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am 13. Dezember 2007
Das Buch aus der Reihe Hanser ist in Kapitel unterteilt, die im Großen und Ganzen der Chronologie von Goethes Leben folgen, auch wenn sie Themen aus Goethes Schaffen, politischem und Privatleben zum Inhalt haben. So zieht sich "Faust", Gegenstand des letzten Kapitels, bekanntlich durch Goethes ganzes Leben, und genau das spiegelt der Beitrag von Cornelia Gyárfás auch wider.
Diese Einteilung, die von den üblichen Biografien abweicht, lässt den Leser etwas ahnen von dem so vielseitigen, aber auch zerrissenen Menschen Goethe, der immer nach Erkenntnis und Ganzheitlichkeit strebte und gegen seine Unzulänglichkeiten ankämpfte. Die Autorinnen untersuchen einzelne Werke Goethes, vor allem solche, die Jugendlichen auch in der Schule begegnen: "Werther" - natürlich! -, "Wilhelm Meisters Lehrjahre", der "west-östliche Divan", die "Marienbader Elegie" samt zugehöriger Liebesgeschichte und selbstverständlich "Faust". Einfühlsam zeigen die Autorinnen auf, welche Ereignisse in Goethes Leben für diese Werke Pate standen, wie Goethes Leben die Dauer der Entstehung beeinflusste, wie sie rezipiert wurden, wie sie zu deuten sind und was sie uns heute noch sagen und bedeuten können. Besonders gut kommt Goethes Entwicklung vom "Sturm und Drang" zur Klassik zur Geltung.
Doch auch Biografisches kommt keineswegs zu kurz. Die Reisen in die Schweiz und nach Italien werden ebenso betrachtet wie Goethes Arbeit als Erzieher eines jungen Fürsten und hochrangiger Staatsmann in einem kleinen Fürstentum, sein Verhältnis zu Schiller und Herder, seine großen Fehler als Vater, sein Interesse an Naturwissenschaften und seine zeichnerischen Fähigkeiten. Im Zentrum aber stehen seine Liebesverhältnisse, ohne die man Goethe nicht verstehen kann. Es kommt jedoch auch Goethes Beschäftigung mit den Naturwissenschaften zur Sprache.
Ob sich Jugendliche dank diesem Buch künftig von Goethe fesseln lassen, scheint zweifelhaft. Eher kann es Schülern, die sich ohnehin für Literatur interessieren, diesen Dichter näher bringen. Zahlreiche Illustrationen, fast sämtlich Zeichnungen von Goethes Hand oder aber Porträts von Frauen, die er liebte, bringen den Protagonisten dem Leser näher.
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am 3. Dezember 2007
Ob das Buch Leseverweigerer und die, die klassische Literatur sowieso uncool finden, zum Lesen bringt, glaube ich eher nicht. Aber die interessierten Jugendlichen werden einen ungewöhnlichen Goethe kennen lernen, einen, dem überhaupt nicht alles in den Schoß fiel, der sich schrecklich anstrengen musste und der an vielen Tics und Ängsten litt; der als junger Mensch den Werther in wenigen Wochen schrieb und bis zum letzten Tag arbeitete, forschte und geistig fit war. Das beeindruckt. Unsere Lehrerin hat uns das Buch vorgestellt und Lust auf Goethes Werke gemacht. Dass Goethe als Maler so der Hit ist, kommt nicht ganz überzeugend rüber, zumal die Abbildungen so schwach sind. Dafür hätte der Roman „Die Wahlverwandtschaften“ noch vorgestellt werden sollen, meint unsere Lehrerin. Die Interpretationen sind, wie ich an einigen Beispielen probegelesen habe, so geschrieben, dass man Lust hat, mehr von Goethe zu lesen.
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am 1. Dezember 2007
Aus Schulzeiten erinnert sich man zähe Stunden des Aufdröselns der hehren Humanitätsideale in der "Iphigenie". Nach der Lektüre dieses Buches weiß man, dass sich Goethe hier und an vielen anderen Stellen in seinem Werk mit "Fremdlingen" in der Gesellschaft, mit Personen mit "Migrationshintergrund" auseinandersetzt. Auch im jungen Werther steckt mehr als die damals empfundene Gefühlsduselei, sondern, wie die Autorinnen nahelegen, tatsächlich ein Stück Jugendrevolte.
Noch überraschender für mich, dass man mit Goethe für ökologische Gedanken und den "Dialog der Kulturen" gerüstet ist. Er war wohl ein ziemlich schillernder Zeitgenosse und viel stärker an der Realität interessiert, als man es sich vorstellt. Es lohnt sich, nach der Lektüre von "Möglichst Goethe" die Aktualiät des Dichters nochmal an einigen seiner Werke zu überprüfen.
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am 4. Mai 2008
Das Buch beschreibt auf knapp 500 Seiten mit profundem Wissen das Leben Goethes und beleuchtet sehr anschaulich,mit zahlreichen Zitaten aus Goethes Schriften und Briefen unterlegt, die Hintergünde seines Handelns. Für an Goethe und allgemein an Literatur interessierte Leser unbedingt empfehlenswert. Sicher kommt auch manches aus Goethes Leben (notgedrungen) zu kurz, anderes wird sehr umfangreich dargestellt. Interessant die Kapitel über seine Tätigkeit als Zeichner und Maler und seine Reisen in die Schweiz. Etliche Abbildungen, allerdings in nicht besonders guter Qualität.
Eines ist das Buch allerdings nicht: ein Buch für Jugendliche. Man kann kein Buch für Erwachsene schreiben und dann meinen, mit einigen abschätzigen Bemerkungen über den heutigen Lebensstil Jugendlicher (z.B. was SMS-Schreiben betrifft, Computer etc.) diese für das Buch zu interessieren. Das funktioniert nicht. Ansonsten unbedingt empfehlenswert!
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am 30. November 2007
Gut unterhalten und viel gelernt. Der "Koloss" Goethe, den jeder ein bisschen fürchtet, wird einem hier vergnüglich und abwechslungsreich nahe gebracht. Weitgehend ohne Anbiederung beschreiben die Autorinnen Goethes Leben und Werk so, dass auch ein Jugendlicher verwundert feststellen wird: das war ja ein Mensch mit ähnlichen Problemen wie jeder andere. Er hatte nur das Glück, enorm begabt zu sein. Und diese Begabung nutzt er, um seine vieleitigen Interessen zu verfolgen. Im Buch geht es auch darum und so wird das Bild des Dichters erweitert und abgerundet.
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