe.
Es ist sehr spannend und fesselnd geschrieben und die Handlung läßt einen eintauchen in die Lebensweisen und Umstände des 17. Jahrhunderts.
Man begleitet einen jungen Arzt der über mysteriöse Mordfälle und Hinweise stolpert die auf ein feudales Ende, auf eine weltverändernde Entdeckung hinweisen und dann ...
ja, ich glaube, dann verlies den Autor die Lust am Schreiben, das Ende ist einfach sehr unbefriedigend.
Ich will nicht zuviel vorweg nehmen, aber über Imanuel Kant auf diese Schlussfolgerungen zu kommen mutet doch etwas seltsam an.
Nach der tollen Handlung lässt das Ende dieses Buches einen im Regen stehen!
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am 25. Dezember 2006
Ich habe das Buch in drei Tagen durchgelesen und bin nach anfänglicher Begeisterung sehr enttäuscht. Wie bereits in vorhergehenden Rezensionen bemerkt wurde, hat der Autor hier eine gute Idee und viele schöne Ansätze abgeschenkt. Das Buch ist anfangs spannend und breitet ein Portfolio von vielen Strängen aus, vor denen der Autor aber ab Mittel des Buches kapituliert und nichts Sinnvolles zu knüpfen weiß. Die Sprache ist in Ordnung, aber stilistisch nicht sehr anspruchsvoll, die Charaktere bisweilen etwas blass. Besonders ärgerlich ist, dass eines der Hauptmysterien des Buches - die Ursache für bestimmte organische Erkrankungen / Geschwüre - am Ende überhaupt nicht gefunden wird bzw. deus-ex-machina-mäßig die Seelenpein angesichts bestimmter philosophischer Thesen bei allen möglichen verschiedenen Menschen in Windeseile zu exakt derselben Erkrankung inklusive Ablebens geführt haben soll - wirklich lachhaft. Auch Kant wird von den Protagonisten gründlich missverstanden, wobei man hierfür ja noch anführen kann, dass der Autor die subjektive zeitgenössische Sicht der Protagonisten schildert.
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am 6. März 2006
„Das Buch, in dem die Welt verschwand“ ist in meinen Augen nicht mehr als ein auf verbaler Sparflamme geköchelter Krimi, der nie so recht weiß, wo er hinwill und aus ebendiesem Grunde am Ende auch nirgendwohin gelangt. Das ist nicht nur schade – es ist eine Schande, denn die Grundidee des Romans ist großartig. Die neuartigen Lehren Immanuel Kants erzeugen große Furcht in einflußreichen (sprich: verschwörerischen) Kreisen. Wenn nichts mehr ist wie es scheint, was ist dann noch real? Welche Folgen hat diese Einsicht für unser Handeln? Ist die Moral in Gefahr? Man stelle sich vor, mit welcher Wucht eine solche Philosophie auf des gefestigte Weltbild der damaligen Gesellschaft eingestürmt ist. Leider gelingt es Wolfram Fleischhauer nicht ansatzweise, diese Angst vor einem neuen Denken in sein Buch zu übertragen. Wären da nicht Kutschen und Perücken – der Roman könnte zu jeder beliebigen Zeit spielen. Schade.
Anfangs weiß „Das Buch, in dem die Welt verschwand“ noch Spannung zu erzeugen. Ein junger, aufmüpfiger Arzt untersucht eine Reihe mysteriöser Todesfälle. Es gibt ein geheimnisvolles Gift, Spione, aufklärerisches Gedankengut, Geheimgesellschaften, eine seltsame Landkarte … Das alles weckt die Neugier des Lesers. Jedoch beginnt der Spannungsbogen, nach der Hälfte des Buches arg durchzuhängen, nur um am Ende, zusammen mit diversen aufgenommenen, aber nie zu Ende geführten Handlungssträngen, ganz am Boden zu liegen. Die ganze Handlung scheint in sich zusammenzubrechen, und das auf diesem Trümmerhaufen errichtete „überraschende Ende“ ist nicht in der Lage, zu überzeugen – oder zu überraschen. Die Charaktere, die der Leser nur anhand ihrer abstrusen Nachnamen auseinanderzuhalten vermag, wirken am Ende des Buches noch ebenso fremd und gesichtslos wie auf den ersten Seiten, weswegen das ungeschickt inszenierte Verwirrspiel am Ende nur noch effektlos verpuffen kann.
Mein Fazit: „Das Buch, in dem die Welt verschwand“ ist die bedauernswerte Umsetzung einer grandiosen Idee. Es konnte mich weder als Krimi, noch als historischer Roman überzeugen, was der mangelhaft konstruierten Handlung und den äußerst blassen Charakteren zu verdanken ist. Philosophischen Tiefgang konnte ich ebenfalls keinen ausmachen. Wer sich ab und zu seine Gedanken über die Welt und die Eigenheiten ihrer Bewohner macht, der wird von Fleischhauers Roman keine neuen Anregungen erhalten. Lediglich ein Mensch, der noch nie mit der Philosophie in Kontakt getreten ist, der Wahrgenommenes nie hinterfragt, der niemals zweifelt aber immer glaubt, könnte von den angedeuteten und oft widersprüchlichen Thesen im „Buch, in dem die Welt verschwand“ überrascht werden.
Zwei Sterne für die Idee und ein paar Seiten, die Lust auf mehr gemacht haben.
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