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Kundenrezensionen

4,2 von 5 Sternen
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am 5. August 2012
Kerstin Gier lobt dieses Buch auf dem Klappentext- und wer wie ich Kerstin Gier schon mal live erlebt hat glaubt ihr das sogar. Andere Autorinnen dieses Genres- denen, denen man nachsagt sie schreiben negative Rezensionen auf amazon unter Decknamen für ihre Mitbewerberinnen oder verteilen Nicht-hilfreich Klicks für positive Besprechungen- die werden vor Wut in die Tischkante beißen.

Mit Dotti Wilcek ist der Autorin eine Figur gelungen, die Kultstatus erlangen könnte wie Constanze selbst, kündigt doch der Verlag schon eine Fortsetzung an. Dotti hält der modernen Gesellschaft einen Spiegel vor. Einer Gesellschaft in der die Zahl der alleinlebenden Personen, der Singles ständig zunimmt, die aber dennoch weiter so tut, als wäre die einzige Form des denkbaren oder akzeptablen Lebens die in typischer Kleinfamilie Ehepaar mit zwei Kindern. Dotti erklärt eher aus Frust als aus gezielter Überlegung heraus, dass sie diese Haltung stört und erklärt sich zum modernen Mauerblümchen- nicht in der Form der Frau, die keinen abgekriegt hat, sondern in Form der selbstbewußten Frau, die zum Kuscheln eine Katze hat und darüberhinaus Männer in der Regel als Störfaktor empfindet. Ein Mann nimmt in etwa soviel Platz ein wie hundert Bücher. Leider lässt er sich nicht auslesen und zuklappen! Die Autorin nimmt all die Datingmöglichkeiten der Großstadtsingles auf s Korn. Die Bar, die Halloweenparty, das Speeddating, die Oper , alle bekommen sie ihr Fett weg- während ein geheimnisvoller Mann, der viel aus Dottis Vergangenheit zu wissen scheint Spielchen mit ihr spielt- so eine Art literarisches Geocoaching. Genretypisch weiß der Leser wie immer am Schluß werden sie sich schon kriegen, aber hier ist der Weg das Ziel und dieser Weg ist mit Humor, mit sarkastischen Seitenhieben und mit Niederlagen der Heldin gepflastert. Dabei zeichnen sich die einzelnen Episoden dadurch aus, dass sie in sich realistisch und logisch sind. Nichts erfolgt auf Grund unerklärlicher Zufälle, der Humor kommt aus der Situation heraus.

Aufgestoßen ist mir allein, dass der Verlag Männer für humorlos hält. Bei einem Gewinnspiel, das gerade zu diesem Buch läuft und bei dem es eine Wohnzimmerlesung mit der Autorin zu gewinnen gibt richtet sich der Text an Leserinnen - "und den ein oder anderen Quotenmann".

Das Buch jedoch bleibt für jeden, der seinen Humor nicht an der Theke abgegeben hat, eine absolute Leseempfehlung.
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am 18. Februar 2016
Wer braucht schon Liebe? Dotti hat sich fest vorgenommen, dass sie das nicht mehr braucht. Keine Liebe, keine Dates, … Ein Leben mit Pluskatze reicht ihr vollkommen, und an Happy Ends glaubt sie gleich drei Mal nicht. Aber gerade diese Liebe würfelt ihr Leben von heute auf morgen mächtig durcheinander.

Dotti ist toll! Dotti ist ehrlich, gerade heraus und witzig. Manchmal forsch, dann mal kurz nachdenklich, einfach echt! Sie ist ein Mädchen von nebenan, hochintelligent und mit einem bunten Freundeskreis gesegnet. Ihr Leben sind die Bücher, ihr Kater, ihre Familie und eigentlich läuft alles prima. Sie erhält von Ihren Freunden ein wunderbares Geschenk, welches ein besonderes Zeichen für die tiefe Freundschaft ist, die sie alle verbindet. Und einige Jahre später wird genau dieses Geschenk zu Mittelpunkt ihrer Geschichte.
Anna Koschka, alias Claudia Toman, erzählt die Geschichte um Dotti auf eine fantastische, humorvolle Art und Weise. Ich liebe Geschichten, die mich lauthals zum Lachen bringen.

