find Hier klicken Jetzt informieren PR CR0917 Cloud Drive Photos UHD TVs Learn More TDZ Hier klicken HI_PROJECT Mehr dazu Mehr dazu Storyteller AmazonMusicUnlimited AmazonMusicUnlimited Fußball longSSs17

Kundenrezensionen

4,5 von 5 Sternen
66
4,5 von 5 Sternen
Format: Taschenbuch|Ändern
Preis:9,90 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 16. Februar 2017
Bislang liest es sich zäh, weil teilweise im Sekundenstil geschrieben wird. Dennoch erfährt man viele Dinge und hört Obama förmlich selbst sprechen/vorlesen. Ein gutes Einsteigerbuch, wenn man mehr über Obama erfahren möchte.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 28. Januar 2009
Dieses Buch beeindruckt durch die Art der Erzählung, denn es gibt einem den Eindruck von absoluter Ehrlichkeit. Der neue amerikanische Präsident beschönigt nichts und erzählt Dinge über das Leben der Farbigen in Amerika, von denen ich mir nicht vorstellen konnte, dass sie heute noch passieren, da ich leider nie die Gelegenheit hatte Amerika zu erleben. Durch dieses Buch halte ich ihn für einen überaus mutigen Mann, der sich auch nicht durch Morddrohungen abhalten lassen wird Amerika seinem Traum näher zu bringen. Man kann jedem dieses Buch nur empfehlen.
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Dieser aufstrebende Präsidentschaftskandidat wird jeden Tag für das weltweite Publikum interessanter. Noch vor ein paar Monaten, im Herbst 2007, äußerten sich die großen deutschen Nachrichtenmagazine eher abfällig über Obama. Sie unterstellten ihm mangelnde Rednerfähigkeiten und ein wirres Wahlprogramm, ja schlimmer: gezielten Minderheitenstimmenfang!

Heute, Monate später, sieht man Obama in einem anderen Licht, dem des erfolgreichen Politikers, der es versteht, Millionen von amerikanischen Wählern auf seine Seite zu ziehen! Sein Sieg über die mächtige Clique der Clintons, sein genialer Werbeauftritt im Internet, seine "Geheimwaffe" Familie und immer wieder die faszinierende Verkörperung eines neuen Amerikas!

Das Buch ist sehr spannend zu lesen, die Erzählung über diesen aufstrebenden Amerikaner schwarzer Hautfarbe, dem der Ruf eines Ausnahmepolitikers vorauseilt.
Spannend, energiegeladen und in fesselnder Weise mitreißend, erfährt man dann den ungewöhnlichen Werdegang dieses beeindruckenden Menschen: seine Kindheit in ärmlichen Verhältnissen in Hawaii, seine große Familie, die heute noch größtenteils in Entwicklungsländern lebt. Schon nach den ersten Seiten wird dem Leser klar, daß dieser Barack Obama das Zeug zum Präsidenten des mächtigsten Landes der Welt hat und wenn dem so sein sollte, kann man große Veränderungen in der Weltpolitik erwarten. Er strahlt auf jeder Seite des Buches das "neue Amerika" aus, das gerechte, optimistische Amerika, das sich von den kriegerisch-kapitalistischen Politikern wohltuend distanziert. Hier geht es wieder um menschliche Werte, um Frieden und Harmonie.

Ich finde es persönlich extrem befriedigend, daß eines der rassistischten Länder der Erde, wo es noch vor 30, 40 Jahren unmöglich gewesen wäre, einen Farbigen in leitender Position zu sehen, es heute als normal empfindet, daß ein Farbiger die Geschicke der Nation leiten könnte! Welch eine Niederlage für die ewig Rechten, für die KKKler und auch, in entgegengesetzter Weise, für die zahllosen afrikanischen Staaten, die nach einem halben Jahrhundert der Unabhängigkeit, diese Toleranz und diese erstaunliche geistige Beweglichkeit der Amerikaner nicht nachvollziehen können!

