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Kundenrezensionen

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am 29. August 2000
Der Polizei-Psychologe Tony Hill, ein neuer Protagonist von Val McDermid, bemüht sich verzweielt, im Wettstreit mit der Zeit, der Polizei bei der Aufklärung und Ergreifung eines Serienmörders zu helfen. Es ist unbegreiflich wie man mitfiebert und die Spannung steigt ins unermeßliche, als der Mörder beginnt, sich ausgerechnet für Tony Hill zu interessieren. Die Folterinstrumente, die der Mörder verwendet, baut er selbst nach, indem er sich die Requisiten der Inquisition in Museen sorgfältigst betrachtet. Dieses Buch ist dermaßen spannend, dass jegliche äußere Ablenkung unerträglich ist. Ein ausgesprochen nervenaufreibender Krimi, der den Leser tief in die kranke Seele des Mörders blicken läßt. Für richtige Krimi-Fans einfach unverzichtbar!
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am 17. Juli 2000
Das Lesen dieses Buches kostet nicht nur schlaflose Nächte sondern auch Nerven. Einer der besten Kriminalromane, die ich seit Jahren gelesen habe. Ungeheuer spannend, nervenaufreibend und unbegreiflich. Man erhält eine fantastische Einsicht in die kranke Seele des Mörders und in die einfühlende Zusammenarbeit zwischen den Ermittelnden. Val Mc Dermid hat zu Recht einen Preis für dieses Buch erhalten und kann sich mit anderen sehr bekannten Schriftstellern dieses Genres messen. Dieses Buch ist für alle Krimifans ein absolutes Muß im Bücherregal. Viel Spaß beim Gruseln.
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am 14. Februar 2013
Val McDermid ist eine schottische Krimiautorin, die bereits seit 1987 Kriminalromane schreibt. In ihren Romanen tauchen bislang drei verschiedene Ermittler auf, für die sie eigene Reihen ersonnen hat; die Lindsay-Gordon-Reihe um die lesbische Journalistin gleichen Namens, die Kate-Brannigan-Reihe, in der eine Privatdetektivin die Hauptrolle spielt und die Carol-Jordan-und-Tony-Hill-Reihe, in der eine Polizeibeamtin und ein Profiler verschiedenste Mordfälle zu lösen versuchen. Diese letzte Reihe war auch die Vorlage für die Fernsehserie „Hautnah - Die Methode Hill“. „Das Lied der Sirenen“ ist der erste Roman der Carol-Jordan-und-Tony-Hill-Reihe und bereits 1995 erschienen. Val McDermid hat zahlreiche Auszeichnungen erhalten, darunter den Gold Dagger für „Das Lied der Sirenen“.

Ein Serienmörder geht um in Bradfield, Nordengland. Im Abstand von jeweils acht Wochen werden im Schwulenviertel der Stadt vier männliche Leichen gefunden, die grausam zugerichtet sind. Sie wurden massiv gefoltert und verstümmelt, dann sorgfältig gewaschen und in Seitenstraßen oder Parks abgelegt. Die Ermittler stehen vor einem Rätsel, da es weder verwertbare Spuren noch andere Hinweise auf den Mörder gibt. Also holt die örtliche Polizei unter Leitung von John Brandon sich den Verhaltensforscher und Profiler Dr. Tony Hill dazu, um dem Mörder endlich auf die Schliche zu kommen. Zusammen mit Detective Inspector Carol Jordan macht sich Hill daran, ein Profil von dem grausamen Killer zu erstellen. Dabei hat Hill nicht nur mit den seiner Arbeit skeptisch bis feindselig gegenüberstehenden anderen Polizisten zu kämpfen, sondern auch mit seinen ganz eigenen Dämonen. Und dann stellt Hill mit Entsetzen fest, dass er selbst erschreckend gut in das Opferprofil des Killers passt. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt, bei dem es äußerst ungewiss ist, wer ihn gewinnen wird…

„Das Lied der Sirenen“ ist ein typisch britischer Krimi. Die Charaktere setzen sich zusammen aus kauzigen, widerborstigen, ehrgeizigen und klugen Persönlichkeiten, die alle ihr mal mehr, mal weniger großes Päckchen zu tragen haben, darüber aber nie die Ermittlungen aus den Augen verlieren. Gepaart mit britischer Bürokratie, immensem Konsum von schlechtem Kaffee und English Breakfast schafft McDermid einen nahezu klischeehaften, aber dennoch überzeugenden Mikrokosmos aus englischer Polizeiarbeit und Mörderhatz. Gekrönt wird das Ganze von einem gnadenlos brutalen, vollkommen gestörten, aber hochgradig intelligenten Killer, der es der Polizei verdammt schwermacht, seiner habhaft zu werden.

