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TOP 500 REZENSENTam 10. November 2011
Alex Berg hat mich schon mit ihrem Debüt"Machtlos" in ihren Bann geschlagen.Ihr Folgeroman "Die Marionette" ist der 2. Treffer dieser Autorin, die es nicht scheut brisante Themen anzusprechen,was sie mir äußerst sympahtisch macht.In diesem Buch geht es um illegalen Waffenhandel in Krisengebieten und die vielfältige Kritik am Afganistaneinsatz.

Valerie Weymann, Rechtanwätin, die uns schon aus dem Vorgängerband "Atemlos" bekannt ist, wird mit der Rechtsvertretung eines führenden Rüstungskonzernes beauftragt, der in die Schlagzeilen gekommen ist.Dort trifft sie auch auf den BND-Agenten Eric Mayer,der die offizielle Untersuchung von der Regierungsseite führt.Valerie und Eric verbindet eine gemeinsame Vergangenheit,die der Geschichte einen knisternden Unterton gibt.Aber auch die CIA ist involviert und hat ein großes Intersse daran, dass einiges verschwiegen wird.Bei ihren Untersuchungen treffen Valerie und Eric auf die Soldatin Katja Rittmer, die als Verantwortliche bei einem Einsatz in Afganistan mit ansehen musste, wie ihr Konvoi in einen Hinterhalt geriet und die meisten ihrer Kameraden sterben mussten. Sie selbst wurde durch eine Kugel an der Schulter verletzt, dessen Herkunft eindeutig deutschen Ursprungs ist.Katja Rittmer ist seit diesem Ergebnis von der Idee besessen, die Verantwortlichen büßen zu lassen.Sie wird nicht nur für eine Seite eine tickende Zeitbombe.

Wie schon in ihrem ersten Buch, versteht es die Autorin durch einen interessanten Plot und durch fundiertes Wissen, ihre Leser zu fesseln. Die Kritik an Einsätzen in Afganisten kommt immer wieder auf, wenn deutsche Soldaten im Kriserherd ihr Leben lassen.Dass diese Soldaten mit der Vorstellung einer Friedenssicherung in diese Gebiete geflogen werden und sich dann plötzlich mitten in einem Krieg befinden,der lebenslange Narben zurückläßt, scheint vielen Soladaten nicht bewusst zu sein. Dass dann in ihrem Heimatland die psychologische Nachbetreuung zu wünschen übrigläßt, läßt einige zu tickenden Zeitboben werden, wie in diesem Buch beschrieben.Meiner Meinung nach ist es der Autorin sehr gut gelungen, diese traumatische Erfahrung rüberzubringen.Sie beschreibt mit der Soldatin Katja Rittmer eine Person, die im normalen Leben nicht mehr klar kommt.Hinter jeder Ecke vermutet sie einen Hinterhalt, jedes Geräusch läßt sie zusammenfahren, da ihre Warnehmung noch auf Krieg eingestellt ist.Aber auch die Ignoranz der Umwelt gegenüber den Soldaten, die sich nicht vorstellen können, was so ein Kriegseinsatz für die Psyche eines Menschen bedeutet und die häufig mit Unverständnis auf Reaktionen solcher Traumapatienten reagieren, wird kurz gezeichnet.
Dass dieser Roman dann noch durch das Thema "illegaler Waffenhandel in Krisengebiete" kombiniert ist, rundet die Sache meiner Meinung nach ab. Das deutsche Waffen immer wieder in Kriegsgebieten zu finden sind, ist schon lage kein Geheimns mehr.Die Moral fällt dem Geld zum Opfer und scheint diesen Menschen, die dafür verantwortlich sind, abhanden gekommen zu sein. Dass solche Personen dann häufig in hohen Regierungskreisen zu Gast sind und durch ihre Machtstellung ein großes Mitspracherecht in der Politik haben, macht die Sache doppelt unmoralisch.

Alex Berg hat diese Themen meiner Meinung nach gut in ihre Geschichte integriert,ohne dabei auf Effekthascherei zu setzen.Ihr Schreibstil ist schnörkellos und sachlich was die brisanten Themen betrifft und superspannend was die Umsetzung als Roman angeht.
Dass das Lesen dieses Buches von starken Emotionen begleitet war, brauche ich glaube ich nicht zu erwähnen.Ich fände es allerdings auch nicht normal, wenn es nicht so gewesen wäre.

PS: Ich habe neulich mit einer Gruppe Bundeswehrsoldaten, die sich für lange Zeit verpflichtet hatten , eine Stadtführung durch Osnabrück gemacht.Zwischendurch habe ich sie gefragt, ob sie ihre Entscheidung unter den heutgen Bedingungen noch einmal so treffen würden.Zum großen Teil haben sie mit Nein geantwortet.
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am 26. April 2013
Ein Politthriller, der spannend zu lesen ist und wie der Vorgänger „Machtlos“ auch ein leider immer wieder und immer noch aktuelles Thema aufgreift.

