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am 1. September 2017
Ein Klassiker, der bedrückend realistisch unterschiedliche Formen seelischer Gewalt analysiert. Hirigoyen hat eine Debatte angestoßen, die in Deutschland noch nicht in vergleichbarer Intensität geführt wird. Die psychologische Terminologie wird hier und heute sicher anders gehandhabt, dennoch bleibt es ein wichtiges Buch.
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am 15. September 2017
Viel Neues über die Mechanismen der Macht gelernt. Einerseits erschreckend, andererseits sehr lehrreich.
Sicherlich empfehlenswert für alle, die sich mit Mobbing oder Bossing auseinandersetzen müssen oder auch über die Gewalt in Beziehungen.
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am 21. März 2015
Ich habe in meinem Leben immer wieder Erfahrungen mit der Art von Menschen gemacht, wie Marie-France Hirigoyen sie in diesem beeindruckenden Buch beschreibt, und so habe ich im Laufe der Jahre viel im Internet recherchiert und auch diverse Bücher zu diesem Thema gelesen, aber dieses hier war mit Abstand das beste. Den Fehler habe ich - wie wohl alle Opfer - bis dahin immer wieder bei mir gesucht. Irgend etwas an mir musste dafür verantwortlich sein, dass in meinem Umfeld immer wieder Menschen auftauchten (Kollegen, Vorgesetzte, aber vor allem Partner), mit denen ich viele der Dinge erleben musste, die in diesem Buch so wunderbar beschrieben sind. Welches Wechselspiel zwischen den beteiligten Menschen im Einzelnen dazu führt, dass einer davon zum Täter und der andere zum Opfer wird, war für mich zunächst nicht so ausschlaggebend wie die Erkenntnis, DASS es es solches Wechselspiel geben muss. Und das war der erste Schritt in die richtige Richtung.

Nachdem ich erkannt hatte, dass ich immer wieder mit solchen Machenschaften zu tun zu haben scheine, habe ich sehr viel über mich und mein Verhalten anderen Menschen gegenüber nachgedacht. Dabei kristallisierte sich nach und nach heraus, dass ich zwar nie der Überzeugung gewesen bin, eine wie auch immer geartete entwürdigende und abwertende Behandlung verdient zu haben, aber es wurde auch klar, das ich aufgrund einer nicht ganz einfachen Kindheit zu einem Menschen geworden sein musste, dem sehr viel (ZU viel!) an Harmonie und einem positiven Miteinander liegt. Andere Menschen spüren dies und leben gleichzeitig ihre eigenen Verhaltensmuster aus, die sich aufgrund ihrer eigenen Kindheitserfahrungen in ihnen ausgebildet haben. In anderen Worten: ich bin nicht masochistisch veranlagt und suche nicht nach Menschen, die mich schlecht behandeln, aber die Signale, die ich unbewusst aussende, ebnen ganz offensichtlich den Weg für Zeitgenossen, die - ebenfalls unbewusst - nach jemandem suchen, an dem sie ihr dominantes (und/oder) kontrollierendes, abwertendes, passiv-aggressives , ..., Verhalten ausleben können. Einem derart destruktiven Verhalten liegt letztendlich nichts anderes zugrunde als ein gigantischer Minderwertigkeitskomplex. Aber das muss man erst einmal verstanden haben.

