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Kundenrezensionen

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am 4. Januar 2007
Das Buch fängt äußerst interessant an, baut Spannung auf und führt verschiedene Handlungsstränge und Zeitebenen ein, von denen man sich denken kann, dass sie letzten Endes alle zusammengeführt werden. Da ich diese Art der Schreibweise sehr mag, kann ich daran - im Gegensatz zu anderen Rezensoren - nichts aussetzen.

Hohlbein schreibt spannend, ergießt sich leider ab und zu in überlangen Beschreibungen einer Sache, während er Erklärungen für eine andere komplett unter den Tisch fallen lässt. Alles in allem war das Buch jedoch fesselnd genug (und ich wollte unbedingt wissen, wie es ausgeht!), dass ich es an einem Tag (sagen wir besser: einem Tag und einer Nacht bis zum frühen Morgen) durchgelesen habe. Das ist schon einmal ein sehr gutes Zeichen.

Kritikpunkte sind, wie auch schon von anderen erwähnt, die leider etwas flach bleibenden Charaktere, die keine Veränderung durchlaufen. Es wäre schön gewesen, wäre der Journalist am Ende noch zur Raison gekommen und für irgendetwas nützlich gewesen, statt ein wimmerndes, schreiendes und um sich schlagendes Häufchen Hysterie zu sein. Auch wäre es schön gewesen, der Polizist hätte etwas mehr Form erhalten. Dass er am Ende so vehement zur Lösung beiträgt, scheint unglaubwürdig.

Und nun zum Ende: Ich hatte die ganze Zeit auf etwas Anderes gehofft. Auf was, das kann ich nicht beschreiben. Jedenfalls hat das Ende mich tief enttäuscht. Es geht schnell, einfach, unemotional und ohne jegliche Erklärung vor sich. Wer sich den Spaß nicht verderben will, sollte dort aufhören zu lesen, wo die drei Verbliebenen die Hütte betreten, und dann seine eigene Phantasie den Rest bestreiten lassen. Es wird auf jeden Fall besser als das, was Hohlbein geschrieben hat.

Trotz der recht harschen Kritik hat das Buch drei Punkte verdient, weil es unglaublich zu fesseln vermag und auf alle Fälle den Leser mit Ideen und Denkansätzen in seinen Bann ziehen kann.
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am 3. Februar 2005
Als ein ICE-Zug in einem Tunnel in dern Schweizer Alpen verunglückt, wird Kommissar Rogler hinzugezogen. Doch als er die Überreste des Zuges sieht, bezweifelt er, dass er der richtige Mann für diese Fall ist. Zwar wird offiziell behauptet, dass es sich um einen Terroranschlag handelte, doch nicht nur Rogler erkennt, dass das nur ein Vorwand ist. Die Wahrheit kennt er selbst allerdings auch nicht. Fest steht nur, dass der Zug innerhalb von Minuten um Jahrhunderte gealtert ist - genauso wie alle Passagiere an Bord. Das ist nicht nur ein Rätsel, es ist auch beängstigend. Außerdem kommen noch weitere, ebenfalls rätselhafte Fälle dazu, die anscheinend alle miteinander zu tun haben. Und die Gegend in der Schweiz wird plötzlich zu einen Wallfahrtsort für alle möglichen Leute aus der ganzen Welt. Die Sache scheint immer mehr aus dem Ruder zu laufen, und noch immer hat Rugler keinen Schimmer, um was es sich handelt.
Der Spannungsaufbau ist zunächst gut und mitreißend. Doch dann lässt alles mehr und mehr nach. Der Autor verliert sich zunehmend in Einzelheiten und Details, die mit steigender Zahl einfach nur ermüden. Da es dabei kaum wirklich mit der Geschichte vorwärts geht, ist das für den Leser ziemlich quälend, da man mehr erwartet. Der Schreibstil ist dabei recht angenehm, allerdings nicht herausragend. Die zeitlichen Sprünge sind ein wenig verwirrend und klären nicht immer auf. Die Grundidee zum Buch ist nicht schlecht, verliert dann leider an Glanz.
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TOP 1000 REZENSENTam 6. Juli 2015
Er soll der sicherste Eisenbahntunnel werden, der jemals gebaut wurde. Doch irgendwer hat etwas gegen diese Baupläne. Die Geräte spielen plötzlich verrückt, im Inneren ist eine unheimliche und alles durchdringende Stille, Loren machen sich selbstständig und die Zeit spinnt ebenfalls herum. Ein merkwürdiger Druide kündigt unheilvolles an und redet von der Welt und ihrer Rettung. Obwohl alle Angst haben, insbesondere Frank Warstein, wird der Tunnel weiter gebaut. Es passiert etwas, das Warstein zu einem seelischen Wrack und Alkoholiker werden lässt.

Es gehen Jahre ins Land als ein ICE durch den Tunnel fährt und nicht mehr herauskommt. Am Anfang geht jeder noch von einem Unfall aus, doch der ICE wird gefunden, und obwohl er erst wenige Wochen alt ist, sieht er aus, wie ein Zug aus der Steinzeit. Niemand würde behaupten, dass der Unfall gerade erst passiert ist, sondern er könnte vor 200 Jahren passiert sein. Die Regierung vertuscht es und spricht von einem unfassbaren Terroranschlag. Aber Warstein ahnt, was wirklich mit dem Zug passiert ist. Zusammen mit Angelika und Lohmann macht sich auf die Suche nach den Leuten, die der Druide damals genannt hat, damit sie die Welt retten, denn wie es scheint, hat der Berg sein eigenes Leben und ist zerstörerisch. Können die drei die Welt noch retten?

== MEINE MEINUNG ZUM BUCH ==
Wolfgang Hohlbein ist für mich ein Autor, der es schafft zu beeindrucken. Leider sind viele Werke sehr ähnlich, langatmig oder ähnliches, weswegen die anfängliche Euphorie leider stark nachgelassen hat. Mit „Das Druidentor“ dachte ich anfänglich, dass der Autor mich mit diesem Buch wieder in seinem Bann hätte, und das Werk mich überzeugen würde.

Wie gewohnt setzt der Autor auf verschiedene Handlungsstränge, die mehr oder weniger spannend gehalten sind, und irgendwann zu einer Einheit verlaufen. Es kann manchmal verwirrend und gerade ich mit meinen Namensproblemen, hatte schon etwas zu kämpfen, aber das ist nunmal ein eigenes Problem.
Dazu nutzt er interessante, und eher ungewöhnliche Figuren, die einem nicht unbedingt sofort sympathisch ist, weil sie zum Beispiel Alkoholiker sind. Nichtsdestotrotz haben seine Figuren Charakter und das überzeugt zumindest am Anfang denn im Verlauf bleibt die Struktur und sie entwickeln sich null. Die Frage nach dem was ist passiert, fesselt in der Tat gut, und ich kann mich gut erinnern, dass ich angefangen habe um 2.00 morgens, weil mich mein Sohn geweckt hatte, und mich das Buch die ersten 100 Seiten so gefesselt hat, dass ich nicht trotz Müdigkeit nicht aufhören konnte.

Allerdings kann der Autor diese anfängliche Spannung nicht aufrecht erhalten. Irgendwann kam bei mir der Punkt, dass ich merkte, dass Hohlbein in alte Muster verfällt. Immer mehr Details, langatmige und manchmal recht kitschige Dialoge und eine mysteriöse Kraft, die auf die Dauer nur nervt. Manchmal hatte ich das Gefühl, als würde Hohlbein versuchen etwas Humor einzubauen, der aber einfach nicht gut ankommt. Gut und gerne hätte das Buch 100 Seiten weniger haben dürfen, um zumindest nicht so verloren im Mittelteil zu wirken. Mich für meinen Teil bringt Hohlbein eher zu dem einen oder anderen Kopfschüttler und zu gerne hätte ich das Buch abgebrochen, wenn Franke mal wieder etwas geschafft hat, was einfach übertrieben und an den Haaren herbeigezogen wirkt. Er wirkt wie der Puppenspieler, der alles erreichen kann, indem er die Fäden nur zieht. Jeder macht im Grunde was er will. Wenn man bedenkt das er am Anfang Bauleiter ist und später Physiker, fragt man sich schon, woher der Einfluss kommt.