Ich bin hin und her gerissen, ob die Ereignisse ein etwas zu zynisches Weltbild widerspiegeln, eine traurige Ausnahmen sind – oder ob Alex Berg einfach nur in deutlichen Worten die schlimme Realität wiedergibt, wie sie genau so tatsächlich passieren kann und ungesehen von den Augen der Öffentlichkeit immer wieder passiert. Da werden rücksichtslos wirtschaftliche Interessen vertreten, loyale Personen zu Bauernopfern gemacht, politische Intrigen gesponnen, alte Verbindungen ausgenutzt, Weggefährten erpresst – und in all dem Sumpf kämpfen die Anwältin Valerie Weymann und der BND-Agent Eric Mayer um die Wahrheit, um ihren Ruf und teilweise sogar um ihr Leben.

Auslöser für dieses Drama ist ein Unfall, bei dem auch die Soldatin Katja Rittmer verletzt wird. Der Fokus der Erzählung liegt nicht auf der ausführlichen Betrachtung der seelischen Nöte von Katja, die ihre schlimmen Kriegstraumata nicht verarbeiten kann. Als Motivation für ihr Handeln recht das allemal und mehr Seelenleben Katjas hätte sicher auch die Spannung gedämpft, aber dadurch ist sie als Person mir fremd geblieben und ich habe ihr Leid zwar gesehen, aber nicht geteilt.

Gefreut hat mich, dass auch der undurchsichtige CIA-Agent Martinez wieder seinen Auftritt hatte, denn auch wenn man ihn noch lange nicht durchschaut hat und er meist ziemlich kompromisslos rüberkommt, zeigt er auch eine menschliche Seite. Eine interessante Figur.
Es gibt unauffällige Andeutungen, die auf Ärger in der Zukunft hindeuten, aber mit der Story selbst nicht viel zu tun haben, so dass man das Gefühl bekommt, da steckt noch mehr Potential für künftige Bände drin. Wir haben aber zum Glück keinen wirklicher Cliffhanger. Am Ende ist alles aufgeklärt und diese Episode abgeschlossen, es bleibt aber eine gewisse Neugier, wie es in Valeries und Erics Leben weiter geht und welche Abenteuer sie noch erleben werden.

Auch wenn dieser Band 2 mir sehr gut gefallen hat und ich ihn in kürzester Zeit verschlungen habe, hat er mich (vielleicht zum Glück) nicht so aufgewühlt wie der Vorgängerband „Machtlos“. Den muss man zwar nicht zwingend vorher gelesen haben, ich würde aber trotzdem empfehlen, die Reihenfolge einzuhalten, denn dann versteht man die persönlichen Beziehungen zwischen Weymann, Mayer und Martinez viel besser.
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am 20. August 2012
Unsere Nation ist nicht nur berühmt und berüchtigt in der Vergangenheit etwas kriegerisch unterwegs gewesen zu sein, auch haben deutsche Rüstungskonzerne mit ihren Waffenproduktionen längst schon einen hohen Stellenwert bei befreundeten Nationen. Unser Ruf in dieser Richtung ist also auch aktuell kein schlechter.

"Die Händler des Todes" haben aber mit Sicherheit nicht immer eine weiße Weste. Bei so viel Geld, das die Konten wechselt, sind eventuell ideologische und ethische Beweggründe sekundär und wenig von Interesse.

Viel mehr Interesse liegt hier schon bei den Geheimdiensten. Deren Wissen mag nicht immer synchronisiert mit der Regierung sein. Schauen wir uns die aktuellen Nachrichten der letzten Wochen oder Monate an, so kann man dieser Presse doch den einen oder anderen kritischen Kommentar entnehmen.

Ebenso ein aktuelles Thema in unserem Land ist die militärische Beteiligung an einigen Brandpunkten, bei der man kaum oder nur sehr wenig von Entspannung reden kann. Afghanistan, Irak, Südafrika - hier kämpfen und sterben deutsche Soldaten in ihrem humanitären Einsatz. Doch welchen psychologischen und physischen Druck die jungen Männer und auch Frauen ausgesetzt sind, kann man wohl nur realistisch nachvollziehen, wenn man einer von ihnen selbst gewesen ist.

Nicht wenige Soldaten haben Schwierigkeiten, das Erlebte aufzuarbeiten und sich in unserer "friedlichen" Gesellschaft wieder einzugliedern. Zu tief sitzen die Bilder des Grauens in ihren Köpfen fest, zu wenig Vertrauen in unserer Akzeptanz und Verständnis.

In ihrem neuesten Roman "Die Marionette" erzählt die Autorin von Waffengeschäften, verlorenen Idealen und zerstörten Träumen, von Kriegseinsätzen, die traumatische Störungen hervorrufen, und Menschen, die wie ein Stück Papier zerreißen.

