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am 3. Oktober 2012
Das Buch beschreibt zum einem die Gefühlswelt und die Lebenserfahrungen eines Heimkindes, zum anderen beschäftigt es sich mit
der Bedeutung der Blumenwelt. Der Schreibstil ist geradlinig, leise und doch flüssig. Die Autorin weiß aus eigener Erfahrung, von was sie schreibt. Mich persönlich hat dieses Buch berührt, schon alleine wegen der Thematik der Hauptfigur, sehr liebevoll kombiniert mit der Welt der Blumen.
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am 10. April 2011
Bei Krimis und Thrillern passiert es mir immer mal wieder, dass ich das Buch einfach nicht mehr aus der Hand legen kann, bei 'normalen' Romanen dagegen geschieht das eher gar nicht oder nur sehr, sehr selten.

Vanessa Diffenbaughs 'Die verborgene Sprache der Blumen' aber hat mich gepackt, gefesselt und nicht mehr losgelassen, so dass ich gestern Nacht zu lesen anfing und eben vorhin die letzte Seite umgeblättert habe.

Was ist es nun, das diese Geschichte so besonders macht? Es geht um Victoria Jones, die in Pflegefamilien und Waisenhäusern aufgewachsen ist , keine Familie kennt und aufgrund ihrer schlechten Erfahrungen nur eines gelernt hat: sich die Menschen vom Leib zu halten, egal wie und mit welchen Mitteln und ob es ihr selbst weh tut. Nur nicht mehr verletzt werden! Ihre einzige Liebe gehört den Blumen und deren Sprache, die sie von Elisabeth gelernt hat, dem einzigen Menschen, von dem sie je Liebe erfahren hat.
Mit 18 ist Victoria zu alt für ein Kinderheim und auf sich selbst gestellt. Zuerst obdachlos und sich von Essensresten ernährend, dabei aber immer in sich ruhend und zufrieden, findest sie eine Anstellung in einem kleinen Blumenladen. Auf dem Blumenmarkt lernt sie Grant kennen und stellt erstaunt fest, dass auch er die Sprache der Blumen versteht'

Die Autorin erzählt von den zwei Jahren, in denen Victoria tastend versucht, zu sich selbst zu finden. Diesen Episoden sind andere gegenübergestellt, in denen Victoria bei ihrer damaligen Pflegemutter Elisabeth lebte. Dadurch dauert es auch sehr lange bis zu der Auflösung des Geheimnisses, warum das damals alles nicht klappte und was das für eine große Last ist, die die junge Frau mit sich herumträgt.
Das ist sicher ein Punkt, der mich dazu animierte, immer weiter zu lesen. Aber auch der Kampf, den die junge Frau führt, mit und gegen sich selbst, bis zu dem Punkt, an dem sie nicht wie sonst davonlaufen kann, sondern sich dem stellen muss was IST - das ist so wunderschön und einfühlsam beschrieben, wie ich es bisher selten irgendwo gelesen habe.

Es ist auch ein trauriges Buch, gleichzeitig ein Mut machendes, voller Emotionen und Gefühle und es bleibt nicht aus, dass man mit leidet und mitfühlt

