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Kundenrezensionen

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am 23. Juni 2013
Warum "NICHTS – was im Leben wichtig ist" einen solchen Hype verursacht hat, kann ich nicht nachvollziehen.

Ich (16 Jahre) finde das Buch realitätsfern und den Inhalt maßlos übertrieben. (Warum bitte sollte sich ein 7. Klässler einfach so auf einen Pflaumenbaum setzen und nicht mehr runter gehen wollen? Oder warum greifen die Erwachsenen, also z.B. Eltern und Lehrer, nicht schon viel früher ein? Ein solches Unterfangen kann unmöglich so lange unentdeckt bleiben…). Für mich ist es daher einfach nur schleierhaft, was sich die Autorin dabei gedacht hat und ich kann nicht nachvollziehen, was der Sinn des Buches sein soll…
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am 23. November 2015
Mein Sohn hat es als eine Buchvorstellung präsentiert. Also habe ich das Buch auch gelesen. Anfangs fand ich es sinnlos, allerdings bringt das Buch seine Leser zum Nachdenken, wie leicht es unter Gruppenzwang für einen "ganz normalen" jungen Menschen die unmenschliche Gedanken zur bestialischen Taten werden. Auch zeigt es, welche Gefahr besteht, wenn Erwachsene ( Eltern, sowie Lehrer) keinen Gedankenaustausch mit den Kindern/ Jugendlichen haben.
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am 5. Dezember 2016
Also dieses Buch löst bei mir keine Begeisterung aus, aber auch zumindest zu Beginn noch keine Aversion.

Meine Tochter musste es in der Schule lesen und zumeist lese ich diese Bücher auch.

Wie es zu den ganzen Preisen kommt kann ich nicht nachvollziehen und ich bin eine Leseratte, die mehrere Bücher pro Woche verschlingt.

Das ist wirklich ein Buch, das ich nicht empfehlen würde, da ich keine Ahnung habe, wie es ankommt.
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am 8. November 2010
Vorweg: Ich werde hier nicht zum x-ten Male der Inhalt des Buches wiedergegeben. Dafür bitte die anderen Rezensionen auf dieser Seite lesen. Stattdessen folgen Überlegungen über seine Bedeutung(!). [Im Folgenden werde ich die Begriffe "Bedeutung" und "Sinn" synonym verwenden. "Bedeutung steht nämlich allgemeinsprachlich entweder für den Sinn, oder aber für die einem Gegenstand beigemessene Wichtigkeit." (Wikipedia) Weitergehende Philosophische Explikationen erübrigen sich. Zum einen ist das Buch selber gar kein philosophisches, zum anderen stünde notfalls mit der Sprachpragmatischen Philosophie (später Wittgenstein und seine "Schüler") eine Denkrichtung bereit, die der allgemeinsprachlichen Auffassung entspricht.]

Erst einmal ist festzustellen, dass das Werk den Horizont seiner eigenen Schöpferin zu übersteigen scheint. Das ist daraus zu entnehmen, dass sie in den zahlreichen Interviews zu ihrem Buch neben reinen Platitüden vor allem falsches von sich gibt. Dazu einige Beispiele:

1) Erstens verwechselt sie Existenzialismus mit Nihilismus. So sagt sie etwa im Spiegel-Interview über Pierre Anthon: "Er ist ein ganz gewöhnlicher, handelsüblicher Existenzialist." Das ist allerdings falsch. Pierre Anthons Aussagen sind nihilistisch. Und das ist etwas ganz anderes. Ein Nihilist behauptet, das nichts einen Sinn hat. Ein Existenzialist dagegen, dass nur die Menschen selbst ihrem Leben einen Sinn verleihen können - und nichts und niemand sonst (Wer es literarisch vergleichen möchte: Im Stück "Der Belagerungszustand" von Albert Camus taucht in der Figur von "Nada" (dt. "Nichts"!) ein Nihilist auf. Ihm steht der Existenzialist "Diego" gegenüber). Existenzialisten sind meist lebensbejahende Menschen. Sie unterscheiden sich von anderen dadurch, dass sie die Mühe der bewussten Sinnfindung auf sich nehmen und nicht einfach Vorgefertigtes Übernehmen. Und genau an dieser Stelle bleibt der Roman stecken. Seine Erkenntnis könnte für Pierre Anthon ein großartiger Aufbruch in neue Erfahrungswelten sein. Was aber passiert? Er hockt jämmerlich in seinem Baum.
2) Laut eigener Aussage will sie mit ihrem Buch gegen die "sinnlosen Konventionen" der Erwachsenenwelt vorgehen. Der einzige, der die angeblich sinnlosen Konventionen in Frage stellt, ist Pierre Anton. Seine Klassenkameraden aber, die nahezu ausschließlich Fokus der Handlung stehen, haben aber nichts besseres zu tun, als ihre bisherige Lebensweise (und damit auch deren Konventionen) mit allen(!) Mitteln zu verteidigen. Selbst der letzte Satz des Buches deutet noch darauf hin. Sprich: Sie gehen gerade nicht gegen sinnlose Konventionen vor, sondern verteidigen diese vielmehr mit Zähnen, Klauen und schlimmerem.