Inhalt

In Afghanistan wird eine Bundeswehr-Patrouille zum Ziel eines Guerilla-Angriffes der Taliban. Ihr Konvoi wird aufgerieben und die Soldaten bis auf wenige, darunter eine Frau, lassen in diesem Hinterhalt ihr Leben. Schwer verletzt und in ihrer Heimat zurück, stellt die überlebende Soldatin Katja Rittmer kritische Fragen, auf die sie zunächst keine Antwort enthält. Warum wurde sie durch deutsche Munition verletzt und ihre Kameraden getötet? Wie gelangen diese hochmodernen und tödlichen Waffen in die Hände ihrer Feinde?

Als ein deutscher Rüstungskonzern beschuldigt wird, illegale Verhandlungen und Lieferungen von deutschen Waffen vorzunehmen, werden von Seiten der Regierung Untersuchungen gestartet. Eric Mayer, ein BND-Agent und früherer Soldat einer deutschen Eliteeinheit, der KSK, führt die offiziellen Ermittlungen durch.

Der Rüstungskonzern reagiert prompt und übergibt der jungen und erfolgreichen Rechtsanwältin Valerie Weymann die Aufgabe, die Interessen der Firma zu schützen und zu vertreten. Eric Mayer und Valerie Weymann kennen sich und ihr Verhältnis wird zunehmend schwieriger, da beide Seiten den Druck enorm steigern und Ergebnisse sehen wollen. Nicht zuletzt die Geheimdienste möchten diese prekäre Situation entschärfen. Auch Katja Rittmer, die die Mörder ihrer Kameraden und ihres Verlobten zur Rechenschaft ziehen will. Und diese "Mörder" sind nicht die Taliban, sondern die Verantwortlichen des Waffenhandels - diese werden von Katja Rittmer erbarmungslos gejagt - und die Elite-Soldatin hinterlässt eine Schneise der Verwüstung und der Angst ...

Kritik

Schon in ihrem ersten Roman "Machtlos" in denen ebenso die Hauptrollen von der Juristin Valerie Weymann und dem Top-Agenten des BND, Eric Mayer, grandios besetzt wurden, war die Spannung solide und fesselnd. Alex Berg setzt nun diese Reihe fort und hat das Tempo um einige Stufen erhöhen können.

Die Autorin bedient sich dabei aktuellen und brisanten Themen, die durch die Medien immer wieder an die Öffentlichkeit getragen werden. Doch leider werden diese zu wenig objektiv betrachtet und ins richtige Licht gerückt. "Die Marionette" von Alex Berg ist ein Politthriller, der sensationell authentisch recherchiert wurde.

Ohne wirklich anzuprangern oder sich in Klischees zu verwickeln, erzählt Alex Berg geschickt von Interessen, die gewahrt werden wollen, egal ob es sich nun um die engsten Regierungsmitglieder handelt oder um mächtige Großkonzerne, die mit ihren Kontakten und Geschäften ein nicht ungefährliches Spiel inszenieren. Doch politische Interessen kennen nur wenig bis gar keine Grenzen und so spielen die Geheimdienste eine ernstzunehmende und wesentliche Rolle in dem vorliegenden Roman.

Neben der Spannung präsentiert die Autorin dem Leser noch solide Action und viel sehr gut recherchiertes Hintergrundmaterial, welches zum Nachdenken anregt. Durch die zwischenmenschlichen Komplikationen ihrer beiden Charaktere Eric Mayer und Valerie Weymann wirft die Autorin noch das Grundelement "Liebe" aufs Spielfeld. Doch diese Nebenschauplätze sind eher im Hintergrund angesiedelt und haben wenig Einfluss auf den Hauptpart ihrer Erzählung. Beide Charaktere sind sich ähnlich und stoßen und ziehen sich in einem immer wiederkehrenden Rhythmus an oder auch ab. Beide sind auf ihre Art Einzelgänger und scheuen sich davor, sich selbst und ihr Verhalten vor anderen zu reflektieren. Ihre Charaktere werden hier aufbauend auf die Erlebnisse in "Machtlos" weiterentwickelt.

Besonders realistisch und eindringlich lässt uns die Autorin einen Blick in das Opfer und zugleich die Täterin Katja Rittmer werfen. Ihre physischen Verletzungen sind eher kleinere Schrammen im Verhältnis zu ihren traumatischen Erlebnissen und Verlusten, die sie niemals wieder ablegen kann. Katja Rittmer fühlt sich in Stich gelassen, unverstanden, isoliert und abgeschoben und ihre idealistischen Träume haben sich als brutale, unauslöschliche Erinnerungen offenbart. Sie ist nicht anderes als eine Marionette, deren Fäden immer mal wieder von einem anderen Puppenspieler gezogen werden.