Anna Koscha hat zudem mit ihrer Protagonistin einen super Charakter geschaffen. Die Geschichte um Dotti herum, die Schnitzeljagd, die Familie, wilde Szenen, ein perfektes Setting, nichts zu viel, nichts zu wenig. Eine perfekte Harmonie aus Charakteren und Geschichte.
Besonders gefällt mir der für ein Chicklit Buch doch hochwertige Inhalt der Geschichte. Die Treffen mit Freundinnen laufen besonders auf der verbalen Ebene ab, generell freundlich und nie übertrieben. Anna Koschka verzichtet bewusst auf Alkohol und Eiscremeexzesse. Die Gespräche sind teilweise tiefsinnig, mitfühlend, andererseits zum Schreien komisch. Der verbale Schlagabtausch mitunter schnell und direkt. Die perfekt e Mischung für humorvolle Lesestunden.

Der Schreibstil ist sehr angenehm flüssig und aus der Sicht der Protagonistin zu lesen. Die einzelnen Kapitel werden durch ihre Blogeinträge zu den letzten Geschehnissen beendet, in denen Sie diese noch mal Revue passieren lässt und somit abschließt. Die neuen Kapitel beginnen immer mit dem dazugehörigen Datum.

Auch das damals schon interessante Thema „Online Partnerbörse“ ist heute so aktuell wie 2012 und passt dank vieler neuen Börsen wie „Singles mit Niveau“ und „Parshipperei“ weiterhin ins aktuelle Geschehen. Wer die Romane um Dotti noch nicht gelesen hat, sollte schnellstens damit anfangen. Der Nachfolger „Mohnschnecke“ ist bereits seit 2013 auf dem Markt.

Fazit.
Eine tolle Geschichte, mit tollen Charakteren die dem Leser viele vergnügliche Lesestunden bescheren, und am Ende doch mit einem Happy End daher kommt, trotz der Abneigung der Protagonistin gegen diese! Unbedingt lesen!
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am 27. März 2014
Durch eine Rezension bin ich zufällig auf Anna Koschkas "Naschmarkt" aufmerksam geworden und bestellte mir ihr Buch als Urlaubslektüre. Einmal angefangen konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen: Die Geschichte um Mauerblümchen Dotti ist einfach toll! Viele Wendungen, "Zufälle" und Charaktere sorgen dafür, dass der Ausgang bis zuletzt spannend bleibt und mehre Möglichkeiten durchaus denkbar erscheinen.

Der Schreibstil ist flüssig, die einzelnen Charaktere sympathisch bis skurril und es stört kein bisschen, dass sich so viele Zufälle wie in der Geschichte wohl kaum in der Realität ereignen würden. Dies tut dem Lesevergnügen überhaupt keinen Abbruch, im Gegenteil: Dotti schlittert von einer aberwitzigen Situation in die nächste, arbeitet in Rückblenden Teile ihrer Vergangenheit auf und muss so manches Rätsel lösen.

Ich bin auf den Nachfolger "Mohnschnecke" gespannt!
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am 29. März 2013
Ich habe dieses Buch geliebt! Mit viel Herz, Humor, Ironie und einem Hauch Abenteuer...
Dotti Wilcek, eine liebenswerte, für mich ab und zu etwas verbohrte, intelligente, tiefsinnige und äußerst interessante Junggesellin, die sich nicht dem der weiblichen Spezies oftmals üblichen "Partner-Such-Wahn" hingibt, und sich nicht einreden lässt, sie verpasse etwas, weil sie ihren Partner fürs Leben (noch?) nicht gefunden hat, trifft bei mir einen Nerv, und ich wage zu behaupten, dass das bei einer ganzen Reihe junger Frauen und Männer im "heiratsfähigen Alter" zutrifft. Anna Koschka hat in diese "Liebesgeschichte" wunderbare Botschaften eingestrickt - wie zB dass es oft die sind, die man zu Beginn keiner Beachtung würdigt, die sich am Ende als die verkappten Prinzen entpuppen... dass es oft hilft, sich selber kennen zu lernen, um zu wissen, wer man ist - um sich dann möglicherweise einzugestehen, dass man durch eine andere Person noch was neues an sich kennen lernt... und dass, wer nicht sucht, ab und zu irgendwann gefunden wird... Dass Freunde die Spiegel und Wegweiser im Leben sind. Und dass es bestimmt nicht nur eine einzige richtige Art gibt, sich zu verlieben.
Dazu liebevolle Details über Wien (umbenannt oder original...) und wunderschöne Zitate von diversen anderen Autoren.
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INHALT:
Dotti fasst an ihrem 30. Geburtstag einen Entschluss: Sie hat genug von all den missglückten Dates und will die nächsten 10 Jahre ohne Mann glücklich zu werden! Von ihren Freundinnen bekommt Dotti eine Uhr mit verschiedenen Beads-Anhängern geschenkt, die ihr die nächsten 10 Jahre als Kompass dienen soll - wenn sie den Knopf aktiviert, zählt die Zeit rückwärts... Doch in Dottis Leben läuft nicht alles glatt, denn zuerst wird ihr der heißbegehrte Job als interimsmäßige Leiterin der Kulturredaktion vor der Nase weggeschnappt und dann bekommt sie von ihrer neuen Chefin auch noch eine Kolumne über eine literarische Internet-Flirt-Plattform aufs Auge gedrückt, da sie der einzige Single in der Redaktion ist. Als der erste Artikel darüber wie eine Bombe einschlägt (ihre literarische Figur ist die besserwisserische Hermine Granger *g*), startet die Journalistin ein(en) Blog namens "Liebst du schon oder lebst du noch?" und plötzlich ist es modern, ein Mauerblümchen zu sein...

