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Kundenrezensionen

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am 11. Oktober 2013
Wie das gekommen ist, kann ich nicht mehr nachvollziehen. Jedenfalls hatte ich schon in meiner Kindheit immer mehr Freude daran, anderen etwas zu geben, als selbst zu nehmen. Zum permanenten Entsetzen meiner Mutter, die darauf zu sagen pflegte: „Für die anderen fängt er Ratten und für sich selbst nicht mal eine Maus.“

Ich habe das immer mit einem Achselzucken überhört, denn ich fand es richtig, was ich tat und konnte und wollte es auch nicht ändern. Schlecht ist es mir dabei bis hin zu einer langen, sehr befriedigenden Berufstätigkeit als Pfarrer, Seelsorger und Berater nie gegangen. Im Gegenteil.

Als ich das vorliegende Buch des Organisationspsychologen Adam Grant las, musste ich häufig an Situationen aus meinem Leben denken, wo ich auf eine tiefe und sinnvolle Weise die Weisheit jenes Satzes aus der Bibel erfahren konnte: „Geben ist seliger denn nehmen.“ (Apg. 20,35)

Adam Grant zeigt an vielen Beispielen aus unterschiedlichen Unternehmen, dass die lange Zeit gültige Auffassung, dass der Geber schwach und der Nehmer in der Beziehung der Starke ist als überholt betrachtet werden kann. Zwar trifft es nach wie vor zu, dass Menschen mit Nehmercharakteren schnell aufsteigen und auch Erfolg haben, dennoch sind sie bei ihren Mitmenschen und Mitarbeitern so beliebt wie Bauchweh. Menschen mit Gebercharakteren hingegen, so zeigt er, haben die besten Erfolgsparameter. Sie sind in einem sehr hohen Maße für ihre Geschäftspartner und Mitarbeiter glaubwürdig, weil sie immer versuchen, partnerschaftlich zu handeln. Geber sind Menschen, die mit dem Ziel arbeiten und verhandeln, alle vom Sinn und Nutzen eines gemeinsamen Ziels zu überzeugen.

Während der Nehmer auf die günstige Gelegenheit wartet, das Schnäppchen, das ihn in Vorteil bringt und die anderen zurücklässt, ist der Geber ein Mensch, der ständig selbst die Initiative ergreift, nach neuen Wegen und Lösungen sucht. Wenn er Erfolg hat, profitieren immer andere mit.

Viele Menschen ganz unterschiedlicher Professionen werden in diesem Buch vorgestellt, deren oberstes Ziel nicht die Befriedigung ihres Egos ist, sondern die Zufriedenheit, Sinn und auch Glück daraus schöpfen, anderen von Nutzen zu sein. Sie setzen das, was sie haben zum Vorteil vieler, wenn nicht aller ein, haben damit Erfolg und soziale und menschliche Anerkennung.

Es ist gut, dass es solche Menschen gibt. Und es ist gut, dass sich die Parameter anscheinend zu wandeln beginnen und auch im harten Berufsalltag über diese schon in der Bibel gepriesene Fähigkeit nachgedacht wird.
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In bester amerikanischer Sachbuchmanier stellt Adam Grant - spannend und lesenswert geschrieben - eine Vielzahl von Studien zusammen, die nicht nur im Detail die alte Weisheit belegen,derzufolge „Geben seliger macht als Nehmen", sondern darüberhinaus vielfältige Einsichten und Hinweise vermittelt, wie wir erfolgreich sein können, ohne andere zu schädigen.

Grant unterscheidet mit Geber, Nehmer und Tauscher drei grundlegende Handlungstypen, die unsere Persönlichkeit und unser Verhalten bestimmen. Er beschreibt deren Vor- und Nachteile und belegt mit Hilfe ausgewählter Studien und packend geschriebener Fallstudien, warum und auf welche Weise Geber in vielen Fällen nicht nur erfolgreicher sind, sondern darüberhinaus uns alle bereichern. Seine Analysen und Beispiele zeigen, dass Geberverhalten in Führung, Beratung, Verkauf, Politik, Unterricht und Erziehung und vielem mehr in der Regel zu besseren Ergebnissen für alle Beteiligten führt.