Andere Puppenspieler sind hier zum Beispiel der Vorstandsvorsitzender des Waffenkonzerns oder ein amerikanischer Senator mit guten Kontakten zum CIA. Sicherlich gibt es hier Verwandtschaften zu realen Personen und manchmal eröffnet sich ein erzählerisches Klischee, aber gemessen an der Kernbotschaft des Themas und der Spannung ist das nicht weiter der Rede wert.

Damit kommen wir zur eigentlichen Hauptrolle - dem Thema: humanitäre Einsätze, die dann faktisch doch Kampfeinsätze sind, in denen getötet und gestorben wird. Das sich Deutschland an diesem Krieg aktiv beteiligt, ist nicht mehr wegzudiskutieren. Ebenso auch die Verwicklungen unserer Geheimdienste in militärische Interventionen und Aktionen, die, man muss es doch offen aussprechen, eine wichtige und maßgebliche Rolle spielen. Das leider in unsere Welt Themen wie diese eher stiefmütterlich behandelt werden, ist der Macht der Medien zu verdanken oder vielleicht doch den Interessen von Regierungen und Geheimdiensten!?

Das Szenario, dass deutsche Waffen einen Bundeswehrkonvoi vernichten, ist überhaupt nicht undenkbar oder unrealistisch. Über die Waffenlieferungen Dritter, über Geheimdienste und Kontakten in gewissen Schurkenstaaten oder Mitglieder der Achse des Bösen mal abgesehen, ist das allzu real. Dafür muss man nicht gleich an die Irak-Iran-Kriege denken, es reicht schon, sich mit den aktuellen Krisenherden zu beschäftigen.

Beim Lesen des Romans "Die Marionette" ist die menschliche Tragödie, die sich dort zeigt, die intensivste. Mit viel Sensibilität und Blick über den Tellerrand hinaus, erzählt die Autorin von Dramen, die sich tagtäglich in Familien abspielen, ohne dass wir es wissen wollen oder wir uns einfach ins Tagesgeschäft flüchten. Die Seelenlandschaft der Katja Rittmer ist ein emotionales Minenfeld, in der jeder Schritt über kurz oder lang vernichtende und verletzliche Spuren hinterlässt.

Fazit

"Die Marionette" ist ein großartiger Politthriller. Mit aktuellen Themen gestützt, deren Brisanz uns leider in der Realität noch nicht klargeworden ist. Doch "Die Marionette" ist nicht nur ein Zurücklehnen und Genießen von Spannungsmomenten - nein, sie bringt uns die Erlebnisse und die posttraumatischen Erlebnisse unserer Söhne, Töchter, Brüder und Väter wieder näher und damit einer Verantwortung, der wir uns stellen müssen.

Stefanie Baumm oder auch ihr Pseudonym, Alex Berg, hat hier einen sensationell guten Thriller geschrieben und sich damit freigeschwommen.

"Die Marionette" ist nicht nur zu empfehlen, weil er einfach spannend, sondern auch weil er komplex und wieder eine Steigerung ihres Könnens ist. Ich bin gespannt auf ein Wiedersehen mit Eric Mayer und Valerie Weymann und noch gespannter, welches aktuellen Themas sich die Autorin nun bedient.

Autorin

Alex Berg, geboren 1963, hat viele Jahre für norddeutsche Tageszeitungen als freie Journalistin geschrieben, bevor sie ihre ersten Spannungsromane verfasste. Mit ihrem Thriller "Machtlos" gelang Alex Berg ein hoch spannender und brisanter Auftakt zu der Reihe um die Hamburger Staatsanwältin Valerie Weymann und den BND-Agenten Eric Mayer. Hinter dem Pseudonym Alex Berg verbirgt sich die Autorin Stefanie Baumm. Mehr Informationen unter [...]

Taschenbuch: 384 Seiten
ISBN-13: 978-3426508992
[...]
Michael Sterzik
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TOP 500 REZENSENTam 22. September 2014
"Die erste deutsche Elitekämpferin, der er begegnet war. Sie hatte Mut gehabt. Mehr als mancher von den Jungs. Aber es war auch etwas Unberechenbares um sie gewesen. Dieses leicht Irre, das manche von denen besaßen, die schon zu lange dabei waren. Jene, die nur noch unter Feuer funktionierten." (233)

Sie - das ist Katja Rittmer. Zuletzt in Afghanistan tätig. Bei einem Anschlag auf einen Konvoi, den sie begleitet hatte, war sie verletzt worden. Die Projektile, die man aus ihr herausoperiert hatte, waren deutsche Wertarbeit. Wie kamen die Taliban an deutsche Ausrüstung?