Barack Obama ist tatsächlich die Personifizierung des amerikanischen Traumes und bis zum Schluß des Buches ist man von seinem Leben und seinem Schicksal gebannt! Er erinnert mich in seinem Wesen an einen anderen Helden unserer Zeitgeschichte, dem Pater Pedro Opeka in Madagaskar: genau wie er hat er die Leitmaxime, daß der Willen eines Menschen Berge versetzen kann und es uns auch allen vormacht! Ob Präsident oder nicht, der Politiker Obama ist heute schon der Stellvertreter des neuen Amerikas und Hoffnungsträger für die ganze Welt! Wir alle werden von der Politik dieses Mannes beeinflußt werden, ob wir es wollen oder nicht. Schon deshalb ist dieses ungemein spannende, politische Buch eigentlich schon eine Pflichtlektüre, denn so könnte das Amerika von morgen aussehen!
11 Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 13. Januar 2011
Wer den steilen Aufstieg von Barack Obama verfolgt hat,der wird dieses Buch lieben.Hier erfährt der Leser eine ganze Menge über seine Jugend,seine Studentenzeit und seinem Traum.Auf der Suche nach seinem Vater der aus Kenia stammt,trifft Obama immer auf Menschen,die ihm ihr Herz ausschütten,so daß er beschließt den Schwarzen und den Weißen zu helfen,so gut es geht.Ich habe dieses Buch aufgefressen,weil ich soviel über Mr.President erfahren habe,und dadurch wurde er für mich gleich noch sympathischer.Für die schwarze Bevölkerung,war der Tag als er zum Predidenten gewählt wurde,eine Sternstunde.
0Kommentar| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 7. November 2012
Jetzt ist es amtlich: Der 44. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika wurde wiedergewählt. Nun hat er noch mal die Chance in den nächsten vier Jahren für "Change" und "Hope" zu sorgen…

Aber wer ist Barack Obama wirklich und wie ist er zu diesem charismatischen Präsidenten geworden?

"Ein amerikanischer Traum - Die Geschichte meiner Familie" ist eine einfühlsame und sehr persönliche Autobiographie Obama’s, welche ganz hervorragend von Leon Boden (u.a. bekannt als Synchronsprecher von Denzel Washington) gelesen wurde.

Barack Obama wollte sich mit seiner Familiengeschichte auseinandersetzen, seine Autobiografie veröffentlichen und somit u.a. einen Beitrag zum Verständnis der Rassenprobleme in den USA leisten. Wie kann man das besser machen, als über seine eigenen Erfahrung zu berichten? Über Identitätskrisen vieler junger afroamerikanischen Bürger, die blaue Kontaktlinsen tragen, sich die Haare glätten und blondieren oder gar ihre Haut bleichen. Letzteres Beispiel hat ihn als Heranwachsenden tief erschüttert und erst auf die Idee gebracht, das auch er anders sein könnte.

Zum Inhalt

Es ist sehr bewegend, den kleinen Barack, von allen Barry genannt (da dieser Name in Amerika viel leichter auszusprechen ist als Barack), ohne seinen Vater aufwachsen zu sehen. Er wird von seiner Mutter und seinen Großeltern großgezogen, lebt zeitweilig in Indonesien und lernt seinen Vater mit ungefähr zehn Jahren zum ersten Mal (und zum einzigen Male) persönlich kennen. Diese distanzierte Beziehung zu ihm, die hohen Erwartungen die der kleine Barack an sich selbst hat - nämlich ebenso schlau und erfolgreich zu werden, wie sein Vater - sowie dessen plötzlicher Tod, sind nur einige Stationen in Barack Obamas Leben, die ihn sehr geprägt haben.
Während er die ersten Schritte seiner politischen Laufbahn in den USA geht, wird ihm bewusst, dass afroamerikanische Bürger durchaus nicht so gute Aussichten haben, ein ebenso erfolgreiches Leben wie alle anderen amerikanischen Bürger zu führen. Er beginnt sich für Minderheiten einzusetzen und studiert in Harvard.
Seine persönlichen Brennpunkte über Herkunft und das Gefühl angekommen bzw. zuhause zu sein, erlebt Obama spätestens dann, als er letztendlich seine Familie und somit seine Wurzeln in Afrika kennen lernte und schließlich seine Frau Michelle traf. Er wurde geerdet und hatte seine Ziele vor Augen.

Mein Fazit

Es ist immer schön ein bisschen Hintergrundwissen über die aktuellen Politiker zu haben, aber diese Autobiografie über Barack Obama bietet viel mehr. Es ist so geschrieben, als würde er selbst vor einem sitzen und einem aus seiner Kindheit und seinem bisherigen Leben bei einer Tasse Kaffee erzählen. Besonders interessant finde ich ist der Aspekt, dass Barack Obama sich nicht scheut, über seine "Jugendsünden" in der Autobiografie zu berichten. Ja, auch er hat sich gegenüber einer afroamerikanischen Mitschülerin mal diskriminierend verhalten, hat sich der Masse angepasst und sich hinterher sehr dafür geschämt. Auch er hatte eine Phase, in welcher ihm die Schulbildung und seine Zukunft reichlich egal waren und er sogar mit Drogen experimentierte. Aber genau das macht Barack Obama zu Barack Obama: Ein charismatischer Präsident, mit vielen persönlichen Ecken und Kanten.

Meine Bewertung - 5 von 5 Sternen
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
"Ein amerikanischer Traum" verkörpert einen besonderen Charme, das Buch ist aufrichtig und verträumt, eine fast romanartige Suche nach Herkunft und Identität. Da es noch vor Beginn der wirklich politischen Karriere Barack Obamas entstanden ist, ist es wahrscheinlich auch erheblich authentischer und näher am "wahren Obama" dran, als alles was nach 2004 kam. Indes bleibt das Buch in vielerlei Hinsicht sehr schwammig, was es als Biografie zwar sein darf, aber enttäuschend wirken lässt, wird doch allein das afroamerikanische und liberale Erbe Obamas behandelt, was ihn allein aber noch nicht ausmacht. Was fehlt ist das Leben fern der Suche nach sich selbst, die nackten Fakten, auch jene über Leben und Liebe. Fakt ist, obwohl 1995 erschienen, behandelt das Werk nur Obamas Leben bis 1988 und konzentriert sich dabei vor allem auf die kulturellen und familiären Aspekte, wobei vieles außen vor bleibt, etwa seine Jahre in und nach Harvard.

Ist man vom oft ausschweifenden und blumigen Stil des US-Präsidenten nicht ganz hin und hergerissen, ja wünscht man sich ab und zu, vielleicht etwas konkretere Informationen über Obamas Leben, man könnte enttäuscht sein. Das heisst nicht, Obamas Werk wäre nicht authentisch, denn genau das ist es. Gefühle, Gedanken, Einsichten, Obama vermittelt sie hervorragend, nichtsdestoweniger ist es die Synthese aus dieser emotionalen Tiefgründigkeit und einer kaum beachteten biografischen Oberflächlichkeit, aufgrund derer man sich klar sein sollte, dass Obamas "Autobiografie" in vielerlei Hinsicht den gängigen Vorurteilen entspricht. Inhaltliche Unausgewogenheit, viele Anekdoten, übermäßige Betonung von bestimmten Handlungssträngen und all das als Folge der Vorgabe, des Titels und dieser ist im Original eben "Dreams from My Father: A Story of Race and Inheritance".

Das Ergebnis ist eine Biografie, wie man sie von Barack Obama eben erwartet. Wortgewaltig und doch träumerisch, eine Suche nach dem Erbe eines Mannes den er nie kannte, dessen Idealen er sich aber irgendwie trotzdem verpflichtet fühlt. Die daraus resultierende Unterordnung des "Lebenslaufs-Teils" unter die "Identitätssuche" muss man jedoch schlucken, genauso wie die fehlenden 7 Jahre zwischen der Kenia-Reise 1988 und dem Erscheinungsdatum 1995, diese passten nicht mehr ins Konzept. Ebenso wenig erfährt man über politische Zielsetzungen oder Persönliches, sofern letzteres nicht mit der Suche nach sich selbst oder Kindheitserinnerungen zu tun hat. Was unterm Strich bleibt sind 90% Roman über die Suche nach den Wurzeln und 10% Biografie, die es auf mehrere 100 Seiten ausgedehnt sicher bald in den ersten Barack H. Obama-Biografien nachzulesen gibt. Einzig der Bonus, dass das Werk von Obama selbst geschrieben ist und viele der Quellen die er dazu nutzen konnte, bereits verstorben sind, können es langfristig von den Werken Dritter abheben.