Mit seinen durchweg überzeugend vorgetragenen und überwiegend wissenschaftlich belegten Beispielen, liefert er Denkanstöße, die uns dazu motivieren sollen, im Privatleben und im Berufsalltag stärker Geberverhalten auszuüben. Zehn Tipps für den Transfer in die eigene Praxis mit vielen Hinweisen und links zu hilfreichen und zum Teil faszinierenden Projekten versehen geben weiterführende Anregungen.

Insgesamt also ein ausgezeichnetes Sachbuch, das fundiertes Wissen, intellektuellen Tiefgang mit einem hohem Unterhaltungs- und Praxistransferwert verbindet.

Einziger Minuspunkt: Für deutsche Leser sind die Beispiele aus der amerikanischen Baseballwelt bisweilen ermüdend. Ebenso nervig ist die einseitige Fokussierung auf überragende Erfolgstypen aus dem Business. Der „normale“ Mensch taucht bei Grant kaum auf.

Fazit: Brillante Analyse der Arbeitswelt – Spitzensachbuch mit hohem Erkenntniswert

Prof. Dr. Olaf-Axel Burow Universität Kassel
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am 29. Februar 2016
Der Autor unterscheidet zwischen Gebern und Nehmern.

GEBER
In der Arbeitswelt sind GEBER eher selten, so der Autor. GEBER ziehen es vor, mehr zu geben als zu bekommen. Sie helfen anderen, ohne dafür eine Gegenleistung zu erhalten.Geber teilen ihre Kraft, ihre Zeit, ihr Wissen, ihre Fähigkeiten, Ideen und Kontakte großzügig mit anderen Menschen, die davon profitieren können.
Geber räumen diesen Werten den Vorrang ein:
- Verantwortung
- Verlässlichkeit
- Soziale Gerechtigkeit (sich um Benachteiligte kümmern)
- Mitgefühl (auf die Bedürfnisse anderer eingehen.

NEHMER
Nehmer möchten mehr bekommen als sie geben. Sie sorgen dafür, dass sich die Gegenseitigkeitswaage zu ihren Gunsten neigt, indem sie ihre eigenen Interessen über die Bedürfnisse anderer stellen. NEHMER glauben, dass die Welt von Konkurrenz geprägt ist und jeder nur an sich selber denkt.

NEHMER bevorzugen diese Werte:
- Rechtum (Geld, Besitz)
- Macht (Dominanz, Herrschaft über andere)
- Vergnügen (das Leben genießen)
- Siegen (besser sein als andere)

TAUSCHER
Es gibt noch eine dritte Kategorie: Die TAUSCHER. Am Arbeitsplatz verhalten sich nur wenige von uns ausschließlich als Geber oder Nehmer, eher schon nach dem dritten Verhaltensmuster. TAUSCHER streben nach einem Gleichgewicht von Geben und Nehmen. Sie orientieren sich am Prinzip Fairness: >Wie du mir, so ich dir<.

