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am 2. Juni 2013
Im Mittelpunkt des Buches stehen zwei Mädchen und doch ist das Buch kein Jugendbuch. Die Sprache ist mit- und hinreißend, die Geschichte hinterfragt Menschlichkeit und Gleichgültigkeit.
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am 30. Juli 2016
Hatte den Titel lange Zeit im Kopf und nur noch grob den Klapptext im Gedächtnis.
Darum war der Roman für mich selbst nachher ganz anders als erwartet. Viel Intimer, viel kindlicher. Trotzdem hat mich die Geschichte berührt.
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am 28. August 2017
Die 13-jährige Lou Bertignac hat einen IQ von 160, zwei Klassen übersprungen und geht in die 10. Klasse einer ganz normalen Schule in Paris. Sie ist schüchtern, möchte nicht auffallen und hält sich während des Unterrichts mit Beiträgen zurück. Als sie ein Referat vor der Klasse halten soll, wählt sie aus einer spontanen Idee die Obdachlosigkeit von Frauen in Frankreich als Thema aus, da ihr eine junge Frau am Bahnhof aufgefallen war.

No ist 18 Jahre alt und lebt auf der Straße. Für ihr Referat möchte Lou sie interviewen und nähert sich ihr an, indem sie No in Cafés einlädt. Statt zur Cola greift No allerdings zu Wodka und erzählt Lou nach und nach ihre Geschichte.

Die hochbegabte Lou ist ein Mensch, der alles versucht zu analysieren, um es in Gänze zu durchdringen. Sie stellt Theorien auf, die es zu bestätigen bzw. zu widerlegen gilt und führt in ihrer Freizeit zu Hause in Eigenregie kleine "Konzeptexperimente" und "Widerstandsfähigkeitstests" durch. No entwickelt sich zu ihrem ganz eigenen Projekt und als sie merkt, dass No vergeblich versucht an Jobs zu kommen, die daran scheitern, dass sie keinen festen Wohnsitz hat, kann Lou sogar ihre Eltern dazu bewegen, No im Kinderzimmer ihrer am plötzlichen Kindstod verstorbenen Schwester aufzunehmen.

In ihrer kindlichen Naivität versucht Lou No von der Straße zu retten und ihrem Leben eine Struktur zu geben. Sie hat sich in den Kopf gesetzt, die junge Frau zu zähmen, was eine enorme Herausforderung für die sonst so ängstliche Lou herausstellt, die sich von ihrer Mutter vernachlässigt und ungeliebt fühlt und an ihrer neuen Aufgabe über sich hinauswächst.

"No & ich" ist ein Roman über eine ganz besondere Freundschaft zwischen zwei ungleichen Menschen, die sich kaum kennen. Die jüngere Lou ist eine Einzelgängerin und versucht die obdachlose No, die aus dem sozialen Netz gefallen ist, wieder zu integrieren. Lou ist zwar ein sehr analytisch denkender Mensch, geht das Projekt "No" aber sehr blauäugig an. Sie hat schon fast eine romantische Vorstellung davon, No zu einer festen Arbeit und einer eigenen Wohnung zu verhelfen. Sie kann einfach nicht verstehen, wie es in einer so fortschrittlichen Welt Menschen geben kann, die verwahrlost auf der Straße leben.

Es ist ein einerseits sehr positiver Roman der die Welt ein Stück besser machen will und in der Lou mit ihren naiven Vorstellungen eine Vorbildfunktion für die Erwachsenen einnimmt, die Obdachlose in ihrem Alltag nicht mehr wahrnehmen. Auf der anderen Seite ist es aber auch ein melancholischer Roman, da Lou aus in einem traurigen Elternhaus großgeworden ist und ihr einsamer Alltag sehr monoton ist. Durch das Zusammenleben mit No erwacht Lous Mutter aus ihrer Lethargie und beginnt, ihre Umwelt wieder wahrzunehmen, No selbst hat jedoch massive Schwierigkeiten, sich zu integrieren.
Der Roman zeigt, wie schwierig es ist und wie viel Geduld und Hingabe nötig sind, um einen Menschen schon nach nur wenigen Wochen oder Monaten auf der Straße mit einer ganz anderen Abhängigkeit zu konfrontieren.