Nachdem ich das Buch "Die Masken der Niedertracht" gelesen hatte, konnte ich langsam beginnen, die Signale zu hinterfragen, die ich normalerweise aussende, und es wurde klar, dass ich - ohne es zu ahnen - durchaus einiges dazu beitrug, dass sich immer wieder Menschen mit einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung und andere perverse Charaktere von mir angezogen fühlten, die spürten, dass sie ihre Neigungen bei mir ausleben können. Ich erkannte, dass es sinnlos ist, nach Hilfe und Unterstützung von außen zu suchen (die man normalerweise schon deshalb nicht findet, weil die Täter hervorragende Schauspieler sind und sich weder in der Familie, noch unter Freunden oder Bekannten irgend jemand vorstellen kann, dass man es bei diesem "oh so wunderbaren Menschen", von dem alle so beeindruckt sind, tatsächlich mit perverser Gewalt zu tun haben könnte) oder zu hoffen, dass dem "Täter" sein Tun irgendwann bewusst wird. Wollte ich, dass ich etwas ändert, so musste ich an mir selbst und an den von mir ausgesandten Signalen arbeiten, die einem "Täter" signalisieren, dass er in mir ein geeignetes "Opfer" findet. Es hat lange gedauert, bis ich endlich kapiert hatte, wo genau der Hase begraben liegt, aber nachdem der Groschen gefallen war, konnte ich endlich beginnen, mich zu befreien.

Ich möchte hier keineswegs den Eindruck vermitteln, dass dies ein leichtes Unterfangen war, sondern ich möchte zum Ausdruck bringen, dass es möglich ist, aus so einem Teufelskreis herauszukommen und wieder eine positive Einstellung sich selbst gegenüber zu entwickeln.

Der Fehler, den wohl die meisten Opfer machen, ist, darauf zu hoffen, dass der Täter sein Handeln irgendwann erkennen, seine Fehler einsehen und sich ändern wird (denn ganz am Anfang war er ja nicht so ...), aber ich habe das noch nicht erlebt. Also hat man nur die Möglichkeit, sich entweder zu trennen oder dort, wo dies nicht möglich ist, so gut es geht bei sich selbst zu bleiben, sein eigenes Ding zu machen und nicht mehr danach zu fragen, ob der Täter damit einverstanden ist. Im Laufe der Zeit habe ich die erstaunliche Erfahrung gemacht, dass das aufgeblasene und selbsverherrlichende Verhalten eines Täters im Grunde nicht viel mehr ist als eine Menge heiße Luft. Sobald er erkennt, dass man sich davon nicht mehr beeindrucken lässt - und dass man vor allem keine Angst mehr vor ihm hat - fällt das ganzes Getue und Gehabe wie ein Kartenhaus in sich zusammen und man bekommt ein Gefühl dafür, was für ein armes Würstchen sich hinter dieser so furchteinflößenden Fassage verbirgt. Allerdings wird er nicht kampflos aufgeben, sondern einiges daran setzen, das Opfer mit diversen Verunsicherungstaktiken wieder auf Kurs zu bringen, d.h. es sich wieder gefügig zu machen. Vielleicht mimt er vorübergehend sogar den Einsichtigen und verspricht Besserung, aber das sind leere Worte, denen keine Taten folgen. Man kann ganz sicher nicht alle Täter über einen Kamm scheren, aber denjenigen, mit denen ich es zu tun hatte, ist gemeinsam, dass keiner von ihnen über ein halbwegs gesundes Selbstbewusstsein verfügt. Sobald klar war, dass sie mit ihrem Theater nichts mehr bewirken können, blieb ihnen am Ende nur das große Schmollen (wovon man sich aber nicht beeindrucken lassen sollte) und der Rückzug.

