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Kundenrezensionen

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am 25. April 2008
Der Film ist Kult. Das Buch sowieso. Deshalb gehört es auch in jedes gut sortierte Bücherregal.

Obwohl, und das muss man dabei sagen: "Fight Club - Das Buch" polarisiert. Es ist markant geschrieben. Schnell. Hart. Roh. Es kommt auf den Punkt. Direkt. Ohne Umschweife.

Ich liebe diese Erzählweise, die weit von der herkömmlichen Prosa abweicht. Es entwickelt durch die prägnante Ausdrucksweise eine ganz eigene Sprachgewalt. Die aber nicht jedem Leser liegen wird. Es polarisiert.

Für Bücherwürmer stellt sich nicht die Frage, warum zusätzlich zum Film noch das Buch lesen. Für Filmliebhaber hier mein Rat: Trotz Film, unbedingt zum Buch greifen und vergleichen. Das Buch weicht inhaltlich an wesentlichen Stellen vom Film ab. Es wird sehr schnell ersichtlich, dass die Story im Original nicht zur Verfilmung geeignet ist. Ein abweichendes Drehbuch war absolut notwendig, um zum Film zu führen. Allein aufgrund der Unterschiede zwischen Originalgeschichte und filmischer Umsetzung lohnt sich der Vergleich. Ich finde beides gelungen und kann mich nicht entscheiden, was ich vorziehen würde.

Fight Club gehört allein durch den hervorstechenden Charakter der Erzählsprache zu meinen Lieblingsbüchern. Deshalb kann ich Ihnen das Buch wirklich ans Herz legen.
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am 21. August 2005
Dass Chuck Palahniuk als Autor bereits als Held einer ganzen Generation gehandelt wird und immer mehr Leser durch seinen Erzählstil begeistert, ist ebenso wahr wie gerechtfertigt. Palahniuks Romane beschäftigen sich größtenteils nicht mit stereotypen Erfolgsmenschen sondern eher mit den Versagern und den Unbeachteten der modernen Gesellschaft. Und so ist es auch in Fight Club der Fall.
Der Protagonist ist auf den ersten Blick wohl einer der gewöhnlichsten Menschen den man sich vorstellen kann. Er hat einen Job als Angestellter einer Autofirma. Er trägt einen Anzug mit Schlips und er fliegt von Stadt zu Stadt um als Unfallanalyst zu arbeiten. Außerdem leidet er an Schlaflosigkeit...seine Leben ist also nicht sehr aufregend. Dies ändert sich jedoch rapide als er auf den charismatischen Tyler Durden trifft. Tyler ist anders, er lebt anders, arbeitet anders und er hat genaue Pläne für sich und für unseren tragischen Helden. Immer weiter versinken die beiden in ein selbst geschaffenes Imperium der Anarchie bis die Situation eskaliert.
Die langsame Verflechtung beider Charaktere ist Kernbestand des Buches, welches vor Ideen und skurrilen Handlungen nur so sprüht. Durch seine intelligente Erzählweise, versteht es Palahniuk den Leser an die Handlung zu fesseln und ihn auch vor den Kopf zu stoßen. Die Auflösung am Ende ist ebenso überraschend wie verwirrend und bereitet dem Leser einen krönenden Abschluss des Buches. Dennoch, Fight Club ist nicht für die zartbeseideten. Es ist stellenweise eklig bis abstoßend. Aber wer sich davon abschrecken lässt ist selbst Schuld!
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am 6. Januar 2009
Ich errinere mich noch genau daran, als ich den Film zu Fight Club das erste Mal gesehen habe. Er hat mich sehr fasziniert und ich musste lange über die Geschichte nachdenken.
Aber als ich das Buch gelesen habe, war das nicht vergleichbar.

Man hat für kurze Zeit das Gefühl, frei zu sein von allen Manipulationen der Gesellschaft und erniedrigt sich auf das tatsächliche Minimum an Bedeutung, das man als Mensch hat.
Wenn man Tyler Durdens systematische Selbstzerstörung, die gleichzeitig eine Selbsterlösung sein soll, verfolgt, fühlt man sich so, als wär man zum ersten Mal auf dem Boden angekommen.
Die Ratlosigkeit und Unmöglichkeit der Erlösung wird einem so schmerzhaft bewusst, dass man beginnt, sein eigenes Leben von Anfang an in Frage zu stellen und man möchte seine Besitztümer in Brand setzen. Das Buch gibt keine Antwort, weil es keine gibt, stellt aber erstmals die richtige Frage.
Jedenfalls so lang, bis man den Fernseher wieder einschaltet.