MEINE MEINUNG:
Da ich die Bücher von Claudia Toman (die sich hinter dem Pseudonym Anna Koschka verbirgt), liebe, darf natürlich auch das neueste Buch mit dem passenden Namen "Naschmarkt" in meinem Regal nicht fehlen. Nach dem amüsanten Prolog spult die Story 26.410 Stunden (ca. 3 Jahre) nach vor, beginnt am 3. Oktober und endet 59.725 Stunden (mehr als 3 Jahre nach dem Beginn) später am 3. Dezember. Als Österreicherin finde ich es natürlich besonders toll, dass der Handlungsschauplatz nach Wien verlegt wurde. :)

Die 33-jährige Dotti (Dorothy) Wilcek arbeitet als Journalistin für die Kulturredaktion des "Österreichboten" und ist seit ihrem 30. Geburtstag Single aus Überzeugung. Denn Dotti liest lieber ein gutes Buch und kuschelt mit ihrem Kater, als ihre Zeit mit sinnlosen Blind Dates zu vergeuden. Doch da macht ihr die neue Abteilungschefin einen Strich durch die Rechnung, denn die rothaarige Dotti, die beim "Boten" für den Literaturbereich zuständig ist, soll über das Literatur-Internetportal "Literally in Love" eine Kolumne schreiben. In letzter Minute schafft es die Journalistin, einen sarkastischen Bericht zu verfassen, der unzensiert gedruckt wird und statt der erwarteten Standpauke erhält sie von ihrem Chef großes Lob, denn der Artikel scheint bei den Lesern einen Nerv getroffen zu haben. Da bleibt es nicht aus, dass Dotti aufgrund des Erfolges ein(en) Blog betreibt, in dem sie ihre Datingerfahrungen postet, der dank Internet & Social Media bald in aller Munde ist. Damit tritt Dotti eine wahre Mauerblümchen-Bewegung los...

Man muss die sympathische, schlagfertige Hauptperson, die Bücher liebt und das Herz am rechten Fleck hat, einfach mögen. Eine große Rolle in Dottis Leben spielen neben spannendem Lesestoff auch ihre unterschiedlichen Freundinnen: Die wohlgerundete Griechin Stella ist nahe am Wasser gebaut und schreibt eine wöchentliche Erotikkolumne für den "Österreichboten", Buchhändlerin Katharina ist eine unverbesserliche Romantikerin und Harry Potter-Fan. Rita sieht immer wie aus dem Ei gepellt aus und ist Dottis Freundin seit Kindertagen, dann gibt es noch Christine, die eine Vorliebe für Reptilien & Co. hat und die Japanerin Mikage, die als Köchin arbeitet - im Lokal "LadyŽs Pies & Pages" von Dottis englischstämmiger Mutter Lady Lydia, die ihre Tochter gern unter der Haube sehen möchte. Im Laden "LadyŽs Pies & Pages" würde ich mich bei einem Literaturmenü (einem Schwarztee, dem Pie of the Day und einem persönlichen Buchtipp von Lady Lydia) zwischen den Bücherregalen auch wohl fühlen. Dort macht Dotti die Bekanntschaft von Annili, einer alten, überaus netten und weisen Frau. Beruflich hat es Dotti u.a. mit dem Volontär und Computerfreak Lorenz Kanzler, der bösen Chefin Sorina Loos, der gutgekleideten Gesellschaftsredakteurin Beatrice Kleidermann sowie dem charismatischen Moderator Ramy Kareem zu tun, die ihr teilweise das Leben schwer machen. Die mitwirkenden Charaktere -allen voran die liebenswerte Dotti- sind interessante, facettenreiche Persönlichkeiten, die authentisch gestaltet wurden und sich ansprechend in die Geschichte einfügen.