Ich hatte das Glück, es bei Droemer Knaur in einer Testlese-Akton zu gewinnen und vor dem Erscheinen lesen zu können - und kann es wirklich uneingeschränkt weiter empfehlen !
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am 8. Mai 2017
Der Roman spielt in San Francisco und ergründet
das entbehrungsreiche und von
schmerzhaften Konflikten zwischen Selbstverleugnung
und Selbstbehauptung geprägte
Leben des Waisenmädchens Victoria. Nach
einer Odyssee durch zahllose, in Traumatisierungsfragen
vollkommen ungeschulte Pflegefamilien in einem Mädchenheim
gelandet, muss Victoria, jetzt volljährig, dieses nun verlassen
und ist auf sich gestellt in einer Welt, die sie bisher überwiegend
als ambivalent und dogmatisch erlebt hat. Zuflucht findet Victorias
empfindsam gebliebenes Herz in der Welt und Sprache der Blumen.
Diese besondere Fähigkeit führt Victoria soweit, dass sie, noch obdachlos,
einen Job im Laden einer Blumenhändlerin findet. Als Victoria
dann auch noch einen ebenfalls in der Blumensprache bewanderten,
besonderen jungen Mann kennenlernt, gibt ihr das Schicksal
nach und nach die Chance, ihr verworrenes Innenleben aufzuarbeiten
und damit zu sich zu finden.
Soviel zur Geschichte. Nun zur Autorin und dem Hintergrund: Die
Amerikanerin Vanessa Diffenbaugh hat selbst Pflegekinder in ihre Familie
aufgenommen und betreut. Sie weiß, wovon sie schreibt. Deshalb
stellte sich mir bei der Lektüre immer wieder die Frage, inwieweit
dieses Buch neben der einfühlsamen, differenzierten, ja fast bewundernden
Darlegung der zerbrechlich-starken Psyche eines im USPflegesystem
hin und her gereichten Kindes auch eine Abrechnung
mit selbigem ist. Kann es tatsächlich sein, dass derart ungeschulte,
oberflächliche Pflegeltern so bedürftig-schwierige Kinder aufnehmen
dürfen? Gibt es tatsächlich so wenig Unterstützung für überforderte
Sozialarbeiter im US-Sozialwesen? Und werden Pflegeeltern
vom US-System so allein gelassen?
Als Pädagogin und Adoptivmutter eines Sohnes mit institutionellem
Hintergrund berührt und bewegt mich dieses Buch auf vielfältige
Weise. Einerseits mag ich mir kaum vorstellen, dass das US-Pflegesystem
tatsächlich so sein könnte und komme dazu, das deutsche
Pflegesystem bei allem Verbesserungsbedarf im Vergleich doch sehr
zu schätzen. Zum zweiten fühle ich mich in meinen persönlichen, oft
schwierigen Auseinandersetzungen mit den Traumata meines Kindes
verstanden und verteidigt; es wird eine überfällige Lanze für die innere
Problematik der frühtraumatisierten Kinder und damit auch für
den oft anstrengenden Alltag von Pflege- und Adoptivfamilien gebrochen.
Am wichtigsten aber – last but not least – gibt diese liebevolle
Hommage an die Selbstheilungskräfte der jungen Psyche und
das Leben an sich ungemein viel Grund zur Hoffnung und Freude
und macht großen Mut! ara
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am 7. März 2017
Disteln und Argwohn

Die Birkenreiser von meinem Foto kommen in diesem Buch gerade nicht vor, doch ich habe gerade keine Blumen. Das Buch hat mich sehr berührt und begeistert. Es erzählt eine Geschichte von Menschen, die aus ihren Erfahrungen heraus Angst vor Nähe haben. Von Anfang an, also. Angelernt durch Umstände. Und es ist auch ein amerikanisches Buch. Darüber dachte ich gerade nach, dass mir Amerika besonders durch Literatur nahegebracht wurde, und dass die Menschen , die in Amerika beschrieben wurden, immer ein bisschen schräg waren. Sie hatten es grundsätzlich nicht leicht. Sie waren exzentrisch. Vielleicht ist das dort normaler als hier. Viele der Erfahrungen gibt es in der Form nicht bei uns.Ich weiß nicht, ich wollte da eigentlich nie hin, obwohl ich um die Welt gereist bin. Dabei habe ich natürlich auch überall Amerikaner getroffen. Veteranen aus Vietnam etwa, die nie wieder nach Amerika wollten und in Japan lebten.
Ach ja das Buch. Dieses Buch erzählt von traumatischen Erlebnissen eines Kindes. Und es ist ein Buch über Blumen und ihre Heilkraft, ohne dass dieses Wort je Thema würde. Es ist eine wunderschöne Liebesgeschichte und sie geht auch so gut aus, wie es eben die Umstände zulassen – und das ist das Gute: es wird ehrlich erzählt. Begeistert hat mich, so viel über Blumen am Rande zu lernen. Die Hauptsache. Im Anhang ist die ganze Liste der Blumensprache enthalten - also habt Acht, wenn Ihr ab jetzt eine Blume von mir bekommt, dann will sie etwas ganz konkretes sagen!
Die Blumen selbst sprechen ja schon mit mir, Blüten sind mit Themen verortet, doch dies ist noch mal etwas zauberhaft anderes – fast schon traditionell, aus der Zeit gefallen. Ich möchte auch einmal darauf hinweisen, dass gute Bücher auch gute Übersetzer haben, die Worte und Sprache ebenfalls kunstvoll zu flechten verstehen.
Kayute Delphine 3/2017

Vanessa Diffenbaugh
Die Verborgene Sprache der Blumen,
aus dem Amerikanischen von Karin Dufner
KnaurTaschenbuch 2012
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am 21. Mai 2011
erste Gedanken:
* vor dem Lesen: schon das Cover finde ich toll. Einteilung in 4 Teile mit relativ kurzen Kapiteln, Anhang: Victorias Wörterbuch der Blumen
* nach dem Lesen: ich verdrücke mir ein paar Tränen und bin von der Tiefe des Buches nachhaltig beeindruckt.