Ein Wechselbad von Verzweiflung und Tatendrang, Erlösung und Zerstörungswut. Für mich ist Chuck Palahniuk ein Genie.
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am 29. August 2003
Das Buch liest sich wie eine rasante Achterbahnfahrt durch das Leben eines Schizophrenen. Denn obwohl ich den Film mindestens schon 5 mal gesehen habe überraschte und fesselte mich das Buch wie kein Zweites. Palahniuk schreibt derart direkt, authentisch und angepisst, dass kaum Zeit bleibt die recht heftigen Szenen und Ereignisse zu verarbeiten. Im Vergleich zum Film ist die Story um einiges heftiger und derber. So hat Tyler z.B. von seinen ersten Kämpfen ein Loch in der Backe und gewisse Kampfszenen werden sehr detailliert geschildert. Das "Loslassen" und das Wechselspiel zwischen den beiden Charakteren wird weitaus effektiver deutlich als auf Zelluloid. Dazu trägt vor allem die Ich-Perspektive bei, in der Palahniuk das urbane Märchen erzählt. Und mitten in dieser Geschichte vom Aufgeben des normalen Lebens, der Hinwendung zu Anarchie und Selbstzerstörung findet jeder irgendwo seine Wahrheit, jeder seinen Lieblingssatz und jeder sein Stück Tyler Durden.
Von der Sprache her ist das Buch eher für Fortgeschrittene als für Anfänger zu empfehlen, denn vor allem bei den technischen- und chemischen Erklärungen ist der Griff zum Wörterbuch (meist) unverzichtbar.
Wie auch viele andere Englische Paperbacks lässt die Papierqualität auch hier zu wünschen übrig. Sehr dünnes, recyceltes Papier läd nicht unbedingt zum merhmals lesen an, man will das Buch ja noch ein wenig behalten bevor es außeinanderfällt.
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am 16. Mai 2013
Das Buch beschreibt auf einer äußeren Ebene eine Reise in der der Protagonist Tylor Durden falsche Werte, maskenhafte und verlogene Illusionen von Mann-Sein zerstört.

Irgendwann im Leben muss jeder Mann dieser Reise selbst nachvollziehen. Nicht auf äußerer Ebene, wohl aber in seinem Innerem. Mit sich selbst beginnen zu kämpfen. Seine falschen Wertvorstellungen, Lebenslügen, kaputten Beziehungen sprengen. Diese Reise geht ins innerste des Mann-Seins. Einer Welt, über die man nicht spricht, eine Welt in der man erst verloren hat, wenn man aufgibt, eine Welt in der nur Mann gegen Mann kämpft. Nicht für den Sieg, nicht für jemand anderen, sondern damit ein Mann das wird, was er immer schon war: Die Verkörperung Gottes auf Erden.

Fight Club ist für mich eines der spirituellsten Bücher die es gibt. Und zwar einer männlichen, bodenständigen, uralten Spiritualität.

Die letzten Worte aus dem Fight Club sind: Wir freuen uns schon darauf, Sie wieder bei uns zu haben.
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am 6. März 2002
Okay, die meisten von euch, werden den Film ja kennen, deswegen wäre es wohl sinnlos lange über den Inhalt zu quatschen. Also beschränke ich mich mal auf mein "Urteil": um es kurz zu machen, das Buch ist besser als der Film! Viel besser! Ich weiss, ich hätte es auch nicht geglaubt, denn schon der Film ist brilliant, aber das Buch kann das leicht toppen. Die Geschichte überzeugt noch mehr, denn die Einblicke die uns Chuck Palahniuk in die Psyche seines Protagonisten gibt, sind in Worten so viel diffiziler und intensiver als in Bildern. Ein beeindruckendes, fesselndes, anstrengendes, witziges, erschreckendes, schnelles, forderndes Buch, das ich sicher nicht zum letzten Mal gelesen habe.
Obwohl ich grundsätzlich immer den Originalausgaben den Vorzug geben würde, möchte ich in diesem Fall Englisch-Anfängern doch eher die übersetze Ausgabe empfehlen.
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am 5. Dezember 2013
Sie sind jung, stark und gelangweilt. Sie haben es satt. Sie wollen nicht weiter Teil einer sterilen, tauben Gesellschaft sein, sie wollen kein niemand sein, der einen Job erledigt, den man hasst, um Geld zu bekommen, mit dem man dann Dinge kauft, die man hasst. Der Autor Chuck Palahniuk kreiert eine düstere Welt, jedoch eine Welt mit einer kompromisslosen Gesellschaft, die nicht weiter vor sich hinvegetiert - sondern fühlt. Lebt!

