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Kundenrezensionen

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am 27. Dezember 2000
"Das Ärgerliche an all den Scheidungen ist die Tatsache, daß man sich wieder neu einrichten muß..." - mit diesem doch recht interessanten Blickwinkel eröffnet Ernest das "Hotel Pastis" ...
Robert Mayle steht eigentlich immer für intelligente, amüsante Unterhaltungsliteratur: ganz gleich, ob sein neuestes Buch "Encore Provence" oder die älteren wie "Toujours Provence" oder eben sein bekanntestes "Hotel Pastis". Der Autor schreibt in pointierter, kurzweiliger Art über sein Lieblings- (und damit Haupt)thema: die Provence, die Franzosen und ihr Savoir vivre sowie Frankreich allgemein und eben wieder die Provençalen ...
Mayle selbst ist nicht etwa Franzose sondern Engländer, der -großstadtmüde- vor einigen Jahren seinen hochdotierten und stressigen Job als Werbefachmann in London aufgab und -suchend nach dem perfekten Landleben- in der Provence fündig wurde. Seine Romane über das Leben in einem südfranzösischen Dorf mit all seinen Alltagstücken und den liebenswert-schrulligen Bewohnern sind ständig auf den Bestseller-Listen zu finden und eben -gerade auch für die Urlauszeit- die perfekte Unterhaltung: nicht zu "seicht", aber auch nicht zu anstrengend - genau das, was man/frau sich zur Entspannung erträumt und gut abends auf der Terrasse bei einem Glas (provençalischen) Rosé lesen kann und dabei parfois auch laut lachen ... Nicht zuletzt sind seine Bücher ein Muß für alle Provence-Reisenden (und Frankreich-Fans;-) und -wie das Time Magazin treffend bemerkt- ist der Autor "... so etwas wie ein Wunder... er nimmt seine Umgebung mit seiner unwiderstehlichen Prosa auf: die Freuden eines gesegneten Klimas, die strahlende Sonne und eine hervorragende Küche"...
Im "Hotel Pastis" (Original 1993 erschienen, Übersetzung 1994) verarbeitet Mayle mehr oder weniger seine eigene Geschichte, auch wenn er im Vorspann mitteilt, daß alle Ähnlichkeiten mit lebenden Personen oder Ereignissen rein zufällig wären;-)
Der gestresste Werbe-Manager Simon Shaw ist Anfang vierzig, frisch geschieden von einer geldsüchtigen nervenden Dame, daher etwas lädiert, hat einen nicht weniger nervenden Job in einer gut laufenden Agentur und als neue Bleibe eine grottenhäßliche Mietwohnung in Londons City - sowie -einziger Lichtblick- einen netten Butler, der sich permanent um sein Wohlergehen sorgt - und natürlich auch dafür, daß Shaw den Whisky nicht aus der Tasse trinkt;-) Simon stellt bald fest, daß er Job und Privatleben gründlich satt hat - und macht einen Kurzurlaub in der Provence... par hasard macht er die Bekanntschaft der aparten Französin Nicole (ebenso nett wie pleite und natürlich geschieden;-) - und diese ihm ein verlockendes Angebot... ein verfallenes Gebäude als romantisches, luxuriöses Hotel wiederzueröffnen... Simon kann dieser Vorstellung (und Nicole ;-) nicht lange widerstehen und so gibt er seinen Job in London auf und zieht mit seinem Butler Ernest in das verschlafene Provence-Nest Brassière-les-Églises - um die Hotel-Pläne Gestalt werden zu lassen...
Als Leser(in) läßt uns Mayle teilhaben an all den Sorgen und Problemen eines Hotelbaus, angefangen von Maurersuche und stressige Architekten über Kochrezepte bis hin zur Auswahl von Springbrunnen und Gartenmöbeln - und dabei erfahren wir ein ganzes Stück vom Leben in der Provence und vor allem von ihren Menschen - ihren Lieben und Sorgen gleichermaßen - ganz nebenher wird noch ein Kidnappingfall gelöst und diverse bankraubende Radsportler bevölkern die Seiten - also kurzweilige Unterhaltung ist garantiert. Dabei kommt die Lebenslust nicht zu kurz: gut Essen und Trinken sind Hauptthemen bei Mayle- und ein guter Wein in der Provence ist allemal mehr wert als ein schlechter Tee in London;-)