Es ist eine große Aufgabe, einem solchen Menschen die Stirn zu bieten. Wer auf direkten Konfrontationskurs geht, hat nicht nur von Anfang an verloren, sondern das kann - je nach Art der Beziehung - auch schnell mal richtig gefährlich werden: schon manches Opfer hat seinen Widerstand mit seinem Leben bezahlt. Das Motto lautet deshalb: "Steter Tropfen höhlt den Stein". Alles beginnt damit, dass man aufhört, die Schuld für jede Auseinandersetzung oder die Unzufriedenheit des anderen stets bei sich selbst zu suchen und immer wieder Erklärungen und Entschuldigungen für sein unangemessenes Verhalten zu finden. Ganz wichtig ist auch, Vorwürfe nicht mit Gegenvorwürfen zu beantworten (viel besser wäre es - auch wenn's schwer fällt - darauf überhaupt nicht zu antworten) und sich vor allem nicht zu rechtfertigen. Nach und nach erkennt der Täter, dass seine Masche nicht mehr funktioniert, und er wird zunächst auf alle möglichen Arten versuchen, den alten Zustand wieder herzustellen, aber wenn das Opfer standhaft bleibt und sich nicht mehr beeindrucken lässt, wird er sich entweder anders verhalten oder neu orientieren, d.h. nach einem anderen Opfer Ausschau halten. Dies ist kein leichter Weg, und ein Mensch, der sich in der Opferrolle befindet, sollte sich gut überlegen, welches Risiko er eingehen kann und will. Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste, und manchmal bleibt einem nur der Schlussstrich und die sofortige Trennung, aber wo Aussicht auf Erfolg besteht (zum Beispiel bei Verwandten oder am Arbeitsplatz), kann man den Versuch wagen, dem Täter durch Veränderungen bei sich selbst den Wind aus den Segeln zu nehmen und dadurch die Situation entschärfen.

Die wichtigste Erkenntnis, die ich aus dem Buch "Die Masken der Niedertracht" ziehen konnte, war wohl, dass das freundliche, verständnisvolle und fürsorgliche Verhalten, das ein Täter zunächst an den Tag legt, nichts, aber auch absolut gar nichts mit seiner wahren Gesinnung zu tun hat und dass das gute Gefühl, das er seinem künftigen Opfer dadurch vermittelt, nichts anderes ist als ein Mittel zum Zweck. Wenn eine neue Beziehung oder Freundschaft "zu gut" erscheint "um wahr zu sein", dann ist das wahrscheinlich so. Dieses Bauchgefühl sollte man sehr ernst nehmen, vor allem dann, wenn man vorher schon einmal eine ähnliche Erfahrung gemacht hat. Es ist auf jeden Fall ratsam, den neuen Partner oder Freund zunächst auf Abstand zu halten, ihn sehr aufmerksam zu beobachten und auf Ungereimtheiten zu achten. Wenn sich die Anzeichen mehren, die auf eine Täter-Opfer-Konstellation hindeuten, dann sollte man besser die Beine in die Hand nehmen und so schnell wie möglich das Weite suchen.

Seit ich weiß, worauf es ankommt, habe ich mit menschlichen Vampiren kaum noch Probleme (weder im privaten noch im beruflichen Umfeld), und wenn es doch mal passiert, dann merke ich es sehr schnell und kann etwas dagegen tun. Es war ein Lernprozess, und natürlich hat nicht immer alles auf Anhieb funktioniert wie ich mir dies vorgestellt hatte, aber wenn man am Ball bleibt und vor allem die Hoffnung nicht aufgibt, kann man sein Ziel erreichen. Mein Leben ist heute wieder lebenswerter und schöner, und ich wünsche allen Betroffenen die Kraft und vor allem den Mut, sich mit den ihnen zur Verfügung stehenden Möglichkeiten aus ihren vergifteten Beziehungen zu befreien.
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am 8. August 2016
Ich zitiere den Text auf der Rückseite des Buches :" Kompetent, klar und anschaulich macht Marie-France Hirigoyen die vielfältigen Erscheinungsformen von seelischer Gewalt in unserer Gesellschaft durchschaubar: am Arbeitsplatz, in der Familie, in der Paarbeziehung. Sie ermutigt die Opfer, ihrer Wahrnehmung zu trauen und sich zur Wehr zu setzen." >beherzt und frontal< sagt der Tagesspiegel.