Ein Highlight ist jedoch diesmal der Schluss, und das meine ich nicht im positiven Sinne. Ich habe nichts gegen Geschichten, die vorhersehbar sind. In diesem Fall hätte Hohlbein lieber darauf zurückgreifen sollen. Bis zum Schluss versucht er alles, damit das Ende offen und spannend bleibt, vertut Chancen, um dann an den Punkt zu kommen, wo er in meinen Augen in einer Sackgasse gelandet ist. Vorher wusste niemand was getan werden muss, und innerhalb von wenigen Seiten heißt es, dass sie es eigentlich ja schon immer wussten. Auch ist die Auflösung inhaltlich kein Highlight. Im Gegenteil es berührt nicht, ist nicht spannend und völlig ohne Emotionen. Schlimm ist jedoch auch die Tatsache, dass in meinen Augen viele Fragen offen bleiben und das Buch eher einen schalen Nachgeschmack hat. Im Grunde ist es ein Buch bzw. ein Schluss, bei dem ich sagen kann, dass mir das Buch nicht lange im Gedächtnis bleibt. Positiv, weil ich dann die offenen Fragen gleich mit vergesse und nicht grüble; negativ, weil ein Buch doch gerne im Gedächtnis bleiben sollte.

Wirft man nun einmal einen Blick auf das gesamte Werk des Autors, dann kann ich den Meinungen anderer Leser mit „Wechselhaftes Buch“ nur zustimmen. Es beginnt so gut und an sich hätte so viel aus der Grundidee gemacht werden können. Die vielen Details und vor allen Dingen die immer gehäuften unnötigen Details sind einfach nur strapaziös. Hätte es Hohlbein wenigsten mit einem gelungenen Schluss beendet, dann hätte das Buch es zumindest soweit geschafft, dass ich mich persönlich auf mein letztes Hohlbein Werk auf dem Stapel ungelesener Bücher gefreut hätte. Da es ihm jedoch nicht vollends gelungen ist, wird es nun wieder einige Zeit dauern, bis ich mich an ein weiteres Werk von ihm wage.