Katja Rittmer begibt sich auf eine Spurensuche. Eine Recherche, die sich in einen Rachefeldzug wandelt, als der Mann Selbstmord begeht, den sie geliebt hatte. Ein Kollege, der bei einem weiteren Anschlag so schwer verwundet worden war, dass ihm beide Beine amputiert werden mussten.

Parallel dazu ermitteln die deutschen Behörden unter der Leitung von Eric Mayer. Einst ein Kollege von Katja. Im Fokus der Untersuchung: die Larenz-Werke. Ausgerechnet der deutsche Konzern, der den Zuschlag für die Ausrüstung der afghanischen Polizei für die kommenden vier Jahre erhalten hat. Sehr zum Missfallen der Amerikaner und Briten. Ein Unternehmen mit besten Beziehungen zur deutschen Regierung.

Juristische Unterstützung erhält der Konzern unter anderem von Valerie Weymann, die später auch die Vertretung von Katja Rittmer übernimmt, als diese verhaftet wird. Eric Mayer und Valerie Weymann sind aber noch nicht alle "alten Bekannten" aus dem ersten Fall der Serie. Auf Seiten der Amerikaner ist der Verhörspezialist Don Martinez mit dabei.

Erst ein ermordetes Vorstandsmitglied der Larenz-Werke, dann der Selbstmord eines Staatssekretärs im Verteidigungsministerium. Es geht Schlag auf Schlag. Und es bleibt nicht bei diesen zwei Toten. Nach und nach offenbart sich ein hochkompliziertes internationales Beziehungsgeflecht aus Wirtschaft und Politik.

"Du kannst nicht alles haben im Leben." (271)

Die Figuren in dieser Geschichte müssen den Mut haben, unangenehme Erfahrungen nicht nur auszuhalten, sondern hinter sich zu lassen, um weiterzuleben. Den einen gelingt es, den anderen nicht.

"In unserem Job muss man manchmal Entscheidungen treffen, die wehtun," sagt Martinez zu Valerie. "Und man muß lernen, diesen Schmerz auszuhalten, so schwer er auch fällt." (355)

Eine Aussage, die bezeichnend ist für den Schluss der Geschichte. Man weiß zwar am Ende, wer wofür verantwortlich ist oder war, wie im realen Leben wird aber dies und jenes vertuscht oder verdeckt, so dass Gerechtigkeitsfanatiker nicht auf ihre Kosten kommen.

Eines noch, eine Besonderheit von Alex Berg: die starken Frauenfiguren. Neben Valerie Weymann oder Katja Rittmer fällt in diesem Buch auch Sibylle Vieth auf, die schwangere Witwe des ermordeten Vorstandsmitgliedes, die tapfer ihren Beitrag leistet, um die anderen beiden Frauen zu unterstützen.

Kleinere Unschärfen haben mich nicht gestört, zB auf Seite 65, als Valerie darüber grübelt wie ihr Seniorpartner sie mit der Nachricht von Vieths Tod aus dem Bett geklingelt hat. Dabei hatte sie die Neuigkeit bereits zuvor von Eric Mayer erfahren (S.52). Logischer wäre es gewesen, hätte sie den Kollegen informiert.

Mein Fazit:

Mir hat dieses Buch von Alex Berg ausserordentlich gut gefallen. Rasant und realistisch. Die Zeit verging wie im Flug, so dass ich es an einem Stück ausgelesen habe. Deswegen eine ganz klare Leseempfehlung. Ich bin gespannt auf den nächsten Fall mit Valerie Weymann, Eric Mayer und Don Martinez.
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am 29. März 2012
Was ein Wortungetüm, was ein Wortmonster- was ein Monster für die Betroffenen aber auch in der Realität.

Alex Berg verpackt in ihrem Krimi/Thriller eine Botschaft von einer Wahrheit in Deutschland, die keiner wahrhaben will. Über so etwas darf spätnachts in irgendwelchen Quatschrunden im Fernsehen berichtet werden, die als Einschlafhilfe dienen. Diese Geschichte als Unterhaltungsliteratur anzubieten ist starker Tobak. Es handelt sich um den zweiten Band um die Anwältin Valerie Weymann und den BND Mitarbeiter Eric Mayer. Anders als die eine oder andere Lesermeinung hier bin ich der Ansicht, dass es sinnvoll ist den Vorgängerband gelesen zu haben- da sich auch dieser sehr lohnt, ist das eh empfehlenswert. Machtlos: Thriller. Mancher Zusammenhang und manches Verhalten der Personen wird dann deutlicher und verständlicher.Ein Krimi als Träger von Botschaften- das betrachte ich zunächst immer kritisch, möchte ich doch von so einem Buch in erster Linie unterhalten werden. Wenn die Botschaft aber so gut in der Geschichte verpackt ist und so glaubhaft erzählt wird, wie Alex Berg das hier gelingt- dann kann man beides geniessen, die Unterhaltung und den Erkenntnisgewinn. Das Kernproblem, das wir als Bürger die Soldaten im Stich lassen, die in unserem Auftrag die Birne hinhalten, dass wir sie nicht respektieren und unterstützen und die Folgen daraus sind sehr gut beschrieben. Die Tatsache, dass wir diese Menschen nicht auffangen, wenn sie versuchen müssen mit ihren Erlebnissen wieder in unsere Gesellschaft sich einzugliedern und dann als tickende Zeitbomben in Eigen- oder Fremdgefährdung durch die Gegend laufen ist uns allen viel zu wenig bewußt und dabei kann die Autorin mit diesem Buch auf die Sprünge helfen.

