Hier klicken MSS Öle & Betriebsstoffe für Ihr Auto Jetzt informieren 30 Tage lang gratis testen Cloud Drive Photos UHD TVs Learn More TDZ Hier klicken Mehr dazu Fire Shop Kindle DepecheMode longss17

Kundenrezensionen

4,7 von 5 Sternen
1.214
4,7 von 5 Sternen
Format: Taschenbuch|Ändern
Preis:9,95 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 7. November 2014
Positives:
- Starke erste Seiten, die den Leser schnell einbinden und erst mal fesseln
- Sehr viel ungewohnte Ironie und Sarkasmus zu dem behandelten Thema (reicht allerindgs "nur" zum Schmunzeln)
- Obwohl erwartet ist der Abspann sehr emotional (es fällt schwer die Augen in der U-Bahn trocken zu halten)

Negatives:
- Zuviel philosophisches Geschwafel, das nervt irgendwann tierisch
- Die Jugendlichen Charaktere sind überzogen, sie geben die meiste Zeit das Bild von intellektuellen Erwachsenen (sehr schade, es nimmt viel Natürlichkeit und Glaubwürdigkeit)

Fazit:
Ein fesselnder Start und ein emotionaler Schluss schließen leider einen für mich störenden Mittelteil mit überzogenen Charakteren der handelnden Personen ein.
0Kommentar| 12 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 21. Januar 2017
.. die schönste Stelle war für mich die als Augustus seine Freundin Hazel Grace einmal, als sie einen schrecklichen Todesanfall bekam, im Krankenhaus besuchte und hinterher über den Autor uns, den Lesenden sagte, er habe sich fast einen Augenblick lang gewünscht, sie wäre gestorben, damit er ihr nicht würde sagen müssen, dass er nun auch sterben werde. (ich schreibe sie hier als Rezension, damit ich sie nie wieder vergesse, denn ich verschenkte das Buch und möchte dass es 1000 x noch verschenkt wird )
review image
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 10. Oktober 2013
Viel Lob und Preis gingen voran, deshalb began ich voller Erwartung und Vorfreude. Das vorherrschende Gefühl war dann erstmal fortschreitende Irritation und Ärgernis. Die beiden sechzehn - und siebzehnjährigen Protagonisten sind dermaßen altklug und reden so unerträglich geschwollen daher - nicht zum Aushalten. Konnt ich schon nicht ab, als ich selbst so alt war. Es wird dauernd Literarisches zitiert und Gedichte aufgesagt. Fortwährend liegt Philosophisches auf der Lauer. Ganz schlimm wurde es so ab Seite 130, die Amsterdamreise. So kitschig, Rosamunde Pilcher lässt grüßen. Ich wollte da echt beinahe aufgeben. Aber dann dachte ich, liest sich ja hurtig, bist du schnell mit fertig. Und nachdem wir dann quasi in Text und Tat den 'Höhepunkt' gehabt hatten, wurde es auch besser für meinen Geschmack.

Ansonsten ist es starker Tobak, die Krankheit ist ernst, vernichtend. Es wird nicht geschönt und nicht geschont. Aber es wird mit viel schwarzgalligem Humor, dem beißenden Sarkasmus und der Unbarmherzigkeit Pubertierender erzählt. Ich weiß nicht, viele schreiben, dass sie geweint haben. Hab ich nicht. Ich fühlte immer einen gewissen Abstand. Vielleicht wollte ich mich aber auch nicht drauf einlassen, weil ich durch die Irritation irgendwie auf der Hut war und auch abgelenkt wurde.

Dabei ging es natürlich ums Wesentliche: Wie gehen Menschen mit dem Krebs um. Was ist legitim? Was ist weise. Ist es einem immer möglich, das zu tun, was weise ist? Wer macht wen unglücklich und wodurch? Wie kann man sich gegenseitig helfen und welche Verhaltensweisen machen es einem selbst und anderen noch schwerer? Wie können die Zurückbleibenden weiterleben mit dem Verlust. Wo liegt der Sinn?