Alles in allem ist es kein Buch was ich wirklich empfehlen kann. Tut mir leid. Es gibt genügend Leser, die das Buch gut finden, aber auch genügend, die es alles andere als berauschend beurteilen würden. Meinungen sind zum Glück unterschiedlicher Natur, und das ist auch gut so, aber alle, die schon verschiedene Hohlbein Werke gelesen haben, werden mit meiner Kritik vielleicht etwas anfangen können und selbst entscheiden, ob das Buch vielleicht etwas für sie wäre. Es ist leicht zu lesen, und diesmal ist der Einstieg gut, aber für mich etwas zu mystisch, zu viele offene Fragen, zu viele Zufälle, zu viele hingebogene Sachen und zu viele unnötige Details.
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am 21. April 2014
Ich lese gern und viel und durch alle Genres, Märchenmond und einige andere Bücher, die W. Hohlbein mit H. Hohlbein geschrieben hat, sind mir sehr positiv im Gedächtnis geblieben. Aber bei diesem Geschreibsel habe ich mich wirklich gefragt, ob man so etwas überhaupt verkaufen darf. Durch die ewigen Wiederholungen der Geschehnisse und im Aufbau hat man das Gefühl, der Autor hält seine Leser für beschränkt und müsse alles immer wieder erklären. Die Charaktere bleiben blass und wirken teilweise albern, die Geschichte an sich ist wirr und undurchsichtig und wird auch nicht befriedigend geklärt. Meiner Ansicht nach nicht einen einzigen Stern wert.
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am 14. Juli 1999
Kurz und gut - es war eine Qual das Buch bis zum Ende zu lesen. Es geht um einen Eisenbahntunnel, in dem die Zeit verrückt spielt und drei Menschen, die versuchen in diesen Tunnel zu gelangen, um dessen Rätsel zu lösen. Außerdem treffen sich alle Magie-begabten der Welt, - Schamanen etc. - um sich gegen deren Untergang zu wappnen. Die einzige gute Idee des Buches, die, genau wie alles andere in diesem Buch nur mäßig umgesetzt wurde. Wenn man dieses Buch irgendwo einordnen soll, dann ist es pure Unterhaltung, aber keine gute. Wirkliche Spannung entsteht nicht und der Autor spielt nur mit Ideen, ohne sie auszureizen. Der Protagonist und eine Person, die er sucht haben den gleichen Vornamen - einfach so. Eine Idee, die in noch keinem anderen Buch vorkam und das ist auch der einzige Grund, warum sie in diesem Buch vorkommt. Auf dem Weg zum Tunnel stellt sich den Dreien eine Art Monster entgegen - sie besiegen dieses Monster mit übersinnlichen Fähigkeiten, die sie vorher nicht gehabt haben und auch nie wieder in diesem Buch einsetzen. Das Ende riecht nach Anfang, sprich nach einer Fortsetzung - der Leser bleibt unbefriedigt zurück. Eines der schlechtesten Bücher, die ich gelesen habe - einige gute Ansätze, aber grauenhaft umgesetzt. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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am 28. Februar 2008
Ich lese sehr viel Fantasy und Hohlbeins Bücher "Märchenmond" und "Märchenmonds Kinder" haben mir sehr gut gefallen, aber dieses Buch ist eines der schlechtesten, die ich je gelesen habe.

Der Beginn war noch gut und verhieß Spannung - ein ICE altert auf seiner Testfahrt durch einen neugebauten Tunnel um 200 Jahre, die Insassen sind mufiziert. Bis dahin klang das noch nach einer aufregenden Geschichte, dann traten die Hauptcharaktere auf und das war es dann. Die Story schleppte sich langsam dahin und keiner der Charaktere war so symphatisch, das ich ihn wirklich mochte. Während des gesamten Verlaufes des Buches werden sowohl der Leser, als auch die Hauptcharaktere darüber im Unwissenden gelassen, worum es der "höheren Macht" letztendlich geht. Das Ende ist dann einfach da, eine richtige Auflösung gibt es nicht und ich war mir auch nie sicher, wer von den Dreien jetzt "der Liebende", "der Wissende" usw. sein soll.

Man hätte aus dem Ereignis "gealteter ICE" eine richtig spannende Fantasygeschichte machen können, so wurde hier eine Chance vertan und der Leser bekam ein gähnend langweiliges Buch ohne Auflösung mit zig unlogischen Handlungsfäden.

