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Die Wahrscheinlichkeit ist groß, ein interessantes Buch in den Händen zu haben, wenn neben Fünfsternbewertungen auch solche mit nur einem zu finden sind. Denn dies deutet meist darauf hin, dass es sich um Angriffe auf Glaubensmodelle handelt, deren Infragestellung Verhaltensmuster ebenso erschüttern wie Institutionen und Bildungsstätten. Entsprechend harsch reagieren denn auch viele Leser. Ein Meisterwerk, wie der Chefredaktor von Wired, Chris Anderson, das Buch von Nassim Nicholas Taleb bezeichnet, ist es zwar nicht. Aber zur Lektüre kann ich es allemal empfehlen. Selbst wenn mich die Übersetzung wenig überzeugt und der Autor allzu sehr dazu neigt, gesprochene mit geschriebener Sprache zu verwechselt. Mir gefiel dieser essayistische Rundschlag gegen Wahrsager, Kurventechniker und Planungsfritzen. Zumal sie ihre Lehren noch immer ohne großen Widerspruch und meist gut bezahlt weitergeben.

Ironie des Schicksal ist es, dass Talebs Buch selber ein schwarzer Schwan ist und Auflagen erreicht, die sich zwar jeder Autor wünscht, aber kaum beeinflussen kann. Der ehemalige Trader mit libanesischen Wurzeln schrieb wie viele andere Autoren nichts Neues, hatte jedoch das Glück, dass seine Version Aufmerksamkeit erregte und sich ausbreitete. Und da sich sein Schreibstil auch von allem unterscheidet, was in Creativ Writing-Seminaren oder Fernkursen für künftige Erfolgsautoren gelehrt wird, weckt ein solcher Erfolg noch mehr Neid. Nassim Nicholas Taleb füllt die Seiten aber bestimmt nicht mit Banalitäten, wie ihm einige Rezensenten unterstellen. Denn wäre dem tatsächlich so, würde die Welt anders aussehen. Obwohl ich kein diplomierten Statistiker oder versierter Mathematiker bin, waren mir die unzähligen Gauß'schen Normalverteilungen mit ihren Glockenkurven schon in jungen Jahren suspekt. Und als ich mich dann später für die Funktionsweise des menschlichen Gehirns zu interessieren begann, wurde mir auch klar, woher diese Abneigung stammt. Das Alltagsleben kümmert sich herzlich wenig um Theorien, die mit der Praxis wenig zu tun haben. Komplexe Systeme lassen sich weder mit schönen Kurven, noch mit verdünnter Quantenphysik festhalten oder beschreiben.

Der Stil des Autors mag für viele Leser gewöhnungsbedürftig sein. Doch im Zweifelsfall ziehe ich gehobenen Smalltalk einem abgehoben Wissenschaftsreferat vor. Und dass sich ein Autor das Recht nimmt, seine Weltanschauungen mit biografischen Elementen zu garnieren, stört mich offenbar sehr viel weniger als andere Leser. Allerdings fand auch ich, der Autor wiederhole sich allzu oft und habe den roten Faden öfters aus den Augen verloren. Zudem mag ich es nicht besonders, wenn sich ein Autor profiliert, indem er andere mit dem billigen Trick ausgewählter Zitate niedermacht, ohne diese in einen größeren Zusammenhang zu stellen. Aber mehr als einen Stern Abzug sind mir diese Verfehlungen nicht wert. Denn schließlich geht es um die Verbreitung einer Botschaft, die Beachtung verdient. Und die heißt in extremer Verkürzung: Selbst wenn wir für unser Seelenheil nach stimmigen Geschichten dürsten, bleibt die Wirklichkeit unberechenbar und überraschend.

Mein Fazit: Die Paradoxien komplexer Systeme, wie das Leben nun einmal eines ist, lassen sich schlecht in den gängigen Formen beschreiben. Nassim Nicholas Taleb, früher selber ein Vertreter der planenden Zunft, konfrontiert seine Leser auf unterhaltsame Weise mit Problemen, die für einige offenbar banal sind, aber für die meisten trotzdem zu alltäglichen Hindernissen werden. Für Leser, die nicht jedes Wort und jede Argumentation auf die Goldwaage legen, ist die Lektüre dieses verbalen Rundschlags sicher ein Gewinn. Trotz holperiger Übersetzung, unnötigen Längen und einem verblassten roten Faden.
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am 5. Januar 2014
Ein Buch wie eine Dampfwalze, aber eine von höchster Originalität.
Eine sehr unorthodoxe, polarisierende und unterhaltsame Mischung aus Philosophie, Mathematik, Ökonomie und Psychologie, die jedoch niemals in Seichtheit abgleitet.
Nach eigener Aussage ist das Buch vom Autor absichtlich so angelegt, dass es gerade NICHT leicht und schnell zu lesen ist. Also kein weiterer Ratgeber, Gottseidank.
Der Rote Faden ist anfänglich in der Fülle der Informationen und philosphischen Exkurse etwas schwierig zu erkennen, wird dann jedoch bald offensichtlich. Trotz einiger Längen ein großes Lesevergnügen mit Tiefgang. Gerade dieser unglaubliche Wust an Quellen, Begebenheiten und Gedanken ist inspirierend und brilliant.