Runterziehpotential ist schon vorhanden. Aber auch Tröstliches. Angenehm überraschend finde ich das Fazit für einen amerikanischen Schriftsteller, nämlich dass es ausnahmsweise nicht darum geht, Großes zu vollbringen, weltberühmt zu werden, in die Geschichte einzugehen "to make it and make your mark". Nicht um die Grösse, um die Menge, um die Dauer geht es, sondern um die Konzentration, die Intensität, das Destillat. Nicht um das Tun, sondern um das Wahrnehmen.

Das finde ich sehr schön, aber es ging für mich beinahe etwas unter, weil ich den Schreibstil mitunter doch als sehr prätentiös empfand und wie gesagt, nervig und ablenkend. Ich fühle mich etwas hin- und hergerissen, ob die Darstellung der Jugendlichen realistisch oder überzogen war. So ermüdend schlagfertig, pointiert, geistreich. Aber schließlich mussten sie selbst auch einige Lagen abpellen, um zum Kern zu kommen. Die Zeit war nicht auf ihrer Seite, was für mich zeigt, dass es vielleicht klug ist, nicht zuviele Mauern um sich zu bauen, nicht zuviele Masken aufzusetzen, keine Rollen zu spielen, sich keine Ticks und merkwürdige Verhaltensweisen anzugewöhnen. Denn es ist sehr anstrengend - für einen selbst und andere - sich da durchzugraben zum wirklichen Ich, zum wirklichen Du. Es sollte dafür nicht immer erst ein schlimmer Schicksalsschlag notwendig sein.
0Kommentar| 16 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 31. August 2013
Ich habe dieses Buch von meinem Vater geschenkt bekommen. Mein erster Gedanke war: Oh nein, ein Buch über Krebs, muss das sein? Wenn ich ein Buch lese, will ich in fremde Welten entführt werden, ich will träumen können und nicht irgendwelche belastende Geschichten hören (da könnte ich ja gleich die Nachrichten einschalten). Aber schon ab der ersten Seite war ich in den Bann des Buches gezogen. Die Charaktäre haben eine sehr erfrischend sarkastische Art mit ihrer Krankheit umzugehen und obwohl es ein Buch über Krebs ist, nimmt man Hazel, Augustus uns Isaac nicht als arme kranke Kinder, sondern als die besonderen Charaktäre wahr, die sie sind.
Die Tränen, die ich während des Lesens verlor, wurden durch die lustigen Stellen wett gemacht. Ohne Mitleid heischend oder moralisierend zu sein, zeigt einem "Das Schicksal ist ein mieser Verräter", wie dankbar man sein kann, wenn das eigene Schicksal ein nicht ganz so mieser Verräter ist, wie das von Hazel Grace.
Lesenswert!
0Kommentar| 8 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 17. März 2016
Ich habe dieses Buch gelesen und weiterverschenkt und vor allem habe ich es in Originalsprache
von John Green gelesen ungelogen etwa 30 Mal gehört. In einer sehr schweren Zeit, als
ich sehr sehr krank war (trotz meiner jungen Jahre) und vor Schmerzen nur noch im Bett liegen
konnte, nicht einmal mehr Fernsehen ging, hat dieses Buch mir geholfen nicht verrückt zu werden.
Der sarkastische Witz der Hauptfigur, die Intelligenz, die Abfindung mit dem Schicksal - ich finde
jeder sollte es lesen und darüber nachdenken, was wirklich im Leben zählt.
0Kommentar| 3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 19. August 2014
Die Ausgestaltung des Hörbuchs ist an sich völlig in Ordnung, die vorlesende Stimme ist angenehm und ebnet den Weg zur Hauptfigur
und ihren Gefühlen ganz selbstverständlich.