McDermid erzählt die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven, was für ausreichend Abwechslung und einen nahezu konstanten Spannungsbogen sorgt. So erfährt der Leser sowohl in expliziten Passagen etwas über die kranken und abartigen Taten des Killers und seine gestörte Wahrnehmung als auch darüber, was Carol Jordan und Tony Hill umtreibt. Nicht immer gelingt McDermid dabei vollständige Glaubwürdigkeit. Bei dem Charakter des Tony Hill kommt man um die Vermutung nicht umhin, dass ein paar seiner Eigenheiten bzw. Probleme extra dafür erfunden wurden, um einen späteren Twist überhaupt möglich zu machen. Darüber hinaus wirkt die hier forcierte Anziehungskraft zwischen Hill und Jordan so formelhaft wie überflüssig. Und schlussendlich ist auch die Auflösung des Falles nicht wirklich überzeugend. Zwar gelingt es McDermid, den eher ungeübten Krimileser lange Zeit an der Nase herumzuführen, der versierte Krimifan jedoch hat aber spätestens nach der Hälfte des Buches eine Ahnung, wer der Täter sein könnte, und hat damit, wenn auch nicht ganz so wie erwartet, recht. Den Dreh, den McDermid gewählt hat, um ihre Auflösung der Geschichte überhaupt möglich zu machen, findet man sicherlich vereinzelt in der internationalen Kriminalgeschichte, er wirkt aber dennoch etwas sehr konstruiert und nicht wirklich überzeugend.

Erstaunlicherweise macht es dennoch recht viel Spaß, dem Geschehen zu folgen und seine eigenen Schlussfolgerungen zu ziehen. McDermid ist geschickt darin, ein fein versponnenes Netz verschiedener Handlungsstränge und komplexer Ermittlungsarbeiten zu weben, in dem genug Protagonisten und Wendungen auftauchen, um nicht gleich dahinter zu kommen, wer der Mörder sein könnte. Darüber hinaus gelingt ihr ein interessanter Einblick in die Arbeit eines Profilers, auch wenn einige Aspekte des mittlerweile 17 Jahre alten Romans inzwischen überholt sein dürften. Der Spannung tut dies keinen Abbruch.

„Das Lied der Sirenen“ schreitet größtenteils spannend voran und wird nur ab und zu durch die überflüssigen und klischeehaften Abschweifungen in das Privatleben von Jordan, Hill und anderen gebremst. Dafür erhält der Leser ungewöhnliche Einblicke in diverse Foltermethoden, die McDermid sich nicht scheut, detailliert zu beschreiben. So ist „Das Lied der Sirenen“ trotz einiger ungelenker Schlenker im Finale, einer doch etwas zu weit hergeholten Auflösung und klischeehaften Darstellungen einzelner Protagonisten ein ziemlich spannender und grausamer Thriller, dessen Spannungskurve meist weit oben liegt und der zwar nicht nachhaltig, aber für die Dauer des Lesens gut unterhält. Deshalb gerne gute drei von fünf Profilern, die sich erst noch etablieren müssen.
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am 19. April 2007
Die Val McDermid Serie ist einfach unglaublich gut und spannend. Es ist ein super Thriller mit Gänsehaut Effekt. Es ist schon ein paar Jahre her seitdem ich das Buch gelesen habe, ist mir aber sehr gut in Erinnerung geblieben, und vor allem ist es ein Buch das ich aufjedenfall ein zweites mal lesen werde und das sagt einiges aus.

Als Thrillerfan darf man dieses Buch absolut NICHT verpassen. Also kaufen und lesen
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am 8. Dezember 2010
...gehören immer öfter zusammen. So auch in Val McDermids Erstling "Das Lied der Sirenen", der gleichzeitig auch den ersten Teil der Carol Jordan / Tony Hill-Reihe darstellt.

Innerhalb kurzer Zeit werden vier Männer tot und ziemlich übel zugerichtet aufgefunden. Den ermittelnden Beamten wird schnell klar, was der Leser schon zu Beginn weiß, nämlich, dass es sich um einen Serientäter handelt. Einen kranken, obsessiven Serientäter, der sich nicht nur theoretisch ausgiebig mit diversen Foltermethoden beschäftigt. Die Ermittlungen führen ins Homosexuellen-Milieu und schon bald wird der Psychologe Tony Hill um Hilfe gebeten. Eine willkommene Abwechslung zu seinem Alltag und, zumindest erhofft er sich dies, von seinem ganz eigenen, persönlichen Problem. Was wäre ein Psychologe auch ohne seine eigenen Seelenabgründe? In Detective Inspector Carol Jordan hat Hill eine toughe Partnerin. Rein beruflich versteht sich. Carols Privatleben beschränkt sich, das Klischee lässt grüßen, auf Abende mit ihrem Bruder, einem Computercrack und ihrem eigenwilligen Kater...denn, viel Zeit für Privates lässt ihr der Job und ihr Anspruch an sich selbst nicht gerade.

"Das Lied der Sirenen" hat eine eigene Struktur, die das Lesen abwechslungsreich gestaltet. Jedem Kapitel vorangestellt ist ein ausgewähltes Zitat aus "Der Mord als eine schöne Kunst betrachtet" v. Thomas de Quincey. Es folgt ein Tagebuchauszug des Killers, der dem Leser die Informationen gibt, die sich die Ermittler erst beschaffen müssen, die das Täter-Opfer-Verhältnis und, natürlich, die Morde beschreiben. Anschließend findet sich der Leser in der Jordan/Hill-Ebene wieder. Ein schön aufgebautes Katz-und-Maus-Spiel, in dem Tony Hill eine zentrale Rolle spielt.

Die Geschichte ist spannend, stellenweise ziemlich skurril bis unglaubhaft, bietet interessante Dialoge und ist im Großen und Ganzen gut lesbar. Außerdem macht sie neugierig auf weitere Jordan-Hill-Fälle.
Warum dann nur 3 Sternchen? Weil ich denke, dass Mrs. Mc Dermid es noch einen Tacken besser kann ;-)
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am 6. Dezember 2007
Eigentlich ist dieses Buch ein spannender Roman, der eine fesselnde Psycho-Kriminalgeschichte erzählt. Aber eben nur eigentlich. Das Buch eignet sich sicherlich, um sich die eine oder andere Stunde Langeweile zu vertreiben, und ist ganz bestimmt auch unterhaltsam und kurzweilig. Aber der große Wurf ist es für mich nicht, und zwar aus den folgenden Gründen:

Eine der Hauptfiguren, Tony Hill, arbeitet als Profiler mit der Polizei zusammen. Wenn Sie das Buch schon gelesen haben: Ist Ihnen auch aufgefallen, daß praktisch keine polizeiliche Ermittlungsarbeit stattfindet, sondern nur "Gerate" vom Profiler auf der Basis einer Winzigkeit von Indizien? Zu allem Überfluß trifft das Herumgerate des Profilers auch noch fast immer zu! Val McDermid versteckt diese Tatsache geschickt, indem sie dem Leser in Form von Tagebucheinträgen zu Beginn eines neuen Kapitels immer wieder Einblicke in die Psyche des Serienmörders gewährt. Dadurch entsteht der falsche Eindruck, den Ermittlern stünden immer wieder neue Hinweise zur Verfügung, die Tony Hills Täterprofil zu bestätigen scheinen, das ist aber nicht so. Im Endeffekt wird der Killer aufgrund eines einzigen Hinweises geschnappt, den ein Zeuge - endlich - gibt. Der konnte nicht früher im Verlauf der Geschichte aussagen, weil er auf Dienstreise war. Na herzlichen Glückwunsch zu diesem Klimmzug, Frau McDermid!

Der zweite Kritikpunkt bezieht sich auf die Übersetzung, deren Stil für mein Gefühl ziemlich miserabel ausgefallen ist. Beispiele: Der Übersetzer scheint den Unterschied zwischen dem englischen "irritation" (Ärger, Gereiztheit) und der deutschen "Irritation" nicht zu kennen, jedenfalls setzt er beides gleich. Er scheint auch ein großer Freund der englischen "-ing"-Form zu sein und sie auch im Deutschen durchsetzen zu wollen, anders kann ich mir nicht erklären, daß er sie wörtlich übersetzt. Ich finde gerade keins der vielen Zitate, daher ein konstruiertes Beispiel: "Er ging in die Küche, das Messer mitnehmend." Auf diese Sorte Sprachbrutalität müssen Sie sich gefaßt machen, wenn Sie dieses Buch lesen wollen.