In "Naschmarkt" hat sich Claudia Toman/Anna Koschka Gedanken zum Thema Beziehungen & Singles gemacht bzw. wie weit soziale Netzwerke wie Twitter, Facebook und Blogs unser Leben beeinflussen und diese Idee zeitgemäß in einen unterhaltsamen Roman verpackt. Und natürlich geht es auch darum, dass man sich so akzeptieren sollte, wie man ist und so leben sollte, wie man es selbst für richtig hält. Der "Erstling" von Anna Koschka ist kein seichter Liebesroman, wie man vielleicht vermutet, sondern regt neben all dem Wortwitz auch zum Nachdenken an. Selbstverständlich fühle ich mich als Buchbloggerin von Dottis Beruf bzw. ihrer Leselust angezogen und kann sie gut verstehen. Außerdem nimmt die Handlung oft Bezug auf Bücher, Autoren, Schauspieler und Romanfiguren und so werden u.a. Sebastian Fitzek, Stephen King, Nick Hornby, Nicholas Sparks, Olivia Kenning, Agatha Christie, Harry Potter, Bully Herbig, Jude Law, Patrick Dempsey erwähnt. Buchliebhaber kommen hier voll auf ihre Kosten und nachdem auch mein Lieblings-Thrillerautor erwähnt wurde, bin ich vollends zufrieden. ;-)

Kaum hat man die ersten Zeilen von "Naschmarkt" gelesen, wird man auch schon in den Bann der witzigen Story gezogen, die einen bis zum überraschenden Ende nicht mehr loslässt. Dieser Roman, dem mittels Facebook, Twitter, Live Chat & Co ein moderner Touch verpasst wurde, zeigt uns ein wahres Feuerwerk an originellen Ideen und hat mich oft in Staunen versetzt. Auf den 448 Seiten gibt es keine einzige überflüssige Passage oder kitschige Szenen, sodass man fast durch die Seiten fliegt und das Buch am liebsten gar nicht beiseitelegen möchte. Denn man schließt Dotti schnell ins Herz und fühlt, fiebert & leidet mit der liebenswerten Protagonistin mit. Ich-Erzählerin Dotti plaudert, so wie ihr der Schnabel gewachsen ist, aus dem Nähkästchen und berichtet uns über ihr Leben, ihre Vorlieben und über ihre Arbeit, die ja nun vorwiegend aus dem Schreiben ihrer irrwitzigen Datingerlebnisse besteht. Aufgelockert wird die Handlung durch Dottis amüsante Tagträume sowie durch ihre Blogposts, das Getwittere oder die Einträge im Chat, was immer wieder für Erheiterung sorgt. Weiters sorgen der locker-leichte Schreibstil mit Claudia Tomans unverwechselbarem Humor sowie die höchst unterhaltsamen Dialoge für ein wahres Lesevergnügen!

FAZIT:
"Naschmarkt" erzählt eine herzfrischende Story rund um das Singleleben, die Suche nach Mr. Right und den Datingwahnsinn, der Dotti im Rahmen ihrer journalistischen Arbeit widerfährt. Der Auftakt der Reihe rund um den Mauerblümchenclub lässt sich dank der originellen Idee samt gelungen Umsetzung, der überaus sympathischen Hauptperson sowie der mitreißenden Schreibweise wunderbar schnell lesen. Nachdem mich "Naschmarkt" rundum glücklich zurückgelassen hat, bekommt das "schärfste Mauerblümchen der Welt" (laut Gabriella Engelmann) von mir großartige 5 STERNE.
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am 1. März 2014
Als das Buch nach knapp 450 Seiten zu Ende war, zogen sich meine Mundwinkel eher nach unten. Denn es war eine Endtäuschung, das da keine weiteren Seiten mehr folgten und es leider schon vorbei war. Ich musste wohl oder über aus der Welt von Dotti wieder auftauchen, mit der ich in den vergangen Lesestunden unterwegs war. Ich war so gerne an ihrer Seite, da ich mich einfach so wohl und mit ihr unheimlich verbunden gefühlt habe. Es gab wirklich so viele Dinge, bei denen ich einfach dachte: das kenn ich, geht mir ganz genauso.