"No & ich" ist zwar eine Geschichte über das Erwachsenwerden, die ich mich auch als Schullektüre vorstellen könnte, ist aber auch für Erwachsene lesenswert und zum Nachdenken anregend.
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am 17. September 2010
Inhalt:

Lou ist dreizehn und intellektuell frühreif. Sie hat zwei Klassenstufen übersprungen, führt an den Wochenenden unentwegt Experimente durch und denkt viel über alles Mögliche nach. Lou ist außerdem sehr sensibel und kann sich gut in Menschen einfühlen. Vielleicht ist auch das der Grund, warum sie sich plötzlich gemeinsam mit No - einer obdachlosen jungen Frau - in einem Cafe wieder findet. Lou bestellt Cola, No Wodka. Lou beschließt ihr Referat über obdachlose Frauen zu halten und bittet No, sich regelmäßig zu Interviews mit ihr zu treffen. Doch dem jungen Mädchen geht es dabei hauptsächlich um No selbst, die sie mehr und mehr ins Herz schließt. Gelingt es Lou die Dinge zu ändern und die Welt zu verbessern?

Meine Meinung:

Endlich mal wieder ein Buch, was mich richtig gefesselt hat. Von der ersten Seite an überzeugt das Buch durch seine eindringliche Sprache, durch aufwühlende Gedankengänge, einer absolut liebenswerten Hauptperson und einer mitreißenden Handlung.
Ein Buch über die Freundschaft zwischen einem Mädchen aus normalen Verhältnissen und einer Obdachlosen zu schreiben, ist sicherlich riskant. Oftmals droht die Gefahr ins Klischeehafte zu verfallen, etwas zu beschönigen oder in zu düsteren Farben zu zeichnen. Meiner Meinung nach ist es der Autorin gelungen, all diese Klippen zu umschiffen. Sie kreiert eine Eindringlichkeit, die einem zum Nachdenken anregt, ohne dabei mahnend den Zeigefinger zu erheben.

Mehrere Zitate in diesem Buch sind es wert, schon in dieser Rezension genannt zu werden. Hier beispielhaft eins, das das Buch gut charakterisiert:

"Wir sind imstande, Überschallflugzeuge und Raketen ins All zu schicken, einen Verbrecher anhand eines Haars oder eines winzigen Hauptpartikels zu identifizieren, eine Tomate zu züchten, die im Kühlschrank drei Monate völlig faltenfrei bleibt, und Milliarden von Informationen auf einem Mikrochip zu speichern. Wir sind imstande, die Leute auf der Straße sterben zu lassen." (S. 81)

Und ich gebe dem Buch sehr gerne 5 von 5 Punkten. Wirklich empfehlenswert! :)
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am 10. September 2017
Das Buch handelt von Lou, einer 13 jährigen Schülerin. Lou soll in der Schule ein Referat halten. Als hochbegabte Musterschülerin und Aussenseiterin in der Klasse will sie ein Interview mit einem obdachlosen Mädel in der Schule präsentieren.

Lou lernt No kennen und trifft sich häufiger mit ihr, um mehr über sie und ihre Lebensumstände zu erfahren. Insbesondere will sie
erfahren, warum No auf der Strasse gelandet ist und wie sie ihr helfen kann. Auch Lou hat mit ihren Eltern und dem Tod ihrer Schwester
ein Schicksal zu erzählen. No zieht bei Lou und ihren Eltern ein und nimmt eine Arbeitsstelle an. Aber so einfach gestaltet sich das Leben nicht - das muss Lou einsehen.

Ich bin aus den Hauptpersonen No und Lou nicht ganz schlau geworden. Nach den ersten 100 Seiten hat die Geschichte einen Durchhänger.
Die Geschichte ist interessant angelegt und bietet dem Leser Raum an, sich eigene Gedanken zu machen. Ist No aus dem sozialen Netz gefallen? No = no hope, no future? Warum kümmert sich Nos Mutter nicht um ihre Tochter? Auch die Beziehung zwischen No und Lou läßt weitere Interpretationen zu. Das Ende ist offen. Interessant fand ich das Interview mit de Vigan beim BBC Bookclub (sehr empfehlenswert).

