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TOP 500 REZENSENTam 22. Dezember 2014
Eigentlich bin ich nicht so der Fantasie Buch Leser, jedoch hat mir dieses Buch gezeigt, dass dieses Genre doch etwas für mich sein kann.

Aufgrund der Warnung, dass dieses Buch sehr brutal ist, rechnete ich schon mit dem Schlimmsten, jedoch hielt sich der Gewaltfaktor in Grenzen und ich war weit von meiner Hemmschwelle entfernt.

Doch nicht nur die Geschichte, auch das Buch selbst hat einen ganz eigenen Reiz und die tollen Illustrationen, welche jedes Kapitel Schmücken und von Brom stammen sind ein großer Mehrwert.
Ich bin so Begeistert, dass ich dieses Buch meinem Vater, der ein großer Fantasy Fan ist in der gelungenen Hardcover Variante zu Weihnachten schenken werde.

Wie schon oft beschrieben greift das Buch Elemente von dem Kinder Klassiker Peter Pan auf und erzählt dennoch eine ganze eigene Geschichte, die nichts verschönt darstellt und einen in eine Fantasie Welt führt, die rau und brutal sein kann.
Doch nicht die Fantasywelt, auch unsere Gegenwart wird ungeschönt und hart dargestellt.
So wird man gleich zu beginn kurz mit Kindesmissbrauch, Straßenkids und Drogen Konfrontiert.
Doch dann geht es schnell in die Fantastische Welt von Avalon in der es viel Magie und fantastische Wesen gibt.
Die Geschichte ist toll inszeniert und sie fesselte mich von Anfang an.
Zwar ist das Ende etwas Geschmackssache, im großen und Ganzem finde ich die Story aber wirklich gelungen.
Der eine oder andere Charaktere bleibt etwas blass, dafür sind die meisten Figuren sehr interessant und ausführlich Beschrieben.

Die Geschichte erzählt von Peter, der von Avalon, einer magischen Welt in die Menschenwelt reist um Perspektivlose Kinder zu überreden mit ihm freiwillig in das vermeintliche Paradies Avalon zu kommen.
Und Peter kann sehr überzeugend sein und stellt dabei Avalon meist schöner und friedlicher dar, als es eigentlich ist.
Denn nur wer Peter freiwillig folgt, überlebt die reise durch den grausamen und tödlichen Nebel.
Was er den Kindern verschweigt ist, dass er eine Kinderarmee aufbaut um Avalon vor dem verderben und den Blutrünstigen Fleischfressern zu schützen.
Auch hält er ihnen vor, dass Avalon voller grausamer Gefahren und gefährlichen Wesen lauert.
Und so trifft Peter eines Tages auf Nick, der Peter nach Avalon folgt und im finalen Kampf eine große Rolle spielen wird.
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am 23. Dezember 2016
Hab diesen Roman vor 10 Jahren gekauft und nachdem ich ihn verschlungen habe meinem jüngeren Bruder geschenkt. Nun hat sich mein Bruder, der im Ausland lebt, wieder bei mir für dieses Buch bedankt , weil er es nun schon zum 5. Mal liest und immer wieder auf s neue begeistert ist. Da wollte ich es mir nicht entgehen lassen und es mir auch wieder anschaffen. Ich bin sehr glücklich darüber! Vielen dank!!
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am 7. Juli 2015
Ich hab das Hörbuch von dem Kinderdieb gehört. Es hat mir sehr gut gefallen. Normalerweise lese ich nur Psychothriller und greife niemals zu Fantasy oder ähnlichem, aber ich würde es jederzeit weiter empfehlen.
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am 10. Februar 2010
...und wieder beginnt meine Begeisterung bei den Äußerlichkeiten des Romans: Brom, Autor und Illustrator, ist hier ein absolut geniales Cover gelungen. Peter, in düsterer Pose eingefangen, umflogen von den Geistern toter Pixies, Menschen - und was da noch so kreucht und fleucht.

Auch inhaltlich bleibt es bei diesem Stil. Wer Angst davor hat, sich seine schönen Kindheitserinnerungen des Märchens von Peter Pan und dem Nimmerland zu verderben, Vorsicht! ;)

Dieser Peter Pan ist nämlich ein ganz anderer, und auch das Reich, in dem er lebt, ist nicht wirklich friedlich....

