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Kundenrezensionen

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am 5. März 2017
Dieser Autor wurde mir von einer bekannten empfohlen mit dem, was er da schildert, muss ich ihm wirklich recht geben das Deutschland seine Kinder misshandelt bei einem Fall, von dem er berichtet kam, mir sogar eine Träne beim Lesen.
Deutschland wacht auf und gibt mehr Geld aus zum Schutz für unsere Kinder und nicht nur quatschen auch taten folgen lassen
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am 3. März 2014
Deutschland misshandelt seine Kinder - und für diese Kinder ist Deutschland ein furchtbares Land. Denn sie sind mehr als in anderen Ländern ihren Peinigern schutzlos ausgeliefert, weil Gerichte, Jugendämter, freie Träger und die zahllosen „Helfer" kläglich dabei versagen, ihren Schützlingen wirksamen Schutz zu geben. Dies aufgezeigt zu haben, ist das große Verdienst dieses Buches. Dafür würde ich sogar 6 Sterne geben.

Ich möchte als Betroffener noch auf einen anderen Punkt eingehen. Die Autoren setzen den Begriff der „Überforderung" meist in Anführungszeichen. Ich halte diese Bezeichnung auch für ungeeignet zur Erklärung gewalttätigen Verhaltens. In der Redeweise von den „überforderten“ Eltern werden die Eltern selbst zu Opfern gemacht. Sie sind dann nicht mehr für ihr Handeln verantwortliche Menschen, sondern selbst nur Opfer der Umstände, die sie „überfordern“, wie es im Jargon der Sozialpädagogen heißt. Sie misshandeln ihre Kinder „aus Überforderung" (so wird eine Familienrichterin zitiert). Aufgabe der Helfer ist es, die Familien zu „stabilisieren", indem sie die Eltern vor „Überforderung" bewahren. Es scheint ein Naturgesetz zu sein, dass Eltern ihre Kinder lieben. Und wenn sie ihre Kinder trotzdem fortgesetzt misshandeln, dann kann das nur an der „Überforderung" liegen, wofür sie schließlich nichts können. Das Ganze erinnert an den bekannten Satz: „Meine Eltern haben mich immer geliebt, nur konnten sie es nicht zeigen".

Bei anderen Tätern hört man nichts von Überforderung. Von Einbrechern, Bankräubern, Mördern und sonstigen Gewalttätern sagt man nicht, sie hätten ihre Straftaten begangen, weil sie aufgrund ihrer Biografie damit „überfordert" waren, ein normales Leben zu führen. Dieser Begriff bleibt elterlichen Gewalttätern vorbehalten, wobei überfordert dann heißt, eigentlich aus einer Art Notwehr heraus gehandelt zu haben.
Es wäre ehrlicher, statt von „überforderten", von „gewalttätigen" Eltern zu sprechen. Das würde ihnen den Opferstatus nehmen, den kriminellen Charakter ihres Handelns verdeutlichen sowie die aktive Täterschaft und die damit einhergehende Verantwortung benennen. Es böte auch für die Kinder einen größeren Schutz davor, zu schnell und leichtgläubig in die Gewalt ihrer Peiniger zurückgegeben zu werden. Fallbeispiele dafür finden sich genug im Buch.