Du bist nicht deine Arbeit. Du bist nicht, wie viel Geld du auf dem Konto hast. Du bist nicht das Auto, das du fährst. Du bist nicht der Inhalt deiner Geldbörse. Du bist nicht deine scheiß Cargohosen. Du bist der singende und tanzende Abschaum der Welt. Du bist ein nichts! Ein niemand! Und Du wirst auch niemals jemand sein, auch wenn die Medien Dir etwas anderes sagen.

Simpler Plot, detaillierte Wortgewalt

Der namenlose Protagonist ist ein Langweiler. Er arbeitet in der Rückrufabteilung einer Autofirma. Langeweile. Alle paar Jahre werden die Möbel seiner IKEA-Sammlung ausgetauscht. Langeweile. Ein Apartment ohne Frau. Langeweile. In seinem Leben scheint alles nichtig zu sein. Unser Protagonist leidet an Schlaflosigkeit. Wenn man an Schlaflosigkeit leidet, schläft man nie richtig, und man ist nie richtig wach. Ein Zwischen-, ein Trancezustand.

Schlaflosigkeit bringt einen dazu, dass man nicht mehr fühlt, alles, jeder Gegenstand scheint in unerreichbarer Ferne zu sein. Er will vom Arzt Schlafmittel verschrieben bekommen, doch er erwidert und gibt ihm den Ratschlag, Baldrian zu kauen. Und eine Selbsthilfegruppe für Hodenkrebs zu besuchen – denn die Leute wissen, was es heißt wirklich zu leiden. Dann presst unser Niemand sein Gesicht in Weibertitten, verliert sich, leidet, fühlt – schläft.

Der Schlaf kehrt zurück, doch mit ihm tritt eine Person in sein Leben, die alles verändern wird. Marla Singer. Das Leben wird ihm zur Hölle gemacht. Sie simuliert und nimmt an unzähligen Selbsthilfegruppen teil, sie braucht es, sie braucht es wie unser Niemand. Marla Singer, seine Rivalin.

In einem Urlaub, um seiner Ikea-Welt und dem Arbeitsstress zu entfliehen, lernt unser Namenlose Tyler Durden kennen. Er verkörpert jene Charaktereigenschaften, die er am liebsten an sich selbst wiedererkennen wollte. Tyler ist stark, charmant, witzig und unabhängig. Als eines Tages nach dem Urlaub sein Apartment vermeindlich gesprengt wird, meldet unser Niemand sich bei Tyler. Er fragt, ob er bei ihm unterkommen könnte. Tyler hat nur eine Bitte: „Ich will, dass du mich so fest schlägst, wie du nur kannst.“

Chuck polarisiert

Der Schlag, der Tylers Ohr trifft ist der Grundstein. Der Grundstein für den Fight Club. Was folgt, sind Kämpfe zwischen unserem Niemand und Tyler, die letztlich auch die Aufmerksamkeit von Passanten erregt. Sie wollen auch kämpfen. fühlen, leben.

Der 1996 geschriebene Roman von Chuck Palahniuk ist ein Meisterwerk. Ein Meisterwerk, weil es den Nerv der Zeit trifft. Den Tenor, den das Buch anschlägt, hat heute keinen Funken an Aktualität eingebüßt. Fast kopflos, alternativlos bewegen wir uns einer globalisierten Ikea-Welt. Und jeder, der unsere kopflose Gesellschaft in eine Sackgasse laufen sieht, wird sich an der kompromisslosen, brutal intelligenten Worten Palahniuks erfreuen. Ich bin mir sicher, dass ein Radikalpazifist beim Lesen der Worte aus seinem Konstrukt ausbricht, ausbricht, nur um aufzuwachen. Denn wie es scheint, ist unsere Gesellschaft fragmentiert; wir sind diffuse Teilchen, die sich in einem endlichen Raum bewegen ohne die Chance unseres Lebens zu begreifen, um uns von der Knechtschaft der Global-Player und Medien zu befreien.