Broms Märchen" spielt in der Gegenwart. Peter, der Kinderdieb, hält in New York Ausschau nach hoffnungslosen, einsamen Straßenkindern ohne Zukunft, die er durch den Nebel nach Avalon lockt - die Welt der Magie, in der man niemals erwachsen wird; bevölkter von Elfen, Trollen, Zentauren, Naturgeistern, Feen, Pixies und etlichen anderen wunderlichen Geschöpfen.
Beherrscht wird diese Welt von der Dame, der Göttin, die den Nebel erschuf um Avalon zu verbergen - allerdings ist sie geschwächt und ihre Kraft zerrinnt zusehends.

Diese Welt ist von der Zerstörung bedroht, denn die Fleischfresser" - erwachsene Menschen, die zur Zeit des Bürgerkrieges auf Avalon landeten und die die dortige Magie verwandelt, verkrüppelt, entstellt und in den Wahnsinn getrieben hat, drohen alles zu vernichten.
Peter bildet seine gestohlenen Kinder zu einer Armee aus, den Teufeln, wilde, skrupellose Krieger, mit dem Ziel, die Fleischfresser zurückzuschlagen und Avalon zu retten.
Nick, ein 16-jähriger Junge, wird einer von ihnen. Und so beginnt das Abenteuer in Der Kinderdieb" - ein packendes, SEHR blutrünstiges, düsteres, brutales aber wahnsinnig gelungenes Märchen für Erwachsene; eine Verschmelzung von Horror, Avalon-Mythos, Peter Pan-Märchen, Artus-Saga und Fantasy.
Mich hat das Buch bis zur letzten Seite gepackt, ich war immer aufs Neue entzückt und beeindruckt von den zahlreichen Illustrationen jeweils zu jedem Kapitelbeginn.

Ein umwerfendes Buch, blutig, bizarr, skurril - unbedingt lesen!!
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am 1. September 2015
"Der Kinderdieb" von Brom

Absolut kein Kinderbuch!

Leise wie ein Schatten streift ein Junge durch die Straßen von New York. Er nennt sich Peter und ist auf der Suche nach Kindern und Teenagern, die dringend Hilfe brauchen. Peter rettet sie – und bietet ihnen an, sie in sein magisches Reich zu führen, in dem niemand je erwachsen werden muss. Doch er verrät ihnen nicht, dass dieses Land im Sterben liegt und dort nicht nur magische Geschöpfe und das Abenteuer ihres Lebens auf sie warten, sondern auch größte Gefahr … [Q: Amazon]

Ich hab das Buch heute angelesen und auf den ersten Seiten wurde mir regelrecht schlecht und war nahe dran das Buch wieder zu zuklappen um es beiseite zu legen! Alles begann mit dem Prolog wo eine Misshandlung/Vergewaltigung Familiär beschrieben wurde (nicht zu sehr im Detail aber es reichte & will darüber auch nicht weiter drauf eingehen). Dennoch war die Neugier grösser und Peter der Pan, kam und war zugleich der Rächer.

Damit nahm alles sein Lauf ,die Geschichte hat mich in ihren Bann gezogen und bin bereits im zweiten Kapitel gelandet. Das Buch ist sehr blutrünstig und gewalttätig. Für zarte Geschöpfe unter uns, würde ich das Buch nicht empfehlen und deren die Peter Pan als ihren Lieblingshelden ansehen und bewundern.

Brom ist weder blumig noch romantisch. Er hält sich nicht lange mit unwichtigen Details auf und beschreibt die Dinge wie sie sind. Sein Schreibstil ist leicht zu lesen aber nicht anspruchslos, er entführt und reißt mit.

Dieses Buch würde ich als ein "gefährliches Buch" einstufen (inspir. durch die Katakomben / #WalterMoers) ... es spritzt Blut, es knacken die Knochen besonders die Halswirbelknochen die bekanntlich zum sofortigen Tode führen und vieles mehr!