Die Geschichte allerdings beginnt auf einem wundervoll erfrischenden Niveau, das von vielen anderen abweicht, die sich mit dem selben Thema, Krebskrankenkindern, befassen. Zu Anfang ist Hasel, die Protagonistin, eher verschlossen, zieht sich vor der Welt zurück und wartet darauf, dass sie den Kampf gegen ihre Krankheit verliert, doch dann trifft sie in ihrer Selbsthilfegruppe auf Augustus und eine seltsam tiefgründige Liebesgeschichte beginnt.
Bis dahin sehr schön, einfühlsam und auch durch Hasels Art zwischendurch immer mal wieder Witze über sich selbst zu machen sehr angenehm. Dann allerdings scheint der Autor nur noch wert darauf zu legen all seine Weisheiten, die er sich zum Thema gesammelt hat in den Roman zu knallen. Die Gespräche zwischen Hasel und Augustus werden immer gestelzter und vermeindlich Weltbewegend. Kurzfristig verliert sich jede Gefühl für die beiden bis dato liebgewonnen Hauptfiguren. Um Hasels größten Wunsch zu erfüllen bemüht Augustus eine Stiftung, die letzte Wünsche erfüllt und fliegt mit ihr nach Amsterdam um dort Hasels Lieblingsautor zu treffen.
Und dann, ja dann, fehlte das ganz große Drama, also muss unbedingt noch etwas in der Art her. Ihr wisst ja: Gute Romane müssen den Leser zum lachen, zum nachdenken und zum weinen bringen, man merkt richtig, dass Punkt drei auf der Liste noch nicht abgeharkt
war. Nach der Amsterdam reise scheint jeder Satz so sehr darauf zu zielen, dem Leser nun endlich die letzte fehlende Emotion zu entlocken.
Schade.
0Kommentar| 3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 31. Juli 2012
Mein erster Roman von John Green.
Mein zweiter Roman, in dem das Thema Krebs eine Rolle spielt.
Eigentlich mache ich, als Realitätsflüchtling, um solche Romane einen großen Bogen. Realität hab ich zu Hause genug und Literatur, die eventuelle Depressionen auslösen kann, gehört nur selten zu meinem bevorzugten Lesefutter. Manchmal macht mich aber die Inhaltsbeschreibung so neugierig, dass ich doch einen Versuch wage. So ging es mir schon bei Die Bücherdiebin oder auch Sieben Minuten nach Mitternacht.

Und ich gestehe: auch einem gelegentlichen Hype kann ich mich nicht immer entziehen.
Dieses Buch hat jenseits des großen Teichs schon vor seinem Erscheinen einen riesengroßen Hype ausgelöst. Kommt ja eher selten vor, war aber ein sehr gelungener Schachzug des Autors.

Na gut - vor ein paar Wochen hat ein weiteres Buch einen noch viel größeren Hype ausgelöst. DER Wirbel lässt mich allerdings völlig kalt.

Nun aber zu diesem Buch:
Wie fast immer bin ich auch hier der Meinung, dass jedes Wort zum Inhalt ein Wort zu viel wäre. Lest euch die Inhaltsangabe oder den Klappentext durch und ihr wisst in groben Zügen, um was es geht. Den Rest lasst euch von John Green und der Übersetzerin Sophie Zeitz erzählen, denen es auf so wunderbare Art und Weise gelingt, den Charakteren Leben einzuhauchen. Ich habe nicht nur mit den Figuren mitgefühlt und mitgelitten.
- Ich WAR Hazel (mit dem Sauerstoffwagen im Schlepptau)
"Denn es gibt nur eins auf der Welt, das ätzender ist, als mit sechzehn an Krebs zu sterben, und das ist, ein Kind zu haben, das an Krebs stirbt.'"
- Ich WAR die starke Mutter oder auch der weinende Vater.
- Ich WAR der tobende Isaac und ich WAR sogar die grausame Monica.
- aber vor allem WAR ich Augustus, der sympathische Junge, der so gerne ein Held sein will.

Ich habe mich andauernd gefragt, was ich selbst mit einer Krebs-Diagnose tun würde. Den Kopf einziehen und nur noch heulen, heulen, heulen? Und wenn alle Tränen vergossen sind? Sammelt man dann neue? Oder versucht man mit der Krankheit zu leben und so etwas wie Normalität in seinen Alltag zu bringen? Fragen, die sich wohl jeder stellt, der dieses Buch liest, denn wir alle kommen irgendwann nicht an diesem Thema vorbei. Entweder weil wir selbst betroffen sind oder weil sich der Krebs Verwandte, Bekannte oder Freunde aussucht.
"Nicht mal der Krebs ist ein richtiger Schurke: der Krebs will auch nur überleben.'"