Lesen lohnt sich nicht!
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am 13. März 2001
Mein erster Hohlbein - und was für ein furioser Beginn! So hätte es weitergehen können...
Doch leider entpuppen sich die ersten Kapitel als Sturm im Wasserglas. Im Stile von Jason Dark (der ja durchaus auch seinen Reiz haben kann) schildert Hohlbein lediglich Platituden. Alle Charaktere sind zweidimensional, wirken dem Buch der Klischees entsprungen. Dialoge werden vorhersehbar - wie bei einer schlechten Soap. Und spätestens hier geht geht auch der letzte Reiz des "Druidentors" verloren.
Scheinbar wahllos springt der Autor durch Zeit und Raum, so als wolle er durch dieses Hin und Her vom immer langweiligeren (und unglaubwürdigeren) Plot ablenken. Das gelingt nicht! Vielmehr bekommen Leserin und Leser mit einem schon fast absurden Aufmarsch von allem, was irgendwie magisch und fantastisch klingt, einen künstlichen roten Faden präsentiert, der alles andere als straff gespannt ist.
Dennoch war dies mit Sicherheit nicht mein letzter Hohlbein, zu spannend und fesselnd war der Beginn. Vielleicht hatte Wolfgang ja auch nur einen schlechten Tag? Oder vielleicht liegt ihm ja auch die Nähe zur Realität nicht?
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am 21. April 2015
Kann mich der Amazon-"Produktbeschreibung" nur anschließen: DAS war (vor Jahren) mein erster & letzter Hohlbein - da gibt es weiß-Gott ernstzunehmendere Autoren in diesem Genre. Man kann eigentlich nicht mal drüber lachen: Es tut einem direkt Leid, dass hier einer seine Zeit damit vergeudet hat, so einen Mist zusammen zu schreiben. Überdies: Wenn man sieht, wie viele Romane noch jede Woche herauskommen, hat man schon ein bisschen das Gefühl, das es heutzutage jeder versuchen darf, ein Buch zu schreiben, der ein Mal in irgendeinem Aufsatz eine 1 geschrieben hat - ich frage mich, ob sich die Verlage damit wirklich einen Gefallen tun?
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am 2. August 2006
Es ist so Schade, dass das Ende des Buches so plump und wortkarg daherkommt. Nach über 400 Seiten der Reise und der rätselhaften Ereignisse wird das Finale auf etwa 2 Seiten abgehandelt, oberflächlich und sinnlos.

Dabei wird so viel Potential aufgebaut. Da stellt man die Berge hin als sie waren lange da und werden noch lange da sein, vielleicht haben sie ein Bewusstsein das zeitlich so wesentlich langsamer ist, dass wir es nicht bemerken in unserer kurzen Lebenszeit. Ist der Berg "böse" oder "geweckt"?

Dann kommt das schwarze Loch ins Spiel, gibt es vielleicht ein winziges schwarzes Loch irgendwo im Berg? Alles wäre möglich in diesem Fall.

Oder all die zusammengeworfenen Ureinwohner und Schamanen, vielleicht hat das ganze eine magische oder fantastische Bewandnis und es geht auf eine Druidenschiene.

Und dann gibt es komische Wesen, Dinge die man sich wünscht scheinen zu geschehen, der Himmel ist in Farben, Glühlichter fliegen rum, allerlei Krams.

Es gibt wahrlich viele Möglichkeiten, diesem Buch ein gutes Ende zu schreiben mit einer greifbaren originellen Idee. Die werden aber alle einfach über Bord geworfen, es wird auf einmal sinnlos, zusammenhangslos und platt. Alles, was vorher je vorkam, ist total nutzlos bei diesem Ende. Hatte der Autor keinen Bock mehr?

Das Buch ist bis kurz vors Ende 5 Sterne wert. Auch wenn es sich teilweise etwas zieht, immer die gleichen Differenzen zwischen den Hauptcharakteren, aber die rätselhaften Ereignisse halten einen neugierig. Und am Ende wird man bitter enttäuscht.

Das ist jetzt das Dritte, das ich von Hohlbein lese, und sie waren alle drei in diesem Schema. Innovativ, kreativ, interessant, werfen viele Fragen auf und fesseln einen lange. Und jedes Mal folgt dann ein abgehacktes kurzes Ende, äusserst Flach und ohne viel Erklärung. Ich beziehe mich auf Der Widersacher und Anubis (als Hörbuch).

Viele schwärmen von Hohlbein, mir scheint es ein Autor mit versauten Enden sein.
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am 22. März 2007
[Spoilerwarnung]

Wenn ich jemals ein schlechteres Buch gelesen habe, erinnere ich mich Gott sei Dank nicht mehr daran. Dieses Buch ist nicht schlecht auf die "Mann, das will ich nie wieder lesen"-Art, sondern auf die "Ein Teil meiner Seele und die Hälfte meiner Gehirnzellen ist während des Lesens gestorben"-Art und wäre schon nach Seite 300 aus dem Fenster geflogen wenn ich nicht zu den armen Verdammten gehören würde die sich verpflichtet fühlen jedes Buch, dass sie anfangen, auch zu Ende zu lesen.