Neben all der netten Unterhaltung regt der Autor zugleich jedoch zum Nachdenken an: über Wichtigkeiten und Wichtungen im Leben, über Prioritäten - die gesetzt werden müssen - oftmals richtig, aber auch falsch - und über Entscheidungen, die man/frau sich manchmal nicht traut und das später bereut - über die zahllose Arbeit, die man/frau hat und darob vielleicht das L(i)eben vergißt oder vergessen hat - über Glück und Unglück - also, kurzum, das, was das reale Leben ausmacht...
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am 14. November 2004
Ich weiss nicht wie es Ihnen geht, ICH brauche gelegentlich einfach einmal unbeschwertes Lesevergnuegen, voellig ohne Zweckhaftigkeit, Lehr-Botschaft oder besonderen intelektuellen Anspruch, sondern moechte mich einfach leserisch treiben lassen, unterhalten und entspannen.
"Hotel Pastis" ist ein wunderbares Buch dafuer. Die Story beginnt in London und entwickelt sich in die Provence, und gleichsam mit der Story nimmt uns der Autor mit, wir lassen Business und Stadt hinter uns und traeumen uns mit den Figuren auf die Terasse von Landhotels, Strassen-Cafes und herrlichen Landschaften.
Dass die guten alten Zutaten "Sex and Crime" richtig dosiert immer wieder einen guten Roman machen, geht auch hier auf: Es geht in der Story um Freundschaft, liebenswerte Raeuber und "Boy meets Girl". Nichts spektakulaer Neues, aber wunderbar geschrieben und erfrischend leicht zu lesen.
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am 19. September 2005
"Hotel Pastis" - allein der Name sorgt für ein bestimmtes Bild, einen bestimmten Geruch, einen bestimmten Geschmack und vor allem ein bestimmtes Gefühl von Urlaub. Und Peter Mayle gelingt es, dieses Gefühl auf allen Seiten seines unterhaltsamen, komischen, ironischen und teils spannenden Romans aufrecht zu erhalten.
Es geht um den beruflich erfolgreichen, aber eigentlich unglücklichen Werbemanager Peter Shaw, der sich zudem mit den Folgen seiner Scheidung auseinander setzen muß. Dabei ist sein wichtigster Begleiter sein Butler und bester Freund Ernest.
In dieser Situation lernt er die Provence und den Luberon (eine der landschaftlich schönsten Gegenden Frankreichs) und auch eine neue Liebe, die Französin Christine kennen. Er beschließt beruflich auszusteigen und in der Provence gemeinsam mit Christine und Ernest ein kleines Hotel aufzubauen (im wahrsten Sinne des Wortes). Und dabei lernt er nicht nur Land, sondern auch Leute der Provence kennen und lieben.
Peter Mayle gelingt es, die Personen seines Buches allesamt liebevoll zu charakterisieren, mit ihren guten Seiten wie auch Macken. Ironisch wird der Unterschied zwischen französischer und englischer Lebensmentalität aufgezeigt, wobei Mayle seine Landsleute nicht besonders gut abschneiden lässt.
Dass er in seinen Roman eine an sich eigentlich überflüssige Krimistory einbaut, stört nicht weiter, sonder ermöglicht ihm einfach noch, ein paar sympatische oder auch weniger sympatische Figuren einzufügen. Auch dass die Guten gewinnen, die Bösen und Unsympatischen durchweg verlieren, passt in diesem Buch - alles andere würde einfach beim Verschlingen der Seiten irgendwie stören.
Hotel Pastis ist ein Buch, dass man vor dem Urlaub, im Urlaub, nach dem Urlaub oder zur Not auch statt Urlaub (gerne auch mehrmals) lesen kann. Es ist einfach exzellente anspruchslose Unterhaltung - nicht mehr, aber auch nicht weniger.
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am 24. Juli 2015
dies ist ein sehr persönliches, vielleicht sogar teilweise autobiografisches Buch, und das macht es so autentisch und lesenswert.