Wissenschaftliche Studien
Der Autor bezieht sich bei seinen Erkenntnissen hauptsächlich auf Studien, Erhebungen und Erfolgschichten von GEBERN: Unternehmer, Finanzberater oder Drehbuchautoren. Eigene Erfahrungen aus der Arbeitswelt hat er so gut wie keine, wenn man einmal von seiner wissenschaftlichen Laufbahn absieht. Adam Grant ist Jahrgang 1982, mangelnde Lebenserfahrung kann man ihm nicht vorwerfen. Seine Erkenntnisse müssen deshalb nicht falsch sein.
Adam Grant hat bei seinen Studien herausgefunden, das sich GEBER was ihre Produktivität angeht am unteren Ende der Erfolgsskala befinden. Das überrascht nicht. Überraschend dagegen ist, dass am oberen Ende der Erfolgsskala ausschließlich GEBER sind. NEHMER und TAUSCHER landen in der Mitte.
Auch andere Studien bestätigen das, zum Beispiel bei Verkaufspersonal. Die unproduktivsten Mitarbeiter hatten um 25% höhere Geber-Werte als der Durchschnitt. Doch dieser Wert traf auch auf die produktivsten Mitarbeiter zu. Die beste Leistung erbrachten GEBER: Im Durchschnitt 50% mehr Jahresumsatz als die NEHMER und TAUSCHER zusammen.
Warum ist das so? GEBER müssen weder besonders nett noch selbstlos sein. Sie erziele ihre Ziele nur auf eine andere Art und Weise. Der Erfolg von GEBERN, so der Autor, erzeugt einen Welleneffekt, der den Erfolg der Menschen in ihrer näheren Umgebung stärkt. Der Erfolg muss demnach nicht auf Kosten anderer gehen. Die Fähigkeit, sich in andere hineinzuversetzen ist typisch für die erfolgreichen GEBER.

Auch GEBER scheitern
Der Autor weist auf drei große Fallen hin. Manche GEBER sind
- zu vertrauensvoll
- zu einfühlsam
- zu schüchtern.
Außerdem gibt es auch unverträgliche GEBER.

Der Autor plädiert für ein großzügiges Tit-for-Tat-Verhalten, eine klare Tauschstrategie: Zuerst wird kooperiert, bis der Partner konkurriert. Dann passt man sein Verhalten an und konkurriert ebenfalls. Das sei eine extrem erfolgreiche Form des Tauschens, meint der Autor.

Fazit
Alles in allem ein interessanter Ansatz, den Adam Grant vertritt. Was will der Autor? „Geben ist seliger denn nehmen?“ Nein. Der Autor vefolgt kein moralisches Ziel. Sein Ziel ist der beste Weg zum Erfolg in einer Wettbewerbsgesellschaft.

Es gibt andere Modelle, die auf wissenschaftlichen Erkenntnissen beruhen, wie zum Beispiel das der deutschen Neurowissenschaftlerin Tania Singer. Ihr Ziel ist der moralische Wandel, wie sie im Interview mit der ZEIT (29.5.13) sagt. Der Mensch sei kein Homo oeconomicus, der nur seine eigenen Bedürfnisse kennt. Tania Singer spricht von caring (einfühlsam, fürsorglich, mitfühlend), das genauso wie die Leistungsmotivation die Basis für ein Wirtschaftssystem werden könne. Die reine Ausrichtung auf Wettbewerb und Macht sei das Problem. „Wir müssen immer besser, effizienter und schneller sein als die andern.“
Singer geht einen Schritt weiter als Grant. Sie ist davon überzeugt, dass sich Hirnstrukturen durch Erfahrungen verändern lassen.

