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am 21. Juli 2015
... über das meine Frau und ich stundenlang diskutiert haben. Wir beide beschäftigen uns beruflich mit Ökonomie. Sie mehr mit Mikro- ich als studierter Volkswirt mehr mir Makroökonomie. Schon vorab eine klare Leseempfehlung an alle, die sich für Makroökonomie interessieren. Das Buch ist nicht unbedingt einfach geschrieben (auch die Abbildung helfen wenig), aber das ist Makroökonomie auch nicht. Wer sich hier den heiligen Gral des Wissens über die Ökonomie erwartet, ohne selbst was dafür tun zu müssen, wird wohl enttäuscht werden. Aktives Mitdenken und nachvollziehen wird nämlich sehr wohl gefordert.

Über "Die blinden Flecken der Ökonomie" lässt sich sicher kontrovers diskutieren. Eine Meinung soll sich jeder Leser selbst bilden. Nur so viel: Es handelt sich hier um eine Analyse der Vergangenheit, bis hin zur Gegenwart, wobei aktuellste Ereignisse (Griechenland bswp.) noch nicht berücksichtigt sind. Herr Senf erläutert Stärken und Schwächen, Aufstieg und Untergang vergangener Wirtschaftstheorien und -Systeme. Sehr vieles kann jedoch auch auf die Gegenwart angewandt werden.

Was mich ein wenig enttäuscht hat, und weswegen ich nur 4/5 gebe ist, dass Herr Senf keine Lösungen anbietet. Vielleicht ist es viel verlangt dort eine Lösung zu finden, wo die Weltpolitik bisher versagt hat, aber von jemanden, der sämtliche große Ökonomen der Vergangenheit teilweise scharf kritisiert, hätte ich doch erwartet, dass er zumindest in Ansätzen interessante Ideen bzw. Lösungsansätze hat. Das ist das kleine Manko das Buches.

Trotzdem eine klare Leseempfehlung an alle, die sich für Makroökonomie interessieren und etwas Zeit haben (auf schnell schnell lässt sich das Buch nicht lesen).
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am 16. März 2017
Ich muss wirklich schreiben, dass dieses Buch mein Lieblingsbuch ist, hier werden ganz klar die Theorien der Ökonomie in verständlichen Worten dargestellt. Ich, als Ökonomiestudent war noch nie so Blind, was den Schattenseiten unserer Schulökonomie angeht. Es hat mich emotional richtig aufgewirbelt, besonders die Zinseszinsproblematik wird so interessant dargestellt, natürlich kennt jeder den Zinseszins, also Zinsen auf Geld und dann verzinsen, das zusammen wieder verzinsen, aber wer bezahlt das? Die Frage wird beantwortet und vieles mehr. Zudem kennen wir in unserer Gesellschaft nur Marx und Adam Smith, sie sind die Ökonomen nach denen wir uns hier in Deutschland richten. Eine anderer Theoretiker Silvio Gesell kritisiert beide Theorien, solche eine Alternativ habe ich noch nie gelesen, bitte lesen! Jeder der sich für Deutschland interessiert und wohin es in Zukunft gehen kann, wir dieses Buch lesen müssen.

Klare Kaufempfehlung!

Gruss an alle
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am 14. Februar 2017
Sehr lehrreiche, kurz gefasste Darstellung der Wirtschaftstheorien der Vergangenheit und Gegenwart.
Allerdings unterstellt er den Protagonisten der Wirtschaftstheorien fast schon Idealismus, was doch etwas skurril wirkt.
Dass da teilweise knallharte Interessen dahinter stehen, dürfte ruhig auch gesagt sein.
Eines der wenigen Bücher, die ich von Anfang bis Ende gelesen habe.
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am 28. Mai 2005
Was hätte ich für dieses Buch in meiner Studienzeit gegeben. Der Berliner VWL-Professor Senf vergleicht hier die großen Wirtschaftstheorien der Welt - und das auf schlichtweg geniale Art und Weise. Vom Feudalismus über Liberalismus, Marxismus, Neoklassik, Freiwirtschaftslehre, Keynesianismus bis zum heutigen Monetarismus/Neoliberalismus erklärt er alles anschaulich und verständlich, zieht Parallelen und zeigt die jeweiligen Stärken und "blinden Flecken" auf. Interessant ist, wie in der historischen Entwicklung jedes Modell zwar die Schwächen des direkten Vorgängers behebt, aber auch wieder neue beinhaltet. Am Ende kommt er zu dem brisanten Ergebnis, dass der derzeitige globale, "entfesselte" Kapitalismus in seiner derzeitigen Form mit der umfassenden Weltverschuldung zwangsläufig in einem Zusammenbruch enden muss.

Man kann und wird Senf kritisieren. Er wird vielen einfach zu undogmatisch und unvoreingenommen sein. Senf baut keine Hybris auf, sondern er will Wissen vermitteln - und er stellt den Menschen in den Mittelpunkt: da wird auch mal die Psychoanalyse herangezogen, um das "rationale Kaufverhalten" der neoklassischen Hauhaltstheorie zu kritisieren. Doch genau diese ganzheitliche Betrachtungsweise ist das Geniale. Kritik oder Widerstand in subtilerer Form wird durch das Großkapital kommen: Senf kommt zu dem Schluss, dass am "Zinstabu" gerüttelt werden muss. Der Zins wird als die wesentliche Ursache für Verschuldung, Krisen und Armut identifiziert. In allen Preisen der Welt ist er wie eine Steuer vertreten und sorgt für eine stete Umverteilung von Arm nach Reich. Dieser Effekt soll über das geplante multilaterale Abkommen für Investitionen (MAI), der "Lizenz zum Plündern", nochmals verschärft werden.

Fazit: Wer VWL studiert oder wer die Wirtschaftskrisen unserer Welt besser verstehen will, bekommt dieses Wissen hier erstklassig vermittelt. Und wer noch kein Globalisierungsgegner ist, hat gute Chancen, es nach der Lektüre zu werden.
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am 22. Juli 2003
Bernd Senf ist mit dem vorliegenden Buch eine einmalige Übersicht über die bestimmenden Sichtweisen in der Wirtschaftsgeschichte gelungen. Angefangen bei den Physiokraten des 18. Jahrhunderts, die den Absolutismus ideologisch untermauerten - kurios. Dann wird die Klassik anhand Adam Smith erläutert. Stichwort: Arbeitsteiliges Wirtschaften und der Wohlstand der Nationen. Karl Marx wird vor allem in Hinblick auf seine Kapitalismuskritik, Arbeitslehre, Mehrwerttheorie und das Wertgesetz betrachtet. Die Neoklassik als Entdecker der Mikroökonmie wird anschliessend analysiert. Was für die heutige politische Diskussion zentral ist, ist die Einführung in Keynesianismus (bis ca. 1980) und Neoliberalismus (seit 1980). Senf zeigt hier deutlich, wie die Konjunkturspritzen von Keynes den Staat nach und nach abhängig gemacht haben und die Staatsverschuldung in die Höhe trieb. Ebenso zeigt er anschliessend, wie sich nach der Theorie von Milton Friedman der monetäre Drogenentzug des Westens vollzieht. Und natürlich vergisst Senf auch nicht darauf hin zu weisen, wer die Entzugserscheinungen zu erleiden hat.
All das wäre schon ein gelungenes Kompendium, mit dem auch Laien viel anfangen können, weil der Text verständlich geschrieben ist und mit zahlreichen Grafiken veranschaulicht wird. Aber obenauf enthält das Buch ein Kapitel über die Freiwirtschaftslehre des Deutsch-Argentiniers Silvio Gesell. Wer das Kapitel über Silvio Gesell gelesen hat, wird alles anschliessende mit anderen Augen betrachten.
Ich dachte dies sei ein Buch, dass ökonomische Theorien für Non-Checker aufbereitet, aber das ist es nicht(nur). Ich halte "Die blinden Flecken der Ökonomie" für ein Buch, das den Blickwinkel auf die Welt stark verändern kann.
Ein weiteres Buch von Bernd Senf - "Der Nebel um das Geld" - sollte man auf keinen Fall vor diesem Buch lesen. Und die Reihenfolge der Kapitel würde ich bei diesem Buch auch sinnvoller Weise einhalten, obwohl die Kapitel nicht zwingend aufeinander aufbauen.
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am 20. Januar 2008
Viele Rezensionen beschreiben bzw. geben den Inhalt des Buches wider. Deswegen beschränke ich mich auf das Wesentliche und lasse diesen Part der Rezension weg, da schon so gut wie alles hier auf Amazon zum Inhalt gesagt wurde.