#Spannung #Fantasy #Horror #PeterPan #Brom
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am 10. November 2010
In der Nachbemerkung zum Buch Der Kinderdieb" von Brom, der dies Buch nicht nur geschrieben sondern auch selbst illustriert hat, schreibt der amerikanische Autor, dass er sein Buch als Lobgesang auf die ursprüngliche, nicht geschönte, nicht entschärfte und nicht bereinigte Fassung des Romans Peter Pan" von James Barrie verstanden haben will, in der noch -- wie er schreibt -- die dunklen Untertöne vorhanden sind.

Ich kenne gar keine Fassung des Romans Peter Pan" -- unglaublich, aber wahr -- und konnte mich vielleicht gerade deswegen auf den Roman Der Kinderdieb" völlig unbelastet einlassen. Würde man eine Einordnung vornehmen wollen, was ich eigentlich prinzipiell nicht gerne tue, gehört das Buch vermutlich am ehesten zu der sogenannten Dark-Fantasy"-Sparte und ich würde es wohl eher keinem Jugendlichen unter 16 Jahren empfehlen zu lesen, denn manche Szenerien, Illustrationen und Dialoge sind doch recht heftig ausgefallen und könnten zartbesaiteten Gemütern eventuell nicht zusagen.

Wobei ich als erwachsener Leser schon fast bei der Frage angelangt bin, für wen das Buch denn wohl geschrieben sein soll und -- abgesehen von dem erwähnten Lobgesang/der Hommage -- was es beim Leser erzeugen soll? Denn der Roman provoziert meiner Ansicht nach den Leser auf jeden Fall zum Nachdenken.
Daher erst kurz zum Inhalt und danach zu dem Eindruck, den das Buch und die Illustrationen bei mir hinterlassen haben:
Ein menschenähnliches Wesen, genannt Peter, sucht in unserer Welt nach Kindern, die -- wie Peter selbst es an einigen Stellen im Roman ausdrückt - ihren ZAUBER noch nicht verloren haben. Diese Kinder stehen meist an einem entsetzlichen Abgrund, sind grob gesagt, seelisch oder physisch vergewaltigt oder anderweitig schwer misshandelt worden und wissen keinen Ausweg mehr. Ein Kind, Nathan mit Namen, z.B. steht kurz davor, in einem verständlich erscheinenden Racheakt die Mörder seines Bruders selbst zu erschießen, ein anderer Junge, Nick, fühlt sich in einer Kurzschlußhandlung genötigt, den brutalen Drogendealern, an die seine Mutter untervermietet hatte und die jetzt die gesamte Familie terrorisieren, die Drogen wegzunehmen, wird natürlich aber sofort von ihnen erwischt.

Genau in diesem Moment erscheint meist Peter, hilft diesen Kindern aus der Klemme -- manchmal ziemlich brutal - und bietet ihnen an, mit ihm zu kommen. In ein Land der ewigen Jugend, wo man Abenteuer satt erleben und viel Spaß haben kann und nichts mehr mit unserer Welt zu tun haben braucht. Allerdings verschweigt ihnen Peter, dass sowohl der Weg in dieses Land schon, als auch das Land selbst, Avalon mit Namen, lebensgefährlich und vom Untergang bedroht ist.
Denn Peter sucht Kinder, die ihm helfen, das Land von dieser Bedrohung zu befreien und wieder zu dem zu machen, was es mal gewesen war. Er kennt es als blühendes Land der ewigen Jugend, ein wahres Paradies, dem üppigen Schlaraffenland oder dem Phantasia aus Die unendliche Geschichte" vergleichbar, wo Kinder nicht erwachsen zu werden brauchten, keine Erwachsenen-Regeln galten und man nicht um sein Leben, seine Seele, seine Existenz fürchten brauchte. Wo die Magie, der ZAUBER aus alten Zeiten noch lebendig war. Doch das ist längst nur noch die halbe Wahrheit.