Es schildert nicht nur den (sehr kostspiligen) Weg, aus einem alten Gemäuerer "mit Potential" ein hübsches kleines Hotel zu machen, sondern auch die zwischenmenschlichen Verwickungen aller Art, die damit einhergehen.

Besonders berührt hat mich, dass der Prozess, ein Projekt zu initiieren, zu planen, zu gestalten als außerordenlich befriedigend erlebt und geschildert wird.

Dass sich beim Protagonsiten dann aber, als alles fertig ist, Überdruss, Langeweile und das Gefühl nicht mehr gebraucht zu werden, breit machen.

Es ist ein Produktentwickler, ein Planer und Macher, aber kein Betreiber, der die Sache dann einfach nur noch am Laufen hält.

Das ist ein Prolem, das wohl für viele Probleme in der Gastronomie verantwortlich ist. Wenn der Kick der ersten Phase nachläßt und die Alltagsroutine einkehrt, dann läßt eben auch der Spaß nach.

Im Buch verkauft der Protagonist sein Hotel mit Gewinn (und das ist eigentlich utopisch...) und startet eine neue Karriere.
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am 16. Juli 2011
Wenn immer ich anfing zu lesen ging ich mir erst noch einen Pastis besorgen, denn das Buch macht unvermittelt Appetit darauf. Und nicht nur darauf! Ein Buch, das jeden Sommerurlaub im Süden Frankreichs unterstreicht. Aber Vorsicht, es hält Ihnen aber auch den Spiegel vor und zeigt Ihnen, in welcher beruflichen Tretmühle Sie vielleicht stecken. Und plötzlich bekommen auch Sie Sehnsucht nach einem Hotel Pastis! Und Sehnsucht aussteigen zu wollen. Und so gross ist die Provence dann auch wieder nicht!
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am 1. März 2005
Peter Mayle schreibt mit ganz viel persönlicher Beteiligung und Gefühl. Seine Personen und Charaktere sind gut ausgefeilt und haben (fast) alle einen persönlichen Charme und sind so in ihrer Rolle nachvollziehbar. - Besonders gut gefallen hat mir Ernest, der mit Sicherheit im realen Leben ein Vorbild hat, ebenso wie die meisten der Figuren in dem Buch reale Paten haben dürften.
Mir gefällt auch dieser Humor in dem Buch, der so ganz aus sich selbst heraus spricht und einfach keines Kommentares bedarf, weil sich die Agierenden selbst charakterisieren, beispielsweise Herr Ziegler, wenn es um "menschliche Hilfe" geht.
Als absoluter Kenner der Werbebranche hat Peter Mayle hier hier Spitzen auf die Branche absolut lesenswert verpackt.
Wer allerdings den Anspruch hat, hier einen Reiseführer über die Provence vorzufinden, der sollte die Finger von dem Buch lassen; doch wer ein wundervolles Buch lesen will mit Menschen, die so richtig lebendig werden und dabei von der Provence träumen möchte, der wird dieses Buch nicht aus der Hand legen, bevor er die letzte Seite gelesen hat und dann noch mit einem sehr guten Gefühl im Bauch lange davon weiterträumen.......
Viel Spaß beim Lesen - ich habe es leider schon hinter mir.....
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am 28. Februar 2000
Wieder einmal öffnet der Autor das Fenster zur von ihm so geliebten Provence. Eingebunden in eine Aussteigergeschichte eher durchschnittlicher couleur gelingt es Mayle, seinen Leser einzuweben in eine Stimmung, die jedem gefallen muß, der die Nase voll hat vom geschäftlichen und sozialen Funktionieren in einer Welt, die er mangels anderer Ablenkung in den gesellschaftlich vorgegebenen Bahnen leben muß. Konsum statt Genuß, hastige Geschäftsessen, statt Gourmetfreuden. Wer es nicht mit der Gewinnmaximierung als Selbstzweck hat, der ist bei Mayle genau richtig aufgehoben. Es werden hier zwei Pole unterschiedlicher Lebensweisen kraß gegenübergestellt und dem Leser wird die Wahl recht leicht gemacht wird. - Wenn er sie denn hätte. Man ist halt nicht der erfolgsgewohnte Held mit Butler und rassiger Geliebten, den Mayle beschreibt, dem es ohne weiteres gelingt, sofort in einer für ihn völlig fremden Welt Fuß zu fassen. Aber als Vorlage für die bescheidenere Variante, das Aussteigen in Gedanken, ist Hotel Pastis mehr als nur geeignet. Wer allerdings eine Anleitung erwartet, wird enttäuscht werden.