Vielmehr sollte die Rezension Schüler ansprechen, da ich selbst noch einer bin. Ich mache demnächst Abitur, interessiere mich für gesellschaftliche Zusammenhänge, Politik und eben 'Wirtschaft'. Wobei ich dieses Fach nie in der Schule gehabt habe, oder geschweige denn daheim irgendwelche VWL-Bücher schon gelesen habe. Demnach bin ich ein Laie, der sich sein Grundwissen auf Wikipedia, FTD, Spiegel und Google angeeignet hat, um zumindest etwas zu verstehen. Demnach war "Die blinden Flecken der Ökonomie" mein erstes Wirtschaftsbuch. Ich kann es jedem Schüler bzw. Laie empfehlen, denn Bernd Senf umschreibt zum Großteil spezifische Fachwörter, die man als Laie nicht verstehen kann, und benützt stattdessen 'normales' Deutsch, um die verschiedenen Theorien zu erklären. Gerade die blinden Flecken einer Theorie schreibt er in einem verständlichen und klaren Deutsch, sodass wirklich jeder Laie es versteht.

Die eigentliche Meisterleistung ist eigentlich, dass das Buch bis zuletzt spannend bleibt. Vielmehr löste es einen weiteren 'Wissendrang' in mir aus, um mehr über den 'Zins' - den eigentliches "Krebs unserer Gesellschaft" - zu erfahren. Genau das wollte das Buch ja bezwecken.