Peter selbst ist kein Mensch, sondern stammt väterlicherseits von den Elfen ab und wurde von der Familie als Wechselbalg verstoßen und im zarten Babyalter dem Tode ausgeliefert. Der Moosmann Goll, der ihn vor dem Gefressenwerden durch einen Wolf rettet und bei dem er zunächst Unterschlupf findet, verlangt ihm allerdings einiges an Selbstständigkeit ab und bei ihm geht Peter durch eine sehr harte Schule. Als Peter sich im Alter von 6 Jahren nach Spielkameraden sehnt und sich zu nahe an ein Menschendorf wagt, wird er auch dort wieder von den abergläubischen Dörflern weggejagt, verfolgt und Goll auf brutalste Weise ermordet, sobald man seiner habhaft wurde. Bevor er stirbt, ermahnt er Peter noch, den Wolf zu töten, der ständig hinter ihm her ist. Als er dies schließlich tut, hat er zwar eine wichtige Mutprobe bestanden, aber auch wieder noch ein Stückchen unbeschwerter Kindheit verloren und als er von 3 Elfen per Steinkreismagie nach Avalon geholt wird, sind diese nur darauf aus, Peter zu ihrer Mutter, der Hexe zu bringen, um ihn gemeinsam mit ihr zu fressen. Es gelingt ihm, der gefährlichen Hexe ein Auge auszustechen, wodurch er sie sich allerdings zu einem lebenslänglichen Feind macht.

Im Grunde fängt hier der Roman erst richtig an und es würde zu weit führen, die gesamte Geschichte, die meist in Rückblicken von Peter auf frühere Begebenheiten in die fortlaufende Handlung eingestreut werden, zu erzählen. Peter lernt die Dame von Avalon, die diese mysthische Welt durch Nebel schützt, kennen und auch Ulfger, den Sohn und Erben des Gehörnten, der in Peter sofort die Konkurrenz sieht und der sein erbittertster Feind wird. Es wird auch erzählt, wie es dazu kam, dass Peter in unsere Welt zurückkehrt und sich eine Kinderarmee in Avalon aufbaut und es wird auch klar, dass Peter nicht nur aus edlen Motiven und uneigennützig handelt.

Der Autor hat den Roman sowieso auch sehr dicht gepackt und reißt hier mal einen alten Mythos an, erwähnt durch eine Romanfigur eine andere Begebenheit...kurzum: vielschichtiger, spannender und interessanter kann man kaum schreiben. Ob die teilweise starke Zurschaustellung brutaler Geschehnisse allerdings nötig gewesen wäre, wage ich mal zu bezweifeln. Da wäre weniger oft mehr gewesen, finde ich, ohne das Ziel des Romans zu verfehlen.
Wie schon erwähnt, kenne ich zwar "Peter Pan" nicht, aber mehrere Legenden um Avalon und Broms Roman ist einfach toll und läßt im besten Fall den Leser wirklich sehr darüber nachdenken, worin eigentlich der ZAUBER von Kindern besteht und was man sich unter einem wirklichen Paradies vorstellen könnte.

Fazit von mir: Klasse Roman, der das Zeug hat, ein wirklicher Spitzentitel zu sein. Allerdings möchte man dem Autor wirklich raten, den nächsten Roman mit etwas weniger drastischen Szenen zu schreiben, denn es kommt auch ohne diese so beim Leser an, wie es gemeint ist.
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am 3. März 2010
Die letzte Seite - und in meinem Gesicht steht das völlige Entsetzen. Ich bin immer noch wie betäubt. Aus? Vorbei? Da kommt jetzt nichts mehr? Letzte Seite? Das darf ja wohl nicht wahr sein!

Binnen drei Tagen hat sich dieses Buch zu meinem neuen Liebling gemausert. Ich würde es am liebsten in eine Vitrine stellen, damit es im Regal zwischen den anderen Büchern nicht untergeht. Damit ich es immer vor Augen habe - und mich gleich wieder zwischen seinen Seiten befinde. Ich muss verhext sein! (Und das würde glatt noch zum Buch passen.)

[Eine Warnung voraus: Diese Rezension ist rein SUBJEKTIV. (So, wie es Rezensionen meiner Meinung nach auch sein sollten.)]

1) Spannung.