Aus dem Umstand, dass das Buch den Horizont der eigenen Autorin selbst übersteigt - was übrigens nicht ungewöhnliches ist, sondern gerade auch Werke der großen Literatur auszeichnet - folgt leider nicht automatisch, dass das Buch selber gut ist. Das kann an folgenden Momenten gezeigt werden:

3) Pierre Anthon widerspricht seinem eigenen Schluss "Nichts bedeutet irgendetwas, das weiß ich seit langem. Deshalb lohnt es sich nicht, irgendetwas zu tun. Das habe ich gerade herausgefunden." Er tut nämlich selber doch etwas. Er sitzt in einem Baum, bewirft seine (ehemaligen) Klassenkameraden mit Pflaumen und belehrt sie ungefragt, indem er ihnen bei jeder Gelegenheit seine neuesten "Erkenntnisse" von der Bedeutungslosigkeit hinterher ruft. Kurz: Er provoziert. Damit tut er aber eben doch etwas. Ist denn dieser Selbstwiderspruch (um an dieser Stelle eine philosophische Referenz zu bemühen: Es ist der Paradefall eines Performativen Widerspruchs nach Karl Otto Apel) noch keinem der vielen Rezensenten, Preisverleiher, Jurimitglieder, Journalisten etc. aufgefallen? Er lässt sich übrigens auch noch einmal auf der Ebene der Bedeutung explizieren: Entweder haben Pierre Anthons Aktionen keine Bedeutung, dann kann man sie ignorieren. Oder sie haben eine Bedeutung, dann aber hat er unrecht.

4) Letztlich funktionieren Provokationen vom Schlage derer, die Pierre Anthons anwendet, deswegen so gut, weil dabei begriffliche Unschärfen weidlich ausgenutzt werden. Die Provokationen laufen auf den simplem Trick hinaus, die normativen Ansprüche eines Begriffes so stark zu überhöhen, dass keine faktische Realität ihnen mehr gerecht werden kann (hierzu ist übrigens auch zu empfehlen: Paul Watzlawicks "Anleitung zum Unglücklichsein"). Wenn Bedeutung impliziert, dass etwas sowohl für Alle als auch für immer und ewig Bedeutung haben soll, dann ist der Anspruch so hoch gehängt, das allenfalls noch Religion diesem Anspruch gerecht werden könnte (aber Religionen verstricken sich dann wieder ob ihrer Absolutheit in eine Reihe von Paradoxien - das würde aber hier zu weit führen). Solche normativen Überdehnungen funktionieren auch mit anderen Begriffen: Liebe, Freundschaft, Treue etc. Und sie funktionieren beispielsweise auch bei mathematischen Figuren: "Echte" Kugeln kann es z.B. empirisch gar nicht geben. Spätestens auf subatomarer Ebene sorgen nämlich Quantenphänomene für eine ausgesprochen bucklige und sich ständig verändernde Oberfläche - wie sie ideale Kugeln aber nicht haben dürfen. Fazit: Die beispielhaft genannten Probleme sind keine Probleme der Welt, sondern der Begriffe (Einzige Alternative: Man wird Anhänger eines hundsmiserablen Platonismus).

Angesichts dieser Befunde ist es mir absolut schleierhaft, wie man der Autorin einen "einen scharfsinnigen und durchaus philosophischen Blick auf unsere moderne Zivilisation" ([...]) bescheinigen kann. Ihr Blick ist offensichtlich von keinerlei Fachwissen getrübt. Anders ausgedrückt: Weder denkt Janne Teller philosophisch, noch ist es ihr Buch. Auf der philosophischen Ebene widerlegt es sich selbst schon auf den ersten Seiten.

Psychologisch ist das Werk sowieso ein Totalausfall. Die Charaktere sind holzschnittartig angelegt, haben keinerlei Tiefe, und innerpsychische Vorgänge tauchen allenfalls bei der Ich-Erzählerin als vordergründige mulmige oder aggressive Gefühle auf. Meist herrscht jedoch eine allgemeine Gefühllosigkeit und seelische Eiseskälte vor, die einem das Blut in den Adern gefrieren lässt. Über die Misere der Autorin täuscht auch der literarische Kniff, das Ganze aus der Perspektive einer Schülerin zu erzählen, nicht hinweg.

Interessant wird das Buch erst auf der sozialen Ebene, die sich der Autorin selbst offenbar nicht mehr erschließt. So ist es etwa jammerschade, dass Pierre Anthon nach seinem Befund: "Das Ganze ist nichts weiter als ein Spiel, das nur darauf hinausläuft, so zu tun als ob - und eben genau dabei der Beste zu sein." selber nicht mehr weiter weiß. Er hockt lediglich in seinem Baum und predigt anderen ungefragt von der Bedeutungslosigkeit ihres Lebens und Handelns. Damit handelt er jedoch - vom Selbstwiderspruch einmal ganz abgesehen - parasitär. Er nährt sich selbst nämlich von der Zerstörung des Sinnes, den die anderen in die Dinge legen.
Und wie reagieren diese anderen? Sie versuchen die Dinge und ihre Bedeutung mit allen Mitteln zu retten. Indem sie den Bedeutungsberg aufhäufen, errichten sie einen Fetisch, der für den Sinn der Dinge stehen soll. Dabei kommt es zu einer Verdrehung und Verkehrung, welche ihnen selbst gar nicht bewusst wird: Nicht die Dinge geben dem Berg Bedeutung, sondern der Berg den Dingen! Der Berg ist das einzig sinnstiftende. Um ihn zu erhalten, beginnen die Kinder fanatisch, rücksichtslos und brutal zu werden. Indem sie ihm nicht nur Gegenstände, sondern auch Tiere, Köperteile sowie die seelische und körperliche Integrität von Angehörigen der eigenen Gruppe opfern, enden sie schließlich in der Barbarei.

Der Weg in die Barbarei ereignet sich vor dem Hintergrund einer erschütternden Gefühlsarmut. Sämtlichen Beteiligten fehlt es an Empathie, menschlicher Wärme sowie überhaupt an der Fähigkeit, zu den anderen nähere Bindungen aufzunehmen. Die Bindungen werden einzig und allein über den Bedeutungsberg vermittelt. Nur er verbindet die vereinzelten Einzelnen. Ansonsten steht jede und jeder ganz allein da. Sein Verlust bedeutet folglich dem Verlust von allem. Einen Sturz ins Bodenlose. Kein Wunder, dass die Kinder ihm alles, aber auch wirklich alles opfern würden. Die Kinder spiegeln damit nur ihre eigene Gesellschaft, in welcher Vereinzelte gegen andere Vereinzelte konkurrieren. In der Realität haben wir es nämlich mit einer nahezu allumfassenden und sich immer weiter ausbreitenden Konkurrenzgesellschaft zu tun. Diese macht die Einzelnen zu Konkurrenzsubjekten, die nur noch über die Konkurrenz miteinander verbunden sind. Der Bedeutungsberg ist hierzu eine treffende Allegorie.

Dabei wohnt Pierre Anthons Ausbruch ganz zu Anfang des Buches für kurze Zeit ein Moment der Befreiung inne: "Das Ganze ist nichts weiter als ein Spiel, das nur darauf hinausläuft, so zu tun als ob - und eben genau dabei der Beste zu sein." Das Selbstverständliche ist selbst schon längst unerträglich geworden. Pierre Anthons Erkenntnis könnte der Beginn der Aufhebung der Vereinzelung sein. Aber weder nimmt er die anderen bei seinem Aufbruch mit, noch durchschreitet er die Tür aus der Konkurrenzsituation heraus wirklich. Es stößt sie lediglich auf, um anschließend auf der Schwelle (vulgo seinem Pflaumenbaum) sitzen zu bleiben. Die "grinsende Tür", die er nach dem Verlassen des Klassenzimmers hinterlässt, ist die Einladung, sich aus der gegenwärtigen Situation heraus zu begeben. Aber niemand traut sich Pierre Anthon zu folgen. Vielleicht hätten die Kinder gemeinsam wirklich erste Schritte aus dem Elend gehen können. Menschen sind Gattungswesen und der Ausweg beginnt da, wo die Vereinzelung aufhört. Was dann kommt, ist offen. Aber diese Erkenntnis liegt offensichtlich jenseits der Erkenntniskraft der Autorin. Die fragt lieber: "Ist der nihilistische Pierre Anthon jugendlichen Lesern zumutbar?" ([...]) Dabei sind die Aktionen der anderen Kinder um ein Vielfaches schlimmer. Sie klammern sich mit aller Macht an Alltag und Konventionen und gehen dabei zur Not auch über Leichen.

Das Schlusswort hat Bob Dylan:

"There must be some way out of here," said the joker to the thief
"There's too much confusion, I can't get no relief"
(...)
"No reason to get excited," the thief, he kindly spoke
"There are many here among us who feel that life is but a joke
But you and I, we've been through that, and this is not our fate
So let us not talk falsely now, the hour is getting late"
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am 12. August 2011
Hätte 'Nichts' nicht auf meinem Bücherzettel für die Schule gestanden, hätte ich es wahrscheinlich nie in die Hand genommen. Zugegeben, es ist nicht gerade die Art von Buch, die ich in meiner Freizeit lese, aber normalerweise lasse ich mich gern auf etwas Neues ein. Hier war ich jedoch schon von Anfang an skeptisch, da mich ein derartiger Hype um ein solches Buch meistens eher abschreckt.
Ich denke, zum Inhalt ist schon oft genug etwas gesagt worden, allerdings finde ich weder den Text hinten auf dem Buch noch den Sticker auf dem Cover wirklich sinnvoll. 'Ein brutales und mutiges Buch' - das brutal steht an erster Stelle und es stimmt. Mir kam es so vor, als hätte die Autorin ihr ganzes schriftstellerisches Talent darauf verwandt, diese brutalen Stellen auszuschmücken, während der Rest fad, grau und langweilig ist.
Die Charaktere - wenn man sie überhaupt so nennen kann, denn genau das fehlt ihnen, Charakter - sind etwa 12jährige Jungen und Mädchen, die wie hohle Roboter ohne Gehirn wirken. Jeder Mensch möchte anderen etwas beweisen oder sie von seiner Sache überzeugen, aber dabei so weit zu gehen, einem Freund den Finger abzuhacken oder ein Mädchen zu vergewaltigen? Mir kommt das einfach absurd vor. Auch der Schreibstil ist mir mehr als einmal auf die Nerven gegangen. Simpel, neutral, ständige Wiederholungen. Das weist natürlich auch noch mal auf das eigentliche Thema des Buches - die Suche nach Bedeutung, Nihilismus - hin, aber gut zu lesen ist es nicht.
Ich kann mit diesem Buch einfach nichts anfangen. Ja, es behandelt ein wichtiges Thema, aber wo ist es mutig? Die Autorin schreibt brutale Stellen, die provozieren und mich jedenfalls kein bisschen zum Nachdenken anregen (und nein, ich lese nicht nur 0815 Bücher). Manchmal war ich so angewidert, dass ich das Buch weggelegt habe, und wenn ich es nicht für die Schule hätte lesen müssen, wäre es nach den ersten 2 Kapiteln wieder im Bücherschrank gelandet.
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am 18. Dezember 2014
Als der 14-jährige Pierre Anthon seine Klasse mit den Worten verlässt »Nichts bedeutet irgendetwas, deshalb lohnt es sich nicht, irgendetwas zu tun«, stehen seine Mitschüler unter Schock. Denn kann es wirklich sein, dass nichts eine Bedeutung hat? Nicht die erste Liebe? Nicht das Lernen in der Schule? Nicht das Elternhaus, die Geschwister, der Glaube an Gott oder das eigene Land? Gemeinsam wollen die Schüler dem aufsässigen Pierre Anthon das Gegenteil beweisen und sammeln auf einem Berg der Bedeutung alles, was ihnen lieb und teuer ist. Doch was harmlos beginnt, wird bald zu einem Experiment, in dem es kein Halt und keine Grenzen mehr gibt - als selbst Tiere geopfert werden, ein Finger und die Unschuld eines Mädchens ...

Als ich das Buch fertig hatte, musste ich erst einmal nochmal nachschauen, in welcher Klasse die Charaktere sind und ich war geschockt, dass sie tatsächlich erst in der 7. sind.

An einer Stelle des Buches, wird der Berg der Bedeutung „makaber“ genannt, aber das ist noch eine Untertreibung. Ab einem gewissen Punkt war es einfach nur noch grausam. Ich habe mir das Hörbuch angehört und das war gut so (oder schlecht, je nachdem, wie man es betrachtet). Hätte ich dieses Buch tatsächlich gelesen, hätte ich es noch vor der Hälfte abgebrochen. Spätestens nachdem auf diesen Berg der Sarg eines kleinen Kindes gewandert ist, habe ich es aufgegeben, dem ganzen irgendetwas abgewinnen zu wollen. Wieso macht tut man sowas? Um einem 14-jährigen Kind zu beweisen, dass das Leben einen Sinn hat? Wozu? Es kann den Mitschülern doch egal sein, was Pierre Anthon denkt. Wenn er das Leben für sinnlos hält, dann ist das seine Sache und die anderen sollen nicht glauben, dass sie ihn unbedingt umstimmen müssen. Im äußersten Fall hätten sie sich an einen Erwachsenen wenden können, falls es sie wirklich so sehr gestört hat.

Pierre Anthon hätte auch nicht auf einem Baum sitzen und seine „Weisheiten“ hinausrufen müssen. Wie eben schon gesagt, es ist seine Meinung, die er meinetwegen haben kann, die er aber keinem anderen aufzwingen darf. Wobei ich mich auch gefragt habe, was bloß mit seinen Eltern los war. Wie kommt es, dass Pierre Anthon der Schule fern blieb und das ganze Jahr auf dem Baum im Garten saß und weder Vater, noch Mutter irgendetwas dazu zu sagen hatten?

Und nun zum Berg der Bedeutung. Bedeutsam war er auf jeden Fall nicht. Vielmehr ging es darum, dem anderen eine reinzuwürgen und ihm etwas noch größeres wegzunehmen, um nicht der zu sein, der den größten Verlust erleiden muss. Aber fast noch schlimmer finde ich, dass die Kinder für das Ganze nicht ernsthaft bestraft wurden. Sie töten einen Hund, schneiden einen Finger ab, zwingen ein Mädchen dazu, ihre Unschuld zu verlieren und bekommen trotzdem noch ganz normal Weihnachtsgeschenke wie jedes Jahr. Die einzige wirkliche Strafe sind ein paar Wochen Hausarrest. Als der Berg der Bedeutung weltberühmt wird und sogar als Kunst angesehen wird, werden die Schüler der Klasse dann als Helden gefeiert. Wofür? Für die schon genannten Grausamkeiten? Dafür, dass sie sich etwas getraut haben, dass es bis dahin so noch nicht gab? Überhaupt kann ich gar nicht verstehen, wie man einen abgetrennten Hundekopf ernsthaft als Kunst bezeichnen kann. Da sind nicht nur die Kinder verrückt geworden, überhaupt so etwas zu tun, sondern auch alle Anderen, die das scheinbar gar nicht einschätzen können, was das eigentlich ist.

Zur Autorin:

Janne Teller entstammt einer deutsch-österreichischen Familie, wurde aber in Kopenhagen geboren, wo sie auch aufwuchs. Nach einem BWL-Studium arbeitete sie erfolgreich für die UNO und die EU auf verschiedenen Orte der Erde. Im Jahre 1995 begann sie hauptberuflich zu schreiben und lebt abwechselnd in New York, Paris, Mailand und ihrer Heimatstadt Kopenhagen. Vorallem ihr Jugendroman "Intet", im Deutschen "Nichts" wurde kontrovers diskutiert. Doch sie erhielt für diesen Roman sowohl den Jugendbuchpreis des dänischen Kulturministeriums sowie den Le Prix Libbylit. Tellers Bücher wurden in diverse Sprachen übersetzt.

Fazit

Jedes Buch hat eine gute Seite und bei „Nichts“ war es die letzte. Ich war froh, als die Geschichte endlich zu Ende war und bin sehr enttäuscht, da ich bisher wirklich nur Gutes von dem Buch gehört habe. Schade.
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am 2. Oktober 2010
Die Zeit sagt: "Ein brutales und mutiges Buch." Und die Buchhändlerin war auch ganz angetan. Und ich sitze hier und denke, was das eigentlich wirklich einem Jugendlichen geben kann oder auch einem Erwachsenen? Nichts von Bedeutung, eher von seltsamer Oberflächlichkeit und einer Gewalt, die so selbstverständlich einfach sogar den Tod eines Tieres und eines Menschen in Kauf nimmt. Des Menschen, der eigentlich ganz schlaue Sachen sagt, indem er aufzeigt, dass unsere rastlose Suche nach Bedeutung sich doch oft verstrickt in kurze Kicks und Bedeutungslosigkeit. Und genau das passiert in dem Buch. Denn nicht eines der zusammen getragenen Dinge kommt mit Bedeutung wirklich in Kontakt, wie ich finde, erschließt nicht, was so bedeutungsvoll für den Menschen ist, und all die tiefen Möglichkeiten, die diese Buchidee hätte haben können wurden verschenkt. Die Sache mit dem angebotenen Preis und dem Medienrummel um diesen Haufen aus meist dummen Dingen, haut dann den letzten Boden raus, der noch hätte halten können, was die Rezensionen versprechen.

Es fehlt total jegliche Reflektion und das für Jugendliche. Ich finde es völlig ungeeignet und blutleer.
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am 25. Februar 2014
Die Eignung wurde untersucht für eine 8. Gymnasialklasse in Hamburg

Der Rahmenplan Deutsch für Gymnasien in Hamburg legt u.a. folgende Ziele für Ihren Unterricht fest:

Eine zentrale Aufgabe des Deutschunterrichts ist es, Freude am Lesen zu wecken und
zu erhalten.
Der Deutschunterricht fördert die Fähigkeit, Sprache als Ausdruck der eigenen Persönlichkeit
zu nutzen. Er ermöglicht sowohl die Entfaltung von Empathie und Verstehensfähigkeit
als auch den Erwerb einer kritischen Urteilsfähigkeit und trägt somit zur
Ich-Entwicklung des Schülers und der Schülerin bei.

Der Deutschunterricht leistet einen Beitrag zur humanistischen und demokratischen
Werteerziehung
(Quelle: Rahmenplan Deutsch, achtstufiges Gymnasium Sekundarstufe 1, Seite 5, Abs. 1 – 4)

Die im Unterricht verwendeten Beispiele sollen sowohl Interesse
an der Literatur und am Umgang mit Medien herausbilden als auch Gegenstand
von Untersuchung und Kritik sein und der Entfaltung produktiver und kreativer Fähigkeiten
dienen. Bei dieser Arbeit geht es im Wesentlichen darum, Freude am Lesen
zu wecken und zu erhalten sowie vorhandene Lesekompetenz zu sichern und zu vertiefen.

(Quelle: Rahmenplan Deutsch, achtstufiges Gymnasium Sekundarstufe 1, Seite 9, Abs. 2)

Es kommen erhebliche Zweifel auf, ob diese Ziele durch die Literatur des Buches „Nichts was im Leben wichtig ist“ erreicht werden können.

1. Ziel: Freude am Lesen wecken und erhalten
Dem Buch geht der Ruf voraus,man müsse sich auf brutale Schilderungen gefasst machen. Ist dies geeignet, Freude am LESEN wecken – oder ist dies vielmehr ein Schritt, Freude an GEWALT zu wecken?

2. Ziel: Entfaltung von Empathie
Wie wird das Empathievermögen durch die Lektüre des Buches gefördert?
Insbesondere: Wie wird Empathie gefördert durch ein Buch, das mehr Raum für die höchst makabere Schilderung der Exhumierung einer Kinderleiche einräumt als für die Beschreibung des eigentlich wesentlichen Protagonisten – des nihilistischen Pierre Anthon?
Wie wird diese Szene Ihres Erachtens von Kindern aufgenommen, die womöglich selbst um ein Geschwisterkind trauern – wird hier Empathie gefördert, oder eher gefühllos mit der Trauer eines Kindes umgegangen?

Wie wird das Mitfühlen mit Andersgläubigen gefördert, wenn einem muslimischen Jungen der Gebetsteppich geraubt wird und er statt Mitgefühl von seinem Vater einen gebrochenen Arm erntet? Haben Sie die Gefühle muslimischer Mitschüler berücksichtigt, als Sie diesen Text auswählten?

In einer Zeit, in der überall von Inklusion gesprochen wird ist Mitgefühl gegenüber behinderten Menschen wesentlicher Teil schulischer Bildung. Wer könnte glaben, dass die ausführliche Schilderung der Verstümmelung eines Gitarristen, dem der Zeigefinger abgeschnitten wird Mitgefühl gegenüber behinderten Mitschülern oder anderen Mitmenschen fördert?

In Indien kam es unlängst zu berechtigten Wellen der Empörung aufgrund einer Gruppenvergewaltigung einer Studentin, die den Folgen erlag. In wie weit lernen die Schüler durch die Lektüre des Buches Respekt vor den sexuellen Rechten anderer?
Welcher Lehrer kann sich sicher sein, dass nicht viel mehr die Gefahr besteht, dass sich labile Jungen angespornt fühlen könnten, das Gelesene nachzuahmen – womöglich auf der nächsten Klassenfahrt?

Die Fragen stellen sich insbesondere angesichts dessen, dass keine der Straftaten in irgendeiner Form sanktioniert wird.

3. Ziel: Beitrag zur Ich-Entwicklung der Schüler/-innen
Welchen Protagonisten des Buches soll man der Klasse als Vorbild zur Ich-Entwicklung empfehlen? Den Nihilisten, der ungestraft ein Jahr lang die Schule schwänzt? Das Vergewaltigungsopfer, dass gefühllos ein Gliedmaß amputiert – natürlich ohne jede Narkose – und zu einem Fall für die Psychater wird? Die lynchenden Kinder, deren Körperveretzung mit Todesfolge ungeahndet bleibt? Oder das Kunstmuseum, das die makaberen Indizien schwerster Verbrechen mit dem Deckmantel der Kunst ebenso legitimiert wie es die Autorin für sich selbst in Anspruch nimmt? Oder sind es die gleichgültigen Lehrer und Eltern, die als Vorbild dienen, weil Sie ein ganzes Jahr zuschauen, ohne etwas zu unternehmen?
Wie würde ein Lehrer damit umgehen, wenn auch nur ein Kind der Klasse auch nur eine der Taten nachahmen würde?
Welchen Beitrag zur Ich-Entwicklung leistet die Lektüre?