Bei mir hat es das Buch jedenfalls geschafft. Weitere Bücher zum Thema Zins und Wirtschaft stehen schon an...
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am 28. August 2016
Eine ausgezeichnete Einführung in die Volkswirtschaftslehre, die es nicht an Tiefe der Darstellung vermissen lässt. Das Buch sei jedem, der sich für wirtschaftliche Zusammenhänge interessiert wärmstens empfohlen.
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am 9. Januar 2008
Im Bereich der Wirtschaftstheorie, der Ökonomie als wissenschaftlicher Disziplin, gibt es eine Unmenge an Literatur, die versucht den Lernenden der Ökonomie ihre Modelle zu implementieren. Das gilt für nahezu alle großen Werke der Volkswirtschaftslehre, der Makro- und v. a. der Mikroökonomie. Dabei erscheinen diese Modelle nahezu als unhinterfragbar, mehr noch, als vom Himmel gefallene dogmatisierte Wahrheiten. Gerade für Laien und Studierende der Ökonomie ist diese aufgrund ihres sehr technisierten und mathemathisch verbrämten Gesichts nur noch schwer durchschaubar und damit einhergehend, kaum kritisch hinterfragbar. Was Senf - selbst Prof. der Ökonomie - mit seinem Buch gelingt, ist, aufzuzeigen, dass ausnahmslos alle ökonomischen Theorien/ Gedankengebäude (Klassik, Marxismus, Neoklassik, Neoliberalismus) geschichtlich vermittelt sind, d. h. sie müssen in einen historischen Kontext eingeordnet und vor diesem verstanden werden. Andernfalls besteht die Gefahr, dass wenn sie sich ihrer geschichtlichen Vermittlung entledigen, sie schnell zu vermeidlichen allgemeingültigen Wahrheiten emporgehoben werden und damit nah an den Status einer Ideologie heranrücken. Was Senf in seinem Buch aufzeigt - was ihm herausragend gelingt, seht her liebe Ökonomen, was geleistet werden kann, wenn man über den eigenen "Tellerand" der eigenen Wissenschaft hinaus schaut - sind die "blinden Flecken" der jeweiligen Theoriegebäude, soll heißen, ihre Schwachstellen. Dabei ist das vorliegende Buch keineswegs ein Abrechnung mit diesen Theoriegebilden. Alle werden gut verständlich erläutert, ihre genuinen Stärken aufgezeigt und die Unterschiede und Weiterentwicklungen deutlich gemacht; im Vergleich zur Kritik macht die Darstellung der Theorien sogar den weitaus größeren Umfang des Buches aus und gibt somit zusätzlich eine gute und verständliche Einführung in die Ökonomie. Das Buch eignet sich insgesamt für alle irgendwie an der Thematik Interessierten, da es sprachlich weitestgehend auf hochtrabendes Fachchinesisch verzichtet und mit Hilfe zahlreicher Grafiken - die nicht immer (aber zumeist) vollends gelungen sind - den Inhalt anschaulich vermittelt. Anmerkungen und Literaturverzeichnis laden zur vertiefenden Lektüre ein.
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am 6. Dezember 2001
Endlich ein Buch das einen guten und leicht verstaendlichen Ueberblick (auch fuer Nichtoekonomen)ueber die wichtigsten Wirtschaftstheorien (Physiokratie,Klassik, Marxismus, Neoklassik und Keynesianismus)und deren Schwaechen, gibt. Angenhem ist Herr Senfs Faehigkeit, die Sachen auf den Punkt zu bringen, und auch recht komplizierte Sachverhalte (Klassische Arbeitswertlehre z.B.) ohne unnoetige Mathematik zu zeigen. Dies gelingt ihm durch die Benutzung von interessanten Graphiken die fuer ein Wirtschaftsbuch sehr innovativ sind. Er zeigt keinen grossen Respekt vor der Mathematik, die ja oft in den Wirtschaftswissenschaften dazu benutzt wird, den Eindruck von Objektivitaet zu geben, wo es ja im Grunde um sehr handfeste Oekonomische Interessen und deren Verteidung geht. Auch die grossen Namen der Wirtschaftstheorien (z.B. Keynes, Milton Friedman) und deren sehr kompliziert wirkenden Theorien werden sehr gut beschrieben und deren Schwachpuntke aufgezeigt. Einzig die Frage nach der funktionsweise einer Geldwirtschaft ohne Zinsmechanismus fehlt in diesem Buch. Ich hoffe es gibt eine Fortsetzung...
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am 17. Juli 2002
Bernd Senf's rhetorisch brillant formulierte Beschreibung der Stärken und Schwächen gängiger Wirtschaftstheorien ist als Pflichtlektüre nur denjenigen zu empfehlen, die noch zu offenem Denken fähig sind und auch bereit sind, "ohne Zorn und Eifer" für selbstverständlich gehaltene Erkenntnisse in Frage zu stellen. Dieses Meisterwerk mag zwar vielen Fachökonomen (und sicherlich allen Hohepriestern des "totalen Marktes" bzw. den "Cheflogikern" der als Fortschritt gefeierten Globalisierung) die Haare zu Berge stehen lassen. Denn Bernd Senf verlässt mit seiner wissenschaftlich fundierten und leicht nachvollziehbaren Darstellung die Bahnen konventioneller ökonomischer Schriftstellerei mit Lichtgeschwindigkeit, und er schreibt ungeachtet allfälliger schwarzer Löcher, welche seine professorale Reputation aufzusaugen drohen, unerschrocken dem Ruf seines Gewissens folgend all das, was er denkt und fühlt, ohne aber in unsachliche Polemik zu verfallen! Und das macht seine - aus tiefstem Herzen und aus echter Sorge um die Zukunft der Menschheit (insbesondere der Armen) - vorgetragenen Betrachtungen um so lesenswerter ... vielleicht auch gerade weil Bernd Senf ein didaktischer Quantensprung gelingt, indem er uns eine der wesentlichen (materiellen) Ursachen gegenwärtiger Wirtschaftskrisen hautnah vor Augen führt, so dass uns des Pudels Kern leibhaftig erscheint - und zwar als Dämon mit Engelsgesicht.
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