Ein spannendes Buch bis zur letzten Zeile und so darf man sich sicher auf den Fortsetzung freuen, ist doch der ein oder andere Cliffhanger eingebaut, wenn auch keiner in der Art, die den Leser in Wut versetzt ob loser Enden.
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am 13. Februar 2012
Zum Buch:
Das Cover zeigt die Silhouette eines Soldaten vor einer großen Mohnblüte - zusammen mit dem Klappentext, der auf Afghanistan hinweist, hatte ich einen Zusammenhang mit Drogen vermutet, aber weit gefehlt.
Katja Rittmer ist Elitesoldaten der Bundeswehr und wird bei einem Einsatz in Afghanistan verletzt. Noch im Lazarett stellt sie fest, dass ihr Konvoi offensichtlich mit deutscher Munition angegriffen wurde. Sie will herausfinden, wie das möglich war und die Schuldigen zur Verantwortung ziehen. Sie ist zu allem bereit, um dieses Ziel zu erreichen. Seit Jahren in Kriegssituationen bis aufs Äußerste gefordert, ohne in der Heimat die richtige psychologische Unterstützung zu bekommen, entwickelt Katja sich zur tickenden Zeitbombe.
In Hamburg begegnen wir Valerie Weymann wieder, die als Anwältin für den Rüstungskonzern Larenz engagiert wird. Eric Mayer vom BND ist auch wieder mit von der Partie, er kennt Katja Rittmer von gemeinsamen früheren Einsätzen.

Meine Meinung:
Nachdem mir Machtlos hervorragend gefallen hat, war ich auf die Fortsetzung schon sehr gespannt. Meiner Meinung nach sollte man den ersten Band vorher lesen, um die Beziehungen zwischen Eric, Valerie und auch Don Martinez richtig zu verstehen.

Die Figur der Katja und das Thema der posttraumatischen Belastungsstörung bei Bundeswehrsoldaten sowie den unzureichenden Hilfsangeboten für diese ist ein ernstes und trauriges Thema. Allerdings blieb mir Katja als Charakter ziemlich fremd, es fiel mir schwer, ihre Handlungen zu begreifen und nachzuvollziehen.

Die politischen, wirtschaftlichen und militärischen Verwicklungen wurden zwar alle aufgeklärt, aber dafür musste man schon recht genau lesen, was manchmal aufgrund der spannenden Handlung nicht so einfach war. Vieles wurde nur in Rückblenden aufgeklärt und in kurzen Abschnitten angedeutet.

Gut gefallen hat mir die Fortführung der Geschichten von Valerie und Eric, auch dass man von ihm mehr private Details erfahren hat, er wurde dadurch greifbarer als noch in Machtlos.

Band 1 hat mir besser gefallen, aber ich bin trotzdem schon neugierig, was Valerie und Eric im nächsten Teil so erleben werden!
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am 29. März 2012
Wie soll man sich wieder einfügen, in den deutschen Alltag, wenn man einmal in Afghanistan war, der eigene Konvoi regelrecht "zusammengeschossen" wurde, Kameraden starben, man selbst schwer verletzt wurde und sich an einen Zustand permanenter Bedrohung gewöhnt hat? Für die traumatisierte Elite-Soldatin Katja Rittmers fehlt nach ihrer Heimkehr nur noch ein Funke... Als sie erfährt, dass es deutsche Kugeln waren, mit denen der Konvoi beschossen wurde und niemand ihre dazu Fragen beantworten will, taucht sie unter und bereitet einen Rachefeldzug vor. Derweil soll Anwältin Valerie Weymann einen deutschen Rüstungskonzern, dem illegaler Waffenhandel unterstellt wird, aus den Negativ-Schlagzeilen bringen ' und kommt dabei ebenfalls ein paar Ungereimtheiten auf die Spur. Im Verlauf der Geschichte stellt man fest: Das Buch hätte genauso gut "Die Marionetten" heißen können ' an irgendeiner Stelle ist jeder der Handelnden ' ohne es zu wollen oder zu merken ' eine.