Trotz der Schwächephase mitten im Buch - gerade noch 4 Sterne.
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Inhalt
"Wir sind imstande, Überschallflugzeuge und Raketen ins All zu schicken, einen Verbrecher anhand eines Haars oder eines winzigen Hautpartikels zu identifizieren, eine Tomate zu züchten, die im Kühlschrank drei Monate lang völlig faltenfrei bleibt, und Milliarden von Informationen auf einem Mikrochip zu speichern. Wir sind imstande, die Leute auf der Straße sterben zu lassen." (S. 81)

Lou ist dreizehn Jahre alt und hochbegabt. Ihr IQ von 160 schützt sie aber nicht davor, Angst vor Referaten zu haben. Als ihr Lehrer sie fragt, über welches Thema sie vortragen möchte, antwortet sie deshalb ziemlich widerwillig und eher spontan: über obdachlose Mädchen. Und so beginnt sie für ihren Vortrag zu recherchieren. Dabei trifft sie am Bahnhof auf die obdachlose No, die mit ihren achtzehn Jahren schon viel zu viel Schlimmes erlebt hat. Was als Schulprojekt beginnt, entwickelt sich aber schnell zu einer zaghaften Freundschaft. Lou und No treffen sich und reden, reden, reden. Und irgendwann wird der Dreizehnjährigen klar, dass sie etwas verändern will. Dass sie Lou helfen und die Welt ein Stück verändern möchte...

Bewertung
"No & ich" ist ein sehr ernsthafter Roman über das Erwachsenwerden, den Glauben an das Gute und über das Leben selber.

Lou ist eine sehr ernste Protagonistin. Nicht nur ihr besonders hoher IQ, der sie bereits zwei Klassen hat überspringen lassen, macht sie dabei zu einer ununterbrochenen Denkerin. Auch die Probleme, die zu Hause totgeschwiegen werden, belasten das Mädchen. Umso erstaunlicher scheint es, dass ausgerechnet der älteste Schüler der Klasse, Lucas, ihr einziger Freund ist. Der Siebzehnjährige nennt sie Krümel und findet immer wieder aufheiternde Worte für Lou.
Erst als No in ihr Leben tritt, verändert sich für sie alles. Denn sie sieht in der Obdachlosen eine Freundin und ein Projekt gleichermaßen. Mit ihrem naiven Tatendrang nimmt sie sich vor etwas zu verändern und schafft es tatsächlich - wenn auch anders, als sie es sich vorgestellt hat.

Wunderbar fand ich an "No & ich" wie Delphine de Vigan für ein so schwieriges Thema sensibilisiert. An einer Stelle beschreibt Lou sehr passend, wie man den Anblick Obdachloser einfach ausblendet, wie einem die Menschen, die dort tagein, tagaus am Straßenrand hocken, gar nicht mehr auffallen und beinahe mit dem Hintergrund verschwimmen. Tatsächlich kann man sich als Leser dort an vielen Stellen wieder erkennen und fängt an darüber nachzudenken, wie man selber mit diesem Thema umgeht. Die durchgehend etwas melancholische, getragene Sprache des Buches unterstützt dieses Gefühl und wendet sich so an das Moralempfinden es Lesers. In der Tat ist das der ergreifende und gleichzeitig erschreckende Teil des Buches - bekommt man doch einen Spiegel vorgehalten und empfindet ein schlechtes Gewissen dabei, wie mutig Lou etwas verändern will.

Was letztendlich aber dazu führte, dass ich nur drei Sterne vergeben habe, liegt am Verlauf der Geschichte. Das Ende ist vorhersehbar und auch wenn man es erwartet, und es sich logisch in die Erzählung einfügt, so hinterlässt es doch ein leicht ungutes Gefühl beim Leser. Ich selbst weiß noch immer nicht genau, was ich aus "No & ich" denn nun mitnehmen soll. Man wird für etwas sensibilisiert und beginnt sich Gedanken zu machen. Ja, man kann etwas verändern, man muss nicht die Scheuklappen anlegen. Aber wozu führt das Ganze? Was hat man davon? Das Ende lässt einen etwas unbefriedigt zurück und nüchtert doch zumindest in dieser Hinsicht wieder aus.
Auch fand ich es etwas störend, dass Lou mit ihrem Aktionismus zwar nur Gutes im Sinn hat, ihre kindliche Naivität ihr Vorhabe aber ad absurdum führt. Sie möchte in No eine Freundin sehen und sie in ihre Familie aufnehmen, doch letztendlich behandelt sie sie wie ein Projekt oder ein Haustier. Es ist ihr nicht möglich tatsächlich ihre Scheuklappen abzulegen und so zu handeln, wie sie es sich vornimmt.
Darin liegt vermutlich auch der Knackpunkt der Geschichte, der sich zum einen darauf beschränkt die Gefühlswelt einer Dreizehnjährigen wieder zu geben und auf der anderen Seite zwar Hoffnung schürt, diese aber enttäuscht. Die letztendliche Aussage des Buches bleibt beklemmend und irgendwie hoffnungslos. Einzig die Entwicklung von Lous Mutter scheint eine positive zu sein. Durch Nos Anwesenheit blüht sie erstmals wieder auf und beginnt wieder zu leben. Aber auch die Aussage, die da hinter steckt, hat mir persönlich nicht gefallen. Hart ausgedrückt, empfand ich diese Entwicklung als "wenn du selber Probleme hast, such dir einen Sozialfall, mach ihn zu deinem Projekt und du kannst deine Probleme überwinden. Du musst nur jemanden finden, dem es noch schlechter geht".