Auch ein interessanter Ansatz.
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am 1. Dezember 2015
Eins vorneweg. Die Übersetzung lässt sehr zu wünschen übrig, was das Leseabenteuer etwas trübt. Aber auch sonst braucht der Autor hier eine ganze Menge Seiten, um auf den (wichtigen) Punkt zu kommen: Geber sind überaus erfolgreich, wenn Sie ein paar Grundregeln beachten. Das Buch plädiert für Geben statt Nehmen und stellt Strategien vor, mit denen Geber am Schluss dennoch die Gewinner anstatt die Verarschten sein sollen. Ob das immer gelingt, darf bezweifelt werden. Zumindest klingen die meisten Überlegungen recht plausibel und werden anhand zahlreicher (leider auch allzu ausufernder) Beispiele illustriert. Trotz der Minuspunkte ein wichtiges Buch, das hoffentlich mehr Menschen dazu bewegen wird, mehr zu geben als zu nehmen, die Arbeits- und Wirtschaftswelt - und damit auch das Leben ihrer Kolleginnen und Kollegen - auf eine positive Weise zu verändern und zu beeinflussen.
Also: Etwas mühsam, aber lesenswert.
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am 11. April 2014
Mit diesem Buch schafft es der Autor einem jeden Leser, wenn er denn bereit dazu ist, den Spiegel der Selbsterkenntnis vorzuhalten. Ein absolutes MUST für jeden, der an kritischer Literatur interessiert ist und aus der gängigen Mainstream aussteigen möchte ! Sehr empfehlenswert !
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am 2. Januar 2014
Noch habe ich das Buch nicht einmal halb durch, doch schon jetzt begeistert es mich. Denn es zeigt, wie unsere Gesellschaft und unsere Wirtschaft auch in Zuklunft funktionieren können. Besser, wertschätzender und menschlicher. Ich werde die Rezension am Ende nochmals ergänzen, wenn ich mit dem Buch durch bin - doch schon jetzt weiß ich, dass es eine klare Lesemepfehlung verdient.
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am 17. März 2014
Dies sollte für jeden Standardlektüre werden - habe das Buch schon xmal weiterempfohlen. Jeder kann sich darin wiederfinden und entweder man fühlt sich bestätigt oder man ändert gewisse Dinge - in jedem Fall hilft es.
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Erfolgreich sein durch Geben!? Bislang waren es eher die Ellbogentypen, die Raubtiere, die Unverschämten, die Charakterlosen, die es ganz nach oben geschafft haben, also diejenigen, denen altruistischen Denken völlig fremd ist.

Der Autor des vielbesprochenen Buches "Geben und Nehmen", Adam Grant, 32, ist der jüngste Professor an der Wharton School, einer renommierten Wirtschaftsfakultät der University of Pennsylvania. Die Business Week zählt ihn zu den Top 40 der Wirtschaftswissenschaftler unter 40. Mehr als sieben Jahre lang hat er alle Hinweise auf den Wandel in der Arbeitswelt gesammelt und ausgewertet. Grant steckt in seinem Raster alle Berufstätigen in drei Schubladen:

- die Nehmenden (sie möchten möglichst viel erhalten)
- die Vergleichenden (sie geben, wollen aber auch Gegenleistungen)
- die Gebenden (sie geben ohne Gegenleistung)

Bislang dachte man, dass die Gebenden eher ausgenutzt werden und an der Karriereleiter unten hängen bleiben. Grant fand heraus, dass es tatsächlich so ist, aber genau dieser Typus auch wieder ganz oben auf der Karriereleiter auftaucht. Der Gebende hat andere Netzwerke: die meisten seiner Verbindungen sind zwar eher locker, doch »während enge Kontakte verpflichten, bauen lose Kontakte die Brücken«, schreibt Adam Grant. Die Kontakte von Gebenden würden langer halten und auch in Verhandlungen überzeugen letztendlich die Gebenden mehr als die selbstsicheren Nehmenden.

Diese Theorie ist alles andere als neu. Es gibt sie in verschiedenen Religionen und viele psychologische Testreihen hatten sich bereits mit ähnlichen Typologien befasst. Während deutsche Unternehmen bislang kaum Anstrengungen machen, Gebende zu identifizieren und zu fördern, haben amerikanische Firmen den Wert dieser Charakterausrichtung seit Langem erkannt. In den USA fördert man die Gebenden-Attitüde schon während der Schule und des Studiums. Auch Unternehmen helfen ihnen inzwischen gezielt beim Aufstieg. Denn für die Führung scheinen Gebende eben besonders geeignet zu sein. Sie vergeben Vertrauensvorschüsse, glauben in ihre Mitarbeiter und schaffen so eine positiv ausgerichtete Arbeitsatmosphäre.

+++ Meine Meinung zum Buch

Es sind sicherlich interessante Gedankenansätze, denen auch langwierige, wissenschaftliche Studien zugrunde liegen. Nur halte ich eine schmale Kategorisierung von nur 3 "Schubladen" als nicht wirklich repräsentativ für alle Arbeitnehmer. Zum anderen stelle ich den "jungfräulichen" Charakter des Gebenden im Spitzenmanagement ein wenig in Frage. Denn auch aus einem verbissen kämpfenden Haifisch kann im obersten Stockwerk ein nettes Lämmchen werden, wenn er sein letztmögliches Ziel erreicht hat. Oder aber der Haifisch ist besonders gerissen und spielt den großzügigen Gebenden, ab dem Zeitpunkt, an dem er sich nicht mehr mit Dutzenden von Konkurrenten herumschlagen muss.

Die sozialen Strukturen Deutschlands sind mit denen der USA nur schwer zu vergleichen, so dass es einige Anpassungen im Buch bedürft hätte, wie z. B. Beispiele aus der deutschen Arbeitswelt. Auch wird er sicherlich keinem Berufsanfänger empfehlen wollen, im harten Alltag alles zu geben und nichts zu erwarten.

Adam Grant rüttelt mit seinem Buch an den Säulen des Managements und versucht die Menschlichkeit und die vertrauensvolle Zusammenarbeit zu propagieren. Eine interessante, sehr löbliche Theorie, die hoffentlich etwas bewirken kann!

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TOP 1000 REZENSENTam 27. November 2013
An wen denkst Du, wenn von “erfolgreichen Machern” die Rede ist? An die Gattung dominanter Alpha-Tiere wie Jeff Bezos, Josef Ackermann oder Steve Jobs? Typen, die mit ihrem Ego nicht nur einen Chefsessel, sondern komplette Sitzreihen im Stadion füllen könnten? Adam Grant hat andere Menschen im Sinn, stille, kooperative Typen, die Ihren Kopf nicht im TV und ihren Namen nicht in der Zeitung lesen müssen, um den persönlichen Erfolg zu genießen. Von “Gebern” eben.

In seinem Buch “Geben und Nehmen” hat sich Adam Grant auf die Suche gemacht nach Führungs- und Persönlichkeitsmustern erfolgreicher Manager und Unternehmer. Und dabei interessante Entdeckungen gemacht. Da gibt es die “Nehmer”, Erfolgstypen, die mit brachialer Gewalt ihre Ziele verfolgen und “Gefälligkeiten immer mit Bedingungen verknüpfen”. Auf der anderen Seite stehen die “Geber”, die in Vorleistung treten und nicht sofort das Feld abernten, das sie just bestellt haben. Die mit Geduld soziale Netzwerke aufbauen und ihre kooperativen Gesten nicht in Dollar oder Applaus aufwiegen. Ihnen widmet Grant sein Buch.

Roter Reiter-Fazit: ”Geben und Nehmen” ist ein 400 Seiten starker Beleg dafür, dass Anstand, Empathie und soziale Verantwortung auch in den Chefetagen ihre Berechtigung haben. Gerade dort! Weil sie das Auslaufmodell patriarchischer Führungsstrukturen prima ersetzen können.
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am 1. März 2016
Prinzipiell ist das Geben eine gute Eigenschaft, schaut man sich aber die Entwicklung der kontaminierten Gesellschaft an, erkennt man das immer mehr Narzissmus herrscht. Die Theorie des Autors ist gut, aber nur wenn der überwiegende Teil das so handhabt, falls nicht (und das ist leider so) hat man mit Geben sehr oft Pech. Geben hier und da ist ok, aber sicherlich nicht beim Arbeitsplatz, dort beginnt die pernanente Ausbeutung schon bei der Unterbezahlung, also Löhne unter 12 Eur/Std.
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