Es gibt so viele tiefgründige Sätze in diesem Buch, die ich am liebsten auf ein Stück Papier pinseln und die Wände damit tapezieren möchte.
Ein philosophischer, trotz des ernsten Themas humorvoller, aber auch ein sehr schmerzhafter Roman. Letzteres nicht nur für mich, sondern auch für meine Lesebrille, die just auf Seite zweihundertundirgendwas bei dem Versuch, den beiden Gießkannen in meinem Gesicht Einhalt zu gebieten, das Zeitliche gesegnet hat. Na ja - kein großer Verlust - war schon länger mal Zeit für eine neue Lesehilfe.

Mein Fazit mache ich mir diesmal ganz einfach und zitiere einen Satz von Seite 36:
'"Manchmal liest man ein Buch, und es erfüllt einen mit diesem seltsamen Missionstrieb, und du bist überzeugt, dass die kaputte Welt nur geheilt werden kann, wenn alle Menschen dieser Erde dieses eine Buch gelesen haben.'"

Lest es!
0Kommentar| 12 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 15. März 2016
Ich habe dieses Buch hier bei Amazon entdeckt und musste es mir gleich bestellen. Ich finde es sehr ergreifend und detailliert geschrieben. Zum Teil sind Textpassagen sehr langwierig bzw etwas verwirrend. In der Zwischenzeit habe ich den Film zum Buch gesehen und muss ausnahmsweise zugeben, dass mir diesmal der Film etwas besser gefällt als das Buch. Ich glaube das Thema dieses Buches ist nicht für jeden geeignet. Ich finde es jedoch eine schöne Geschichte, wo viele Tränen bei mir geflossen sind. Gerade wo ich das Ende so nicht erwartet hätte.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 9. August 2012
Der neue Roman des amerikanischen Autors John Green, der dort insbesondere bei jugendlichen Lesern schon so etwas hat wie einen Kultstatus, richtet sich wieder an Leser ab etwa 13-14 Jahren. Und doch: so wie meisten der wirklich guten und gelungenen Jugendbücher ist '"Das Schicksal ist ein mieser Verräter'" auch ein Buch für Erwachsene, jedenfalls für solche, die sich unvoreingenommen mit den großen Fragen des Lebens und des Sterbens auseinandersetzen wollen.

Die Geschichte wird erzählt von der 16- jährigen Hazel Grace, die an einem unheilbar scheinenden Krebs erkrankt ist. Bei einer Selbsthilfegruppe in einer Kirchengemeinde lernt sie den etwas älteren Augustus Waters kennen, der durch seinen zunächst zum Stillstand gekommen scheinenden Knochenkrebs ein Bein verloren hat.

Die beiden nähern sich einander an, auch weil sie feststellen, dass ein Buch des Niederländers John van Houten mit dem Titel "'Ein herrschaftliches Leiden"', in dem das langsame Leiden eines an Krebs sterbenden Mädchens beschrieben wird.

Die Eltern von Hazel Grace sind sehr besorgt, ihre Mutter hat ihre Arbeit aufgegeben, um voll für sie da zu sein. Auf ihre vorsichtige Nachfrage, ob sie sich nicht mit anderen Jugendlichen treffen will, antwortet Hazel Grace ihrer Mutter zu Beginn des Buches: "Ich bin eine Bombe. Und deshalb halte ich mich lieber fern von allen, lese Bücher, denke nach und hänge mit euch rum, weil ich nichts dagegen machen kann, dass ich euch mit ins Unglück reiße. Ihr steckt zu tief drin. Also lasst mich einfach in Ruhe, okay? Ich habe keine Depressionen. Ich muss nicht mehr raus. Und ich kann kein normaler Teenager sein, weil ich eine Bombe bin."'

Doch mit Augustus Waters ist alles anders. Hazel Grace und Augustus verbringen jede freie Minute miteinander, kümmern sich auch um andere an Krebs erkrankte Jugendliche aus der Gruppe, wie zum Beispiel den an einem seltenen Augenkrebs erblindeten Isaac. Ihre tiefen Gespräche über Literatur, Religion, das Sterben und den Tod binden Sie immer fester zusammen. Doch dieser Ernst drückt sie nicht runter, sie behalten bei allem eine bewundernswerte Distanz und sehen ihr Schicksal immer wieder mit einem fast unglaublichen Humor und Witz.