4. Ziel: Beitrag zur humanistischen Werteerziehung
Die humanistischen Werte unseres Volkes sind im wesentlich in unsere Gesetzgebung eingeflossen. So gilt es nach geltenden Gesetzen als wertvoll:
Respekt vor Tieren: § 17 TierSchG verbietet mit 3 Jahren Freiheitsstrafe ein Wirbeltier ohne vernünftigen Grund zu Töten oder aus Rohheit erhebliche Schmerzen zuzufügen. Zwei Wirbeltiere werden hier ohne einen solchen Grund getötet. Wie wird dieser humanistische Wert durch die Lektüre gefördert?
§ 168 schützt die Totenruhe. Ebenfalls mit drei Jahren Freiheitsstrafe wird das Wegnehmen des Körpers eines Verstorbenen geahndet oder daran Unfug zu verüben. Wie wird dieser humanistische Wert durch das Lesen von „Nichts“ gefördert?
Gleiches kann zum Recht auf sexuelle Selbstbestimmuing gesagt werden. Wie in anderen Bereichen auch wird die Abscheulichkeit der sexuellen Nötigung im vorliegenden Buch noch übertroffen durch die Gruppenvergewaltigung einer Minderjährigen. Hierzu Wikipedia: „Stärker als bei einer Einzelvergewaltigung werden die Opfer zusätzlich gedemütigt und erniedrigt, sie werden in einem hohen Maß deindividualisiert und zum Objekt degradiert, an dem «Experimente» vorgenommen werden.“ In welcher Form ist diese Erniedrigung – auch wenn sie im Buch nicht explizit beschieben wird – der humanistischen Werteerziehung förderlich?!
Allen Kulturen der Welt gemeinsam ist die Ächtung des Mordes. Gleich zu Beginn soll der Außenseiter durch Steinigung überzeugt werden. Schlußendlich sind die Schüler verantwortlich für eine Körperverletzung mit Todesfolge. Inwieweit sind die Schilderungen solcher Gewalt geeignet, der zunehmenden Verrohung Minderjähriger entgegenzuwirken? So schreibt der „Focus“ in seiner Online-Ausgabe ([...])
Rund 27 000 Jugendliche im Alter von 14 bis 18 Jahren waren im Jahr 2012 an Gewaltdelikten beteiligt, in 4620 Fällen waren Mädchen die Täter. Das geht aus der aktuellen Polizeilichen Kriminalstatistik hervor. Zwar sind die Fälle von Jugendgewalt in den letzten Jahren zurückgegangen, zuletzt um 15 Prozent. Dafür verlagert sie sich in andere Lebensbereich, sie hat brutalere Vorbilder und komplexere Ursachen.“
Was könnte einen Lehrer überzeugen, dass das gewählte Buch nicht als ein „brutaleres Vorbild“ für Gewalt an der Schule oder in der Freizeit dient?

Zusammenfassend sei noch auf das Verbot gewaltverharmlosender Medien hingewiesen. § 131 StGB verbietet Schriften, die „grausame oder sonst unmenschliche Gewalttätigkeiten gegen Menschen schildern, die eine Verharmlosung solcher Gewalttätigkeiten ausdrückt oder die das Grausame in einer die Menschenwürde verletztenden Weise darstellt. Nun mag man juristisch darüber streiten, ob das Buch dem Buchstaben dieser Norm widerspricht – die ursprüngliche Einordnung in diesen Bereich der zu verbietenden Gewaltliteratur dürfte jedoch zwischenzeitlich der effektivste Werbeeffekt sein. In wie weit ist eine Literatur, die von kompetenten Literaturkritikern als verbotswürdig eingeordnet wurde, in der Lage, die humanistischen Werte zu fördern?

Häufig wird die Spirale immer weiter gehender Aktionen mit den Handlungen des Buches „Die Welle“ verglichen – doch fehlt hier die ordnende Instanz völlig. „Die Welle“ verdeutlicht die Abgründe der Nationalsozialistischen Propaganda. Diese bereitete durch verbale Gewalt den Boden für die Opfer des Krieges sowie die Vernichtung der Juden, Homosexuellen, Kommunisten und Zeugen Jehovas. Das Buch „Nichts“ verwendet eine ähnliche Spirale ständig zunehmender Gewalt. Doch wird die verbale Gewalt der Autorin in keiner Form begrenzt.

5. Ziel: Entfaltung produktiver und kreativer Fähigkeiten
Es erscheint fraglich, ob es irgendeine der geschilderten Taten verdient, in die produktiven und kreativen Fähigkeiten einzufließen. Dass jedoch das Lesen mit diesem Potential unserer Kinder in Verbindung gebracht wird unterstreicht die Verantwortung bei der Auswahl des Lesestoffes. Welchen Beitrag zur Entfaltung produktiver und kreativer Fähigkeit kann man in dem Buch „nichts“ finden?

Fazit:

Der Germanistiker Tobias Hübner liefert auf der Internetseite „Medienistik.de“ eine umfangreiche Unterrichtsvorlage für das Buch „Nichts“ - kommt jedoch selbst zu dem Schluss:
Nichts ist somit – und darin stimme ich mit vielen Kritikern überein - kein Buch für die Sekundarstufe I.
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am 29. Mai 2016
Ich habe dieses Buch als Schullektüre gelsen.
Ich persönlich mag das Buch nicht.
Es ist sehr deprimierend und verleitet zu einer negativen Lebenseinstellung.
Sollte nach meiner Meinung nach nicht von Kindern, Jugendlichen in ihrer pubertierenden Umbruchsphase und von Menschen gelesen werden, die an Depresionen leiden.
Ich kann dieses Buch empfelen, wenn man Geschichten mag, in denen Menschen und Kinder leiden.
Dennoch vergebe ich 4 Sterne da ich in der Kurzarbeit über dieses Buch 12 Notenpunkte erreicht habe.
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am 27. September 2013
Die mittelmäßige bis schlechte Umsetzung eines interessanten Themas:
Unglaubwürdige Handlungsstränge und haarsträubende Aktionen - was will das Buch sein?
Ein modernes Märchen? Oder möchte die Autorin doch nur schockieren, um sich Erfolg
und vor allem Aufmerksamkeit sichern zu können, die sie sonst nicht hätte?

Ein Schüler steigt aus der Schule (und der Gesellschaft) aus und lebt fortan auf einem Baum!?
Immerhin verbringt er einen kompletten Winter dort und beschimpft seine ehemaligen Mitschüler!
Statt diesen Ex-Schüler einfach zu ignorieren, möchte die Klasse ihn bekehren und schreckt
hierbei weder vor Leichenfledderei, Vergewaltigung und der Zerstümmelung eines Mitschülers
nicht zurück - um nur die widerwärtigsten Aktionen zu nennen ...
Keiner der Schüler hinterfragt sein Handeln. Alles wirkt unreflektiert und stumpfsinnig.
Die Kinder wirken teilweise wie gefühlskalte, kleine Psychopathen.
Am Ende wird im Buch das "Ergebnis aller Bemühungen" bejubelt und von der Öffentlichkeit gelobt.
Und weil all dies noch nicht genügt, wird der uneinsichtige, ehemalige Mitschüler dann gar von der
Klassengemeinschaft gelyncht.

Bravo, welch schriftstellerische "Meisterleistung" - ein wahrhaft philosophisches Werk!
Aber wo oder wann geht es bspw. um den Sinn des Lebens?

Fast schon schizophren klingt da die Meinung der Autorin, wenn sie behauptet:
"es ist schon erstaunlich, dass ein Buch heutzutage in Westeuropa derart bekämpft werden kann.
Nicht wegen brutaler oder sexistischer oder verhetzender Inhalte, sondern nur wegen der Fragen, die es aufwirft."

Die einzige Frage ist doch, weshalb das Buch von den Medien dermaßen inszeniert wurde,
dass es überhaupt einen solchen Erfolg haben konnte und leider zu oft gekauft wurde!

Auf direkte Fragen zu den problematischen Inhalten jedoch antwortet die Autorin
in Interviews nicht (bspw. [...])
oder eher ausweichend.

Alle Vorgänge im Buch werden in einer vollkommenen Ausweglosigkeit geschildert.
Weder der "Aussteiger" noch seine 13-jährigen "Kameraden" reflektieren ihr Handeln.
Scheinbar interessiert sich auch kein Erwachsener/Lehrer dafür, was die Gruppe treibt.

Wenn das Buch irgendetwas bewirkt, dann vielleicht eine depressive Denkweise.
Ich habe bisher nichts trostloseres, unsinnigeres und durchschaubareres gelesen
(oder zum Schluss nur noch "überflogen").

Ärgerlich ist, dass gerade dieses Buch in vielen Schulen gelesen wird, und hier gerade in
Klassenstufen, für die der Inhalt schlichtweg nicht geeignet ist - scheinbar nur, weil es
sich im Buch um Schüler einer 7.Klasse handelt!

Daher habe ich mir das Buch in der Bücherei geliehen und mich zum Lesen gezwungen.
Glücklicherweise konnten wir die Lektüre in der Schule vorerst verhindern.

Ärgerlich ist auch, dass man seine Zeit damit vergeuden muss, eine Rezension zu schreiben -
in der Hoffnung, dass man einen kleinen Beitrag dazu leisten kann, dass das Buch nicht
gekauft wird!

Hierfür Geld auszugeben lohnt sich wahrlich nicht!
Leider kann man bei Amazon immer noch keine 0 Sterne vergeben ...
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