Die Geschichte ist also recht treffend und realistisch geschrieben und gibt tatsächlich Eindrücke in das Denken eines Kindes, das erst noch erwachsen werden muss. Doch diese durchweg negative Stimmung hat mir nicht gefallen. Denn sich seine Träume bewahren zu können, ist es doch erst, was wirklich reizvoll ist. "No & ich" desillusioniert eher und ist meiner Meinung nach etwas schwieriger Stoff für ein Jugendbuch.
Wem das gefällt, der wird durchaus Vergnügen an dieser Erzählung haben, denn "anders" ist sie alle Male. Die schöne Sprache im Buch gibt natürlich auch einen großen Pluspunkt.
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am 3. Oktober 2010
Nur selten geschieht es, dass ein Buch mich so sehr berührt. Mich ans Nachdenken bringt über die Dinge, die um mich herum geschehen. Und nun habe ich mich von einer Dreizehnjährigen genau dazu anleiten lassen. Lou lebt mit ihrer Mutter, die nicht über einen schweren Verlust hinwegkommt und ihrem Vater in einer Pariser Wohnung. Sie ist hochbegabt, in sich gekehrt und eine Einzelgängerin. Bedingt durch ein Schulprojekt schließt sie Bekanntschaft mit der erst siebzehnjährigen Obdachlosen No. Und Lou möchte sich nicht damit abfinden, dass No Nacht für Nacht um einen Schlafplatz betteln muss, der Kälte und dem Hunger so schutzlos ausgesetzt. Sie will ihr helfen. Und auf diesem Weg durfte ich sie begleiten. In einer warmen, weichen Sprache, die die Gefühle der Protagonistin wundervoll auf den Punkt bringt, habe ich mich seit langem einmal wieder dabei ertappt, wie ich einen Satz wieder und wieder lese, weil er so wahr, so ehrlich klingt. Es geht in dieser Geschichte um so Vieles. Darum, in der Gesellschaft nicht die Augen zu verschließen, um das Erwachsenwerden. Um Verlust und wie man damit umgehen kann. Um das Verletzt- und Enttäuscht werden. Ich habe mir nach dem Schließen des Büchleins viele viele Fragen gestellt. Noch habe ich nicht auf alle MEINE Antwort gefunden. Das Buch kann ich nur jedem ans Herz legen, da es durch Sprache und Inhalt etwas in einem anrührt. Ein kleines Zitat, damit ich zeigen kann, wie viel Wahres in den vielen Sätzen steckt:

- Ich bedaure oft, dass man die ausgesprochenen Worte nicht ausradieren kann wie auf dem Papier, dass es keinen Spezialstift gibt, den man in der Luft schwenkt, um die Worte auszustreichen, bevor sie gehört werden können. -
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am 16. März 2011
1MinuteReview:
Die 13-jährige Lou lebt in Paris, ist hochintelligent, hat schon 2 Klassen übersprungen, ist schüchtern und kann nicht wirklich mit Menschen umgehen. Sie begegnet der 18-jährigen No, die auf der Straße lebt. Zuerst befragt sie sie nur für ein Schulreferat, später will sie No retten. In Lous Klasse ist der 17-jährige Lucas, der schon 2 mal sitzen geblieben ist, und in den sich No verliebt.
No & ich trifft mitten ins Herz. Sehr poetisch geschrieben aus der Sicht der jungen und doch so klugen No, die die Welt verbessern will. No & ich macht betroffen und öffnet die Sicht auf viele Dinge des Alltags - auf der nächsten Seite möchte man wieder herzlich lachen. Am Anfang irritiert die Erzählung aus der Ich-Perspektive in Gegenwart. Nach wenigen Seiten schon gewöhnt man sich daran und verfällt sofort dem Charme der Erzählung.
No & ich habe ich in meiner Lieblingsbuchhandlung empfohlen bekommen und bin heilfroh, dieses Kleinod in meiner Buchsammlung zu haben.
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Es passiert zwar äußerst selten, aber hier haben mir wirklich die Worte gefehlt und ich hab wirklich lange überlegt, was ich zu dem Buch schreiben soll. Also bitte nicht wundern, wenn die Rezension etwas diffus daherkommt.