Eine bessere und passendere Beschreibung ist kaum möglich. Ich schließe mich der Meinung des Tagesspiegels an und kann dieses Buch nur empfehlen.
Auf den Arbeitsplatz bezogen, ist dieses Buch ein absolutes Muss für jede Gewerkschaft, sowie alle Betriebsräte.
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am 17. Januar 2017
nach schleichendem SEHR SUBTILEM mobbing in einem team mit lauter (auf den ersten und zweiten und dritten blick...) sehr netten und sozial kompetent wirkenden kollegen und chef war mein selbstwert im keller und meine wut und anspannung auf permanent hohen level, ich hab mich selbst kaum wiedererkannt, manchmal stand ich kurz vorm selbstmord. dieses buch war eine offenbarung und der erste schritt der heilung! ich habe 2017 viele gute bücher gelesen, dies war das wichtigste! meine rettung sozusagen... zum thema vergebung gibt es andere bücher, aber um überhaupt erstmal zu verstehen, wie hinterhältig manche menschen agieren, ohne das man es ihnen zutraut und anmerkt, dafür ist dieses buch gut. es macht, dass ich mich nicht mehr so schäme, dass ich so blöd war und es lange nicht geblickt und mich nicht gewehrt habe...
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am 14. Juli 2015
Dieses Buch ist eine sehr interessante, erhellende und teilweise auch emotionalisierende Lektüre über seelische Gewalt in all ihren Formen und vor allem über deren Opfer. Ich denke, vielen Menschen wird es bei der Lektüre so ergehen, dass Vieles erschreckend vertraut wirkt. Darin liegt aber auch der große Vorteil , denn Betroffene lesen Schwarz auf Weiß, dass ihre Erfahrungen real sind/waren und das sie keinesfalls alleine sind. Es gibt diese Fälle von seelischer Gewalt zuhauf, nur werden sie entweder gar nicht wahrgenommen, tabuisiert oder bagatellisiert. Die Autorin bietet als Expertin auf diesem Gebiet jedoch umfassende, kompetente und verständliche Informationen zu diesem Thema an.

Zu Beginn stellt die Autorin zahlreiche Praxisfälle aus Partnerschaften, Familien und dem beruflichen Umfeld dar, in denen sie schildert wie Menschen im täglichen Leben Opfer von seelischer Gewalt werden. Sie schildert zudem die verschiedenen Stufen und die Prozesse in diesem dynamischen Prozess. Von sehr unterschwelligen und subtilen Bemerkungen, Spötteleien und Anspielungen zu Beginn, um das Opfer zu destabilisieren, bis hin zu offenen Drohungen, Einschüchterungen etc. wird die ganze Bandbreite seelischer Gewalt sehr deutlich und detailliert aufgezeigt ' mit all den gravierenden Folgen für die Opfer. Die Autorin bietet somit ein sehr breites Informationsspektrum ' von verschiedenen Erscheinungsformen, dem Ablauf, den Folgen, dem Verhalten der Täter, dem Verhalten der Opfer etc. etc.

Am wichtigsten ist natürlich der Teil mit den Empfehlungen für die Handlungsmöglichkeiten der Opfer. Dieser Teil fällt mangels vielfältiger Handlungsoptionen eher schmal aus, was aber nicht das Verschulden der Autorin ist, sondern leider in der Natur der Sache begründet ist. Zudem geht die Autorin auch auf Hilfs- und Therapiemöglichkeiten für die Opfer ein.

Obwohl ich in psychologischen Fragen absoluter Laie bin, war das Buch sehr gut und flüssig zu lesen und den Ausführungen der Autorin konnte man jederzeit folgen, weil sie sich einer verständlichen Sprache bedient. Besonders hilfreich und interessant fand ich die zahlreichen Beispiele und Fälle aus der Praxis.