Ich war in vielen Situationen hin- und hergerissen zwischen meinen Tränen, die von ganz tief innen in meine Augen stiegen und meinem Lachen, das so manche Sätze auf meine Lippen und in meine tränengefüllte Augen zauberten.

So wie etwa jene selten schöne Liebeserklärung, die Augustus seiner Freundin macht, in der er sich auf ihre nüchterne Sicht der Welt und der Zukunft bezieht und sie quasi mit seiner Liebe neutralisiert:
'"Ich liebe dich, und es gehört nicht zu meiner Geschäftspolitik, mir einfache Freuden wie das Aussprechen von Wahrheiten zu versagen. Ich liebe dich, und ich weiß, dass Liebe nichts als ein Ruf in die Wüste ist und dass das Vergessen unvermeidbar ist und dass wir alle Verdammte sind und dass ein Tag kommt, wenn all unsere Werke zu Staub zerfallen, eine Zeit, wenn sich niemand daran erinnert, dass es einst Kreaturen gab, die in selbst gebauten Maschinen geflogen sind, und ich weiß, dass die Sonne die einzige Erde, die wir je haben, irgendwann verschlucken wird, und ich liebe dich.'"

Bis zum Ende ist dieses Buch voller zarter und anmutiger Einsichten. Auch wenn es Dichtung ist, fängt John Green doch eine Seite von Jugendlichen ein, die man als älterer Mensch so nicht kennt, weil sie sich mit uns so selten austauschen können. Den Eltern von Hazel Grace und Augustus gelingt es nach langen inneren Widerständen sich auf das Denken und Fühlen und die Welt ihrer Kinder einzulassen.

"'Das Schicksal ist ein trauriger Verräte"' ist ein traurig-schönes Buch über das Leben, die Liebe und den Tod. Ich habe als Theologe lange fast täglich mit dem Tod und dem Sterben zu tun gehabt und auch viel Literatur darüber gelesen. John Greens Buch ist eines der ehrlichsten (Jugend)- bücher über das Sterben, die Liebe und den Tod, die ich je gelesen habe.

Nachdem seine früheren Bücher jeweils für den Deutschen Jugendbuchpreis nominiert waren, mit diesem Buch hätte er ihn in diesem Jahr endlich verdient.
0Kommentar| 7 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 26. Dezember 2012
Als John Green bei einem Abendessen im Sommer 2010 zum ersten Mal davon erzählte, dass sein neues Buch von zwei krebskranken Jugendlichen handeln sollte, die einen zynischen Autor in Amsterdam besuchen, schwante mir Böses. Seine Beschreibung an dem Abend klang ziemlich düster bis depressiv.

Meine Befürchtungen waren unberechtigt, im Gegenteil: Er hat sein bisher bestes Buch geschrieben. Dass es von zwei krebskranken Kids handelt, macht es zwar traurig, aber es ist auch totenkomisch. Eigentlich verhält sich die männliche Hauptperson Gus nicht wie ein 16-jähriger, sondern wie jemand mit, sagen wir, 25, so cool redet er; seine Schlagfertigkeit und Abgeklärtheit tragen dazu bei, dass das Buch niemals rührselig ist. Hazel, seine Freundin, könnte als etwas jünger durchgehen, doch auch sie liefert sehr trockene Kommentare über sich und ihr tödliches Schicksal, so wie das Buch kluge, aber nie belehrende, Passagen über das Sein und das Leid enthält. Ist ein kurzes Leben erfüllt? Gibt es einen Sinn (von Außen oder Innen)? Interessiert sich das Universum für uns Menschen? Das Schöne ist, dass John Green über solche abstrakten Fragen schreiben kann, ohne abgehoben oder unverständlich zu klingen.

Ich war lange nicht mehr so ergriffen, dieser Roman ist keineswegs nur ein Jugendbuch (ich selbst bin auch ein erwachsener Leser), und "Schicksal" ist mein Lieblingsbuch 2012.
0Kommentar| 3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden