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am 18. Dezember 2008
Leider hält dieses Buch nicht, was der Umschlagtext verspricht. Dunkle Geheimnisse der Mächtigen entdeckt Sibylla nur wenige, diese sind auch nicht überraschend, sondern für Menschen in Machtpositionen nur zu gewöhnlich. Und auch die Heilige aus dem Titel, die Zwillingsschwester Helena, kommt viel zu kurz und wird nur sehr selten mal auf ein paar Seiten angesprochen. Aus der Grundthese, dass der Aufenthaltsort darüber entschied, ob eine Frau ob ihrer Vorhersehungsgaben als Hexe oder als Stimme Gottes bezeichnet wurde, wird kaum etwas gemacht. Die ebenfalls interessante Figur der Helena wird nur als billige Auflösung und Begründung genutzt, mehr Raum erhält sie leider nicht. Und das, obwohl ein bisschen mehr aus Helenas Leben interessanter gewesen wäre als die Liebesszenen Sibyllas mit dem Pfarrer ...

Die Handlung ist gut recherchiert, im Nachwort erläutert die Autorin, was historisch belegt ist und was dazu erfunden wurde. Doch diese historischen Fakten wurden leider nicht ein einen guten Stil gebracht. Vor allem anfänglich häufen sich langweilige Sätze, schwülstige Szenen und übertriebene Beschreibungen. Am Anfang gibt es kurz die Andeutung, dass Vater Schenkh erpresst wird, leider verliert sich dieser Faden komplett und wird nur ganz zum Schluss hin halbherzig und behelfsmäßig wieder hervor gekramt. Behelfsmäßig und schlecht durchdacht erscheint vieles, so dass die Charaktere immer unglaubwürdiger werden, je länger man liest.

"Die Hexe und die Heilige" hat einen sehr interessanten Ansatz, der leider nicht verfolgt wurde. So ist das Buch nur ein weiteres unter den vielen, die es bereits über Hexenverfolgungen gibt.
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VINE-PRODUKTTESTERam 26. November 2003
In "Die Hexe und die Heilige" geht es um Zwillingsschwestern, die beide die Gabe des Sehens haben. Eine der beiden, Helena, wird als junges Mädchen ins Kloster geschickt, während ihre Schwester Sibylla in einer anderen Stadt zur Hebamme ausgebildet wird. Das Buch spielt in einer Zeit (genauer gesagt Anfang des 17. Jahrhunderts), in der die Hexenverfolgung in großen Teilen des Landes an der Tagesordnung war. Gab die Kuh keine Milch oder zerstörte ein Hagelsturm die Ernte war vielleicht die Nachbarsfrau, die sich in letzter Zeit verdächtig benommen hatte, schuld. Schnell wurden böse Gerüchte und Verleumdungen in Umlauf gebracht, die "Hexe" vom Schultheiß abgeholt und in den Kerker verbracht. Wurde diese dann einer peinlichen Befragung (Folter) unterzogen, hatte sie die Namen ihrer Gespielinnen zu nennen - Namen, die ihr von ihren Folterknechten vorher eingebläut worden waren.
Das Buch hat bereits zu Anfang einige dicke Pluspunkte bei mir gesammelt, denn es enthält ein ausführliches Glossar, das Begriffe wie Untergänger oder Bursnerin erklärt und dazu einige ergänzende Bemerkungen der Autorin zu Dichtung und Wirklichkeit. Zwei Karten klären über den Aufbau der Haupthandlungsorte, Ellwangen und Leonberg, auf.
Man merkt dem Buch von Beginn an, dass die Autorin sich sehr viel Recherchearbeit gemacht hat. Die meisten mittelalterlichen Begriffe (wie z.B. die o.g. Berufsstände) sind zudem im Glossar erklärt, was für das Verständnis wichtig ist. Etwas verwirrend finde ich die Angewohnheiten der Menschen im Mittelalter, ihren Kindern Namen aus einem relativ begrenzten "Pool" zu geben. Im Buch stolperte ich schon des Öfteren darüber, dass z.B. in einer Situation nicht von der Tochter des Hauses die Rede ist, sondern von der Nachbarsfrau. Oder dass Mutter und Tochter denselben Namen haben - wie es bei Helena der Fall ist.
Bedrückend wird auch die Rolle der Frau geschildert - ich weiß ja, dass es damals so üblich war, dass eine Frau auf der Inventarliste ihres Mannes irgendwo zwischen Kleiderschrank und Melkschemel rangierte. Trotzdem macht es mich wütend zu lesen, wie Männer ihre Frauen behandeln durften, ohne dass ihnen jemand etwas anhaben konnte. Nun ja, so ganz sind diese Zustände ja auch in unserer "modernen" Welt noch nicht beseitigt...
Alles in allem ein gutes Buch, dass viele Details aus dem Leben der normalen Bevölkerung schildert und sich wirklich flüssig lesen lässt. Vor allem gegen Ende nimmt die Handlung noch an Fahrt auf und ließ mich fast die Hälfte des verbliebenen Buches in einem Rutsch durchlesen. Ich bin schon sehr gespannt auf die anderen Bücher der Autorin!
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am 7. Januar 2006
Die Autorin Ulrike Schweikert entführt den Leser in die Zeit der Inqisition und stellt das Leben der Menschen in einer Zeit, in der Hexenverbrennungen und die Angst vor Denunziation an der Tagesordnung war, auf schockierende Art und Weise dar.
Der Roman ist gut recherchiert und spannend von Anfang bis zum Ende.
Besonders lobenswert ist, dass die Autorin in einem Nachwort darauf eingeht, welche Ereignisse und Personen der Zeitgeschichte tatsächlich existierten und welche sie erfunden und schlüssig in den Roman integriert hat. Sogar das Datum der Hinrichtungen der im Roman vorkommenden Personen wird auf einer Zeittafel aufgeführt.
Deutlich bringt es die Autorin im Nachwort auf den Punkt: "Wenn eine Frau in dieser Zeit Visionen hatte, dann waren es Ort und Zeit, die entschieden, ob sie als Heilige verehrt oder als Hexe verbrannt wurde." Treffender kann man es nicht ausdrücken.
Was ich im Roman selbst vermisste, waren Jahresangaben und Angaben zum Alter der Hauptpersonen. Zur Hauptfigur Sibylle Schenckh gibt es in der Tat keine einzige Altersangabe. Die erste Jahreszahl wird etwa auf Seit 200 erwähnt.
Nichts desto trotz: absolut lesenswert
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am 3. Oktober 2008
"Die Hexe und die Heilige" ist eines der besten Bücher, die ich bisher über die Hexenverfolgung gelesen habe.
Es ist nicht nur erschreckend grausam sondern interessant, spannend und unheimlich mitreißend. Das ganze Buch über fühlte ich mit und hatte Angst um die sehr sympathische Sybilla und dazu mischte sich eine absolute Fassungslosigkeit darüber wie kaltblütig die Menschen damals waren und wie schnell und vor allem wegen welcher Nichtigkeiten sie ihre Mitmenschen einfach so mir nichts dir nichts auf den Scheiterhaufen brachten.
Was in der Geschichte ganz toll aufgezeigt wird ist, wie stark es vom Umfeld abhing (was es heute ja auch tut), ob man wegen einer gewissen Fähigkeit entweder gefeiert oder verflucht wurde, denn wie der Titel schon sagt, wurde ein die selbe Fähigkeit einerseits als Hexerei und andererseits als heilige Gabe betrachtet, nur weil sie auf unterschiedliche Menschen traf.
Doch das ist noch nicht alles, was das Buch so lesenswert macht, denn da ist auch noch neben dem tollen Schreibstil der Autorin, der einen vom ersten Satz an in das Buch hineinzieht, den sympathischen Charakteren wie Sybilla und dem sehr charmantem Vogt, die Tatsache, dass es auch noch sehr lehrreich und teilweise sogar witzig ist.
Ich habe hier eine Menge über das Stadtleben im 16. Jahrhundert erfahren, von dem ich bisher noch in keinem anderen Buch gelesen habe, wie z.B. welche Vorschriften es gab, von der Sperrstunde und dem dazugehörigem singendem Nachtwächter bis zum nicht selbst im Haus waschen dürfen und vielem mehr. Und was mich das eine oder andere Mal zum Lachen gebracht hat, waren die Kuriositäten und der witzige Aberglaube der damaligen Zeit wie z.B. dass die Frauen die große Eiche umarmen gingen, um schwanger zu werden. Über das und noch einige andere Merkwürdigkeiten habe ich mich köstlich amüsiert.

FAZIT: Ein ganz wunderbares Buch, das sich in die Liste meiner Lieblingsbücher einreiht und das ich nur allerwärmstens empfehlen kann.
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am 5. November 2003
Wer dieses Buch gelesen hat, kann eigentlich nur vor Dankbarkeit auf die Knie fallen, dass er/sie nicht vor 400 Jahren gelebt hat!
Ulrike Schweikert schreibt nach langen und gründlichen Recherchen einen Roman über eine Hebamme und ihre Schwester (die als Heilige betrachtet wird) und ihr Schicksal zu Beginn des 17. Jahrhunderts.
Ausgerechnet in Ellwangen, dem schwarzesten Fleck der katholischen Kirche während der Hexenverfolgungen, lernt Sibylla den Beruf der Hebamme. Es ist klar, dass auch sie letztendlich verhaftet, verhört und gefoltert wird. Wird sie tatsächlich auf dem Hexenwasen verbrannt werden oder kann sie diesem Schicksal entgehen?
Fast noch beängstigender und empörender als die fiktive Erzählung selbst (die allerdings mit etlichen historischen Figuren gespickt ist!), fand ich den Anhang:
In Ellwangen wurden von 1611 bis 1618 ca. 450 Menschen als Hexen getötet, was der Hälfte der Frauen und einem Sechstel der Männer Ellwangens entspricht! Nur einem einzigen Menschen gelang die Flucht aus dem Gefängnis und KEIN EINZIGER, der wegen angeblicher Hexerei verhaftet wurde, wurde freigesprochen! Die Grausamkeit, mit der vorgegangen wurde, schockiert. Und die Selbstherrlichkeit, mit der die katholische Kirche damals vorging, widert mich an.
Dieses Buch ist einfach unglaublich lesenswert, spannend, und gleichzeitig informativ.
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am 5. September 2002
Schon das Erstlingswerk von Ulrike Schweikert, "Die Tochter des Salzsieders", hat mich in seinen Bann gezogen. Und auch dieses Buch findet seinen Schauplatz in meiner Region, Ellwangen und Leonberg.
Die beiden Zwillinge Sybilla und Helena werden in eine dunkle zeit hineingeboren. Beide haben unheilverkündende Träume und sehen in die Zukunft. Die Bürger der Stadt Ellwangen und auch die eigene Familie tritt dem mit Argwohn gegenüber und so wird beschlossen die Geschwister zu trennen. Helena wächst in einem Kloster auf und wird letztendlich Nonne, Sybille gelangt über Umwege nach Leonberg und wird dort Hebamme. Mit Leidenschaft übt sie diesen Beruf aus, der in dieser Zeit jedoch zur verhängnisvollen Gefahr werden kann. Die Hexenverfolgung bricht aus und macht auch vor der Familie der Zwillinge nicht halt. Mutter, Onkel und Cousine finden den Tod in den Flammen. Auch Sybille die sich in die Machenschaften eines reichen Vogts verstrickt und zudem noch eine Liebesbeziehung zu einem jungen Priester beginnt gerät in das Mühlrad der Inquisition. Helena, die um das Schicksal ihrer Schwester weiß, macht sich auf um sie zu retten....
Dieser Roman basiert hauptsächlich auf authentischen Personen und auch die Hexenprozesse fundieren auf Tatsachen. So oder so ähnlich könnte sich ein Leben im Deutschland des Mittelalters abgespielt haben. Vielleicht ist der Roman deshalb so fesselnd weil ein Stück Geschichte lebendig zu werden scheint. Die Machtlosigkeit der Bürger gegenüber der Inquisition, die nackte Angst ums Überleben und die Verzweiflung wenn ein Familienmitglied vom Büttel weggeführt wird - die Autorin versteht es diese Schreckensmomente so zu schildern dass man einfach mitfühlen muss.
Wenn man dieses Buch zuklappt und weglegt ist man froh, sich im 21. Jahrhundert zu befinden. Trotzdem freue ich mich schon auf den nächsten Roman von Ulrike Schweikert.
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am 23. August 2009
Von diesem Buch war ich vollends begeistert!!
Das Cover zeigt Zwillingsmädchen, die sich gegenüber stehen und sich wie ein Spiegelbild gleichen. Das hat mich sehr neugierig gemacht.

Sybilla ist die Hauptfigur des Buches und flieht aus Ellwangen, nachdem ihre Zwillingsschwester Helena ins Kloster gebracht wurde. Beide beherrschen die Gabe des Sehens". Alle denken, dass Sybilla der Familie dadurch nur Unheil bringt und so geht sie mit einer Krämerin nach Leonberg.
Dort lebt sie einige Jahre bei der Schwester der Krämerin, bei der sie eine Lehre zur Hebamme macht, bis sie eines Nachts im Traum ihre Mutter brennen sieht. Als sie zurück nach Ellwangen kommt, muss sie zusehen, wie ihre Mutter als Hexe auf dem Scheiterhaufen verbrannt wird.
Von nun an werden fast täglich Frauen verhaftet und der Hexerei angeklagt. Eines Tages trifft es auch Sybilla.

Die Handlung spielt Anfang des 17. Jahrhunderts. Die Autorin hat sehr viel recherchiert über die Hexenverbrennung und diese Epoche. Dies merkt man an dem ausführlichen Glossar und der Danksagung im Anhang.

Die Figuren in diesem Roman sind sehr detailliert beschrieben. Ich konnte sie mir sehr gut bildlich vorstellen. Hervorragend gefallen hat mir die Figur des Pfarrers, der immer im Zwiespalt zwischen Gott und Sybilla steht. Manchmal tat er mir richtig Leid!
Sybilla ist mir sehr ans Herz gewachsen. Ich habe mich mit ihr gefreut und mit ihr mit gelitten.

Das Buch ist in vier Abschnitte unterteilt, die jeweils von einem neuen Lebensabschnitt Sybillas berichten. Diese sind wiederum in Kapitel unterteilt. Das hat mir gut gefallen. So konnte ich immer wieder kurze Lesepausen einlegen um das Gelesene zu verarbeiten.
Der Schreibstil ist flüssig und einfach, sodass das Buch gut zu lesen ist. Der Roman beinhaltet sowohl sehr viele gefühlvolle als auch spannende Szenen.

Ebenso hat mir gut gefallen, dass am Ende des Buches anhand eines Personenregisters noch einmal alle Figuren aufgezählt werden, die während der Handlung genannt wurden und was sie miteinander zu tun haben. Auch eine Erklärung mancher mittelalterlicher Begriffe findet man im Anhang. Das fand ich sehr gut.

Fazit:
Ein historischer Roman, der mir sehr gut gefallen hat. Ich kann ihn allen Liebhabern des Genres empfehlen.

Von mir bekommt der Roman fünf Sterne.
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TOP 500 REZENSENTam 31. Oktober 2010
Es ist jetzt fast sechs Jahre her, dass ich den Roman von Ulrike Schweikert gelesen habe. Jetzt hatte ich das Hörbuch vorliegen und war schon sehr gespannt. Ich muss gestehen, dass ich in der Zwischenzeit viele Details der Handlung vergessen hatte, und dadurch war ich von der Geschichte wieder voll und ganz gefesselt.

Zwar sind die beiden Schwestern erfunden, aber der historische Hintergrund basiert auf wahren Begebenheiten in der Fürstprobstei Ellwangen. Viele Charaktere, die in der Handlung vorkommen, haben damals wirklich gelebt, so auch der Pfarrer Berchthold und seine Schwester Dorothea, welche zur damaligen Zeit wirklich als Hexe hingerichtet wurde. Diese realen Personen verleihen dem Roman ein großes Maß an Authentizität. Es ist erschreckend, wie viele unschuldige Menschen verurteilt und hingerichtet wurden, auf Grund falscher Geständnisse, die von den Betroffenen aus Angst gemacht wurden. Man brauchte damals wohl nur einen missgünstigen Nachbarn, und schon hatte man eine Anklage am Hals, der man so leicht nicht entkommen konnte.