" ... ein Phänomen, das mir schon auf der Leipziger Buchmesse untergekommen ist. ... "

" Ich wollte mich nur erkundigen, ob mein Rezensionsexemplar wohlbehalten bei Ihnen angekommen ist? "

Dotti als graue Maus, welche Chucks liebt und eine Brille trägt und doch mit ihrer eigenen wundervollen Art aufblühen kann. Sie lebt lieber alleine mit Katzer Neko und ihren unzähligen Büchern, als zusammen mit einem Mann. Dotti arbeitet als Buchkritikerin beim Österreich Boten und bekommt, als einzigste Singlesfrau, den Auftrag über Internetflirtplattformen zu berichten. Daraufhin meldet sie sich bei der Datingplattform Literally in Love unter dem Namen icherzaehlerin an und die Dinge nehmen ihren Lauf. Sie führt einen Blog und berichtet dort über ihr erlebtes. Speeddating ist dabei nur ein Begriff. Eine ganze Welle der Begeisterung bricht über diesen bewunderswerten Blog aus, dem immer mehr folgen. Der Mauerblümchenclub bekommt immer mehr Mitglieder. Die Leute fühlen sich auf den Punkt genau aus der Seele gesprochen.

Der Schreibstil fand ich unheimlich gut gelungen. Nicht zu einfache aber auch nicht zu schwere Kost. Gerade wenn man sich im Bereich Literatur etwas auskennt kommt man super mit dem Lesen vorran. Doch selbst der ein oder andere schwerere Begriff ist kein Hindernis, wenn man nicht unbedingt der direkte Bücherwurm ist. Es erwartet den/die Leser/-in also ein angenehm, charmantes und lustiges Frauenbuch. Dotti konnte mich gerade mit ihrer so pfiffigen Art komplett begeistern und bereitet unglaubliche Lesefreude.

Allerdings muss ich für mich persönlich sagen, das ich am Anfang nicht gleich so wirklich dahintergestiegen bin um was es jetzt genau geht. Aber das lag wie ich später gemerkt habe, an meiner Einstellung. Irgendwie hab ich nicht gleich verstanden, wo aufeinmal die ganzen Freundinnen herkommen, wer die Kollegen sind, was es mit Dottis Geburtstag auf sich hat und überhaupt. Aber auch das war dann schnell geklärt. Der Klappentext hat mich anscheinend mit etwas anderem rechnen lassen.

Aber nichts desto trotz: Ein wunderbares, gelungenes Buch was einen so positiven Nachgeschmack hinterlässt. Ich bin gespannt auf nächste Buch mit Dotti 'Mohnschnecke' und würde mich auch danach auf mehr von ihr freuen. Großes Lob an die Autorin Anna Koschka.

>> Ihr seid die Protagonisten eurer Geschichte, und ihr trefft die Entscheidungen.<< Endlich wieder ein wunderschöner Chick- Lit Roman absolut nach meinem Geschmack!!
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am 12. September 2012
Zunächst sei kurz gespöttelt: Ich fühlte mich durch solche Begriffe wie 'Frauenroman' vorab ,eigentlich` zur Zielgruppe dieses Romans unzugehörig, hab ihn aber aus bestimmten Gründen trotzdem gelesen und finde nun: Doch er ist ganz massiv auch an die Herren der Schöpfung adressiert, Frauen haben kein Vorrecht auf Mauerblümchen-Dasein. Jeder Mensch darf Mauerblümchen sein, 'Pluskatze' oder von mir aus 'Plusauto'.

Die Hauptfigur Dotti allerdings hat mit ihrer Schlagfertigkeit, ihrem Witz und ihrem so intelligenten wie temporeichen Zynismus ihre Position so fundiert, dass ,Blümchen` fast eine Untertreibung ist: ,Mauerblume` wäre passender, und dabei duftet sie hoch-lebendig, glitzert in der Sonne in den schönsten Farben: Sie hat Erfolg, sie hat Freundinnen, die sie lieben, sie ist keine Übriggebliebene, sondern ihre Position ist eine handfeste Haltung geworden.