Taleb liebt seine Freunde (z.B. Sir Karl Popper, Benoît Mandelbrot, Danny Kahnemann) ebenso inbrünstig wie er seine Feinde hasst. Die Polemik gegen seine Feinde (vor allem Experten und deren Prognosen, Statistiker, Ökonomen, die Glockenkurve von Gauss) ist extrem harsch, jedoch meistens augenzwinkernd und im Kontext berechtigt.

Wer hofft, dass die Lektüre einem dazu verhilft, ungewisse Ereignisse von großer Tragweite ("Schwarze Schwäne") besser vorhersagen zu können, wird enttäuscht sein. Kochrezepte liefert der Autor nicht. Hier sollte man lieber das wöchentliche Horoskop oder einen Experten konsultieren.

Talebs Fazit ist scheinbar einfach- am besten wappnet man sich gegen Schwarze Schwäne präventiv durch "Black Swan Robustness": einer sorgfältig abgewogenen Mischung zwischen konservativer Vorsicht und der gleichzeitigen Bereitschaft zu hohen Risiken - seien es nun Finanzen, die eigene Gesundheit oder andere Lebensbereiche. Er empfiehlt, nur mit einem Bruchteil des eigenen Vermögens zu zocken, mit diesem jedoch sehr radikal (sog. Barbell Strategie, "be 85% hyperconvervative and 15% hyperaggressive"). Das klingt simpel. Die Finanzkrise 2008 hat jedoch leider gezeigt, dass es manchen schwerfällt, derart einfache Regeln zu beherzigen- was nach der Lehman-Pleite fast zu einem Kollaps des globalen Finanzwesens geführt hätte. Schwarze Schwäne werden in Zukunft immer häufiger werden. Umso mehr sollte man sich mit dem Thema auseinandersetzen.
Wer dies ernsthaft tut, scheinbare Gewissheiten und existierende Institutionen in Frage stellt und selbst an der eigenen Risikokompetenz arbeitet, ist bei diesem Buch genau richtig.
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am 29. Mai 2010
... dieses Zitat des Autor sagt hat der Schreiber selbst nicht wirklich ernst genommen, sondern wäre sein Buch ein echtes Meisterwerk geworden (wie es am Cover steht). Nassim N. Taleb präsentiert uns die Idee von Ereignissen, die uns unvorbereitet treffen, weil sie durch jede Statistik fallen. Er versucht uns zu erklären, wie es möglich ist, dass wir Dinge manchmal derart falsch einschätzen, bzw. dass wir schlichtweg überrumpelt werden. Das Thema an sich ist also durchwegs spannend, und wenn man sich hineinliest, offenbaren sich auch die Erklärungen - ab und zu zumindest.

Ich möchte zunächst vorausschicken, dass ich auf dem Gebiet der Statistiken ein Laie bin und keinerlei Vorkenntnis besitze. Ich kann daher den WISSENSCHAFTLICHEN Wert des Buches nicht beurteilen. Für mich sind Erklärungen über die "retrospektive Verzerrung" (das ist das, was passiert, wenn man Erlebtes nacherzählt) oder die "Arroganz des Wissens" (die Überbewertung dessen, was wir glauben zu wissen) durchaus Neuland und interessant. Leider verpackt der Autor diese leichter verständlichen Dinge in sehr viel Fachsimpelei über Statistiken (Gauß'sche Kurve, etc) und in Abschweifungen auf sein privates Leben, was sich bremsend auf den Unterhaltungswert des Buches auswirkt. Auch sind oftmals Beispiele aus dem Leben angeführt, wo ich mir nicht erklären kann, was das mit der Idee des Schwarzen Schwans zu tun hat.

Fazit: Wer sich ein bisschen in der Materie auskennt wird sich mit dem Buch leichter tun und es entweder als Humbug abtun oder als geniale Idee hochheben. Wer keine Ahnung hat, braucht Ausdauer beim Lesen und sollte das eine oder andere Kapitel einfach überspringen.
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am 25. Mai 2013
Ich habe das Buch als Hörbuch 'gelesen'. 13 Stunden über ein Thema, das man auf drei bis vier Seiten abhandeln kann: Normalverteilungen sind trügerisch. Im Finanzwesen und in ausgesuchten Teilbereichen (Medizin, Verlagswesen) sind Normalverteilungen z.T. selten und unrealistisch. Dennoch, so der Autor, denkt die Mehrheit der Menschen in 'Normalverteilungen'. Ich zweifele daran ob alle Menschen wissen, was eine Normalverteilung ist. Welche nicht erwarteten Ereignisse eintreten können oder werden kann niemand, auch der Autor nicht vorhersagen. So what? Die flächendeckende Verunglimpfung von Berufsständen: 'alle Statistiker', 'alle Wirtschaftswissenschaftler' sind doof - ist nicht hilfreich sondern zeugt eher von dem Geltungsbedürfnis des Autors. Zwei Sterne für: die anekdotischen Erzählungen des Autors und die Schilderung des Libanonkrieges und wie die Menschen sich in Bezug auf die Zukunft verschätzt haben, ist sehr interessant.
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am 19. November 2015
So sympathisch mir der Autor bei Sternstunde Philosophie auch erschien (Schweizer Fernsehen, SRF, Video auch über Internet einsehbar), – seine literarische Abhandlung „Der Schwarze Schwan“ war nicht durchzuhalten. (Die weiße Fahne der Kapitulation habe ich auf Seite 269 strecken müssen.) Dabei haben mich weniger die ökonomischen Finessen (Vorhersagbarkeiten, Statistiken, Anlagestrategien, Wahrscheinlichkeitsberechnungen) als vielmehr die fundierten philosophischen Gedankengänge dazu interessiert, – und genau hier war nichts zu holen. Sein wortreiches Fabulieren und abschweifendes Promenieren in unausgegorenen Textpassagen und Vergleichen irritiert; sein Essay wirkt konfus, – das wird auch dadurch nicht besser, indem der Autor verzweifelt versucht, „Bedeutung“ zu erzeugen: Metapher an Metapher, Beispiel an Beispiel reiht, nur um seine Zielgruppe – den übersättigten, abgestumpften Fernsehsessel-Leser – mit posttraumatischem Erkenntnis-Wachstum zu versorgen. Dennoch ist die Botschaft angekommen. Der schwarze Schwan ist das Tier, das durch Unordnung gewinnt. (Lapidare Informationsüberfrachtung, aber Bestseller.) – Wem eine Kultur des fleißigen Aufsagens oder eine Sammlung an Allerweltsideen reicht, dem sei das Buch nahegelegt; wer tiefgründig denken und verstehen will – dem wird es ganz bestimmt nicht genügen.
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am 8. Mai 2015
Das Buch ist zwar etwas chaotisch geschrieben und nicht immer ganz klar, aber es stellt eine klare Ausnahme zu anderen Büchern dar und wird damit zu einer seltenen Lektüre, die einen vielleicht kleinen aber sehr relevanten Teil des Lebens darstellt. Sehr empfehlenswert für Menschen, die wirklich etwas verstehen und nicht nur lernen wollen.
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am 14. Juli 2015
Die Verweise aus „Schnelles Denken, Langsames Denken“ von Daniel Kahneman haben mich zum Schwarzen Schwan geführt.
Ich habe das Buch zuerst in der englischen Originalfassung, dann auf Deutsch gelesen.
Zum Inhalt: Die Grundidee „Vorhersagen sind schwierig, besonders für die Zukunft“ wird hier exzellent wiedergegeben. Taleb zeigt herrlich auf, der Abstand zwischen den Vorhersagen der Wirtschaftsweisen und Scharlatanerie ist ungefähr 0 (Null).
Wir können manchmal die Vergangenheit verstehen (wenn die Informationen über die Gründe eines Ereignisses nicht inzwischen gestorben sind), für die Zukunft können wir mit Sicherheit vorhersagen, ein gutes Spielcasino gewinnt immer, alles andere ist das Lesen in der Glaskugel. Wirtschaftsinstitute rühmen die 1 richtige Vorhersage, die 10 falschen kommen unter den Teppich.
Taleb erzählt komplexe Zusammenhänge locker und auf der Basis von Beispielen, das Lesen macht Spaß (im Gegensatz zu anderen trockenen "rein-wissenschaftlichen" Fachbüchern).
Die Übersetzung ist mir oft zu formal, man kann Beispiele aus der amerikanischen Kultur nicht übersetzen, man muss die Entsprechung im Deutschen finden, aber dazu müsste man Aufwand spendieren …
Mein Tipp, erst „Schnelles Denken, Langsames Denken“ (Kahneman), dann „Der Schwarze Schwan“ (Taleb) lesen, dann „Antifragilität“ (Taleb) lesen. Da versteht man sehr viel und es macht Spaß die Gehirnwindungen mal wieder zu trainieren, mal ganz neue Wege zu sehen.
Wenn das Englisch gut genug ist, dann alle 3 auf Englisch.
Eigentlich hätte ich für die Übersetzung einen Punkt abziehen sollen, aber das wäre gegenüber Taleb ungerecht gewesen.
Zusammenfassung: Ein tolles Buch, komplex aber verständlich.
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am 1. April 2014
Auch wenn ich die Kritik an der Gaußschen Normalverteilung etwas übertrieben finde, da diese durchaus viele Vorgänge gut abbildet, so ist die Idee von unerwarteten Ereignissen durchaus nachdenkenswert. Seit der Lektüre des Buches achte ich viel mehr auf Dinge, die auf ersten Blick keine Bedeutung zu haben scheinen. Und bin sensibilisiert, Chancen zu ergreifen, wenn sie plötzlich auftauchen.
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am 18. August 2010
Ich mag das Buch nicht. Es hat einen interessanten Ansatz und hin und wieder tauchen Informationen auf, die lohnenswert zu lesen sind, aber schon nach wenigen Seiten kam bei mir eine deutliche Ablehnung gegen den Autor auf, was unter anderem daran liegt, daß der Text so unstrukturiert und polemisch ist. Taleb singt Loblieder auf die Frische und Innovationsleistung der USA, bezeichnet Europa im Gegenzug als verstaubte und rückständige Phantasiewelt einer Kaste konservativer Bücherwürmer und erklärt lang und breit, daß sein Buch nicht schwammig und planlos daherkommt, sondern daß diese Unordnung und die unwissenschaftliche Arbeitsweise die Essenz der amerikanischen Originalität und Kreativität im Bereich der Wissenschaften ist.
Bedaure, aber als jemand, der selbst wissenschaftlich tätig war und eine Weile Studenten in wissenschaftliche Arbeitsmethoden eingewiesen hat, kann ich nur sagen: Das ist eine verdammt billige Ausrede dafür, daß Taleb keinen Schimmer hat, wie man einen Text aufbaut. Das Buch ist schlecht zu lesen, weil der Autor sich ständig in irgendwelchen Familienanekdoten (die, nebenbei bemerkt, beim Aufstellen einer angeblich wissenschaftlichen Hypothese nichts verloren haben) verzettelt, sich wiederholt und auf ein Europa schimpft, das er offensichtlich überhaupt nicht kennt. Vorurteile dieser Art und privat gefärbte Einschübe gehören nicht in eine mathematisch-wirtschaftliche Betrachtung.
Es wird nicht einmal klar erkennbar, welches Hauptthema Taleb nun eigentlich verfolgt. Will er sich als Migrant positionieren, geht es um seine Jugend- oder Kriegserlebnisse? Seine Studienzeit in den USA oder seine Arbeit an der Börse? Solche autobiographischen Details werden nämlich genauso breit im Buch ausgewalzt wie die Hypothese vom Schwarzen Schwan.
Zwischendurch schiebt er immer einmal wieder kurze Textstücke ein, die ungenau mit sinngemäßen Zitaten untermauert sind und deren Einsatz im Text sehr konstruiert wirkt. Natürlich behauptet Taleb, der Geisteswissenschaften schon einmal per se für wertlos hält (was vielleicht erklärt, weshalb sein Buch so wenig Struktur hat...), dann auch gleich, daß man Zitate allgemein nicht verwenden sollte, weil das Zitieren bedeutender Denker nur ein Symptom der verstaubten Bücherweisheit Europas ist.
Man könnte sich über diese Attitüde aufregen. Aber eigentlich ist es nur tragikomisch, wie ein kleiner, wütender Mann versucht, eine 3-Seiten-Theorie auf Buchgröße zu strecken und dabei auch noch seine komplette Lebensgeschichte und alle Vorurteile über Dinge und Menschen loszuwerden, die er nicht mag. Wissenschaft ist das keinesfalls. Es ist eigentlich nicht einmal ein Buch. Und das sage ich nicht nur, weil ich eine konservative Europäerin bin.
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am 19. September 2015
Der Autor macht sich an ein ungewöhnliches Thema, nämlich wie gehen wir mit nicht oder nur schwer vorhersagbaren Ereignisse um (und das quer durch alle Gemengelagen des Lebens, sowohl im privaten wie auch im geschäftlichen Bereich).Trotz der Komplexität ist das Buch anschaulich geschrieben, mit vielen Beispielen versehen.
Die unverholene Abneigung des Autors gegen die Wissenschaft und einige Berufsgruppen, die immer wieder geäußert wird, ist zwar manchmal etwas sehr absolut, sollte aber als persönliche Meinung toleriert werden.
Den Erkenntnisgewinn tut das keinen Abbruch.
Dieses Buch ist kein Ratgeber, sondern regt zum Nachdenken an und erfordert es geradezu.
Wer dabei mitmachen will, sollte das Buch kaufen.
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