Warum man das Buch trotzdem lesen kann? Weil es kurzweilig ist und ich heute morgen fast meine Bushaltestelle verpaßt hätte, als ich die letzten Seiten im Bus las.
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am 23. Januar 2012
Habe dieses Buch vor einiger Zeit gelesen und nie etwas dazu geschrieben. Als ich aber eben hier von einer Rezensentin las "Nie mehr ein Buch von dieser Autorin", will ich nun doch etwas schreiben, denn sie kann es auch ganz, ganz anders!

Mein erstes Buch von Val McDermid war "ein Ort für die Ewigkeit". Hat mir extrem gut gefallen und daher: schnell zum nächsten: "Das Lied der Sirenen". War das wirklich die gleiche Autorin? Unfassbar!

Besser als mein Vorschreiber kann ich es nicht sagen: "Zu viel unnötige Brutalität! Zu viel Sex". Leider fand ich es darüber hinaus nicht einmal spannend. Seitenlange Beschreibungen von Folterinstrumenten, wie sie grausamer nicht sein könnnen. Manchem magŽs gefallen, ich fand es widerlich. Das Buch lebt von der Grausamkeit, von der Perversion, nicht von der Story oder seinen Figuren.

Sorry, ich weiß Val McDermids Schreibstil ist äußerst dicht und spannnend - auch hier - (und daher der eine Stern), wobei es mir bei den Themen, die sie hier aufwirft, lieber gewesen wäre, sie könnte weniger bildhaft und lebendig schreiben. Mir war mehr als einmal schlichtweg übel.

Wer gerne Grausames liest, wen Brutalität in Krimis nicht abschreckt, wer die Gänsehaut mag, die sich bei der Abartigkeit der Art zu Töten unweigerlich einstellt, wem die "Langsamkeit" in "Ein Ort für die Ewigkeit" langweilig erscheint, der kann hier richtig liegen. Ich war hier leider ganz falsch!
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VINE-PRODUKTTESTERam 26. November 2003
Dies ist das erste Buch um Tony Hill, der in diesem und weiteren Fällen Detective Carol Jordan durch die Erstellung psychologischer Profile bei der Suche nach grausamen Killern helfen soll.
Bereits bei meinem ersten Buch der Autorin Val McDermid wurde mir klar, dass sie nicht davor zurück schreckt, brutale Szenen bis ins kleinste Detail zu beschreiben und oft seitenlang bei den leidenden Opfern verweilt. Die Geschichte ist sehr spannend, doch machte mir dieser Aspekt während des Lesens sehr zu schaffen - so ungewohnt plastisch waren die Szenen. Noch eindringlicher wird das ganze dadurch, dass McDermid den Täter selbst zu Wort kommen lässt. Er bleibt zwar anonym, aber nicht ungehört - was die Spannung darüber, wer denn der Täter ist, noch mehr steigert.
Mit der Aufdeckung des Falles überraschte mich die Autorin sehr und präsentierte eine ungewöhnliche Lösung. Trotz der erwähnten Grausamkeiten ein äußerst empfehlenswerter Thriller, vorausgesetzt, man kann mit solchen Beschreibungen umgehen. Ansonsten würde ich - zumindest von diesem Buch - eher abraten.
Auch die Figuren, der Profiler und der Detective, werden interessant dargestellt. Wie meist bei solchen Serienfiguren haben auch sie ihre ganz eigene Geschichte, die sich in den folgenden (bisher zwei) Bänden noch weiter entblättern wird. Vor allem den Hintergrund von Hill fand ich sehr ungewöhnlich. Dranbleiben lautet hier also die Devise!
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am 28. Juli 2006
Val McDermid erlaubt es uns, das Tagebuch des Psychopathen als Einführung in jedes Kapitel zu lesen. Wir lesen, wie die Opfer ausgewählt werden und wie sich der Täter an es heranmacht.Wir lesen auch, wie der Mörder Folter-Instrumente auswählt, baut prüft.

Dr. Tony Hill wird in die Untersuchung mit einbezogen und Detektivinspektor Carol Jordan wird damit beauftragt, eine Verbindung zwischen Tony Hill und der größtenteils skeptischen Polizeiabteilung herzustellen. Sie ist sehr ehrgeizig und glaubt dabei doch an Tonis Arbeit. Zusammen sind sie ein gutes Team und versuchen nun die Pläne des sadistischen Mörders und die Hinweise, die er zurücklässt, bevor er sich das nächste Opfer holt, zu entschlüsseln.