Kurzbeschreibung:
Aufgewachsen in einer lieblosen Umgebung, ohne Familie und ohne Zuhause, hat die junge Victoria vor allem eines gelernt: von Menschen Abstand zu halten. Ihr Herz öffnet sie einzig den Blumen. Mit ihrer Hilfe teilt sie sich einer Welt mit, die ihr nicht zuhört. Bis sie dem Mann begegnet, der ihre Sprache versteht ...

Review:
Sehr gefühlvoll und poetisch, dabei trotzdem erschreckend eindeutig und deutlich erzählt Vanessa Diffenbaugh die Geschichte von Victoria, die ihre Eltern nie gekannt hat, ihre Kindheit in verschiedenen Pflegefamilien verbracht hat und schließlich als unvermittelbar in Heimen gelandet ist. Aus genau einer solchen Einrichtung wird sie an ihrem angenommenen 18. Geburtstag geworfen und muss nun auf eigenen Füßen stehen. Victoria ist sehr menschenscheu und kann sich weniger mit Worten, dafür unso eher mit der Sprache der Blumen vermitteln. Niemand kann sie verstehen. Und als sie plötzlich von Grant eine Antwort auf ihre Blumenbotschaft erhält, ist sie zuerst sehr verwirrt, später vertraut sie ihm mehr und mehr.
Dieses Buch mach sehr betroffen und ist nicht einfach anzunehmen. Ständig wird man sich unmittelbar und unbewusst klar darüber, wie gut man es doch generell hat.
Mir gefiel besonders die Entwicklung Victorias, die über ständige Rückblicke erzählt wird, bis hin zu dem Menschen, der sie am Ende des Buches ist. Sie hält sich schon von klein auf für unwürdig von anderen Menschen geliebt oder auch nur gemocht zu werden, und ist deshalb der Meinung, kein Glück empfinden zu dürfen. Sie kann und will niemandem vertrauen und verweilt darum nur kurz und möchte so schnell wie möglich weiterziehen. Erst langsam, und in sehr schweren Lernprozessen wird ihr selbst klar, daß sie ganz allein für sich verantwortlich und keineswegs in irgendeiner Art minderwertig ist.
Die Botschaft des Buches ist ganz klar: "Man kann alles, wenn man es nur wirklich will!"

Fazit:
Für mich ist Die verborgene Sprache der Blumen ein "typisches" Buch aus dem Verlag Droemer, welche immer sehr tiefgründig sind und nachdenklich machen. Ich fand es vom ersten bis zum letzten Wort sehr lesens- und empfehlenswert. Allerdings ist es thematisch gesehen schon ein harter Brocken. Nichts destotrotz war es seit einiger Zeit wieder ein Buch für mich, nachdem ich ein mein literarisches Loch gefallen bin, und nachdem ich immer ein paar Tage Zeit benötige, etwas neues zur Hand zu nehmen. Allein dafür gibt es für mich den WOW-Faktor! :)
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am 15. September 2015
Alles bestens mir fallen keine weiteren 18 worte ein kann eine Bewertung nicht auch kurz und knapp sein.? ???? ??
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am 14. März 2011
Das große LEIDER vorneweg: Leider ist das Cover dieses Buches meiner Meinung nach völlig unansprechend und auch unpassend. Ich hätte den Titel nie in die Hand genommen geschweige denn gekauft, hätte eine Buchhändlerin nicht längere Überzeugungsarbeit geleistet.

Inhaltlich hat mich "Die verborgene Sprache der Blumen" sehr berührt. Victoria ist eine herbe Hauptperson, die trotz widriger Umstände versucht, sich im Leben zurechtzufinden. Was ihr auf ihre ganz eigene Art gelingt - dank ihrer Liebe zu Blumen und dank einigen wenigen Personen, denen sie vertrauen kann. Mitten in der Gesellschaft steht Victoria sicher nicht, aber gerade die Darstellung ihres eigenen kleinen Raums, ihrer Kraft und ihrer Standhaftigkeit machen ihre Geschichte so faszinierend.
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VINE-PRODUKTTESTERam 15. März 2011
Viktoria ist gerade 18 Jahre alt geworden, als sie das Waisenheim verlassen muss, um ihr Leben in der richtigen Welt zu beginnen. Von allen im Stich gelassen, nie richtig Liebe erfahren und von Pflegefamilie zu Pflegefamilie gereicht, entwickelte Viktoria schon früh eine gewisse Aversion gegenüber ihren Mitmenschen. Sie versucht sich stets mit Kopf und Körper von den Menschen zu isolieren. Zudem gilt sie als schwierige und hasserfüllte Person. Ohne Job, Geld und Perspektive lebt Viktoria in den Tag hinein. Immer um sie herum: die Blumen. Denn Blumen sind seit ihrer Kindheit ihr einziger Zugang zu Menschen. Durch sie kann sie kommunizieren und Gefühle ausdrücken, indem sie der Person jeweils eine besondere Blume überreicht. Die Sprache der Blumen kennen aber nur wenige auswendig und daher bleibt die Konversation meist einseitig. Gelernt hat Viktoria die Sprache bei ihrer letzten Pflegemutter Elizabeth. Ihr ist es zu verdanken, dass Viktoria die Sprache der Blumen kennt und das einzige Mal in ihrem Leben so was wie Liebe erfahren hat. Doch dann kam alles anders'

Vanessa Diffenbaughs Roman ist ein grandioses Erstlingswerk und ein Portrait einer jungen Frau, deren Selbsthass, Zweifel, Liebe und Enttäuschung ihr Leben oftmals überschattet hat.Die Geschichte wird in 2 Erzählsträngen unterteilt. Einmal wird über die Vergangenheit von Viktoria berichtet, in der sie mit 10 Jahren zu ihrer letzten Pflegemutter Elizabeth gebracht wird. Wie auch schon bei den anderen Pflegefamilien zuvor, verweigert Viktoria jeglichen Umgang mit ihr und setzt wie immer auf Sturheit und leicht aggressives Verhalten. Doch sie hat dabei nicht mit Elizabeth gerechnet. Elizabeth, die auch schon eine schwere Niederlage in ihrem Leben erfahren hat, nimmt sich Viktoria an und blickt hinter ihrem sturen und abweisenden Verhalten. Sie ist die erste Person, die erkennt, dass Viktoria nichts mehr braucht als Liebe. Und die gibt sie ihr.
Im Laufe der Geschichte nähern sich die beiden immer mehr an und Viktoria lernt nicht nur, ihre Nähe zuzulassen,
sondern auch die Sprache der Blumen. Diffenbaugh beschreibt die Beziehung der beiden dabei realistisch und sehr liebevoll. Der Leser hegt keinen Zweifel daran, dass Elizabeth die geeignete Mutter für Viktoria wäre, doch steuern sie, letztendlich, einer Katastrophe entgegen.

Dadurch, dass Viktorias Geschichte ebenfalls aus der Gegenwartsperspektive erzählt wird, weiß der Leser, dass ein
Mutter ' Tochter Verhältnis zwischen den beiden nicht geklappt hat. Er weiß allerdings nicht warum. Man merkt es Viktoria an, dass sie große Schuldgefühle hat und ein Geheimnis in sich trägt. Es wird aber kaum angedeutet, was es sein könnte,
aber man weiß, dass es mit Elizabeth zu tun haben muss. Aber erst als sie Grant begegnet, einen jungen Blumenhändler,
holt sie die Vergangenheit wieder ein. Aber auch hier fällt Viktoria wieder in ihr altes Verhalten zurück und stößt ihn von sich, noch eher ein Wort gesagt wird. (Sie schenkt ihm zum Beweis Rhododendren, was so viel wie Warnung symbolisiert).
Doch Grant weiß sich zu wehren, denn auch er kennt die Bedeutung der Blumen. Ihre Beziehung beschreibt Diffenbaugh sehr zärtlich, als wäre ihre Liebe kaum greifbar. Mir hat es jedes Mal mein Herz gebrochen, wenn Viktoria ihn wieder von sich gestoßen hat und keine Liebe zulassen wollte. Sie legte sich für ihre Taten immer die richtigen Argumente zurecht und war davon überzeugt, sie handle immer richtig und zum Wohle der anderen, ohne zu merken, dass sie dadurch mehr Schmerzen erlitt und sich weiter in ihr Loch verkroch. Und der Leser kann ihr dabei nicht helfen. Er kann nur tatenlos mit ansehen, wie sie sich Grant und den anderen Personen immer mehr entzieht. Man erkennt schnell, dass sie ein psychisches Problem hat.
Und das weiß sie auch. Ich finde, Diffenbaugh ist mit Viktoria einen sehr interessanten und vielseitigen Charakter gelungen. Einen Charakter, den man am liebsten in den Arm nehmen und dessen Sorgen man einfach wegwischen möchte. Sie ist eine Antiheldin und das macht sie sympathisch. Aber gerade ihre verschiedenen Facetten machten das Buch spannend. Auch die Nebencharaktere wurden liebevoll und tiefgründig herausgearbeitet, so dass sie mir alle schnell ans Herz gewachsen sind.