Für mich ein sehr wichtiges, interessantes und gutes Buch über ein Thema, dass im Laufe der nächsten Jahre wohl zunehmend Aufmerksamkeit erhalten dürfte,weil in der Gesellschaft und speziell auch in der Arbeitswelt doch eine spürbare Verrohung der Umgangsformen zu beobachten ist und Themen wie Stalking, Mobbing, Psychoterror einen nicht zu leugnenden Platz eingenommen haben. Dieses Buch widmet sich vorrangig den Opfern dieser seelischen Gewalt und allein darin liegt schon sein großer Wert begründet.
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am 1. März 2015
Dies ist nach Jahren die erste Rezession überhaupt. Erschreckenderweise finde ich mich in jedem einzelnen Satz des Theorieteils wieder. Ich habe dieses Buch schon vor vielen Jahren gekauft, für ein vermeintliches "Opfer" - welches sich später als Täter oder Sekundärnarzisst herausstellte. Der Titel ist nicht ganz passend, denn ein Opfer, wie es hier beschrieben wird, fände einen solchen Titel unpassend, zu bösartig formuliert. Beim Lesen musste ich dann immer wieder den Kopf schütteln, welchem Schema das Täterverhalten und auch das Opferverhalten unterliegt. Ein Buch für alle, die mit dem Problem konfroniert sind und einen Ausweg suchen oder gefunden haben. Als "Schutzliteratur" würde ich es nicht empfehlen, vorbeugend ist es schwer zu verstehen und sehr theoretisch, das Buch läuft Gefahr als an *den Haaren herbeigezogen" zu wirken, was es definitv NICHT ist.
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am 4. März 2016
Der Inhalt ist beklemmend und stellenweise beängstigend, aber es ist eines der besten Bücher zum Thema "Angehörige von Narzissten". Mir gefällt gut, dass der primäre Fokus hier auf die Opfer gelegt wird und darauf, wie man sich seine Würde als Mensch zurückholen kann, anstatt noch weiter abgewertet zu werden, weil man "es ja so gewollt hat", Hat man nämlich nicht.
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am 5. September 2016
Sehr gutes Buch, ich habe bist jetzr nur die Probleme in de Arbeit gelesen, nicht im Privaten Bereich, da dies für mich privat eher in Frage kam. Deswefen finde ich ist dieses Buch für jeden zu empfehlen, der schwierigkeiten in der Arbeit mit Kollegen etc. hat. Vieles wird einem klarer. Man kann sich einige Situationen erklären. Ich kann dieses Buch jeden ans Herz legen der gerne mehr darüber wissen möchte, warum einem manche oder viele Situationen einfach über den Kopf wachsen und soch dabei hilflos fühlen.
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am 24. Juni 2017
Ganz sicher hilfreich für viele, die sich in schwieriger Situation nach Verständnis und Angenommenwerden sehnen. Sie beschreibt an vielen Beispielen, mit teilweise nicht schulmäßiger, dafür aber erfahrungsreicher psychologisch-therapeutischer Betrachtungsweise und mit durchaus unkonventionellem Vokabular grundlegende Mechanismen der Entstehung von destruktiven Beziehungen und "perverser Gewalt", wie sie sie mit eindeutiger Parteinahme für die Betroffenen nennt. Zugleich frönt sie nicht dem Bild vom (hilflosen) Opfer, sondern beschreibt die destruktiven Dynamiken im Zusammenspiel beider Seiten. Damit kann sichtbar werden, was Betroffene - oder potenziell Betroffene - selbst tun können, um nicht in der destruktiven Falle zu landen bzw. um sich zu retten, d.h. aus der Abwärtsspirale zu entkommen.

Mit ihrer klaren, engagierten Haltung, bietet sie das an, was für Betroffene besonders wichtig ist: die Bestätigung des eigenen Erlebens durch die Möglichkeit, sich in den konkreten und gut analysierten Darstellungen wiederzufinden, ohne in der Opferfalle zu landen, sondern immer mit Blick auf das eigene Handeln, etwa den Ausstieg aus einer unerträglichen Situation. Hierfür gibt sie ohne jeden Gestus des Aktionismus den einen oder anderen guten Hinweis.
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