Normalerweise würden 100 Seiten ganz guter Anfang und die paar guten Szenen mit Franke und Rogler (die allerdings auch schnell lahm wurden) für mich ausreichen, wenigstens zwei Sterne zu geben, aber es gibt so viel Schlechtes, dass ich das leider nicht kann; angefangen bei der Prämisse des Buches, die in der ein oder anderen Form entweder von den Charakteren oder vom Autor in seinen seitenlangen Litaneien ziemlich direkt formuliert wird: "Es gibt Dinge zwischen Himmel und Erde, die kann die Wissenschaft nicht erklären." Oh wow, erzählen Sie mir einen, den ich noch nicht kenne, Herr Hohlbein! Aber gut, zu der Prämisse "Wahre Liebe siegt" wurden auch schon 282373287326 Bücher geschrieben und die sind auch nicht alle dumm.

Trotzdem wird das ganze hier auf eine grausame Weise verarbeitet. Hohlbein will eine bestimmte Geschichte erzählen und zwar so dringend, dass ihm die Figuren einfach egal sind. Warstein, Angelika, Lohmann, Rogler und Franke könnten genau so gut Dick, Doof, Goofy, Donald und Papa Schlumpf sein - keine ihrer Entscheidungen beeinflusst den Lauf der Geschichte auch nur im Geringsten. Sie sind leb- und ambitionslose Spielfiguren, die der Autor herumschiebt. Trotzdem noch etwas Genaueres zum Goldenen Trio:

Warstein: Als rauskam das Warstein der ist, der weiß, hab ich laut gelacht. Warstein weiß? Bitte! Warstein weiß gar nichts, noch nicht einmal, warum er überhaupt in der Schweiz ist! (Nicht, dass das einer der anderen Charaktere wüsste, aber bei ihm fällt es doch sehr auf.) Ansonsten ist er so flach und zweidimensional als hätte man ihn aus Papier ausgeschnitten - der typische zynische, gescheiterte ein-bisschen-anti-Held. Leider sind seine Witze so langweilig, dass er nicht mal dadurch Sympathieträger werden kann.

Angelika: Wenn Hohlbein einen starken weiblichen Charakter erschaffen wollte (und davon gehe ich aus, da Warstein sie ja als so "tapfer" bezeichnet), ist er gescheitert. Angelika ist nicht stark. Sie ist nur dumm. Man rennt nicht los und schnappt sich einen Journalisten und einen Ex-Forscher um seinen Mann zu retten, ohne sich sicher zu sein, ob man die bessere Hälfte eigentlich wiederhaben will. Auch wenn Hohlbein nur einen Charakter erschaffen wollte, ist er gescheitert. Angelika hat das Stadium der Zweidimensionalität überschritten, sie ist eindimensional - sie hat einfach keinen Charakter, keine Gedankenwelt. Aus dem Trio ist Angelika die Nutzloseste - sie kann Kaffeekochen und das war's auch schon zo ziemlich. Ihr Titel als die, die liebt ist lächerlich und einfach kitschig. Was liebt sie denn? Ihren Mann? Eher nicht. Warstein? Ja, vielleicht, aber was hat das mit ihrer Rolle am Ende zu tun? So ein Schwachsinn.

Die Liebesgeschichte zwischen den Beiden ist noch ein ganz schlimmer Teil des Buches. Nicht nur, dass sie ungefähr so unerwartet und überraschend kam wie der Sonnenaufgang am Morgen, zwischen zwei Pappfigürchen kann einfach kein Funke überspringen und zum Mitfiebern war das gar nichts.

Lohmann: Lustigerweise ist Lohmann, Hohlbeins persönlicher Boxsack, der Charakter, den ich am Meisten mochte. Wäre er nicht dabei gewesen wären Warstein und Angelika schon am Flughafen in einem Sumpf aus Selbstmitleid und "Oh wir Armen!" versunken. Seine Aktionen waren nicht immer sinnvoll, aber wenigstens hat er im Gegensatz zu Mr. Ich weiß auch nicht, was ich hier eigentlich mache und Mrs. Charakterlos IRGENDETWAS getan. Das ändert nichts daran, dass er auch ein schlecht gemachter, zweidimensionaler Charakter bleibt, dem Hohlbein keinerlei Entwicklung gönnt und so beendet man das Buch somit mit dem schlechten Gefühl dass Hohlbein einem die Lehre "Wenn du einmal ein Idiot bist, bist du immer Idiot und wirst dich niemals ändern" auf's Auge drückt.

Trotzdem ist das alles eigentlich egal denn wie gesagt, die Charaktere zählen nicht. Das Buch tritt 400 Seiten lang auf der Stelle und verfolgt die Protagonisten bei ihrem Fortlaufen vor Franke, der, was jedem einigermaßen intelligenzbegabten Leser 150 Seiten nach Beginn der Verfolgungsjagd klar ist, genau das Gleiche will wie sie. Zwischendrin kommen eingestreute Geschichtchen mit Franke und Rogler - nett am Anfang, störend am Schluss, da auch sie zu nichts führen - und kleinere Episoden wie die von Andy und Travi (Andy mutiert nachher zu einer Art Friedensbotschaften verkündenem Zombie, bei dem man sich selbst als Pazifist verzweifelt fragt, warum es denn nicht möglich sein kann ihn einfach abzuknallen). Während der gesamten letzten 500 Seiten beschreibt Hohlbein ungefähr 4500 Mal irgendwelche Lichtspielchen am Himmel, benutzt ca. 400 Mal den Satz "am liebsten hätte er ihm die Faust ins Gesicht gerammt" und überspannt ganz allgemein die Nerven des Lesers mit irgendwelchen Beschreibungen von semi-mythischen Ereignissen und seinem repetitiven, aufgeblasenem Schreibstil präzise 7067 Mal.

Das Ende ist ganz klar die Kirsche auf diesem literarischen Törtchen aus der Hölle. Hohlbein beweist erst einmal, dass er der deutschen Sprache nicht mächtig ist, denn er definiert "geheimste Wünsche und Sehnsüchte" offensichtlich anders als der Duden. Auch für mich sind Wünsche und Sehnsüchte nicht unbedingt das, was die Explosion einer Atombombe direkt neben mir oder das Öffnen eines schwarzen Lochs in der Mitte eines Berges bedeuten. Wenn er so was wie Ängste meinte, wäre er vielleicht auf der richtigen Spur, und wenn er tatsächlich versucht hat psychologisch tiefer zu gehen, nämlich auf die Ebene, auf der die menschliche Psyche sich schlimme Sachen sogar wünscht, muss ich leider sagen, dass er sich ein paar Treppenstufen über seinem Niveau versucht - er ist ja nicht mal in der Lage, glaubwürdige Charaktere zu entwickeln.

Am Ende schafft Hohlbein es zumindest noch Lohmann, den er im Buch nur deshalb mitgeschleppt hat, damit Warstein im Gegensatz zu ihm gut aussieht (hat nicht geklappt; sie wirken beide wie Vollidioten), umzubringen, und löst das Ganze mit einem unglaublich schlechten Deus ex Machina. Nachdem Roglers, Angelikas und Warsteins Gene sponatn die richtigen Informationen ausspucken, landen sie im Teletubbyland, wo es keine bösen Menschen mehr gibt und alles immer ganz toll sein wird.

Ich hab keine Ahnung wie seine anderen Bücher sind (und werde es nie herausfinden), aber gehen die auch nur in die Richtung von "Das Druidentor", dann ist dieser Autor hoffnungslos überbewertet.
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