Ist die Zeitkoordinate nur Lang genug, sinkt die Überlebensrate für jeden von uns auf 0.

Pardon. Ich will damit nicht sagen, dass die Welt mit einigen Faustschlägen gerettet wird. Im Gegenteil: Gewalt ist zu verachten. Will man allerdings eine schlafende Gesellschaft aufwecken, will man das Leben wirklich, so muss man sich wehren.

Fight Club auf den Straßen dieser Welt

Dass nach der Veröffentlichung dieses Buches illegale Fight Clubs gegründet wurden, ist ein Beweis dafür, dass Palahniuk bereits Einfluss auf unsere Gesellschaft genommen hat. Vielleicht haben die Leser die Worte falsch verstanden. Denn wird in dem Buch keineswegs die Gewalt glorifiziert. Vielmehr ist die Gewalt als Metapher für Konfrontation und Selbstbewusstsein zu deuten. Was wir brauchen, ist Informationsaustausch, ein Auflehnen gegen die Großen. Ein jener unbedeutender Kellner kann einem Prominenten vor dem Servieren in seine Suppe pinkeln.

Die Personenkonstellation ist klassisch, simpel aufgebaut. Zwei Männer kämpfen um eine Frau. Konflikt, Wendepunkt, Heldentot. Die Erzählstruktur jedoch brennt einem die Pupillen aus den Augen. Ein Buch, das den Leser nach jedem Mal Umblättern eine Gänsehaut verpasst, ist mehr als lesenswert. Zumal es in so viele Richtungen interpretiert werden kann – ein must-read für jeden, der gerne rasante, derbe Bücher verschlingt.
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am 8. Mai 2002
ich lese nicht gerne, ich gebe es zu, aber ich hab mir den film angesehn, einmal, zweimal, dreimal...zehnmal und dann wollt ich das buch auch haben, ich hörte dass es anders ist als der film. also hab ichs mir gekauft und innerhalb von 2 tagen ausgelesen, ich war überrascht wie sehr der film in keinster weise dem buch glich, ok die erzählweise vielleicht oder die trostlosigkeit, die anarchie, die härte aber die story ist total anders erzählt. mich haben die anleitungen und die träumereien des erzählers beim lesen fasziniert, der schluss war dermaßen genial dass ich ihn mehrmals gelesen habe.
Fazit:
DAS BUCH SCHLÄGT DEN FILM UM LÄNGEN UND SOLLTE SOGAR IM REGAL VON ALLEN LESEFAULEN STEHEN! EIN MEISTERWERK!
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am 25. November 2010
"Schau hinauf zu den Sternen, und du bist weg." Dieses Zitat drückt m.E. perfekt die Stärke von Fight Club aus: Chuck Palahniuk benutzt ungeschönte, einfache, moderne Worte und schreckt nicht vor der Beschreibung krasser Szenen zurück, ist dabei aber stets poetisch in seiner Beschreibung und Sprache. Inhaltlich ist Fight Club ein konsumkritischer, nihilistischer und anarchistischer Hammer, wie ihn nur unsere Zeit hätte hervorbringen können: der durch Moderne und Postmoderne entfremdete Mann, der ohne männliches Rollenbild aufwuchs, jedoch noch immer keine Gefühle zeigen kann und sich in konsumistischen Werteschemata verfängt, steht in Fight Club im Fokus der Betrachtung. Als dieser Mann sich durch Grenzüberschreitungen wieder seiner selbst habhaft wird und sein einstiges Weltbild brökelt, kommt die ganze Wut auf das System zum Vorschein und äußert sich in anarchistischer Gewalt gegen die Gesellschaft. Chuck Palahniuk prophezeit hier ein anderes, vielleicht ein neues, auf jeden Fall ein notwendiges Männerbild, welches den männlichen Bedürfnissen eher zu entsprechen scheint, als das des neurotischen Großstadt-Metrosexuellen des kapitalistischen Zeitgeistes. "Erst wenn Du alles verloren hast, hast Du die Freiheit alles zu tun!"
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am 17. Dezember 2013
Ja, das Buch ist besser als der Film.

Zuerst habe ich den Film gesehen - so ca 20mal. Da mein Gehirn komplett verseift ist habe ich erst Jahre später realisiert dass es neben den Ikeakatalogen noch dieses wundervolle Buch gibt.

Es hat mich sehr gefesselt und war ruck zuck durchgelesen.
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