Das Buch beginnt mit Action und hört mit Action auf. Schon auf der ersten Seite des Prologs ist man mitten im Geschehen, steckt man mitten in den Köpfen der handelnden Figuren. Die Handlung ist dicht und hektisch, und vor allem ist sie zu jeder Zeit nachvollziehbar. Eine verwickelte Handlung, ein filigranes Uhrwerk - "Spannung pur" ist diesmal nicht nur ein leeres Versprechen.

Kontra: Irgendwo im ersten Drittel fand sich einmal ein kleines Handlungsloch ein, wo mich das Gefühl beschlich, die Geschichte beginne zu schleifen, die Verwicklungen lösen sich in Luft auf. Aber das stellte sich im Nachhinein als Irrtum heraus. Wem es genau so ergehen sollte: Weiterlesen lohnt sich.

2) Schreibstil.

Brom ist weder blumig noch romantisch. Er hält sich nicht lange mit unwichtigen Details auf und beschreibt die Dinge wie sie sind. Sein Schreibstil ist leicht zu lesen aber nicht anspruchslos, er entführt und reißt mit.

3) Humor.

Dieses Buch ist ernst, meint es ernst, will ernst genommen werden und transportiert, ganz im Ernst, nur wenig Humor. Ich habe festgestellt, dass ich Bücher, die überhaupt keinen Humor, nein nicht einmal Sarkasmus bieten, schnell als eintönig empfinde. Aber im Kinderdieb hat mich das überhaupt nicht gestört; ein weiteres Detail, das sich ganz geschmeidig ins Gesamtbild einfügt.

4) Charaktere.

Einige Charaktere (vor allem die zweite Hauptfigur Nick) wirken anfangs noch recht platt, manche bleiben es bis zum Schluss, was aber aufgrund ihrer Funktion nicht so schlimm ist. Nick gewinnt im Laufe des Buches massiv an Plastizität und durchläuft einen meiner Meinung nach sehr unerwarteten Entwicklungsprozess. Peter wird sehr anschaulich und psychologisch nachvollziehbar dargestellt, wobei ihm der Zauber, der seine Person umgibt, nicht abgeht.

5) Blutbad.

Manche werden hinterher sagen, es handele sich bei dem Buch um Gewalt mit ein bisschen Geschichte - und diese Leute sollen im Voraus gewarnt sein.

Dieses Buch.
Ist.
Nicht.
Harmlos.

Literweise spritzt das Blut, Eingeweide blubbern aus aufgeschlitzten Bäuchen, Köpfe und Gliedmaßen fliegen in alle Richtungen, Schwerter stechen Augen aus, Menschen brennen - und so weiter und so fort. Aber anders als in so manchem Film, den sich Jugendliche im Kino oder TV heute so ansehen, wird die rohe Gewalt hier in einen subtilen Kontext gestellt, wo er durchaus Sinn macht. Keine einzige Szene ist - in meinen Augen - überflüssig. (Und Brom schildert die Szenen so lebendig, dass mir stellenweise richtig übel wurde.)

Fazit:

Von mir bekommt das Buch fünf Sterne. Und ich habe es garantiert nicht zum letzten Mal gelesen.
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am 10. Januar 2017
Mit Peter Pan und seiner Geschichte verbinde ich grundsätzlich irgendwie Kindheit. Ich hatte eine schöne Buch-Umsetzung des Abenteuers, kannte die verschiedenen filmtechnischen Umsetzungen und mag die Geschichte noch heute. Wie es aber bei Märchen oder solchen Kindergeschichten der Fall ist, gibt es im Grunde auch immer eine düstere Seite. Nehmen wir zum Beispiel „Rotkäppchen“. Jedes Kind kennt das Märchen, aber jeder überliest das Fressen der Oma. Warum also nicht auch bei Peter Pan. Es muss schließlich nicht immer alles rosarot sein.

Erzählt wird die Geschichte aus Sichtweise eines allwissenden Erzählers mit dem Fokus auf Peter. Gedanken werden deutlich mit kursiver Schrift hervorgehoben. Auch die anderen Kinder, besonders Nick kommen immer wieder in den Fokus, sodass ein rundes und harmonisches Erzählbild entsteht.

Gerade am Anfang muss man sich erst einmal in die Geschichte einfinden, denn der Autor begleitet Peter beim Fangen verschiedener Kinder und unterbricht es gerne immer wieder mit Rückblenden zu Peters Werdegang. Ich persönlich hätte eine zusammenhängende Rückblende für einfacherer und einprägender empfunden, als die ständigen Wechsel der Perspektive. So ist es am Anfang etwas schwerer zu erkennen, welche Figuren und Informationen relevant sind.

Hinzu kommt die Tatsache, dass man sich mit Peter erst einmal selbst anfreunden muss, denn im Kopf ist gerade bei uns Erwachsenen noch das Bild vom grünen Peter mit seinem Schatten, den Wendy ihm annäht. Peter selbst ist so düster, hinterhältig, mörderisch und egoistisch, dass es ein Kontrast wie schwarz und weiß ergibt, auf den man sich eben erst einmal einlassen muss. Verstärkt wird das ganze durch die recht harte Sprache, die oft vulgär und nichts für empfindsame Menschen ist. Viele Szenen sind unglaublich hart, brutal und blutig.

Auch sonst ist das Buch sehr düster und erinnert eher an Dark-Fantasy. Das ist nicht schlecht, aber definitiv anders als erwartet. Gerade zum Schluss hin wir die Geschichte noch eine Spur härter und lässt erahnen, dass es kein Märchen Happy End geben wird.

FAZIT: Das Buch ist anders als erwartet und mit Sicherheit eine interessante Umsetzung, die aber nicht jeden Überzeugen könnte. Mir war Peter am Ende einfach zu böse, zu düster, sodass ich dem Buch nur vier Sterne geben kann.
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am 12. Februar 2010
Das Buch beginnt mit der Geschichte eines Mädchens. Sie wird von ihrem Vater missbraucht, doch eines Tages erscheint ein goldäugiger Junge und rettet sie. Als nächstes lernen wir Nick kennen, er ist ein vierzehn Jahre alter Ausreißer, und er ist auf der Flucht vor einem brutalen Drogenboss und dessen Gang. Als Nick von ein paar Jungs in die Mangel genommen wird, kommt ihn ein Junge mit spitzen Ohren zur Hilfe. Der Name des Jungen ist Peter und er bietet Nick an ihn mit auf seine Feste zu nehmen. Diese befindet sich in Avalon, einem Ort voller Magie und ohne Regeln die von Erwachsenen aufgestellt wurden. Um an diesen wundersammen Ort zu gelangen, muss Nick den "Kinderdieb" durch eine Nebelwand begleiten. Doch die Welt hinter dem Nebel begrüßt Nick mit grauenvollen Bildern. Auch Peter hat in seinem Leben schon schreckliche Dinge erlebt und der Leser darf ihn immer wieder in die Vergangenheit begleiten. Als Neuling in Peters Feste muss Nick sich erst beweisen. Peters Clan "die Teufel" sind ein wilder, irrer Haufen, und die Wälder von Avalon gefährlicher als Brooklyns nächtliche Straßen- wie Nick schon bald feststellen muss. Außerdem plagen den Jungen schlimme Albträume und Schuldgefühle. Nick möchte zurück in seine Welt, doch wie soll er das anstellen? Er nimmt Peter ein Versprechen ab und im Gegenzug dafür zieht er mit den Teufeln in die Schlacht, denn der Kapitän wartet schon...

Brom wollte 'den Schleier von James Matthew Barries poetischer Sprache beiseite ziehen und die sich dahinter verbergende Gewalt und Barbarei ungeschminkt zeigen'. Und genau das hat er auch getan! Seine Peter Pan Version ist nicht weichgespült, sie ist knallhart und oberkrass. Das Buch ist nicht gnädig mit seinem Leser, hier sterben liebgewonnene Figuren, immer wieder spritzt Hirn, Eingeweide quellen heraus und Körperteile werden abgetrennt. Kinder werden missbraucht, getötet oder selbst zu Killern. Trotz allem ist 'Der Kinderdieb' fesselnd und vielschichtig. Es ist kein klassischer Gut/Böse Roman, denn man lernt die Geschichte aus verschiedenen Blickwinkeln kennen. Es kann sogar vorkommen, dass man vermeintliche Bösewichte plötzlich sympathisch findet. Die Geschichte ist rau und brutal, aber sie handelt auch von Freundschaft, Liebe und Tapferkeit. Zu jedem Kapitel hat der Künstler Brom eine schwarzweiß Zeichnung gemacht und in der Buchmitte findet man farbige Zeichnungen. Die Bilder sind wirklich sehenswert! Auch ich kannte bisher nur die seichte Disney-Version, aber die interessanten Nachbemerkungen des Autors haben mir Lust auf die Originalversion gemacht.
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am 12. Januar 2011
Kurzbeschreibung:
Leise wie ein Schatten streift ein merkwürdiger Junge durch die Straßen von New York. Er nennt sich Peter und ist auf der Suche nach Kindern und Teenagern, die dringend Hilfe brauchen. Peter rettet sie - und bietet ihnen an, sie in sein magisches Reich zu führen, in dem niemand je erwachsen werden muss. Doch er verrät ihnen nicht, dass dieses Land im Sterben liegt und dort nicht nur magische Geschöpfe und das Abenteuer ihres Lebens auf sie warten, sondern auch größte Gefahr...

Zum Autor:
Brom, Jahrgang 1965, wurde in Albany im amerikanischen Bundesstaat Georgia geboren. Da sein Vater Pilot bei der U.S. Army war, verbrachte Brom einen Teil seiner Jugend im Ausland, unter anderem in Japan und Deutschland; aus dieser Zeit rührt auch seine Angewohnheit her, seinen Vornamen nicht zu benutzen. Bereits mit 21 arbeitete Brom als Illustrator für Firmen wie Coca-Cola und IBM. Später begann er, sich auf die visuelle Umsetzung von Spielen wie Dungeons & Dragons, Magic: The Gathering und World of Warcraft zu spezialisieren, und arbeitete für zahlreiche Verlage und Computerspielhersteller. Brom lebt heute mit seiner Familie in Seattle.

"Hätte das Mädchen nur mit den anderen Jungen und Mädchen reden können, jenen etwa, die dem goldäugigen Jungen bereits gefolgt waren, dann hätte es gewusst, dass man immer noch etwas zu verlieren hat." (Seite 11)

Rezension:
Brom erzählt die Geschichte von Peter Pan ganz neu. Sie hat nichts von der Erzählung, die man z. B. aus der Disney-Verfilmung kennt, gemein. Peter ist in diesem Roman nicht der sympathische Junge, der nicht erwachsen werden will und andere Kinder einlädt, ihm in sein Reich zu folgen, sondern ein sehr zwiespältiger Jugendlicher, der alles dafür tut, seine Ziele durchzusetzen. Die Kinder sind für ihn Mittel zum Zweck, er lässt sie für sich kämpfen und sterben.

Das Reich des Peter Pan liegt in Avalon (das mit dem "zuckersüßen" Nimmerland überhaupt nichts gemein hat) und es fließen sehr viele Gestalten der mystischen und keltischen Sagen in den Roman mit ein, wie z.B. Morgan Le Fay, die hier als Modron, die Dame vom See eine tragende Rolle spielt.

Auf gar keinen Fall möchte ich das Buch für Kinder weiterempfehlen! Es baut eine zunehmende Brutalität auf, die sehr detailreich geschildert wird, was fast an eine Art Splatter-Horror erinnert. Daher würde ich ein Lesealter ab 16 Jahren empfehlen. Erwachsene erwartet eine wirklich sehr gelungene Neuerzählung: Bisweilen sehr dunkel, brutal und düster aber auch fantasiereich und spannend.

Zur Gestaltung des Buches: Ein absoluter Hingucker ist bereits der fantastisch gestaltete Schutzumschlag mit Peter Pan als Titelfigur und umherfliegenden Pixies mit einem grob im Hintergrund angedeuteten New York. Hervorheben möchte ich die sehr schönen Farb- und Schwarz/Weißillustrationen in der Mitte des Buches und jeweils zu Kapitelbeginn, die von Brom selbst gestaltet wurden.

Fazit: Absolute Leseempfehlung an alle, die einmal einen anderen Peter Pan kennenlernen wollen und gerne Fantasy lesen.
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