Fazit:
Auch inhaltlich etwas verträumt und ganz eindeutig Obamas Stil entsprechend, eine fast romanartige und vor allem sehr authentische, gefühlsbetonte Autobiografie über die Suche nach einer Antwort auf die Frage "Wer bin ich?".
0Kommentar| 19 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 500 REZENSENTam 20. April 2014
Obwohl ich kein ein Obama-Fan bin und die messianische Verehrung, die dem Hoffnungsträger aus den sogenannten "aufgeklärten" Kreisen in Europa entgegenschlug, einfach nur lächerlich finde, hat mich der selbst verfasste Lebensbericht des ersten schwarzen US-Präsidenten sofort gefesselt. Auch auf die Gefahr hin zu übertreiben: Der Erzählgestus des vorliegenden Buches erinnert an manche Bluesballaden aus dem tiefsten Düsen der USA: auf den ersten Hinhörer erscheinen sie einem einnehmend und vollkommen und erwecken das Gefühl: Ich will mehr davon!
Das Buch, das schon auf seinen ersten Seiten eine derartige Leselust erweckt, ist ein sehr persönliches Buch über Amerika. Und zwar ein Buch über Amerikas dringendstes Problem: die Rassenfrage, dargestellt anhand der Kindheit und Jugend des Autors, dessen gesamter Werdegang nach diesem Drehbuch verläuft. Im Unterschied zu vielen gerade weißamerikanischen Liberals vermeidet Obama dabei jede Larmoyanz - er erzählt abgewogen und wie es den Anschein hat, auch ehrlich, über die Rolle der Rassenfrage in seinem Leben. Ganz so schlimm war es nämlich gar nicht: Schon "Barrys" Großmutter Toti hielt sich wegen ihrer krummen Nase viel darauf zugute eine Cherokee unter ihren Vorfahren zu haben, der Großvater war ein Rauhbein, aber vorurteilsfrei, und als Obamas Mutter, Stanley Ann, einen kenianischen Studenten namens Barack Obama (!) mit nach Hause brachte, folgte bald die Heirat. So weit so überraschend. Dann aber wieder das trübe Bild. Wie so viele schwarzamerikanische Ehemänner nahm auch Baracks Obama Senior bald Reißaus, um in Richtung Kenia zu verschwinden, wo mit einer neuen Frau sechs weitere Kinder zeugte.
Doch das Leben ging weiter. Barrys Mutter Stanley Ann heiratete bald erneut - und zwar einen indonesischen Geschäftsmann, dem sie mit ihrem kleinen Sohn nach Djakarta folgte, wo der künftige Präsident der Vereinigten Staaten mit kleinen Javanenesen in den Hinterhofstraßen von Djakarta herumtollte. Das hatte doch was. Da Barrys Schulleistungen tadellos waren, kehrte er als ungefähr 10jähriger nach Hawaii zurück, um dort unter den Fittichen der Großeltern eine angesehene Missionsschule zu besuchen. Obwohl die multikulturelle Atmosphäre Hawaiis sich wohltuend von der des Festlandes und vor allem des Südens der USA unterschied, obwohl es keine offene Rassendiskriminierung gab, empfand Barack auf dieser Schule zwischen mehrheitlich Weißen und Japanern zum ersten Mal ein unbestimmtes Gefühl der Zurückgesetztheit und Diskriminierung: "Die Schwarzen spielen immer auf dem Feld der Weißen", ganz egal was sie tun, sie tun es in einem weiß geprägten Kontext, auch und gerade, wenn sie sich mit vorurteilsfreien Liberalen umgeben, notierte Obama. Nach dem erfolgreichen Abschluss der Schule in Hawaii studierte Barack eine Zeitlang in Los Angeles, ehe er im Jahre 1981 zur Columbia University nach New York umzog. In dieser Zeit schwankte er weltanschaulich zwischen Radikalität und Affirmation, las alle schwarzen Autoren, die damals "in" waren, war moderat politisiert und schloss sein Studium im Jahre 1983 problemlos ab