Das Buch wurde an keiner Stelle langatmig, denn Diffenbaughs Schreibstil ist flüssig und wunderschön. Sie versteht es,
die Emotionen rüber zu bringen und zu dem Leser zu transportieren. Ganz interessant fand ich Viktorias Lexikon der Sprach der Blumen als Anhang des Buches. Es hat einen viel über die Blumen gelehrt und man sieht sie letztendlich in einem anderen Licht, denn ich habe die Blumen durch Viktorias Augen gesehen. Nicht als Geschenk für jemanden ohne jegliche Gedanken dahinter, sondern als Mittel, sich auszudrücken. Man muss einfach nur vor die Haustür gehen, denn die Welt der Pflanzen hat so viel zu sagen.

Mein Urteil:

Ich habe ein grandioses, sprachlich makelloses Buch über Liebe, Enttäuschungen und Selbsthass gelesen. Ich bin nach wie vor beeindruckt, von der Tiefgründigkeit des Buches und wie viel Emotionen in diesem Buch stecken. Nach dem Beendigen des Buches, hinterließ es ein wohliges Gefühl, aber auch Trauer, denn die Figuren sind mir während des Lesens sehr ans Herz gewachsen. Ich hoffe auf weitere Bücher dieser jungen Autorin
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am 12. Juli 2011
"Die verborgene Sprache der Blumen" ist das Erstlingswerk von Vanessa Diffenbaugh.

Für ihre Handlung hat sie eine schwierige Hauptperson gewählt, die die Sprache der Blumen verwendet, um ihre Gefühle, die sie sonst nicht ausdrücken kann, sichtbar zu machen. Natürlich bleibt bei solch einer Thematik nicht aus, dass der Leser allerlei lernt, denn so vielfältig die Blumenauswahl ist, so facettenreich ist die Bedeutung einer jeden einzelnen.
Doch klar im Fokus steht die Waisenkind-Figur Victoria. Mit sehr viel Einfühlungsvermögen begleitet man diese Frauenfigur auf dem Weg zu sich selbst. Dabei handelt es sich keineswegs um einfache Kost; man wird durch die Höhen und vor allem die Tiefs dieser Entwicklung mitgerissen. Zu solch einer Selbstfindung gehört auch ein Rückblick in die Vergangenheit, eine Vergangenheit, die einen zu dem hat werden lassen, was man ist. Daher wird die aktuelle Handlung ständig durch Rückblicke in die Vergangenheit unterbrochen, manchmal so abrupt und unvermittelt, dass man im ersten Moment gar nicht realisiert, wieder in der Zeit zurückversetzt worden zu sein. Doch diese Rückblicke sind auch nötig - erscheint einem die Hauptfigur zu Anfang eher unsympathisch und gestört, ermöglicht erst der Blick in die Vergangenheit es, Victoria besser zu verstehen und Sympathie und auch Mitgefühl für sie zu entwickeln.

Den Abschluss bildet "Victorias Blumen-Lexikon" mit allerlei Blumen und ihrer Bedeutung, damit der geneigte Leser nun auch immer die rechte Blumenbotschaft verschenken kann.

Damit ist "Die verborgene Sprache der Blumen" eine tiefgründige Geschichte, die sich mit menschliche Beziehungen, Liebe und Vertrauen auseinandersetzt und so zutiefst tragische, aber auch schöne Moment erschafft und einfühlsam umsetzt.
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am 18. März 2011
In dem Roman von Vanessa Diffenbaugh wird ein Schicksal vorgestellt, das außergewöhnlich ist. Die junge Victoria hat ein Leben voller Verletzungen und Zurückweisungen hinter sich, als sie die Möglichkeit bekommt, die Kontaktmöglichkeit zu nutzen, die sie für sich entdeckt hat: die Sprache der Blumen. Als Aushilfe in einem Blumenladen beginnt sie, vorsichtig Kontakt zu anderen aufzunehmen. Dort lernt sie auch Grant kennen, der überraschenderweise ihre Zeichen versteht und darauf anwortet. Es wird eine sehr vorsichtige Annäherung daraus, bei der Victoria jedoch dramatische Rückschläge erleidet.
Es ist zwar kein alltägliches Schicksal, dennoch kann man sich selbst mit seinen kleinen Erfolgen und Rückschlägen darin wiederfinden. Und man wird nie wieder einfach so Blumen verschenken. Es könnte ja sein, der Beschenkte kennt die Sprache der Blumen.
Auf jeden Fall kann man dieses Buch nicht mehr aus der Hand legen!!!
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