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am 28. Oktober 2005
Dieses Buch ist ein Traum!
Es ist nun leider schon einige Zeit her, dass ich das Buch gelesen habe, allerdings bin ich davon immer noch so begeistert wie beim Lesen der ersten Seite.
Die Charaktere werden erfreulich genau geschildert und sind einem so sympathisch, dass man wirklich mit ihnen fühlt.
Die Geschichte dreht sich um einen erfolgreichen Werbemanager, der nach seiner Scheidung sehr niedergeschlagen ist und von seinem Butler und gleichzeitig besten Freund dazu gebracht wird ein klein wenig in der Provence auszuspannen. Dort lernt er eine Französin kennen und jetzt ist es um ihn geschehen...
Nach seiner Rückkehr nach London kommt er einfach nicht mehr zur Ruhe.
Am Ende lautet seine Entscheidung in die Provence zu gehen und dort ein Hotel zu gründen und erst einmal aufzubauen - Hotel Pastis. Dabei helfen ihm sein Butler Ernest und die Französin Christine.
Wie es aber gar nicht anders sein kann werden ihnen jede Menge - Nicht zum Bauen geeignete - Steine in den Weg gelegt. Unter anderem eine Verbrecherbande, die versucht endlich mal ein großes Ding durchzuziehen, die Mafia, alte Londoner Freunde, die Exfrau und wie könnte es anders sein: Das Geld.
All diesem zum Trotz bahnt sich der Roman seinen Weg: mal lustig, mal spritzig und leicht aber auch ab und zu recht tiefsinnig und immer absolut unterhaltsam.
Also, viel Spaß beim Lesen dieses Teils allerbester französischer Literatur.
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am 17. August 1999
Der Autor Peter Mayle beschreibt in seinem Roman "Hotel Pastis" eindrucksvoll die Geschichte des Werbemanagers Simon Shaw.
Auf 450 Seiten erzählt Peter Mayle wie der durch Erfolg gestreßte Werbemanager seinem strapaziösen Leben den Rücken kehrt und kurzer Hand aussteigt. Alles beginnt mit einem Kurzurlaub in der Provonce. Dort lernt Simon die attraktive und lebensfrohe Nicole kennen. Die Landschaft ist so anschaulich beschrieben, daß der Leser förmlich die Weinberge und die Olivenbäume vor sich sieht und ihn der Duft des Lavendels beim Lesen umgibt. So ist es nicht verwunderlich, daß Simon in dieser Atmosphäre über sich und sein bisheriges Leben ins grübeln kommt. Dieses Gefühl für Landschaft und Leute wird noch dadurch verstärkt, daß die gesamte Erzählung gespickt ist mit französischen Wörtern und Redewendungen, die im Glossar erklärt werden. Der Gedanke des Aussteigens liegt nahe, was ihm doch durch sein Vermögen und seinen bisherigen Erfolg erheblich erleichtert wird.
In dieser locker leichten Unterhaltung schleicht sich auch eine kleine, jedoch unaufdringliche Kriminalgeschichte, die vom Leser jedoch nicht verlangt, irgendwelche Überlegungen über Täter oder Motive anzustellen. Sie ist aber eine angenehme Würze in dieser ansonsten doch so heilen Welt.
Am Ende nimmt Roman eine Überraschende Wendung, da Simon doch einsehen muß, daß er ein von Erfolg geprägter Mensch ist, der immer neue Aufgaben braucht.
"Hotel Pastis" ist eine ideale Lektüre für den Urlaub oder um sich auf diesen einzustimmen. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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TOP 1000 REZENSENTam 27. September 2010
===Meine Meinung===
Als ich das Buch damals auf dem Flohmarkt gekauft habe, wollte ich einfach etwas Abwechslung zum tristen Wetter haben und dazu ein lockeres, südliches Buch lesen. Die Cover-Farben sind in fröhlichen und leuchtenden Farben.