Nach einem Jahr erfolgreicher Berufsarbeit bei einem Wirtschaftsunternehmen wurde Obama eine Art Streetworker in Chicago, wo er schnell auch die Schattenseiten der Stadtteilarbeit kennenlernte:(1) staatliche Gelder versickerten effektlos in den Aktivistenorganisationen mit lauter Nichtskönnern und Wichtigtuern (2), sog. "schwarze Bürgerrechtsorganisationen" verlangten in ihren Vierteln Schutzgelder von Koreanern und wurden von Gangstern geführt und (3) Bürgerrechtsaktivitäten wurden daran gehindert, gegen die schwarze Stadtverwaltung Basispolitik zu machen. Dazu muss man wissen, dass damals die geballte Stimmenmacht der Minderheiten zusammen mit einer Minderheit weißer Liberaler zum ersten Mal einen schwarzen Bürgermeister in Chicago ins Amt gehievt hatte - und gegen einen schwarzen Bürgermeister kann man als Schwarzer ja wohl nicht demonstrieren. Diese Chicago-Koalition war übrigens der erste Probelauf der späteren Obama-Mehrheit, die ihm im landesweiten Maßstab später die Präsidentschaft bescheren sollte. Am Ende der Stadtteilarbeit stand allerdings der deprimierende Befund eines afroamerikanischen Amtsträgers, der auf der Grundlage lebenslanger Erfahrung dem jungen Obama Folgendes mitteilte: Ein Aufstieg der Schwarzafrikaner, so wie ihn etwa die Koreaner vorexerzierten, sei kein gangbarer Weg, denn "sieben Tage in der Woche mit der ganzen intakten Familie zu arbeiten" sei für Schwarze "völlig unmöglich". Immerhin gelang es dem jungen Obama die städtische Berufsbildungs- und Trainingsbehörde dazu zu veranlassen, wenigstens ein Trainingszentrum in einem Schwarzenviertel einzurichten. Was daraus geworden ist, darüber schweigt sich das Buch vornehm aus.
Der dritte Teil des Buches beschreibt den Besuch Obamas bei seiner Familie väterlicherseits in Kenia. Barack Obama (sen.) war inzwischen verstorben, doch auch die restliche Verwandtschaft, die Barack Obama (jun.) in Nairobi und Umgebung kennenlernte, war kaum noch überschaubar. Für mich war dieses Kapitel der uninteressante Teil des Buches. Ich hätte stattdessen lieber etwas über die weiteren Stufen des Obama-Aufstieges im demokratischen Parteisumpf von Chicago und über die Frage gelesen, wie man in diesem Haifischbecken nach oben kommen konnte, ohne nicht die eine oder andere Leiche im Keller verstecken zu müssen. Dass es da sicher bei näherem Hinsehen auch in der Vita des Friedensnobelpreisträgers manch Unerfreuliches zu entdecken geben wird, wird wohl ein Grund dafür sein, dass die Obama- Fans noch lange auf eine Fortsetzung des vorliegenden Buches werden warten müssen.
Trotzdem habe ich das Buch gerne und mit Interesse gelesen. Mr. Obama besitzt Humor und Selbstironie, mit denen er genau in den richtigen Dosen den Text veredelt. Inhaltlich veranschaulicht es sehr plastisch die unglaubliche Vielfältigkeit der multikulturellen Strukturen, in denen sich das amerikanische Leben abspielt. Außerdem ist es ein ehrliches Buch, das die Malaise der Schwarzen in Chicago nicht beschönigt, sondern durchaus auch die selbstgemachten Probleme inklusive der kriminellen Strukturen benennt. Und es macht Mut, denn Barack Obama selbst ist das beste Beispiel dafür, dass Diskriminierung kein Lebensschicksal bleiben muss, sondern dass auch für Schwarzafrikaner ein Aufstieg selbst bis ins höchste Amt des Landes möglich ist. Insofern karikiert es die Vulgärsoziologie gerade vieler Obama-Anhänger, die alle sozialen Übel NUR auf Benachteiligungen zurückführen wollen. Allerdings hat man fast das Gefühl, dass es Obamas deprimierende Erfahrungen in der Stadtteilarbeit waren, die den späteren Präsidenten auf den politischen Weg der puren Minderheitenpolitik und Umverteilung verwiesen, da der koreanische Weg des sozialen Aufstieges für die meisten Minderheitler nicht gangbar ist. Es war nicht zuletzt dieser politische Grundansatz, der dazu führte, dass bei der letzten Präsidentenwahl 2012 zwei Drittel der Weißen für Mitt Romney (Sie repräsentieren 80 % des Steueraufkommens) und fast alle Minderheitler für Obama stimmten. Der so sympathisch als Versöhner angetretene Präsident hat auf diese weise ungewollt das Land tiefer gespalten als jemals zuvor.
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 1000 REZENSENTam 17. Januar 2015