In einem sind die Misshandler allerdings nicht überfordert: Wenn es darum geht, der Außenwelt ein intaktes Familienleben vorzuspielen.
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am 19. Dezember 2016
In diesem Buch beschreiben zwei Rechtsmediziner aus Berlin einen Teil ihrer beruflichen Tätigkeit: die Mitarbeit bei der Aufklärung von Fällen von Kindesmisshandlung. Schwer umstritten und von der Presse regelmäßig zerrissen, habe ich dem Buch zunächst keine Chance gegeben, und musste meine Meinung revidieren. Michael Tsokos und Saskia Guddat beschreiben hauptsächlich Fälle der täglichen Praxis, sie sind hautnah dran am Geschehen. Ihre Geschichten sind so grausam, dass ich mehrfach Pausen beim Lesen einlegen musste, um das Ganze zu verarbeiten. Brutalste Verbrechen von schwerer körperlicher und seelischer Misshandlung sowie Vernachlässigung folgen "Schlag auf Schlag"-keine besinnliche Weihnachtslektüre. Die Autoren haben die Expertise und klagen unverhohlen an: Insbesondere die Unfähigkeit von Jugendämtern, ausgebrannte Beamte, die auf ihre Frühpensionierung warten (und ja, auch ich kenne solche Menschen), Fehlleistungen bei Ärzten und Juristen, die auf die Karriereleiter schielen und häufig über die Schicksale von Kindern und Familien entscheiden, ohne selbst Eltern zu sein (auch das kann ich mir zumindest vorstellen). Sehr beunruhigend und ein Alptraum ist dieses Buch, trotzdem erscheint Hoffnung am Horizont: die Autoren haben viele Vorschläge, wie man es besser machen kann, die ich für sehr überlegenswert halte. Meines Erachtens ist dieses Buch weder unter Ärzten noch in der Gesamtgesellschaft ausreichend diskutiert worden: ein bequemer Wegseh-Reflex einer zunehmend kinderentwöhnten, wenn auch nicht -feindlichen Gesellschaft. Ich wünsche den Autoren mehr Erfolg beim Initiieren einer gesellschaftlichen Diskussion für eine echte Verbesserung der Kinder in Deutschland, also mitten unter uns. Kinder haben unsere Fürsorge verdient!
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am 15. Mai 2014
auch sehr erschreckend was man hier zu lesen bekommt. Wie man hier mit Kindern umgeht, wie man ein junges Leben schon so früh nachhaltig schaden kann, dies werde ich nie verstehen können. Es ist hier ein Buch das erschüttert, aber auch aufrüttelt und für mich schwer zu lesen war. Trotzdem muss man dies sicherlich auch mal so offen darlegen, nicht um zu erschüttern oder auf sich aufmerksam zu machen, nein um mal zu zeigen, was fernab der Öffentlichkeit immer wieder geschieht und man davon absolut gar nichts mitbekommt.
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am 13. März 2014
Mit diesem herausragenden Beitrag zum schockierenden Phänomen der Kindesmisshandlung in Familien haben die beiden Berliner Rechtsmediziner Saskia Guddat und Michael Tsokos bemerkenswerten Mut bewiesen. Fehlurteile und unentschuldbare Nachlässigkeiten seitens staatlicher Institutionen wie auch seitens niedergelassener und in Kliniken tätiger Fachärzte für Kinder- und Jugendmedizin werden schonungslos offengelegt. Für alle Erzieher/innen, Lehrer/innen sowie Haus- und Kinderärzte sollte das Buch zur Pflichtlektüre werden.
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am 27. April 2014
wenn der Inhalt auch mehr als erschreckend ist, sollte eigentlich ein MUSS in der Bibliothek eines klar denkenden Haushaltes sein. Es ist eine Mahnung wie unsere Gesellschaft wirklich ist und das sollte uns allen zu denken geben und mehr als das. Es sollte uns auch noch mehr dazu bewegen öfter mal hinzugucken als, wie weit verbreitet, wegzuschauen.
Das worüber da geschrieben wird ist unsere Gesellschaft und zwar hier und heute.
Nur das Lesen dieses Buches lässt einen schon vor der Realität erschauern aber es ist sinnvoll und notwendig.
Hut ab vor der Zivilcourage der beiden Autoren und sogar mehr als das.
Und mehr als das, ein dickes Lob für den Mut den sie zeigen mit diesem Thema klar und deutlich in die Öffentlichkeit zu gehen.
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am 19. Juni 2014
... gestorben sind?!?"

Meine Schrecksekunde dauerte wohl länger als dieser Radio-"Werbespot", denn konkrete Zahlen waren an meinem Ohr vorübergerauscht, nachdem der Radiosprecher geendet hatte und mein gewohnter Regionalsender mit den neuesten Hype Songs des Tages meine Ohren volldröhnte. Aber diese konkreten Zahlen benötige ich auch nicht, denn als engagiertes Mitglied meines örtlichen Kinderschutzbundes brauche ich lediglich dessen regelmäßige Publikationen oder die Jahresberichte zu lesen, um allein für meine Region das Elend erfassen zu können, das in deutschen Landen nach wie vor herrscht. Mitten in unserem "kultivierten Deutschland" scheint nämlich die sogenannte "schwarze Pädagogik" noch immer nicht ausgerottet zu sein, unter der man in früheren Zeiten eine Erziehungsform verstand, bei der die "Prügelstrafe" als einzig brauchbares probates Mittel galt, "Vernunft" in Hirn und Verstand von Kindern und Jugendlichen zu "prügeln". Ganz zu schweigen sei von psychopathischen Schlägertrupps, die sich bekanntlich zu allen Zeiten mit ihren unmenschlichen Methoden die Schwächsten ihres Umfeldes aussuchten, um sich zu ... "profilieren".

In früheren Zeiten?

Das sei lange vorbei, so glaubte auch ich, bevor ich mich anno 2008 erstmals mit dieser Problematik intensiver zu befassen begann. Ich fiel aus allen meinen "Wolken", lernen zu müssen, daß erst seit dem Jahre 2000! (zweitausend!) die bis dahin "erlaubte Prügelstrafe" in Deutschland für rechtswidrig erklärt und unter harte Sanktionen gestellt worden ist. Denn auch ich hielt diese "Erziehungsmethode" für ein Relikt aus alter Zeit, das wir heutzutage schaudernd vehement ablehnen, ja: sehr zu Recht verabscheuen.

Ich hätte diese Rezension auch gar nicht geschrieben, denn es gibt Gottlob! zahlreiche sehr qualifizierte Beurteilungen dieser hier vorliegend rezensierten Publikation --- wären da nicht diese beiden wundervollen jungen Väter in meinem persönlichen Umfeld ...:

"Die halbe Nacht hat der Kleine mal wieder nur geschrien ...", sagte der eine junge Vater neulich mit rotgeränderten Augen und gähnte völlig übernächtigt. "Wir wechseln uns inzwischen ab, meine Frau und ich, wenn er mal wieder nicht zu schreien aufhört," sagte der andere junge Vater, "je nachdem, wer von uns beiden früher 'raus muß ..." Was sie denn dagegen tun würden, gegen dieses "nervenzerfetzende Geschrei", habe ich gefragt. Und beide Väter! beäugten mich erstaunt und ... "Wieso?" lautete deren verdutzte Frage. Ist daas nicht wundervoll?

Auf dieses Buch angesprochen, erfuhr ich dann, daß "man" zwar davon gehört, es aber nicht gelesen habe.

Nun ja, warum auch?

Die ANDERE, die brutale Realität schildern die Autoren Michael Tsokos und Saskia Guddat schonungslos in dieser Publikation "aus ihrer rechtsmedizinischen Praxis." Und DAS sind die "dramatischen Gewalterfahrungen von Kindern in ihren Familien." [Klappentext-Auszug].

Dabei gehen die Autoren nicht zimperlich mit ihren Anwürfen um; sie schildern ohne Umschweife unfaßbare Grausamkeiten an Kindern ... und sie prangern wortgewaltig an, Wieso und Warum eine lahme und schon längst lebensfremde [mindestens] deutsche Bürokratie und [mindestens] deutsche Rechtskultur es "rechtmäßig" verhindern kann, daß auch heute noch mehr oder weniger "ungestraft" eine "schwarze Pädagogik" in diesen unseren deutschen Landen existieren kann UND wohl auch praktiziert wird!

Tja, Geld ist auch hier mal wieder das allgegenwärtige "Zauberwort" allen Übels: Es fehle an Geld für authentisch qualifiziertes Personal, sowohl in der Gerichtsmedizin als auch in allen anderen vor- oder nachgeschalteten Bereichen. Wer wollte DAS wohl bezweifeln?

Daß die Autoren Michael Tsokos und Saskia Guddat in ihrer Eigenschaft als Rechtsmediziner den "kurzen Weg über die Medien" nehmen [z.B. als Teilnehmer bei dem bekannten Moderator Markus Lanz], halte ich für eine überaus geschickte, begrüßenswerte Marketing-Strategie, denn auch ich habe erst dort von der Existenz ihrer anklagenden Publikation erfahren --- und mir daraufhin sogleich dieses Buch gekauft.

Jedoch:

Spektakuläre Horror-Darstellungen dürften eher selten dazu führen, tatsächliche Mißstände zu beseitigen, wenn der eigene Berufsstand der Rechtsmedizin allzu offenkundig in den Fokus gerückt wird. Es mag sein, daß auch dort sehr vieles im Argen liegt und endlich mehr ins Rampenlicht eines öffentlichen Bewußtseins gerückt gehört, als "Prof.Börne und Komm.Thiel" es jemals in ihrem unvergleichlichen "Tatort" ja dankenswerterweise regelmäßig bereits tun [DAS ist explizite NICHT zynisch gemeint!, denn DAS ist ausdrücklich mein höchstpersönlicher Krimi-Favorit, den ich niemals auslasse!].

... DENN, nach meinen persönlichen Erfahrungen, sieht NIEMAND mehr aufmerksam hin, wenn es allzu "brutal" zuzugehen scheint, weil SO ETWAS einfach nicht vorkommen KANN in unser aller Alltag, und weil ja bekanntlich "nicht sein kann, was nicht sein darf." Nicht wahr?

"Wer macht denn sowas?" fragte einer meiner jungen Väter mich heute morgen [24.04.2015, ~12:15h] sichtlich erschüttert: "Einen Säugling derart zu schütteln, daß ein ...", der junge Vater suchte ersichtlich nach Worten, rang um Fassung: "... daß ein ... Syndrom entsteht, an dem das Baby sterben kann!?! .... Ich mag mir das gar nicht vorstellen ... sie sind doch noch so klein ...!"

Etwas "weniger" grausam dargestellt, dafür jedoch mit sachlich und faktisch nachvollziehbaren Hinweisen auf Situationen oder Auffälligkeiten im persönlichen Umfeld, könnte vielleicht mehr bewirken bei Normalos, sofern sie überhaupt Bücher dieser Provenience lesen oder --- sich leisten können, denn diese Publikation hat ja ersichtlich einen stolzen Anschaffungspreis, der das Budget einer kinderreichen Familie übersteigen dürfte.

... Und daran werden vermutlich auch diese sonderbar halbherzigen Nachworte des Autorenteams nichts ändern. Tja, Geld ist nun mal wichtig ...

Denn, ja, auch SIE brauchen tatsächlich meehr Macht und meehr Money!, diese Gerichtsmediziner, dem TV-Publikum vermutlich eher vertraut als "Medical Detectives" aus einschlägigen TV-Serien. Und sie brauchen meehr Aufmerksamkeit. Wie die Kinder ... für die wir gemeinsam hier und heute kämpfen.

Die lauten Argumente der Autoren verdienen Gehör. Ob sie tatsächlich auf diesem verschlungenen Umweg über ihre heischende Medienbeteiligung auch an ihre eigene Zunft gedacht haben und sich ein wenig in diesen Dschungeln verloren haben mögen, sei ihnen nachgesehen.

Was ICH den Autoren als engagierter Kinderschützer jedoch ausdrücklich seehr übel nehme, ist die Tatsache, daß sie NICHT WESENTLICH den prophylaktischen! KINDERSCHUTZ in den Fokus rücken. Denn der besteht --jedenfalls meiner Ansicht nach-- nicht zuletzt darin, AUCH --zumindest größeren KINDERN! deutlicher zu sagen, daß und wo sie Hilfe bekommen können, wenn niemand sonst für sie da ist. Denn sowas gibt es bereits. Nennt sich KINDERSCHUTZBUND, und den gibt's überall mit vielen auch kindgerechten Angeboten, die in DIESEM spektakulären Ratgeber unverständlicherweise völlig fehlen. Das veranlaßt mich, dieses eigentlich 5Sterne-Buch um 2Amazon-Bewertungssterne herabzustufen. Denn vielleicht könnten wir ja das "Kind retten, bevor es im Brunnen liegt". Z.B., indem wir tatkräftig einschreiten, bevor ...

Ach ja, genau. Daas ist ja auch so ein leidiges Thema: die "machtlosen" oder dann auch wieder "übermächtigen" Jugendämter, je nach Bürokratie-Kompetenz/Macht --- ein furchtbares Szenario, das sich leider genau so realistisch anfühlt, wie die Autoren es beschreiben ...

Dieses Buch halte ich für lesenswert, obwohl mir die Erkenntnisse der Autoren letztlich zu sehr in eine fachspezifische Richtung abgedriftet sind. Einfacher ausgedrückt: Praxistaugliche Hinweise für Kinder, Eltern, nahe und ferne Verwandte, Freunde und Nachbarn sind nach meiner Auffassung so gut wie gar nicht enthalten. Politik, Institutionen und Medien könnten aus diesem Buch jedoch sehr wertvolle Informationen erhalten ... und insoweit [und darauf beschränkt] ist diese hier rezensierte Publikation schlußendlich dann doch äußerst tauglich als "prophylaktischer Ratgeber".

Dieses Buch enthält 255 Seiten, ein Inhaltsverzeichnis, "Alarmzeichen und Warnhinweise" [S.249ff], "Wohin kann man sich wenden?" ("zuständiges Jugendamt", "Polizeibehörden" ---sic!) [S.252ff] und eine geradezu rührende "Bitte zum Abschluß" [S.253] von sage und schreibe 10 Zeilen, mit der die Autoren ausdrücklich darauf verweisen, daß "Für den Schutz und die Förderung der Kinder in diesem Land sind zuerst und zuletzt wir selbst verantwortlich - die bürgerliche Zivilgesellschaft." An dieser Stelle habe ich in mich hineingemurmelt: "... und da werden Millionenbeträge ausgegeben für Joghurt-Mischmasch-Produkte ... aber DIESE "Werbung" für Kinderschutz scheint wohl niemals einem professionellen Marketing-Fachmann untergekommen zu sein ... Da hat man wohl an der falschen Stelle gespart ...".

Dieses Buch kostete mich übrigens satte 20Euronen. Warum ist dieses Buch eigentlich so teuer? Und was noch viel fragwürdiger ist: Wer soll das bezahlen ... können, als einfacher "Normalo" zum Beispiel, der sich doch für's Wohl des deutschen Volkes einsetzen soll? Wie sehen die Autoren DAAS eigentlich?

Meine Spenden für dieses Jahr 2015 habe ich übrigens "aufgeteilt": Je die Hälfte eines nicht unerheblichen Betrages spendete ich an die "Stiftung Zukunftskinder" meiner Region, in Abstimmung mit meinem Pfarrer ausdrücklich zugeordnet dem Projekt "Autorenlesung Kinderbücher". Und die zweite Hälfte spendete ich dem Kinderschutzbund meiner Region. Zuordnung: "Therapiekosten mißhandelte Kinder."

Zur Nachahmung empfohlen ...
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Übrigens: ICH habe es auch erst aus diesem Buch gelernt:

"Schütteltrauma" (Shaken Baby Syndrome), "Eine der schwersten Kindesmisshandlungsformen" [S.137ff]:

"Das Schütteltrauma entsteht, wenn der Säugling an den Armen oder um den Brustkorb gepackt und heftig vor- und zurück- bzw. hin- und hergeschüttelt wird. Dadurch rotiert oder pendelt der im Vergleich zum Körper relativ schwere Kopf des Säuglings unkontrolliert hin und her. Aus Tätergeständnissen, biomechanischen Berechnungen und Tierversuchen geht hervor, dass die Opfer im Durchschnitt mit einer Frequenz von fünf bis zehn Sekunden zehn- bis dreißigmal heftig geschüttelt werden. Hierbei muss der Täter erhebliche Körperkraft aufwenden. Die Misshandler wissen daher auch ohne jede medizinische Kenntnis, dass sie einen Angriff auf das Leben des Säuglings verüben.

Die drei typischen klinischen Befunde beim Schütteltrauma sind retinale (in der Netzhaut gelegene) und subdurale (zwischen harter und weicher Hirnhaut gelegene) Blutungen sowie schwere Hirnschäden. Diese Trias gilt als beweisend für das Schütteltrauma. Durch das heftige Hin- und Herschleudern des Kopfes werden Hirngewebe und Schädelknochen unterschiedlich stark beschleunigt. Dadurch schert das Gehirngewebe von der am Knochen anhaftenden äußersten Hinhaut (Dura mater) ab. Dabei reißen die sogenannten "Brückenvenen", die zwischen Hirngewebe und Dura mater senkrecht verlaufen und den Hirnkammerwasserraum quasi überbrücken, was wiederum die subduralen Blutungen hervorruft. Das wirkliche Problem des Schütteltraumas liegt jedoch in den Zerreißungen der Nervenzellfortsätze während des Schüttelns, die für die schweren Hinschädigungen verantwortlich sind. [...]

Das alltägliche Säuglingsmassaker [S.137]

Das Schütteltrauma gilt zu Recht als eine der schwersten Formen der Kindesmisshandlung. Ein Fünftel der Opfer verstirbt sofort nach dem Schütteln oder nach wenigen Tagen. Neunzig Prozent der Überlebenden sind für ihr Leben an Geist und Körper behindert. [...]

Zu den neurologischen Folgen des Shaken Baby Syndrome gehören schwerwiegende Entwicklungsstörungen, Seh-, Hör- und Sprachausfälle, von Krämpfen begleitete Bewegungsstörungen oder sogar die weitgehende Degeneration des Gehirns zu unstrukturierten Zellblasen ohne weitere Funktionsfähigkeit. [...]".

... "Was man weiß, was man wissen sollte ..."
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am 3. März 2017
Endlich mal ein Buch, das nicht beschönigt oder lange um den heißen Brei herumredet. Es werden Missstände ganz klar benannt und Lücken im System fokussiert, derer sich Leute vom Fach, damit meine ich solche, die mit den Betroffenen - den Opfern in einem lang andauernden Prozess ihre Gewalterfahrungen aufarbeiten, schon längst bewusst sind. Abgesehen von der Brisanz und des sehr interessanten Inhalt des Buches bleibt am Ende die Frage, wieso es denn immer erst soweit kommen muss, wo es doch häufig schon im Vorfeld ganz eindeutige Indizien für Kindesmisshandlungen in der Verwandtschaft 1./2. Grades gibt.
Ein sehr informatives und verständliches Buch.
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am 6. März 2016
Man muss nur die erste Seite dieses Buches lesen und kann es eigentlich schon weglegen! Spiegel Bestseller sagt ja schon alles. Wer auf eine sachliche Auseinandersetzung mit diesem sensiblen Thema hofft, wird hier nur enttäuscht. Die Autoren beweihräuchern sich selber und jammern, dass ihr Thema öffentlich zu wenig Aufmerksamkeit bekommt. Das ist alles möglich, doch wird hier in die große Kerbe der Kevin-Diskussion geschlagen, kaum ein Klischee wird ausgelassen! Es gibt viele bessere Bücher, die sich ernsthafter und sensibler mit diesem Thema auseinandersetzen..
22 Kommentare| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 21. Oktober 2016
es ist sehr schwierig zu lesen denn es ist alles in kurzen ruckartigen sätzen geschrieben und ein totales kaos.
habe es mir total anders vorgestellt, das in einem Fall viel intensiver vorgegangen wird.
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