Die Geschichte besitzt lebendige Charaktere, mit Schwächen, Stärken und Besonderheiten.

Nur die Folter-Szenen sind ein bisschen sehr grauenhaft.
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am 30. März 2010
Val McDermid ist eine Meisterin ihres Fachs! Sie gehört zu den Autoren, die sowohl einen klassischen Kriminalroman schreiben können - wie z. B. "Echo einer Winternacht" oder "Ein Ort für die Ewigkeit" - aber ebenso mit ihren Thrillern zu brillieren wissen.
Der vorliegende Roman ist einer dieser brillianten Thriller, der zudem noch der Start in eine ganze Serie ist.

"Das Lied der Sirenen" ist der erste Band der Hill/Jordan-Reihe um den Psychologen Tony Hill, der für das britische Innenministerium an einer Realisierbarkeitsstudie arbeitet, die sich mit dem Aufbau einer nationalen Einsatzgruppe zur Erstellung von Verbrecherprofilen beschäftigt, und der Polizeiinspektorin Carol Jordan, die als erste Verbindungsungsbeamtin in einem konkreten Fall mit Tony Hill zusammenarbeiten soll. Beide betreten mit dieser Zusammenarbeit Neuland, stellen sich aber erstaunlich schnell aufeinander ein.
Der Fall, der sie zusammenbringt, lässt die Öffentlichkeit schon seit geraumer Zeit in Angst und Schrecken leben: in Bradfield geht ein Serienmörder um, der es augenscheinlich auf homosexuelle Männer abgesehen hat. Vier Tote gibt es bereits, als Tony Hill hinzugezogen wird, um den Ermittlungen neuen Schwung und neue Denkrichtungen zu geben. Nicht jeder innerhalb der Polizei ist begeistert von dieser Neuerung und so haben Hill und Jordan einen schweren Stand - nicht nur, dass sie sich in den Kopf des Täters hineinversetzen müssen, auch ein Blick in die Köpfe der Kollegen ist notwendig, damit sich niemand auf die Füße getreten fühlt. Trotz aller Widrigkeiten erarbeiten sie gemeinsam ein Profil des Täters, das ihnen ein genaueres Bild von dem Menschen machen soll, der die furchtbaren Morde begangen hat, die sich durch eine besondere Grausamkeit auszeichnen. Alle vier Opfer wurden gefoltert, mit Methoden, wie man sie aus den Zeiten der Inquisition kennt, so dass die Leichen, die man findet, kaum noch daran erinnern, dass es sich mal um Menschen gehandelt hat. Und die Zeit läuft ihnen davon, denn der Täter hat schon sein nächstes Opfer im Visier...

Val McDermid bedient sich in "Das Lied der Sirenen" eines besonderen Kunstgriffs, indem sie zwischendurch in kleinen Passagen den Täter zu Wort kommen lässt. Der Roman steigt nach dem vierten Opfer ein und der Leser erfährt durch die Tagebucheinträge des Täters sozusagen in Rückblenden, was genau er mit den Männern angestellt hat. Das stellt eine größere Nähe zu Opfern und Täter her, die alles noch grausamer wirken lässt.
Das neue Ermittlerduo, das in diesem ersten Band der Reihe vorgestellt wird, hebt sich erfrischend von den Standardtypen des überfütterten Thrillergenre ab. Mit Tony Hill darf ein Psychologe Protagonist sein - eine Berufsgruppe, die sonst eher begleitende, aber selten eine tragende Rolle übernimmt. Carol Jordan hat als Frau im Polizeidienst die üblichen Hürden zu überwinden, doch glücklicherweise wird das von McDermid nicht so ausgeschlachtet - ich für meinen Teil habe auch genug von Autoren, die ihre weiblichen Helden immer in dieses "was habe ich es als Frau doch so schwer"-Horn blasen lassen.
Ich hatte schon sehr früh eine Ahnung, wer der Täter sein könnte - nein, ich will ehrlich sein: ich hatte mehrere! So gesehen war es reines Glück, dass eine davon am Ende zutraf. Der Spannung hat dies allerdings absolut keinen Abbruch getan, ich konnte das Buch kaum aus den Händen legen.
Es zeigt sich mal wieder: Val McDermid ist immer eine Lektüre wert! Und auch hier gilt: die Aktionsausgabe für 4,95 € bietet den perfekten Einstieg in die Reihe!
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