Zunächst freut das Wiedersehen mit Valerie Weymann, der Protagonistin von "Machtlos". "Die Marionette" habe ich nämlich gekauft, weil mir das erste Buch so gut gefallen hat. Das zweite fand ich sogar noch ein Stück spannender. Ich wurde von der ersten Seite an in die spannende Handlung hineingesogen, habe das Buch in einem Rutsch verschlungen und noch ein paar Stunden nach dem Lesen war mir klamm zumute. Ich mag auch die Sprache, in der die Geschichte erzählt wird: klar, einfach und dennoch schön! Ein Thriller mit Anspruch - auch wenn einem dankenswerterweise die politische Botschaft nicht penetrant eingebläut wird, sondern sie sich einfach ganz selbstverständlich aus der Handlung ergibt.

Ich will eine Fortsetzung, bitte!
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am 31. Oktober 2011
Alex Berg hat sich wieder einmal ein hochbrisantes Thema ausgesucht und ein Buch dazu geschrieben, das mich als Leserin sehr betroffen zurückgelassen hat.

Katja Rittmers eine Elitesoldatin und einzige Frau dieser Sondereinheit gerät mit ihrem Trupp in Afghanistan in einen Hinterhalt und fast alle ihre Kameraden werden getötet oder schwer verletzt. Auch Katja wird angeschossen und als man ihr die Kugel im Lazarett entfernt stellt sich heraus, das es deutsche Munition ist, die dabei verwendet wurde. Wie kann das sein? Wer liefert illegal deutsche Waffen an die Taliban? All diese Fragen lassen der jungen Soldatin keine Ruhe und als sie vom aktiven Dienst freigestellt und in die Heimat zurückgeschickt wird, macht Katja sich daran diese Fragen zu klären. Denn sie braucht Antworten, da sie sich an dem Tod ihrer Männer schuldig fühlt und ihre einzige Liebe Chris durch diesen Einsatz beide Beine verloren hat...

Zeitgleich geraten die Larenz-Werke, Deutschlands führendster Rüstungskonzern in die Schlagzeilen zwecks Korruptionsverdacht im Wirtschaftsministerium und auch die Ahnung des Verdachts der illegalen Waffengeschäfte steht im Raum. Deshalb engagiert Gerwin Bender der Inhaber und Vorstandsvorsitzender Valerie Weyman, um die Firma aus den negativen Schlagzeilen zu bringen. Währenddessen fängt Eric Mayer, BND - Mann an gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft in den Larenz- Werken zu ermitteln. So begegnen sich 18 Monate nach den tragischen Ereignissen aus dem ersten Buch "Machtlos" Eric und Valerie wieder und auch dieses Mal werden sie beide hineingezogen in eine hochgefährliche und brisante Geschichte. Denn Katja will die Öffentlichkeit aufmerksam machen auf dieses schmutzige Geschäft und schreckt dabei auch vor Gewaltanschlägen nicht zurück...

Alex Berg schrieb auf ihrer Internetseite das sie einfach zu diesen aktuellen Themen Bücher schreiben muß, obwohl sie sich wünschen würde, das es diese Themen nicht gäbe und sie hat recht damit. Man merkt diesem Buch an, das sehr lange und sorgfältig recherchiert wurde und mir wurde als Leserin vor Augen geführt, wie es unseren Soldaten in Afghanistan geht, unter welch widrigen Umständen sie handeln müssen, wie sehr es an guter Ausrüstung mangelt und wie traumatisiert diese Menschen zurückkommen können. Denn die Traumatisierung von Katja Rittmers wird sehr offen und schonungslos dargestellt und ich danke der Autorin, das sie diesem Thema hier eine Stimme gegeben hat.
Auch die Sinnlosigkeit des Krieges in Afghanistan wird plastisch hervorgehoben obwohl sich unsere Soldaten offiziell ja nicht in einem Krieg befinden!
Die Verstrickung der Rüstungskonzerne in illegale Geschäfte ist ebenfalls ein Thema über das man nachdenken kann und die Autorin hat die politischen Verästelungen und Kalküle gekonnt aufgezeichnet und dem Leser ein glaubwürdiges Bild geschaffen.

Obwohl sich für mich in diesem Buch nicht so eine atemlose Spannung wie in ihrem Vorgänger aufgebaut hat, konnte ich das Buch trotzdem nicht aus der Hand legen. Denn die Thematik läßt mich nachdenklich zurück!

Fazit: Ein gelungener 2.Teil, den ich sehr empfehlen kann!
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Die Schriftstellerin Alex Berg hat es mir angetan und ich las innert relativ kurzer Zeit alle drei Bücher die sie veröffentlicht hat. Dieser Kriminalroman hier ist der Nachfolgeband zu "Machtlos" und drei bekannte Protagonisten aus dem Erstling, die Anwältin Valerie Weymann, Bundesnachrichtendienst-Agent Eric Mayer und Don Martinez, spielen auch hier eine sehr wichtige Rolle. An dieser Stelle sei erwähnt, dass man diesen Thriller auch ohne Vorkenntnisse des Vorgängers lesen kann aber ich würde die vorgängige Lektüre von "Machtlos" der interessierten Leserschaft ans Herz legen.