Die Autorin hat hier eine großartige Recherchearbeit geleistet und die realen Daten gekonnt mit ihrer Geschichte verwoben. Pia Mond, die Sprecherin des Hörbuchs, setzt diesen Roman sehr gut in Szene und verleiht den Protagonisten Charakter und Lebendigkeit.
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am 27. Mai 2008
Als die Zwillingsmädchen Helena und Sybilla geboren werden, ahnt noch niemand, welche schwere Zeiten dem Ort Ellwangen bevorstehen. Beide Mädchen sind mit der besonderen Gabe des Sehens" gesegnet, die aber den Mitbürgern Angst macht. Helena, die ruhige und besonnene ist der krasse Gegensatz zu Sybilla, die ein sehr aufgewecktes, neugieriges und selbstsicheres Wesen hat. Als der Vater tödlich verunglückt, überreden Bekannte die Mutter die Mädchen fort zu geben. Helena kommt in ein Kloster in dem man ihre Gabe bald sehr hoch schätzt. Sybilla wird von ihrer Ziehmutter in einer anderen Stadt zur Hebamme ausgebildet.
Als die beiden zu jungen Frauen herangewachsen sind, bricht in Ellwangen eine reine Hexenverfolgung aus und auch Sybilla begibt sich in große Gefahr.

Ulrike Schweikert hat es auch in diesem Roman wunderbar verstanden, den Alltag dieser Zeit, die geschichtlichen Hintergründe und das Leben ihrer Protagonisten bunt, glaubwürdig und sehr emotional darzustellen, ohne jedoch ins Kitschige abzugleiten. Der Hauptpart ist Sybilla gewidmet, aber auch Helenas Leben wird immer wieder erzählt.
Für den Leser ist es unfassbar, mit welchen Mitteln und mit welcher Rohheit und Brutalität damals gegen Unschuldige vorgegangen wurde, nur um die eigenen Kassen zu füllen.

Der Autorin ist auch mit diesem Buch ein wunderbares und empfehlenswertes Werk gelungen. Wer auf reinen Liebesschmus hofft, ist mit diesem Buch nicht gut beraten. Eine sehr klare, kurzweilige und vor allem nachvollziehbare Geschichte die jeden Liebhaber des historischen Genres gefallen wird.
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am 5. September 2014
Ellwangen im 17. Jahrhundert. Als die Zwillinge Sybilla und Helena das Licht der Welt erblicken herrschen Aberglaube und die Angst vor dem Teufel im mittelalterlichen Ellwangen. Alleine die Geburt von Zwillingen lässt so manchem Bewohner einen kalten Schauer über den Rücken laufen. Doch als sich bei den Mädchen zudem noch eine hellseherische Gabe bemerkbar macht, beschließen die Eltern, um das Böse abzuwenden, zumindest ein Kind zu den Nonnen zu schicken. Doch als sich die Ereignisse in Ellwangen überschlagen verlässt auch die daheim gebliebene Sibylla Ellwangen und trifft an einem anderen Ort auf die Hebamme Ursula, die sie wie eine eigene Tochter annimmt und der sie schon bald zur Hand geht. Doch Sybillas Alpträume nehmen zu, in ihnen sieht sie, wie ihre Mutter in Gefahr ist. So macht sie sich auf, um diese zu retten.

Alles in allem ist es eine nette Geschichte. Dieser Roman hebt sich meiner Meinung nach nicht von den unzähligen Romanen anderer Schriftsteller über das Thema Hexenverfolgung ab. Sybilla ist natürlich rothaarig und wunderschön, zudem strotzt sie förmlich vor Mut und Selbstbewusstsein. Natürlich darf auch die Romantik nicht zu kurz kommen, und was bietet sich hierfür besser an als die Beziehung zu einem Pfarrer?

Wie gesagt: eine nette Geschichte.

Verglichen mit Sabine Weigands Roman "Seelen im Feuer" ist dieser Roman wirklich ganz schlecht umgesetzt. Aus der Grundidee der Geschichte hätte man mehr machen können. Für mich war "Die Hexe und die Heilige" eine eher anspruchslose Kost. Mittelmäßigkeit kommt mir in den Sinn. Mittelmäßigkeit, die schnell wieder vergessen ist.
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