Dennoch wird sie mit einem gesellschaftlichen Ideal konfrontiert, das sie ,alleine` für nur ,halb` hält: Zynischer als diese Verhalbung von Individuen kann auch Dottis Zynismus nicht sein. Sich von diesem gesellschaftlichen Ideal freizumachen, ist keine Aufgabe nur für Frauen, sondern auch für Männer, dafür steht die Figur 'Ramy' im Text.

Dotti unterscheidet sich dadurch aber auch von den vielen Sehnsuchts-Charakteren in schlechten Liebesromanen, die trotz ihrer vorgeschobenen Aversionen sich vom Fleck weg-heiraten lassen würden, wenn Prinz-Charming mit Knackarsch angeritten käme. Kommt er meist auch, in den schlechten Texten. In ,Naschmarkt` führt die fast schon sprichwörtlich werdende Allergie Dottis gegenüber solchen Happy-Ends dazu, dass der Text selber ein relativ offenes Ende hat: Dass irgendwann doch ein Mann kommt und ihr Herz in die Hände kriegt, war relativ klar, aber bevor sich Dotti wirklich fallen lässt, ist das Buch zuende. Gut so.

Die Autorin spielt mit den Grenzen der erzählten Wirklichkeit und macht deutlich, dass sie Bedingungen des Fiktiven auch theoretisch reflektiert hat, aber ganz ohne dem Leser langweilige Diskurse zuzumuten. Nebenbei spielt sie gekonnt mit Pop-Kultur-Einsprengseln, gibt dem (nord-)deutschen Leser (z.B. mir :-) interessante Fußnoten zur Österreichischen Seele (die verstanden und gestreichelt werden will) mit auf den Weg, und verwurstet auf eine humorvolle Weise - und mit für Insider erhellenden Seitenhieben - das Geschehen in der aktuellen Literatur-, HighSociety- und Presselandschaft. Mein Gott: Was kann diese Autorin: Ein Buch schreiben, das sich leider viel zu schnell runterliest und das einem permanent schon als Verfilmung vorschwebt. Großartig!
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am 11. Oktober 2012
Dotti fühlt sich in ihrem Single-Leben pudelwohl. Denn gibt es etwas Schöneres als in Wollsocken und mit der Katze auf dem Sofa zu sitzen und ein gutes Buch zu lesen? Aber gerade Bücher sollen ihr zum Verhängnis werden. Denn Dotti arbeitet als Literaturkritikerin und ihre Chefin kommt auf die Idee, ausgerecht die überzeugte Single-Frau einen Blogg über eine literarische Internet-Partnervermittlung schreiben zu lassen. Nur widerwillig lässt sich Dotti darauf ein und ihre zynische Abhandlung über über eine Gesellschaft, die Frauen wie Männer nur im Doppelpack wahrnimmt, wird überraschenderweise landesweit der große Renner. Denn mit ihrem Blog spricht sie einer ganzen Generation von Mauerblümchen aus der Seele ... und schon bald kündigen auch einige Männer ihr Interesse an der eigenwilligen Dotti an.

Würde dieses Buch riechen, würde es einen Geruch von Zimt, Orangenschalen, Kakao und knisterndem Kaminfeuer verströmen und es passt perfekt zu einem regnerischen Herbsttag, an dem man sich auch ohne Katze gemütlich in eine Decke kuschelt und der realen Welt für ein paar Stunden Adieu sagt! Ich finde es umwerfend und habe jede Lese-Minute genossen. Vor allem da dieses Buch so wohltuend anders ist als die anderen Frauenromane, die man normalerweise in den Auslagen von Buchhandlungen findet und wo man schon allein durch die Lektüre des Klappentextes weiß, welchen strahlenden Helden sich dei Protagonistin am Ende angeln wird.
Eine andere Rezensentin hat bemerkt, dass dieses Buch zwar ein pinkfarbenes Cover hat, aber inhaltlich kein rosafarbenes Buch ist - und ich kann dieser Meinung nur beipflichten! "Naschmarkt" ist ein intelligentes Buch, das von einer intelligenten Autorin geschrieben wurde (wer von euch weiß z.B., dass "Koschka" aus dem Russischen kommt und übersetzt "Katze" bedeutet?) und das - vor allem in den Blog-Elementen- auf einem derart hohen literarischen Sprachniveau geschrieben wurde, dass ich den einen oder anderen Satz zweimal lesen musste, um ihn in seiner ganzen Tragweite zu verstehen.