Zu Hause blätterte ich durch und wunderte mich, dass hinten ein richtiges Wörterbuch Französisch-Deutsch enthalten war. Ich spreche kein Wort dieser Sprache und wusste, dass ich es wohl brauchen würde. Trotzdem war ich schon nach 50 Seiten des Buches sehr genervt, als ich merkte, dass kein französisches Wort im Text auch nur übersetzt oder erklärt wird. Ich war tatsächlich gezwungen immer nach hinten zu blättern. Das hält beim Lesen nicht nur unnötig auf, sondern nervt auch. Bei mir ging der gesamte Lesefluss und damit das Vergnügen verloren. Kaum war ich in der Geschichte, musste ich auch schon wieder blättern und da ist es nicht schwer, wieder aus dem Rhythmus zu kommen. Wer die Sprache beherrscht dürfte sicherlich mehr Freude daran haben. Mir persönlich wäre eine im Text enthaltene Übersetzung lieber gewesen.

Die Geschichte beginnt in London, wo der gestresste Geschäftsmann von seinem Butler überredet wird, dass er eine Auszeit braucht. Butler sind schon etwas altbacken und langweilig. Trotzdem können sie auch lustig sein. In diesem Fall aber leider nicht und genauso wieder Butler steif ist, ist auch das Buch bis zu letzten Seite recht sparsam an Unterhaltung. Es plätschert einfach so vor sich hin. Leider kommt dabei weder Spannung noch das gewisse Etwas auf. Im Grunde reihen sich kleine Begebenheiten aneinander, aber es ist weder heiter, noch spannend, noch ironisch oder eine andere Eigenschaft, die ein gutes Buch ausmacht. Er geht auf alle Punkte eines Hotelaufbaus ein. Vom Bau, bis hin zu Personal, Einrichtung oder sogar Kochrezepten. Dabei fließt das französische Flair und die Personen mit ein. Mir persönlich fehlt aber der Pepp. Das Cover sprühte vor Leben und Farben, die im Buch aber nicht ansatzweise umgesetzt werden.
Die Charaktere sind schwach gestaltet. Einmal der reiche Hintergrund und dann der diebische, arme Hintergrund. Ich konnte mich weder mit der einen noch der anderen Seite identifizieren oder die Gedankengänge und Handlungen nachvollziehen. Für mich wahren die Figuren nicht bis zum Schluss durchdacht und passen teilweise gar nicht in die Geschichte.

Bis zum Schluss fand ich das Buch einfach nur noch total öde. Daher hab ich mich einfach nur schnell durch gequält und konnte es nach drei Tagen aus der Hand legen.

Empfehlen kann ich das Buch persönlich nicht. Für mich war es kein Erlebnis, sondern eher eine Zumutung. Da es aber ein Bestseller war, muss das Buch etwas haben, was andere Leser fasziniert. Dementsprechend kann ich es jedem empfehlen, der es einfach versuchen will. Meinungen sind zum Glück unterschiedlich.

===Bewertung===
Von mir bekommt das Buch zwei Sterne. Die Idee mag nett sein, aber das viele französisch, die nicht durchdachten Charaktere und die flache nicht ausgereifte Story, verdienen nicht mehr. Lediglich das Cover finde ich total klasse.
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