Alex Berg legt bei diesem Werk erneut ein kritisches Augenmerk auf den Einsatz der Deutschen Bundeswehr in Afghanistan. Sie thematisiert die psychischen Belastungen denen die Streitkräfte ausgesetzt sind und den Nachwirkungen in Form von posttraumatischen Belastungssyndromen. Ausserdem fliesst Kritik an multinationalen Konzernen und ihrem teils zweifelhaftem Geschäftsgebaren mit ein wenn es darum geht, die begehrten und trotz der allgegenwärtigen Gefahr oder vielleicht gerade deswegen hochlukrativen Grossaufträge im kriegsgeplagten Afghanistan zu erhalten. Die lokalen muslimischen Warlords und die westlichen Diplomaten sind da teilweise nur oberflächlich eine Hilfe, denn diese sind meist auf ihren eigenen Profit fixiert.

Diesen temporeichen Thriller mit viel Action zu lesen macht Spass und es ist spannend den Protagonisten bei ihren schnellen Ortswechsel von hie nach da zu folgen. Die rasante Aneinanderreihung der Szenen hat aber auch ihre Schattenseiten. Ich bin kein Anhänger dieser kurzen Kapitel, ich mag es generell viel mehr wenn sich Szenen über mehrere Seiten hinweg ziehen und ich dadurch mehr von der kribbeligen Atmosphäre spüren kann. Die Figuren bleiben mir in diesem Buch gefühlt auch etwas mehr auf Distanz als noch beim Debüt. Die guten Absichten der Autorin Alex Berg weiss ich zu schätzen, aber meiner Meinung nach wäre in diesem Fall etwas weniger schlussendlich mehr gewesen.

Eine temporeiche Mischung aus Politthriller mit Wirtschaftskriminalität in Deutschland und Afghanistan und der kritischen Betrachtung der Folgen und Auswirkungen für Angehörige der Bundeswehr nach ihrem Auslandseinsatz. Ganz sicher ein ambitionierter und guter Krimi aber für die Höchstwertung von fünf Amazon Sternen reicht es für mich nicht ganz aus.
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am 1. August 2013
Schon der Umschlagentwurf lässt erahnen, welchen Hintergrund die Romanhandlung hat: Eine Mohnblüte und davor ein einsamer Soldat - also Afghanistan. Letztendlich geht es um eine in mehreren Spezialeinsätzen traumatisierte Bundeswehrsoldatin, die nach einem Zwischenfall in Afghanistan mit zahlreichen Gefallenen und Verwundeten in Deutschland die vermeintlichen Hintermänner bzw. Unterstützer dieses Anschlags sucht und dabei zu einer tickenden Zeitbombe wird. In diese Handlung hat die Autorin geschickt ihre bekannten Hauptfiguren aus dem Vorgängerroman "Machtlos" eingefügt: Die Rechtsanwältin, den BND-Spitzenagenten, den CIA-Verhörspezialisten und viele andere Bekannte. Sie wiederum decken einen illegalen Waffenhandel mit deutschen Waffen in Afghanistan auf, der zielgerichtet in die Hände der Insurgents gelangt. Hinzu kommt, dass eine Vielzahl von politischen und wirtschafltichen Größen auf deutscher und US-amerikanischer Seite darin verwickelt sind - Motiv: Geldgier. Gegen diese Gruppierung richtet sich der Hass der Soldatin, denn: "Irgendwann gibt es nur noch einen Ort, an dem du zu Hause bist, und das ist der Krieg. Du kannst nicht zurück, nach allem, was du gesehen hast." (S.281)
Der Roman wird regelrecht in einem gestrafften Zeitraum vom 13. Mai bis 03. Juni abgespult, mit stets wechselnden Handlungsorten in Afghanistan und quer durch Deutschland. Aus meiner Sicht eine spannende Lektüre mit ernsthaftem Hintergrund. Voraussetzung ist allerdings, dass man "Machtlos" zuvor gelesen hat, um die handelnden Personen besser einschätzen zu können.
Wie schreibt die Autorin in ihrer Danksagung: (...) Und über das Schicksal der Männer und Frauen, die aus diesem nicht geführten Krieg versehrt nach Hause zurückkehren, verletzt an Seele und Leib. Weder seitens der Bevölkerung noch ihres Arbeitgebers, der Bundeswehr, kommt ihnen das Maß an Verständnis und Hilfe zu, das sie brauchen, um nach allem, was war, zurückzufinden in unsere Gesellschaft. Für sie ist dieser Roman entstanden." (S. 377f).
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