Zu allererst kann ich sagen, dass das Buch ein absoluter Pageturner ist, ich hatte es in kürzester Zeit ausgelesen. Was mich selbst verwunderte, da die Sprache jetzt nicht so alltäglich ist wie in anderen Romanen [alle, die schon mal ein Buch im französischen Original oder eine Übersetzung davon gelesen haben, wissen, was ich meine ]. Aber wie gesagt, die teilweise etwas wirren und komplexen Sätze tun dem Lesefluss absolut keinen Abbruch. Gegenüber der Hauptprotagonistin stellte sich bei mir sofort eine emotionale Reaktion ein - Delphine de Vigan hat es sehr gut verstanden, einem die kleine intellektuelle frühreife Lou näherzubringen: man bangt und leidet mit ihr, da sie sich absolut deplaziert und damit Abseits jeglicher Gruppierungen fühlt [wobei ich im Nachhinein überlege, ob sie mir mehr leid tut als sie sich selbst...]. Der Leser erhält mit No & ich Einblick in eine ganz besondere Freundschaft zwischen 2 Mädchen, die unterschiedlicher nicht sein könnten, die jedoch sehr gut zusammen können".

Der Haupttenor des Romans ist ein recht melancholischer, trauriger [was für mich irgendwie auch typisch französischer Literaturstil ist]. Zwar wird die triste und einsame Lebenssituation Nos von der Herzlichkeit, mit der Lous Eltern sie aufnehmen und des Gefühls, als könne noch gut werden, abgelöst, aber zumeist dominiert eine konstante Tristesse, die einen schon etwas herunterziehen" kann.

Mit dem Ende bin ich nicht ganz so glücklich ich hätte es mir etwas abgerundeter gewünscht. Nichtsdestotrotz ein toller Roman über Freundschaft und einen kleinen Krümel (so wird Lou immer liebevoll von ihrem Mitschüler und Freund Lucas genannt), der mit seinen 13 Jahren schon erwachsener ist als er eigentlich sein sollte und der die Hoffnung, dass man die Welt ein Stück weit verändern kann, noch nicht aufgegeben hat.
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Ich liebe dieses Buch. Viel mehr müsste an dieser Stelle eigentlich auch schon gar nicht gesagt werden - da ich aber möchte, dass dieses Buch kein Geheimtipp bleibt, sondern auch von vielen anderen Literaturliebhabern gekauft wird, bleibe ich doch etwas objektiver. "No & ich" erzählt die Geschichte der obdachlosen, 18jährigen No und der 13jährigen Lou, die zu viel denkt, aus einer in sich eingefallenen Familie stammt und das Bedürfnis hat zu helfen. Die Geschichte ist simpel, behält den roten Faden bei, bleibt realistisch und glaubwürdig, hat ein grandioses Ende. Wirklich mitgerissen hat mich aber die Weisheit, die in den Worten steckt, die interessanten Bilder, mit der Lou ihr Umfeld beschreibt. Auch stilistisch auffällig waren die langen, verschachtelten Sätze, zu denen ich beim Schreiben auch oft neige. Sie forderten Konzentration vom Leser, die man aber an allen Stellen gerne aufgebracht hat. An manchen Stellen konnte man lachen, an anderen standen einem die Tränen in den Augen. Jeder von uns wurde beim Lesen entlarvt, jeder fand sich in irgendeiner Passage wider. Eindeutig den Zauber macht meiner Meinung aber wirklich die Sprachschönheit des Buches aus - eine Seltenheit, eine Rarität, vor allem, da es sich um eine Übersetzung aus dem Französischen handelt und Übersetzungen oftmals unglaublich viel verlieren. Bei "No & ich" ist das an keiner Stelle der Fall.
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