Mein Fazit: "Naschmarkt" hat ein wundervolles Cover, in dem mehrere Elemente aus dem Roman enthalten sind, einen tollen, zweideutigen Titel und eine komplexe, witzige Handlung mit wunderbar schrulligen Figuren, die zum Nachdenken anregt und einen über die eigentliche Lektüre hinaus beschäftigt. Für Fans der intelligenten, humorvollen Frauenunterhaltung ist dieser Roman ein absolutes Muss!
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am 21. August 2014
Das Thema des Buches: Online-Dating ist sehr amüsant herübergebracht. Die "Schnitzeljagd" gibt dem ganzen etwas Mysteriöses. Eine nette Geschichte, die ich ungern aus der Hand legen wollte und mir gleich den Nachfolger "Mohnschnecke" gekauft habe - um 5.00 Uhr in der Früh.....;)
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am 11. August 2012
Immer mehr Belletristikautoren entdecken das World Wide Web als Ideenfundgrube für ihre Romane. So auch Anna Koschka, die ihre Heldin Dotti in den Dating-Plattform-Dschungel schickt.

Dotti ist glücklicher Single und lebt mit ihrer Katze in Wien. Ihre Arbeit als Literaturrezensentin bei einer österreichischen Tageszeitung erlaubt es ihr, sich täglich mit ihrer großen Liebe zu Büchern und zum Lesen zu beschäftigen. Allerdings sinkt in letzter Zeit das Interesse an Dottis Buchbesprechungen und kurzerhand beschließt ihre Chefin, dass es Zeit wird für etwas frischen Wind. Dotti soll sich bei einer literarischen Datingplattform im Internet anmelden und über ihre Erfahrungen auf dem Online-Partnermarkt in einem Blog berichten. Zähneknirschend und um nicht ihren Job zu verlieren stimmt Dotti der Idee schließlich zu. Schon ihr erster Erfahrungsbericht trifft den Nerv der Zeit und macht sie zur Ikone der österreichischen Singlefrauen. Dottis Mauerblümchenclub" kann sich vor Anfragen kaum retten. Dotti selbst wünscht sich allerdings nur, dass sie sich bald wieder mit ihren Büchern beschäftigen darf. Allerdings gelingt es einem unbekannten Verehrer dann doch ihre Neugier zu wecken. Ihn kennenzulernen erweist sich dann aber als gar nicht einfach und Dotti muss sich von ihrer gemütlichen Wohnung auf eine Schnitzeljagd quer durch Wien begeben.

Mit ihrem Ausflug in die Welt der Online-Singlebörsen, betritt Anna Koschka durchaus zeitgemäßes Terrain. Ihre Heldin Dotti steht stellvertretend für zahllose Frauen um die dreißig, die die Suche nach dem richtigen Partner nicht zum einzigen Lebensziel erklären, sondern als Single glücklich und zufrieden sind. Die Erfahrungsberichte und Blogeinträge von Dotti sind allesamt sehr unterhaltsam und kurzweilig. Die Rahmenhandlung zeigt dann allerdings doch einige Schwächen. Die Geschichte startet zwar stark und amüsant. Leider lässt sich das Tempo aber nicht halten und die Story plätschert mehr oder weniger vor sich und wird nur hin und wieder durch besagte kurze Blogeinträge von Dotti wieder zum Leben erweckt. Die Idee mit dem unbekannten Verehrer wird irgendwie konstruiert und wurde für mich mit zunehmender Seitenzahl immer konfuser und unglaubwürdiger. Zwischenzeitlich habe ich mich sehr gelangweilt und musste mich bis zum Ende durchquälen, welches dann leider auch noch absolut vorhersehbar und ohne Überraschungen war.
Insgesamt finde ich es sehr schade, dass mich die Geschichte nicht ganz überzeugen konnte, denn Dotti gehört durchaus zu den Frauen mit denen ich mich gerne einmal zum gemeinsamen Tratsch verabredet hätte.
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