Wer von diesem Buch eine Biographie des US-Präsidenten erwartet, wird enttäuscht. Im Vordergrund steht eine amerikanische Familie, deren Leben geprägt ist vom immer noch vorhandenen Rassismus. Wer nicht sehr vertraut ist mit amerikanischen Lebensverhältnissen, mit vielen Interna der US-Innenpolitik, wird das Buch nur mit großer Mühe lesen und vieles kaum verstehen können. Zwar erkennen auch wir Obamas afrikanische Wurzeln, wir empfinden ihn aber doch wohl mehr als ‚weißen‘ Amerikaner. Umso überrascht ist man dann beim Lesen, wie stark auch sein Leben geprägt war (und vielleicht auch noch ist) von Rassendiskriminierung. Dass er es dann geschafft hat, US-Präsident zu werden, ist erstaunlich. Dadurch wird aber auch deutlich, warum er letztlich nur mit größter Mühe in der Lage ist, Erfolge zu erzielen. Das Buch wäre für Nicht Amerikaner entschieden leichter verständlich, wenn es Zeitangaben enthielte, um den Werdegang Obamas besser nachvollziehen zu können.
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 19. Oktober 2008
"Ein amerikanischer Traum" ist ein großartiges und sehr beeindruckendes Werk, voller Ehrlichkeit, Offenheit und Sensibilität. Es ist also in jeder Hinsicht ungewöhnlich, vor allem, wenn man bedenkt, dass der Autor ein Politiker ist!
Das Buch ist in drei große Bereiche gegliedert. Der erste Teil befasst sich mit Obamas Kindheit auf Hawaii und in Indonesien, im zweiten Teil erfährt man viel über die Anfänge seiner politschen Arbeit in Chicago, wo Obama zusammen mit benachteiligten Schwarzen gegen zahlreiche Mißstände kämpft. Der dritte Teil handelt von Obamas Reise nach Afrika, wo er nach seinen Wurzeln und seiner Identität sucht und Mitglieder seiner Familie kennen lernt. Der Stil ist sehr persönlich, man lernt Obama in erster Linie als Mensch und Privatperson und erst in zweiter Linie als Politiker kennen. Man erfährt, was ihn ausmacht, wie er zu dem Mann geworden ist, der heute ist. Und als Draufgabe kommt auf keiner Seite Langeweile auf. Es gibt nichts, was ich an diesem Werk kritisieren könnte, deshalb: 5 Sterne!
0Kommentar| 17 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
VINE-PRODUKTTESTERam 12. August 2009
Die biographischen Notizen von Barack Obama werden von einer entwaffnenden Ehrlichkeit getragen. Sein Leben ist mehr als ein amerikanischer Traum. Es ist der gelebte Traum eines Menschen, der es unter zum Teil schwierigen Ausgangsbedingungen geschafft hat, die Karriereleiter ganz nach oben zu klettern. Dabei war das nach seinen Schilderungen gar nicht sein oberstes Ziel. Barack Obama hat sich den jeweils anstehenden Lebensaufgaben gestellt und ist stufenweise in seine Berufung hinein gewachsen.
Mich beeindruckt vor allem sein spannungsreicher Erzählstil mit dem er nicht nur Einblick in sein Leben, sondern in die Verhältnisse verschiedener Gesellschaften von Indonesien über Hawaii in verschiedene Staaten der USA bis nach Kenia gibt. Über seine Liebe zur Halbschwester Auma schlägt er eine Brücke nach Deutschland. Sie studierte in Heidelberg, unterrichtet später in Kenia Deutsch.
Aufschlussreich ist die Entwicklung Obamas Glaubensstärke vom anfänglich distanzierten Zweifler hin zur Verantwortung innerhalb einer Gemeinde. Er spricht offen über sein Engagement für kirchliche Institutionen in Chicago, seine Enttäuschungen im Rahmen der Kirchen und einem Schlüsselerlebnisse, das ihn zum erleuchteten Glauben führt.
Zur Lesung der CD von Leon Boden kann nur ein uneingeschränktes Lob ausgesprochen werden. Die Ähnlichkeit seiner Stimme mit der Obamas ist verblüffend. Boden gelingt es exzellent, die verschiedenen Temperamente aller Beteiligten zu betonen. Die Rolle des Obama ist Boden mit seinem angenehmen Bariton auf den Leib geschrieben.
0Kommentar| 5 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden